170603 Über die Zunterköpfe (1.966m)

Da habe ich mir was vorgenommen… von zu Hause aus möchte ich erst ins Halltal fahren und dann noch eine kleine Runde über die Zunterköpfe zu machen. Sozusagen eine CO2-freie Aktivität.

Von Aldrans fahre ich mit dem Mountainbike über Ampass nach Hall in Tirol, von dort geht es weiter Richtung Absam.

Beim Hackl biege ich in das wunderschöne Halltal ein, die ersten Meter gehen flüssig dahin, ich werde zweimal vom Wanderertaxi überholt. Dann kommt das Bettelwurfeck, das ist halt schon nochmals eine eigene Liga.

Ich kämpfe mich hinauf, die Steigung ist brutal. Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, erinnere ich mich immer wieder und mache so Meter für Meter wett.

Endlich erreiche ich das Ende der Brutalo-Steigung und fahre wieder gemütlich, über die Sonnenbrücke weiter nach St. Magdalena.

Hier stelle ich mein Radl ab, mache eine kurze Verschnaufpause, und wandere dann über den steilen Steig hinauf zum Hochmahdkopf.

Der Wald hier ist richtig urig, mir gefällt das Halltal jedes Mal wieder. Eine wunderschöne Gegend ist das.

Bald erreiche ich den Latschengürtel, und dann sehe ich zum ersten Mal aus der Nähe, was das Feuer hier vor 3 Jahren angerichtet hat.

Die meisten Latschen (Legföhren) sind damals verbrannt und haben sich bis heute nicht erholt. Es schaut fast aus wie in der Wüste, wären da nicht die Gräser, die überall sprießen.

Ich genieße den Ausblick über Hall, Innsbruck und natürlich das Mittelgebirge.

Nächste Station ist der Haller Zunterkopf, der 200m den Hochmahdkopf überragt. Der Weg ist sehr angenehm zu gehen, eine kleine Kletterstelle, die aber super abgesichert ist, muß überwunden werden.

Hier muß ein Wanderer wegen seinem Hund umdrehen, dieser traut sich nicht über die Stufe.

Auf dem Haller Zunterkopf sitzt schon ein Wanderer, ich geselle mich dazu und genieße nochmals die Aussicht.

Auf der Karwendelseite sieht man die Bettelwürfe und die Gebäude des ehemaligen Salzbergbaus.

Abschließend erreiche ich noch den Thaurer Zunterkopf, der heute gut besucht ist. Ich mache nur eine kurze Pause auf dem sehr ausladenden Gipfel.

Der weitere Weg führt zum Törl. Hier bekomme ich einen kurzen Schreck, denn der Weg ins Halltal ist wegen Steinschlag gesperrt.

Ich beschließe, nachdem zwei Wanderer hochkommen, auch diesen Weg zu gehen. Schlußendlich bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Der Weg war total gut zu gehen und der Umweg wäre sehr lang gewesen.

Hinter einer Kurve liegt dann das ehrwürdige Herrenhaus. Ich liebe diesen Gebäudekomplex, hier beschließe ich, im Knappenhäusl eine Pause einzulegen.

Ein Bier ist hier immer verfügbar (solange die Leute brav zahlen), nur der „Wirt“ ist heute ausgeflogen. Ein Kamerateam ist vor Ort, die sind natürlich mit dem Auto angereist…

Der Weg nach Magdalena offeriert nochmals wunderbare Einblicke ins Halltal. Und dann steht es da, mein Radl… ich kann es gar nicht erwarten, jetzt die schöne Asphaltstraße nach Absam hinauszusausen.

Wie gewohnt, kann ich an den „guten“ Stellen schön Gas geben und Ruckzuck bin ich in Absam… schade, das ging fast zu schnell. Doch die Abfahrt geht weiter bis Hall. Dort nehme ich den Radweg nach Innsbruck.

Das letzte Stück ist dann immer das Härteste, über den Pfaffensteig erreiche ich schlußendlich müde, aber glücklich das traute Heim.

Eine wunderbare Tour, die ich gerne wieder mal wiederholen werde.

Tourendaten-Bike
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 32,5 km
Höhenmeter: 954 m

Tourendaten-Hike
Gesamtdauer: 3,5 h
Gesamtlänge: 8,41 km
Höhenmeter: 775 m

Bike – Hinfahrt:

Hike:

Bike – Rückfahrt

2 Gedanken zu „170603 Über die Zunterköpfe (1.966m)

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