Schlagwort-Archive: Tuxer Alpen

240101 Neujahrsskifahrt Patscherkofel

Mit Letu habe ich schon vor Tagen abgemacht, dass wir am 01.01.2024 gleich in der Früh auf die Piste gehen! Das setzt natürlich eine gewisse Disziplin am Vortag voraus, aber das war heuer überhaupt kein Problem. Silvester war schön, aber eben nicht so wild wie in anderen Jahren!

Wir sind bald oben am Berg, es sind wenig Leute am Weg. Das war auch zu erwarten. Die Piste ist in Ordnung, ein wenig Neuschnee ist gestern gefallen, den wir natürlich gleich nutzen müssen. Es macht sehr viel Spaß, im unverspurten Schnee zu fahren!

Letu und ich lassen es krachen, es macht viel Spaß, aber gegen Mittag sind dann doch mehr Leute und der „gute“ Schnee verfahren. Aber der Piste kommen die Eisplatten hervor, die sich trotz guter Präparation doch irgendwann nicht mehr verstecken kann. Es braucht unbedingt ein wenig mehr Schnee!

Ein wenig nach Mittag lassen wir es dann gut sein! Zu Hause gönnen wir uns noch ein feines Mittagessen, so läßt sich der erste Tag des neuen Jahres sehr gut einläuten!

Ein Gutes Neues Jahr 2024, Viel Glück und Gesundheit

231230 Schartenkogel (2.311m)

Die zweite Skitour in der neuen Saison führt mich heute zusammen mit Biggi wieder auf einen bekannten Berg, den Schartenkogel. Da die Verhältnisse in der Nähe nicht so gut sind, haben wir eine Pistentour ausgesucht.

Von Aldrans mit dem Bus bis zur Talstation, dann weiter mit der Gondel zur Mittelstation „Halsmarter“, dort schnallen wir die Ski an. Den Aufstieg bewerkstelligen wir über die alte Lifttrasse, die steil nach oben zieht.

Noch steigen wir im Schatten auf, allerdings sehen wir schon auf der gegenüberliegenden Seite die Sonnenhänge, die wir hoffentlich auch bald erreichen werden.

Die Temperaturen sind allerdings untypisch „lau“ für den Glungezer, dessen Herzstück nicht umsonst „Kalte Kuchl“ heißt. Bald schon muss ich die Jacke ausziehen und steige nur mit langem Unterhemd und Weste weiter.

Immer wieder hören wir ein vergnügtes Geschrei aus dem Wald, das von der Rodelbahn zu uns herüber schallt. Diese Rodelbahn ist gut besucht und scheint sehr gut in Schuss zu sein.

Bald erreichen wir die Bergstation bei der Tulfeinalm, hier zweigen wir über den Sommerweg ins freie Gelände ab. Die ersten Meter haben es in sich, leider ist die Spur durch schlechte Anlage und hauptsächlich durch Fußgänger und Schneeschuhgängern „zerstört“ worden.

Wir überlegen nicht lange und ziehen uns die Harscheisen an. Diese erweisen sich am Anfang als hilfreich, im Mittelteil wären sie nicht unbedingt nötig, aber sind doch an manchen Stellen ein Komfortgewinn.

Durch lichten Zirbenwald steigen wir höher, der Ausblick auf den Glungezer und das Inntal wird immer beeindruckender.

Wir wählen die Route, die sich am Abbruch zum Voldertal orientiert. Tiefblicke sind hier auf jeden Fall garantiert.

Eine Stelle des Aufstiegs imponiert mir sehr, hier hat der letzte Sturm eine mächtige Wechte entstehen lassen.

Am Rand zum Voldertal sehen wir nun auch ins Unterland, Kellerjoch, Gilfert, Largoz liegen direkt in unserem Blickfeld. Bis zum Kaiser können wir sehen, es ist grandios.

Über hart gepressten Schnee steigen wir weiter auf, manche Stellen führen nahe an die Kante und setzen eine gute Felltechnik voraus. Wir haben die Harscheisen noch dran und sind daher entspannt.

Bei zwei kurzen Stücken müssen wir sogar über Gras steigen, dann schließlich erreichen wir den Gipfel des Schartenkogels. Da auch viele Leute über das Skigebiet aufsteigen, ist am Gipfel auch einiges los.

Das Wetter ist wunderbar, daher setzen wir uns ein wenig und trinken Tee. Biggi findet auch schon einen, wenn auch nicht ganz so bequemen „Liegestuhl“, für die kurze Pause reicht es aber allemal.

Die Abfahrt bestreiten wir in üblicher Manier über das Skigebiet, das ist bei den aktuellen Verhältnissen im Geländer auch die komfortablere Variante.
Es war eine tolle Tour mit Biggi und ich hoffe, es folgen in dieser Saison noch viele weitere schöne Aufstiege!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:36 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: ∆ 843 m / ∇ 850 m

231226 Patscherkofel (2.246m)

Obwohl der Schnee schon länger liegt und ich echt motiviert wäre, schaffe ich doch erst heute meine erste Skitour. Der schöne Schnee, der Mitte Dezember gelegen ist, wurde schon wieder vernichtet, fast frühlingshafte Verhältnisse liegen vor.
Wir, Biggi und ich, haben heute den Patscherkofel als Ziel auserkoren. Mit der Bahn erreichen wir die Mittelstation.

Ein paar Meter müssen wir abrutschen, damit wir auf den Weg zur Patscher Alm erreichen. Noch ein kurzes Stück der Forststraße entlang, dann sind wir auch schon auf der Aufstiegsspur im Wald.

In gemütlicher Steigung arbeiten wir uns auf der nordwestlichen Flanke des Patscherkofels langsam empor. Hier liegt eine geschlossene Schneedecke vor, und der Aufstieg verläuft sehr gut.

Die Fernsicht ist heute wunderbar, die Luft durch den Wind der letzten Tage klar und dunstfrei. So ist der Blick ins Stubai wirklich wunderschön… Serles und Habicht grüßen erhaben zu uns her!

Über den Sommerweg, den Jochleitensteig umrunden wir den Gipfel des Kofels und steigen von der Südwest-Seite hinauf zur Gipfelstube.

Die Gipfelstube ist offen, wir nutzen spontan die Zeit und kehren auf eine Kaspressknödel-Suppe ein. Das tut richtig gut.

Die Stube ist voll, wir genießen die heiße Suppe, anschließend ist die Abfahrt angesagt. Da der Schnee im Gelände richtig unfein wirkt, beschließen wir, über die Forststraße abzufahren.

Über Mittag war es sonnig und fein, nun ziehen immer wieder dichtere Wolken über den Himmel und es ist auch ein wenig kühler geworden. Schnell sind wir gerichtet, über den Weg erreichen wir nach ein paar Minuten die offizielle Piste…

Für dem weiteren Weg wählen wir die Familienabfahrt, im oberen Teil ist die Piste angenehm, aber hart. Weiter unten im Tal wird die Piste immer weicher und unfeiner zu fahren… dennoch macht es viel Spaß und Freude!

Die erste Skitour mit Biggi war super, ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 12,97 km
Höhenmeter: △ 555 m / ▽ 1.266 m

231112 Sillschlucht

In der Höhe ist ein wenig Schnell gefallen. Trotzdem, dass die Sillschlucht, früher beliebtes Naherholungsgebiet, letztes durch illegale Raves in Verruf gekommen, nicht mehr ganz einfach zu erreichen ist, beschließen Biggi und ich, eben dorthin zu wandern.
Mit dem Fahrrad erledigen wir rasch die Anreise, dann spazieren wir vom Bergisel-Denkmal hinauf zum Drachenfels.
Die wunderschönen Herbstfarben begleiten uns auf Schritt und Tritt…

Am Drachenfels genießen wir die Aussicht auf den kunterbunten Wald, dann spazieren wir weiter, zuerst an der orographisch linken Seite der Sill, später wechseln wir auf die rechte Seite.

Hier, am breiten Bachbett könnte man, gutes Wetter vorausgesetzt, sehr schön picknicken. Oder aber eine Kneippkur der harten Art durchführen, wir wir schaudernd erblicken können. Eine Gruppe von jungen Leuten sitzen bis zur Brust im eiskalten Wasser… brrrrrrr!

Bei der zweiten Brücke wandern wir nach Vill hoch, eine kurze Einkehr beim „Gasthof Turmbichl“ mit Getränk und Suppe vervollständigt den ersten Teil der Wanderung.

Vom Turmbichler wandern wir über den Poltenweg und Bedelungerweg, und erreichen beim Bretterkeller wieder städtischen Untergrund… mit den Fahrrädern fahren wir wieder zurück zum Ausgangspunkt!
Eine sehr feine Runde mit Biggi, die wir sicher nicht das letzte Mal gemacht haben!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:21 h
Gesamtlänge: 13,21 km
Höhenmeter: ∆ 477 m / ∇ 478 m

231110 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Wenn es mal schnell gehen muss, aber der Bewegungsdrang doch groß ist, bietet sich die wohnungsnahe Rinner / Aldranser Almenrunde an.
Mit Biggi fahre ich nach Rinn, dort steigen wir direkt auf den „Rinner Alm Steig“ ein.

Gemütlich steigen wir empor, in höheren Lagen haben wir stellenweise Schnee, allerdings noch in homöopathischen Dosen. Es ist nicht sehr kalt, also geben wir dem Schnee keine große Überlebenswahrscheinlichkeit.

Flotten Schrittes erreichen wir die geschlossene Rinner Alm (1.380m). Diese ist schon auf Winter eingerichtet, vor dem Eingang wurde ein kleiner Kobel als Windfang aufgebaut.

Wir bleiben nicht stehen, nach kurzer Beratschlagung haben wir beschlossen, den Weg zur Aldranser Alm weiter zugehen. Ein wenig mehr Schnee ist hier dazugekommen, aber es ist trotzdem mit Halbschuhen gangbar.

Das Wetter ist heute nicht gerade einladend, an der Nordkette sieht es schon aus, als ob es regnen würde…

Nach kurzem Marsch erreichen wir die auch geschlossene Aldranser Alm (1.551m). Hier wird der Betrieb wohl mangels eigener Rodelbahn erst im Frühjahr wieder starten.

Wir genießen den Ausblick von der Alm, obwohl im Norden schon der Regen einzieht. Der Entschluss ist anschließend schnell gefasst, wir müssen hinunter ins Tal!

Wir nehmen den Stich direkt von der Aldranser Alm durch den Wald, schnell haben wir den Schnee hinter uns gelassen, die Temperaturen sind allerdings verhalten!

Der Herbst mit seinen Farben verzaubert den Wald und die Wege, am Bach sind schöne, gelbe Blätter ins Wasser gefallen und stellen einen wunderschönen Kontrast zum Grau der Steine dar…

Je tiefer wir ins Tal kommen, desto tiefer scheinen auch die Wolken am Himmel nieder zudrücken. Wir sputen uns…

… dennoch schaffen wir es nicht ganz, das Auto trocken zu erreichen. Ein „gscheider“ Guss überrascht uns auf den letzten Metern und wascht uns einmal richtig durch!

Ein dennoch wunderschöner Spaziergang in der Natur mit super Begleitung, der Tag hat sich heute wieder total rentiert!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:59 h
Gesamtlänge: 8,91 km
Höhenmeter: ∆ 680 m / ∇ 708 m

231101 Judenstein

Auf den Bergen liegt der erste feine Schnee, und die Kälte ist ins Land eingezogen. Nach dem heißen Sommer und Herbst schon eine Umstellung.
Biggi und ich gehen heute Wandern. Nachdem wir Letzens auf der Nordketten-Seite waren, ist heute das Mittelgebirge und die Tuxer an der Reihe.

Wir fahren mit dem Bus bis zum Lavierenbad in Rinn. Ein paar Meter müssen wir an der Hauptstraße entlang laufen, dann zweigen wir ab Richtung Poltenhof.

Eine sehr ruhige, und sehr schöne Gegend. Leider komme ich hier recht selten zum Spazieren gehen her… vielleicht geht sich das mit Biggi öfter aus.

Über die Höhenstraße erreichen wir Judenstein. Bekannt ist der ehemalige Wallfahrtsort für den antisemitischen Kult um das „Anderl von Rinn“. Jüdischen Händler war der Mord an dem kleinen Anderl angelastet worden. 1985 wurde der Kult schließlich aufgelassen.

Wir besuchen das Geburtshaus des Anderls, leider geht sich kein Foto aus, da das Haus von zwei sehr resoluten Gänsen verteidigt wird.

Der weitere Weg führt uns zur Teufelsmühle, diesen Platz habe ich früher, als die Kinder noch kleiner waren, öfter besucht. Mittlerweile ist die Mühle ein wenig in Mitleidenschaft gezogen und bedarf ein wenig Zuwendung.

Auch auf dem weiteren Weg zum Wiesenhof sehen wir immer wieder umgeknickte Bäume…

Das Bettelwurfmassiv ist schon gut „gezuckert“, der Winter ist im anrollen.

Auch auf dem Glungezer liegt schon Schnee… ich bin schon sehr gespannt, wie der Winter heuer wird!
Wir kehren im Gasthaus Wiesenhof in Aldrans ein, dort lassen wir uns ein gutes Mittagessen schmecken. Die Pause tut total gut, wir genießen die Wärme der Wirtsstube.

Vom Wiesenhof wandern wir über die Prockenhöfe weiter zum Herzsee. Dieser hat sich sein Herbstkleid angezogen, die bunten Blätter schwimmen im Wasser…

Durch Aldrans an der Straße entlang kommen wir zu mir nach Hause, hier gibt es noch einen Kaffee… dann wandern wir weiter nach Innsbruck!
Eine tolle Runde in wunderbarer Gesellschaft. Ich freue mich schon auf die nächste Wanderung mit Biggi!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:40 h
Gesamtlänge: 16,03 km
Höhenmeter: ∆ 248 m / ∇ 598 m

231003 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter ist aktuell noch super, allerdings ist über Nacht eine Kaltfront angesagt, daher beschließe ich kurzfristig, meine Runde über die Almen zu machen. Von Rinn aus geht’s wieder los über den „Rinner Alm Steig“.

Obwohl es noch nicht spät ist, steht die Sonne, jahreszeitenbedingt schon viel tiefer. Die Stimmung ist allerdings einfach schön…

Ich bin wieder mal flott am Weg, nach 36 Minuten habe ich die Rinner Alm erreicht. Wie immer bewundere ich die letzten Meter zur Hütte, für mich einer der schönsten Zugänge zu einer Alm…

Die Hütte strahlt letzten Abendlicht, Besucher und Pächter sind allerdings schon ausgeflogen. Um diese Jahreszeit hat die Hütte nur bis 18:00 Uhr geöffnet…

Mich zieht es sowieso weiter, die nächste Alm ist mein nächstes Ziel. Zuerst wandere ich über einen schönen Steig, dann unspektakulär über die Forststraße…

Die Sonne verschwindet langsam im westlichen Dunst, im Oberland kann man schon die ersten Anzeichen eines Wetterumschwungs erahnen.

Auf der Aldranser Alm ist auch Aufbruchstimmung, daher kehre ich hier auch nicht ein… alleine ist das eher fad! Den Höchsten Punkt habe ich nach 52 Minuten erreicht.

Erst steige ich über den steilen Waldsteig ganz in der Nähe der Alm ab. Dieser wird den Spuren nach zu urteilen auch öfter von Downhillern benutzt.

Dann erreiche ich den alten Almweg, der mittlerweile keine Funktion mehr zu haben scheint. Im oberen Bereich endet der Weg zumindest für Fahrzeuge in einer Sackgasse… besser für uns Wanderer!

Kurz vor Fagslung geht der Forstweg in eine Asphaltstraße über… die Tristheit eines solchen Weges wird zumindest durch die wunderschöne Aussicht kompensiert… und im Westen rollt was an!

Ich erreiche mein Zuhause nach nicht ganz zwei Stunden, es dauert noch ungefähr eine Stunde, da fällt mir beim Blick aus dem Fenster auf, dass es regnet. Das ist noch schneller gegangen als gemeint!
Ich bin glücklich, dass ich das Wetter noch genutzt habe.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:49 h
Gesamtlänge: 9:45 km
Höhenmeter: ∆ 588 m / ∇ 763 m

230920 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Spontan entscheide ich mich, das (noch) gute Wetter zu nutzen und meine Almenrunde nach der Arbeit abzuklappern. Mit leichtem Gepäck mache ich mich mit dem Bus auf nach Rinn, zum Kirchplatz.

Ein paar Meter über den Asphalt, dann erreiche ich schon den „Rinner Almsteig“, der mich ziemlich direkt zur Alm bringt. Durch schönen Forst steige ich windgeschützt höher und höher.

Der Föhn ist heute durchgebrochen, immer wieder knacken die umliegenden Bäume, so mancher Ast fällt durch die Windlast zu Boden.

Nach 35 Minuten erreich ich schon die schön gelegene Alm. Die Sonnenschirme sind wegen dem Wind eingeklappt, aber es wird noch ausgeschenkt. Der Besucheransturm hält sich allerdings in Grenzen. Nur eine handvolle Wanderer hat den Aufstieg heute gemacht.

Ich bleibe nur kurz stehen, trinke einen Schluck und mache ich auf zur zweiten Alm. Die Sonne wärmt noch gut, allerdings kühlt im gleichen Zuge der Wind ganz nett…

Nach weiteren 15 Minuten erreiche ich „unsere“ Alm, die Aldranser Alm. Auch hier ist wenig los, aber die Alm ist auch hier geöffnet. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet.

Auch hier verweile ich nur kurz, zum Genießen auf der Terrasse ist es zu windig, und in die Hütte möchte ich nicht sitzen. Also steige ich direkt wieder über den Steig ab.

Erst geht es steil nach unten, durch Heidelbeerfehler.. die Beeren sind aber schon so gut wie abgefallen, nur teilweise sehe ich noch die leckeren Waldfrüchte.

Ich kreuze ein paar Mal die Forststraße, bleibe allerdings auf meinem Steiglein. Das ist mir viel lieber als die große Schotterpiste. Ab dem Wasserbassin muss ich dennoch der Almstraße folgen… ein kleiner Wermutstropfen, über Asphalt abzusteigen.

Der Föhn hat die Luft richtig durchgeputzt, die Fernsicht ist sehr gut. Der Bettelwurf und die Speckkarspitze ruft Erinnerungen an die heurige Tour mit Daniel, Maggo und Papa auf.
Über das Industriegebiet, Sägewerk und Waldspielplatz erreiche ich nach 1:47 Minuten wieder mein Zuhause. Ich bin zufrieden und nun auch richtig hungrig… eine tolle Tour direkt vor der Haustüre!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamtlänge: 9,32 km
Höhenmeter: ∆ 579 m / ∇ 737 m

230916 5-Gipfel-Runde / Glungezer (2.677m)

Immer wieder, wenn ich aus dem Wohnzimmer schaue, denke ich mir, das musst du jetzt mal wieder machen: Die 6-Gipfelrunde vom Schartenkogel zum Patscherkofel. Es braucht nicht viel Überredungskunst, bis Letu in das Abenteuer mit einsteigt.
Von Tulfes fahren wir mit der Bahn hinauf zur Bergstation, für was hat man denn das Freizeitticket, denken wir uns…

Wir starten über den wunderschönen Schartenkogelsteig, der fast direkt bei der Bergstation los geht.

Über dichte Heidelbeer- und Almrosenstauden kommen wir unserem ersten Ziel immer näher. Noch eine Kurve, wie es so schön heißt, dann stehen wir am Schartenkogel (2.311m).

Eine ganz kurze Rast, ein Müsliriegel und ein Schluck Wasser, und schon geht es weiter im Gipfelakkord.

Über das Tulfeinjoch erreichen wir den Steig auf den Glungezer. Normalerweise kennen wir dieses Gebiet hauptsächlich vom Skifahren. So ist es auch mal schön…

Der Steig zum Glungezer führt vom Tulfeinjöchl erst südlich, mit Blick ins Voldertal, dann in Serpentinen über den Ostrücken hinauf zum Gipfel.

Bald haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Ein unspektakulärer Weg, allerdings mit wunderschöner Aussicht.

Vom Gipfel des Glungezers (2.677m) wandern wir an der Militäranlage (Goldhaube) vorbei. Nun können wir unseren weiteren Weg schon gut einsehen, ein Stück ist es noch, meint Letu.

Wir wandern an der perfekt in den Fels geduckten Glungezerhütte (2.610m) vorbei, für eine Einkehr ist es aber noch zu früh.

Dafür besteigen wir sogleich unseren dritten Gipfel an diesem Tag, die Sonnenspitze (2.639m).

Der Weg von der Sonnenspitze Richtung Westen ist ein wenig ausgesetzt, es schaut allerdings wilder aus, als es ist. Ein schöner Pfad führt unter dem Gipfel weiter.

Wir folgen eine Weile dem offiziellen Weg ins Frauental, dann zweigen wir auf eine direkte Route Richtung Neunerspitze (2.285m) ab. Über Blockwerk, weglos nähern wir uns der Aufstiegsspur auf den vierten Gipfel.

Nach einer durchwachsenen Blockpassage erreichen wir wieder den Weg, der uns nun zur Neunerspitze (2.285m) führt. Hier sind wir nicht mehr alleine, auf dem Gipfel tummeln sich zwei weitere Gruppen.

Unser nächstes Ziel haben wir schon im Sichtfeld, die Viggarspitze (2.306m). Zuerst müssen wir auf der Westflanke ins kleine Tal zwischen den Spitzen absteigen…

… dann erfolgt der letzte Aufstieg für heute. Letu ist schon müde, kein Wunder bei dem vielen Auf und Ab.

Zufrieden erreichen wir unseren letzten Gipfel für heute. Den Patscherkofel lassen wir aus, da sind wir uns einig. Schon lange genug sind wir am Weg.

In der Ferne lacht der letzte Gipfel der Kette zu uns herunter. Dennoch widerstehen wir der Versuchung…

Von der Viggarspitze sind wir auf den Zirbenweg gekreuzt, diesem folgen wir nun bis nach Boscheben. Der Wind hat nun merklich aufgefrischt, Föhn ist angesagt.

Nun ist endlich Zeit für eine Pause, leider gibt es keinen Kaiserschmarren, dafür einen guten Schokoladenkuchen. Das ist ein würdiger Ersatz und füllt unsere Speicher wieder auf.

Den weiteren Weg folgen wir nun dem Zirbenweg, der uns bis zur Patscherkofelbahn führt. Schon oft sind wir hier unterwegs gewesen, dennoch gibt es immer Neues zu entdecken.

Der Inntalblick verfolgt uns den restlichen Weg, am Himmel sehen wir die Boten der Föhnfront. Schließlich erreichen wir die Bergstation am Kofel und hüpfen gleich in die erste Gondel.

Letu nutzt die kurze Abfahrt für einen Powernap, während ich weiterhin die wunderschöne Landschaft aufsauge.

Wohlbehalten erreichen wir das Tal, unser Bus nach Hause wartet schon brav an der Haltestelle.
Eine wunderschöne Wanderung, die sich bei diesem Wetter mehr als ausgezahlt hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:30 h
Gesamtlänge: 12,37 km
Höhenmeter: ∆ 970 m / ∇ 1.077 m

230908 Glungezer Klettersteig

Der Herbst zieht ins Land und das Wetter ist wieder mal richtig schön. Die Fernsicht ist ein Wahnsinn, es ist einfach Pflicht, in die Berge zu ziehen. Heute sind Sara und Letu mit von der Partie, wir wollen den neu gerichteten Klettersteig am Glungezer inspizieren.

Wir fahren mit dem Bus zur Glungezerbahn und dann mit den zwei Sektionen hinauf zur Bergstation.

Von hier müssen wir über die nun mit Kühen befüllte Piste hinauf Richtung Schartenkogel. Diesen Weg kenne ich eigentlich nur von den winterlichen Abendskitouren…

Bald kommen wir zum steilsten Stück des Aufstieges. Sara ist heute nicht ganz fit, daher entscheidet sie sich, umzudrehen. Anstatt auf uns zu warten, fährt sie gleich mit dem Bus nach Hause! Sie muss morgen fit sein, da die Arbeit ruft…

Letu und ich wandern noch ein paar Minuten höher, dann erreichen wir den Einstieg in den Klettersteig. Dieser wurde für Kinder ausgelegt, der erste Teil ist sehr einfach gehalten… ein Übungswandl sozusagen.

Über schöne Blöcke und kurze Kletterpassagen steigen wir immer höher. Obwohl der Steig nicht wirklich schwer ist, ich lasse mich sogar dazu hinreißen, dass es kein richtiger Klettersteig ist, sind sehr schöne Passagen vorhanden.

Der Ausblick auf das Skigebiet ist auch wunderschön, seit kurzem gibt es auch einen Speichersee, der wie ein blaues Auge gen Himmel lugt. Und im Hintergrund, hier immer präsent, das wunderschöne Karwendel.

Ein paar „knackige“ Stellen sind dann doch immer wieder zu bewältigen, aber kein Problem für Letu… er macht seine Sache super!

Immer weiter steigen wir empor. Der Steig, das muss man hier mal sagen, ist sehr nett angelegt, teils abenteuerlich, und mit einigen Motiven für das Jungvolk, das mit Spaß die Berge erkundet!

Die Tuxer, und speziell der Glungezer sind ein faszinierender Steinhaufen. Über ein Blockgrat klettern wir entlang dem Seil, aber ohne einzuhängen, die Schneide empor.

Dann kommt der Schlitz, auch Breitenkontrolle genannt. Eine spannende Stelle, erst kraxelt man einen Kamin empor…

… dann geht es noch durch einen engen Schlitz. Ich muss hier sogar meinen Rucksack abnehmen, ansonsten würde die ich Maximalbreite wohl arg überschreiten. Letu hat es hier um ein Stück leichter…

Auch eine Tibetbrücke wurde installiert, ein wackeliges, aber schönes Vergnügen über eine kurze Schlucht.

Die Schlüsselstelle ist der „Zahn des Riesen“. Hier ist nochmals Armkraft gefragt, ein vertikaler Aufstieg über eine schöne Wand.

Den Zahn haben wir dann auch bald überstiegen, ab hier ist es wieder einfacher.

Ein paar kurze, aber schöne Kletterstellen sind noch vor uns, die wir sehr genießen. Es macht einfach Spaß, diesen Eisenweg hinaufzusteigen.

Leider sind die Kletterstellen nun fertig, ein Blick ins Tal zeigt uns den Schartenkogel, und das obere Gebiet des Skigebietes.

Gut gemacht, Letu. Wir meinen unisono, dass das nicht der letzte Klettersteig sein wird, den wir gemeinsam meistern.

Wir steigen nicht mehr zur Hütte auf, sondern wandern Weglos wieder retour ins Skigebiet. Über die Piste wandern wir zurück zur Bergstation.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3:08 h
Gesamtlänge: 6,22 km
Höhenmeter: ∆ 569 m / ∇ 562 m