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230624 Bergfeuern Viggarspitze (2.306m)

Und jährlich grüßt das Murmeltier… dieses Mal allerdings im positiven Sinne. Es ist wieder Bergfeuer-Tag. Wir treffen uns wie gewohnt um 14:00 Uhr im Dorf, packen die Bierbänke, Grill und persönliche habe auf den Transporter, damit fahren wir in ca. 1 h auf den Issboden.

Geschäftig werden die Zelte aufgestellt, das Lagerfeuer vorbereitet und das Granulat auf die Rucksäcke verteilt.

Heuer haben wir eine tolle Mannschaft, viele fleißige Helfer haben sich eingefunden, um diesen „Feiertag“ zu begehen.

Bald ist die Abmarschbereitschaft hergestellt, die Rucksäcke sind gut befüllt und wir können losgehen.

Das erste Stück über die Weide und durch den steilen Wald zum Zirbenweg ist immer am anspruchsvollsten. Doch wir kommen gut vom Fleck. Das Wetter meint es heute auch gut mit uns, es ist fein warm, aber nicht zu heiß.

Über kleine Bergpfade erreichen wir schon bald den Zirbenweg, der sich vom Patscherkofel zum Glungezer rüber zieht.

Wir verlassen allerdings den Weg schon bald wieder und wandern über die Westflanke hinauf zum Gipfel der Viggarspitze (2.306m)

Vor zwei Wochen bin ich hier schon am Weg (siehe Zirbenweg+) gewesen, da war auf dem Morgenkogel und den umliegenden Bergen noch ein wenig mehr Schnee… die Hitze der letzten tage hat ihren Tribut gefordert.

Dann haben wir den Gipfel erreicht, eine kurze Verschnaufpause ist uns gegönnt. Das Wetter ist heute echt perfekt, der typische Wind auf diesen Gipfeln säuselt und natürlich auch um die Ohren.

Einer hat eine Drohne mitgenommen, damit werden dann tolle Aufnahmen von uns auf dem Gipfel gemacht… das ist schon eine tolle Erfindung.

Die Sonne versinkt langsam hinter den Bergen bzw. Wolken am Horizont. Es ist Zeit, die vorbereiteten Granulate anzuzünden.

Nach den üblichen Startschwierigkeiten wegen dem Wind flackern dann doch alle Feuer am Gipfelgrat auf. Da wir heute üppig mit Granulat versorgt sind, brennen die Feuer noch heller als sonst.

Letu hat sich eine Stelle am unteren Grat für das Feuer ausgesucht, auf den später gesichteten Bildern kann man diesen „Ausreißer“ gut erkennen.

Bald wird es dumper, damit einhergehend sinken auch die Temperaturen rasch. Die Jüngsten unserer Gruppe machen sich auf zum wärmenden Lagerfeuer am Issboden.

Nach und nach folgt der Großteil der Mannschaft, nur ein paar Wenige bleiben noch als Feuerwacht am Gipfel.

Rasch erreichen wir wieder das Stück des Zirbenweges, ein Blick zurück zeigt uns die tollen Feuer, die wir entzündet haben.

Schließlich erreichen auch wir den Zeltplatz, das Lagerfeuer haben wir schon von weitem sehen können. Am Feuer ist es immer warm, es gibt noch Stockbrot und Würstel. Was wünscht man sich mehr.

Nach einer kühlen Nacht, nicht jedem sein Schlafsack war so warm wie angenommen, stehen wir wieder am Lagerfeuer, bzw. bauen unser Camp ab.

Dann heißt es nur noch warten, bis unser Abholservice und wieder vom Boden einsammelt. Rasch werden die Sachen auf die Ladefläche verstaut, dann fahren wir wieder runter ins Tal.

Ein erfolgreiches Bergfeuern geht seinem Ende zu, heuer war fast alles perfekt. Eine Verletzung hatten wir, diese musste im Krankenhaus versorgt werden. Doch am nächsten Tag schaut schon wieder alles besser aus!

Tourendaten
Gesamtdauer: ca. 2:00 h
Gesamtlänge: 5,01 km
Höhenmeter: 467 m

230609 Zirbenweg+

Manche Tage entpuppen sich als totale „Überraschungseier“. Heute stellt genau so ein Tag dar. Nachdem Letu und ich am Vortag alles gepackt hatten, wachen wir in der Früh auf, und bereiten uns für den Zirbenweg her. Da klingelt das Telefon: Letu hat Feuerwehrprobe (zwar gewusst, aber vergessen), also stehe ich plötzlich alleine da!
Kein Problem, denke ich mir, dann gehe ich halt solo.

Mit dem Postbus zur Tal- und mit dem Lift zur Bergstation, rasch habe ich den Start des Zirbenweges erreicht. Doch dann überlege ich es mir anders und beschreite den Weg hinauf zum Patscherkofel (2.246m).

Nach kurzer Zeit erreiche ich den Gipfel des Kofels, die Aussicht und auch das Wetter sind fabelhaft.

Nun, wenn ich schon mal hier bin, dann wandere ich weiter, das nächste Ziel soll die Viggarspitze (2.306m) sein.

Über den Osthang am Kofel steige ich wieder ein paar Höhenmeter ab, dann folge ich dem Gratverlauf.

Die Aussicht ist hier immer famos, ich muss öfter stehenbleiben und mich umschauen.

Das Wolkenspiel am Himmel ist heute harmlos, da wird kein Donnerwetter kommen.

Kurz vor Boscheben kann ich den weiteren Wegverlauf auf Viggar- und Neunerspitze (2.285m) gut einsehen. Dann stehe ich auch schon vor der schön gelegenen Boschebenhütte

Am Kreuz kurz nach der Hütte erreiche ich wieder den Zirbenweg, den ich nun ein Stück lang begehe.

Bei der Abzweigung zur Viggarspitze nehme ich den direkten Weg zu unserem „Bergfeuer-Gipfel“.

Ich nehme die direkte Route über den Grat, der zwar steil, aber dafür schnell ist. Bald stehe ich auf der Spitze und genieße den Rundblick.

Lange bleibe ich allerdings nicht stehen, ich habe noch ein paar Meter vor mir. Vom westlichen Grat steige ich steil hinunter ins Verbindungstal zur Neunerspitze.

Durch die mittlerweile enge Latschengasse erreiche ich den steinigen Aufstiegspfad zur Neunerspitze. So manche Pflanze am Weg weiß zu verblüffen. Fast kein Humus, und trotzdem wunderschöne Blüten…

Auf der Neunerspitze gönne ich mir eine Rast. Es ist zwar ein wenig kühl geworden, aber das macht mir nichts. Eine Jause habe ich dabei, und den Gipfel für mich alleine. Auf der gegenüberliegenden Viggarspitze ist gerade die Hölle los…

Die Wolke vor der Sonne verzieht sich wieder und es wird richtig gemütlich. Da könnte ich länger verweilen.

Dennoch, die Uhr tickt, ich muss weiter. Nun strebe ich dem Zirbenweg entgegen, durch den großen Latschengürtel geht es bergab. Die Sonne brennt ganz nett vom Himmel, Zeit, wieder Sonnenöl aufzutragen.

Auf der Nordseite hat sich der alte Schnee teilweise noch gehalten, mit den niedrigen Schuhen wird es ein wenig kühl und nass…

Am Zirbenweg angekommen, auf dem heute gar nicht so viel los ist, wandere ich in Richtung Tulfeinalm.

Der Anfang und Schluss des Zirbenweges ist jeweils mit einem Tor, auf der Gungezerseite auch mit einer Kapelle versehen.

Bei der Tulfeinalm ist doch ein wenig los, mir ist aber nicht der Sinn nach Einkehr, daher marschiere ich weiter zur Bergstation der Glungezerbahnen.

Mit der Bahn fahre ich runter ins Tal, dort wartet schon der „4134“ auf mich, der mich direkt nach Hause bringt. Fast wie bestellt.

Trotz holprigem Start war das heute eine wunderschöne Tour, direkt vor der Haustüre. Das nächste Mal hoffentlich mit Begleitung…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:23 h
Gesamtlänge: 8,92 km
Höhenmeter: ∆ 762m / ∇ 685 m

230504 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Heute ist der bisher wärmste Tag des Jahres gemeldet, da zieht es mich sofort wieder in die Natur. Nachdem mein ursprünglicher Plan durch Zeitlimitation nicht durchführbar ist, nehme ich meine Standardrunde in Angriff.

Von Rinn über den feinen Steig wandere ich durch den Wald, überall sind schon Spuren des beginnenden Frühjahrs zu sehen.

Der Wald über Rinn ist eindeutig nicht natürlich gewachsen… die Fichten wachsen hier noch recht schön, wer weiß wie lange noch.

Der Rinner Steig ist bis auf eine kurze Stelle sehr gut angelegt und macht immer wieder Spaß.

Die Aussicht auf das Inntal, die ich so gerne habe (und zugegebener Weise auch fast immer fotografisch dokumentiere) markiert den finalen Anstieg zur ersten Alm, der Rinner Alm.

Seit dem Wochenende sind die Almen geöffnet, hier sitzen noch ein paar Leute in der Sonne und genießen den feinen Nachmittag. Ich lasse die Alm jedoch links liegen, mein Ziel liegt ein wenig weiter.

Der Weg wurde im letzten Herbst noch gut gerichtet, kommt mir vor. Es wird jetzt echt wieder Zeit, den Aufstieg mit dem Radl zu probieren.

Vor der Aldranser Alm ist nochmals ein schöner Blick auf das Inntal möglich…

… dann erreiche ich die heute schon geschlossene Alm.

Ich setze mich in die Sonne und genieße ein „Brunnen-Bier“. Bald gesellt sich ein zweiter Wanderer, Roland, zu mir und wir haben ein feines Gespräch.

Die Sonne sinkt immer tiefer, aber der Gesprächsstoff geht uns nicht aus… und auch der Brunnen scheint gut gefüllt zu sein.

Erst als die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, beschließen auch wir, zugegeben als die Letzen, den Weg ins Tal zu wagen. Ich bin sehr froh, dass ich meine Stirnlampe immer dabei habe… so erreichen rasch den Parkplatz und damit das Ende der Tour…

Das zufällige Treffen mit Roland schreit nach einer Wiederholung… es war ein lustiger Nachmittag mit feinen Gesprächsthemen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 7,20 km
Höhenmeter: ∆ 597 m / ∇ 555 m

230429 Judenstein nach Aldrans

Das Wetter ist gut, daher starten wir heute zu einer gemütlichen Frühjahreswanderung, von Rinn zurück nach Aldrans. Dazu starten wir von Aldrans aus zuerst mit dem Bus nach Rinn zum Kirchenplatz.

Drinnen sind schon einige Wanderer, die auch das feine Wetter nutzen wollen…

Nach kurzer Fahrt erreichen wir Rinn, vom Kirchplatz gehen wir über kleine Seitenwege „rüber“ nach Judenstein. Dieser ehemals sehr berühmte Wallfahrtsort…

… wo das Anderle von Rinn, gewalttätig aus dem Leben gerissen wurde…

… ist heutzutage weniger frequentiert. Ein schöner Platz bleibt es aber wohl für immer!

Von Judenstein zweigt ein kleiner Forstweg ab in Richtung Wiesenhöfe und Retour nach Aldrans. Das soll unserer weiterer Weg sein.

Die Wiesen sind überzogen mit Löwenzahn, soweit das Auge blicken kann. Der Frühling ist nun endlich eingekehrt!

Vorbei an der Forellenzucht bei der Teufelsmühle (die wir heute leider auslassen) erreichen wir den Wiesenhof.

Im Gasthaus, es ist jetzt fast Mittag, gönnen wir uns eine kleine Stärkung. Wobei Schnitzel, Rippelen und Kaiserschmarrn wohl nicht zu den kleinen Fitnessessen zählen.

Sara muss noch nach Innsbruck, daher nimmt sie aber hier den Bus, während Letu und ich noch beschließen, den Rest des Weges auch per Pedes zurückzulegen.

Die Wolken werden ein wenig dichter, ein kurzer Regenspritzer kann uns aber nicht entmutigen.

Die Wolken werden dichter, aber es regnet zumindest nicht mehr. Das werden wir schon noch schaffen, denken wir uns…

Vorbei an der Hasenheide, am wunderschönen Bächlein vorbei…

… erreichen wir die Prockenhöfe mit der großen Baustelle. Diese können wir zu Fuß gut umgehen, eine kurze Einkehr bei Freunden hier darf natürlich nicht fehlen.

Schlussendlich machen wir unsere Runde voll, indem wir noch das letzte Stück über den Herzsee nach Aldrans zurück wandern. Das war total fein, hoffentlich machen wir das bald wieder!

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,62 km
Gesamtdauer: 2:03 h
Höhenmeter: ∆ 73m / ∇ 227 m

230422 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Der bis jetzt wärmste Tag des Jahres lockt mich natürlich in die Natur. Wegen einem engen Zeitfenster muss ich auf Altbewährtes setzen! Die kleine Almenrunde ist heute gerade perfekt…

Der Schnee hat sich schon in höhere Gefilde zurückgezogen, der Weg ist trocken und der warmen Temperaturen Wegen habe ich schon das kurze Beinkleid ausgepackt.

Kurz nach dem Spielplatz liegt, wohl auf Wind zurückzuführen, zwei Drittel des ehemals schönsten Baumes auf dem Wege hernieder gestreckt.

Am Steilstück hat sich auch eine Kleinigkeit geändert, hier liegen viele Äste und kleine Bäume von den letzten Forstarbeiten, aufgeräumt wird hier wohl später!

Ansonsten ist am Weg nichts auszusetzen. Rasch erreiche ich höhere Gefilde, bis zur Alm ist es nicht mehr weit. Kurz vor Erreichen der Rinner Alm bleibe ich beim wunderschönen Ausblick stehen und genieße die Sicht!

An der Alm wird schon fleißig gearbeitet, die neue Saison startet schon am nächsten Wochenende.

Ich beschließe, ohne Pause weiter zur Aldranser Alm zu schauen. Wenn dann kann ich dort noch rasten…

Ein paar Bäume haben den eigentlich milden Winter doch nicht überstanden. Ich sehe einen umgefallenen Baum, bei näherer Betrachtung fällt mir aber eine weit größere Kuriosität auf… Ein wohl mal umgefallener Baum, der wieder der Sonne entgegen gewachsen ist… und damit eine wunderliche Kurvenform angenommen hat.

Nun habe ich mein zweites Ziel fast erreicht, die letzten Meter muss ich auf der Top hergerichteten, aber dennoch langweiligen Forststraße zurücklegen.

Ein Mitarbeiter der Alm ist fast bis oben gekommen, musste aber wahrscheinlich vor der letzten Schneestelle passen…

Schließlich habe ich es geschafft… auch hier sind schon die fleißigen Leute am werkeln, auch ein Bier bekomme ich. Die Pause in der Sonne ist absolut gemütlich und lässt mich freudig auf die Bergsaison blicken!

Auf der Alm sind seit heuer neue Pächter… ich bin schon mal gespannt, wie sie es machen werden… viel Glück wünsche ich ihnen auf jeden Fall!

Den Rückweg bestreite ich direkt… zuerst über den Steig von der Aldranser Alm, dann auf einer Kombination aus alten Forstwegen und Steigen.

Am Wegesrand blüht der Huflattich… und das in wirklich großen Mengen. Nicht nur einmal bin ich versucht, ein paar der Blüten für einen Tee mitzunehmen.

Am Wasserbassin ist dann Schluss mit dem Almenweg… zumindest bei mir! Ab jetzt laufe ich hauptsächlich auf Asphalt. Nichts desto trotz ist die restliche Wanderung nach Aldrans sehr schön.

Zufrieden blicke auf die Wanderung zurück, fein war es mal wieder…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:11 h
Gesamtlänge: 9,68 km
Höhenmeter: ∆ 593 m / ∇ 760 m

230404 Patscherkofel Mittelstation (1.719m)

Die Skitourensaison geht nach einem nicht so fulminanten Start in eine kurze Verlängerung. Es hat diese Woche in höheren Lagen geschneit.
Der heutige Dienstag zeigt sich von seiner besten Seite, die Sonne lacht uns entgegen, allerdings ist es noch relativ kalt.

Am Patscherkofel ist der Schnee ausgeblieben, daher schaut zumindest der Start der Pistentour recht mau aus…

Auch der weitere Weg lässt immer wieder Erinnerungen an die „Piefkesage Teil IV“ aufkommen. Ein Bild, das immer gewöhnlicher wird, damit werden wir uns wohl anfreunden müssen.

Der Hang der Olympiaabfahrt ist dank der kühlen Temperaturen recht hart und unfein zu gehen. Dank der Erfahrungen am Anfang der Saison ziehe ich vorsorglich die Harscheisen an und fühle mich gleich wohler…

Teils vorhandene Pisten sind schon komplett ausgeapert, die Arbeit der Präparierung wird wohl gebündelt

Auch auf der hergerichteten Piste schauen die ersten brauen Flecken hervor, ein Indikator dass das Ski- und damit wohl auch das Tourenvergnügen hier bald ein Ende hat.

Wenn der aktuelle Kälteeinbruch nicht wäre, dann würde die innere Uhr wohl auch mehr in Richtung Sommer zeigen.

Ein Blick ins Tal offenbart die Schneefreiheit ebenjenes….

Die Schneekonsistenz ist durchwachsen, teils greift das Fell, teils nicht. Ich habe meine Harscheisen montiert gelassen, sie stören mich nicht und an ein paar Stellen finde ich sie geradezu hilfreich (mein Ausrutscher vom Saisonstart steckt mir immer noch ein wenig in den Knochen).

Kurz vor der Mittelstation ein begegnen wir Florian, einem Arbeitskollegen. Er nutzt das schöne Wetter auch aus und will noch schnell auf den Gipfel.

Leider ist bei der Mittelstation dann auch schon fertig. Die Präparierung der oberen Piste ist im vollen Gange. Wir wollen da keine Spielverderber sein, daher lassen wir es hier gut sein.
Manch unbelehrbarer Skitourist ist dennoch am Weg, zwei Aufsteigende gehen mitten auf der wunderschön präparieren Piste gen Bergstation. Ein Ordnungsruf von Wolfi bringt die Beiden zur Vernunft, nun steigen auch sie am Pistenrand auf!

Die Abfahrt ist durchwachsen. Von weichem bis pickelhartem Untergrund haben wir alle Varianten. Dennoch macht es Spaß.
Im „Das Hausberg“ machen wir einen Stopp, obwohl der Betrieb schon eingestellt ist, bekommen wir dankenswerterweise noch ein Bier kredenzt! In der Abendsonne lassen wir die kurze, feine Tour und den schönen Tag ausklingen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 5,64 km
Höhenmeter: 701 m
Lawinenwarnstufe: 1

230318 Patscherkofel (2.246m)

Der Frühling ist eine der schönen Zeit für eine Skitour, finde ich! Das Wetter wird warm, dennoch liegt im Regelfall noch Schnee für die eine oder andere Tour… da aber auch immer die Zeit ein wenig mitspielt, die bei mir aktuell etwas rar ist, wird es heute eine kurze Tour werden…

Wolfi holt mich zu Hause ab, wir beschließen, von der Mittelstation auf den Kofel zu gehen. Das ist kurz und gemütlich und wir haben jede Menge Sonne! Das klingt ja bestens…

Da wir erst zu Mittag starten, ist der Schnee schon ein wenig batzig, aber gut zu gehen… und die Jacke kann gleich im Rucksack verschwinden.
Wir machen die ersten paar Schritte, da bleibt Wolfi stehen… sein Skistecken hat sich in die Einzelteile zerlegt… Gott sei Dank habe ich ein wenig Tape dabei, so wird der Schaden notdürftig behoben. Nun können wir los starten.

Von der Mittelstation aus gehen wir über die Piste, am kleinen Schlepplift vorbei, hinauf zur Bergstation.

Hier wechseln wir auf den Forstweg hinauf zum Gipfel. Da wir es heute gemütlich haben wollen, passt diese Route perfekt. Viele Skifahrer und Fußgänger sind am Weg…

Es ist einfach herrlich heute!

Die Aussicht ins Stubaital ist genial, vorne König Serles, gefolgt vom Hoger (Habicht), im Hintergrund sind die Eisriesen des Stubai zu sehen.

Auch ins Wipptal hinauf zum Brenner ist die Sicht wunderschön. Der Schnee hat sich schon sichtbar in die höheren Regionen zurückgezogen, im Tal scheint das Frühjahr unaufhaltsam angekommen zu sein.

Trotz vielem Sonnenschein in den letzten Tag ist die Schneedecke noch überraschend gut. Bis zum Gipfel haben wir eine geschlossene Schneedecke.

Kurz vor dem Gipfel haben wir einen schönen Blick ins Oberland mit der markanten Martinswand und der Hohen Munde.

Der Gipfel mit der Sendeanlage ist nun zum Greifen nahe. Wir peilen das vor der großen Antenne unscheinbar wirkende Gipfelkreuz an. Wir sehen auch das Radar von der Flugraumüberwachung

Hier am Gipfel liegt noch ganz nett Schnee… wie man auch ganz gut an der Hütte vor dem höchsten Punkt sehen kann.

Am Kreuz ist was los, das ist bei diesem Wetter kein Wunder. Wir bleiben nur kurz stehen, wie üblich weht hier ein unfeiner Wind.

Bei der ehemaligen Bergstation des 1er-Sesselliftes, heute befindet sich hier die Gipfelstube, ziehen wir uns um. Das Gasthäuschen ist heute leider geschlossen, daher fahren wir über den Ziehweg hinunter ins Skigebiet.

Die Abfahrt über die sanften Hänge ist super angefahren, der Schnee schon recht weich…

Den Gipfelhang trauen wir uns dann doch nicht ganz abzufahren, nicht wegen einer Gefährdung, sondern weil einfach im unteren Bereich der Schnee fehlt…

Am Forstweg geht es flott dahin, im Wald ist es dann ein wenig „ungemütlicher“, denn hier wechseln sich nasse mit eisigen Passagen ab, das heißt einmal schnell, dann wieder langsam!

Zu guter Letzt erreichen wir das Skigebiet und kehren im „Das Kofel“ ein. Eine Suppe rundet die gemütliche Tour ab…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamtlänge: 10,35 km
Höhenmeter: ∆ 550 m / ∇ 1.244 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unter 2.200m)

230312 Skifahren Patscherkofel

Wäre das Wetter besser gewesen, wir hätten wohl wieder ins Kühtai oder vielleicht mal in die Lizum geschaut. Leider offenbarte der Blick aus dem Fenster einen eher trüben Tag. Daher wurde kurz debattiert und wir beschließen, zum Kofel zu fahren.

Schon bei der Auffahrt stellen wir fest, das Wetter ist gar nicht so übel wie gemeint. Zwar weit weg von „Schön“ wie letztes Wochenende im Kühtai, ist es doch passabel. Es hat geschneit, nicht viel, aber es wertet die Landschaft schon auf…

Wir geben Gas, haben wir Spaß auf der Piste… da ist nur Zeit für das eine oder andere Foto in der Gondel.
Kurz vor Mittag treffen wir noch zwei Bekannte, mit denen wir ein paar Bögen ziehen… eine kurze Einkehr im „Das Kofel“ rundet den Skitag ab…

Glücklich und müde warten wir schlussendlich nur kurz auf den Bus an der Talstation, eine richtige Punktlandung.

Ein toller Skitag mit dem Sohnemann… hoffentlich folgen noch viele Weitere!

230309 Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Was für ein Winter… der weiße Niederschlag ist genauso rar wie der Flüssige, dennoch ist es immer wieder überraschend, wie gut die Skigebiete präpariert sind. Denn, so stelle ich immer wieder fest, Skifahren lässt sich zumindest auf den Pisten sehr passabel.

Spontan haben Wolfi und ich beschlossen, nach der Arbeit dem Patscherkofel zumindest auf die Schulter zu steigen, wir haben uns dazu auch extra gutes Wetter bestellt.

Obwohl es ab Beginn kühl und teilweise windig ist, alsbald wir die sonnigen Abschnitte erreichen, ist meine Jacke auch schon im Rucksack verschwunden. Wunderbar, denke ich mir… Skitouren im T-Shirt sind einfach unschlagbar!

Auch wenn die Pisten wunderbar präpariert sind, teilweise auch schon ein wenig aufgeweicht; die Gesamtoptik ist dann doch ein wenig armselig. Grüne, bzw. braune Wiesen schließen direkt an die Schneebänder an, der Wald hat auch schon länger keinen Tropfen abbekommen…

Die Aussicht ist wunderbar, die Sonne lacht vom Himmel… ich freu mich schon wieder auf Frühjahr und Sommer, auch wenn ich den Schnee mindestens genau so sehr liebe!

Am Pistenrand, an die uns unsere Aufstiegsspur immer wieder bei den steilen Stücken führt, ist der Übergang von Winter zu Sommer besonders gut sichtbar… wie lange diese Spur wohl noch begehbar ist?

Ab der Mittelstation, es liegt jetzt auch ein wenig mehr Schnee, steigen wir über die Olympiaroute mit immer wieder sehr steilen Abschnitten hinauf zum Schutzhaus.

Die Bergstation kommt in Sicht, wir nehmen allerdings die Verlängerung nach Osten, die uns erst nach einer Schleife zum Schutzhaus befördert, ein wenig länger, aber dafür nicht so steil…

Im Hintergrund sieht man gut den Sendemast am Kofelgipfel…

Es ist die Zeit des Sonnenuntergangs, wunderschöne Farbspiele zeichnen sich am Himmel ab, und der Schnee bekommt eine warm-orange Tönung verpasst…

In angenehmer Stimmung erreichen wir das Schutzhaus, heute kehren wir wieder mal ein…

Die Stube ist fast leer, wir suchen uns einen gemütlichen Platz, bestellen was zu trinken und eine feine Suppe.

Beim letzten Licht richten wir uns für die Abfahrt, man kann die Piste gerade noch erkennen. Dennoch setze ich mir die Stirnlampe auf, sicher ist sicher…

Die Abendstimmung ist wieder einmal phantastisch… Über die Familienabfahrt erreichen wir nach kurzer, feiner Abfahrt wieder den Parkplatz.

Eine feine Tour mit toller Begleitung! Danke an Wolfi…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 8,07 km
Höhenmeter: △ 934 m / ▽ 934 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unter 2.200m)

230228 Glungezer-Bergstation (2.054m)

Nach einer bewegten, strengen Zeit ohne großartiger sportlicher Betätigung mache ich mich nach Dienstschluss auf, noch den Schartenkogel zu besteigen.
Das Wetter ist wunderbar, ich fahre mit dem Postbus zur Talstation und im Nuh erreiche ich die Mittelstation.

Über die „alte Schlepplifttrasse“ schreite ich abwechseln steil und weniger steil den Berg hinauf. Schon zu Hause ist mir am rechten Fuß eine bis jetzt unentdeckte Schwellung aufgefallen, die sich nun bei jedem Schritt mehr und mehr bemerkbar macht.

Bei der Bergstation auf 2.054m ist Schluss, es macht keinen Sinn mehr weiterzugehen. Der Fuß meldet sich nun zu Wort und will sich nicht mehr beruhigen.
Eine kurze Pause mit wunderschönem Ausblick bringt nur kurze Erleichterung…

Kurz überlege ich, mit der Gondel ins Tal zu fahren, aber was soll ich sagen… bis jetzt bin ich auch immer abgefahren, das lässt mir der Kopf nicht zu…

Die wirklich kurze Abfahrt von der Berg- zur Mittelstation zieht mir dann doch den letzten Nerv. Der Fuß schmerzt nun wirklich, wäre ich doch mit der Gondel gefahren, denke ich mir noch…

Langsam, aber wohlbehalten erreiche ich die Mittelstation… das war wohl eine der kürzesten Skitouren der Saison. Das Wetter und die Aussicht war auf jeden Fall der Hammer!

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,51 km
Gesamtdauer: 1:04 h
Höhenmeter: △ 496 m / ▽ 496 m