Archiv des Autors: Wisse

250913 Mountainbike Aldranser Alm (1.511m)

Wochenende, das Wetter ist schön, aber es ist nichts besonderes von meiner Seite geplant. Ich bin aber bewegungshungrig, also mache ich wieder mal das Naheliegendste: Ich fahre mit dem Radl auf die Aldranser Alm.

Das Wetter ist super, es ist nicht zu heiß, der Weg wie immer… und gut zu fahren…

… so erreiche ich schon bald den höchsten Punkt, mit Schild und Bankl, dazu eine wunderschöne Aussicht auf Innsbruck und das Inntal.

Das Bier steht mittlerweile ohne Bestellung auf dem Tisch, so muss sich das Stammtischgefühl anfühlen. Dazu bestelle ich mir eine „Saure Wurst“ , so lässt es sich leben,

Es ist eine Wetterverschlechterung angesagt, um die Sonne ist schon ein Hof, es sind hochgelegene Cirren am Weg. Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen.

Ich will mein Wetterglück nicht strapazieren, außerdem wird es wohl bald einmal kalt. Daher zahle ich, pack mein Zeug zusammen und mache mich an die Abfahrt.
Ich fahre dieses Mal, man soll ja ein wenig variieren, über den Sistranser Almenweg, und komme demzufolge auch in Sistrans „raus“.

Die Aldranser Alm ist immer einen Besuch wert, gerade heuer habe ich das schon ein wenig genutzt..

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 15,37 km
Höhenmeter: ∆ 814 m / ∇ 786 m

250907 eBike&Hike Hoher Burgstall (2.611m)

Nachdem wir letztes Jahr mit der Haneburgerbesteigung in ebendiesem Team recht viel Spaß hatten, wird heuer ein Revival eingeläutet. Andi, Paul, Wolfi und ich treffen uns am Dorfplatz Aldrans, jeder mit einem Ebike ausgestattet. Unser Ziel ist heute ambitioniert: Der Hohe Burgstall im Stubaital steht auf der „Speiseliste“

Wir fahren erst nach Innsbruck, um die Sill dort zu queren und dann in Richtung Mutters wieder in die Höhe zu streben.

Durch Mutters hindurch, nach Kreith kommen wir an einem der berühmten Gondeleier der Mutterer Bergbahnen vorbei.

Wir zweigen ins Stubaital ein, und haben sogleich einen Blick auf den Gletscher im Hintergrund und den beeindruckenden Bergen links und rechts im Tal.

Wir haben einen langen Tag vor uns, aber eine Pause ist immer drinnen. An einem netten Bankerl inmitten der Telfer Wiesen gönnen wir uns eine Rast.

Dann fahren wir weiter, Elfer, Zwölfer direkt vor uns, der Habicht thront direkt über uns, das Haupt schneebedeckt.

Bei Milders zweigen wir ins Oberbergtal ein, gleich am Anfang müssen wri durch einen Tunnel, der uns hinauf in Richtung Starkenburger Hütte führt.

Der Tunnel ist ungefähr 600m lang, noch ein paar Meter fahren wir auf Asphalt, dann wechseln wir endlich auf fein zu fahrenden Schotter.

Der Weg führt in angenehmer Steigung immer Höher, wir erreichen die bereits geschlossene Kaserstattalm (1.900m). Nun ist es nicht mehr weit zu unserem ersten Ziel…

Eine kurze Trinkpause gönnen wir uns hier dennoch, dann fahren wir rauf Richtung Hütte.

Der Ausblick auf das Oberbergtal, mit der Franz-Senn-Hütte und ganz im Hintergrund, den Zentralalpenkamm ist wundervoll…

Wir stellen unsere Räder bei der Starkenburgerhütte (2.237m) ab, bis jetzt haben wir schon rund 1.900 Höhenmeter in den Haxn, beziehungsweise im Akku…

Nun steigen wir hinter der Hütte weiter in die Höhe, der Hohe Burgstall ist unser finales Ziel. Der Weg ist gut begehbar, Wolfang gibt ein angenehmes Tempo vor, so steigen wir stehts weiter empor.

Der letzte Teil zum Gipfel ist ein wenig felsiger, aber dennoch sehr einfach zu begehen.

Wir haben den höchsten Punkt unserer Tour, den „Hohen Burgstall (2.611m) erreicht. Nun setzen wir uns erst einmal hin, genießen die Aussicht und den letzten Rest der Brotzeit. Der Rundblick ist berauschend, das Wetter ist heute nicht wolkenlos, aber mehr als gut genug, um auch die Berge in der Ferne gut zu sehen.

Der Burgstall erlaubt eine wunderschöne Aussicht auch aus dem Stubai hinaus ins Wipp – und weiter ins Inntal. Der Patscherkofel liegt fast schon ein wenig unauffällig direkt vor uns am Eingang zum Wipptal.

Wir wandern den gleichen Weg wieder hinunter in Richtung Hütte. Wir wollen ja doch noch kurz einkehren und auf den Gipfelsieg anstoßen.

Gut gesichert erreichen wir bald wieder die Bergmähder und dann auch gleich die Starkenburgerhütte.

Die Hütte liegt gut, wir finden einen feinen Platz in der Sonne. Das Personal ist sehr freundlich, gleich werden wir bedient und wir fühlen uns sehr willkommen.

Wir genießen eine längere Pause auf der Terrasse, da wir noch einen weiten Weg vor uns haben, gönnen wir uns ein alkoholfreies Weizen und was zu Essen.

Der erste Teil des Weges führt wieder bis zur Kaserstattalm, dann fahren wir geradeaus, parallel zum Tal immer geradeaus auf den Patscherkofel zu.

Vorbei an der Galtalm erreichen wir das Skigebiet der Schlick2000. An der Talstation vorbei fahren wir durch Fulpmes hindurch, dann erreichen wir den neuen Radweg, der uns bis zur Stefansbrücke bringen soll.

Der Radweg ist unglaublich, hier auf den Bildern meint man, es handelt sich um eine normale Straße, aber es ist wirklich nur für Radfahrer zugelassen.

Ab der Stefansbrücke müssen wir auf die Bundesstraße wechseln, zum Glück ist nicht zu viel Verkehr und wir kommen rasch voran. Bei Gerberbach wechseln wir über die Sill und fahren über den Handlhof hinauf nach Vill. Nun ist es ein Heimspiel, mit den letzten Akkureserven erreichen wir schließlich Aldrans.

Bei Wolfi gibt´s noch ein Abschlussbier, damit beschließen wir die tolle Tour heuer wieder einmal. Ich hoffe, dass wir das nächstes Jahr auch wieder schaffen, das wäre toll!

Tourendaten
Bike Hinfahrt
Gesamtdauer: 3:23 h
Gesamtlänge: 39,14 km
Höhenmeter: △ 1944 m / ▽ 470 m

Aufstieg Haneburger
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 3,03 km
Höhenmeter: △▽ 385 m

Bike Rückfahrt
Gesamtdauer: 1:51 h
Gesamtlänge: 32,23 km
Höhenmeter: △ 440 m / ▽ 1.845 m

Gesamtdaten
Gesamtdauer: 6:54 h
Gesamtlänge: 74,40 km
Höhenmeter: ∆ 2769 m / ∇ 2768 m

250906 Mountainbike Arzler Alm (1.067m)

Letu hat sich ein günstiges Ebike, gebraucht, ergattert, das will natürlich gleich mal getestet werden. Da ergibt es sich gut, dass Biggi auch wieder mal mit dem Radl ausfahren will… so beschließen wir gemeinsam auf die Arzler Alm zu fahren.
Wir treffen uns in Innsbruck, dann fahren wir zum Hans-Psenner-Steg und über den Schillerweg Richtung Arzler Schießstand.

Nun fahren wir der Mühlauer Klamm entlang, bis wir die „Alte Teehütte“ erreichen, ein spektakulär in den Felsen geklebtes Gebäude…

Stück für Stück spulen wir uns höher, Biggi und ich gemütlich, Letu mit Motorunterstützung hat es natürlich um einiges leichter und macht den einen oder anderen Trick neben uns.

Wir erreichen die schöne Aussicht ins Wipptal und den Blick auf die markanten Lawinenkegel, die Schutz für die Stadt bedeuten. Letu ist ein wenig vorgefahren, nun, kurz vor der Alm sind wir wieder vereint.

Wir lassen uns die letzten Meter zur Alm rollen und hoffen, dass wir bei diesem Wetter einen feinen Platz erhaschen können…

… und siehe da, Biggi hat ein gutes Händchen und findet einen tollen Platz direkt bei der Hütte, und in der Sonne. Und diese lässt uns nochmals spüren, dass ihr die Kraft noch nicht ganz ausgegangen ist. Es ist wirklich warm an diesem Eck, aber wir genießen es in vollen Zügen.

Die Alm ist gut besucht, aber nicht gesteckt voll. So ist es angenehm. Mittlerweile bin ich begeistert von der guten Organisation der Arzler Alm. Alles läuft wie geschmiert, und das Essen ist sehr gut. So stellt man sich eine Einkehr vor…

Doch jeder Aufenthalt hat auch mal sein Ende, ich hätte hier noch stunden sitzen können, aber wir müssen noch zurück in die Stadt und dann nochmals rauf nach Aldrans.

Letu fährt dieses Mal vor, initial wollen wir uns beim Hans-Psenner-Steg wieder treffen, aber dann trennen wir uns doch, die Wartezeit war Letu zu lang. Ich trinken noch einen Kaffee bei Biggi zu Hause, dann fahre ich über den kurzen Weg nach Hause.

In Aldrans schaue ich nochmals zur Nordkette und zur Arzler Alm hinüber, fein war es heute!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 25,95 km
Höhenmeter: ∆ 744 m / ∇ 737 m

250903 Mountainbike Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter ist gut und ich war heute nicht mit dem Fahrrad auf der Arbeit. Daher beschließe ich, mich noch rasch mit dem Mountainbike auf die Aldranser Alm zu fahren. Letu kann ich leider nicht überreden, daher fahre ich alleine…

Die Auffahrt ist fein, aber unspektakulär, der Weg ist bekannt. Im oberen Bereich fahre ich die Runde heute „im Uhrzeigersinn“, also den linken Weg nach oben, später den rechten Weg nach unten.

Beim hochfahren sehe ich noch einen Puch Pinzgauer, eine mittlerweile seltene Sichtung. Den Besitzer treffe ich dann später noch auf der Alm.

Rasch habe ich die letzten Meter zur Alm hinter mich gebracht, Die Aussicht von der Alm ins Oberland wieder mal spektakulär.

Ich gönne mir ein Bier und was zu essen, heute ist mehr los als an meinem Normalen „Aldanser-Alm-Tag“, dem Freitag. Dennoch läuft alles wie am Schnürchen, Getränk und Essen stehen sofort vor mir und schmecken wunderbar!

Es reißt sogar ein wenig auf, die Sonne scheint nun auf die Terrasse der Alm und taucht alles in schönes Licht. Es ist wunderbar, ich mag es hier.

Schließlich steht die Sonne tief und ich beschließe, mich an die Abfahrt zu machen, solange ich noch natürliches Licht habe. Es ist auch frisch geworden. Der Herbst rückt langsam aber sicher vor!

Die Abfahrt verläuft wie immer super, es ist sehr angenehm, den Rückweg mit dem Radl zu absolvieren. Bei Fagslung bleibe ich nochmals kurz stehen, um den Sonnenuntergang zu genießen

Eine gewohnte, aber tolle Tour, gerne bald wieder!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:24 h
Gesamtlänge: 15,46 km
Höhenmeter: ∆ 791 m / ∇ 774 m

250831 Bergtour Hüttenspitze (1.858m)

Es ist Sonntag, das Wetter ist wunderbar. Es ist der letzte Urlaubstag angebrochen und wir haben die Jungs überreden können, mit uns heute auf die Hüttenspitze zu steigen. Gestartet wird am Hackl in Absam, ein paar Schritte hinein ins Halltal.

Über die Brücke am Hacklweiher queren wir den Bergbach und gehen auf der Ostseite weiter ins Halltal. Das Wasser ist braun, und es ist viel Wasser vorhanden. Da muss es wohl vor kurzem noch im hinteren Tal geregnet haben.

Nachdem wir die ersten Schwierigkeiten gemeistert haben, der Bach hat Teile des Weges überspült, erreichen wir das Maximiliansbründl. Ab hier geht es nun aufwärts, durch Gras und lichten Wald.

Wir steigen in mehr oder weniger steilen Serpentinen höher und höher…

… aber richtig spannend, so sage ich den Buben, wird es wohl erst weiter oben.

Kurz vor dem Jausenplatz sehen wir eine Gämse, die ziemlich zutraulich im Walde steht. Von Fluchttierallüren keine Anzeichen, das Tier schaut uns mindestens so interessiert an wie wir es betrachten.
Dann machen wir noch eine kurze Jause auf der schönen Wiese, so motiviert sind wir bereit für den zweiten Teil des Aufstiegs.

Nachdem wir den steilen Waldaufstieg hinter uns gelassen haben, wird es lichter, aussichtsreicher und auch ein wenig felsiger. Da müssen die Hände auch mal her zum Aufsteigen.

Die Rinne ist gut zu begehen, dennoch ist es gut, sich vor Steinschlag in Acht zu nehmen. Heute haben wir Glück, bald schon können wir ohne Zwischenfall die Rinne nach Westen hin verlassen.

Nun muss noch ein bröckliger Schotterhang überwunden werden, gefühlt ist der ganze Hang in Bewegung.

Schließlich erreichen wir wieder festen, soliden Kalkfels, der uns das Aufsteigen sehr erleichtert.

Unter uns liegt das wunderbare Halltal, das in den letzten Fahren stark an Popularität gewonnen hat. „Schuld“ daran hat sicher auch die tolle Wirtschaft bei St. Magdalena.

Der Gipfel ist erreicht, nun ist Zeit für eine zweite Jause. Georg hat für sich und Letu einen Nudelsalat gemacht, ich bleibe mit Biggi bei der klassischen Jause. Zumindest für heute.

Es schmeckt, das Wetter ist fein und so bleiben wir eine Weile sitzen. Für die Buben gibt es auch noch was zu sehen, der Rettungshubschrauber hat einen Einsatz bei der gegenüberliegenden Bettelwurfhütte…

Nun müssen wir vom Gipfel erst in die Wechselscharte abklettern, die Schlüsselstelle ist mittlerweile mit einem Seil entschärft. Den Jungs ist der kompakte Fels aber doch mehr geheuer als das Seil.

Noch ein paar Meter durch und über Latschen, dann ist die Wechselreise erreicht.

Wir genießen noch einmal den Ausblick ins Unterinntal, zum Kellerjoch und den ganzen Tuxer Alpen. Dann werden die Schuhe gut gebunden, jetzt kommt der große Spaß des Tages…

Wir starten in die Wechselreise, die im oberen Teil leider schon ein wenig abgelaufen ist. Aber je weiter wir in die Reise kommen, desto besser geht das Laufen in Ebendieser.

Letu beweist mal wieder sein Talent als Bewegungsmeister, der macht auch schon das eine oder andere Kunststück.

So pulverisieren wir die Höhenmeter in keiner Zeit, rasch geht es nach unten, zum Wegzusammenschluss von der Bettelwurfhütte.

Letu kann gar nicht genug bekommen und macht noch ein paar Extrarunden, während Biggi, Georg und ich auf dem Normalweg weiterlaufen.

Im unteren Teil fast schon Dschungel-ähnlich, erreichen wir schließlich die Wasserfassung Halltal und damit auch die Bergstraße.

Über den Fluchtsteig erreichen wir rasch den Parkplatz. Von hier sieht man die Hüttenspitze fast unscheinbar als vorgelagerter Gipfel zum Bettelwurf und der Wechselspitze. Die Füße werden zur Linderung noch in das Kneippbecken gehängt, damit ist dann alles erreicht, das wir uns vorgenommen haben!

Ein wunderschöner Tag mit einigen Highlights, es hat allen Spaß gemacht und wird, zumindest von mir, sicher bald mal wiederholt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:31 h
Gesamtlänge: 9,83 km
Höhenmeter: ∆ 1.068 m / ∇ 1.086 m

250827 Wanderung Plansee (976m)

Heute stehe eine eher gemütliche Wanderung um den Plansee auf dem Programm. Das Wetter ist zuerst nicht so schön, aber es soll noch besser werden.
Von der Hütte fahren wir erst zur Mama, denn sie ist heute mit von der Partie… dann fahren wir zum Seespitz am Plansee.

Mittlerweile mit neuer, moderner Brücke ausgestattet, so starten wir unsere Wanderung direkt am Camping Seespitz.

Es ist noch kühl, doch angenehm. Wir gehen an der Westseite des Sees, am Fuße des Tauerns entlang. Die Uferregion, die Spiegelungen im Wasser, das Spiel der Wolken in der spiegelglatten Oberfläche des Sees, es ist magisch hier!

Bald erreichen wir den Übergang zwischen Plan- und Heiterwanger See. Hier wechseln wir die Ufer, nun geht es südseitig immer auf der ruhigen Seite des Sees nach Osten. Ein Blick zurück steht der Tauern vor uns, den ich vor Zeiten mit Papa überschritten habe.

Es ist noch ruhig am Uferweg. Der erste Teil war noch auf einer neu gebauten Forststraße, nun gehen wir auf einem schönen Steig um den See.

Manchmal fährt das Schiff der Planseeschifffahrt vorbei, dann klatschen ein paar Wellen ans Ufer. Ansonsten ist es unglaublich ruhig und entspannt.

Mama und Biggi versuchen es an einem Bootssteg mit „Bootsstoppen“, aber ohne Erfolg. Niemand kommt vorbei.

Also wandern wir weiter, hier am wilden Südufer sind die Hänge des Lichtbrennjochs ständig in Bewegung, viel Schutt wird hier abgelagert. Die Vegetation hat sich an dieses raue Klima gewöhnt. Ahorn, Wacholder und viel Staudenwerk versuchen hier ihr Glück mit der Ansiedelung.

Die Reste der letzten Bergstürze sind noch gut sichtbar und müssen immer wieder überquert werden. Hier zeigt sich die Natur von ihrer harten, zerstörerischen, aber eben auch kreativen und erneuernden Seite.

Und dann entdecken wir eine kleine Sensation. Schon ein paar Mal sind wir heute an rötlichen Moospolster vorbei gelaufen, jetzt entdecken wir einen kleinen Sonnentau, dann noch einen, und plötzlich ganze Haufen dieser fleischfressenden Pflanze.

Es ist wärmer geworden, nun kommen schon mehr Leute, um hier am Plansee zu entspannen, zu schwimmen oder auch mit dem Kajak zu fahren.

Und wir erreichen bald schon den letzten Teil unseres Ausflugs. Wir passieren noch die Fürchterlichhütte, ein Kleinod am See (Privathütte), dann sind wir am östlichsten Punkt angelangt.

Hier haben wir nochmals einen schönen Ausblick auf den Tauern, an dessen Fuß wir die Wanderung gestartet hatten.

Auch der Säuling, den wir vorgestern bestiegen hatten, liegt im Zwickel vor uns.

Am zweiten Campingplatz vorbei erreichen wir einen Kiosk, dort gönnen wir uns einen Kaffee und eine kurze Pause. Dann beschließen wir, mit dem Schiff die Rückfahrt zum Seespitz zu absolvieren.

Wir haben Glück, ich habe mit mit dem Zeitplan vertan, aber da wir ein paar Minuten zu früh sind, schaffen wir dennoch das Boot. Am Deck finden wir einen Sitzplatz mit Aussicht.

Und so tuckern wir mit der „MS Wilhelm“ gemütlich über den See, in kurzer Zeit erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Der Kapitän, ein junger Mann, hat sichtlich Spaß und keine Hektik bei der Arbeit. Und er strahlt Gemütlichkeit aus.

Das Auto steht direkt an der Anlegestelle, wir fahren wieder retour. Zuerst zu Mama nach Hause, dann weiter auf die Hütte. Es ist noch früh am Tag, daher haben wir noch genügend Zeit, die Sonne und die Gemütlichkeit der Veranda zu genießen.

Am Abend haben wir´s noch gemütlich, gutes Essen und feine Gespräche runden den tollen Tag ab!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Gesamtlänge: 9,87 km
Höhenmeter: ∆ 107 m / ∇ 106 m

250826 Bergtour Litnisschrofen (2.068m)

Heute haben wir eine Bergtour mit meinem Papa ausgemacht, wir treffen uns bei ihm zu Hause, dann fahren wir ins Tannheimertal, zum großen Parkplatz am Haldensee.
Am Strindenbach entlang, einem bekannten Canyoningbach, steigen wir steil hoch.

Der erste Weg ist wirklich steil, aber als wir am oberen Ende, am Forstweg ankommen, legt sich der Weg zurück und es wird wieder angenehmer zu gehen.

Durch lichten Wald wandern wir erst in Richtung Nesselwängler Edenalpe, dann zweigen wir ab zur Gräner Ödalpe

Nun öffnet sich das Gelände und wir bekommen an diesem wunderschönen Tag eine tolle Rundumsicht auf die Tannheimer, Lechtaler und Allgäuer Alpen.

Nun führt der Weg nach Westen, der Litnisschofen ist unser heutiges Tagesziel. Ich habe ehrlich gesagt noch nie was von diesem Berg gehört, aber Papa, der hier öfter am Weg ist, hat das Ziel gewählt.

Rasch kommen wir weiter, bis zum Gipfelstock ist der Weg einfach, dann wird es felsig und kiesig.

Stahlseile sind als zusätzliche Sicherheit eingebaut, und so manche Stelle ist ein wenig angenehmer zu gehen.

Über einen Grat steigen wir nun eben zum Gipfel hinüber. Schließlich haben wir unser Ziel, den Litnisschrofen (2.068m) erreicht.

Der Rundblick ist super, wir sehen im Nordosten die Krinnenspitze und dahinter gleich die berühmten Tannheimer Berge, Rotflüh, Gimpel, Köllenspitze und Gehrenspitze.

Auf dem Gipfel wird gejausnet, dann, es ist eher eng, steigen wir wieder ab.

Erst wollen wir über das Grat zur Strindenscharte, aber der Weg schaut „ungut“ aus und wir beschließen, auf dem gleichen Weg wieder abzusteigen.

Die Mähder unter dem Gipfel werden von Schafen und auch Kühen beweidet, wir treffen den Ziegenhirten, der gerade Salz zu seinen Schützlingen gebracht hat.

Wir steigen an der Gräner Ödalpe vorbei ab, dann kommt noch ein von Kühen zertretener Pfad, der uns weiter zur Nesselwängler Edenalpe führt.

Im Norden sehen wir den markanten Einstein mit dem steilen Gipfelanstieg. Aber die Gegend ist schon wesentlich lieblicher als die letzten Bereiche, die wir besucht hatten…

Rückblickend zeigt und der Litnisschrofen noch eine abweisende Seite, brüchiges Gestein und gar nicht so einladend. Da war die Südseite schon besser zum besteigen.

In der Nesselwängler Edenalpe. Im Tannheim kann man schon die Nähe zum Allgäu erkennen, denn hier heißen die sonst in Tirol genannten Almen eben Alpe und nicht Alm.

Ein junges Pärchen führt den Betrieb, wir bekommen guten Kaffee, Bier und einen Apfelstrudel. Perfekt gestärkt machen wir uns auf den Rückweg zum Auto.

Wir liefern Papa wieder zu Hause ab, dann fahren wir wieder zum Baumplatz in Pflach. Hier stellen wir das Auto ab und wandern die letzten Meter hoch zur Hütte. Ein feiner Kaffee wird zubereitet und wir genießen die Nachmittagssonne!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 12,32 km
Höhenmeter: ∆ 999 m / ∇ 961 m

2508025 Bergtour Säuling (2.048m)

Biggi und ich sind am Sonntag auf die Hütte gefahren. Das Wetter hat sich über das Wochenende beruhigt, daher beschließen wir, direkt den Hausberg, den Säuling zu besteigen. Von der Hütte aus sparen wir uns ca. 150 Höhenmeter…

… dafür müssen wir den ersten Teil über die Forststraße aufsteigen. Doch nach dem unspektakulären Start erreichen wir bald den Steig.

Die gabelt sich der Weg nochmals, gerade aus erreicht man das Pfacher Älpele, Koflerjoch und die Sieben Täler, wir zweigen nach Links in Richtung Säulinghaus.

Zuerst noch ein wenig im Wald, wird die Vegetation immer lichter und wir bekommen einen Blick auf unser Tagesziel.

Am aktuell geschlossenen Säulinghaus machen wir eine Trinkpause und verstecken eine Flasche Bier, die wir extra für den Schluss mitgenommen haben.
Die Wirtschaft wurde nach vielen Jahren geschlossen, da bestimmte Investitionen in das Haus nicht mehr getätigt wurden. Nun schaut das geschichtsträchtige Haus einer unsicheren Zukunft entgegen…

Anstatt wir üblich auf den Gipfel zu gehen, haben wir beschlossen, zuerst die Umrundung des Säulingsockels anzugehen. Dafür zweigen wir direkt beim Winterraum in westliche Richtung ab.

Über große Schotterreisen und vorbei an kompakten Felswänden wandern wir fast eben in Richtung Pilgerschorfen. Über uns thronen die 12 Apostel, so ist der zackige Grat zwischen Pilgerschrofen und Säuling genannt.

Es ist angenehm warm, nicht zu heiß. Es liegen schon einige Cirren in der Luft, der nächste Wetterumschwung kündigt sich an.

Auf den Schotterreisen haben wir Glück, Steinböcke haben sich zu einem Stelldichein versammelt. Sie ignorieren uns gekonnt, man könnte fast meinen, wir Wanderer sind ihnen egal.

Im Westteil des Säulings war vor einigen Jahren ein großer Kahlschlag des Bergwaldes, nun hat man eine tolle Aussicht auf den Talkessel und den Eingang zum Lechtal.

Im Nordwesten liegt Vils, Pfronten und die Allgäuer Seen im Voralpengebiet. Immer wieder staune ich, wie abrupt der Wechsel vom Berg- zum Flachland hier am Säuling von Statten geht.

Am Wegesrand gibt es viel zu bestaunen, wie zum Beispiel den grün-metallischen Käfer, der regelmäßige Löcher in ein Pestwurzblatt stanzt. Nun wandern wir flach und teils abwärts auf Deutschem Staatsgrund.

Mit der Wilzsulzhütte erreichen wir den niedrigsten Punkt am Sockel des Säulings. Die Hütte wird gerade renoviert, das ist wohl dringend notwendig geworden.

Nun geht es wieder bergauf, durch uralten Waldbestand, hier darf der Wald noch Wald sind, ohne großen Eingriff durch den Menschen.

Wechseln wandern wir durch den Wald, dann wieder über kleine Lichtungen, die den Blick ins wunderschöne Allgäu eröffnen.

Schließlich erreichen wir wieder eine Abzweigung, jetzt geht es über steile Pfade endlich hinauf zum Gipfel. Den Start macht eine Eisenleiter, der Weg anschließend ist relativ einfach.

Steil führt der Steig ziemlich gerade durch die Nordwand, es ist teils schattig und angenehm zu gehen. Die Temperaturen sind mittlerweile wieder recht hoch, da ist Schatten höchst willkommen.

Die Aussicht auf das Alpenvorland, Tegelberg und Schloss Neuschwanstein ist wunderbar.

Rasch haben wir die Wand durchstiegen, der Wegweiser am Anfang hat uns beide ob der Länge ein wenig verunsichert… zum Glück war das wohl eine falsche Angabe.

Über die Gamswiese geht es nun weiter über breite Wege hinauf zum Gipfel.

Das letzte Stück ist nochmals ein wenig felsiger, schließlich erreichen wir den Gipfel des Säulings (2.048m). Das neue Gipfelkreuz, von meinem Cousin gezeichnet, strahlt uns schon entgegen. Ein würdiger Ersatz für das ehemalige Holzkreuz.

In den Osten geblickt sehen wir den massiven Bergstock des Wettersteins mit der dominierenden Zugspitze, vor uns liegt das Koflerjoch, dahinter die Soldatenköpfe und ein Teil des Plansees, bei der „Forelle“. Morgen wollen wir dort stehen…

Während im Südwesten noch die Allgäuer und Lechtaler Berge sind, öffnet ich das Land im Nordwesten und wird „Brettl-eben“.

Das neue Gipfelkreuz, wie schon oben beschrieben, finde ich sehr gelungen.

Nach einer feinen Pause am Gipfel machen wir uns an den Rückweg, dieses Mal geht es über die österreichische, bzw. Südseite hinab zu Säulinghaus.

Das Grenzschild bei der Gamswiese steht noch, der Unterstand der Zöller ist nur mehr schwer erkennbar.

Ein paar Stellen sind seilversichert, generell ist die Südseite häufiger begangen und auch speckiger. Dennoch ist der Weg gut zu begehen und rasch erreichen wir wieder den schönen Boden vor dem Säulinghaus.

Nun holen wir unser Bier aus einer Felsnische, es ist jetzt richtig kühl. Damit setzen wir uns zum Säulinghaus und genießen die feine Sonne und den Durstlöscher!

Der weitere Weg ist nur ident mit dem Aufstieg, erst über den Steig, dann die letzten Meter über den Forstweg. Schließlich erreichen wir wieder unsere Hütte.

Wir setzen uns noch auf die Terrasse, die Sonne schein noch ein wenig her. Dann bereiten wir das Essen her, es gibt heute Pfifferlinge mit Spiralnudeln. Dazu einen guten Salat, ein herrliches Menü.

Nach einem gemütlichen Abend, einem Kartenspiel und Gesprächen krabbeln wir müde ins Bett, es war ein langer, aber feiner Tag!

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:09 h
Gesamtlänge: 13,69 km
Höhenmeter: △ 1. 331 m / ▽ 1.311 m

250823 Wanderung Lanser Alm (1.735m)

Es ist zwar nicht wolkenlos, aber trocken. So beschließen Biggi und ich, rasch auf die Lanser Alm zum Mittagessen aufzusteigen! Dort gibt es wunderbar gute Momo´s (Dumplings)

Wir starten beim Tennisplatz in Sistrans, von hier erreichen wir rasch den Waldweg, der uns ziemlich direkt hinauf zur Alm führt.

Immer wieder ziehen Nebelschwaden durch den Wald, die Temperaturen sind dennoch sehr angenehm und gerade richtig zum Wandern.

Ich persönlich mag ja die Stimmung im Wald, wenn es neblig ist. Ein toller Kontrast zum sonst oft schönen, wolkenlosen Wanderwetter.

Überall sehen wir kleine Wunder, wie zum Beispiel Spinnenweben, die nun durch den Nebel ein wenig Tau abbekommen haben und sichtbarer sind als üblich.

Der Ochensteig ist, wie gesagt, direkt, kurz und daher auch teilweise steil. Genau so steht es auch auf den Schildern, die uns den Weg weisen…

Der Vorteil, wenn man so rasch Höhe macht… man erreicht das Ziel dementsprechend schneller. Und so steil ist der Weg dann auch wieder nicht, wie hier suggeriert wird…

Schließlich erreichen wir auch die Alm, die seit heuer Nepalesische Pächter hat. Und bei uns schon ein wenig den Ruf einer guten Einkehr hat… die Momo´s sind echt toll!

Wir bekommen eine gemütliche Bank vor der Hütte, rasch sind Getränke, eine Portion Momos und eine Ramensuppe bestellt. Bald schon genießen wir ein feines Mittagessen.

Das Wetter bessert sich auch ein wenig, die Sonne kommen zwischen den Wolken durch und wir genießen die Pause auf der kleinen, aber feinen Lanser Alm.

Beim Runtergehen finden wir noch einige Eierschwammerln und auch Steinpilze, die willig in unsere Taschen springen. So ist das Abendessen auch schon gesichert… heuer ist ein tolles Pilzjahr, die Schwammerln sprießen überall!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:28 h
Gesamtlänge: 7,49 km
Höhenmeter: △ 738 m / ▽ 726 m

250820 Kaunergratrunde – Abstieg nach Mandarfen

Wir wachen auf, das Geräusch vor dem Fenster ist nur eine Bestätigung des Wetterberichts. Die Kaltfront ist eingezogen und macht unsere weiteren Pläne zu Nichte. Schweren Herzens beschließen wir, die Tour hier abzubrechen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir unsere Siebensachen, und wandern über den erst steilen Steig nach Mandarfen ab.

Bevor wir starten, rufe ich noch beim Taschachhaus an, um unsere Buchung abzusagen. Natürlich ist der Wirt nicht erfreut, aber es bringt auch nichts, heute zum Taschachhaus zu wandern und morgen im festen Regen zurückzugehen.

Zuerst wandern wir zum See, danach wandern wir am Talsteig abwärts. Schnell erreichen wir tiefere Gefilde.

Ein netter Weg, direkt unter dem Fulderer Höhenweg, führt uns ins Tal.

Ein Blick über die Schulter zeigt nochmals das Skigebiet und die Riffelseehütte.

Im Pitztal ist alles so steil und schräg, dass sogar die Sitzbänke schräg gebaut werden…

Wir erreichen nach ca. einer Stunde Mandarfen, gleich gehen wir zur Bushaltestelle. Wir sind nicht die Einzigen, die heute von hier wegfahren

Bald kommt der Bus, wir bekommen einen feinen Sitzplatz. Der Bus wird mit jedem Stopp voller, daher freuen wir uns über unser Glück mit dem Platz.

In Imst steigen wir auf den ICE um, der uns rasch nach Innsbruck bringt. Früher als geplant erreichen wir die Landeshauptstadt.
Am nächsten Tag ist das Wetter echt „grottig“, daher sind wir froh um unsere Entscheidung. Eine tolle Tour in einer urtümlichen Landschaft. Uns hat es sehr gut gefallen!

Tourendaten
Gemamtdauer: 1:07 h
Gesmmtlänge: 4,68 km
Höhenmeter: ∆ 5 m / ∇ 587 m