Für unsere heutige Tour schlägt Biggi den Sattelberg vor. Ein kurzer Rundumblick, überall recht wenig Schnee! Ob das nicht zu optimistisch ist, frage ich mich?
Am Parkplatz angekommen, sind scheinbar meine Befürchtungen wahr. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen, ein paar Meter tragen tut nicht weh.
Nach einer kurzen Trageststrecke können wir die Ski anschnallen, zwischenzeitliche kurze schneefrei Stellen bewältigen wir in „tappender“ Manier.
Schon bald haben wir eine geschlossene Schneedecke, der Riecher von Biggi war doch goldrichtig.
Die ehemalige Skipiste ist gut präpariert, die Crew der Sattelbergalm leistet hier ganze Arbeit.
Das Wetter ist auch besser als prognostiziert, es ist relativ warm und der Wind hält sich sehr in Grenzen.
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Tourendaten Gesamtdauer: 2:37 h Gesamtlänge: 8,59 km Höhenmeter: ∆ 852 m / ∇ 865 m Lawinenwarnstufe: 1
Freitag Nachmittag, das Wetter ist nicht so prickeln, die große Frage: Was machen wir heute? Biggi schlägt vor, trotz schlechter Prognosen, eine Rodelrunde auf die Birgitzer Alm zu riskieren. Ich bin initial nicht so überzeugt, aber wir wagen es… im schlimmsten Fall müssen wir die Rodeln halt wieder runter tragen.
Mit dem Auto fahren wir bis zum Parkplatz am Adelshof, dann schultern wir die Rodeln und marschieren los. Wie erwartet ist die Bahn in erbärmlichem Zustand, dennoch lassen wir uns nicht entmutigen.
Zum Gehen ist es fein, ein wenig seifig, aber nicht eisig. Die Rodelbahn ist natürlich offiziell geschlossen und auch die Alm hat heute nicht offen…
Ab dem Boden ist die Bahn überraschend gut beieinander, und Schnee liegt hier eigentlich auch noch genug. Überrascht muss ich feststellen, dass wir nicht die einzigen „Unerschrockenen“ sind, sogar zwei Tourengeher sind am Weg.
Wir haben es auf jeden Fall fein, die Bewegung an der Frischluft ist einfach super. Stetig wandern wir höher…
… vorbei an richtig hohen Schneemauern. Wobei hier der Eindruck wahrscheinlich ein wenig täuscht… es dürft hier noch zwischen einem halben und einem Meter Schnee haben.
Schließlich erreichen wir die Alm, die wie wir schon wussten, geschlossen ist. Dennoch haben die Wirtsleute Wurstsemmel, Kuchen und Getränke in den Windfang gestellt, zur kostenpflichtigen Entnahme! Was für ein genialer Service! An dieser Stelle dem Team der Birgitzer Alm ein großes Lob!
Wir stärken uns mit einem Kuchen, dann fahren wir mit den Rodeln ab.
Entgegen der Annahme, dass es unten Tragestrecken geben würde, schaffen wir es ohne Unterbrechung bis zum Parkplatz zu fahren. Natürlich sind manche Stellen nur mit rasanten Kurvenmanövern zu meistern, es macht uns auf jeden Fall viel Spaß.
Eine super Tour, die echt Spaß gemacht hat, obwohl ich am Anfang echt skeptisch war. Biggi hatte hier den richtigen Riecher…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:34 h Gesamtlänge: 7,16 km Höhenmeter: ∆ 451m / ∇ 451m
Das warme Wetter hat letztens dem Schnee sehr zugesetzt, im Inntal kommen schon Frühlingsgefühle auf. Aber es gibt auch Plätze, die noch winterliche Gefühle aufkommen lassen. Dazu zählt auch Praxmar im Lüsental.
Biggi und ich haben beschlossen, hier noch eine Rodelpartie zu probieren, leider sind wir heute spät genug dran, das werden wir beim Aufstieg noch merken.
Von Praxmar steigen wir erst über eine Skipiste auf, bald erreichen wir die Forststraße auf die Koglalm.
Über schöne Serpentinen steigen wir immer höher, allerdings ist der Untergrund sehr weich und damit auch der Aufstieg mühselig. Ich bin schon gespannt, wie die Abfahrt funktionieren wird.
Es ist auch hier, trotz dem vielen Schnee viel zu war. Es kommen uns immer wieder Skitouristen entgegen, die wohl vom Grieskogel oder der Lampsenspitze kommen.
Bei der Alm angekommen, trinken wir heißen Tee und bereiten uns für die Abfahrt vor…
Es ist ein wenig Nebel eingezogen, die Sicht wird schlechter. Allerdings ist der Weg sehr gut markiert, also haben wir kein Problem mit der Orientierung.
Wir freuen uns schon auf die Abfahrt, schnell noch alle Sachen verpacken, dann rauschen wir auch schon los.
Die Abfahrt ist nur in den flachen Stücken mühselig. Richtig schnell werden wir zwar nicht, aber dennoch macht die Rodelpartie Freude. Viel zu schnell erreichen wir wieder Praxmar. Rodeln macht echt Spaß!
Tourendaten Gesamtlänge: 7,40 km Gesamtdauer: 1:56 h Höhenmeter: △ 449 m / ▽ 453 m
Biggi hat herausgefunden, dass die Rodelbahn der Birgitzer Alm gar nicht so schlecht in Schuss sei, entgegen den Berichten im Internet. Da wollen wir es auf einen Versuch ankommen lassen. Mit einem Teil der Kinder im Schlepptau machen wir uns vom Parkplatz Adelshof auf zur Alm.
Die ersten paar Meter sind recht eisig, die Steine schauen schon raus, aber je weiter wir in die Höhe streben, desto besser wird der Zustand der Bahn. Überraschend wenig Leute sind am Weg, wohl auch wegen der schlechten Beschreibung des Bahnzustands. Uns soll es recht sein.
Während Biggi und ich vorgehen, unterhalten sich die Burschen köstlichst. Dies geht jedoch auf die Gehperformance, die hinter der unseren weit hinterherhinkt. Beim Kreuz auf der Lichtung „Hüttenboden“ warten wir eine Weile… und dann sind die Zwei auch schon da!
Ab hier ist die Rodelbahn wirklich gut in Schuss, wir steigen noch weiter auf bis zur Alm. Eine Einkehr ist heute allerdings aus zwei Gründen nicht mehr möglich. Zum Einen ist das Personal schon in Feierabendstimmung, denn es waren heute fast keine Gäste am Weg, und zweitens fängt die Dämmerung an, und wir wollen nicht ohne Taschenlampen im Dunkeln runterrutschen…
Also stärken wir uns mit mitgebrachtem Tee und leckerem Lebkuchen.
So gestärkt bereiten wir uns auf die Abfahrt vor. Der erste Teil bis zum Hüttenboden ist wunderbar und flott, da können wir es krachen lassen. Der zweite Teil bis zum Parkplatz ist dann schon recht eisig, aber immer noch gut, wenn auch sehr rasant zu fahren! Es macht allen riesigen Spaß, leider ist die Fahrt dann auch viel zu früh wieder zu Ende! Das schreit nach Wiederholung…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:45 h Gesamtlänge: 7,19 km Höhenmeter: △ 472 m / ▽ 467 m
„Großvati, es hat geschneit“… dieser Spruch von Petzi fällt mir heute spontan ein, als ich beim Fenster rausschaue… (für jene, die zu Jung sind: Petzi war ein Protagonist in der Kindersendung „Betthupferl“ in meiner Jugend)
Sogar bei uns im Ort ist viel Schnee gefallen… Perfekt, dass wir für Heute auch noch einen Skitag geplant haben… die Bergeralm bei Steinach am Brenner ist unser Ziel. Schon bei der Anfahrt stellen wir fest, dass wir heute nicht die einzigen Skifahrer sein werden.
Im Skigebiet selber hält sich der Andrang dann doch in Grenzen, beziehungsweise verteilt sich gut auf die verschiedenen Pisten. Es ist total fein und entspannt…
Und die Winterlandschaft ist heute wie aus dem Bilderbuch. Als dann auch noch die Sonne auf die Piste scheint, ist der Postkartentag perfekt.
Die Piste ist sehr gut präpariert, im Laufe des Tages schiebt es den Schnee immer mehr auf Haufen auf… fast schon zum Buckelpisten-fahren.
Biggi und ich genießen die Abfahrten und das wunderschöne Wetter…
… besonders beeindruckend ist die Aussicht auf das Wipptal. So verschneit habe ich das Verbindungstal nach Südtirol noch nicht gesehen. Eine geschlossene, wunderschön glänzende Schneedecke bedeckt das ganze Land!
Sogar auf bzw. neben der Autobahn häuft sich der Schnee! Ich bin schon gespannt, wie lange die weiße Pracht erhalten bleiben wird…
Das war ein schöner Skitag: Perfektes Wetter, perfekte Pisten und eine perfekte Begleitung! Ein wunderbarer Start in die neue Skisaison!
Schon viele Jahre möchte ich an diesen besonderen Platz. Heute endlich, im Schlepptau von Michi, geht sich die Tour aus… zum Salfeinssee. Mit dem Bus fahre ich die erste Strecke bis nach Götzens, dort treffe ich auf Michi. Ab hier fahren wir gemeinsam mit dem Auto Richtung Kemater Alm. Auf halbem Wege befindet sich der Parkplatz…
Den ersten Teil des Aufstiegs wählen wir über die Forststraße, bei einer schönen Privathütte, evtl. eine ehemalige Alm, zweigen wir auf den Steig ab.
Vorbei an einem beeindruckend ruinösen Stadl wandern wir weiter aufwärts. Diese Seite des Kammes liegt schon im Schatten, aber das hat im Aufstieg nur Vorteile.
Im Hintergrund sehen wir die Kalkkögel mit der davor liegenden Kemater Alm. Die Adolf-Pichler-Hütte können wir von hier nicht einsehen.
Unterwegs begegnen wir vereinzelt Kühen, die hier auf einer traumhaften Weide grasen.
Der Blick ins Unterinntal ist von dieser Seite wunderschön, und das Wetter trägt heute den Rest dazu bei, fast Kitschbilder erzeugen zu können.
Beim Salfeinssee treten wir vom Schatten in die Sonne, für die Pause ist das perfekt. Der See hat heute ein wenig mehr Wasser, das macht sich auf den Fotos gut!
Das Licht ist einfach nur toll, wir haben uns heute wirklich den perfekten Tag für diese Wanderung ausgesucht.
Die Sonne bereitet sich nun auf die Nachtruhe vor, langsam verschwindet der Feuerball am Horizont.
Nach so langer Zeit haben Michi und ich es endlich wieder mal geschafft, ein Treffen auszumachen. Das sollten wir wieder öfter machen.
Und dann ist der Zeitpunkt gekommen, das berühmte Foto (ich sage nur Insta-Spot) zu schießen. Die Bedingungen passen heute wirklich, Sonne, wolkenloser Himmel, kein Windchen kräuselt den See… wie bestellt, denke ich mir!
Oben auf Salfeins sind nun die Kühe den Pferden gewichen, die hier eine kaiserliche Loge über dem Inntal ihr Eigen nennen.
Die Sonne geht nun hinter dem Rosskogel unter, ich werfe noch einen Blick hinüber zum Weißstein (2.640m), den ich vorletztes Jahr besteigen konnte (hier als kleine Spitze in der Mitte des Kamms zu sehen).
Die Sonne strahlt nun nur noch die Spitzen der Kalkkögel an, da muss ich prompt nochmals ein Foto machen.
Wir genießen den Ausblick, doch ohne Sonne wird es gleich kühl. So machen wir uns an den Abstieg.
Als wir die verfallene Alm erreichen, ist die Sonne gänzlich untergegangen und die Dämmerung setzt ein. Der Zeitpunkt für die Tour hätte nicht besser gewählt sein können.
Bei Michi und David werde ich noch gut verköstigt, ein Hoch auf den Koch! So gestärkt mache ich mich spät Abends mit dem Bus auf den Heimweg.
Tourendaten Gesamtlänge: 6,08 km Gesamtdauer: 2:05 h Höhenmeter: ∆ 549 m / ∇ 548 m
Nachdem der gesamte Winter mit Schneearmut geglänzt hat, haben wir uns heute entschlossen, Nachschau im Kühtai zu halten, wie dort die Pistenverhältnisse seien. Man hört nur Gutes aus diesem Schneeloch und retrospektiv können wir das auch bestätigen. Die Pisten hier sind ein Wahnsinn!
Mit dem Flomobil sind wir heute bequem angereist, denn die Busfahrt ins Hochtal ist von uns zu Hause gesehen recht umständlich.
Piste für Piste probieren wir aus, wir starten mit der Hochalterbahn, weiter zur Kaiserbahn. Später wechseln wir auf die Südseite, Hohemut-, Dreiseen- und die Wiesberg-Bahn nehmen wir auch mit.
Bei so viel Lifthopping braucht es mal eine Pause am Talboden. Im „Sonne&Schnee“ auf der Terrasse genießen wir die Frühlingssonne und stärken uns…
Nachher geht es wieder auf die Piste, schlussendlich haben wir einige der Lifte, Letu ein paar Mal den Funpark durchstreift. Zur Gaiskogelbahn schaffen wir es nicht, das müssen wir das nächste Mal machen!
Wunderbares Wetter, feinste Pistenverhältnisse, eine gemütliche Pause zwischendurch und beste Gesellschaft. So stelle ich mir einen gelungenen Skitag vor!
Das Wetter ist gut und lockt ins Freie. Elisabeth und ich haben nochmals ausgemacht, dieses Mal schauen wir uns eine kleine Pistentour in der Axamer Lizum an. Der Pleisen soll heute unser Ziel sein. Vom Ski-Parkplatz an der Talstation steigen wir über den Rodelweg die erste Strecke auf, vorbei an der Schafalm. Eine ganze Jägerschar kommt uns hier entgegen…
Am Ende der Rodelbahn wechseln wir ins freie Gelände. Die Schneehöhe reicht für den Aufstieg, die Abfahrt wäre hier wohl kein so großes Vergnügen.
Rechter Hand sehen wir immer wieder ins Skigebiet, es sind ein paar Leute auf der Piste, aber überlaufen ist das Gebiet heute nicht.
Im Hintergrund lacht die Nockspitze zu uns herrüber, das wäre auch mal ein Ziel, das ich gerne angehen würde. Zu Fuß war ich schon des öfteren dort, aber noch nicht mit den Skier.
Die Aussicht ins Inntal ist wunderschön, allerdings kann man hier auch gut erkennen, dass sich der Schnee in den meisten Plätzen verzogen hat, nur noch die Gipfel sind in Weiß getüncht. An so einen schneearmen Jahreswechsel kann ich mich nicht erinnern.
Am Grat zum Pleisen erhaschen wir einen Blick ins Senderstal, mit dem viel-fotografierten Salfeins-See, im Hintergrund Auf-Sömen und Zischgeles.
Der Föhn, mit dem wir gestern schon Bekanntschaft gemacht haben, hat sich zwar gelegt, aber am Himmel erkennt man, dass ein Wetterumschwung bevorstehen könnte.
Viele Leute sind nicht am Weg, aber als wir uns dem Gipfel nähern, sehen wir doch ein paar Tourengeher, die dort pausieren.
Wir machen eine kurze Pause und genießen die Rundumsicht, Inntal, Kalkkögel, Stubaier, Sellrainer Berge, Karwendel… es fehlt der Platz, alle aufzuzählen.
Nach der Pause fahren wir über die im oberen Bereich perfekte Piste ab, auf den höher frequentierten Pisten ist es schon recht hart und abgefahren. Den unteren Teil rutschen wir auf der Rodelbahn ab und erreichen wohlbehalten den Parkplatz.
Eine schöne und aussichtsreiche Tour, in bester Gesellschaft. Was will man mehr!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:30 h Gesamtlänge: 7,91 km Höhenmeter: ∆ 709 m / ∇ 709 m Lawinenwarnstufe: 1/2
Heute steht eine gemütliche Wanderung in der Nähe von Mutters auf dem Programm, eine Runde um die Telfer Wiesen. Mit der Stubaitalbahn (STB) fahren wir, Letu und ich vom Bahnhof Innsbruck nach Kreith. Kurz vor den Endhaltestelle steigt Michi zu, da sie uns heute begleitet.
Vom Bahnhof müssen wir ein paar Meter auf der Fahrstraße gehen, dann zweigt auch schon der Wanderweg zu den Telfer Wiesen ab.
Überraschend viel Schnee liegt hier, das hätten wir weder in Aldrans, und noch viel weniger in Innsbruck vermutet.
Der Forstweg durch die wunderschönen Lärchenwäldern ist allerdings gut zu begehen. Und der Weg ist wirklich einfach gehalten. Das merkt man auch an der Frequenz der Besucher…
Durch Zufall bin ich auf diese Strecke gestoßen, nun bin ich echt froh, auf den Tipp am Ende des Textes eingegangen zu sein: Im Spätherbst besonders empfehlenswert.
Der Kontrast von Schnee, gelben Lärchen, brauner Wiese und tiefblauem Himmel ist wunderschön, fast möchte man nicht weitergehen vor lauter Staunen.
Ein weiteres Highlight, das mir ins Auge sticht, sind die schönen Städel, die hier überall aufgestellt sind und auch in wunderbarem Zustand sind.
Vielleicht hat sich mein Blick gerade eben geschärft, weil ich beim letzten Aufenthalt auf der Hütte (siehe Link) auch an unserem Stadel arbeiten musste und weiß, wie viel Arbeit und Liebe hier drinnen steckt.
Als sich die Wiesen öffnen, tut sich uns ein wunderschöner Blick auf den Altar Tirols auf, die Serles…
Letu findet immer wieder etwas zu inspizieren, Gott sei Dank ist ihm nie langweilig.
Beim Umkehrpunkt finden wir ein sehr schön gefertigtes Wegkreuz vor…
… kurz danach verzweigen die Wege, unsere Richtung ist nun zum „Gasthof Stockerhof“. Ein Schilderwald weist uns ein.
Immer haben wir schöne Ausblicke, speziell auf die Tuxer Alpen und auf den Patscherkofel oder Morgenkogel.
Die Sonne ist nicht mehr so stark, daher vermag sich der Schnee hier trotz guter Einstrahlung vehement zu halten.
Wenn wir unterwegs sind, die die Temperaturen in Ordnung, sobald man ein wenig rastet, wird es kühl.
Das letzte Stück des Weges vor dem Gasthaus ist verschneit, kalt und scheinbar im ewigen Schatten.
Michi erzählt, dass Bekannte schon die ersten Skitouren in diesem Gebiet unternommen haben. Bei dieser Schneelage kann ich mir das gut vorstellen.
Im Gasthaus Stockerhof gönnen wir uns ein Mittagessen, das sowohl qualitativ wie quantitativ zu überzeugen weiß. Wir sitzen direkt in der Sonne, dennoch sind unsere Finder bald so klamm, dass Letu zum Essen Handschuhe anziehen muss.
Der Kälte geschuldet bleiben wir nicht sehr lange, kurz nach dem Essen verlassen wir diesen im Sommer wohl sehr gemütlichen Platz und wandern weiter talwärts.
Wieder zeigt sich der Patscherkofel, als beeindruckende Pyramide von der schönsten Seite.
Schließlich erreichen wir wieder das zu Mutters gehörende Kreith. Die letzten paar Meter zur Bahn legen wir in flottem Schritte zurück und erreichen punktgenau die nächste STB.
Beim Einsteigen in die Bahn fällt mir nochmals die wunderschöne Silhouette der Nordkette auf, die sich auch in der Fensterscheibe der Bahn spiegelt. Eine wunderschöne, aber auch kühle Wanderung, die ich im Sommer auch mal gerne machen würde…
Tourendaten Gesamtdauer: 2:13 h Gesamtlänge: 8,61 km Höhenmeter: 344 m
Heute steht eine Tour in den Kalkkögel am Programm. Mit von der Partie sind neben Letu und mir auch noch Michi und David. Um 08:00 Uhr holen wir die Zwei ab und fahren auf der Mautstraße zur Kemater Alm. Noch ist nicht viel los…
Kurz vor Erreichen der Alm sieht man schon das atemberaubende Panorama der Kalkkögel. Dieses Gebirge ist eine geologische Besonderheit in Nordtirol, und für Bergenthusiasten ein schier unerschöpfliches Gebiet.
Von der Kemateralm wandern wir zur Adolf-Pichler-Hütte. Diese ist schon winterfest gemacht, hier wird sich heute keine Einkehr ausgehen…
Über das weite Almgelände, das Vieh ist schon wieder im Tale, wandern wir gen süd-süd-westen zum Seejöchl.
Noch laufen wir im Schatten, es ist kühl und wir brauchen sogar die Jacken.
Es weht ein unguter Südföhn, der gefühlsmäßig immer stärker wird. Wir queren unter der beeindruckenden Riepenwand, der direkte Weg unter der Felswand ist allerdings wegen Steinschlag gesperrt.
Der Weg wird ein wenig steiler, jedoch ist der Pfad gut angelegt und angenehm zu gehen.
Während im Inntal schon die Sonne scheint, halten Ochsenwand, Riepenwand und Seespitze die wärmenden Strahlen effektiv ab.
Erst kurz vor dem Seejöchl (2.518m) bricht der Feuerball durch und wärmt unsere Gesichter. Welch eine Wohltat…
Wir haben erst überlegt, die Schlicker Seespitze zu besteigen, aber da sich der Wind intensiviert hat, beschließen Letu und ich, auf den Gamskogel zu gehen, während Michi und David am eigentlich Ziel festhalten.
Während der Aufsteig zur Seespitze noch im Schatten liegt, haben Letu und ich viel mehr Glück, unser Aufstieg liegt vollends in der Sonne.
Obwohl der Föhn relativ stark ist, ist es in der Sonne gut aushaltbar, dennoch brauchen wir Handschuhe und Kappe, um die Extremitäten warm zu halten.
Der Gamskogel ist ein rechter Steinhaufen, dennoch macht der Aufstieg speziell Letu viel Spaß. Ein markierter Weg führt zwar auf den Gipfel, ist aber nicht nötig, denn gekraxelt werden kann überall.
Schnell haben wir das Gipfelkreuz erreicht, eine großartige Pause geht sich hier allerdings wegen dem „Blasius“ nicht aus.
Kurz unter dem Gipfel finden wir eine kleine leeseitige Nische, die auch noch ein wenig sonnenbestrahlt ist. Hier wird mit Hochgenuss die Jause verzehrt.
Schließlich steigen wir wieder zum Seejöchl ab, von Michi und David ist aktuell keine Spur zu sehen. Also, schlussfolgern wir richtig, müssen sie noch weiter oben sein.
Die beeindruckende Seespitze werde ich wohl nochmals in Angriff nehmen müssen, beeindruckend steht der Zapfen vor mir…
Am Seejöchl verweilen wir nur kurz, es ist auch hier sehr windig. Zumindest sehen wir die zwei Seen, die dem Jöchl wohl den Namen „eingebrockt“ haben.
Wir steigen weiter ab, folgen dem selben Weg, den wir im Aufstieg verwendet haben…
… und erreichen bald wärmere Gefilde.
An den Ufern eines ausgetrockneten Sees pausieren wir und warten auf unsere Mitwanderer. Vor kurzem haben sie sich telefonisch gemeldet…
Bald sind wir wieder vereint und wandern über die Adolf-Pichler-Hütte hinab zur Kemateralm.
Zum Glück hat dieser Platz offen, wir gönnen uns eine kleine Stärkung, während sich der Himmel immer mehr zuzieht.
Das Wetter war heute nicht ideal, aber es blieb trocken und die Fernsicht war in Ordnung. Letu meinte sogar, den Säuling gesehen zu haben, unseren Hausberg in Pflach. Leider kann ich das nicht bestätigen, will es aber auch nicht als unrichtig einstufen. Zumindest die Zugspitze haben wir gemeinsam sicher gesehen.
Danke an die tolle Truppe, es war wieder mal eine feine Bergfahrt mit feinen Leuten.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:48 h Gesamtlänge: 12,06 km Höhenmeter: 1.112 m