150128 Madeira – Wanderung zum Ponta de Sao Lourenco

Heute ist unser Ruhetag, das heißt zuerst einmal lange ausschlafen. Wir beginnen den verspäteten Morgen mit einem herzlichen Frühstück, dann haben wir beschlossen, uns die Lavahöhlen von Sao Vincente anzusehen. Diese wurden zwar schon um 1850 entdeckt, aber erst 1996 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Bei den Höhlen handelt es sich Magma-Kanäle, in denen die flüssige Lava vor Jahrtausenden durchgeflossen ist und teilweise auch erstarrte. Zusammen mit einer Ausstellung zu allem Wissenswerten über Vulkane rundet dieses Museum einen kurzweiligen Besuch ab..

Die Ausstellung ist zwar recht einfach, also nicht sehr wissenschaftlich aber dafür nett und informativ gehalten. Es sind einige Sachen, die plastisch gezeigt werden, wie etwa der Erdkern als überdimensionale Kugel (siehe Bild oben).
Während der Führung wird auch ein Film gezeigt, und wir bekommen 3D Brillen… die Teile sind absolut legendär und passen uns wie angegossen…

Nachdem wir durch die Ausstellung und den Film gelaufen sind, können wir uns noch die echten Lava-Tunnel anschauen, und das ist schon etwas spannendes. Sich vorzustellen, dass hier einmal mehrere 1000°C heiße Lava durchgeflossen ist, stimmt schon nachdenklich.

Wir sind ungefähr eine Stunde in den „Grutas“, dann verlassen wir Sao Vincente in Richtung Osten, zum Ponta de Sao Lourenco. Auf dem Hinweg schüttet es wie aus Kübeln, die Küstenstraße bekomme hier nochmals einen Tick mehr Abenteuer…

Sao Lonrenco ist auch die Stelle, an der die ersten Portugiesen in Madeira gelandet sind. Die Landschaft unterscheidet sich vom Rest der Insel, da es hier sehr trocken ist, maximal im Winter grünt es ein wenig.

Wir steigen aus dem Auto aus und werden von einem extrem starken Wind begrüßt. Obwohl nicht sehr kalt, ist der Wind doch unangenehm. Wir beschließen, einfach mal loszugehen, dann werden wir schon sehen, wie lange wir das aushalten…

Die östlichste Halbinsel von Madeira besticht wirklich durch eine sehr eigene Schönheit. Es ist schroff hier, grün (es ist ja Winter) und trotzdem irgendwie abweisend. Die Wellen schlagen auf beiden Seiten gegen die Felsen ein, ein wahres Schauspiel, das sich da auftut.

Wir gehen ein recht flottes Tempo, da kann einem ja auch nicht richtig kalt werden. Schon bald muss ich Jacke und Kappe ausziehen, denn mir ist zu warm…

Wir erreichen den östlichen Punkt ohne weitere Probleme, eines jedoch verwundert uns… wie viele Leute sogar jetzt in der Nebensaison unterwegs sind.

Und auch ein paar Blumen finden wir am Wegesrand.

Am Weg zurück zum Parkplatz kommen wir an einer kleinen Bucht vorbei, windstill und einladend. Clemens zieht mich auf: „Wolltest du nicht schwimmen gehen?“. Na, das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich zieh mich Flux aus, und spring ins kühle Nass Aha, das tut richtig gut. Das Wasser hat wahrscheinlich nicht mehr wie 18°C, aber es erfrischt ungemein.

Dann geht es wieder zurück in Richtung Hotel, an der Küstenstraße nach Sao Vincente. Wir fahren dabei auch am Flughafen von Madeira vorbei, und müssen über die tollkühne Konstruktion geradezu stauen. Da nicht genug ebene Fläche zum Landen vorhanden war, konstruierten die Erbauer des Flughafens einfach ebene Fläche.

Wir machen noch einen kurzen Stopp am Ponte do Sol, trinken ein Bier  und dann fahren wir über ein Tal zurück nach Sao Vincente und in die Casa de Piedade.

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