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240215 Glungezer (2.677m)

Obwohl der „große Schnee“ noch immer ausgeblieben ist, sind Skitouren trotzdem möglich. Heute steht eine gemütliche Tour auf den Glungezer, von der Bergstation Tulfein auf dem Programm. Mit von der Partie sind Biggi und ihre Schwester.

Bei schönstem Wetter starten wir ein paar Meter über die Piste, dann zweigen wir auf den Sommerweg zum Schartenkogel ab. Ab hier ist es eine feine, aber auch sichere Tour zu unserem ersten Ziel.

Es ist eine schöne Spur angelegt, im Hintergrund sehen wir schon unser Hauptziel, den Gipfel des Glungezers. Bis dorthin müssen wir aber noch ein paar Meter machen…

Bald haben wir den lichten Zirbenwald hinter uns gelassen und nun haben wir eine wunderbare Aussicht auf das Inntal.

Bis zum Schartenkogel müssen wir nur 2 Mal kurz über apere Stellen (mit Steinen) treten, ansonsten haben wir ein feine und griffige Spur.

Bald erreichen wir den Schartenkogel (2.311m), hier fellen wir ab, denn wir fahren ein paar Meter hinab…

… zum Tulfeinjöchl. Nach einem Blick zurück zum Schartenkogel, einem Schluck Tee und wieder auffellen starten wir wieder durch.

Nach ein paar flachen Metern vom Jöchl steilt der Hang auf und wir müssen recht steil auf den Sommerweg zum Glungezer wechseln.

Die Spurensuche ist nicht immer einfach, einmal verfehlen wir die verblasene Spur und landen in den Felsen. Aber ungut ist die Situation nie, den Weg finden immer gleich wieder.

Der Wind leistet gerade am Glungezer immer ganze Arbeit. Fast schon verwunderlich, dass noch eine geschlossene Schneedecke zum Gipfel vorhanden ist.

Im Rückblick sehen wir nochmals unsere Spur, abgesehen vom ersten steilen Hang ist der Weg nun sehr angenehm zu gehen, wenn auch teilweise die Oberfläche pickelhart ist.

Wir sehen unterhalb vom Gipfelhang schon das Gipfelkreuz vom Glungezer, nun haben wir es bald geschafft.

Der Blick ins Unterland führt unser Auge bis zum Kaisergebirge. Die Aussicht heute ist wunderbar, die Luft sehr klar.

Kaum haben wir den Gipfel erreicht, fühlen wir auch schon den typischen Wind, der hier gefühlte 365 Tage im Jahr bläst.

Es ist zu ungemütlich für eine längere Pause, daher fellen wir nur ab.

Wir fahren vom Gipfelkreuz die paar Meter hinunter zur Glungezerhütte, hier wollen wir uns eine verdiente Einkehr gönnen. Aus dem Weg zur Hütte sehen wir auch den Verlauf der Route Roman… wir erinnern uns.

In der Hütte finden wir gleich einen gemütlichen Platz, ich gönne mir die bekannten „Spaghetti Kathmandu“, sehr interessant gewürzt…

Nach einer feinen, ausführlichen Rast auf der Hütte steht noch die Abfahrt über die Nordhänge des Glungezers ins Skigebiet vor uns.

Ein letzter Blick gilt noch in Richtung Kreuzspitze, die ich letztes Jahr im Sommer besucht hatte. Dann fahren wir über die pistenähnlich abgefahrenen Hänge hinterunter ins Skigebiet und weiter zur Mittelstation.

Heute war wieder ein toller Tourentag mit wunderbarer Begleitung. Ich freu mich schon auf die nächste Runde!

Tourendaten
Gesamtlänge: 9,00 km
Gesamtdauer: 2:50 h
Höhenmeter: △ 745 m / ▽ 1.134 m
Lawinenstufe: 1 (Gleitschnee / Triebschnee)

240114 Route Roman (2.639m) ✨

Das Wetter ist super gemeldet, die Schneelage relativ gut. Da bietet sich wieder mal eine Tour in der Nähe an. Die Route Roman, die Verbindung zwischen Patscherkofel und Glungezer steht auf dem Programm.
Mit der Patscherkofelbahn kommen wir unkompliziert auf 1.965m.

Von der Bergstation steigen wir gleich steil am Nordwesthang empor, vorbei an der alten Panoramabahn, deren Reste noch sichtbar sind.

Der Wald wird immer lichter, dafür die Aussicht großartiger. Von dieser Seite des „Kofels“ hat man einen wunderbaren Blick ins Stubaital, links die Serles, auf der rechten Seite die Kalkkögel.

Je weiter wir hochsteigen, desto mehr wird uns der Windeinfluss auf den Schnee bewusst. Die Schneegangeln erinnern mich immer wieder dran, dass die Natur ein Wunderwerk ist. Nur für kurze Zeit kann man diese Form bewundern, dann ändert der Wind auch schon wieder Kontur und Ausprägung…

Schließlich erreichen wir nach einem ungefähr Einstündigen Aufstieg den Gipfel des Kofels.

Hier rasten wir ganz kurz, dann fellen wir ab… nun steht ein wenig Abfahrt auf dem Programm…

Die Abfahrt über den Ostrücken ist wie schon von mir erwartet nicht grad eine Traumabfahrt, aber trotzdem irgendwie lustig. Zumindest liegt genug Schnee, über die Qualität kann man zweifelsohne streiten.

Bald erreichen wir das unbenannte Joch nach dem Ostrücken, hier folgend wir teils fahrend, teils schiebend dem weiteren Weg Richtung Lanserkreuz.

Nun heißt es wieder durch den Wald, teils am Grat entlang abfahren bzw. abrutschen. Ein Stück müssen wir gerade, mit geringem Gefälle noch fahren, dann erreichen wir Boscheben, das im Winterschlaf ruhende Almgasthaus (2.030m)

Hier, am Ellbögner Kreuz machen wir eine Pause, ein wenig heißer Tee und eine kleine Brotzeit stärken uns für den Weiterweg.

Aufgefellt haben wir rasch wieder, dann folgend wir dem Zirbenweg durch steilen Zirbenwald weiter Richtung Viggarspitze.

Bei einem Tal zweigen wir vom Zirbenweg ab und folgen nun, in ein paar steilen Kehren dem Tal immer Richtung Viggarspitze. Zurückschauend sehen wir den imposanten Gipfel des Patscherkofels mit der großen Sendeanlage.

War der Himmel in der Früh noch blau und klar, sind jetzt erste Cirren eingefallen, im Süden tummeln sich die ersten, unbedenklichen Wolken.

Die Spur ist schön angelegt, und wir kommen zügig weiter. Schon bald stehen wir am Fuße der Viggarspitze, die wir heute aber im Anbetracht der Gehstrecke nicht mitnehmen.

Lustige Schattenbilder begleiten uns, abgesehen von unserem Abbild sind aber keine weitere Bergaffine am Weg.

Immer weiter entfernen wir uns vom Kofel und nähern uns unserem höchsten Ziel, der Sonnenspitze. Die Aussicht auf die Landeshauptstadt ist toll, eine gute Fernsicht haben wir heute.

Der Blick gegen Südosten zeigt uns Kreuz- und Durrenseespitze, Tourenziele, die ich heuer im Sommer auf dem Programm hatte, davor die zwei Stufen mit „Gschriebener Stoan“ und „Blaue Seen“

Ein paar kurze Abfahren zwischendurch mit Fellen sorgen für Spaß, aber auch ein wenig Überwindung, da es teils recht steil zur Sache geht.

Dass die Natur auch hier Kunstwerke mittels „Windpinsel“ in die Landschaft gezaubert hat, ist bei dem heutigen Traumwetter ein auf Neudeutsch „Added Bonus“

Der Schlusshang auf die Sonnenspitze sieht aus der Ferne beeindruckend und auch recht steil aus, wir sind schon gespannt, wie die Verhältnisse dort sind. Im Nahbereich stellen wir schon fest, dass die Schneeoberfläche recht hart ist.

Wir legen sicherheitshalber die Harscheisen auf, und in ein paar Spitzkehren mühen wir uns den Hang hinauf. Allerdings hat der Hang aus der Nähe betrachtet seinen Schrecken verloren.

Die letzten paar Meter auf die Sonnenspitze sind wie erwartet sehr hart, das ist dem regen Ansturm aus dem Skigebiet geschuldet. Dafür haben wir für die Abfahrt dann auch fast pistenähnliche Verhältnisse.

Die Pause auf dem Gipfel der Sonnenspitze (2.639m) fällt wegen dem kühlen Wind entsprechend kurz aus, einen Schluck Tee aus der Thermoskanne gönnen wir uns dennoch. Dann richten wir uns für die Abfahrt ins Glungezer-Skigebiet her. Die Abfahrt ist dank der „Piste“ gut und lustig und bald erreichen wir die präparierte Abfahrt.

Ein Blick zurück lässt uns die untergehende Sonne erblicken, eine tolle, aber auch lange Tour liegt hinter uns.
Bei der Mittelstation steigen wir in die Gondel ein und fahren ins Tal. Unten angekommen, stellen wir fest, dass die Talabfahrt „auf eigenes Risiko“ befahrbar gewesen wäre… schade, das haben wir nicht gesehen. Aber das ist wohl der einzige Wermutstropfen des heutigen Tourentages!
Gemütlich tuckern wir mit dem Bus nach Hause… voller Eindrücke eines wunderschönen Tages!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:16 h
Gesamtlänge: 13,42 km
Höhenmeter: ∆ 1.106 m / ∇ 1.160 m

240112 Rodeln Rinner Alm (1.380m)

Freitag, Dienstschluß! Biggi und ich haben uns zum Rodeln verabredet. Wir starten von Rinn aus über den Rodelaufstieg zur Alm.

Es hat vor kurzem wieder geschneit und die Landschaft hat sich nochmals ins Winterkleid geschält. Wunderbar, wenn alles vom feinen Weiß bedeckt ist.

Der Aufstieg, der von der Rodelbahn getrennt nach oben verläuft, lässt sich fein begehen, die Steigung ist gerade fein, um mit der Rodel gut nach oben zu kommen.

Die Nordseite liegt leider im Schatten, damit liegt der Weg auch im Kühlen. Beim Aufstieg ist dies kein Problem, manchmal sieht man doch in luftigen Höhen ein paar Sonnenstrahlen.

Auf der Karwendelseite leuchtet der Schnee im Sonnenschein, aber ob es dort wirklich wärmer ist, sei dahingestellt…

Nach einer guten Stunde erreichen wir die Rinner Alm, wir beschließen, hier noch einzukehren und uns einen Kuchen zu gönnen.

So gestärkt, macht die anschließende rasante Talfahrt mit der Rodel viel mehr Spaß.

Die Bahn läuft heute gut, ein paar kleine Hügel lassen uns hüpfen. Viel zu schnell sind wir wieder im Dorf angekommen.

Eine feine Tour, die Rodelbahn war heute super in Schuss, danke an das Team der Rinner Alm für das gute Präparieren!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 7,64 km
Höhenmeter: ∆ 498 m / ∇ 502 m

240109 Skitour Tulfein (2.052m)

Dienstag ist Abendtourentag am Glungezer, das ist schon seit Jahren ein Magnet für mich. Heute mache ich mich auf, mit Biggi die Tour zu bestreiten. Da es schon spät ist, als wir weggehen, beschließen wir, bis zur Bergstation zu gehen und dann weiter zu sehen…

Der Aufstieg über die Lifttrasse ist steil, aber bei diesen Schneeverhältnissen total fein zu gehen. Schnell gewinnen wir an Höhe. Die Strecke ist teils im Wald, teils von der Piste beleuchtet. Es ist kühl, aber nicht so kalt wie befürchtet.

Wir steigen höher und höher und erreichen schließlich die Bergstation. Ein kurzer, aber total feiner Trip am Abend, an der feinen frischen Luft! Wir trinken Tee, genießen die Aussicht und richten uns für die Abfahrt.

Der Glungezer ist als Ski- und Tourenberg einfach wunderbar, das Personal total nett und alles super präpariert! Da muss man wirklich mal ein Kompliment aussprechen.

Die Abfahrt geht wunderbar, allerdings merke ich, dass ich schön langsam doch mal einen Skiservice brauche. Kante ist bei mir Fremdwort… auf den härteren Platten rutsche ich gleich mal wild durch die Gegend… aber es macht voll Spaß.

Ein toller Abend mit Biggi, es ist immer total fein, zusammen am Abend eine Runde zu drehen. Ich freu mich schon auf die nächste Tour!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:27 h
Gesamtlänge: 4,48 km
Höhenmeter: △ 475 m / ▽ 475 m

240107 Rodeln Rinner Alm

Nachdem die letzte Rodelpartie so ein Spaß war und es heute richtig gut geschneit hat, wagen Biggi und ich ein weiteres Abenteuer auf die Rinner Alm. Wir fahren mit dem Bus nach Rinn, im Bus wird ein wenig geblödelt…

Das rächt sich dann aber recht schnell, beim Aussteigen aus dem Bus, kaum ist dieser abgefahren, stelle ich fest, dass mir mein Rucksack abhanden gekommen ist… dieser macht nun eine Sonderfahrt nach Hall, während ich zugegebenermaßen ein wenig angezipft am Start der Rodelbahn stehe.

Eine kurze Kalkulation sagt mir, dass der Bus in circa einer Stunde wieder hier vorbei kommen sollte. Daher nutzen wir die Zeit und spazieren ein Stück weit die Rodelbahn hinauf. Auch heute sind wenig Leute am Weg, die Stimmung ist allerdings super, und sehr winterlich.

Ein paar wenige Rodler kommen uns entgegen, allerdings stellen wir schon beim Zuschauen fest, dass die Bahn heute nicht schnell geht! Zuviel Schnee und zu wenig Präparation, so unser Fazit.

Wir spazieren bis zur ersten Kurve, dann heißt es auch schon runter ins Tal, damit wir den Bus erreichen… hoffentlich stimmt meine Berechnung mit dem Bus!

Die Abfahrt ist dann wie erwartet nicht so einfach, die Bahn in diesem Teilstück auch zu wenig steil, um richtig vom Fleck zu kommen. Dennoch ist die Abfahrt den Umständen entsprechend lustig…

Im Ort angekommen, warten wir gespannt auf den Bus. Nach ein paar Minuten kommt er auch schon um die Kurve, Biggi meint dann auch schon: „Schau, das ist der gleiche Busfahrer“. Und siehe da, gleicher Busfahrer, gleicher Bus, und der Rucksack ist genau dort, wo ich ihn letztlich vergessen habe!
Das Rodeln war nicht ganz nach unserer Vorstellung, aber zum Glück habe ich den Rucksack mit all meinen Sachen wieder bekommen. Ende gut, alles gut!

Tourendaten
Gesamtdauer: 48 min
Gesamtlänge: 2,4 km
Höhenmeter: △ 157 m / ▽ 151 m

240103 Schartenkogel (2.311m)

Das Wetter ist in letzter Zeit wunderschön, allerdings geht das zu Lasten der Schneedecke. Und Schnee ist aktuell auch nicht in Sicht. Die Touren in meinem Nahgebiet sind daher ein wenig beschränkt.
Heute geht´s daher wieder mit Biggi und einer ihrer Freundinnen auf den Schartenkogel…

Der Aufstieg erfolgt wieder über die Lifttrasse.

Bei der Bergstation wechseln wir auf den Sommersteig zum Schartenkogel.

Sobald wir im Gelände sind, hat man gefühlsmäßig das Skigebiet vergessen. Es macht trotz mangelhafter Schneedecke richtig Spaß, bei diesem Kaiserwetter in den Bergen unterwegs zu sein.

Die Aussicht ist wie in den letzten Tagen einfach phänomenal, der Himmel fast wolkenlos und der Schnee leuchtet richtig…

Auch der Blick ins Unterland ist toll, das grüne Inntal suggeriert allerdings schon fast frühlingshafte Verhältnisse.

Wir haben die Aufstiegsspur heute ein wenig variiert, wir steigen ein wenig westlicher auf.

Der Glungezer ist auch gut besucht, können wir feststellen. Unser Ziel bleibt allerdings der Schartenkogel.

Schließlich erreichen wir den schönen Gipfel, der trotz guten Besuches nie überlaufen wirkt. Das hat wohl mit dem großzügigen Gipfelplateau zu tun…

Wir schauen noch einmal ins Tal, so manche Spur im Schnee verlockt fast schon zu einer Geländefahrt, wir bleiben aber unserem ursprünglichen Plan treu und fahren über die Piste zur Tulfeinalm.

Dort genießen wir ein feines Mittagessen, dann setzen wir unsere Fahrt ins Tal fort.

Der lange Ziehweg von der Tulfeinalm ins Skigebiet scheint entschärft worden zu sein, viel leichter kommt mir der Übergang mittlerweile vor.

Im Skigebiet selber ist einiges los, die Piste ist gut präpariert, aber auch hart und könnt wohl eine wenig Neuschnee vertragen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 7,80 km
Höhenmeter: ∆ 770 m / ∇ 770 m

240101 Neujahrsskifahrt Patscherkofel

Mit Letu habe ich schon vor Tagen abgemacht, dass wir am 01.01.2024 gleich in der Früh auf die Piste gehen! Das setzt natürlich eine gewisse Disziplin am Vortag voraus, aber das war heuer überhaupt kein Problem. Silvester war schön, aber eben nicht so wild wie in anderen Jahren!

Wir sind bald oben am Berg, es sind wenig Leute am Weg. Das war auch zu erwarten. Die Piste ist in Ordnung, ein wenig Neuschnee ist gestern gefallen, den wir natürlich gleich nutzen müssen. Es macht sehr viel Spaß, im unverspurten Schnee zu fahren!

Letu und ich lassen es krachen, es macht viel Spaß, aber gegen Mittag sind dann doch mehr Leute und der „gute“ Schnee verfahren. Aber der Piste kommen die Eisplatten hervor, die sich trotz guter Präparation doch irgendwann nicht mehr verstecken kann. Es braucht unbedingt ein wenig mehr Schnee!

Ein wenig nach Mittag lassen wir es dann gut sein! Zu Hause gönnen wir uns noch ein feines Mittagessen, so läßt sich der erste Tag des neuen Jahres sehr gut einläuten!

Ein Gutes Neues Jahr 2024, Viel Glück und Gesundheit

231230 Schartenkogel (2.311m)

Die zweite Skitour in der neuen Saison führt mich heute zusammen mit Biggi wieder auf einen bekannten Berg, den Schartenkogel. Da die Verhältnisse in der Nähe nicht so gut sind, haben wir eine Pistentour ausgesucht.

Von Aldrans mit dem Bus bis zur Talstation, dann weiter mit der Gondel zur Mittelstation „Halsmarter“, dort schnallen wir die Ski an. Den Aufstieg bewerkstelligen wir über die alte Lifttrasse, die steil nach oben zieht.

Noch steigen wir im Schatten auf, allerdings sehen wir schon auf der gegenüberliegenden Seite die Sonnenhänge, die wir hoffentlich auch bald erreichen werden.

Die Temperaturen sind allerdings untypisch „lau“ für den Glungezer, dessen Herzstück nicht umsonst „Kalte Kuchl“ heißt. Bald schon muss ich die Jacke ausziehen und steige nur mit langem Unterhemd und Weste weiter.

Immer wieder hören wir ein vergnügtes Geschrei aus dem Wald, das von der Rodelbahn zu uns herüber schallt. Diese Rodelbahn ist gut besucht und scheint sehr gut in Schuss zu sein.

Bald erreichen wir die Bergstation bei der Tulfeinalm, hier zweigen wir über den Sommerweg ins freie Gelände ab. Die ersten Meter haben es in sich, leider ist die Spur durch schlechte Anlage und hauptsächlich durch Fußgänger und Schneeschuhgängern „zerstört“ worden.

Wir überlegen nicht lange und ziehen uns die Harscheisen an. Diese erweisen sich am Anfang als hilfreich, im Mittelteil wären sie nicht unbedingt nötig, aber sind doch an manchen Stellen ein Komfortgewinn.

Durch lichten Zirbenwald steigen wir höher, der Ausblick auf den Glungezer und das Inntal wird immer beeindruckender.

Wir wählen die Route, die sich am Abbruch zum Voldertal orientiert. Tiefblicke sind hier auf jeden Fall garantiert.

Eine Stelle des Aufstiegs imponiert mir sehr, hier hat der letzte Sturm eine mächtige Wechte entstehen lassen.

Am Rand zum Voldertal sehen wir nun auch ins Unterland, Kellerjoch, Gilfert, Largoz liegen direkt in unserem Blickfeld. Bis zum Kaiser können wir sehen, es ist grandios.

Über hart gepressten Schnee steigen wir weiter auf, manche Stellen führen nahe an die Kante und setzen eine gute Felltechnik voraus. Wir haben die Harscheisen noch dran und sind daher entspannt.

Bei zwei kurzen Stücken müssen wir sogar über Gras steigen, dann schließlich erreichen wir den Gipfel des Schartenkogels. Da auch viele Leute über das Skigebiet aufsteigen, ist am Gipfel auch einiges los.

Das Wetter ist wunderbar, daher setzen wir uns ein wenig und trinken Tee. Biggi findet auch schon einen, wenn auch nicht ganz so bequemen „Liegestuhl“, für die kurze Pause reicht es aber allemal.

Die Abfahrt bestreiten wir in üblicher Manier über das Skigebiet, das ist bei den aktuellen Verhältnissen im Geländer auch die komfortablere Variante.
Es war eine tolle Tour mit Biggi und ich hoffe, es folgen in dieser Saison noch viele weitere schöne Aufstiege!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:36 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: ∆ 843 m / ∇ 850 m

231226 Patscherkofel (2.246m)

Obwohl der Schnee schon länger liegt und ich echt motiviert wäre, schaffe ich doch erst heute meine erste Skitour. Der schöne Schnee, der Mitte Dezember gelegen ist, wurde schon wieder vernichtet, fast frühlingshafte Verhältnisse liegen vor.
Wir, Biggi und ich, haben heute den Patscherkofel als Ziel auserkoren. Mit der Bahn erreichen wir die Mittelstation.

Ein paar Meter müssen wir abrutschen, damit wir auf den Weg zur Patscher Alm erreichen. Noch ein kurzes Stück der Forststraße entlang, dann sind wir auch schon auf der Aufstiegsspur im Wald.

In gemütlicher Steigung arbeiten wir uns auf der nordwestlichen Flanke des Patscherkofels langsam empor. Hier liegt eine geschlossene Schneedecke vor, und der Aufstieg verläuft sehr gut.

Die Fernsicht ist heute wunderbar, die Luft durch den Wind der letzten Tage klar und dunstfrei. So ist der Blick ins Stubai wirklich wunderschön… Serles und Habicht grüßen erhaben zu uns her!

Über den Sommerweg, den Jochleitensteig umrunden wir den Gipfel des Kofels und steigen von der Südwest-Seite hinauf zur Gipfelstube.

Die Gipfelstube ist offen, wir nutzen spontan die Zeit und kehren auf eine Kaspressknödel-Suppe ein. Das tut richtig gut.

Die Stube ist voll, wir genießen die heiße Suppe, anschließend ist die Abfahrt angesagt. Da der Schnee im Gelände richtig unfein wirkt, beschließen wir, über die Forststraße abzufahren.

Über Mittag war es sonnig und fein, nun ziehen immer wieder dichtere Wolken über den Himmel und es ist auch ein wenig kühler geworden. Schnell sind wir gerichtet, über den Weg erreichen wir nach ein paar Minuten die offizielle Piste…

Für dem weiteren Weg wählen wir die Familienabfahrt, im oberen Teil ist die Piste angenehm, aber hart. Weiter unten im Tal wird die Piste immer weicher und unfeiner zu fahren… dennoch macht es viel Spaß und Freude!

Die erste Skitour mit Biggi war super, ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 12,97 km
Höhenmeter: △ 555 m / ▽ 1.266 m

231112 Sillschlucht

In der Höhe ist ein wenig Schnell gefallen. Trotzdem, dass die Sillschlucht, früher beliebtes Naherholungsgebiet, letztes durch illegale Raves in Verruf gekommen, nicht mehr ganz einfach zu erreichen ist, beschließen Biggi und ich, eben dorthin zu wandern.
Mit dem Fahrrad erledigen wir rasch die Anreise, dann spazieren wir vom Bergisel-Denkmal hinauf zum Drachenfels.
Die wunderschönen Herbstfarben begleiten uns auf Schritt und Tritt…

Am Drachenfels genießen wir die Aussicht auf den kunterbunten Wald, dann spazieren wir weiter, zuerst an der orographisch linken Seite der Sill, später wechseln wir auf die rechte Seite.

Hier, am breiten Bachbett könnte man, gutes Wetter vorausgesetzt, sehr schön picknicken. Oder aber eine Kneippkur der harten Art durchführen, wir wir schaudernd erblicken können. Eine Gruppe von jungen Leuten sitzen bis zur Brust im eiskalten Wasser… brrrrrrr!

Bei der zweiten Brücke wandern wir nach Vill hoch, eine kurze Einkehr beim „Gasthof Turmbichl“ mit Getränk und Suppe vervollständigt den ersten Teil der Wanderung.

Vom Turmbichler wandern wir über den Poltenweg und Bedelungerweg, und erreichen beim Bretterkeller wieder städtischen Untergrund… mit den Fahrrädern fahren wir wieder zurück zum Ausgangspunkt!
Eine sehr feine Runde mit Biggi, die wir sicher nicht das letzte Mal gemacht haben!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:21 h
Gesamtlänge: 13,21 km
Höhenmeter: ∆ 477 m / ∇ 478 m