Archiv des Autors: Wisse

251109 Wanderung Walderalm (1.501m)

Das Wetter ist herbstlich angenehm, und Biggi und ich konnten die Buben motivieren, mit uns eine Wanderung zu unternehmen. Nach kurzer Überlegung kommen wir auf die Walder Alm, da waren wir schon länger nicht mehr…

Wir starten in Gnadenwald, zuerst ein Stück eine Forststraße hinauf, später durch den Wald.

Auf den Bergen liegt schon der erste Schnee, ein kleiner Gruß vom Winter. Letu und ich freuen uns schon auf die Jahreszeit, die am Besten mit zwei Brettern genossen wird.

Kurz vor der Alm spazieren wir über eine Almwiese, rechts auf einem Hügel liegt die Kapelle, Linkerhand die Walder Alm.

Kurz vor der Alm ist ein schöner Teich, der Hundskopf spiegelt sich wunderschön in dem dunklen Gewässer.

Überraschenderweise ist die Walder Alm geöffnet, innen finden wir leider keinen Platz, aber vor der Hütte bekommen wir einen nicht ganz so warmen Sitzplatz.

Gut eingepackt genießen wir ein feines Mittagessen, ein Hoch auf die Wirtsleute!

Da es nicht ganz so warm ist, brechen wir direkt nach dem Essen wieder auf, den Rückweg bestreiten wir auf bekannten Wegen.

Ein Blick zurück auf die Walderalm, die von der Huderbank-Spitze dominiert wird, zeigt wieder mal, wie schön diese Hütte liegt.

Wir kehren noch kurz bei der Kapelle ein, dann machen wir uns auf ins Tal.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: 8,02 km
Höhenmeter: ∆ 639 m / ∇ 617 m

251101 Wanderung Aldranser Alm

Die Tage der geöffneten Almen ist gezählt, die Ausfahrt mit dem Mountainbike ist auch nicht mehr so schick, wegen den Temperaturen wäre es… besonders beim Runterfahren…

Ich beschließe, auf die Rinner Alm zu gehen. Eine schnelle Runde, die sich immer rentiert.

Über den Rinnner Alm Steig steige ich schnell höher, im Wald wurde heuer viel geschlägert, ganze Waldstriche wurden freigeholzt.

Bald habe ich den steilen Stich erreicht und auch flott überwunden. Nun bin ich gleich bei der Alm.

Und siehe da, schon nach ein paar Minuten erreiche ich das Gatter zur Rinner Alm. Erstes Ziel ist erreicht.

Die Alm ist geschlossen, wie nicht anders erwartet. Daher mache ich mich über den Verbindungsweg auf, die nächste Alm zu besuchen.

Das Wetter ist super, dennoch haben die meisten Raststätten im Gebirge nun die Winterruhe angetreten. Die Rinner Alm stellt eine Ausnahme dar, denn hier ist im Winter auch geöffnet, mit tollem Rodelvergnügen.

Allerdings haben sie gerade „Betriebsurlaub“ und ich genieße eben nur die Aussicht, bevor ich mich weiter zur Aldranser Alm begebe.

Zuerst wander ich durch Wald, das letzte Stück muss ich über die gut gerichtete Forststrasse zur Alm hoch laufen.

Auch hier ist schon Saisonende eingeläutet, aber die Wirtsleute sind noch da und so gibt es noch ein paar Reste zum erwerben. Ich setze mich in die Sonne und bestelle ein gutes, kühles Bier. Das tut richtig gut…

Ein wenig später, und 2 Biere weiter mache ich mich auf den Weg ins Tal. Nun folge ich dem alten Almenweg in die Niederungen, genauer nach Fagslung.

Sobald man nicht mehr in der Sonne ist, wird es kühl… der Winter naht!

Tim Tal ist es dann wieder, speziell in der Sonne, wärmer. Ich wandere bis zur Bushaltestelle und werde für die letzten Meter von einer freundlichen Familie im Auto mitgenommen.

Das war wohl die letzte „bewirtschaftete“ Tour für 2025 auf die Aldranser Alm. Evtl. komme ich später wieder mal rauf, aber da werde ich dann wohl eher heißen Tee auf der Terrasse schlürfen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:11 h
Gesamtlänge: 7,68 km
Höhenmeter: ∆ 616 m / ∇632 m

251031 Rauschbrunnen (1.060m)

Um das feine Herbstwetter ein wenig zu nutzen, beschließen Biggi und ich, eine feine Rauschbrunnenrunde zu absolvieren. Wir starten am Wanderparkplatz beim Gasthaus Planötzenhof. Durch lichten Wald wandern wir in angenehmer Steigung zum Höttinger Bild

Vom Höttinger Bild geht es dann fast in gleicher Höhe in Richtung Alpengasthaus Rauschbrunnen.

Der Herbstwald ist magisch, die Farben zu keiner Jahreszeit so schön wie nun.

Wir erreichen den Rauschbrunnen (1.060m) schon bald, die Terrasse befindet sich im letzten Sonnenlicht, daher beschließen wir noch, hier ein wenig zu pausieren.

Die Pächter sind noch da, wir bekommen was zu trinken und genießen die feine Pause in der Sonne.

Der Blick in den Süden zeigt die beeindruckende Serles, aber auch Tuxer- und Stubaier Alpen.

Die Sonne steht schon tief, lange wird es nicht mehr bis zur Dämmerung dauern, daher wandern wir über den gleichen Weg wieder zurück in die Landeshauptstadt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 6,94 km
Höhenmeter: ∆ 382 m / ∇ 369 m

251011 Patscherkofel (2.246m)

Bei Prachtwetter soll man in die Natur gehen, das ist manchmal schon fast ein Zwang. Man schaut aus dem Fenster raus und die Sonne lacht vom Firmament. Raus, raus, raus…. ruft da das Wanderherz. Heute ist Georg mit und, Biggi und mir unterwegs, daher wird das Ziel auch ein wenig justiert. Eine Patscherkofelumrundung ist da gerade das Richtige.

Wir starten von der Bergstation (1.935m), dank neuem Freizeitticket fahren wir gemütlich mit der Bahn in luftige Höhen. Der Ausblick von dieser Höhe ist wunderbar, der Blick ins Stubaital ein Traum. Ganz leichter Bodennebel ist sichtbar, oder ist das doch der Hausbrand?

Wir starten direkt von der Station den Vitalweg in Richtung Gipfel, allerdings bleiben wir nicht allzu lange auf der Forststraße, wir zweigen auf einen kleineren Pfad ab. Dieser spart und die weitläufigen Kehren der Forststraße…

Rasch gewinnen wir Höhe, von dieser haben wir heute nicht allzu viel zu bewältigen. Kaum sind wir aus dem Waldgürtel getreten, tut sich die ganze Tiroler Bergpracht auf. Stubai, Wipptal, Oberinntal… und überall wunderbare Bergziele.

Die Herbstfarben sind ein Traum, erdige Brauntöne vermischt mit dem unglaublich blauen Himmel. Wir gehen ein wenig querfeldein, das Ziel, die Sendeanlage am Gipfel des Kofels ist schon in Sicht.

Schließlich erreichen wir den Gipfel. Die Gipfelstube ist zwar offen, aber das Essensangebot nicht jedermanns Sache, daher beschließen wir, bei der Bergstation einzukehren. Außerdem ist sowieso viel los in der Gipfelstube! Wir kehren ein Andermal ein.

Die Sendeanlage, schon fast ein Wahrzeichen auf dem Gipfel, ist und bleibt dennoch ein Ungetüm und wirkt ein wenig deplatziert.

Die, mittlerweile ist hier die Gipfelstube untergebracht, ehemalige Bergstation des Einserliftes auf den Kofelgipfel ist auch keine architektonische Meisterleistung. Aber immerhin wird sie heute noch nützlich verwendet. Auch ein Umziehraum für Tourengeher (im Winter) ist vorhanden.

Wir machen eine kurze Rast am Gipfel und genießen den Rundumblick.

Ins Unterinntal geschaut wirkt es hier weniger nebelig, sogar den Kaiser sehen wir heute wieder mal in seiner ganzen Pracht.

Dann steigen wir über den Osthang wieder ab in Richtung Bergstation. Unterwegs sehen wir Unmengen an Moosbeeren, leider sind diese schon überreif und nicht mehr schmackhaft. Wären wir 2 Wochen früher hier gewesen, eine üppige Ernte wäre uns Gewiss gewesen

Der Osthang liegt schon teils im Schatten und ohne Sonne ist es gleich kühl. Unter uns sehen wir die Grünbodenhütte auf dem tollen Boden oberhalb von Innsbruck.

Nach Osten geschaut sehen wir Viggar-, Neuner- und Sonnenspitze, den Glungezer kann man auch erahnen.

Die Farben sind faszinierend, der Herbst ist ein wahres Leuchtfeuer…

Steil zieht der Weg den Osthang hinab, dann erreichen wir die Grünbodenhütte und den Zirbenweg. Nun ist es nicht mehr weit zurück.

Der Zirbenweg, besonders gerne von Einheimischen besucht, ist breit und kinderfreunlich, und man kann nebeneinander gehen. So kommen wir auch ein wenig zum Quatschen.

Im Nahebereich des Schutzhauses steht immer noch die Stützmauer des alten Lawinentunnels, teilweise nagt der Zahn der Zeit an dem „Gemäuer“

Vor uns liegt nun Schutzhaus und Bergstation. Nach kurzer Beratung beschließen wir, in „Das Kofel“ einzukehren, hier wollen wir gut essen.

Ein feines Essen, gekrönt von einem Kaffee lässt uns die Wanderung ausklingen. Georg fährt ein wenig früher zurück in die Stadt, während Biggi und ich noch die wärmenden Sonnenstrahlen ausnutzen.

Der Nebel ist nun auch mehr geworden, besonders gut im Stubai zu sehen.

Wieder eine tolle Wanderung, die heute zwar gemütlich, aber auch sehr beeindruckend war. Ein Hoch auf die Berge!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:32 h
Gesamtlänge: 3,74 km
Höhenmeter: ∆ 292 m / ∇ 292 m

251004 Kraspesssee (2.549m)

Das Wetter ist nicht perfekt, aber eine kleine, feine Bergtour geht immer, denken wir uns. Biggi, Doris und ich machen uns vom Haggen im Sellrain auf in das Kraspestal. Unser Ziel ist der Kraspessee.

Von Haggen wandern wir erst die Forststraße ins Tal hinein, schon bald „schluckt“ uns die Einsamkeit dieses Tals. Heute sind scheinbar keine Leute am Weg.

Wir wandern immer tiefer ins Tal, bei Zwingeben steilt der Pfad auf, und wir müssen eine Geländestufe überwinden. Der Herbst meldet sich hier mit großen Schritten an, der Weg ist teilweise vereist, aber unproblematisch zu begehen.

Bei der „Hütte beim Stoa“ machen wir kurz Pause wir erdreisten uns, auf der Bank vor der Hütte Platz zu nehmen, räumen aber nach dem Verlassen alles genauso auf wie vorgefunden…

Weiter geht´s ins Tal hinein, über eine Brücke queren wir den Kraspesbach, dann gehen wir auf der linken Talseite weiter aufwärts. Ein paar Gämsen können wir auch beobachten, die ob des Wetters wohl in die Niederungen wechseln.

Weiter, weiter geht es hoch, über einen schönen Pfad. Wir sind nun auf dem Weg hinter den Muggenbichl, zwischen dem sich der Weg weiter hoch schlängelt.

Je höher wir kommen, desto stärker vereist sind die Bäche und kleinen Wasserfälle. Richtig warm wird es hier heuer wohl nicht mehr werden.

Die wunderschönen Herbstfarben, teilweise von der Sonne beschienen, verzaubern die Landschaft.

Speziell die kurzen Sonnenfenster, die nur einen Teil der unglaublichen Landschaft beleuchten, sind traumhaft schön.

Der Weg führt nun in einem weiten Bogen, dem Bachverlauf folgend, wieder nach Westen.

Teilweise ist der Weg abgerutscht, da hat wohl im Sommer das eine oder andere Schlagwetter seine Spuren hinterlassen.

Oberhalb der letzten, vierten Steilstufe erreichen wir die letzten Meter zum See, eine richtige Mondlandschaft. Plötzlich hören wir den heute stattfindenden Sirenenalarm, vom Tal herauf tönen. Am Handy haben wir leider keinen Empfang für etwaige Meldungen. Da sind die analogen Sirenen doch noch ein Segen!

Zum Glück ist der Weg hier gut angezeichnet, gefühlt jeder zweite Stein hier wackelt und wahrscheinlich würde die Überquerung des Geröllfeldes ohne Wegführung wesentlich länger dauern.

Schließlich erreichen wir den See, der in einer größeren Mulde liegt. Der erste Teil des Sees scheint ausgetrocknet, aber als wir weiter nach Westen, in Richtung Kraspesspitze wandern, desto mehr See wird sichtbar.

Dann ist er da, der Kraspessee (2.549m). Und genau in diesem Moment zaubern ein paar Sonnenstrahlen ein wunderschönes Schauspiel vor uns. Türkis schimmert der See, der Wind kräuselt die Oberfläche zusätzlich…

Wir setzen uns in den Windschatten und genießen unsere Jause. Immer wieder müssen wir über diese besondere Landschaft staunen…

Es ist, trotz guter Kleidung windig und kalt, daher bleiben wir nicht allzu lange… wir steigen wieder den selben Weg ab.

Zurück durch das schöne Kraspestal sehen wir im Hintergrund nun das Sellraintal.

Über die Schulter geschaut sehen wir die das Tal dominierende Kraspessspitze. Bald erreichen wir wieder Haggen, dort lockt uns das Gasthaus Forellenhof, dem eine sehr gute Küche nachgesagt wird.

Wir essen Suppe (einen Tick zu stark gewürzt), und Moosbeernockern (sehr gut), abgerundet wird alles mit einem Kaffee und bei mir mit einem Bier. Wunderbar, das war heute wieder eine tolle Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:56 h
Gesamtlänge: 12,71 km
Höhenmeter: ∆ 937 m / ∇ 937 m

250928 Mountainbike Aldranser Alm (1.511m)

Das gute Wetter nutzend, schwinge ich mich auf meinen Drahtesel (bzw. Carbonesel) und sause wieder mal auf die Alm… da gibt´s nichts Neues zu erzählen.

Auf der Alm (1.511m) ist nicht viel los, das passt mir gut. Mein Bier steht schon vor mir, bevor ich überhaupt sitze… ein super Service!

Gerne bin ich hier, auch wenn der Weg immer der Selbe ist. Die Aldranser Alm ist mehr als eine Verlegenheitstour für mich. Da passt einfach alles für mich.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:16 h
Gesamtlänge: 14,77 km
Höhenmeter: △ 773 m / ▽ 731 m

250927 Ebner Joch (1.957m)

Nachdem wir schon letzte Woche in der Gegend waren, ist der Weg zum Start der heutigen Tour schon bekannt. Wir wollen heute auf das Ebner Joch gehen, nachdem wir das letzte mal nur bis zur Alm gegangen sind.

Mit von der Partie ist die Schwester von Biggi mit Familie, und Letu auf meiner Seite. Eine feine Truppe.

Der Aufstieg zur Astenau verläuft rasch, dort machen wir eine kurze Trinkpause, bevor wir weiter aufsteigen.

Das Wetter ist super, das war im Vorfeld noch nicht ganz klar, der Wetterbericht war nicht so präzise.

Die Fernsicht ist toll, so sehen wir vom Wilden Kaiser bis tief in die Ötztaler Alpen.

Bald sehen wir den Gipfel, fast bis oben hin bedeckt mit Latschen. Wir sind alle froh, dass die Temperaturen „anständig“ sind. Im Sommer wäre es hier wohl übel.

Bald rückt auch der Achensee in unser Blickfeld, kleinere Wolkenbänke versperren für kurze Zeit den Blick, um sich bald wieder zu öffnen.

Schließlich erreichen wir den Gipfel, natürlich sind wir nicht die Einzigen.

Das Ebner Joch (1.957m) ist gerade auch bei Familien beliebt, ein einfacher, aber doch toller Gipfel. Im Norden sieht man die bekannten Berge des Rofan.

Wir gönnen uns einen Müsliriegl, heute ist die Brotzeit zu Hause geblieben, denn wir planen noch eine Einkehr in der Astenau

Den Abstieg beschreiten wir zuerst auf dem gleichen Weg…

… dann zweigen wir nach Westen ab, um noch der Kirchenspitze einen Besuch abzustatten.

Im Rückblick sieht man nochmals den Latschenbewehrten Rücken des Berges…

Bald haben wir wieder Sicht auf die Alpe, wir können das gute Essen schon fast riechen. Der Hunger ist auf jeden Fall vorhanden.

Ein Pfeifen und Schnaufen erregt unsere Aufmerksamkeit, bald schon sehen wir die Achensee-Dampflokomotive, die sich den Hang zum Achensee hinaufquält.

Auf der Alm wird dann mal genossen, es gibt leider heute keinen Schweinsbraten, daher wird es heute ein ebenso gutes Schnitzel.

Letu hat „seinen“ Stuhl entdeckt, aus alten Skiern zusammengebaut. Das klingt nach einem guten Vorschlag für ein neues Bastelprojekt…

Gestärkt wandern wir nach der Einkehr hinab ins Tal.

Eine tolle Wanderung, die allen gut gefallen hat. Und für mich war diese Tour mal was Neues, das mag ich sehr!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:08 h
Gesamtlänge: 8,64 km
Höhenmeter: △ 993 m / ▽ 960 m

250921 Astenau Alpe (1.483m)

Nachdem wir gestern überraschend länger am Weg waren als geplant, machen wir heute eine gemütliche Runde aus Biggi´s Kindheit. Die Astenau Alpe am Achensee soll unser Ziel sein.
Gestartet wird in Eben am Achensee, am großen Wanderparkplatz.

Der Weg ist speziell für Kinder mit einigen Figuren und ausrangierten Schuhen geschmückt, so soll beim zugegeben monotonen Aufstieg durch den Wald keine Langeweile aufkommen.

MIt der Höhe wird zum einen der Wald lichter und natürlich auch die Weitsicht besser.

Bald schon sehen wir hinüber ins Karwendel, wir sind ja heute auf der Rofan-Seite unterwegs. Im Tal liegt Eben, rechts davon, für uns noch nicht sichtbar, der Achensee.

Ein lustiges „HALBZEIT“-Schild ist bald erreicht, die Zeiten, die am Parkplatz angeschrieben sind, haben wir deutlich unterschritten, stellen wir ein wenig überrascht fest.

Der lange Rücken des Stanser Jochs liegt nun westlich von uns gut einsehbar, daneben der Bärenkopf, von dem ich mittlerweile auch schon viel gehört habe.

Und dann stehen wir auch schon vor der Alpe. Mir fällt auf, dass im ganzen Inntal die Berghütten als Alm bezeichnet werden, nur das Außerfern, wie auch das Allgäu und die Vorlande wird auch oft die Bezeichnung Alpe verwendet… die Astenau bezeichnet sich eben auch als Alpe, ein interessantes Detail.

Bevor wir uns eine Einkehr in der Hütte gönnen, spazieren wir noch zur Materialseilbahn, um den Ausblick auf den Wilden und Zahmen Kaiser, das Zillertal und das Unterintal zu genießen.

Die Aussicht ist wunderschön, die Fernsicht auch. Dennoch sind die ersten Föhnfische am Himmel und deuten auf einen baldigen Wetterumschwung hin.

Wir setzen und auf eine Bank neben der Bahn und bestaunen unser schönes Tirolerland. Den Inntaler Höhenweg, den wir letztes Jahr begangen sind, können wir hier zu großen Teilen einsehen…

Es ist fein warm, der Wind hält sich noch in Grenzen, daher beschließen wir noch einen Besuch der schön gelegenen Astenau Alpe (1.483m)

Es gibt hier sogar ein Moar´n (Weizen-Cola) und einen Russ (Weizen-Sprite), die ein wenig an das Allgäu denken lassen… leider können wir hierzu nicht mehr herausfinden.

Das Schnitzel und der Schweinsbraten, sozusagen als Beilage zum Getränk, munden hervorragend, das Essen hier ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Dazu kommt noch die Freundlichkeit der Wirtsleute… alles perfekt, würde ich sagen!

Jeden noch so feine Pause hat irgendwann ein Ende, wir steigen erst ein paar Meter zur „Notburga-Kapelle“ ab, dann nehmen wir den selben Steig wieder ins Tal retour.

Eine kleine, aber sehr feine Runde am Achensee. Manchmal sind gerade diese kleinen Wanderungen voller Überraschungen: Für mich heute die tolle Alm und der wunderbare Ausblick… da komme ich sicher wieder her!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5,47 km
Gesamtlänge: 2:06 h
Höhenmeter: △ 530 m / ▽ 515 m

250920 Lichtsee, Eggerberg (2.280m)

Schon längere Zeit wollte ich mir mal den Lichtsee im Obernbergtal anschauen. Das einzige Mal, wo ich in die Nähe gekommen bin, war während einer Skitour auf die Rötenspitze, und da war der See wohl unter Schnee begraben.
Heute starten wir bei bestem Wetter beim Gasthof Waldesruh, den wir mit dem Bus und Zug von Innsbruck aus erreicht haben.

Ein paar Meter vom riesigen Parkplatz weg liegt der trefflich benannte Waldbauer. Kurz nach dem Hof erreichen wir die Forststraße, die uns weiter in die Höhe führen wird.

Das herbstliche Licht ist wunderschön, die Farben sanft und doch satt, ohne das gleißende Licht des Sommers. Herbstzeit ist Wanderzeit, sage ich immer wieder!

Die Forststrasse führt durch lichten Lärchenwald empor, an diesen kann ich mich noch gut von der Skitour erinnern.

Schließlich erreichen wir die Kastneralm (1.734m), eine schön gelegene, aber nicht bewirtschaftete Hütte… bzw. bewirtschaftet ist die Alm schon, aber es gibt keinen Ausschank!

Kurz nach der Hütte wechseln wir von der Forststraße auf einen schönen Steig, der uns nun über wunderschöne Wiesen weiter in Richtung Lichtsee führt.

Es ist angenehm warm, aber nicht mehr so heiß, wie es dann und wann im Sommer war. Das perfekte Wanderwetter, mehr kann man nicht sagen!

Wir wandern in Richtung Nösslachjoch, aber viel spektakulärer ist immer wieder der Blick über die Schulter… das Tribulaun-Dreigestirn im Süden ist einfach eindrucksvoll.

Kurz vor dem See öffnet sich auch der Blick auf die sanften Berge in dieser Gegend, der Obernberger See mit dem umliegenden Bergen, Allerleigrubenspitze, Hoher Lorenzen, Geierkragen, Grubenkopf… allesamt bekannte und einfache Skitourenberge.

Der Herbst ist im Gebirge schon fest eingezogen, die Blätter der Moosbeeren (Heidelbeeren) verfärben sich rot, überall sind reife Granten (Preiselbeeren). Wir können dennoch widerstehen, diese Überfülle an Früchte zu ernten.

Schließlich erreichen wir den wunderschön gelegenen See. Wir setzen uns in die spätsommerlich-warme Almwiese und genießen die Ruhe am See… wir sind nicht die Einzigen, aber die Ruhe ist doch überragend. Im Hintergrund lacht der Olperer zu uns herüber…

Das Wasser schaut einladend aus, aber eine kurze Prüfung mit den Händen lässt uns zurückschrecken. Obwohl es ein paar Wenige gibt, die ins Wasser steigen, ist mir die Lust an einem (sehr) erfrischenden Bad vergangen.

Wir rasten eine Weile unterhalb der Fischerhütte, genießen unsere Jause im Angesicht des Sees und der Tribulaune, dann folgenden wir dem weiteren Weg in Richtung Nösslachjoch.

Die großen Steigungen haben wir schon am Anfang hinter uns gebracht, nun geht es in angenehmen Auf und Ab immer in der Nähe des Grates nach Nordosten.

Der Rundumblick bei dieser Wanderung ist einfach wunderbar, ich kann mich gar nicht sattsehen. Besonders der Blick in den Süden offeriert immer wieder neue Sichtungen.

An einer Stelle sind die Moosbeermatten besonders rot, es ist schon fast ein wenig kitschig.

Wir kommen immer näher ans Nösslachjoch, daher sehen wir mittlerweile auch gut auf den Brennerübergang nach Italien, rechts flankiert vom Sattelberg, links der beeindruckende „Spina del Lupo (Wolfendorn)“

Zwischendurch steigen wir vom Eggerjoch hinauf auf den Eggerberg, dieser liegt am Weg und bietet sich für eine kleine, einfache Überschreitung an. Auch hier ein krasser Unterschied zum damaligen Winteraufstieg.

Das letzte Ziel rückt nun ins Blickfeld. Der Wind hat mittlerweile stark aufgefrischt, es soll in den nächsten Tagen zu einem Wetterwechsel kommen, der sich mit stärkerem Föhnwind ankündigt. Das können wir hier eindeutig bestätigten.

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Zum Glück ist es nicht zu frisch, und auch sind wir froh, den Wind nicht die ganze Tour über gehabt zu haben.
Wir erreichen die Bergstation der „Hoher Turm“ – Bahn. Auch hier fällt mir wieder ein anderes Bild ein… Wintertraum… im Dezember 2023 hat das Wipptal hier anders ausgeschaut.

Im Panoramarestaurant Bergeralm gönnen wir uns ein Getränk und einen Apfelstrudel und beschließen so die tolle Tour von heute…

Mit dem Bus fahren wir direkt vom der Talstation wieder retour nach Innsbruck, so eine Rundwanderung mit Öffi´s ist schon was feines.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:49 h
Gesamtlänge: 10,53 km
Höhenmeter: △ 1.067 m / ▽ 339 m

250914 Mountainbike Aldranser Alm (1.511m)

Und wieder einmal kann ich den Sohnemann, ausgestattet mit dem EBike, überreden, mit mir auf die Aldranser Alm zu fahren. Ich bin natürlich mit dem sogenannten Biobike unterwegs….

Die Auffahrt funktioniert heute sehr gut, Letu hat die Unterstützung auf Tour reduziert, so können wir nebeneinander quatschend den gemütlichen Weg hinaufradeln.

Zuerst durch den Wald, später noch über den „rechten“ Weg erreichen wir erst den höchsten Punkt mit der Aussichtsbank vor der Alm, dann fahren wir die paar Meter hinab zur Hütte.

Es ist noch warm, aber die Sonne hat für heuer schon einiges an Energie eingebüßt. langsam aber unaufhaltsam kommt der Jahreswechsel auf uns zu…

Dennoch, wir genießen die Sonnenstrahlen hier auf der Alm, genießen die Ruhe und auch die Aussicht.

Vor allem der Blick ins dichtbesiedelte Inntal mit der dahin liegenden Nordkette ist wunderschön. Die Sonne nähert sich dem Horizont, daher beschließen wir, die Restwärme noch zu nutzen und uns ins Tal aufzumachen.

Die Jacke ist mittlerweile nötig, die kurze Hose bei der Abfahrt schon fast grenzwertig. Letu fährt vor, mit dem Spruch „Ich bin eh viel schneller als du“ saust er davon. Aber ich halte mich gut und bleibe an seinem Hinterrad „picken“. So fahren wir flott, aber dennoch kontrolliert wieder nach Hause

Ich freue mich schon auf die nächste Tour mit Letu, das war heute echt fein!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 15,31 km
Höhenmeter: ∆ 781 m / ∇ 768 m