210604 Säuling (2.048m)

Der zweite Tag auf der Hütte schaut vom Wetter gar nicht so schlecht aus, also beschließen wir, auf das Säulinghaus aufzusteigen.

Der erste Teil des Weges ist ident mit dem gestrigen Aufstieg, wir müssen wieder zum Steig queren.

Obwohl das Wetter ein wenig stabiler ist als gestern, ist dennoch ist ein wachsames Auge gefordert, es könnte jederzeit umschlagen.

Meter um Meter steigen wir höher, bald queren wir das letzte Mal die Forststraße, nun ist es nicht mehr weit bis zum Säulinghaus.

Das Haus lassen wir vorerst links liegen, und steigen weiter zum Start des anspruchsvolleren Teils der Tour. Zuvor sehen wir allerdings, keine 100m von der Hütte entfernt ein Rudel Steinböcke, fast zum Angreifen nahe… 10 Stück liegen gemütlich in der Sonne und lassen sich nicht stören.

Der Aufstieg über den Steig ist brüchig und speckig, aber der Weg gut angelegt. Leider gibt es immer wieder Wanderer, die Abkürzungen nehmen und damit eine klare Linie zerstören. Daher hat man gerade hier am überlaufenen Säuling immer mehrere Alternativen…

Wir nehmen immer den Weg des geringsten Widerstandes. So steigen wir rasch höher. Heute sind wenige Leute am Weg, wohl auch wegen Wochentag und nicht-perfektem Wetter.

Letu hat Spaß am Steig, es ist ja nicht das erste Mal, dass er auf seinen Lieblingsberg steigt. Vor Kurzem hat er in der Schule ein Referat über den Berg gehalten, nun steigt er hinauf auf das Haupt des Säulings.

Am Sattel angelangt ist der schwierigere Teil überstanden, nun genießen wir erst den schönen Ausblick nach Deutschland, dann gehen wir weiter. Das Wetter schaut leider nicht mehr so gut aus.

Wir beeilen uns, den Gipfel noch zu erreichen. Wir sind nicht die einzigen, vor und hinter uns sind doch ein paar Wanderer mitgekommen.

Sogar einen Paragleiter vom Tegelberg können wir beobachten, einmal fliegt er recht knapp vorbei uns winkt Letu und mir herunter. Solange die Paragleiter in der Luft sind, kann es mit dem Wetter nicht so schlimm sein, denke ich mir…

Die letzten Meter werden nochmals steil, Letu darf heute führen. Bis auf ein paar Hinweise sucht er selbstständig einen feinen Weg, der uns sicher zum Gipfel bringt.

Die letzten paar Meter flach zum Kreuz sind immer spektakulär, denn es eröffnet sich der Blick auf den Talkessel und den Eingang ins Lechtal.

Endlich geschafft, ein tolles Gefühlt, auf dem Hausberg zu stehen. Ein Rundumblick offenbart uns die Pracht der Allgäuer-, Ammergauer- und Lechtaler Alpen. Überall liegt noch viel Schnee…

Wir genießen eine feine Brotzeit, die gehört einfach zum Gipfelglück, wie der i-Punkt auf das i. Dann schauen wir uns nochmals um und beschließen, abzusteigen. Das Wetter wird einfach nicht besser.

Runter gehen wir den selben Weg, rasch erreichen wir wieder den Sattel.

Ein Blick vom Sattel ins Tal, und davor sehen wir das Säulinghaus. Dort kehren wir heute noch ein…

Der steile Abstieg ist rasch geschafft, den Steinböcken sagen wir ade, dann gönnen wir uns einen Apfelstrudel im Schutzhaus… natürlich haben wir einen Corona-Test dabei uns müssen uns registrieren, das ist die „Neue Normalität“.

Ein Blick hinauf zum Gipfel zeigt uns, dass das Wetter umgeschlagen hat. Während es bei uns noch relativ warm war, ist es oben am Gipfel sicher nicht mehr so gemütlich.

Wir brauchen für den weiteren Abstieg zeitweise die Regenjacke, denn es hat zum Tröpfeln begonnen. Dennoch beschließen wir, über das Pflacher Älpele abzusteigen. Vielleicht ist unser Hüttennachbar Klaus da…

Über Vils hängen die Gewitterwolken und auch so mancher Donnergroll tönt herüber. Es wird Zeit, dass wir zurück zur Hütte kommen.

Beim Pflacher Älpele ist leider niemand anwesend, scheinbar wollte auch Klaus bei diesem Wetter nicht rauf in die Höhe. Wieder bewundere ich den schönen Platz, den diese ehemalige Alm hat.

Schnellen Schrittes erledigen wir die Strecke zur Hütte, der letzte Teil des Rückweges führt uns über die Forststraße. Ein toller Ausflug, der sich trotz instabilem Wetter gelohnt hat.
Bei der Hütte wird wieder gegrillt, das haben wir uns heute wieder verdient!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:52 h
Gesamtlänge: 11,57 km
Höhenmeter: 1.056 m

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