260925 Bergtour Bettelwurfhütte (2.077m)

Biggi, Letu und ich haben eine tolle Tour vor uns, wir wollen heute auf die Bettelwurfhütte und morgen auf den Bettelwurf steigen. Da der Aufstieg auf die Hütte relativ lang ist, haben wir einen straffen Zeitplan. Ich hole Letu bei der Arbeit, dann Biggi und schließlich fahren wir zum Hackl am Ausgang des Halltals.

Der erste Teil unseres Weges führt uns bis zur Wasserversorgung im Halltal. Wir laufen die meiste Zeit auf einem Wanderweg, nur am Schluss müssen wir kurz auf die Asphaltstraße ausweichen.

Ab hier wird es nun steil. Wir nehmen den Pfad direkt links von der Wasserfassung, dieser führt uns kühl, aber steil durch einen schönen Laubwald.

Wir erreichen die Abzweigung zur Alpensöhnehütte, unser Pfad führt aber in die riesige Bettelwurfreise.

Es ist zwar schon Ende September, aber die Temperaturen sind fast noch sommerlich. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Latschen, die die Wärme extra für uns speichern!

Zum Glück wird es ein wenig weiter oben lichter und so manche Windbö kühlt uns ein wenig ab.

Die Bettelwurfreise hat sich schon wieder massiv geändert. Jedes Mal, wenn ich in diesen mächtigen Schotterhaufen komme, denke ich mir das wieder. Veränderungen sind hier Tageswerk.

Mühselig ist der Aufstieg, die Aussicht kann das nur bedingt kompensieren. Der Gedanke an die morgige Abfahrt über die Reise ist da schon die bessere Perspektive!

Aus dem Halltal sieht man wunderbar auf die Tuxer, meine Hausberge! Glungenzer, Sonnenspitze, Neuner- und Viggarspitze und schließlich der Patscherkofel.

Wir haben die Schotterreise mittlerweile hinter uns gelassen, der Weg ist nun ein wenig anregender und nicht mehr so mühsam.

Engere Stellen sind mit Seil versichert, aber generell ist der Weg einfach und gut zu begehen. Bei Nässe kann ich mir allerdings vorstellen, dass ein Handlauf doch zur moralischen Unterstützung dient!

Letu, unser Jungspund läuft natürlich dank jugendlicher Energie immer wieder voraus, Biggi und ich gehen lieber langsam und durchgängig, bedächtig…

Nun sollten wir bald den Juchizer erreichen, denke ich mir, aber der Weg zieht sich und zieht sich…

… doch schließlich erreichen wir auch diese Stelle, der erste Blick auf die Hütte. Nun ist uns auch zum jubeln zumute, liegen doch die meisten Höhenmeter nun hinter uns!

Man sieht die Hütte schon eine Weile, aber irgendwie kommt sie erst mal nicht näher. Letu hat nun seine letzten Energien mobilisiert und saust in Höchstgeschwindigkeit zur Hütte.

Wir genießen auf dem Weg noch ein wenig die immer besser werdende Aussicht. Mittlerweile sehen wir die Stubaier Gletscher und überhaupt die Stubaier Alpen.

Die letzten Meter schaffen wir nun auch schon, die gemütliche Hütte lockt schon. Und das Stimmensammelsurium ist schon von weitem zu hören.

Dann stehen wir endlich vor unserem Tagesziel. Heute war die längere Etappe, zumindest im Aufstieg. Nun stecken einige Höhenmeter in unseren Beinen. Da schmeckt die Erfrischung auf der Hütte umso mehr…

Eine gute Abendessen, gemütlicher Hüttenabend und eine feine Nachtruhe runden den tollen Tag ab.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:58 h
Gesamtlänge: 6,55 km
Höhenmeter: △ 1.337 m / ▽ 34 m
Schwierigkeit: T3

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