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231215-17 Wienwochenende

Freitag, 15.12.2023

Der erste „Auslandsurlaub“ mit Biggi führt uns nach Wien. Wir fahren mit dem Railjet von Innsbruck zum Hauptbahnhof Wien. Von dort sind es nur ein paar Meter bis zu unserer Unterkunft. Wir deponieren unser Gepäck im Hotel und machen uns gleich auf, Wien zu erkunden.

Nicht weit vom Hotel erreichen wir den Park vom Schloss Belvedere. Obwohl das Wetter recht kühl ist, macht das Spazieren im Park Spaß und wir bewundern die unterschiedlichen Ansichten des Schlosses, einmal von der Süd- und das andere Mal von der Nordseite!

Nördlich vom Palais Schwarzenberg passieren wir das Heldendenkmal der Roten Arme, auch Russendenkmal genannt. Und noch ein Stück weiter stehen wir schließlich vor der Karlskirche.

Wir beschließen spontan, die Kirche auch von Innen zu besichtigten. Ein heller, schöner Innenraum mit beeindruckender Kuppel lässt uns staunen.

Wir steigen hinauf auf das Dach der Kirche, der Ausblick von hier auf den Vorplatz ist toll. Der Christkindlmarkt ruht noch, am Abend ist hier sicher einiges los.

Die nächste Station unseres Spaziergangs ist der Naschmarkt. Wir wandeln durch die geöffneten Stände, hier wird sehr viel „Touristisches“ verkauft… und die Verkäufer sind ein wenig aufdringlich…
Wir finden bald ein nettes Lokal, dort essen wir eine Kleinigkeit und wärmen uns auf.

Im Anschluss an den Naschmarkt fahren wir zurück zum Hotel und beziehen unser Zimmer. Wir rasten ein wenig, dann fahren wir mit der Bahn nach Spittelberg. Dort besuchen wir den sehr gemütlichen Christkindlmarkt, gönnen uns einen Glühwein, und spazieren zum Restaurant „Das Käuzchen“.

Das Lokal ist eine richtige Studentenbude, hier bin ich schon öfter gewesen. Das Ambiente ist toll, ich mag es hier und das Essen finde ich auch sehr gut. Wir genießen den Abend und das feine Abendmal.

Samstag, 16.12.2023

Unser zweiter Urlaubstag steht im Zeichen des Stefansdoms. Biggi hat uns eine Führung organisiert, die uns die geheimen Ecken des Doms zeigen soll.
Nach einem kleinen Frühstück am Bahnhof fahren wir auf 10:00 Uhr zum Stefansplatz, dort ist Treffpunkt für die Führung. Bald haben wir 3 weitere Teilnehmer gefunden, doch dann kommt die Hiobsbotschaft: Unsere Reiseführerin ist krank geworden und daher entfällt die Runde.

Eine ältere Teilnehmerin kann uns ein paar Details zum Steffl zeigen, danach machen wir uns selber auf, in den Dom zu gehen. Es findet gerade ein Requiem statt, daher können wir den Innenraum nicht betrachten, aber die Katakomben und den Nordturm mit Pummerin können wir besichtigen.

Die Aussicht vom Turm ist atemberaubend, besonders gut gefällt mir das Dach des Domes mit den farbigen Schindeln.

Da wir erst um 14:00 Uhr den Innenraum anschauen können, beschließen wir ein wenig um den Dom zu spazieren und diesen von Außen auch anzuschauen.

Schließlich müssen wir zum Restaurant „All Reis“, dort treffen wir die Schwester von Biggi zum Mittagessen. Auf dem Weg dort hin kommen wir am Kohlmarkt vorbei und sehen auch die Hofburg.

Besonders interessant ist das Gebäude der „Raiffeisenbank Wien“, das sogenannte Loos-Haus, ein wichtiges Zeugnis der Wiener Moderne. Das scheinbar schlichte Gebäude löste damals einen Skandal aus: Von den Wienern „Haus ohne Augenbrauen“ genannt, geht die Legende, dass Kaiser Franz Josef den Rest seines Lebens den gegenüberliegenden Ausgang aus der Hofburg gemieden hat, um das für ihn hässliche Looshaus nicht ansichtig zu werden.

Nach diesem geschichtsträchtigen Spaziergang erreichen wir endlich das Restaurant und genießen ein feines thailändisches Mittagessen!

Anschließend besuchen wir ein hippes Café, dort trinken wir wunderbaren Cappuccino und unterhalten uns mit Ingrid und Christian.

Die Beiden begleiten uns noch zum zum Stefansdom, dann verabschieden wir uns. Nun steht die Führung durch den Innenraum des Domes auf dem Programm, wir holen uns zwei Audioguides und folgenden den einzelnen Stationen.

Der Dom ist in jeglicher Hinsicht beeindruckend, die schiere Größe und der Detailreichtum lassen uns stauen. Die Stationen sind sehr interessant, Einzelheiten zum „Fenstergucker, Meister Pilgrim“, der Kanzel oder aber auch den zwei Orgeln werden erklärt.

Besonders beeindruckend finde ich die Kanzel mit dem vielen liebevollen Details. Die Baumeister der damaligen Zeit wussten wirklich zu erstaunen!
Ein interessantes Detail am Rande: Im II. Weltkrieg wurde der Dom schwer beschädigt, der Wiederaufbau wurde durch alle neun Bundesländer gestemmt. Tirol spendete die Fenster, und durfte sich dafür per Wappen verewigen: Die Wappen können gut eingesehen werden: Innsbruck, Reutte, Hall in Tirol, Kitzbühel, Vils und viele mehr…

Nach dieser eindrücklichen Tour fahren wir ins Hotel und rasten ein wenig. Dann fahren wir mit dem Straßenbahn in den 18. Wiener Bezirk, nach Währing.

Dort treffen wir, nicht ganz zufällig, Familie Friedle aus dem Lechtal. Wir haben uns auf ein gemeinsames Abendessen im Äthiopischen Restaurant verabredet.

Eine feine Zeit mit gemütlichen Gesprächen und super Essen runden diesen Tag ab…

Sonntag, 17.12.2023

Der letzte Tag unseres Kurztrips steht im Zeichen der Museen. Wir besuchen heute das Leopold-Museum (Wiener Werkstatt, Egon Schiele, Oppenheimer, Gustav Klimt und viele mehr), für mich überhaupt der erste Besuch des Museumsquartiers.

Ich bin begeistert von den Ausstellungen, zwischenzeitlich stärken wir uns im Café Leopold.
Schließlich spazieren wir vom Museumsquartier über die Argentinierstraße zurück zum Hauptbahnhof, holen unser Gepäck im Hotel und besteigen den Zug nach Innsbruck.

Ein technisches Gebrechen verzögert die Abfahrt, aber schließlich fahren wir los, zurück in die Heimat.
Es war ein wunderbares Wochenende mit Biggi, und schon bei der Heimfahrt schmieden wir Pläne für weitere gemeinsame Unternehmungen…

230526 Wien

Freitag, 26.05.2023

Einer der Hauptgründe für unsere Reise, das sei gleich vorangestellt, ist die „Frida-Kahlo-Ausstellung“, die sich Mama und Sara gerne anschauen wollen. Ursprünglich wollten wir die Ausstellung in München anschauen, aber die war total ausverkauft. Also wurde umdisponiert, die Ausstellung mit einem Wienbesuch zu kombinieren.

Am Freitag starten wir am Nachmittag, nach Schule und Arbeit mit dem Railjet nach Wien. Dieses Mal läuft es sehr glatt, user Platz ist frei, der Zug fährt pünktlich. Um ca. 8:30 Uhr erreichen wir den Hauptbahnhof in Wien.

User Appartment ist nur ein paar Meter vom Hauptbahnhof entfernt, in günstiger Lage. Zu Fuß sind wir bald dort, der Schlüssel hinterlegt und alles soweit perfekt!


Samstag, 27.05.2023

In der Früh gehe ich mit den Kindern einkaufen, für Frühstück und Zwischenjausen, zum Glück ist ein Geschäft gleich um die Ecke!

Nach der Stärkung fahren wir mit dem Bim (Straßenbahn) zur Marxhalle, dort am ehemaligen Schlachthof ist die Ausstellung untergebracht.

Obwohl die Schau keine Originalbilder zeigt, ist das Konzept sehr gut überlegt und total schön. Es sind Beamer-Bilder, die sich teils bewegen. Immer neue Räume, teils in 3D können wir entdecken, es ist eine wirklich tolle Ausstellung.

Im Anschluss gönnen wir uns einen „Corndog“ vor der Exposition, so gestärkt leihen wir uns Wiener Stadträder.

Unser nächstes Ziel ist der Stephansplatz, nach einer kurzen, gemütlichen Fahrt vorwiegend auf Radwegen erreichen wir den Zentralplatz. Apropos Radwege: Da könnte sich unsere Landeshauptstadt eine Scheibe abschneiden.

Unterwegs sehen wir, sehr zur Freude von Letu, eine antike Bim mit der Nummer 4134. Das ist die selbe Nummer, die unser Postbus nach Hause hat!

Am Stephansplatz geben wir unsere Räder zurück und spazieren ein wenig um den wunderschönen Dom. Auch ein „Kirtag“ ist gerade am laufen, dort schauen wir uns ein wenig um und gönnen uns ein Eis und andere Leckereien.

Das Haas-Haus, beeindruckend spiegelt sich der Steffl in der Glasfasade, dominiert den Westteil des Stephansplatzes. Obwohl generell nicht so viel los ist an diesem Wochenende, am Steffl ist immer „High-Life“.

Letu findet einen Drehorgelspieler, dem wir eine Weile zuschauen. Dann erklärt er uns noch die Technik des kleinen Apparates, mittels Lochstreifenrollen werden die verschiedenen Melodien über die Pfeifen gespielt.

Am späteren Nachmittag treffen wir noch Khando und Tsering zum Abendessen. Khando war in Nepal mein Kindermädchen. Das ist allerdings schon eine Weile her…

Wir verbringen einen schönen Abend mit den Zweien, das Essen ist wunderbar, anschließend spazieren wir noch durch den Park des Belvedere!

Die Stimmung am Abend ist sehr schön, allerdings wird es doch später ein wenig frisch.


Sonntag, 28.05.2023

Wieder starten wir den Tag mit einem guten Frühstück. Heute steht am Vormittag das Haus des Meeres auf dem Programm. Nach wir gegessen und den Tagesrucksack gepackt haben, machen wir uns mit der U-Bahn auf zum Museum.

Das Haus des Meeres ist wie der Name sagt, den Meeren, aber auch Seen und Flüssen gewidmet. Viel gibt es zu sehen, wir haben auch hier wieder Glück, es sind noch nicht so viele Leute, daher können wir alle Attraktionen gut betrachten.

Als wir das Museum verlassen, steht eine lange Schlange an der Kasse. Wir haben echt Glück gehabt.

Unterwegs gönnen wir uns einen Snack an einem der vielen „Wiener Würstelstände“: Bosna, Hotdog, Würstlbox, Currywürst… für jeden ist was dabei!

Nächste Station, dieses Mal durften die Kinder aussuchen, ist der Prater. Die berühmte Wiener Vergnügungsmeile ist immer gut besucht.

Zum Prater muss man nicht viel sagen, die Kinder haben eine Mords-Gaudi, Mama und ich lassen uns einmal für eine Achterbahn überreden. Später, während die Teens alleine unterwegs sind, setzen Mama und ich uns in ein Kaffee und entspannen ein wenig.

Es geht Reih um Reih, schließlich ist auch die schönste Zeit vorbei und wir fahren zurück in die Unterkunft. Hier wird erst mal gerastet, die Kinder sind gerädert wie schon lange nicht mehr, Mama und mir geht es hingegen sehr gut… das muss wohl die viele Go-Cart-Fahrerei sein.

Nach einer ausgiebigen Rast fahren wir mit der U-Bahn noch in den 7ten Bezirk, dort kenne ich ein wundervolles Lokal, das „Käuzchen“. Dort gönnen wir uns ein Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat! So lässt sich leben!


Montag, 29.05.2023

Unser dritter und letzter Tag bricht an, wir müssen in der Früh, nach dem Frühstück, gleich zusammenpacken und aufräumen.
Heute wollen wir uns das Kunsthistorische Museum (KHM) anschauen. Wir müssen die Rucksäcke schon mitnehmen, können diese allerdings in der Garderobe des Museums in eigens dafür vorgesehenen Spints einsperren.

Das Museum ist sehr interessant, besonders die Ägyptische Ausstellung und die Flämischen Maler gefallen mir sehr gut.
Viel zu schnell vergeht die Zeit, ein neuer Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es Zeit ist zum Bahnhof zu fahren.

Am Hauptbahnhof gönnen wir uns noch einen Mittagssnack, dann ist schon der Zug da… flott bringt dieser uns wieder ins „Landl“

Ein tolles, aber auch anstrengendes Wochenende liegt hinter uns. Jedem hat es sehr gut gefallen, das werden wir sicher wiederholen!

200905/06 Wien Tag III und Tag IV

Tag III (05. September 2020)

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir mit der U-Bahn nach Schönbrunn. Heute steht der Tierpark auf dem Programm, das hat sich Letu fest gewünscht. Da wir relativ früh dran sind, kommen wir auch schnell in den Zoo rein.

Gleich am Eingang werden die zwei Junioren vom Zoopersonal abgefangen, sie können bei einem kleinen Gewinnspiel mitmachen. Das lassen sich meine Zwei nicht zweimal sagen, und schon starten sie los, die Stationen zu suchen.

Insgesamt 25 Stationen und unzählige Tiere weiter haben wir dann den Parkour geschafft und stehen wir am Eingangstor. Wir sind heute relativ flott durch den Zoo spaziert, da könnte man auch viel mehr Zeit verbringen. Trotzdem reicht es uns fürs Erste, weiter geht es nun in der Schlosspark Schönbrunn.

Wir kommen von Westen her zum Schloss, biegen dann aber gleich in Richtung Neptun-Brunnen und Gloriette ab. Sara ist schon ein wenig müde, daher setzt sie sich in den Schatten, während Letu und ich zur Gloriette aufsteigen. Von hier haben wir einen sehr schönen Ausblick auf das Schloss Schönbrunn.

Am Neptun-Brunnen machen wir anschließend eine kurze Pause, schauen dem Wasserspiel zu. Die Temperaturen sind jetzt schon wieder sehr sommerlich, daher suchen wir uns ein Plätzchen im Schatten.

Ins Schloss selber gehen wir heute nicht, wandern aber rund um den beeindruckenden Komplex. Wir müssen uns ja noch was für den nächsten Besuch aufheben 🤣🤣🤣.

Dann geht es wieder zur U-Bahn. Unser nächstes Ziel ist der Prater. Hier wollen die Kinder noch ein bisschen ihre Mägen testen, ich bin schon zu alt für diese Art Vergnügen. Trotzdem gehe ich gerne mit uns schau mir diesen Vergnügungplatz an.

Der Eingang ist schon das erste Highlight, es ist, wie wenn man in eine andere Welt eintaucht. Überall sind tolle Fahrgeschäfte, wir beschließen, uns erst einmal einen Überblick zu verschaffen.

Doch lange halten es die Junioren eh nicht aus, schon bald sitzen sie mit einer Achterbahn… mir wird schon vom Zuschauen schwindlig. Nur eine Fahrt mache ich mit, die klassische Geisterbahn gönne ich mir… zumindest ist da die Geschwindigkeit überschaubar.

Sara sucht sich noch eine wilde Schaukel aus, während Letu eher am Kraxelturm seine Freude findet. Weiter geht es dann mit einer Wasser-Achterbahn, die schaut recht lustig aus. Auch das Riesenrad darf natürlich nicht fehlen, wobei wir keine Runde mit der alterwürdigen Dame fahren.

Zwischendurch setzen wir uns in eines der vielen Lokale, trinken etwas und schauen entspannt dem Treiben zu. Dann dürfen die Kinder noch eine Attraktion aussuchen, es wird einstimmig die Achterbahn, die sie an Superman erinnert. Im Liegen geht es durch die Kurven und Loopings.

Ach, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man es lustig hat. Nach über 2,5 Stunden heißt es, zurück zur Unterkunft, wir richtigen uns für den Abend her. Ich habe ein nettes Lokal (durch Zufall) entdeckt, in diesem genießen wir ganz klassisch ein Wiener Schnitzel. Und ich muss echt sagen, dass das panierte Fleisch superb ist!

Gut gefüllt machen wir uns auf den Heimweg, das Wetter ist noch lau und wir erreichen bald unser temporäres Heim.

Tag IV (06. September 2020)

Der Sonntag beginnt ganz anders als der Samstag aufgehört hat. Ein Blick raus aus dem Fenster zeigt uns ein nasses Regenwetter. Also bleiben wir im Apartment, packen zusammen und essen nochmals gut.

Zu Mittag hört es auf zu regnen, wir spazieren eine Runde um den Block, unter anderem beim Allgemeinen Krankenhaus Wiens vorbei. Dann ist die Zeit für unsere Abreise gekommen.

Vom Apartment holen wir unser Gepäck, dann fahren wir zum Hauptbahnhof. Dort treffen wir durch Zufall eine Aldranser Familie… wie klein die Welt doch ist. Der Zug wartet schon auf uns, unseren Sitzplatz haben wir auch schnell gefunden. Innerhalb von 4,5h erreichen wir wieder Innsbruck, Lucy holt uns vom Bahnhof ab.

Ein schönes verlängertes Wochenende neigt sich dem Ende zu. Wien ist immer einen Besuch wert, uns sicherlich sind wir hier nicht das letzte Mal gewesen!

Sehenswürdigkeiten:

  • Tierpark Schönbrunn
  • Schlosspark Schönbrunn
  • Gloriette
  • Prater
  • Restaurant Käuzchen

200904/05 Wien Tag I und Tag II

Tag I (03. September 2020)

Schon lange haben wir geplant, nach Wien zu fahren, die Kinder und ich. Heute ist es endlich soweit, wir fahren nach dem Mittagessen mit dem Railjet von Innsbruck über Salzburg, Linz, St. Pölten nach Wien. Sozusagen eine Hauptstadtkette…

Am frühen Abend, nach 4,5h Fahrzeit erreichen wir die Bundeshauptstadt.

Vom Hauptbahnhof fahren wir mit der U-Bahn direkt zu unserer Unterkunft, das Fahren mit Ebendieser ist ein Erlebnis der besonderen Art; speziell Letu hat sehr viel Spaß an der Fahrt mit der U-Bahn.

Schlussendlich erreichen wir beim Schottentor unsere Unterkunft. ein kleines, aber feines Apartment in der Nähe der Universität. Beim Öffnen der Türe entfährt den Kindern ein verwundertes „Oha“… schön ist es hier…

Wir beschließen, heute den Abend gemütlich angehen zu lassen, richten uns ein und gehen noch zu einem Lebensmittelgeschäft. Dort besorgen wir Snacks und Frühstück, und auch eine Pizza für den Abend. So gerüstet geht es zurück zum Apartment.

Das Abendessen schmeckt uns dann so richtig, und wir schmieden Pläne für den nächsten Tag…

Tag II (04.September 2020)

Den zweiten Tag (und ersten „Sightseeing-Tag“) starten wir mit einem herzhaften Frühstück, das uns Sara zubereitet. Es gibt lauter leckere Sachen, so gestärkt sind wir heute fit für ein dichtes Programm…

Unsere erste Station ist der Stephansdom, auch Steffl genannt. Als wir am Stephansplatz ankommen sind wir verwundert, wie wenig Menschen hier sind… es ist zwar noch Früh am Tag, aber trotzdem irgendwie komisch…

Es sind auch im Dom selber wenige Touristen und Einheimische, für uns natürlich ideal, weil so kann man auch was von der besinnlichen Stimmung aufnehmen. Der Rundgang führt uns an verschiedene Plätze in der Kirche, mittels Audioguide werden die einzelnen Bereiche erklärt.

Anschließend fahren wir mit dem Lift hinauf in den Nordturm. Sprechen ist im Lift verboten, es ist ja Coronazeit! Oben angelangt, bewundern wir die „Pummering“, die größte Glocke Österreichs. Nachdem die erste, alte Pummering 1945 beim Brand vom Steffl aus dem Kirchturm abstürzte und zerbrach, wurde mit 1957 die neue Pummering eingeweiht (diese ist zwar nicht mehr so prunkvoll wie die erste Glocke, dafür ist sie aber klanglich um einiges besser).

Am Steffl drehen wir dann noch eine Runde um das Kirchenhaus und bewundern es von allen Seiten. Besonders interessant ist die das Bildnis des „Zahnweh-Herrgotts“.

In der Nähe des Steffls finden wir auch noch das Römermuseum, das die Geschichte Vindebonas anhand ein paar gefundener Mauerreste aufzeigt. Das Museum ist klein, aber fein und wir finden es sehr interessant.

Mit der U-Bahn geht es dann weiter zur Ringstraße, nächstes Highlight ist das Naturhistorische Museum, kurz NHM.

Dort bewundern wir die umfangreichen Ausstellungen von Mineralien, präparierten Tieren, dem Werdegang der Menschheit und vieles mehr. Mir scheint, dass in den letzten Jahren sehr viel renoviert und restauriert wurde… auf jeden Fall ist das Museum einen Besuch wert.

Vom NHM wandern wir hinüber zur Hofburg. Am Heldenplatz schauen wir uns die Reiterstatue von Prinz Eugen an, dann gehen wir durch die Hofburg weiter in die Altstadt hinein.

Hier wandern wir von Gasse zu Gasse, ein paar Geocaches werden auch eingesammelt. Immer wieder lädt ein kleiner Platz oder Brunnen ein zum Verweilen, gegen den kleinen Hunger gönnen wir uns dann mal einen Bosna.

Einem Wunsch meiner Kinder, das neue, hippe Bubble-Tea-Lokal zu besuchen, wird auch entsprochen. Als wir dort ankommen, steht eine lange Schlange, hauptsächlich Teens, vor dem Lokal… jaja, denke ich mir, so ist das mit den In-Plätzen, da will halt jeder hin. Die Kinder lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und stellen sich brav an… und siehe da, schneller als erwartet haben sie ihren Bubble-Tea erhalten.

Ein Lokal, das eher meinen Geschmack trifft, ist das Hawelka. Als wir hier vorbeispazieren, beschließen wir spontan, hier noch Kaffee und Kuchen zu konsumieren. Auch hier, es verwundert mich sehr, gähnende Leere… zur Zeit ist Wien ein guter, weil wenig überlaufener Platz zum Besuchen…

Wir genießen unseren Kaffee, rasten ein wenig. Langsam werden wir müde, es wird Zeit, den Retourweg anzutreten. Am Nachhauseweg kommen wir noch an Wasserwellen-Lebensbrunnen vorbei. Dieser schöne Brunnen wurde aus dem größten Lapislazuli-Monolithen, das jemals gefunden wurde, geformt. Überall schimmert dieses unvergleichliche Blau am Brunnen heraus, ein wunderschönes Stück Kunst.

Schlussendlich erreichen wir wieder die Umgebung vom Rathaus, hier wandern wir noch durch einen schönen Park, dann erreichen wir müde, aber reich an schönen Eindrücken unser Apartment.

Da wir unter Tags immer wieder Kleinigkeiten gegessen haben, sind wir nicht mehr besonders hungrig. Ein wenig Brot ist noch zu Hause, daher beschließen wir, nichts mehr zu unternehmen und uns einen feinen Abend zu machen. Ein toller Tag neigt sich seinem Ende zu.

Sehenswürdigkeiten:

  • Stephansdom
  • Römermuseum
  • Naturhistorisches Museum
  • Altstadt
  • Hofburg
  • Heldenplatz
  • Bubble-Tea Shop
  • Hawelka
  • Wasserwellen-Lebens-Brunnen