Das Wetter ist aktuell noch super, allerdings ist über Nacht eine Kaltfront angesagt, daher beschließe ich kurzfristig, meine Runde über die Almen zu machen. Von Rinn aus geht’s wieder los über den „Rinner Alm Steig“.
Obwohl es noch nicht spät ist, steht die Sonne, jahreszeitenbedingt schon viel tiefer. Die Stimmung ist allerdings einfach schön…
Ich bin wieder mal flott am Weg, nach 36 Minuten habe ich die Rinner Alm erreicht. Wie immer bewundere ich die letzten Meter zur Hütte, für mich einer der schönsten Zugänge zu einer Alm…
Die Hütte strahlt letzten Abendlicht, Besucher und Pächter sind allerdings schon ausgeflogen. Um diese Jahreszeit hat die Hütte nur bis 18:00 Uhr geöffnet…
Mich zieht es sowieso weiter, die nächste Alm ist mein nächstes Ziel. Zuerst wandere ich über einen schönen Steig, dann unspektakulär über die Forststraße…
Die Sonne verschwindet langsam im westlichen Dunst, im Oberland kann man schon die ersten Anzeichen eines Wetterumschwungs erahnen.
Auf der Aldranser Alm ist auch Aufbruchstimmung, daher kehre ich hier auch nicht ein… alleine ist das eher fad! Den Höchsten Punkt habe ich nach 52 Minuten erreicht.
Erst steige ich über den steilen Waldsteig ganz in der Nähe der Alm ab. Dieser wird den Spuren nach zu urteilen auch öfter von Downhillern benutzt.
Dann erreiche ich den alten Almweg, der mittlerweile keine Funktion mehr zu haben scheint. Im oberen Bereich endet der Weg zumindest für Fahrzeuge in einer Sackgasse… besser für uns Wanderer!
Kurz vor Fagslung geht der Forstweg in eine Asphaltstraße über… die Tristheit eines solchen Weges wird zumindest durch die wunderschöne Aussicht kompensiert… und im Westen rollt was an!
Ich erreiche mein Zuhause nach nicht ganz zwei Stunden, es dauert noch ungefähr eine Stunde, da fällt mir beim Blick aus dem Fenster auf, dass es regnet. Das ist noch schneller gegangen als gemeint! Ich bin glücklich, dass ich das Wetter noch genutzt habe.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:49 h Gesamtlänge: 9:45 km Höhenmeter: ∆ 588 m / ∇ 763 m
Spontan entscheide ich mich, das (noch) gute Wetter zu nutzen und meine Almenrunde nach der Arbeit abzuklappern. Mit leichtem Gepäck mache ich mich mit dem Bus auf nach Rinn, zum Kirchplatz.
Ein paar Meter über den Asphalt, dann erreiche ich schon den „Rinner Almsteig“, der mich ziemlich direkt zur Alm bringt. Durch schönen Forst steige ich windgeschützt höher und höher.
Der Föhn ist heute durchgebrochen, immer wieder knacken die umliegenden Bäume, so mancher Ast fällt durch die Windlast zu Boden.
Nach 35 Minuten erreich ich schon die schön gelegene Alm. Die Sonnenschirme sind wegen dem Wind eingeklappt, aber es wird noch ausgeschenkt. Der Besucheransturm hält sich allerdings in Grenzen. Nur eine handvolle Wanderer hat den Aufstieg heute gemacht.
Ich bleibe nur kurz stehen, trinke einen Schluck und mache ich auf zur zweiten Alm. Die Sonne wärmt noch gut, allerdings kühlt im gleichen Zuge der Wind ganz nett…
Nach weiteren 15 Minuten erreiche ich „unsere“ Alm, die Aldranser Alm. Auch hier ist wenig los, aber die Alm ist auch hier geöffnet. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet.
Auch hier verweile ich nur kurz, zum Genießen auf der Terrasse ist es zu windig, und in die Hütte möchte ich nicht sitzen. Also steige ich direkt wieder über den Steig ab.
Erst geht es steil nach unten, durch Heidelbeerfehler.. die Beeren sind aber schon so gut wie abgefallen, nur teilweise sehe ich noch die leckeren Waldfrüchte.
Ich kreuze ein paar Mal die Forststraße, bleibe allerdings auf meinem Steiglein. Das ist mir viel lieber als die große Schotterpiste. Ab dem Wasserbassin muss ich dennoch der Almstraße folgen… ein kleiner Wermutstropfen, über Asphalt abzusteigen.
Der Föhn hat die Luft richtig durchgeputzt, die Fernsicht ist sehr gut. Der Bettelwurf und die Speckkarspitze ruft Erinnerungen an die heurige Tour mit Daniel, Maggo und Papa auf. Über das Industriegebiet, Sägewerk und Waldspielplatz erreiche ich nach 1:47 Minuten wieder mein Zuhause. Ich bin zufrieden und nun auch richtig hungrig… eine tolle Tour direkt vor der Haustüre!
Tourendaten Gesamtdauer: 1:47 h Gesamtlänge: 9,32 km Höhenmeter: ∆ 579 m / ∇ 737 m
Immer wieder, wenn ich aus dem Wohnzimmer schaue, denke ich mir, das musst du jetzt mal wieder machen: Die 6-Gipfelrunde vom Schartenkogel zum Patscherkofel. Es braucht nicht viel Überredungskunst, bis Letu in das Abenteuer mit einsteigt. Von Tulfes fahren wir mit der Bahn hinauf zur Bergstation, für was hat man denn das Freizeitticket, denken wir uns…
Wir starten über den wunderschönen Schartenkogelsteig, der fast direkt bei der Bergstation los geht.
Über dichte Heidelbeer- und Almrosenstauden kommen wir unserem ersten Ziel immer näher. Noch eine Kurve, wie es so schön heißt, dann stehen wir am Schartenkogel (2.311m).
Eine ganz kurze Rast, ein Müsliriegel und ein Schluck Wasser, und schon geht es weiter im Gipfelakkord.
Über das Tulfeinjoch erreichen wir den Steig auf den Glungezer. Normalerweise kennen wir dieses Gebiet hauptsächlich vom Skifahren. So ist es auch mal schön…
Der Steig zum Glungezer führt vom Tulfeinjöchl erst südlich, mit Blick ins Voldertal, dann in Serpentinen über den Ostrücken hinauf zum Gipfel.
Bald haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Ein unspektakulärer Weg, allerdings mit wunderschöner Aussicht.
Vom Gipfel des Glungezers (2.677m) wandern wir an der Militäranlage (Goldhaube) vorbei. Nun können wir unseren weiteren Weg schon gut einsehen, ein Stück ist es noch, meint Letu.
Wir wandern an der perfekt in den Fels geduckten Glungezerhütte (2.610m) vorbei, für eine Einkehr ist es aber noch zu früh.
Dafür besteigen wir sogleich unseren dritten Gipfel an diesem Tag, die Sonnenspitze (2.639m).
Der Weg von der Sonnenspitze Richtung Westen ist ein wenig ausgesetzt, es schaut allerdings wilder aus, als es ist. Ein schöner Pfad führt unter dem Gipfel weiter.
Wir folgen eine Weile dem offiziellen Weg ins Frauental, dann zweigen wir auf eine direkte Route Richtung Neunerspitze (2.285m) ab. Über Blockwerk, weglos nähern wir uns der Aufstiegsspur auf den vierten Gipfel.
Nach einer durchwachsenen Blockpassage erreichen wir wieder den Weg, der uns nun zur Neunerspitze (2.285m) führt. Hier sind wir nicht mehr alleine, auf dem Gipfel tummeln sich zwei weitere Gruppen.
Unser nächstes Ziel haben wir schon im Sichtfeld, die Viggarspitze (2.306m). Zuerst müssen wir auf der Westflanke ins kleine Tal zwischen den Spitzen absteigen…
… dann erfolgt der letzte Aufstieg für heute. Letu ist schon müde, kein Wunder bei dem vielen Auf und Ab.
Zufrieden erreichen wir unseren letzten Gipfel für heute. Den Patscherkofel lassen wir aus, da sind wir uns einig. Schon lange genug sind wir am Weg.
In der Ferne lacht der letzte Gipfel der Kette zu uns herunter. Dennoch widerstehen wir der Versuchung…
Von der Viggarspitze sind wir auf den Zirbenweg gekreuzt, diesem folgen wir nun bis nach Boscheben. Der Wind hat nun merklich aufgefrischt, Föhn ist angesagt.
Nun ist endlich Zeit für eine Pause, leider gibt es keinen Kaiserschmarren, dafür einen guten Schokoladenkuchen. Das ist ein würdiger Ersatz und füllt unsere Speicher wieder auf.
Den weiteren Weg folgen wir nun dem Zirbenweg, der uns bis zur Patscherkofelbahn führt. Schon oft sind wir hier unterwegs gewesen, dennoch gibt es immer Neues zu entdecken.
Der Inntalblick verfolgt uns den restlichen Weg, am Himmel sehen wir die Boten der Föhnfront. Schließlich erreichen wir die Bergstation am Kofel und hüpfen gleich in die erste Gondel.
Letu nutzt die kurze Abfahrt für einen Powernap, während ich weiterhin die wunderschöne Landschaft aufsauge.
Wohlbehalten erreichen wir das Tal, unser Bus nach Hause wartet schon brav an der Haltestelle. Eine wunderschöne Wanderung, die sich bei diesem Wetter mehr als ausgezahlt hat.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:30 h Gesamtlänge: 12,37 km Höhenmeter: ∆ 970 m / ∇ 1.077 m
Der Herbst zieht ins Land und das Wetter ist wieder mal richtig schön. Die Fernsicht ist ein Wahnsinn, es ist einfach Pflicht, in die Berge zu ziehen. Heute sind Sara und Letu mit von der Partie, wir wollen den neu gerichteten Klettersteig am Glungezer inspizieren.
Wir fahren mit dem Bus zur Glungezerbahn und dann mit den zwei Sektionen hinauf zur Bergstation.
Von hier müssen wir über die nun mit Kühen befüllte Piste hinauf Richtung Schartenkogel. Diesen Weg kenne ich eigentlich nur von den winterlichen Abendskitouren…
Bald kommen wir zum steilsten Stück des Aufstieges. Sara ist heute nicht ganz fit, daher entscheidet sie sich, umzudrehen. Anstatt auf uns zu warten, fährt sie gleich mit dem Bus nach Hause! Sie muss morgen fit sein, da die Arbeit ruft…
Letu und ich wandern noch ein paar Minuten höher, dann erreichen wir den Einstieg in den Klettersteig. Dieser wurde für Kinder ausgelegt, der erste Teil ist sehr einfach gehalten… ein Übungswandl sozusagen.
Über schöne Blöcke und kurze Kletterpassagen steigen wir immer höher. Obwohl der Steig nicht wirklich schwer ist, ich lasse mich sogar dazu hinreißen, dass es kein richtiger Klettersteig ist, sind sehr schöne Passagen vorhanden.
Der Ausblick auf das Skigebiet ist auch wunderschön, seit kurzem gibt es auch einen Speichersee, der wie ein blaues Auge gen Himmel lugt. Und im Hintergrund, hier immer präsent, das wunderschöne Karwendel.
Ein paar „knackige“ Stellen sind dann doch immer wieder zu bewältigen, aber kein Problem für Letu… er macht seine Sache super!
Immer weiter steigen wir empor. Der Steig, das muss man hier mal sagen, ist sehr nett angelegt, teils abenteuerlich, und mit einigen Motiven für das Jungvolk, das mit Spaß die Berge erkundet!
Die Tuxer, und speziell der Glungezer sind ein faszinierender Steinhaufen. Über ein Blockgrat klettern wir entlang dem Seil, aber ohne einzuhängen, die Schneide empor.
Dann kommt der Schlitz, auch Breitenkontrolle genannt. Eine spannende Stelle, erst kraxelt man einen Kamin empor…
… dann geht es noch durch einen engen Schlitz. Ich muss hier sogar meinen Rucksack abnehmen, ansonsten würde die ich Maximalbreite wohl arg überschreiten. Letu hat es hier um ein Stück leichter…
Auch eine Tibetbrücke wurde installiert, ein wackeliges, aber schönes Vergnügen über eine kurze Schlucht.
Die Schlüsselstelle ist der „Zahn des Riesen“. Hier ist nochmals Armkraft gefragt, ein vertikaler Aufstieg über eine schöne Wand.
Den Zahn haben wir dann auch bald überstiegen, ab hier ist es wieder einfacher.
Ein paar kurze, aber schöne Kletterstellen sind noch vor uns, die wir sehr genießen. Es macht einfach Spaß, diesen Eisenweg hinaufzusteigen.
Leider sind die Kletterstellen nun fertig, ein Blick ins Tal zeigt uns den Schartenkogel, und das obere Gebiet des Skigebietes.
Gut gemacht, Letu. Wir meinen unisono, dass das nicht der letzte Klettersteig sein wird, den wir gemeinsam meistern.
Wir steigen nicht mehr zur Hütte auf, sondern wandern Weglos wieder retour ins Skigebiet. Über die Piste wandern wir zurück zur Bergstation.
Tourendaten: Gesamtdauer: 3:08 h Gesamtlänge: 6,22 km Höhenmeter: ∆ 569 m / ∇ 562 m
Gerti, eine Freundin meiner Schwester ist mit ihrem Sohn für ein paar Tage in Innsbruck, wir haben uns dann kurzfristig verabredet, um auf die Rinner Alm zu wandern. Vom Parkplatz in Rinn starten wir über den Rinner Alm Stieg unseren Aufstieg
Über Stock, Stein und Wurzeln wandern wir durch den kühlen Wald relativ direkt hinauf zur Alm.
Der Start der Wanderung ist immer recht steil, doch schon bald erreichen wir den „normalen“ Steig und es geht gemütlich immer höher.
Bald erreichen wir die Alm, die heute nicht besonders überraschend gut besucht ist.
Hier gönnen wir uns eine feine Jause, es gibt St. Johanner, Matthias bekommt sogar „Steirisches Kernöl“ zu seinem Salat… die Begeisterung ist Grenzenlos.
Das Wetter ist heute wieder traumhaft und wir sitzen eine Weile auf der Sonnenterasse.
Obwohl wir Taschenlampen dabei hätten, machen wir uns doch noch zu lichter Stunde auf den Rückweg.
Die Sonne versinkt im Westen langsam hinter den Bergen, und es wird „tirol-typisch“ gleich ein wenig kühler.
Nach ca. 40 Minuten erreichen wir wieder den Talboden, eine kurze, aber feine Wanderung, die auch Gerti und Matthias Freude gemacht hat.
Für die Zwei war das ein schönes Kontrastprogramm zum Stadtl-Besuch in Innsbruck. Jetzt haben sie die Landeshauptstadt auch mal von oben gesehen!
Tourendaten Gesamtlänge: 4,70 km Gesamtdauer: 1:40 h Höhenmeter: ∆ 463 m / ∇ 449 m
Es ist zwar nicht ganz klar, aber dennoch feines Wetter und Letu und ich brauchen eine Beschäftigung. Also rasch rauf auf den Patscherkofel, das geht immer…
Mit der Bahn, heuer sind wir im Sommer noch nie gemeinsam rauf gefahren, erreichen wir schnell eine passable Höhe, die letzten Meter auf den Gipfel schrumpfen da zum gemütlichen Spaziergang…
Rasch erreichen wir den Gipfel mit der beeindruckenden Sendeanlage.
Eine kurze Pause am Gipfel muss sein, dann steigen wir über den Osthang wieder runter Richtung Zirbenweg.
Einen schönen Ausblick auf das Unterinntal gönnen wir uns auch wieder mal…
Rückblickend sehen wir noch kurz das Gipfelkreuz.
Unterwegs sehen wir einige Moosbeeren, und „Granten“. Die müssen wir gleich mal sammeln. Zum Glück haben wir zwei Dosen mitgenommen.
Es kommt eine ganz nette Beute zusammen, da haben wir uns einen Müsliriegl in der Sonne verdient.
Schließlich beenden wir unser Sammelabenteuer und wandern hinunter zum Ausgangspunkt.
Bei der Grünbodenhütte erreichen wir den Zirbenweg, der uns rasch zurück zur Bergstation bringt.
Von der Gondel aus sehen wir schon unseren Bus, ein kurzer Sprint und wir schaffen noch den Anschluss.
Eine kurze, feine Wanderung mit dem Sohnemann, richtig fein war das wieder mal!
Tourendaten Gesamtlänge: 2,93 km Gesamtdauer: 50 min Höhenmeter: ∆ 309 m / ∇ 308 m
Leider ist ein größeres Bergwochenende mit Papa aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen, daher überlege ich mir eine Alternative. Schon lange wollte ich zum „G´schriebenen Stoan“ und den Blauen Seen wandern. Von der Patscherkofel-Bergstation wandere ich erst den Zirbenweg entlang.
Bald erreiche ich die Grünbodenhütte, eine ehemalige Skihütte, die heute der Gemeinde Lans gehört und exklusiv von den Lanser Dorfbewohnern verwendet werden darf.
Bei der Abzweigung Viggarspitze verlasse ich den Zirbenweg, das kleine Tal gefällt mir auch heute wieder ausnehmend gut! Hier sind noch ein paar Leute unterwegs, teils mit riesengroßen Rucksäcken.
Der Patscherkofel liegt schon in weiter Ferne, dennoch habe ich noch nicht mal ein Viertel meiner Tagestour hinter mich gebracht.
Die Viggarspitze lasse ich heute aus, dennoch sehe ich sie zu greifen nahe. Ich zweige hier ab und begebe mich auf für mich unbekanntes Terrain. Obwohl ich schon so lange in dieser Gegend bin, diesen Pfad bin ich noch nie gegangen.
Erst muss ich ein paar Höhenmeter ins Viggartal absteigen, bis ich den Viggar-Hochleger erreiche. Ab hier zieht der Pfad wieder nach Osten in den Talschluss hinein.
Nach ungefähr 8 km erreiche ich die erste Talstufe, auf dem auch der „G´schriebene Stoan“ liegt. Kleine Wasserlacken, blau schimmern, werden das Landschaftsbild auf.
Der „Stoan“ ist ein mächtiger Monolith aus Glimmerschiefer. Scheinbar haben sich hier schon unsere Altvorderen verewigt, sogar Kaiser Max, leidenschaftlicher Jäger, soll sich im Stein eingraviert haben. Leider ist von alle dem so gut wie nichts mehr sichtbar, vieles ist, wenn vorhanden, der Verwitterung zum Opfer gefallen. Dennoch ist der Platz sehr beeindruckend. Ich nutze den Ort für meine erste Pause.
Nach feiner Rast schwinge ich meine Wanderschuhe hinauf zur zweiten Talstufe, auf der auch die Blauen Seen liegen. Trefflich heißt der Platz auch „Seegrube“.
Wunderschön glänzen die blauen Wasseraugen in den Himmel und dieser spiegelt sich in der bügelglatten Oberfläche. Ganz in der Nähe der Seen, es sind 4 Stück insgesamt, entdecke ich die Überreste eines Schafs. Ob das dem Ellbögner Wolf zum Opfer gefallen ist? Eine spannende Frage…
Auf dem weiteren Weg zur Kreuzspitze sehe ich nochmals die Seen in all ihrer Pracht. Es ist wirklich ein schöner Platz hier.
Rechterhand sehe ich die Durrenseespitze, auf der linken Seite ragt die 2.746 m hohe Kreuzspitze auf. Der Weg dorthin ist einfach und bald stehe ich an der höchsten Stelle meiner heutigen Tour.
Rückblickend kann ich nun einen Teil meines bisherigen Weges einsehen. Start am Kofel, dann über das (dunkelgrüne) Grat bis unter die Viggarspitze. Über Almböden zur ersten, dann zur zweiten Talstufe. Und jetzt über Blockgelände hinauf zur Kreuzspitze
Auf der Südseite sehe ich meinen weiteren Weg, zuerst wieder das Grat bis zur Einsattelung, dann über Blockgelände zum Durrensee. Weiter über die Bergschulter und dann ins Arztal und weiter nach Ellbögen.
Leider wird der Himmel nun immer dunkler, zwei Mal tut es einen Spritzer, gerade soviel, dass man keine Regenjacke braucht. Fein ist es allerdings nicht…
Über das Blockgrat steige ich ab, unterhalb der Durrenseespitze verliere ich ein paar Mal den Weg aus den Augen und kraxle über Schutthalden ab.
Am Durrensee treffe ich auf Leute, dennoch war die Tour (und bleibt es auch noch auf der weiteren Strecke) einsam. Eine echte Wohltat!
Riesige Almwiesen öffnen sich im Arztal, im Winter perfektes Skitourengelände. Gegenüber erblicke ich die Seeblesspitze und das Pfoner Kreuzjöchl, beide von Wolfi und mir im Winter bestiegen.
Überall fließen kleine Bächlein, Wasser ist in dieser Gegend keine Mangelware. Ganz im Kontrast zum Karwendel, dort ist Wasser oft ein gesuchtes Gut!
Bald sehe ich den Arztaler Hochleger, Kühe und Pferde sind hier auf Sommerfrische. Schafe habe ich allerdings nicht gesehen, evtl. bedingt durch die Wolfssichtungen hier.
Vom Hochleger führt eine steile, aber gut zu gehende Almstraße zuerst zum Arztaler Niederleger, den ich heute auslasse, und weiter zur Rosenjochhütte, auch Eisenbahnerhütte genannt.
Da ich mit dem Bus angereist bin, führt mich mein Weg heute nicht zum Parkplatz Hinterlarcher, sondern direkt nach Innerellbögen. Dort sollte ich wieder einen Bus nach Hause finden.
Das Wetter hält schlussendlich doch, die Wolken wirken zwar bedrohlich, aber bis auf einen kurzen Guss in der Nähe der Durrenseespitze bin ich trocken geblieben.
Die Hinterlocher Mühle passiere ich auf diesem Wege auch. Die immer noch verwendete Mühle kann im Sommer besichtigt werden, dann werden Interessierte in das Handwerk des Müllers eingeführt.
Der Falkesanerbach, von dem die Mühle das Wasser bezieht, führt überraschend viel Wasser. Wenn ich allerdings an die vielen kleinen Bäche im hinteren Arztal denke, dann ist das auch kein Wunder.
Am Eingang zum Weiler „Innerellbögen“ steht ein wunderschöner Bauernhof, der zu einem längeren Verweilen einladen würde. Ein Blick auf die Uhr mahnt mich jedoch zur Eile, der Bus sollte in 5 Minuten an der Bushaltestelle ankommen. Ob sich das ausgeht?
Dank Autostopp schaffe ich den letzten Kilometer punktgenau zur Bushaltestelle, schon biegt das Öffi um die Kurve. Gott sei´s Gedankt, ansonsten hätte ich hier eine Stunde warten müssen. Nun kann ich mich zurücklehnen und erreiche rasch wieder mein Zuhause.
Die Wanderung wollte ich schon lange machen, endlich kann ich auch diese Tour auf meiner ToDo-Liste abhacken. Wunderbar!
Tourendaten Gesamtdauer: 5:44 h Gesamtlänge: 20,50 km Höhenmeter: ∆ 1.179 m / ∇ 1.978 m
Normalerweise poste ich keine kurzen Touren wie meinen Heimweg, aber heute habe ich doch das Bedürfnis. Der Grund hierfür ist die Dokumentation der Waldschäden auf meinem Heimweg, die der letzte Sturm mit Wind verursacht hat. Ich lasse hier am Besten die Bilder sprechen…
Die Einfahrt in „meinen“ Waldweg ist offen, die Sperre ist zur Seite geschoben, daher fahre ich ohne Gewissensbisse ein… beim Ausgang ist dann eine Sperre aktiv!
Der Wald ist hier zum Sperrgebiet erklärt worden, da zum Einen die Aufräumarbeiten im vollen Gange sind und zum Anderen auch nicht sichergestellt werden kann, dass noch was nachrutscht. Daher sollten die Sperren berücksichtigt werden… Mir war das bei der Einfahrt nicht ersichtlich, daher habe ich diesen Weg gewählt… bei einer Sperre wäre ich nicht weitergefahren.
Ab Tantegert ist der Weg dann wieder frei, die Sonne lacht vom Himmel und taucht das Gebiet in schönes Licht!
Nach kurzer Zeit erreiche ich die Aldranser Felder, der Weizen steht in voller Blüte. Teilweise wurden die Halme durch den Sturm niedergedrückt, aber der Großteil der Ernte ist wohl erstmals gerettet.
Ich fahre diese Strecke normalerweise fast jeden Tag, aktuell sind einige Wege gesperrt, daher ist mir das nicht möglich. Eine „schöne“ Umfahrung ist nur über Umwege möglich, daher benutze ich zu meinem Leidwesen zur Zeit die Bundesstraße! Und das macht leider nur bedingt Spaß…
Tourendaten Gesamtdauer: 35 min. Gesamtlänge: 7,36 km Höhenmeter: ∆ 190 m / ∇ 42 m
Und jährlich grüßt das Murmeltier… dieses Mal allerdings im positiven Sinne. Es ist wieder Bergfeuer-Tag. Wir treffen uns wie gewohnt um 14:00 Uhr im Dorf, packen die Bierbänke, Grill und persönliche habe auf den Transporter, damit fahren wir in ca. 1 h auf den Issboden.
Geschäftig werden die Zelte aufgestellt, das Lagerfeuer vorbereitet und das Granulat auf die Rucksäcke verteilt.
Heuer haben wir eine tolle Mannschaft, viele fleißige Helfer haben sich eingefunden, um diesen „Feiertag“ zu begehen.
Bald ist die Abmarschbereitschaft hergestellt, die Rucksäcke sind gut befüllt und wir können losgehen.
Das erste Stück über die Weide und durch den steilen Wald zum Zirbenweg ist immer am anspruchsvollsten. Doch wir kommen gut vom Fleck. Das Wetter meint es heute auch gut mit uns, es ist fein warm, aber nicht zu heiß.
Über kleine Bergpfade erreichen wir schon bald den Zirbenweg, der sich vom Patscherkofel zum Glungezer rüber zieht.
Wir verlassen allerdings den Weg schon bald wieder und wandern über die Westflanke hinauf zum Gipfel der Viggarspitze (2.306m)
Vor zwei Wochen bin ich hier schon am Weg (siehe Zirbenweg+) gewesen, da war auf dem Morgenkogel und den umliegenden Bergen noch ein wenig mehr Schnee… die Hitze der letzten tage hat ihren Tribut gefordert.
Dann haben wir den Gipfel erreicht, eine kurze Verschnaufpause ist uns gegönnt. Das Wetter ist heute echt perfekt, der typische Wind auf diesen Gipfeln säuselt und natürlich auch um die Ohren.
Einer hat eine Drohne mitgenommen, damit werden dann tolle Aufnahmen von uns auf dem Gipfel gemacht… das ist schon eine tolle Erfindung.
Die Sonne versinkt langsam hinter den Bergen bzw. Wolken am Horizont. Es ist Zeit, die vorbereiteten Granulate anzuzünden.
Nach den üblichen Startschwierigkeiten wegen dem Wind flackern dann doch alle Feuer am Gipfelgrat auf. Da wir heute üppig mit Granulat versorgt sind, brennen die Feuer noch heller als sonst.
Letu hat sich eine Stelle am unteren Grat für das Feuer ausgesucht, auf den später gesichteten Bildern kann man diesen „Ausreißer“ gut erkennen.
Bald wird es dumper, damit einhergehend sinken auch die Temperaturen rasch. Die Jüngsten unserer Gruppe machen sich auf zum wärmenden Lagerfeuer am Issboden.
Nach und nach folgt der Großteil der Mannschaft, nur ein paar Wenige bleiben noch als Feuerwacht am Gipfel.
Rasch erreichen wir wieder das Stück des Zirbenweges, ein Blick zurück zeigt uns die tollen Feuer, die wir entzündet haben.
Schließlich erreichen auch wir den Zeltplatz, das Lagerfeuer haben wir schon von weitem sehen können. Am Feuer ist es immer warm, es gibt noch Stockbrot und Würstel. Was wünscht man sich mehr.
Nach einer kühlen Nacht, nicht jedem sein Schlafsack war so warm wie angenommen, stehen wir wieder am Lagerfeuer, bzw. bauen unser Camp ab.
Dann heißt es nur noch warten, bis unser Abholservice und wieder vom Boden einsammelt. Rasch werden die Sachen auf die Ladefläche verstaut, dann fahren wir wieder runter ins Tal.
Ein erfolgreiches Bergfeuern geht seinem Ende zu, heuer war fast alles perfekt. Eine Verletzung hatten wir, diese musste im Krankenhaus versorgt werden. Doch am nächsten Tag schaut schon wieder alles besser aus!
Tourendaten Gesamtdauer: ca. 2:00 h Gesamtlänge: 5,01 km Höhenmeter: 467 m
Manche Tage entpuppen sich als totale „Überraschungseier“. Heute stellt genau so ein Tag dar. Nachdem Letu und ich am Vortag alles gepackt hatten, wachen wir in der Früh auf, und bereiten uns für den Zirbenweg her. Da klingelt das Telefon: Letu hat Feuerwehrprobe (zwar gewusst, aber vergessen), also stehe ich plötzlich alleine da! Kein Problem, denke ich mir, dann gehe ich halt solo.
Mit dem Postbus zur Tal- und mit dem Lift zur Bergstation, rasch habe ich den Start des Zirbenweges erreicht. Doch dann überlege ich es mir anders und beschreite den Weg hinauf zum Patscherkofel (2.246m).
Nach kurzer Zeit erreiche ich den Gipfel des Kofels, die Aussicht und auch das Wetter sind fabelhaft.
Nun, wenn ich schon mal hier bin, dann wandere ich weiter, das nächste Ziel soll die Viggarspitze (2.306m) sein.
Über den Osthang am Kofel steige ich wieder ein paar Höhenmeter ab, dann folge ich dem Gratverlauf.
Die Aussicht ist hier immer famos, ich muss öfter stehenbleiben und mich umschauen.
Das Wolkenspiel am Himmel ist heute harmlos, da wird kein Donnerwetter kommen.
Kurz vor Boscheben kann ich den weiteren Wegverlauf auf Viggar- und Neunerspitze (2.285m) gut einsehen. Dann stehe ich auch schon vor der schön gelegenen Boschebenhütte
Am Kreuz kurz nach der Hütte erreiche ich wieder den Zirbenweg, den ich nun ein Stück lang begehe.
Bei der Abzweigung zur Viggarspitze nehme ich den direkten Weg zu unserem „Bergfeuer-Gipfel“.
Ich nehme die direkte Route über den Grat, der zwar steil, aber dafür schnell ist. Bald stehe ich auf der Spitze und genieße den Rundblick.
Lange bleibe ich allerdings nicht stehen, ich habe noch ein paar Meter vor mir. Vom westlichen Grat steige ich steil hinunter ins Verbindungstal zur Neunerspitze.
Durch die mittlerweile enge Latschengasse erreiche ich den steinigen Aufstiegspfad zur Neunerspitze. So manche Pflanze am Weg weiß zu verblüffen. Fast kein Humus, und trotzdem wunderschöne Blüten…
Auf der Neunerspitze gönne ich mir eine Rast. Es ist zwar ein wenig kühl geworden, aber das macht mir nichts. Eine Jause habe ich dabei, und den Gipfel für mich alleine. Auf der gegenüberliegenden Viggarspitze ist gerade die Hölle los…
Die Wolke vor der Sonne verzieht sich wieder und es wird richtig gemütlich. Da könnte ich länger verweilen.
Dennoch, die Uhr tickt, ich muss weiter. Nun strebe ich dem Zirbenweg entgegen, durch den großen Latschengürtel geht es bergab. Die Sonne brennt ganz nett vom Himmel, Zeit, wieder Sonnenöl aufzutragen.
Auf der Nordseite hat sich der alte Schnee teilweise noch gehalten, mit den niedrigen Schuhen wird es ein wenig kühl und nass…
Am Zirbenweg angekommen, auf dem heute gar nicht so viel los ist, wandere ich in Richtung Tulfeinalm.
Der Anfang und Schluss des Zirbenweges ist jeweils mit einem Tor, auf der Gungezerseite auch mit einer Kapelle versehen.
Bei der Tulfeinalm ist doch ein wenig los, mir ist aber nicht der Sinn nach Einkehr, daher marschiere ich weiter zur Bergstation der Glungezerbahnen.
Mit der Bahn fahre ich runter ins Tal, dort wartet schon der „4134“ auf mich, der mich direkt nach Hause bringt. Fast wie bestellt.
Trotz holprigem Start war das heute eine wunderschöne Tour, direkt vor der Haustüre. Das nächste Mal hoffentlich mit Begleitung…
Tourendaten Gesamtdauer: 2:23 h Gesamtlänge: 8,92 km Höhenmeter: ∆ 762m / ∇ 685 m