190825 Kaisertal Tag II

Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht stehen wir schon relativ früh auf, packen unsere Sieben Sachen und gehen Frühstücken. Das Morgenmahl ist hier wirklich vom Feinsten, ein Buffet ist angerichtet, das für jeden Geschmack was hat… Letu kriegt sein Müsli, während wir Anderen Brot, Wurst, Käse, Eier und Marmelade verdrücken. Wir brauchen ja eine gute Grundlage für den zweiten Wandertag…

Der Abmarsch vom Anton-Karg-Haus findet unter schon fast märchenhaften Lichtverhältnissen statt. Das Wetter ist wieder gut, vom Gewitter vom Vortag ist nichts mehr zu sehen. Heute gehen wir an der Kaisertalstraße entlang wieder hinaus ins Inntal. Wobei hier anzumerken ist, dass die Straße mit Anschluss ins Inntal erst 2008 fertiggestellt wurde. Fahrzeuge gab es zwar vorher auch schon im Tal, jedoch mussten diese mit Hubschrauber oder in Einzelteilen über die Sparchenstiege transportiert werden…

Hatten wir schon gestern bei der Wanderung eine Unmenge an Geocaches gesucht und gefunden, geht es heute gleich wieder weiter… die Kinder helfen fleißig mit, wie haben dieses Mal sogar die Walkie-Talkie´s mitgenommen, um so mehr Flexibilität zu haben.

Der erste Teil der Strecke führt an einer Forststraße entlang, doch kurz vor einem markanten Tunnel zweigt ein Steig an, der zum berühmten Pfandlhof führt. Da wir lieber auf Steigen als auf Forstrassen gehen, nehmen wir auch die zusätzlichen Höhenmeter in Kauf, die wir hier abspulen müssen.

Schön geht es durch einen wunderbaren Mischwald, der Steig ist anfangs steil, aber gut begehbar. Und ewig weit müssen wir nicht rauf, zum Glück, denken die Kinder…

Dann lichtet sich der Wald, eine schöne Wiese öffnet sich und wir stehen auf dem Feld des Hinterkaisers mit dem wunderschönen Bauernhof und der berühmten Antoniuskapelle.

Hier machen wir eine Pause, genießen eine Brotzeit und schauen gen Himmel. Leichte Wolken ziehen auf, aber es ist noch warm. Am Nachmittag könnte es schon noch ein „Wetter“ geben.

Von der Antoniuskapelle geht es dann weiter, zuerst wieder durch leichten Wald, immer auf einer Forststraße, dann erreichen wir den Pfandlhof. Hier beschließen wir noch eine Pause zu machen…

Wir bestellen uns ein Getränk, setzen uns auf die Terasse, die einen wunderschönen Ausblick und viele, sehr viele Wespen bietet. Dann bekommt Letu seinen Kaiserschmarrn, denn ein Kaiserschmarrn im Kaisergebirge muss einfach sein…

Nach dieser wundervollen Stärkung gehen wir vorbei am Veitenhof und Zottenhof, zwei uralten Höfen, die nun auch vom Tourismus profitieren.

Schließlich kommt unser letztes Highlight bei dieser Wanderung, die Tischöfer Höhle. Wir müssen nun von der Forststraße abzweigen auf einen kleinen Pfad Richtung Kaiserbach. Dann erreichen wir noch eine Abzweigung und stehen schlussendlich an der berühmten Höhle.

Die Höhle ist bekannt dafür, daß hier die ältesten menschlichen Überreste Tirols, sowie auch viele ausgestorbene Tierarten gefunden wurden. Diese können heute im Museum auf der Festung Kufstein bewundert werden.

Wir genießen die Stimmung in der Höhle, die Kinder haben extra Taschenlampen mitgenommen, um sich hier ein wenig umsehen zu können. Was es da nicht alles zu entdecken gibt. Letu spielt sogar ein wenig Fremdenführer, und zeigt einem anderen Jungen die interessanten Ecken der Höhle.

Der weitere Weg führt uns dann zuerst ganz hinunter in die Schlucht des Kaiserbachs, auf der anderen Seite warten schon steile Stufen darauf, von uns erklommen zu werden.

Am Ende des letzten Aufstieges erreichen wir bald die Theaterhütte, ein mittlerweile geschlossenes Gasthaus. Von hier wandern wir den Weg vorbei am Kaiserlift und wieder hinein in die Stadt.

Auf dem Weg gibt es noch ein Eis als Belohnung für die Kinder, die gestern und heute sehr brav marschiert sind. Und natürlich bekommen Oma und ich auch eine kleine Belohnung in Form eines Eises… schließlich sind wir auch ohne allzuviel Jammerei gewandert.

Am Bahnhof müssen wir nicht lange warten, bis ein Zug vorbeikommt und uns wieder mitnimmt, zurück in die Mitte Tirols. Ein wunderschönes Wanderwochenende ist schnell, aber mit vielen schönen Eindrücken zu Ende gegangen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 15,48 km
Höhenmeter: 309 hm

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