220320 Wanderung Monte Brione (376m)

Nach zwei schönen Klettersteigen beschließen wir zum Abschluss, noch eine gemütliche Tour auf den Monte Brione zu machen. Obwohl nicht besonders hoch, ist der Monte Brione aus Riva nicht wegzudenken. Die besondere Form dieses Felsen ist auffällig! Ein echter Hingucker von allen umgebenden Touren!

Wir starten beim Jachthafen, dort ist ein großer Wanderparkplatz. Aktuell noch recht leer, wird der sich bei diesem Wetter bestimmt noch gut füllen.

Ein wunderschöner, einfacher Steig führt am Rücken dieses Hügels empor zum Gipfelkreuz. Immer wieder öffnen sich wunderschöne Ausblicke auf den See, die Stadt und das Umland.

Den Steig, den wir gestern gemacht haben, können wir auch sehr gut einsehen. Wir sind früh genug dran, daher ist es noch windstill, und damit sehr angenehm.

Nicht nur die Natur und der See faszinieren bei dieser Wanderung, auch die geschichtliche Komponente kommt nicht zu kurz. Riva war bis zum I. Weltkrieg noch Teil von Österreichs und damit Grenzgebiet. Dementsprechend wurden hier Bunker und Festungen gebaut, die heute noch besichtigt werden können.

Gerade im Zuge der aktuellen Situation (Ukrainekrieg) ist es immer wieder verstörend, wie viel Energie der Mensch in den Kampf und Krieg stecken. Das Paradox des Festungsbaus muss man sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen: „Man baut auf, um das Selbe zu zerstören“.

Nachdem wir die Bunker inspiziert haben, schauen wir wieder in die Ferne… der Gardasee, der größte See Italiens, wurde durch einen Seitenast des Etschtalgletscher geformt. Eckdaten zum Gewässer: 51,6km lang, bis zu 17.2km breit, die tiefste Stelle beträgt 346m. Damit befindet sich hier ein unglaubliches Wasserreservoir, ein echter Schatz!

Die Landschaft, die sich hier um den See gebildet hat, ist klimatisch sehr begünstigt. Nicht umsonst zieht es hier jedes Jahr abertausende Touristen an die Gestade, um Urlaub zu machen.

Vom Monte Brione haben wir fast alle unsere Touren, die wir heuer und in den letzten Jahren gemacht haben, im Blick. Cima Rocca, den Klettersteig Amicia und die vielen zugehörigen Gipfel…

Der Pfad, obwohl eigentlich immer am Grat verlaufend, zweigt immer wieder ins Unterholz ab. Die Aussicht ist dann kurzfristig weg, nur um an der nächsten Kurve wieder einen Prachtblick auf die Umgebung freizugeben.

Gemütlich erreichen wir die Bunkerfestung nahe am Gipfel. Hier ist nun schon mehr los, viele Leute sind auch mit dem Fahrrad bzw. E-Bike zum Gipfel geradelt…

Mittlerweile sind T-Shirt-Termperaturen angebrochen, der Frühling ist eindeutig im Anmarsch.

Am Gipfelkreuz machen wir eine kurze Rast, dann wandern wir weiter Richtung Norden, wir wollen den ganzen Kamm abschreiten.

Der Blick nach Arco mit der bekannten Burg öffnet sich kurz hinter dem Gipfel, auch hier haben wir schon so manchen Klettersteig bestritten.

Der weitere Weg führt über die Westflanke des Monte Brione wieder ins Tal. Wir suchen uns einen alternativen Weg, da wir ein paar Geocaches auf dem Weg suchen wollen. Natürlich finden wir alle Dosen! Papa kann dazu nur schmunzeln…

An einigen geschützten, sonnigen Stellen blühen schon die ersten Primeln. Es muss sich hier um eine eigene Art handeln, die Blütenkelche sind fast doppelt so groß wie die mir gekannten Schlüsselblumen daheim…

Ein Großteil des Rückwegs führt durch alte Olivenbaumhaine, manche dieser Bäume müssen schon hunderte Jahre auf dem Buckel haben.

Noch einmal erhaschen wir einen Blick auf den Cima SAT, mit dem Klettersteig Amicizia. Dieser Steig wird lange in Erinnerung bleiben, ewig lange Leitern sind das Hauptmerkmal.

Retour am Parkplatz ist dieser nun fast voll, es sind also einige Leute am Weg. Wir packen unser Zeug ins Auto, dann fahren wir auf direktem Weg zurück nach Tirol. Nach ein wenig mehr als 2 Stunden erreichen wir Innsbruck. Papa macht vor der Weiterfahrt noch eine kleine Pause, Maggo fährt am späten Abend mit dem Zug nach Hause!

Ein gelungenes Wochenende neigt sich dem Ende zu. Es hat uns Spaß gemacht, war teilweise fordernd und kulinarisch vom Feinsten. Was will man mehr. Nach 2 Jahren war das Buabenwochenende wieder ein voller Erfolg.
Mögen noch Viele folgen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:50 h
Gesamtlänge: 7,74 km
Höhenmeter: 541m

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