Archiv der Kategorie: Figln

240618 Figln auf der Saile (2.404m)

Schon ewig ist es her, dass ich mich Michi auf dem Berg war… heute endlich treffen wir uns, und Michi hat gleich ein „Schmanker“ vorbereitet.
Vom Parkplatz „Axamer Lizum“ starten wir, neben der Standardausrüstung mit Figl bestückt in Richtung Halsl und Saile…

Der Frühling ist auch hier eingekehrt. Überall sprießen Enzian, Platenigl und vielerlei Blühwerk und erfreuen das Auge!

Michi macht das Tempo, und so erreichen wir innerhalb kurzer Zeit das Halsl. An diesem Übergang ins Stubai teilen sich die Wege. Wir wandern heute weiter in Richtung Saile, man könnte aber weiter auch auf den Ampferstein oder eben ins besagte Stubai (über Pfarrach)

Mein obligatorischer Wetterbericht darf natürlich nicht fehlen, das Wetter ist sehr fein, allerdings ein wenig windig!

Je höher wir steigen, desto schöner wird der Blick in den „Kessel“ der Kalkkögel, wo die Adolf Pichler Hütte liegt. Im hinteren Bereich, beim Steingrubenkogel und auch der Seespitze liegt noch viel Schnee in den Rinnen… ein Hoffnungsschimmer für unser heutiges Unternehmen.

Die Wiesen sind hier voller Blumen, ein buntes Meer liegt vor uns.

Bald kommt der Gipfel der Saile ins Blickfeld. Wir haben ein paar Wanderer getroffen, die Meisten mit Schlafsack und Isomatte am Weg… das Ziel ist klar und selbstredend. Die Saile ist bekannt als „Schlafberg Innsbrucks“.

Das Wetter wäre an sich toll zum Übernachten, der Wind würde mich aber stören, in dieser Höhe ist die Brise empfindlich kalt geworden.

Wir statten dem Gipfel nur einen kurzen Besuch ab, dann wandern wir nach Südwesten, zur Mairrinne. Diese im Winter bekannte Tourenvariante wollen wir mit den Figln abfahren. Viel Schnee wird nicht mehr liegen, aber vielleicht reicht es aus.

Sobald wir in die Rinne reinsehen, wissen wir auch, dass wir die Abfahrt genießen können. Wir pausieren im oberen Bereich, verspeisen unsere Jause und bestaunen das einsetzende Farbenspektakel am Himmel, Vorbote des kommenden Sonnenuntergangs.

Dann heißt es, Jacke, Gamaschen, Figl und Handschuhe anziehen, und dem Vergnügen steht nichts mehr im Wege. Ich bin bis jetzt immer mit Skischuhen gefiglt, daher ist es für mich am Anfang eine größere Umstellung…

… aber der Schnee ist super weich und die Sonnen schein zumindest im oberen Bereich noch auf die Rinne. Das muss einfach Spaß machen!

Michi macht den ersten Schwung, ein wenig geübter als ich, aber Kontrolle ist bei den Figln sowieso eine Eigenschaft, die nicht ganz zutreffend ist!

Überraschend schnell habe ich die Bewegung mit den weichen Bergschuhen heraußen. Und so macht die Rinne sehr viel Spaß. Sobald man von der Sonnen- auf die Schattenseite wechselt, merkt man einen „Härteunterschied“ der Schneedecke.

Ein Heidenspass, der sich hier uns erschließt…

… leider viel zu schnell wieder vorbei! Die letzten Meter steigen wir „klassisch“ ab, die Figl verstauen wir wieder am Rucksack.

Die Sonne schiebt sich hinter ein Wolkenband am Horizont, und sobald der Feuerball verborgen ist, wird es merklich kühler.

Die Reststrecke der Mairrinne, bis zum Bigitzköpflhaus laufen wir über eine schöne Schotterreise ab, rasch erreichen wir die aktuell geschlossene Hütte.

Der Himmel wird immer bunter…

Beim weiteren Abstieg über den steilen Bergpfad hinunter zur Axamer Lizum können wir ein wunderschönes Farbenspiel am Himmel beobachten.

Zufrieden erreichen wir wieder den Parkplatz, da ist so gut wie nichts mehr los. Eine tolle Tour, hoffentlich schaffen wir es bald wieder!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:04 h
Bewegungszeit: 1:40 h
Gesamtlänge: 7,60 km
Höhenmeter: 880 m

240404 Figln (Nordkette)

Mit 01.04 (ersten April) startet auf der Nordkette die Figlsaison… das habe ich mir dieses Jahr dick in den Kalender eingetragen. Und schon am Donnerstag Nachmittag kann ich zusammen mit Biggi die Piste testen.
Neben dem Figln ist noch der Funpark offen und wird augenscheinlich noch gut genutzt.

Leider hat der warme Frühling der Piste am 3er Sessellift schon seinen Stempel aufgedrückt und auf den ersten Blick schaut die Piste gar nicht toll aus!

Zum Figeln reicht es aber dann allemal, es ist wenig los, das macht die kurze Engstelle in der Abfahrt unproblematisch.
Zwischendurch treffen wir Freunde, die auch die Situation ausnutzen.

Wir sausen ein paar Mal die Piste runter, das Figln ist schon eine lustige Sportart. Eigentlich gedacht, um im Frühjahr bei einer Bergtour schneller ins Tal zu kommen, wird es hier an der Nordkette richtiggehend zelebriert!

Die „komische“ Haltung auf den Kurzski belastet auf Zeit aber doch die Oberschenkel und wir beschließen, auf der Terrasse der Seegrube noch ein wenig zu rasten.

Es war lustig und ich bin froh, dass wir es ausgenutzt haben. Wer weiß, wie lange das Figln heuer an der Nordkette wirklich geht, wir haben auf jeden Fall einen idealen Tag erwischt!

210424 Figln – Nordkette

Heute steht eine für uns neue Sache auf dem Programm… Figln. Figl, auch Firngleiter genannt, sind Kurzski ohne Belag, damit die Teile auch richtig robust sind. Die Fahrt mit diesem Spaßgerät ist fast ausschließlich im Frühjahr, eben bei Firn möglich. Und die Nordkette in Innsbruck ist hier ein Hotspot dafür geworden…

Mit Skischuhen neben der Blumenwiese

Im Frühjahr finde ich die letzten Winteraktivitäten immer sehr amüsant. Während wir mit Skischuhen durch die Stadt trampeln, kommen uns schon Leute mit Shorts entgegen. Trotzdem, das zeichnet Innsbruck aus, man wird nicht komisch angeschaut, das ist hier ganz normal… das Nebeneinander der Extreme.

Auffahrt mit der Hungerburgbahn

Mit der Hungerburg- und anschließend der Nordkettenbahn erreichen wir rasch die sogenannte Seegrube. Das Anziehen der Figl gestaltet sich als recht mühsam, weil unsere Leihgeräte eine Schnürung aufweisen. Das wird aber dem Spaß keinen Abbruch tun…

Erste Schritte

Nachdem die Gleiter fest am Schuhwerk montiert sind, starten wir unsere ersten Versuche… spaßig, aber gar nicht so leicht. Die Ski sind so kurz, das man fast vergessen könnte, dass da überhaupt was an den Schuhen ist.

Übersicht Seegrube

Nach der Devise, der frühe Vogel fängt den Wurm, sind wir zeitig auf der Seegrube gekommen und dementsprechend sind noch nicht so viele Leute. Der Schnee ist aber schon weich, daher haben wir gut gewählt…
Die erste Abfahrt besteht noch aus viel Bodenkontakt, aber mit jedem Meter wird, das Gleichgewicht fordernd, die Figlkunst besser. So bald rauschen wir in den Rinnen und im weichen Schnee nach unten…

Rinne

Speziell die Rinnen sind ein Markenzeichen der Nordkette… da hier viele Leute die selben Spuren abfahren, sind diese Abfahrtsschneisen in manchen Wintern fast schon mannshoch.

Sara in der Rinne

So manchen Sturz gönnen wir uns, wegen dem weichen Schnee wird man aber nur nass, richtig wehtun kann man sich zum Glück nicht…

Mit fortschreitender Stunde füllt sich das Skigebiet mit Figlern. Da der Sessellift hier schon an die Grenzen kommt, wird die Schlange der Wartenden immer länger… am Schluss brauchen wir fast 15min. am Lift.

Das ist was los…

Beim Hochfahren sieht man wieder die Rinnen, die hier überall entstehen.

Bergfahrt

Der Blick auf die Landeshauptstadt, Patscherkofel, Serles und Habicht, Tuxer und Stubaier Alpen ist einfach toll…
Wir genießen die Aussicht und beschließen, es gut sein z -lassen.

Innsbruck mit Tuxern und Stubaiern

Die Gondel bringt uns wieder ins Tal, überrascht stellen wir fest, wie viele Leute hier noch auf die Bergfahrt warten. Die Entscheidung, früh zu starten, war definitiv die Richtige.
Den Kindern und mir hat es sehr gut gefallen… das ist definitiv nicht das letzte Mal mit den Firngleitern.

Da ist noch mehr los…

210315 Erste Figlversuche

Wer schon mal auf Figl gestanden ist, weiß, was das für ein Gelächter ist. Speziell für jene, die nicht auf den Figl´n stehen. Aber was sind Figl… das sollten zumindest die Tiroler kennen… Figl steht für Firn Gleiter, eine lustige Erfindung aus der Mitte des letzten Jahrhunderts.

Lange Rede, kurzer Sinn, Letu und ich machen uns bei sehr untypischen Figlverhältnissen zur Heiligwasserwiese auf, um unser „neues“ Spielzeug auszuprobieren. Und gleich vorweg… einfach ist anders… Letu macht auf jeden Fall die bessere Figur und deshalb sind keine Beweise meiner Fahrkunst sichtbar…

Wie man auf den Bildern sieht, handelt es sich um einfache Aluschienen mit einer Bindung drauf, die mittels Schnur gebunden wird.

Leider ist das Gefälle der Heiligwasserwiese nicht so groß, daher ist die Fahrerei noch ein wenig schwieriger.

Wir haben trotz des Wetters die größte Gaudi, die Teile sind „Fun Pur“, und werden sicher noch öfter im Einsatz sein.