Es ist wieder Zeit für den obligatorischen (und schon herbeigesehnten) Entspannungsurlaub in Lignano. Es ist im Vorfeld ein wenig drunter und drüber gegangen, Mamas Auto brauchte eine größere Reparatur, die zeitlich nicht unterbringbar war. Daher sind wir mit dem Auto von Biggi gefahren, hier nochmals danke dafür! Die Tage vergehen entspannt, daher brauche ich nicht jeden Tag beschreiben. Viel Lesen, schwimmen im Meer und am Pool, entspannen und Gespräche mit der Verwandtschaft stehen am Programm. Es ist richtig fein!
Am Abend ist immer Programm für die Kinder, Kinderdisco, Kabarett, Talenteshow und vieles mehr… wieder für jeden was dabei!
Am Nachmittag entspannen wir beim Haus, heuer ist es aber nicht ganz so heiß wie die letzten Jahre…
Der Strand macht jedem Spaß, das Wasser ist für die Adria ganz in Ordnung und auch, wie schon die Lufttemperatur, nicht ganz so warm. Daher ist ein Sprung ins Nass dann doch recht erfrischend!
In der Früh ist die Stimmung am Strand eigen, die Schirme sind noch geschlossen, der Trubel des Tages hat noch nicht angefangen… eine schöne Zeit am Meer.
Einen Ausflug nach Lignano Sabbiadoro lassen wir uns auch nicht entgehen, ein wenig shoppen für die Kinder, einen Aperol für die Großen, im Anschluss noch ein gutes Abendessen in unserem „Stammlokal“…
Rundherum geglückt ist dieser Aufenthalt in Lignano, wir haben eine tolle gemeinsame Zeit verbraucht. Neben dem Entspannen am Meer und Pool war auch toll, dass wir uns alle wieder mal gesehen haben!
Ein toller, feiner Urlaub, bestimmt machen wir sowas nächstes Jahr wieder!
Heute steht unsere letzte Skitour im „Skitourencamp“ an. Wir fahren nach einem guten Frühstück wieder in den Norden, dieses Mal nach Innerkrems in den Nockbergen. Bei der ehemaligen Talstation des Grünleitennock-Lifts parken wir. Direkt vom Parkplatz starten wir zuerst flach ein Stück weiter ins Tal hinein.
Beim ehemaligen Lift „Strasseralm“ vorbei erreichen wir das Tal zur Sauereggalm. Nun steilt die Tour auf, über eine ehemalige Piste steigen wir höher. Zwischenzeitlich ist noch ein weiteres Pärchen zu uns gestoßen und geht ein Stück weit mit.
Bald schon erreichen wir die oberen, sonnenbeschienenen Hänge und freuen uns über eine wahrlich schöne Winterlandschaft.
Hier in den Nockbergen, zumindest in Innerkrems scheint der Schnee zu Hause zu sein. Während andernorts teilweise schon der Frühling grüßt, ist hier noch „gscheiter“ Winter.
Die Bäume sind durch den immer wieder einziehenden Nebel gefroren, wir haben allerdings heute Glück, das Wetter ist makellos. Nur schwer erkennbare Cirren sind am Himmel vorhanden, ansonsten ein Traumtag.
Wir passieren die Sauereggalm (1.803m), und können teilweise sogar unsere eigene Spur in den pulverigen Schnee zeichnen.
Immer kitschiger wird die Landschaft, ein perfekter Tag, eine perfekte Gegend, toller Schnee. Herz, was willst du mehr.
Unsere Spur führt nun wieder flacher hinein ins Tal, in Richtung Grünleitenscharte.
Heinz macht eine kurze Lagebesprechung, wir wollen nun in Richtung Seenock (2.260m) aufsteigen, dort eine kurze Pulverabfahrt genießen, wieder auffellen und dann noch den Grünleitennock besteigen.
Eine längere Flachstelle müssen wir queren, bevor wir auf die Scharte stoßen.
Im Rückblicken entdecken wir einige lohnende, wenn auch sanfte Skitourenziele. Perfekte Verhältnisse machen fast ein wenig wehmütig, dass wir hier nicht mehr gehen können.
Von der Grünleitenscharte wandern wir über den hart gepressten, weil dem Wind ausgesetztem Schnee, am Grat entlang höher, im Hintergrund sehen wir schon den Seenock.
Allerdings besteigen wir den Gipfel nicht, wir machen kurz davor Halt, ziehen unsere Felle ab und bereiten uns auf eine tolle Abfahrt vor.
Im oberen Bereich ist der Schnee hart gepresst und nicht angenehm zu fahren, aber auf der Leeseite entdecken wir dann unberührte Hänge, in die wir unsere Spuren ziehen können.
Das letzte Stück in die Ebene müssen wir mit einer ordentlichen Schussfahrt überwinden, dann ist mal Zeit für eine Pause. Nebenbei kleben wir wieder unsere Felle auf, denn nun kommt der zweite Aufstieg.
Über einen erst sanft, dann immer steiler werdenden Hang nähern wir uns unserem Ziel. Im oberen Bereich dürfen wir fleißig Spitzkehren üben, das ist ein Spaß.
Rückblickend sehen wir nochmals den Seenock, links daneben ist der Sauereggnock (2.240m), den wir ursprünglich am Plan hatten. Da der Gipfelhang allerdings abgeblasen ausgeschaut hat, haben wir uns anders entschieden.
Schließlich erreichen wir unser Ziel, den Grünleitennock, mit der Grünleitennockhütte. Hier auf der Terrasse machen wir eine Pause. Leider ist die Hütte in die Jahre gekommen, und Teile der Terrasse sind auch verstürzt. Unvorstellbar, dass hier vor ein paar Jahren noch reger Skibetrieb herrschte.
Über unseren Aufstiegshang fahren wir wieder in den Kessel ab, sogar hier werden wir noch mit Pulverabfahrten belohnt.
Ein kurzes, flaches Stück müssen wir noch passieren, dann fahren wir über die ehemalige Piste ins Tal. Diese wunderschöne Tour lassen wir dann auch gleich im Gasthaus „Berghof“ ausklingen.
Schließlich heißt es hier dann auch Abschied nehmen, von Heinz, unserem Bergführer, aber auch unsere Gesellschaft wird „zerrissen“. Teile müssen nach Wien und München, wir müssen wieder retour nach Innsbruck! Der kurze Urlaub wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, wir hatten hier ein paar wunderschöne Tage mit tollen Touren! Danke an Alle!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:18 h Gesamtlänge: 10,10 km Höhenmeter: ∆ 813 m / ∇ 809 m Lawinenwarnstufe: 1
Der zweite Tag unseres Skitourencamps startet mit einem wunderbaren Frühstück im Karawankenhof, danach fahren wir mit dem Auto nach Mallnitz und von hier weiter zum Parkplatz bei der Stockerhütte. Dort werden wir von einem Taxi weiter bis zum Start in der Nähe der Jamnighütte gebracht.
Die Nebelsuppe in der Tiefe haben wir schon hinter uns gelassen und wunderbar blauer himmel spannt sich über uns. Die Landschaft ist ein nur toll, Heinz hat uns heute nicht zu viel versprochen. Wobei es seinen Worten nach noch besser werden wird.
Wir treteln gemütlich zuerst über eine Forststraße ein paar Kehren höher, wir sind genau an der Nebelgrenze und so manche Schwade verdunkelt, wenn auch nur kurz, die Sonne.
Es ist hier am Anfang ein Hin- und Her zwischen blauem Himmel und Nebelwolken, aber wir sind zuversichtlich, dass schlussendlich die Sonne gewinnen wird.
Der Forstweg zieht sich in ein paar Kehren höher und höher, dann öffnet sich ein erstes Becken vor uns auf.
Rückblickend sehen wir noch einmal die Nebelschwaden im Tal, diese haben wir nun endlich hinter uns gelassen.
Nun bekommen wir einen ersten Eindruck über den beeindruckenden Kessel unterhalb der Hagener Hütte. Und, heuer eher eine Seltenheit, es fühlt sich richtig winterlich an.
Das Tempo ist sehr angenehm, da hat sich eine tolle Truppe zusammengefunden. Im Hintergrund können wir schon mal einen Blick auf unser Ziel werfen.
Überall um uns herum sind tolle Skiberge, abgesehen von einer weiteren Gruppe, die jedoch ein abweichendes Ziel hat, sind wir allein auf weiter Flur.
Vorbei an der Laschghütte steigen wir über fein kupiertes, niemals steiles Gelände immer weiter in dem Horizont entgegen.
Rückblickend sehen wir noch den Nebel im Tal liegen, aber hier müssen wir schon Sonnencreme auftragen, damit uns die Frühjahrsonne nicht aufbrennt.
Ab ungefähr der Mitte setzt ein kühler „Tauernwind“ ein, der uns veranlasst, die Jacken anzuziehen. Schnell wir es auf dieser Höhe zu kalt…
Immer wieder queren wir sanfte Hänge, Heinz hat ein gutes Auge für die perfekte, angenehme Spurwahl. Hier gibt es keine Direttissima…
Der Nebel im Tal ist hartnäckig, aber das juckt uns hier überhaupt nicht. Besser könnten wir es gar nicht haben!
Schließlich erreichen wir das Tauernkreuz, das direkt am Weg zur Hagener Hütte liegt.
Nun ist es nicht mehr weit, vorbei am Tauernhaus, in dem auch ein von uns nicht besuchtes kleines Museum untergebracht sein sollte, erreichen wir das Plateau der Hütte.
Die Hagener Hütte (2.446m) ist im Winter leider nicht geöffnet, wahrscheinlich ist die Versorgung hier im Winter nicht so einfach.
Wir lassen unseren Blick über die Winterlandschaft schweifen, Berge wie der Greilkopf (2.581m) und dahinter der Rameter Spitz (2.698m) fallen hier gleich auf.
Schließlich stehen wir vor der Hütte, der Wind weht, aber auf der Leeseite finden wir ein sonniges Platzerl und können jausnen und einen heißen Tee trinken.
Im Süden ragt der Böseck (2.834m) auf, lauter beeindruckende Berggestalten. Und unter dem Nebel liegt direkt Mallnitz, am Ausgang des Tales.
Eine zweite Gruppe kommt von der Nordseite (Sportgastein) aufgestiegen, diese setzen sich auf die Terasse, während wir uns für die Abfahrt herrichten. Für die Abfahrt benutzen wir die breite Rinne westlicher der Hütte. Da sollte es noch gut zu Fahren sein.
Und ja, obwohl schon ein wenig verspurt, können wir doch immer wieder jungfräulichen Schnee, in den wir ein paar Schwünge legen können.
Viel zu schnell erreichen wir das Ende der Rinne. Hier bewährt es sich nun, einen Bergführer zu haben, denn weiter unten bricht die Rinne ab, wir müssen nach links aus der Rinne, über teils steiles, verfahrenes Gelände ausfahren.
Noch ein paar Meter, dann fängt uns wieder der Nebel ein. Zum Glück hatten wir diesen Dunst nicht schon weiter oben, da wäre die Orientierung wohl ein wenig schwerer gewesen. Nun müssen wir nur noch dem Forst- und Aufstiegsweg folgen.
Die letzten Meter fahren wir dann die Straße ab, die uns der Taxler vorher emportransportiert hat. Und zu unserer Freude raucht der Schornstein der Stockerhütte und wir bekommen sogar einen Platz in der urigen Hütte.
Die Tour war eines der Highlights dieses Winters, davon bin ich schon jetzt überzeugt. das hat so richtig Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:22 h Gesamtlänge: 13,30 km Höhenmeter: ∆ 777m / ∇ 1.164 m Lawinenwarnstufe: 2 ab 2.400m (Triebschnee, Altschnee)
Heute steht unsere erste Skitour an, als Ziel hat unser Bergführer Heinz die Aignerhöhe auserkoren. Wir müssen zuerst mal ein Stück gen Norden fahren, um zum Ausgangspunkt, in der Nähe von Zedernhaus zu kommen.
Am Parkplatz liegt noch überschaubar viel Schnee, dennoch können wir mit geschickter Spurwahl direkt vom Parkplatz starten.
Bald schon wird die Landschaft winterlicher, die Spur ist nun durchgängig schneebedeckt.
Je weiter wir hochsteigen, desto winterlicher wird es. Das ist auch gut so, wir sind froh, endlich ein wenig Schnee unter den Skiern zu haben.
Wir machen eine kurze Trink und „Jacke-ausziehen-Pause“, dann steigen wir weiter auf, die Truppe ist super, das Tempo sehr angenehm. Die Temperaturen sind niedrig, aber durch die Bewegung gut aushaltbar.
Der Himmer list zwar bedeckt, aber dennoch öffnen sich immer wieder Wolkenfenster und lassen ein wenig Sonne durch. Die Stimmung ist super.
Wir müssen ein gutes Stück durch ein Hochtal gleiten, die Steigung ist fast nicht spürbar, aber zum Einlaufen wunderbar.
Schließlich, am Ende des Tales, steilt das Gelände ein wenig auf, nun ist die Schneehöhe und speziell die Schneequalität immer besser.
Das Tal ist im Rückblick relativ lang, aber angenehm zu gehen.
Nun führt die Spur in Richtung Aigneralm (1.710m), einer wunderschön gelegenen Alm hier im Kessel. Fast nicht vorstellbar, dass direkt und tief unter uns der Tauerntunnel durchführt.
Ab der Alm ist ein Richtungswechsel angesagt, wir wenden uns nun gegen Osten.
Bald schon eröffnen sich die tollen Skihänge der Aignerhöhe vor uns, und wir finden sogar Pulverschnee… da freuen wir uns schon auf die Abfahrt.
Das Gelände ist stark verfahren, eine eigene Spur wird sich wohl nicht ausgehen, aber die Schneequalität scheint immer noch gut zu sein.
Immer weiter steigen wir den Rücken empor, nun hat sich sogar die Sonne durchgesetzt und wir gehen bei tollem Wetter aufwärts.
Immer wieder denke ich mir, wie viel Glück wir mit dieser feinen, kleinen Gruppe haben. Alle kennen wir uns, normalerweise sind die Gruppengrößen 2-3x so groß. Zumindest hat uns das Heinz, der Bergführer erzählt.
Schließlich erreichen wir den höchsten Punkt, die Aignerhöhe. Zwar suchen wir vergeblichen ein Gipfelkreuz, aber es ist doch eindeutig der höchste Punkt mit 2.104m
Wir genießen den Blick über die Niederen Tauern, gleich neben uns liegt beeindruckend die Stampferwand (2.342m), auf der Westseite Mosermandl (2.680m), Schliererspitz (2.402m) und Permuthwand (2.479m). Alles beeindruckende Berge…
Wir richten uns für die Abfahrt, Heinz hat ein gutes Gespür für den richten Platz. Wir finden einen unverspurten Hand, in den wir unsere „Linie“ legen können. Was für ein Gefühl!
Die Abfahrt macht Spaß, im oberen Teil haben wir Pulver, im Mittelteil geht es immer noch gut zu fahren. Einzig die letzten Meter zum Parkplatz sind dann ein wenig mau! Aber immerhin kommen wir mit den Skier wieder bis zum Parkplatz… wenn auch mit leichtem Feindkontakt!
Das anvisierte Gasthaus ist leider geschlossen, wir finden aber ein Cafe, dort gönnen wir uns eine kleine Stärkung. So gut Heinz auf den Skier ist, mit dem Auspacken seiner Malakoff-Torte hat er seine Probleme! Da braucht er dann doch Hilfe!
Zurück im Hotel gönnen wir uns eine Runde in der Sauna, dann sind wir wieder aufgewärmt und fit für das Abendessen, das vorzüglich ist und uns neue Kräfte für den nächsten Tag gibt!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:26 h Gesamtlänge: 11,30 km Höhenmeter: ∆ 783 m / ∇ 798 m Lawinenwarnstufe: 2 ab 2000m (Triebschnee, Altschnee)
Anreisetag für unser Skitourencamp in Villach. Wir sind heute von zu Hause angereist, die lange Sitzerei werden wir nun mit einem feinen Spaziergang in der Nähe der Unterkunft kompensieren!
In der Nähe des Hotels ist der Römerweg ausgeschrieben, den wollen wir uns anschauen. Schon nach ein paar Metern sehen wir ganz in der Nähe ein Reh stehen, das uns scheu betrachtet und dann weiterzieht…
Zuerst nehmen wir einen Pfad, der uns immer höher und höher führt, doch vom Römerweg ist nichts zu sehen. Als der Schnee zu tief wird, beschließen wir, wieder umzudrehen.
Am Weg nach unten stoßen wir dann doch auf die ersten verdächtigen Spuren. Und dann stehen wir endlich am Römerweg. Und man kann bis heute noch die eingefahrenen Spuren im Gestein sehen…
Sehr interessant, wir folgen dem Weg ein Stück und finden immer mehr Überreste. DAnn kommen wir noch bei der sogenannten „Römerquelle“ vorbei. Eine eingefasste Quelle sprudelt hier aus dem Boden…
… und mäandert durch den Wald.
Später kommen wir noch an der Napoleonwiese vorbei, ein uralter, gefällter Baum erregt unsere Aufmerksamkeit aufgrund seiner schieren Größe.
Schließlich kommen wir wieder im Hotel an. Zu unserer Überraschung stellen wir fest, dass wir eine sehr kleine, feine Truppe bilden, alle kennen sich. Die nächsten drei Tage werden wir zusammen Skitouren begehen, und uns am Abend bei gutem Essen fein unterhalten können. Ich bin schon gespannt wie es wohl werden wird!
Tourendaten Gesamtdauer: 1:47 h Gesamtlänge: 6,59 m Höhenmeter: 282 m
Unser letzter Tag in Venedig startet wieder so, wie unser Urlaub begonnen hat. Mit wunderschönem Wetter. Wir frühstücken in der Unterkunft, unsere Rucksäcke können wir unter Tags dort lassen. Über die noble Salisada S. Moise, mit allen namhaften Modelabels, erreichen wir abermals den Markusplatz.
An der Promenade entlang spazieren wir zum Landesteg eines Vaporettos. Wir wollen übersetzen nach San Giordio Maggiore. Wir wollen das ehemalige Benediktinerkloster anschauen. Außerdem ist dort aktuell eine Ausstellung von Helmut Newton, die mich sehr interessiert.
Direkt vom dem Markusplatz ankert heute ein Kriegsschiff der Italienischen Marine. Martialisch hat es sich direkt in den Vordergrund der Stadt gestellt.
Mit dem Vaporetto erreichen wir schon nach kurzer Zeit die Insel. zuerst schauen wir uns die riesige, aber irgendwie schlichte Kirche an. Wenig Pomp und Prunk ist hier sichtbar, ganz im Gegensatz zum Markusdom.
Nach der Besichtigung der Kirche steigen wir noch in den Kirchturm. Und diese Entscheidung erweist sich als Goldgriff. Die Aussicht vom Turm ist sensationell, speziell auf die Stadt und den Markusplatz.
Einzig das vorher erwähnte Kriegsschiff stört ein wenig, aber dennoch genießen wir die Aussicht und den überragenden Überblick.
Vom Turm erhält man einen guten Einblick auf das einst mächtige Kloster und auch über die Nachbarinsel Giudecca, die nur durch einen kurzen Kanal getrennt ist.
Die Insel ist zum Großteil in Privatbesitz und daher nicht zugänglich, dennoch gefällt uns der kurze Spaziergang hier sehr gut.
Die Ausstellung zu Helmut Newton, der eigentliche Grund des Inselbesuchs, ist toll, geteilt nach seinen Schaffensjahren und durch die Jahrzehnte, bekommt man einen guten Überblick über seine Arbeit. Viele bekannte Bilder sind ausgestellt, allerdings keine Originale!
Nach der Ausstellung treten wir ins Freie und werden Zeugen einer Segelregatta. Der Wind ist nicht besonders stark, daher schaut das Rennen nicht ganz so spektakulär aus, aber dennoch ein nicht alltäglicher Blick, zumindest für einen Alpenbewohner.
Wir setzen wieder über auf die Hauptinseln, die Fahrt über die Kanäle fasziniert mich jedes Mal wieder!
Bei Zattere steigen wir uns, die Sonne lacht vom Himmel. Daher beschließen wir, in einem Cafe noch einen „Aperol Spritz“ zu trinken… das wäre fast etwas zum sitzen bleiben…
Der Nachmittag ist angebrochen, wir müssen wieder retour zum Bahnhof. Zuerst holen wir unser Gepäck im Hotel, dann spazieren wir über verschlungene Pfade Richtung „Ferrovia“.
Wir queren den Canale Grande, kommen an schönen Plätzen vorbei und genießen das fast frühlingshafte Wetter.
Kurz vor dem Bahnhof müssen wir ein letztes Mal über den Kanal, dann sind wir angekommen. Ganz in der Nähe kaufen wir uns noch Reiseproviant, unser Zug wartet schon auf uns!
Wir fahren wieder mit einem der modernsten Railjets, zurück in die Heimat! Das war ein echt feiner Urlaub, gerne wieder in genau dieser Besetzung… 😁.
Es ist Urlaub, daher schlafen wir erst mal aus. Anschließend frühstücken wir in der Stadt, einen schnellen Cappuccino und ein Cornetto… im stehen am Tresen. Sowas gefällt mir. Heute steht die Biennale auf dem Programm. Dafür spazieren wir von der Unterkunft erst zum Markusplatz und an der Uferpromenade „Riva degli Schiavoni“ entlang.
Es ist heute nebelig, und die Stimmung ist total anders als am Tag zuvor. Es ist mystischer, geheimnisvoller, die Sichtweite nicht besonders, dafür konzentriert auf den nahen Umkreis…
Wir hören die Boote und Schiffe auf der Wasserstraße vor Giudecca. Erst nur hörbar, dann brechen die Konturen durch den Nebel und ermöglichen einen Blick auf
Wir stehen an der Promenade und bestaunen das wunderschöne Schauspiel der Touristen, Boote, Nebelfetzen und normalem Leben!
Nun sind wir fast am Arsenale angelangt, hier können wir nun direkt in die Ausstellungen der Biennale eintreten. Das heurige Motto ist „Foreigners Everywhere“
Ausstellungen von Künstlern aus aller Welt sind hier einsehbar, es ist es interessant. Nicht jedes Kunstwerk gefällt mir, aber ich sehe doch ein paar sehr interessante Stücke… „die ich mir schon ins Wohnzimmer hängen würde“…
Wir schauen uns die Ausstellungen Eine nach der Anderen in den einzelnen Werftgebäuden an. Es ist viel los und ich merke nach einiger Zeit, wie ich doch erschöpft werden.
Wir gehen ins Freie, und spazieren ein wenig auf dem Gelände des Arsenale. Früher einer der am strengsten bewachten Orte von Venedig. Hier wurden die Kriegsschiffe der Serenissima (Republik Venedig) gebaut und gewartet.
Gewaltige Anlagen und Hallen zeugen noch von dieser Zeit, wenngleich auch neuere Bereichte, unter Anderem von Napoleon hinzugefügt wurden. Dennoch kann man sich vorstellen, wie hier vor Hunderten von Jahren emsig gewerkt wurde… in einem der ältesten Industriekomplexe Europas.
Die Sonne versucht in mehreren Anläufen, den dicken nebel zu durchdringen, aber alle Versuche scheitern. Es bleibt neblig, kühl und sehr herbstlich.
Wir wandern noch weiter zu den Pavillons der Weltausstellung, heute auch Teil der Biennale. 1907 wurden hier die Ersten dieser berühmten Pavillons erbaut.
Das Areal ist ideal zum herumwandern, wir entdecken überall kleine und größere Details…
Schließlich verlassen wir das Arsenale wieder und spazieren durch die „Via Guiseppe Garibaldi“ und erreichen wieder die Promenade zum Markusplatz.
Durch ein Gewirr an Kanälen und kleinen Wegen lassen wir uns einfach treiben und saugen die Stimmung von Venedig in uns auf.
Ich bin schon öfter in dieser Stadt gewesen, aber noch nie hatte ich Nebel. Immer war der Sonnenschein und teilweise die Hitze vorwiegend.
Umso mehr gefällt mir die Stimmung im späten Herbst. Eine tolle Zeit für einen Besuch der Serenissima.
Über Umwege erreihen wir wieder unsere Unterkunft, wir rasten ein wenig. Früh legt sich die Dunkelheit über die Stadt.
Biggi hat für heute Abend einen Vorschlag: Wir gehen zum „Campo San Francesco“, sollten wir unterwegs ein nettes Restaurant finden, kehren wir ein.
Dunkelheit, Nebel und Venedig, diese Kombination ist schon fast kitschig schön. Manche Häuser sind kunstvoll beleuchtet, viele Gebäude allerdings auch dunkel.
Wir finden ein gemütlich ausschauendes Restaurant, leider sind die Plätze im Innenbereich schon voll. Aber wir können uns in den Außenbereich setzten. Nach kurzem Überlegen entschließen wir uns dazu…
Das Essen ist super, und es ist gar nicht so kalt, wie es wirkt. Wir genießen den Abend am Campo. Anschließend gehen wir wieder, ebenfalls an tollen, stimmigen Szenen zurück zum Hotel.
Wir nehmen nun einen recht direkten Weg zurück, über den „Campo Santa Maria Formosa“ kommen wir wieder in die Nähe unseres Hotels.
Dann suchen wir wieder den gefinkelten Eingang zum „Casa Petrarca“. Beim ersten Mal ist die Unterkunft gar nicht so einfach zu finden.
Wieder geht ein wunderbarer, ereignisreicher Tag zu Ende. Wir haben heute viel gesehen und getan, dementsprechend müde fallen wir schließlich ins Bett!
Ein verlängertes Wochenende, perfekt, um eine Kurzreise zu machen. Als Ziel haben wir, Biggi und ich, Venedig auserkoren. Da Biggi schon in Italien ist, treffen wir uns direkt in Venedig. Ich nehme den Zug von Innsbruck direkt nach Santa Lucia. Leider ist der Bahnverkehr dieser Tage ein wenig mühsam, mit einer Stunde Verspätung fahre ich los…
Mit ziemlich genau dieser Zeitverschiebung erreiche ich das Ziel, Biggi ist schon da und erwartet mich am Bahnhof. Wir haben zwar das Mehrtagesticket für die „Vaporetti“, dennoch steht uns nach dem langen Sitzen der Sinn eher nach spazieren.
Unterwegs stoppen wir bei einem „Indischen Italiener“ und stillen unseren Hunger. Die Pizza ist OK, der Platz ganz nett… anschließend gehen wir weiter in Richtung „Markusplatz“. Wir erreichen unsere Unterkunft, ganz in der Nähe gelegen. Der Self-Checkin, heute recht gängig, verläuft super, das Zimmer ist gut!
Freitag, 01.11.2024
Mit einem guten Frühstück starten wir in den Tag, anschließend wandern wir in die Stadt hinein. Es gibt hier so viel zu entdecken, wir lassen uns erst einmal einfach treiben.
Wir spazieren zum Markusplatz, mit Campanile, noch sind nicht viele Leute hier. Das wird sich in den nächsten Stunden und Tagen stark ändern.
Die Säule mit dem Venezianischen Löwen schauen wir uns genauer an. Vor kurzem stolperte ich über einen Bericht, der behauptete, dass der Löwe evtl. Chinesischen Ursprungs sein könnte. Und wahrlich, bei genauerer Betrachtung kann ich dieser Theorie wohl was abgewinnen.
Die in Venedig unvermeidbaren Gondeln schaukeln in den Wellen, das Wetter meint es gut mit uns und es ist richtig warm. Perfekt zum spazieren.
Die Seufzerbrücke, ein viel-fotografiertes Highlight in Venedig, lassen wir uns natürlich auch nicht entgehen. Unser weg führt uns aber weiter in Richtung Arsenale.
Überall entdecken wir Details, seien es die Wellen, die gegen die Kaimauern schlagen…
… oder nette Gassen, in denen die frisch gewaschene Wäsche auf langen Leinen trocknet.
Vom Arsenal nehmen wir ein Vapporetto zurück zum Markusplatz, wir haben hier noch was vor. Biggi hat uns Karten für den Markusdom mit Führung besorgt, ich bin schon sehr gespannt auf das Interieur.
Aber erst müssen wir zurück zum Markusplatz. Vorbei an der beeindruckenden „Seefront“ fahren wir am Dogenpalast vorbei und erreichen die Station „San Marco“, dort steigen wir aus.
Da wir noch ein wenig Zeit bis zur Führung haben, gehen wir weiter…
… und finden einen besonderen Platz. Biggi kennt sich sofort aus, vor kurzem hat sie diesen Platz in einer Doku über Venedig gesehen. Es handelt sich um einen der letzten Gondelbauer von Venedig. Und das Haus schaut nicht nur zufällig recht „Alpenländisch“ aus, die ersten Gondelbauer hier waren auch aus Norditalien!
Wir erreichen den Canale Grande, die „Prachtstraße“ von Venedig. im Hintergrund die mächtige „Basilica Santa Maria della Salute“.
Wir überqueren die Accademia-Brücke, eine der drei Brücken über den Canale Grande.
Nun sind wir wieder auf der „richtigen“ Seite, durch das Gassengewirr machen wir uns auf zum Markusplatz. Bei „Venice Tours“ melden wir uns an, nun sind wir bereit für die Führung.
Wir haben eine sehr feine Gruppe, sobald wir komplett sind, gehen wir zum Dom. Dort erklärt uns unser Guide die Gemälde der Fassade, wie Markus Reliquien nach Venedig kamen und was es mit der Legende auf sich hat.
Dann begeben wir uns in das Innere dieses Prachtbaus. Und ich muss gestehen, mir stockt der Atem. ich habe schon viele Kirchen gesehen, aber so prächtig sind die Kirchen selten. Überall sind kunstvollste Mosaike aufgebracht.
Diese erzählen Geschichten und Legenden von Venedig und dem Glauben. Über viele Jahre sind diese Kunstwerke entstanden, und auch immer wieder renoviert worden.
Die berühmten Pferde über dem Haupteingang, heute innen ausgestellt und durch Kopien ersetzt, sollen ursprünglich aus Konstantinopel stammen.
Wir haben Glück, die Sonne steht niedrig und verzaubert die goldenen Mosaike im Innenraum mit warmem Licht.
Wir begeben uns auf die Veranda des Doms, hier haben wir einen sehr guten Überblick über den Markusplatz, und sehen auch die (kopierten) Pferde!
Es sind mehr Leute am Platz als noch am Vormittag, aber immer noch kommt es mir nicht so überlaufen vor. Wir genießen den Ausblick und die letzten Sonnenstrahlen.
Langsam versinkt die Sonne hinter den Museo Correr, sobald die Sonne weg ist, wird es kühl.
Der Innenraum strahlt nun schon fast rötlich, die goldenen Mosaike strahlen richtiggehend.
Dann ist die Abenddämmerung da. Es geht schnell, die Lichter am Markusplatz werden eingeschaltet und die Stimmung ist plötzlich eine ganz andere!
Wir fahren wieder ein Stück mit dem Vapporetto, dann spazieren wir zurück zum Hotel. Nach einer kurzen Pause suchen wir uns ein nettes Lokal, Veronika vom Hotel hat uns ein paar gute Tipps gegeben.
Der Abend ist lau, wir genießen das Essen und später noch den Verdauungsspaziergang.
Der zweite Tag in dieser wunderschönen Stadt war super!
Eine schon lieb gewonnene Tradition, unser Familien-Italien-Urlaub steht wieder an. Wir treffen uns in der zweiten Ferienwoche in Lignano. Auch der Platz hat sich in den letzten Jahren nicht geändert, nur die Zusammensetzung der Gruppe ist immer leicht unterschiedlich. Dieses Jahr hat es Daniel mit Familie in den heißen Süden verschlagen, für ihn, mit Bettina und Liva ist es heuer das erste Mal im Großfamilienverbund.
Für die, und mit den Kindern ist es wunderbar, dass sich nichts geändert hat. Kaum angekommen, ist die Schar auch schon am Swimming Pool, während sich die Erwachsenen einrichten und gerne auch ein Bier trinken. Später geht es noch an den Strand. Der Tagesablauf für die Woche ist dann recht abwechslungsarm, Pool. Strand, essen und pausieren. Simpel, unaufgeregt und soooo entspannend.
Für ein wenig Abwechslung sorgen verschiedenste Aktivitäten am Campingplatz, Pool-Fitness, Colorparty, Schaumparty und immerzu wunderbares, warmes Wetter. Es ist über Mittag zwar richtig warm, aber es lässt sich gut aushalten. Die prognostizierte Hitzewelle hat uns zum Glück nur gestreift.
Gegen Ende der Woche steht ein Besuch der „City“ an. Zuerst gibt es gutes Essen in dem uns bekannten und super freundlichen Restaurant, später spazieren wir noch durch die Einkaufsstraße und gönnen uns ein Eis.
Es ist wieder einmal alles wunderbar, entspannt und fein. Wunderbar, wenn man mit einer solch großen Familie eine Woche im Urlaub verbringen kann. Mein Gefühlt ist, dass es wieder allen sehr gut gefallen und auch gut getan hat! Ein hoch auf die „Famiglia“
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Ein hoch auf die „Famiglia“. Hoffentlich bald wieder! Ich freu mich schon wieder…
Nachdem wir am Vortag in Sienna waren, wollen wir heute mal die nähere Umgebung ein wenig genauer erkunden. Da bietet sich das pittoreske Städtchen „San Gusme“ an.
Ungefähr 15 Minuten von unserer Unterkunft entfernt, liegt dieser kleine, befestigte Ort auf einem Hügel und überblickt das Hügelland.
Der Platz wurde uns so beschrieben: „Eine Stadt wie eine Filmkulisse, aber ohne Menschen“. Und genau das ist auch unser Eindruck. Hier ist nichts los, es gibt zwar zwei Gasthäuser, aber weder Lebensmittelladen noch Bäcker.
Dennoch ist es wunderschön hier, wie spazieren ein wenig in den schönen Gassen herum, auch entdecken wir die lustige Figur von „Luca Cava“
Der Spruch neben der Statue ist bezeichnend: „König, Herrscher, Papst, Philosoph, Poet, Bauer und Arbeiter: Der Mensch bei seinen täglichen Verrichtungen. Nicht lachen, denkt [lieber] über euch selber nach“
Obwohl sehr klein, ist es hier wirklich sehr schön. Unsere Vermutung, dass es sich hier vielfach um Freizeitwohnsitze handelt, ist nicht ganz unbegründet.
Auf der Westseite der Stadt liegt ein kleiner Friedhof, mit den typischen Zypressen. Wir wandern an der Ummauerung vorbei, dann wird der Pfad kleiner.
Ein Blick retour zeigt uns auch die schöne Westseite von San Gusme.
Der Waldpfad ist angenehm zu begehen, wir müssen ein Stück durch das Gebüsch, dann erreichen wir wieder größere Wege, teils auch Forststraßen.
Immer wieder spazieren wir an wunderschön gerichteten Weingütern vorbei. Die Gegend, gelegen am südlichen Rand des Chianti-Gebiets ist bekannt für den gleichnamigen Wein.
Biggi findet immer wieder interessante Pflanzen am Wegrand, die wir gemeinsam versuchen zu bestimmen. So lerne ich auch ein wenig „Botanik“…
Die Weinberge faszinieren mich schon, speziell wie schön es hier gerichtet ist. Da steckt augenscheinlich viel Arbeit drinnen!
Mit dem Wetter, während in Tirol richtig kalt und nass, haben wir richtig Glück. Die Sonne scheint vom Himmel, es ist zwar nicht richtig heiß, aber sehr angenehm.
Wir machen eine feine runde quer durch die Umgebung von Castel Nuovo Berardenga, um schlussendlich wieder bei der Unterkunft anzulangen.
Am Swimmingpool hängt die Jugend ab, diese genießen das Summerfeeling, das sich hier in der Toskana schneller als zu Hause ausbreitet.
Am Abend beschließen wir, noch in ein Restaurant in der Nähe aufzusuchen. In Villa a Sesta werden wir fündig. Ein feines Gasthaus mit einer tollen Terrasse; das Essen ist wunderbar und die Aussicht auf den Sonnenuntergang ein Traum…
Der Spaziergang im Anschluss nach Hause führt uns durch Felder schließt diesen wunderbaren Tag ab.
Bei der Unterkunft ist eine Leinwand aufgebaut, für die Fußball-Affinen Seelen.
Wieder neigt sich ein schöner Tag dem Ende zu.
Am nächsten Morgen passiert nicht mehr viel, wie packen unsere Siebensachen ins Auto und fahren nach einem gemütlichen Vormittag mit Mittagessen los. Die Fahrt ist ereignislos, keine Staus und nur ein paar kleinere Gewitter… rasch erreichen wir wieder Innsbruck und freuen uns… Zu Hause ist es halt auch richtig schön!