Archiv für den Monat März 2020

200313 Wanderung ins Halltal

Hast du, lieber Leser, gerade ein Dejavue? Genau… schon wieder zieht es mich ins Halltal, dieses Mal mit Letu, der gerne mal das Gehen mit Schneeschuhen probieren möchte. Und da es hier noch Schnee gibt und auch nicht arg weit ist, marschieren wir los.

Letu im Sausewindmodus

Der erste Teil ist wieder aper, wie ich das schon vom letzten Wochenende weiß, aber lange müssen wir nicht gehen, um den ersten Schnee zu bekommen. Vorbei an der Freiungskapelle geht es hinauf zum Bettelwurfeck, natürlich nehmen wir den Fluchtsteig, da der einfach schöner zum gehen ist.

Schöne Aussicht vom Fluchtsteig…

Bald erreichen wir die zweite Ladhütte, vor der noch immer die Holzrohre der ehemaligen Soleleitung gut zu sehen sind.

Kurz vor der zweiten Ladhütte, die Soleleitungen sind hier noch sichtbar

Und dann sind wir endlich beim Schnee, nun ist es Zeit, die „Hilfsmittel“ anzuziehen. Letu bekommt zuerst die Grödel, ich gehe noch ohne Zusatz weiter.

Endlich Schnee

Es ist aber recht rutschig, daher beschließen wir, daß Letu die Schneeschuhe anzieht und ich mir die Grödel. So geht es weiter, in Richtigung Sankt Magdalena.

Zwei Wanderer

Das Gehen macht Letu recht viel Spaß, und so wandern wir immer weiter rauf im Schnee. Es macht ihm so viel Spaß, daß er immer wieder Abkürzungen durch den Wald nimmt, um die Schneeschuhe richtig zu testen. Obwohl die Teile relativ groß sind, geht er super damit um.

Auch Offroad ein richtiger Spaß

Zuerst überlegen wir uns, ob wir noch zu den Herrenhäusern marschieren sollen, aber dann entscheiden wir uns für Sankt Magdalena, dem ehemaligen Kloster und wichtigen Stützpunkt für Wanderer.

Sankt Magdalena

Obwohl das Gasthaus geschlossen ist, gibt es Getränke gegen einen kleinen Obulus zu erwerben. Wir genießen eine Cola, nachdem wir uns umgezogen haben. Das habe ich das letzte Wochenende gelernt, denn da habe ich mich richtig verkühlt. Wir verweilen ein wenig an diesem wunderbaren Ort, dann machen wir uns wieder auf ins Tal.

Wieder druch den Wald

Vorbei an der Anzweigung zur dritten Ladhütte sehen wir schon ein wenig Sonne auf dem Schnee glitzern. Super, das wird ja noch richtig fein, denke ich. Ich will mir gerade die Sonnenbrille aufsetzen, als mir siedendheiß einfällt, daß ich die wohl beim Kloster liegengelassen habe… Oje, also nochmals schnell zurück, damit ich mein feines Teil zurückbekomme.

Meine geliebte Hüttenspitze, Wächter am Eingang des Halltals

Während Letu wartet, laufen ich nochmals hoch und finde die Brille versteckt unter der Sitzbank. Da muss sie mir wohl beim Ein- oder Auspacken runtergefallen sein. Gott sei Dank, denke ich mir, und gehe wieder zum Sohnemann.

Da gibts doch noch einiges an Schnee…

Und dann marschieren wir unterbrechungsfrei hinaus zum Hackl, bis zur zweiten Ladhütte haben wir eine schöne Schneedecke, dann müssen wir die Schneeschuhe ausziehen und gehen über das Bettelwurfeck steil zum Halltalkraftwerk. Dort zweigen wir wieder auf den Fluchtsteig ab, nun ist es fast ein wenig frühlingshaft.

Fast geschafft…

Kurz vor dem Hackl treffen wir eine Frau, mit der wir eine sehr interessante Unterhaltung über das Halltal führen. Sie kennt sich gut aus und erklärt uns einige Dinge, die wir so noch nicht wußten. Hier kann man echt immer wieder was lernen, über dieses ehemals so wichtige Tal für Tirol.

Blick retour zu Bettelwurf, Wechselspitze, Hohe Fürleg, Tratten und Hundskopf

Ich hätte mir nicht gedacht, daß mir das Schneeschuhgehen mal richtig Spaß machen könnte. Aber gerade in niedrigen Tallagen, wenn der Schnee sich zurückzieht, hat dieser Ausrüstungsgegenstand große Vorteile gegenüber Tourenskiern. Man kann mit den Wanderschuhen (anstatt Skischuhen) gehen, die Teile wiegen nicht arg viel und können fein am Rucksack montiert werden. Das war sicher nicht unser letzten Besuch heuer im Halltal…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 9,68 km
Höhenmeter: 542 hm

200306 Wanderung ins Halltal

Seit kurzem bin ich glücklicher Besitzer von Schneeschuhen, das wollte ich heute gleich mal ausprobieren. Obwohl nicht gerade üppig viel Schnee vorhanden ist, muss es doch weiter oben noch gehen, so meine Theorie.

Ich fahre nach der Arbeit gleich mal ins Halltal, und beim Erreichen des Hackls bin ich mir schon nicht mehr so sicher, ob ich die Schneeschuhe überhaupt mitnehmen soll. Aber dann siegt doch der Trotz und die Schuhe kommen mal auf den Rucksack.

Wo ist der Schnee…

Ich nehme meinen Lieblingszustieg ins Halltal, den Fluchtsteig. Am Anfang noch gemütlich, wird er spätestens beim Brünnl ein wenig steiler. Und dann melden sich auch die ersten Schneefelder. Noch zu wenig für die Schneeschuhe, aber doch ein kurzer Vorgeschmack… da könnte noch was gehen!

Im Halltal gibt es noch ein wenig Schnee

Und dann ist es so weit, nachdem ich zweimal mit dem Fuß richtig gut eingebrochen bin, entschließe ich mich, doch die Tubbs auszuprobieren. Ich habe mich extra für die neueste Version dieses Klassikers entschieden, denn das Verschlusssystem ist mit einer Boa-Schnürung versehen. Da geht das An- und Ausziehen „ratzfatz“

Neue Schneeschuhe…

Ein paar apere Stellen muss ich zwar immer wieder überqueren, aber dafür muss ich nicht jedes Mal die Tubbs ausziehen, ich steige einfach „vorsichtig“ weiter.

Spur zum ehemaligen Kloster
Sankt Magdalena

Vom Fluchtsteig aus sehe ich die drei Ladhütten, dann kommt auch schon mein heutiges Ziel ins Blickfeld. Sankt Magdalena, das wunderschöne ehemalige Kloster, das an einem sehr idyllischen Platz steht. Ich denke mir das jedes Mal wieder, wenn ich hier herkomme. Aber dann kommt mir auch in den Sinn, dass die Tage hier wohl speziell im Winter sehr hart waren…

Alpengasthaus Sankt Magdalena

Ich mache eine kurze Pause, ein Kühlschrank mit Getränken ist sogar angebracht, obwohl die Kühlung natürlich ausgeschaltet ist, denn es ist hier immer frisch genug. Ich nehme mir ein Cola und schmeiße ein wenig Geld in die Kassa… was für ein schönes, auf Vertrauen basierendes System.

Ausrüstung und Stärkung

Lange halte ich es aber nicht aus, ich bin verschwitzt und es ist kalt geworden. Also packe ich meine Sachen zusammen und mache mich an der Fahrstraße entlang ins Tal. Nun brauche ich die Schneeschuhe nicht mehr, dafür habe ich mir Spikes angezogen, auf der zum Teil glatten Straße ein eindeutiger Sicherheitsgewinn.

Blick aus dem Halltal, mit Hüttenspitze im Zentrum

Rasch erreiche ich wieder das Bettelwurfeck. Es sind auch ein paar Leute unterwegs, meine Annahme, daß ich alleine sein würde, hat sich nicht bewahrheitet. Dafür sehe ich extrem viele Gämsen, bei ca. 30 Stk. höre ich auf zu zählen.

Bettelwurf-Brünnl

Nach ca. 2:15h erreiche ich wieder zufrieden den Hackl-Parkplatz. Das hat richtig gut getan… ich freue mich schon wieder sehr auf die Wandersaison… egal ob mit oder ohne Schneeschuhen…

Blick zurück, zur ersten Ladhütte und Speckkarspitze

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,75 km
Gesamtdauer: 2:15 h
Höhenmeter: 523 hm

200302 Skispaß am Patscherkofel

Es wird wieder mal Zeit für einen kleinen Skitag. Das Wetter ist nicht gerade super, daher bleiben wir wieder einmal in der Nähe, der Patscherkofel ist eh recht fein. Schnell erreichen wir den Parkplatz, fast nichts los heute.

Letu in der Gondel…

Mit der Gondel erreichen wir rasch die Mittelstation, wir fahren noch rauf bis zur Bergstation. Hier hören wir, dass die Bahn gestern wegen Wind geschlossen war, heute ist es zwar wieder windig, aber scheinbar nicht ausreichend…

Auf der Piste…

Die erste Fahrt, das haben wir uns angewöhnt, ist immer zum Aufwärmen, danach können wir es krachen lassen. Letu erwartet es jedoch nicht und saust gleich in den Funpark.

Auf der Piste…

Noch ist echt wenig los, das ändert sich jedoch im Laufe des Vormittags. Immer mehr Leute kommen, es ist zwar nicht gesteckt voll, aber im Vergleich zu den ersten zwei Abfahren, bei denen wir sozusagen alleine auf der Piste waren, ist jetzt „halli-galli“.

Auf der Piste…

Beim großen Funpark ist heute eine Veranstaltung, daher sind auch hier viele Snowboarder und Freestyler. Letu findet aber immer wieder eine Lücke, um in den Funpark reinzufahren… Papa muss filmen!

Letu beim Sprung…

Geschlagene fünf Stunden sind wir heute insgesamt am Weg, nur eine kurze Pause bei der Teehütte, für einen Kakao gönnen wir uns. Beide sind wir heute richtig motiviert.

Heiligwasserwiese…

Doch jeder Spaß hat auch mal sein Ende, um 14:30 müssen wir nach Hause, weil ich noch eingeladen bin. Rückblickend haben wir heute schon was gemacht… Letu und ich!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:25 h (Abfahrtszeit)
Gesamtlänge: 42,85 km
Höhenmeter: -9.649 hm