Schlagwort-Archive: Tuxer Alpen

240107 Rodeln Rinner Alm

Nachdem die letzte Rodelpartie so ein Spaß war und es heute richtig gut geschneit hat, wagen Biggi und ich ein weiteres Abenteuer auf die Rinner Alm. Wir fahren mit dem Bus nach Rinn, im Bus wird ein wenig geblödelt…

Das rächt sich dann aber recht schnell, beim Aussteigen aus dem Bus, kaum ist dieser abgefahren, stelle ich fest, dass mir mein Rucksack abhanden gekommen ist… dieser macht nun eine Sonderfahrt nach Hall, während ich zugegebenermaßen ein wenig angezipft am Start der Rodelbahn stehe.

Eine kurze Kalkulation sagt mir, dass der Bus in circa einer Stunde wieder hier vorbei kommen sollte. Daher nutzen wir die Zeit und spazieren ein Stück weit die Rodelbahn hinauf. Auch heute sind wenig Leute am Weg, die Stimmung ist allerdings super, und sehr winterlich.

Ein paar wenige Rodler kommen uns entgegen, allerdings stellen wir schon beim Zuschauen fest, dass die Bahn heute nicht schnell geht! Zuviel Schnee und zu wenig Präparation, so unser Fazit.

Wir spazieren bis zur ersten Kurve, dann heißt es auch schon runter ins Tal, damit wir den Bus erreichen… hoffentlich stimmt meine Berechnung mit dem Bus!

Die Abfahrt ist dann wie erwartet nicht so einfach, die Bahn in diesem Teilstück auch zu wenig steil, um richtig vom Fleck zu kommen. Dennoch ist die Abfahrt den Umständen entsprechend lustig…

Im Ort angekommen, warten wir gespannt auf den Bus. Nach ein paar Minuten kommt er auch schon um die Kurve, Biggi meint dann auch schon: „Schau, das ist der gleiche Busfahrer“. Und siehe da, gleicher Busfahrer, gleicher Bus, und der Rucksack ist genau dort, wo ich ihn letztlich vergessen habe!
Das Rodeln war nicht ganz nach unserer Vorstellung, aber zum Glück habe ich den Rucksack mit all meinen Sachen wieder bekommen. Ende gut, alles gut!

Tourendaten
Gesamtdauer: 48 min
Gesamtlänge: 2,4 km
Höhenmeter: △ 157 m / ▽ 151 m

240103 Schartenkogel (2.311m)

Das Wetter ist in letzter Zeit wunderschön, allerdings geht das zu Lasten der Schneedecke. Und Schnee ist aktuell auch nicht in Sicht. Die Touren in meinem Nahgebiet sind daher ein wenig beschränkt.
Heute geht´s daher wieder mit Biggi und einer ihrer Freundinnen auf den Schartenkogel…

Der Aufstieg erfolgt wieder über die Lifttrasse.

Bei der Bergstation wechseln wir auf den Sommersteig zum Schartenkogel.

Sobald wir im Gelände sind, hat man gefühlsmäßig das Skigebiet vergessen. Es macht trotz mangelhafter Schneedecke richtig Spaß, bei diesem Kaiserwetter in den Bergen unterwegs zu sein.

Die Aussicht ist wie in den letzten Tagen einfach phänomenal, der Himmel fast wolkenlos und der Schnee leuchtet richtig…

Auch der Blick ins Unterland ist toll, das grüne Inntal suggeriert allerdings schon fast frühlingshafte Verhältnisse.

Wir haben die Aufstiegsspur heute ein wenig variiert, wir steigen ein wenig westlicher auf.

Der Glungezer ist auch gut besucht, können wir feststellen. Unser Ziel bleibt allerdings der Schartenkogel.

Schließlich erreichen wir den schönen Gipfel, der trotz guten Besuches nie überlaufen wirkt. Das hat wohl mit dem großzügigen Gipfelplateau zu tun…

Wir schauen noch einmal ins Tal, so manche Spur im Schnee verlockt fast schon zu einer Geländefahrt, wir bleiben aber unserem ursprünglichen Plan treu und fahren über die Piste zur Tulfeinalm.

Dort genießen wir ein feines Mittagessen, dann setzen wir unsere Fahrt ins Tal fort.

Der lange Ziehweg von der Tulfeinalm ins Skigebiet scheint entschärft worden zu sein, viel leichter kommt mir der Übergang mittlerweile vor.

Im Skigebiet selber ist einiges los, die Piste ist gut präpariert, aber auch hart und könnt wohl eine wenig Neuschnee vertragen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 7,80 km
Höhenmeter: ∆ 770 m / ∇ 770 m

240101 Neujahrsskifahrt Patscherkofel

Mit Letu habe ich schon vor Tagen abgemacht, dass wir am 01.01.2024 gleich in der Früh auf die Piste gehen! Das setzt natürlich eine gewisse Disziplin am Vortag voraus, aber das war heuer überhaupt kein Problem. Silvester war schön, aber eben nicht so wild wie in anderen Jahren!

Wir sind bald oben am Berg, es sind wenig Leute am Weg. Das war auch zu erwarten. Die Piste ist in Ordnung, ein wenig Neuschnee ist gestern gefallen, den wir natürlich gleich nutzen müssen. Es macht sehr viel Spaß, im unverspurten Schnee zu fahren!

Letu und ich lassen es krachen, es macht viel Spaß, aber gegen Mittag sind dann doch mehr Leute und der „gute“ Schnee verfahren. Aber der Piste kommen die Eisplatten hervor, die sich trotz guter Präparation doch irgendwann nicht mehr verstecken kann. Es braucht unbedingt ein wenig mehr Schnee!

Ein wenig nach Mittag lassen wir es dann gut sein! Zu Hause gönnen wir uns noch ein feines Mittagessen, so läßt sich der erste Tag des neuen Jahres sehr gut einläuten!

Ein Gutes Neues Jahr 2024, Viel Glück und Gesundheit

231230 Schartenkogel (2.311m)

Die zweite Skitour in der neuen Saison führt mich heute zusammen mit Biggi wieder auf einen bekannten Berg, den Schartenkogel. Da die Verhältnisse in der Nähe nicht so gut sind, haben wir eine Pistentour ausgesucht.

Von Aldrans mit dem Bus bis zur Talstation, dann weiter mit der Gondel zur Mittelstation „Halsmarter“, dort schnallen wir die Ski an. Den Aufstieg bewerkstelligen wir über die alte Lifttrasse, die steil nach oben zieht.

Noch steigen wir im Schatten auf, allerdings sehen wir schon auf der gegenüberliegenden Seite die Sonnenhänge, die wir hoffentlich auch bald erreichen werden.

Die Temperaturen sind allerdings untypisch „lau“ für den Glungezer, dessen Herzstück nicht umsonst „Kalte Kuchl“ heißt. Bald schon muss ich die Jacke ausziehen und steige nur mit langem Unterhemd und Weste weiter.

Immer wieder hören wir ein vergnügtes Geschrei aus dem Wald, das von der Rodelbahn zu uns herüber schallt. Diese Rodelbahn ist gut besucht und scheint sehr gut in Schuss zu sein.

Bald erreichen wir die Bergstation bei der Tulfeinalm, hier zweigen wir über den Sommerweg ins freie Gelände ab. Die ersten Meter haben es in sich, leider ist die Spur durch schlechte Anlage und hauptsächlich durch Fußgänger und Schneeschuhgängern „zerstört“ worden.

Wir überlegen nicht lange und ziehen uns die Harscheisen an. Diese erweisen sich am Anfang als hilfreich, im Mittelteil wären sie nicht unbedingt nötig, aber sind doch an manchen Stellen ein Komfortgewinn.

Durch lichten Zirbenwald steigen wir höher, der Ausblick auf den Glungezer und das Inntal wird immer beeindruckender.

Wir wählen die Route, die sich am Abbruch zum Voldertal orientiert. Tiefblicke sind hier auf jeden Fall garantiert.

Eine Stelle des Aufstiegs imponiert mir sehr, hier hat der letzte Sturm eine mächtige Wechte entstehen lassen.

Am Rand zum Voldertal sehen wir nun auch ins Unterland, Kellerjoch, Gilfert, Largoz liegen direkt in unserem Blickfeld. Bis zum Kaiser können wir sehen, es ist grandios.

Über hart gepressten Schnee steigen wir weiter auf, manche Stellen führen nahe an die Kante und setzen eine gute Felltechnik voraus. Wir haben die Harscheisen noch dran und sind daher entspannt.

Bei zwei kurzen Stücken müssen wir sogar über Gras steigen, dann schließlich erreichen wir den Gipfel des Schartenkogels. Da auch viele Leute über das Skigebiet aufsteigen, ist am Gipfel auch einiges los.

Das Wetter ist wunderbar, daher setzen wir uns ein wenig und trinken Tee. Biggi findet auch schon einen, wenn auch nicht ganz so bequemen „Liegestuhl“, für die kurze Pause reicht es aber allemal.

Die Abfahrt bestreiten wir in üblicher Manier über das Skigebiet, das ist bei den aktuellen Verhältnissen im Geländer auch die komfortablere Variante.
Es war eine tolle Tour mit Biggi und ich hoffe, es folgen in dieser Saison noch viele weitere schöne Aufstiege!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:36 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: ∆ 843 m / ∇ 850 m

231226 Patscherkofel (2.246m)

Obwohl der Schnee schon länger liegt und ich echt motiviert wäre, schaffe ich doch erst heute meine erste Skitour. Der schöne Schnee, der Mitte Dezember gelegen ist, wurde schon wieder vernichtet, fast frühlingshafte Verhältnisse liegen vor.
Wir, Biggi und ich, haben heute den Patscherkofel als Ziel auserkoren. Mit der Bahn erreichen wir die Mittelstation.

Ein paar Meter müssen wir abrutschen, damit wir auf den Weg zur Patscher Alm erreichen. Noch ein kurzes Stück der Forststraße entlang, dann sind wir auch schon auf der Aufstiegsspur im Wald.

In gemütlicher Steigung arbeiten wir uns auf der nordwestlichen Flanke des Patscherkofels langsam empor. Hier liegt eine geschlossene Schneedecke vor, und der Aufstieg verläuft sehr gut.

Die Fernsicht ist heute wunderbar, die Luft durch den Wind der letzten Tage klar und dunstfrei. So ist der Blick ins Stubai wirklich wunderschön… Serles und Habicht grüßen erhaben zu uns her!

Über den Sommerweg, den Jochleitensteig umrunden wir den Gipfel des Kofels und steigen von der Südwest-Seite hinauf zur Gipfelstube.

Die Gipfelstube ist offen, wir nutzen spontan die Zeit und kehren auf eine Kaspressknödel-Suppe ein. Das tut richtig gut.

Die Stube ist voll, wir genießen die heiße Suppe, anschließend ist die Abfahrt angesagt. Da der Schnee im Gelände richtig unfein wirkt, beschließen wir, über die Forststraße abzufahren.

Über Mittag war es sonnig und fein, nun ziehen immer wieder dichtere Wolken über den Himmel und es ist auch ein wenig kühler geworden. Schnell sind wir gerichtet, über den Weg erreichen wir nach ein paar Minuten die offizielle Piste…

Für dem weiteren Weg wählen wir die Familienabfahrt, im oberen Teil ist die Piste angenehm, aber hart. Weiter unten im Tal wird die Piste immer weicher und unfeiner zu fahren… dennoch macht es viel Spaß und Freude!

Die erste Skitour mit Biggi war super, ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 12,97 km
Höhenmeter: △ 555 m / ▽ 1.266 m

231112 Sillschlucht

In der Höhe ist ein wenig Schnell gefallen. Trotzdem, dass die Sillschlucht, früher beliebtes Naherholungsgebiet, letztes durch illegale Raves in Verruf gekommen, nicht mehr ganz einfach zu erreichen ist, beschließen Biggi und ich, eben dorthin zu wandern.
Mit dem Fahrrad erledigen wir rasch die Anreise, dann spazieren wir vom Bergisel-Denkmal hinauf zum Drachenfels.
Die wunderschönen Herbstfarben begleiten uns auf Schritt und Tritt…

Am Drachenfels genießen wir die Aussicht auf den kunterbunten Wald, dann spazieren wir weiter, zuerst an der orographisch linken Seite der Sill, später wechseln wir auf die rechte Seite.

Hier, am breiten Bachbett könnte man, gutes Wetter vorausgesetzt, sehr schön picknicken. Oder aber eine Kneippkur der harten Art durchführen, wir wir schaudernd erblicken können. Eine Gruppe von jungen Leuten sitzen bis zur Brust im eiskalten Wasser… brrrrrrr!

Bei der zweiten Brücke wandern wir nach Vill hoch, eine kurze Einkehr beim „Gasthof Turmbichl“ mit Getränk und Suppe vervollständigt den ersten Teil der Wanderung.

Vom Turmbichler wandern wir über den Poltenweg und Bedelungerweg, und erreichen beim Bretterkeller wieder städtischen Untergrund… mit den Fahrrädern fahren wir wieder zurück zum Ausgangspunkt!
Eine sehr feine Runde mit Biggi, die wir sicher nicht das letzte Mal gemacht haben!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:21 h
Gesamtlänge: 13,21 km
Höhenmeter: ∆ 477 m / ∇ 478 m

231110 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Wenn es mal schnell gehen muss, aber der Bewegungsdrang doch groß ist, bietet sich die wohnungsnahe Rinner / Aldranser Almenrunde an.
Mit Biggi fahre ich nach Rinn, dort steigen wir direkt auf den „Rinner Alm Steig“ ein.

Gemütlich steigen wir empor, in höheren Lagen haben wir stellenweise Schnee, allerdings noch in homöopathischen Dosen. Es ist nicht sehr kalt, also geben wir dem Schnee keine große Überlebenswahrscheinlichkeit.

Flotten Schrittes erreichen wir die geschlossene Rinner Alm (1.380m). Diese ist schon auf Winter eingerichtet, vor dem Eingang wurde ein kleiner Kobel als Windfang aufgebaut.

Wir bleiben nicht stehen, nach kurzer Beratschlagung haben wir beschlossen, den Weg zur Aldranser Alm weiter zugehen. Ein wenig mehr Schnee ist hier dazugekommen, aber es ist trotzdem mit Halbschuhen gangbar.

Das Wetter ist heute nicht gerade einladend, an der Nordkette sieht es schon aus, als ob es regnen würde…

Nach kurzem Marsch erreichen wir die auch geschlossene Aldranser Alm (1.551m). Hier wird der Betrieb wohl mangels eigener Rodelbahn erst im Frühjahr wieder starten.

Wir genießen den Ausblick von der Alm, obwohl im Norden schon der Regen einzieht. Der Entschluss ist anschließend schnell gefasst, wir müssen hinunter ins Tal!

Wir nehmen den Stich direkt von der Aldranser Alm durch den Wald, schnell haben wir den Schnee hinter uns gelassen, die Temperaturen sind allerdings verhalten!

Der Herbst mit seinen Farben verzaubert den Wald und die Wege, am Bach sind schöne, gelbe Blätter ins Wasser gefallen und stellen einen wunderschönen Kontrast zum Grau der Steine dar…

Je tiefer wir ins Tal kommen, desto tiefer scheinen auch die Wolken am Himmel nieder zudrücken. Wir sputen uns…

… dennoch schaffen wir es nicht ganz, das Auto trocken zu erreichen. Ein „gscheider“ Guss überrascht uns auf den letzten Metern und wascht uns einmal richtig durch!

Ein dennoch wunderschöner Spaziergang in der Natur mit super Begleitung, der Tag hat sich heute wieder total rentiert!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:59 h
Gesamtlänge: 8,91 km
Höhenmeter: ∆ 680 m / ∇ 708 m

231101 Judenstein

Auf den Bergen liegt der erste feine Schnee, und die Kälte ist ins Land eingezogen. Nach dem heißen Sommer und Herbst schon eine Umstellung.
Biggi und ich gehen heute Wandern. Nachdem wir Letzens auf der Nordketten-Seite waren, ist heute das Mittelgebirge und die Tuxer an der Reihe.

Wir fahren mit dem Bus bis zum Lavierenbad in Rinn. Ein paar Meter müssen wir an der Hauptstraße entlang laufen, dann zweigen wir ab Richtung Poltenhof.

Eine sehr ruhige, und sehr schöne Gegend. Leider komme ich hier recht selten zum Spazieren gehen her… vielleicht geht sich das mit Biggi öfter aus.

Über die Höhenstraße erreichen wir Judenstein. Bekannt ist der ehemalige Wallfahrtsort für den antisemitischen Kult um das „Anderl von Rinn“. Jüdischen Händler war der Mord an dem kleinen Anderl angelastet worden. 1985 wurde der Kult schließlich aufgelassen.

Wir besuchen das Geburtshaus des Anderls, leider geht sich kein Foto aus, da das Haus von zwei sehr resoluten Gänsen verteidigt wird.

Der weitere Weg führt uns zur Teufelsmühle, diesen Platz habe ich früher, als die Kinder noch kleiner waren, öfter besucht. Mittlerweile ist die Mühle ein wenig in Mitleidenschaft gezogen und bedarf ein wenig Zuwendung.

Auch auf dem weiteren Weg zum Wiesenhof sehen wir immer wieder umgeknickte Bäume…

Das Bettelwurfmassiv ist schon gut „gezuckert“, der Winter ist im anrollen.

Auch auf dem Glungezer liegt schon Schnee… ich bin schon sehr gespannt, wie der Winter heuer wird!
Wir kehren im Gasthaus Wiesenhof in Aldrans ein, dort lassen wir uns ein gutes Mittagessen schmecken. Die Pause tut total gut, wir genießen die Wärme der Wirtsstube.

Vom Wiesenhof wandern wir über die Prockenhöfe weiter zum Herzsee. Dieser hat sich sein Herbstkleid angezogen, die bunten Blätter schwimmen im Wasser…

Durch Aldrans an der Straße entlang kommen wir zu mir nach Hause, hier gibt es noch einen Kaffee… dann wandern wir weiter nach Innsbruck!
Eine tolle Runde in wunderbarer Gesellschaft. Ich freue mich schon auf die nächste Wanderung mit Biggi!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:40 h
Gesamtlänge: 16,03 km
Höhenmeter: ∆ 248 m / ∇ 598 m

231003 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter ist aktuell noch super, allerdings ist über Nacht eine Kaltfront angesagt, daher beschließe ich kurzfristig, meine Runde über die Almen zu machen. Von Rinn aus geht’s wieder los über den „Rinner Alm Steig“.

Obwohl es noch nicht spät ist, steht die Sonne, jahreszeitenbedingt schon viel tiefer. Die Stimmung ist allerdings einfach schön…

Ich bin wieder mal flott am Weg, nach 36 Minuten habe ich die Rinner Alm erreicht. Wie immer bewundere ich die letzten Meter zur Hütte, für mich einer der schönsten Zugänge zu einer Alm…

Die Hütte strahlt letzten Abendlicht, Besucher und Pächter sind allerdings schon ausgeflogen. Um diese Jahreszeit hat die Hütte nur bis 18:00 Uhr geöffnet…

Mich zieht es sowieso weiter, die nächste Alm ist mein nächstes Ziel. Zuerst wandere ich über einen schönen Steig, dann unspektakulär über die Forststraße…

Die Sonne verschwindet langsam im westlichen Dunst, im Oberland kann man schon die ersten Anzeichen eines Wetterumschwungs erahnen.

Auf der Aldranser Alm ist auch Aufbruchstimmung, daher kehre ich hier auch nicht ein… alleine ist das eher fad! Den Höchsten Punkt habe ich nach 52 Minuten erreicht.

Erst steige ich über den steilen Waldsteig ganz in der Nähe der Alm ab. Dieser wird den Spuren nach zu urteilen auch öfter von Downhillern benutzt.

Dann erreiche ich den alten Almweg, der mittlerweile keine Funktion mehr zu haben scheint. Im oberen Bereich endet der Weg zumindest für Fahrzeuge in einer Sackgasse… besser für uns Wanderer!

Kurz vor Fagslung geht der Forstweg in eine Asphaltstraße über… die Tristheit eines solchen Weges wird zumindest durch die wunderschöne Aussicht kompensiert… und im Westen rollt was an!

Ich erreiche mein Zuhause nach nicht ganz zwei Stunden, es dauert noch ungefähr eine Stunde, da fällt mir beim Blick aus dem Fenster auf, dass es regnet. Das ist noch schneller gegangen als gemeint!
Ich bin glücklich, dass ich das Wetter noch genutzt habe.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:49 h
Gesamtlänge: 9:45 km
Höhenmeter: ∆ 588 m / ∇ 763 m

230920 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Spontan entscheide ich mich, das (noch) gute Wetter zu nutzen und meine Almenrunde nach der Arbeit abzuklappern. Mit leichtem Gepäck mache ich mich mit dem Bus auf nach Rinn, zum Kirchplatz.

Ein paar Meter über den Asphalt, dann erreiche ich schon den „Rinner Almsteig“, der mich ziemlich direkt zur Alm bringt. Durch schönen Forst steige ich windgeschützt höher und höher.

Der Föhn ist heute durchgebrochen, immer wieder knacken die umliegenden Bäume, so mancher Ast fällt durch die Windlast zu Boden.

Nach 35 Minuten erreich ich schon die schön gelegene Alm. Die Sonnenschirme sind wegen dem Wind eingeklappt, aber es wird noch ausgeschenkt. Der Besucheransturm hält sich allerdings in Grenzen. Nur eine handvolle Wanderer hat den Aufstieg heute gemacht.

Ich bleibe nur kurz stehen, trinke einen Schluck und mache ich auf zur zweiten Alm. Die Sonne wärmt noch gut, allerdings kühlt im gleichen Zuge der Wind ganz nett…

Nach weiteren 15 Minuten erreiche ich „unsere“ Alm, die Aldranser Alm. Auch hier ist wenig los, aber die Alm ist auch hier geöffnet. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet.

Auch hier verweile ich nur kurz, zum Genießen auf der Terrasse ist es zu windig, und in die Hütte möchte ich nicht sitzen. Also steige ich direkt wieder über den Steig ab.

Erst geht es steil nach unten, durch Heidelbeerfehler.. die Beeren sind aber schon so gut wie abgefallen, nur teilweise sehe ich noch die leckeren Waldfrüchte.

Ich kreuze ein paar Mal die Forststraße, bleibe allerdings auf meinem Steiglein. Das ist mir viel lieber als die große Schotterpiste. Ab dem Wasserbassin muss ich dennoch der Almstraße folgen… ein kleiner Wermutstropfen, über Asphalt abzusteigen.

Der Föhn hat die Luft richtig durchgeputzt, die Fernsicht ist sehr gut. Der Bettelwurf und die Speckkarspitze ruft Erinnerungen an die heurige Tour mit Daniel, Maggo und Papa auf.
Über das Industriegebiet, Sägewerk und Waldspielplatz erreiche ich nach 1:47 Minuten wieder mein Zuhause. Ich bin zufrieden und nun auch richtig hungrig… eine tolle Tour direkt vor der Haustüre!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamtlänge: 9,32 km
Höhenmeter: ∆ 579 m / ∇ 737 m