Archiv der Kategorie: Wandern

240921 Neue Magdeburger Hütte (1.633m)

Nach einem sonnigen, heißen Sommer sind nun die klassischen Wandertage im Herbst angebrochen. Das Wetter ist perfekt, aber es ist nicht mehr ganz so heiß.
Biggi und ich fahren mit der Mittenwaldbahn nach Hochzirl, heute steht die Neue Magdeburger Hütte auf dem Programm.

Vom Bahnhof starten wir direkt auf den Wanderweg, wir sind nicht alleine, hinter uns ist eine lautstarke Gruppe Bayern, die singen und johlen. Wir beschleunigen unseren Schritte für die ersten Meter, das brauchen wir nicht wirklich…

Schon bald haben wir die Krawallmacher abgehängt und die Stille der Berge umschließt uns. Das ist schon um einiges angenehmer. Dem Brunnensteig folgend erreichen wir die vielen kleinen Hütten und Ferienhäuschen am Hörbstenboden.

Wir folgen hier dem Steig zur Kirchberger Alm, durch wunderschöne Lärchenwälder wandern wir immer weiter ins Gebirge.

Bei der Alm begegnet uns eine kleine Gruppe, die uns überholt, während wir eine Trinkpause machen. Die Aussicht ins Inntal ist wunderschön, aber es braucht eine Weile, bis wir uns orientiert haben.

Weiter führt der Weg hinauf zur Neuen Magdeburger Hütte, die wir nach gut zwei Stunden. Es ist Zeit für eine Pause, wir bekommen einen sonnigen Platz auf der Terrasse, hier gefällt es uns.

Nach der Pause marschieren wir weiter, ein kurzer Check mit der Hüttenwirtin klingt nicht so positiv. Wir können den von uns geplanten Weg wegen Schneelage nicht durchführen, also müssen wir eine Alternative einschlagen. Eigentlich wollten wir durch die Kranebitter Klamm wieder nach Innsbruck absteigen, aber der „Krummer Steig“ sei nicht begehbar.

Von der Hütte müssen wir erst noch ein wenig nach Westen aufsteigen, dann sehen wir den Anfang der Klamm vor uns. Teilweise ist der Weg beschädigt, aber schon wieder gut eingetrampelt. Auffällig sind die vielen umgestürzten Bäume, die immer wieder umgegangen werden müssen.

Bald sehen wir den weiteren Weg, von Schnee weit und breit keine Spur. Daher beschließen wir, den Steig doch zu begehen. Unterwegs treffen wir eine Gruppe Frauen, die meinen, der Weg ist begehbar, aber teilweise abgerutscht. „Schaurige Stellen“ ist das Stichwort…

Dies sehen wir schon bald selber, aber dank Stahlseilen und Tritten ist das Übersteigen dieser Hindernisse kein Problem.

Der Blick aus der Klamm ist toll, im Blickfeld liegen Serles und Nockspitze.

An der „Nassen Wand“ wollten wir eigentlich in die Klamm absteigen, aber auch hier haben wir einen Tipp eines Einheimischen bekommen. Der meinte, er wäre gerade heraufgekommen und kann den Abstieg nicht empfehlen. Teile des Weges, der schon seit Jahren nicht mehr betreut wird, ist abgegangen, und kann nur kletternd bewältigt werden. Im Aufstieg vielleicht noch möglich, im Abstieg definitiv nicht empfehlenswert.

Daher ändern wir die Route nochmals und erwählen den Pfad zum Rauschbrunnen, auch das eine tolle Variante.

Die Kranebitter Klamm ist, obwohl so Nahe bei der Landeshauptstadt, ein wildes, wenig erschlossenes Gebiet. Es ist relativ ruhig hier!

Der Steig ist gut gewartet, aber teilweise recht schmal und ausgesetzt. Für uns ist das kein Problem, aber der Hinweis, „trittsicher“ zu sein, ist hier nicht Fehl am Platz.

Immer wieder sehen wir nun ins Inntal und auf Innsbruck. Im Hintergrund das Kellerjoch, dem wir vor ein paar Wochen unsere Aufwartung gemacht hatten!

Am Alpengasthof Rauschbrunnen machen wir nochmals eine Pause, wir verzehren erst unsere Jause, dann kehren wir ein und gönnen uns noch ein Getränk.

Der Weg vom Rauschbrunnen führt uns in Richtung Höttinger Bild, dem wir heute jedoch keine Aufwartung machen.

Weiter wandern wir auf direktem Wege nach Innsbruck, in den Stadtteil Hötting.

Hötting ist Eigens, zwar ein Teil der Stadt, aber es hat doch seinen dörflichen Charakter erhalten. Schon interessant, dass es den Dorfcharm so behalten konnte.

Von Innsbruck nehme ich den Bus nach Hause, Biggi legt noch einen Umweg ein. Später treffen wir uns noch zum Abendessen, es gibt gebackene Forelle, Kartoffel und Gemüse. Perfekt, um den Tag abzurunden.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:13 h
Gesamtlänge: 18,19 km
Höhenmeter: △ 1.002 m / ▽ 1.343 m

240903 Arzleralm (1.067m)

Spontan haben Biggi und ich entschlossen, nach der Arbeit auf die Arzler Alm zu wandern. Den ursprünglichen Plan, die ersten Meter mit der Hungerburgbahn zu fahren, lassen wir fallen, da die Bahn direkt vor unserer Nase wegfährt.

Über den Hans-Psenner-Steg und weiter auf verschlungenen Wegen nahe der Hungerburg steigen wir bei schönem Wetter immer Höher.

Die Steigung ist sehr angenehm, es ist ein feiner Spaziergang nach der Arbeit. Perfekt, den Tag ausklingen zu lassen.

Wir erreichen die Alm, und haben Glück. Die Küche ist „gerade noch“ offen, wir können uns noch ein gutes Abendessen gönnen. Ich bestelle mir die Kässpätzle, heute genau das Richtige!

Biggi genießt eine gute Suppe. Es ist richtig gemütlich und überraschend wenig los.

Der Abstieg mittels Handy-Taschenlampe erweist sich dann als doch weniger schwierig als befürchtet, eine normale Stirnlampe wäre mir aber dennoch lieber gewesen.

Eine tolle, schnelle und unkomplizierte Wanderung nach Dienstschluss. Solch unkomplizierte Aktivitäten gefallen uns Beiden sehr!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:21 h
Gesamtlänge: 10,32 km
Höhenmeter: 502 m

240901 Steinernes Tor (1.955m)

Schon länger wollten Biggi und ich eine Tour am Achensee unternehmen, heute können wir endlich auch diese Wanderung abhacken. Mit Doris einer Freundin von Biggi, starten wir am Parkplatz in Buchau.

Ein paar Schritte müssen wir an der Hauptstraße und durch den Ort spazieren, vorbei an so mancher Hotelburg…

… doch schon bald sind wir weg vom Trubel, auf einem schönen Steig wandern wir in Richtung Dalfazalm.

Auf dem Weg liegt der Dalfazer Wasserfall, ca. 60m hoch. Eine Plattform vor dem Wasserfall erlaubt den uneingeschränkten Blick auf das Schauspiel und an den beeindruckenden Klettersteig direkt nebenan.

Unser Steig führt in der Nähe des Wasserfalls über einen steilen Pfad weiter nach oben.

Ab hier haben wir die ersten Ausblicke auf den Achensee, das Meer Tirols. Im Hintergrund sieht man das Karwendel.

Immer wieder sehen wir die Materialseilbahn der Dalfazalm, die hier neben dem Weg nach oben führt. Im unteren Teil recht rudimentär aufgebaut, sind die Stützen im oberen Bereich beeindruckend modern.

Wir erreichen die schon geöffnete Dalfazalm (1.693m), hier gönnen wir uns einen Kaffee.

Das Dach des Nebengebäudes fasziniert mich sehr. Schindeldächer mit Schneestangen und Steinen sieht man nicht mehr oft, zumindest nicht in den Gegenden, in denen ich unterwegs bin.

Die Alm ist sehr schön gelegen, nicht umsonst eines der Paradedestinationen am Achensee.

Gestärkt wandern wir nun weiter in Richtung Steinernes Tor. Über einen schönen Pfad steigen wir immer höher.

Überraschenderweise hören wir bald das typisches Geräusch eines Traktor. Zuerst denke ich mir, das muss eine Täuschung sein, aber dann kommt wirklich ein knallroter Traktor hinter einem Hügel hervor. Welche Mission dieses Gefährt hat, können wir nicht feststellen. Kurios bleibt es auf jeden Fall!

Nach ein paar Minuten erreichen wir dann das sogenannte „Steinerne Tor“ (1.978m)), ein Felsdurchbruch.

Ein paar Meter müssen wir noch hoch, dann stehen wir am höchsten Punkt unserer Wanderung.

Der weitere Weg führt in Richtung Achenseehof, allerdings müssen wir hierzu noch durch ein schönes Hochtal.

Erst steigen wir steil vom Steinernen Tor ab, hier suchen wir uns eine gemütliche Stelle um zu jausnen.

Anschließend gehen wir weiter in Richtung Kotalm.

Das Hochtal, das wir nun durchschreiten, ist wunderschön und scheinbar sehr einsam. Linkerhand liegt das Kolbenjoch.

Am Wegesrand sehen wir die Überreste einer abgegangenen Alm, das war mal der Kotalm Hochleger.

Die Felswände hier sind beeindruckend, das Rofan ist ein bekanntes Klettergebiet. Bei diesen Ausblicken kann ich mir das sehr gut vorstellen.

Über die letzten Ausläufer des Hochtals kommen wir an einen leichten Abbruch.

Unter diesem, am Ende liegt der Kotalm-Mitterleger (1.608m)

Und weiter den Weg ins Tal hinunter passieren wir dann noch den Kotalm-Niederleger (1.260m). Rückblickend sieht man nochmals das mächtige Kolbenjoch.

Nun bewegen uns wir langsam aber sicher wieder ins Tal, es wird wieder waldiger, es kann also nicht mehr weit sein bis zum See.

Vorbei an einem ausgetrockneten Bach erreichen wir erst einen Klettergarten, dann nach ein paar Metern das Ufer des Achensees. Wir haben vorsorglich unser Schwimmzeug mitgenommen und hüpfen nun ins kühle Nass.

Doris spendiert noch eine Runde Getränke, dann müssen wir auch schon zum Bus, der uns Zurück zum Parkplatz in Buchau fahrt.

Eine wunderschöne Wanderung, in einer mir neuen Gegend… auf jeden Fall hat mich dieser Fleck nicht das letzte Mal gesehen. Da möchte ich noch gerne die eine andere Runde drehen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:37 h
Gesamtlänge:11,54 km
Höhenmeter: ∆ ∇ 1.035m

240831 Patscherkofel (2.246m)

Das Wetter ist schön, aber die Zeit begrenzt. So greift man gerne auf Altbewährtes zurück. Der Kofel, fast direkt vor der Tür gelegen, wird wieder einmal zum Ziel erkoren. Mit dem Bus von Aldrans zur Talstation, dann gleich, dank Jahresticket, hinauf in kühlere Regionen.

Von der Bergstation (1.965m) wandern wir über den Steig oberhalb der Forststraße in Richtung Gipfel des Patscherkofels.

Den Steig sind wir in früheren Tagen öfter gegangen, die Kinder und ich. In den letzten Jahren haben wir immer wieder neue Gebiete erwandert, es ist schön, hier mal wieder entlang zu gehen.

Der Patscherkofel liegt aussichtsmäßig sehr günstig, man sieht ins Wipp-, Stubaital, ins Ober- und Unterland und natürlich auf die Landeshauptstadt.

Gekrönt wird der Gipfel von einer monströs großen Sendeanlage, für Fernsehen, Rundfunk, aber auch Telekommunikation.

Wir erreichen nach knapp 30 Minuten das Gipfelkreuz…

… wir machen ein „schnelles“ Gipfelfoto, dann wandern wir auch schon weiter, denn hier ist heute noch nicht Schluss.

Vorbei an der Sendeanlage, über den Osthang wandern wir in Richtung Boscheben.

Ich finde es schon interessant, wie sich eine Landschaft über die Jahreszeiten ändert. Das letzte Mal war ich im Winter hier, hier sind wir die Route Roman abgegangen.

Immer am Grat entlang, nur manchmal weicht der Weg in Richtung Viggartal aus. Die Aussicht ist auf jeden Fall wunderschön, egal ob in den Süden oder den Norden.

Vor uns liegen das Kellerjoch, Neuner- und Viggarspitze und die Sonnenspitze mit Glungezer. Einige dieser Gipfel bin ich gerade vor kurzem im Zuge des „Inntaler Höhenweges“ abgegangen.

Obwohl mir der Weg sehr vertraut ist, finde ich immer neue Aspekte, langweilig wird mir der Pfad nie. Unterhalb des Sistranser Schützenkreuzes hindurch kommen wir zum nächsten Abhang.

Rückblickend sehen wir die beeindruckende Sendestation auf dem Kofel.

Nun geht es fast durchgängig abwärts, bis wir schlussendlich bei Boscheben das kleine Gasthaus erreichen.

Hier beschließen wir, eine kleine Einkehr zu machen. Essen gibt es auf Anfrage noch keines, aber was zu trinken bekommen wir. Komisch finde ich, dass 10 Minuten später ein paar Leute Erbsensuppe, Brote und Kuchen kredenzt bekommen.

Ein wenig irritiert verlassen wir den eigentlich gemütlichen Platz, beim Kreuz machen wir noch ein Foto, das ist auch unter Umkehrpunkt.

Am unteren Zirbenweg entlang wandern wir flotten Schrittes wieder zurück zur Kofel-Bergstation.

Durch das Zirbentor hindurchgehend, beenden wir unsere Wanderung über den Kofel.

Beim Schutzhaus machen wir nochmals eine Rast, hier bekommen wir alles was das Herz begehrt. Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen, heute ist es richtig fein.

Das Essen ist wunderbar, wir genießen die Rast hier oben. Mit der Kofelbahn fahren wir wieder zurück ins Tal, und mit dem Bus, der schon auf uns wartet, geht es zurück nach Aldrans!

Eine gemütliche Tour, die bei „fast jedem Wetter“ gemacht werden kann. Allerdings ist so wunderschönes Wetter wie heute das sprichwörtliche i-Tüpfelchen!
Wunderbar war´s…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 5,52 km
Höhenmeter: 302 m

240721 Gipfelmesse Viggarspitze (2.306m)

Einmal im Jahr feiern die Aldranser Bergmesse auf der Viggarspitze. Ich bin heuer als Mesner eingeteilt und habe daher die Ehre, Roy, unseren Pfarrer auf die Bergspitze zu begleiten. Biggi und Letu sind heute auch dabei, so sind wir eine lustige Gemeinschaft.
Mit der Patscherkofelbahn fahren wir zur Bergstation und folgen dem Zirbenweg das erste Stück.

Letu und Roy legen einen Mörderschritt vor, Biggi und ich lassen es ein wenig gemütlicher angehen. Das Wetter heute ist perfekt, besser könnte es nicht sein!

Am Zirbenweg ist, wie soll es auch anders sein, einiges los. Immer wieder überholen wir langsamere Wanderer, auf dem breiten Weg ist das kein Problem.

Die Aussicht auf das Unterland mit Teilen des Karwendels und des Rofans ist beeindruckend. Nur ganz in der Ferne liegt leichter Dunst… trotzdem sehen wir bis zum Wilden Kaiser.

Die Hänge unter der Sendeanlage sind voll mit Moosbeer- und Grantenstauden. Aber Beeren selber sind noch nicht so viele… das dauert wohl noch ein wenig.

Schon bald erreichen wir die Grünbodenhütte, die private Hütte der Lanser (man muss zum Mieten den Hauptwohnsitz in Lans haben).

Der Blick nach Osten zeigt unser heutiges Ziel, die Viggarspitze, im Hintergrund sieht man Sonnenspitze und Glungezer.

An der Abzweigung mit Wegweiser zur Viggarspitze nehmen wir den kürzeren Weg, der direkt auf den Gipfel führt.

Der obligatorische Blick über die Schulter offenbart den Runden „Kopf“ des Patscherkofels.

Über Steintreppen, diese sind für mich Indiz, dass wir bald am Gipfel sind, steigen wir immer höher.

Auch ins Oberland sieht man heute sehr gut, hier sind allerdings schon ein paar Schönwetterwolken sichtbar. Die tun aber rein gar nichts.

Die letzten Meter auf den Gipfel nehmen wir über den nicht so steilen, dafür ein wenig längeren Aufstieg, wir sind noch früh genug, um alles für die Messe vorzubereiten.

Zuerst wird unsere Jause verspeist, dann helfe ich Roy den „Altar“ am Gipfelkreuz herzurichten. Recht rudimentär, aber wunderschön und feierlich schaut es aus. Es sind schon ein paar Aldranser am Gipfel, und auch Mesner-Kollegen sind da und helfen fleißig mit.

Die Messe startet dann kurz nach 11:30 Uhr, es ist schon eine besondere Stimmung, in diesen luftigen Höhen dem Herrgott für unsere wunderschöne Heimat zu danken!

Viel zu rasch ist der Gottesdienst vorbei, mir hat heute die Rede von Roy sehr gut gefallen… über Egoismus, den Blick vom Gipfel und wie klein so manches Problem wird, wenn der Blickwinkel (wie eben hier am Gipfel) geändert wird.

Nach der Messe stehen wir noch kurz zusammen, dann trennen sich unsere Wege. Während Roy zur Aldranser Alm wandert, wollen Biggi, Letu und ich über das untere Frauental zum Zirbenweg.

Interessante Felsformationen am Weg sind immer wieder faszinierend, ich mag diese Gegend ungemein gern.

Letu kraxelt immer wieder auf die „Boulder“ die hier überall im Gelände liegen. Wie von Riesenhand willkürlich im Gelände verteilt.

Am Zirbenweg angelangt, beschließen wir, zurück zur Patcherkofelbahn zu gehen. Es ist mittlerweile richtig heiß, und unser Wasser neigt sich dem Ende zu…

Aber schließlich kommen wir erst an einer Quelle und dann bei der Bergstation an. Hier gönnen wir uns noch ein verdientes Getränk, dann fahren wir wieder ins Tal!
Ein wunderschöner Wandertag mit dem besonderen Event der Gipfelmesse, gerne wieder mal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:45 h
Gesamtlänge: 12,14 km
Höhenmeter: 556 m

240619 Am Achensee entlang zur Gaisalm

Heute steht eine gemütliche Tour auf dem Programm, die ich schon mal, vor vielen Jahren teilweise gemacht hatte. Da es sich hierbei um eine „Homebase“ von Biggi handelt, wird es mich hoffentlich in Zukunft öfter mal hier her verschlagen.

Wir starten beim Parkplatz Pertisau, die Wanderung führt sehr einfach am Achensee-Ufer entlang.

Der Weg, der teilweise ein wenig erhöht, dann wieder nahe am Wasser führt, ist zwar einfach, aber überhaupt nicht langweilig… im Gegenteil, immer wieder finden wir wunderschöne Passagen, wie die nasse Wand mit kleiner Galerie…

Der Weg ist super angelegt, entsprechend viel ist hier immer los.

Unterwegs finden wir eine kleine Bucht, die zum Schwimmen einlädt. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen…

Biggi zögert nicht lange und ist schon bald im (sehr kühlen) Wasser, ich setze mich erst in die Sonne und genieße die Ruhe hier am See.

Wir lassen hier am Ufer ein wenig die Seele baumeln, bevor wir unseren Weg fortsetzen.

Am Weg sind immer wieder sehenswerte Pflanzen zu sehen, ein alter Baum mitten im Weg, Blumen und Kräuter am Wegesrand.

Aber auch die Aussicht auf den See, der eingebettet zwischen Karwendel und Rofangebirge liegt, ist wunderschön.

Wir erreichen schlussendlich die Gaisalm. Hierher gibt es keine Straße, entweder muss man zu Fuß oder bequemer mit dem Schiff herkommen.

Wir gönnen uns eine kurze Pause, stillen unseren Durst, dann wandern wir den gleichen Weg wieder retour.

Unterwegs entdeckt Biggi ein „komisches“ Moospolster, bei genauer Betrachtung entdecken wir den unter Naturschutz stehenden Sonnentau… eine fleischfressende Pflanze mit kuriosem Aussehen.

Der Weg zurück verläuft auf der gleichen Strecke, dennoch gefallen mir die Ausblicke immer wieder aufs Neue.

Der Achensee erinnert mich in weiten Teilen an den Plansee im Ausserfern, nur der Weg hier ist ein wenig spektakulärer angelegt. Und der Achensee ist etwa doppelt so groß wie der Plansee.

Immer wieder finden wir schöne Buchten, nicht immer ganz einfach erreichbar, aber gut einsehbar vom Weg.

Ein Teil des Weges wurde vor nicht allzu langer Zeit neu hergerichtet und wird nun fast ein wenig wie eine Wanderautobahn…

Zufrieden erreichen wir wieder den Parkplatz bei Pertisau, eine gemütliche Wanderung mit Schwimmeinlage, perfekt für einen so schönen Tag!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:48 h
Bewegungszeit: 2:02 h
Gesamtlänge: 9,22 km
Höhenmeter: 189 m

240609 Patscher Alm (1.694m)

Heute ist das Wetter nicht ganz so strahlend wie gestern, aber eigentlich, da sind sich Biggi und ich einig, ist perfektes Wanderwetter.

Wir haben die Patscheralm, mit optionaler Erweiterung, als Ziel auserkoren. Start ist bei dem Parkplatz nach Heiligwasser, direkt am Goldbichl gelegen.

Es hat die letzten Tag viel geregnet, und da werden die schon feuchten Nordhänge hier noch grüner… und die Bäche führen auch gut Wasser.

Gleich am Anfang nehmen wir einen direkten Aufstieg durch den Wald. Steil, aber nicht unangenehm machen wir einige Höhenmeter…

Die Temperaturen sind angenehm, und dank Nebel ist die Stimmung im Wald auch wunderbar und sogar ein wenig mystisch.

Immer wieder touchieren wir die nun sommerlich-blühenden Skipisten der Patscherkofelbahn. Teilweise ist es schwierig, sich das Ganze mit präparierter Skipiste vorzustellen.

Der Ausblick ins Oberland und zur Munde ist nicht so positiv, das Wetter verschlechtet sich zusehens.

Der Weg führt abwechslungsreich durch Wald, Beerenböden, und wie beschrieben teils auch über Pisten.

Unterhalb der Patscher Alm ist der Weg plötzlich ein wenig „komisch“, allerdings finden wir dann doch wieder auf den richtigen Pfad und steigen problemlos weiter.

Teilweise spannende Strukturen im Wald, speziell Wurzeln und abgestorbene Bäume ziehen mich immer wieder in den Bann…

Noch einmal über eine Piste, dann öffnet sich der Wald und wir sind auf dem Almboden der Patscher Alm.

Die Patscher Alm, ein Kleinod im wahrsten Sinne des Wortes, liegt vor uns. Wir sitzen uns vor die Hütte, es ist zwar eher kühl, aber in der Hütte ist geheizt. Mir ist es dort ein wenig zu heiß, daher bleiben wir draussen.

Ein nettes Schild mit einem originellen Spruch bringt mich zum Schmunzeln: „WIR HABEN EINE ♥ FREUNDLICHE SELBSTBEDIENUNG, DANKE!

Gestärkt wollen wir erst in Richtung Lanser Alm, aber die Hüttenwirtin meint, dass der Steig sehr rutschig und auch dreckig ist. Dies ist dem Regen geschuldet. Daher ändern wir unsere Planung und wandern auf ähnlichen Wegen wieder retour ins Tal.

Immer wieder kommen wir auf interessante Pfade, der Patscherkofel ist vollend mit Wegen übersät, teilweise ist es schon schwer, auf dem „richtigen“ Weg zu bleiben.

Schussendlich führen alle Wege nach Rom, bzw. zum Parkplatz beim Goldbichl…

Wir sind wieder parallel zur Skipiste am Weg, von oben sehen wir den Rosengarten, den Biggi und ich vor ein paar Wochen besucht hatten… allerdings heute bei weniger guten Bedingungen.

Trotz Wetterverschlechterung kommen wir trockenen Fußes ins Tal, die Wanderung hat uns beiden sehr gut gefallen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:13 h
Bewegungszeit: 2:16 h
Gesamtlänge: 8,47 km
Höhenmeter: 722 m

240608 Zirbenweg

Recht gutes Wetter, motivierte Kinder… da muss man doch einfach eine Wanderung planen. Schnell ist was gesucht… das allen Ansprüchen Genüge tut.
Tja, das war wohl ein wenig zu optimistisch… plötzlich haben die Kinder keine Zeit, beziehungsweise was besseres vor und ich stehe alleine da! Nun ja, ich bleibe dabei, es wird heute doch wieder mal der Zirbenweg sein. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge…

Mit der Glungezerbahn fahre ich den Berg empor, von der Bergstation wandere ich hinüber zur Tulfeinalm (2.035m). Hier treffe ich einen der Betreiber, der meint, der Zirbenweg ist gesperrt, wegen Schneefeldern.

Ich habe zur Not Grödel dabei, daher beschließe ich, den Weg zu probieren.

Durch das schöne Zirbentor starte ich meine Wanderung zum Patscherkofel. Der Weg, eigentlich total leicht, sollte auch heute keine besonderen Schwierigkeiten aufweisen.

Bald komme ich zu den ersten Schneefeldern, diese weisen wunderbaren Stapfschnee auf, daher stellen diese überhaupt keine Schwierigkeit dar.

Ich merke allerdings, dass der Weg offiziell gesperrt ist… ich bin ganz alleine auf dem Weg. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert!

Immer wieder muss ich Schneefelder queren, die aber sehr fein zu begehen sind. Dennoch wunder ich mich, dass sich der Schnee hier so gut gehalten hat… scheint doch die Sonne schon in der Früh auf diese Plätze.

Vorbei an der Abzweigung zur Neuerspitze, die schneefrei ausschaut, bleibe ich dennoch auf dem Pfad zum Patscherkofel.

Immer wieder sind kleine und größere Schneefelder zu queren. Obwohl leicht zu begehen, ist das wohl für das „normale“ Zirbenweg-Publikum doch ein wenig zu viel des Guten.

Ab ungefähr der Hälfte, ich habe gerade ein steileres Feld gequert, kommen mir die ersten Personen vom Kofel entgegen. Und es werden im weiteren Weg immer mehr und mehr Wanderer…

Ich genieße den Blick auf das Inntal, auch im Karwendel sind noch viele Schneefelder sichbar, es liegt doch noch einiger Schnee im Gebirge!

Ich erreiche die Abzweigung zur Viggarspitze, dies ist mein normaler „Zirbenweg“, den ich sehr gerne gehe, da ich hier immer einen Gipfel mitnehmen kann.

Der Zirbenweg, obwohl technisch sehr einfach, ist landschaftlich ein Kleinod. Ich bin hier immer wieder gerne unterwegs!

Mein Blick in den Süden, über den Morgenkogel zeigt ein paar dunkle Wolken. Der Wetterbericht sagt aber keine Gewitter voraus.

Der Blick nach Norden zeigt schönsten Himmel, und nur ein paar harmlose Schönwetterwolken sind sichtbar.

Die ersten Frühlingsblumen sprießen auch schon in der Höhe, im Tal ist der Frühling mittlerweile voll angekommen.

Wo sich die Schneefelder weiter zurückgezogen haben, zeigt der Weg teilweise Risse und Winterschäden, die wohl noch ausgebessert werden müssen.

Beim letzten, und einem der steilsten Schneefelder kommt mir ein sehr altes Ehepaar entgegen. Ich wundere mich ein wenig, wie sie das geschafft haben, muss ihnen aber auch einigen Respekt zollen!

Der Himmel ist nun schon diesiger geworden, aber das Wetter wird wohl noch halten.

Ich erreiche die Bahn, es ist ein wenig windig geworden, daher beschließe ich, gleich weiter ins Tal zu fahren.

Die Tour hat mir sehr gut gefallen, der Zirbenweg wird mir wohl nicht so schnell langweilig werden…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:02 h
Gesamtlänge: 7,85 km
Höhenmeter: ▲ 183 m / ▼ 260 m

240512 Wanderung Rosengarten

Das Wetter ist super, Biggi und ich beschließen, eine kleine Wanderung von Aldrans aus zu machen. Den Rosengarten in Igls habe ich schon länger nicht besucht, also fällt die Wahl auf diese Runde. Mit dem Bus fahren wir zuerst zum Olex (Patscherkofel Talstation)

Von hier wandern wir parallel zur Bundesstraße, aber schön im Wald gelegen gen Süden. Am Grünwalderhof queren wir die Straße und erreichen den Rosengarten.

Woher der Rosengarten seinen Namen hat, kann ich nicht genau sagen, ich könnte mir allerdings vorstellen, dass auch hier die Färbung am Abend, beim Sonnenuntergang eine Rolle gespielt hat. Ähnlich wie das im Südtirol auch der Fall sein soll…

Am Waldrand entlang wandern wir auf schönem Pfad, dann durch den Wald bis zum Kurpark in Igls.

Wir queren den Ort, bis wir kurz vor der Haltestelle Igls der Linie 6 auf ein Kneippkurbad stoßen. Dort kommen wir nicht vorbei, rasch schlüpfen wir aus den Schuhen und strecken die Füße in das kalte Nass.

Das Wasser ist wirklich kalt, mehr wie zwei Runden schaffe ich nicht, dann muss ich raus aus dem Wasser. Aber so erfrischt, ist der weitere Weg ein Klax.
Von Igls spazieren wir erst nach Lans, dann über den Lanser See zum Lanser Golfplatz.

Über feine Wiesenwege und durch einen kurzen Waldpfad erreichen wir mein Zuhause. Eine feine, unkomplizierte Wanderung in der direkten Umgebung… so mag ich das!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 9,11 km
Höhenmeter: △ 106 m / ▽ 347 m

240505 Kriegerkapelle (1.739m)

Das Wetter ist wiederum, entgegen dem Wetterbericht, schön, aber ein wenig kühler als gestern. Wir fahren mit dem Bus nach Rinn, hier starten wir unsere Wanderung auf die Kriegerkapelle.

Dem ersten Teil folgen wir meiner Standardroute auf die Rinner Alm, überall blüht, kreucht und fleucht es! Wunderbar, der Frühling.

Ein paar Meter folgen wir der Schotterstraße, dann zweigen wir auch schon auf den Rinner Almsteig.

Am Waldspielplatz vorbei, die Forststraße ein paar Mal querend, steigen wir höher und höher.

Am Steig sehen wir immer wieder die Auswirkungen der letzten Föhnwellen. Überall liegen sturm-gefällte Bäume.

Über wurzel-bewähren Steig erreichen wir schlussendlich das erste Ziel, die Rinner Alm (1.397m).

Diese ist heute gut besucht, viele Wanderer nutzen das gute Wetter. Der erste Blick über die Bänke auf der Veranda zeigt keine freien Plätze. Uns ist das egal, da wir eh noch keine Einkehr planen.

Hinter der Alm steigen wir höher, und über den Vogelfängerweg erreichen wir den Vogelfänger-Boden

Hier wurde die Infotafel überarbeitet, in neuem Glanz erstrahlen hier Tannenmeise, Fichten-Kreuzschnabel und Buchfink. Auch wenn ich diese Vögel hier noch nicht gesichtet habe, die Bilder sind dafür umso anschaulicher.

Nun wechseln wieder wieder auf eine Forststraße, die ganz neu hergerichtet scheint. Zumindest ist hier wenig Verkehr, denn der Belag ist noch in perfektem Zustand.

Am Ende zweigt ein kleiner Weg nach rechts, und wir erreichen unser für heute höchstes Ziel, die Kriegerkapelle (1.739m).

Die Aussicht von diesem Platz ist spektakulär, leider ist es noch ein wenig kühler geworden und die Pause auf der Aussichtsbank reduziert sich auf das Nötigste!

Wir folgen dem gleichen Weg zur Abzweigung Rinner Alm / Aldranser Alm, dann wandern wir in Richtung der zweiten Alm.

Über den Sepplsteig, einen kleinen Verbindungssteig zwischen den Almen, wandern wir durch moosigen Wald und eng stehende Bäume.

Das letzte Stück bestreiten wir wieder auf einer Forststraße, bevor wir vor unserer zweiten Alm, der Aldranser Alm (1.503m) stehen. Auch hier kehren wir nicht ein…

Es ist später geworden als geplant, also schauen wir, dass wir ohne Pause weitergehen. durch ausgedehnte Moosbeerfelder steigen wir ziemlich direkt von der Alm ab ins Tal.

Am alten Almenweg begegnen wir zwei Wanderern, ansonsten sind wir heute, bis auf die Hütten-Umgebungen, recht einsam am Weg gewesen.

Bei dem Trinkwasserkraftwerk „Schreyerbach“ treten wir aus dem Wald und stehen auf den schönen Wiesen oberhalb der Aste. Wir passieren die Starkenbergsiedlung und das Industriegebiet, wandern kurz durch den Wald, erreichen das Sägewerk Dollinger und schließlich den Dorfkern von Aldrans.

Eine tolle, ausgedehnte Wanderung. Das Wetter hat bis zum Schluss mitgespielt, wir sind trockenen Fußes angekommen! Toll, fein war´s!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:12 h
Gesamtlänge: 13,58 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 1.016 m