160130 Sistranser Alm, 1.608m

Kurz und knackig, so soll es heute sein… obwohl knackig war wohl nur das Eis und eine Begegnung mit „Isotherikern“. Aber mal von Vorne:
Alfons und ich machen aus, Samstag vormittag etwas nicht zu langes zu unternehmen. Nach den letzten richtig warmen Tagen (zumindest für die normalerweise vorherschenden winterlichen Verhältnissen) hat es, wie man in Tirol so schön sagt, „den Schnee hergeputzt“. Also ist die Lust auf Skitour nicht ganz so groß. Irgendeine Piste rauf, naja…
Also entscheiden wir uns, die Sistranser Alm zu bewandern. Nicht besonders lang, von uns zu Hause aus schnell erreichbar, und die Hütte soll eine sehr gute Küche haben.

Wir starten für unsere Verhältnisse extrem spät, erst um 8:15 marschieren wir in Sistrans beim Rodelparkplatz los.

Die Rodelbahn schaut auch nicht besonders berühmt aus, auch an ihr ist die letzte Warmwetterperiode nicht unbeschadet vorbeigegangen. Teilweise aper, teilweise vereist… eine eigentlich ungute Mischung.

Den ersten Teil des Weges kürzen wir auf einem Steig ab, dann gehen wir entlang der Rodelbahn bis zur nächsten Abzweigung.

Immer wieder müssen wir Eisplatten seitlich ausweichen. Jedoch kommen wir relativ schnell voran.

Irgendwann sind die eisigen Stellen dann doch in der Überzahl, aber wir haben ja heute beide, sozusagen im Partnerlook, die Wunderwaffe „Chainsen“ im Gepäck…

…diese kleinen Zacken, unten auf die Schuhe montiert, lassen das Eis vor uns erzittern. Mit knirschenden Schritten machen wir uns nun unbeeindruckt vom Eis auf, hinauf zur Sistranser Alm.

Bald erreichen wir auch die Alm, schön gelegen auf einer Lichtung.

Leider müssen wir zwei Dinge feststellen. Erstens bläst jetzt ein richtig unangenehmer Föhnwind über die Lichtung, und die Hütte ist geschlossen, obwohl andersweitig ausgeschrieben. Schade aber auch…

Wir bleiben nur kurz, zu unangenehm ist der Wind, und machen uns über die Rodelbahn wieder auf ins Tal.

Nachdem wir schon eine Weile unterwegs sind, zieht ein immer lauter werdendes Brummen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Plötzlich schießt der Hüttenwirt mit seinem Schneeketten-bewährem Landrover um die Kurve, wir springen auf die Seite, denn links und rechts fliegen Eiskörner durch die Gegend, die das Geländewagen bei dieser Geschwindigkeit aus der Eisdecke reißt. Wow, hat wohl verschlafen, der Gute…

Kurz bevor wir den Parkplatz erreichen, treffen wir auf ein Paar, die uns auch gleich aufhalten: Sie wären auf der Suche nach einem Hund, der „Kontakt“ mit ihnen aufgenommen hätte und jetzt bei einer Hütte warten würde… unsere letzten 10min. Abstieg drehen sich nur um dieses komische Gespräch mit den Zweien… leicht komisch sind die und dann doch vorgekommen…

Nichts desto Trotz erreichen wir zufrieden nach einer gemütlichen Tour wieder den Parkplatz.

Tourendaten
Gesamtstrecke: 8,82km
Gesamtdauer: 2:25h
Höhenmeter: 678m

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