Das Frühjahr kommt mit Riesenschritten, die Temperaturen schnellen in die Höhe. Es ist aber noch Zeit, ein wenig den Schnee zu genießen. Und so beschließen Biggi und ich, nach der Arbeit, noch ein kurzes Stück den Patscherkofel aufzusteigen.
Auf der Heiligwasserwiese ist nur noch die Piste selber weiß, der Schnee links und rechts schon abgeschmolzen. Es erinnert ein wenig an eine berühmt-berüchtigte 4 Teile Fernsehserie aus den 90ern.
Dennoch muss ich zugeben, die Schneequalität auf der Piste ist überraschend gut, die Piste gut präpariert und sehr griffig.
Nicht lange, und wir müssen uns ob der Temperaturen die Jacken ausziehen. Sobald wir in der Sonne aufsteigen, ist T-Shirt-Temperatur!
Das Wetter ist perfekt, der Himmel strahlend blau. Und Wind geht heute auch keiner! Einfach wunderbar und ein toller Ausgleich zu meiner hauptsächlich sitzenden Tätigkeit.
Wir sind bei weitem nicht die Einzigen, die auf die Idee gekommen sind, aber die Hochsaison für´s Tourengehen ist vorbei… wenig verständlich, ist doch das Frühjahr die eigentlich schönste Zeit zum gehen.
Die Sonne strahlt nun viel länger, die Luft ist warm und riecht schon ein wenig nach Frühjahr…
Der Aufstieg über die Olympiaabfahrt ist am Anfang steil, dann wird es aber immer flacher. Wir bleiben heute auf der „Olympia“, weil wir hier die feinste Sonne vermuten.
Und genau so ist es, während auf dem Ziehweg zur Patscher Alm schon Schatten vorherrscht, können wir hier die letzten Strahlen genießen.
Bei der Mittelstation beschließen wir, es für heute „gut-sein“ zu lassen. Es ist gemütlich, die Sonne wärmt noch ein wenig und wir können im Tageslicht die Abfahrt genießen.
Lange verbleiben wir nicht hier oben. Rasch haben wir uns für die Abfahrt gerichtet, dann lassen wir es krachen!
Der Schnee ist fein, aber schon von der schweren Sorte. Nach einem warmen Tag ist der Schnee natürlich dementsprechend aufgeweicht. Ich mag diese Verhältnisse, das Frühjahr ist einfach eine tolle Zeit zum Touren.
Ich hoffe, dass das nicht die letzte Tour bleibt… heuer macht mir das Tourenski- und Skifahren besonders viel Spaß.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:48 h Gesamtlänge: 5,25 km Höhenmeter: ∆∇ 675 m Lawinenwarnstufe: 1
Mein Sohn hat den Patscherkofel dieses Jahr als seinen Skiberg auserkoren! Wir wollten uns heute mal auf der Piste treffen, daher schmieden wir folgenden Plan: Während Letu den Funpark unsicher macht, begebe ich mich mit den Tourenski zum Schutzhaus. Dort wollen wir uns dann treffen…
Während Letu in den Lift einsteigt, nehme ich die Piste ganz rechts, und steige über die Olympiaabfahrt höher. Später wechsle ich auf Familienabfahrt und erreiche in Bälde die Patscher Alm (1.694m).
Vorbei an dieser stiege ich nun über den Vitalweg ein Stück höher, dann wechsle ich auf die Waldspur.
Während im Tal der Nebel vorherrscht, blinzelt in der Höhe öfter mal die Sonne durch die Wolkendecke und taucht die Landschaft in magisches Licht.
Ich komme direkt beim Klimahaus auf den Ziehweg, diesem folgend erreiche ich nach kurzer Querung zuerst den kleinen Schlepplift beim Funpark und im Anschluss direkt die Bergstation der Kofelbahn.
Das Wetter hat sich nun wirklich verbessert und ich gehe im Sonnenschein die letzten paar Meter.
Beim Restaurant „Das Kofel“ rufe ich Letu an, um ihm mitzuteilen, dass ich angekommen bin. Schon bald ist er auch da und wir können gemeinsam Mittagessen.
Leckere Hirtenmakkaroni und Kässpätzle sind unser Mittagessen und runden die feine Aktivität an der Frischluft ab! Sehr fein war es!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:00 h Gesamtlänge: 8,81 km Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 865 m Lawinenwarnstufe: 1
Heute steht wieder der Schartenkogel, bzw. Tulfein auf dem Programm, aber es gibt einen besonderen Grund: Biggi hat sich einen neuen Ski mit Pin-Bindung gegönnt und das muss gefeiert und natürlich ausprobiert werden.
Der Ski ist toll, ich muss sagen, ich bin recht neidisch auf das Teil… und Biggi ist sehr zufrieden mit der neuen Ausrüstung.
Wir haben heute beschlossen, einen gemütlichen Anstieg zu machen. Im Anschluss werden wir noch 2-3 mal über die Piste sausen, um den neuen Ski zu testen.
Wie schon vor drei Tagen festgestellt, ist der Aufstieg wirklich toll präpariert. Generell muss man hier wohl sagen, dass der Glungezer für Tourengeher und Skifahrer ein großes Herz hat. Deshalb sind wir wahrscheinlich gerne hier.
Bei Tulfein haben wir unser heutiges Ziel erreicht, wir fellen bei der Bergstation ab, dann fahren wir in die „Kalte Kuchl“ Hier fahren wir mit dem Schartenkogellift hoch, oben ist der Föhn schon mehr als gut spürbar.
Wir fahren dann rüber nach Halsmarter, hier fahren wir noch 2 Mal
Tourendaten Gesamtdauer: 2:01 h Gesamtlänge: 10,83 Höhenmeter: ∆ 503 m / ∇ 1862 m Lawinenwarnstufe: 1 (Nassschnee, Altschnee)
Heuer zieht es mich wirklich oft an den Schartenkogel… aber für mich ist das eine der „günstigsten“ Skitouren in der Umgebung: Kurze, günstiger Anfahrtsweg mittels Öffi, gute Schneeverhältnisse und eine tolle Aussicht. Alles gut. Biggi geht es ähnlich, deshalb begleitet sie mich gerne…
Mit jeder Skitour fällt auf, dass der Schnee im Inntal wieder ein paar Meter weiter „raufgeschmolzen“ ist!
Rasch steigen wir höher und höher, die Seilbahntrasse macht es möglich. Der Schnee ist von überraschend guter Qualität, sehr griffig und überhaupt nicht eisig.
Das Wetter ist für den Aufstieg perfekt, leider bedeutet der durchgängige Sonnenschein auch,
Ab der Bergstation Tulfein (2.055m) fängt mein eigentlicher Lieblingsteil an. Hier geht es absolut unschwierig durch angenehmes Gelände.
Und hier schaut es fast ein wenig winterlich aus, hier oben! Aber bei näherer Hinsicht erweist sich die Schneedecke als windgepresst und harschig… alles andere als gut zu fahren!
Beim Aufstieg kein Problem, und für die Abfahrt gibt es die tolle Piste!
Die letzten Meter zum Gipfel, hier kommen alle Spuren des gesamten Schartenkogels zusammen, ist gut „geteert“. Wie viele tausende Tourengeher hier wohl heuer rauf gelaufen sind.
Nebenbei fast unverspurter Schnee, im Hintergrund der Glungezer, leider von uns heuer noch unbestiegen. Ob sich das wohl noch ausgehen wird?
Ein kurzes Stück vor dem Gipfel, wo es flach ist müssen wir noch queren. Es ist heute fast windstill und fein, hoffentlich ist dem auch am Gipfel so.
Schließlich erreichen wir den Gipfel, leider ist es heute windig und gar nicht fein. Daher trinken wir einen Schluck und richten uns für die Abfahrt her.
Einen kurzen Moment ist es dann doch windstill und wir setzen uns auf die längste Zirbenbank von … es ist mir entfallen!
Wir kehren noch in der Tulfeinalm ein, eine tolle Alm mit super Essen! Die Tour war wieder einmal fein, so wie ein Tag an der frischen Luft mal sein sollte!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:02 h Gesamtlänge: 7,16 km Höhenmeter: ∆ 759 m / 733 ∇ m Lawinenwarnstufe: 1 (Nassschnee, Altschnee)
Wir sind wieder gut nach Hause gekommen, nun können wir wieder in unseren Gebieten am Wege sein. Heute, das Wetter ist gut und wir sind bewegungshungrig, beschließen wir wieder mal auf den Schartenkogel zu gehen.
Von der Talstation steigen wir quer über die Piste, dann über die Seilbahntrasse hoch bis zur Bergstation.
Steil, aber sehr griffig zieht sich die Spur wie gewohnt empor. Das Wetter ist super, nur wenige Wolken fegen über den Himmel.
An der Bergstation vorbei erreichen wir den Sommerweg auf den Schartenkogel, der uns einfach besser gefällt als die Tour direkt an der Piste entlang.
Es hat gefühlt schon ewig nicht mehr geschneit und das ist überall sichtbar. Der Schnee wird auch in der Höhe immer weniger. Ich bin gespannt wie lange die Skigebiete noch geöffnet haben.
Die Spur über den Sommerweg ist auch schon recht dürftig. Im Aufstieg kein Problem, möchte ich hier nicht abfahren müssen. In der Abfahrt wäre Steinkontakt fast schon garantiert…
Der Blick ins Inntal offenbart den eklatanten Schneemangel. Hoffentlich kommt noch ein Schwung Schnee, ich hätte schon noch Lust auf die eine oder andere Skitour.
Teilweise, es hat in der Höhe vor zwei Tagen wider Erwarten ein wenig geschneit, sehen wir eine dünne Pulverschicht auf dem alten, harten Schnee. Gefährlich genug, die Menge reicht, um die Steine zu verdecken… echtes Pulverfeeling kommt wohl keines auf!
Auch im Unterland hat sich der Schnee in die Höhe zurückgezogen, nur an den schattigen, nordseitigen Hängen hält sich noch ein wenig weißes Gold.
Wir schummeln uns zwischen Steinen über eine harte, aber feine Spur immer näher zum Gipfel.
Wir sind klarerweise nicht alleine, aber überlaufen ist diese Tour überraschenderweise nicht… keine wirkliche Herausforderung, aber so nahe zur Stadt gelegen, wundert mich der geringe Andrang doch ein wenig.
Glücklich erreichen wir den Gipfel den Schartenkogels (2.311m), die Wolken sind dichter geworden, zum Glück ist es heute am Gipfel recht Windstill.
Eine feine Tour, die Biggi und ich immer wieder gerne machen!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:48 h Gesamtlänge: 10,89 Höhenmeter: △ 755 m / ▽ 1.553 m Lawinenwarnstufe: 1
Heute steht unsere letzte Skitour im „Skitourencamp“ an. Wir fahren nach einem guten Frühstück wieder in den Norden, dieses Mal nach Innerkrems in den Nockbergen. Bei der ehemaligen Talstation des Grünleitennock-Lifts parken wir. Direkt vom Parkplatz starten wir zuerst flach ein Stück weiter ins Tal hinein.
Beim ehemaligen Lift „Strasseralm“ vorbei erreichen wir das Tal zur Sauereggalm. Nun steilt die Tour auf, über eine ehemalige Piste steigen wir höher. Zwischenzeitlich ist noch ein weiteres Pärchen zu uns gestoßen und geht ein Stück weit mit.
Bald schon erreichen wir die oberen, sonnenbeschienenen Hänge und freuen uns über eine wahrlich schöne Winterlandschaft.
Hier in den Nockbergen, zumindest in Innerkrems scheint der Schnee zu Hause zu sein. Während andernorts teilweise schon der Frühling grüßt, ist hier noch „gscheiter“ Winter.
Die Bäume sind durch den immer wieder einziehenden Nebel gefroren, wir haben allerdings heute Glück, das Wetter ist makellos. Nur schwer erkennbare Cirren sind am Himmel vorhanden, ansonsten ein Traumtag.
Wir passieren die Sauereggalm (1.803m), und können teilweise sogar unsere eigene Spur in den pulverigen Schnee zeichnen.
Immer kitschiger wird die Landschaft, ein perfekter Tag, eine perfekte Gegend, toller Schnee. Herz, was willst du mehr.
Unsere Spur führt nun wieder flacher hinein ins Tal, in Richtung Grünleitenscharte.
Heinz macht eine kurze Lagebesprechung, wir wollen nun in Richtung Seenock (2.260m) aufsteigen, dort eine kurze Pulverabfahrt genießen, wieder auffellen und dann noch den Grünleitennock besteigen.
Eine längere Flachstelle müssen wir queren, bevor wir auf die Scharte stoßen.
Im Rückblicken entdecken wir einige lohnende, wenn auch sanfte Skitourenziele. Perfekte Verhältnisse machen fast ein wenig wehmütig, dass wir hier nicht mehr gehen können.
Von der Grünleitenscharte wandern wir über den hart gepressten, weil dem Wind ausgesetztem Schnee, am Grat entlang höher, im Hintergrund sehen wir schon den Seenock.
Allerdings besteigen wir den Gipfel nicht, wir machen kurz davor Halt, ziehen unsere Felle ab und bereiten uns auf eine tolle Abfahrt vor.
Im oberen Bereich ist der Schnee hart gepresst und nicht angenehm zu fahren, aber auf der Leeseite entdecken wir dann unberührte Hänge, in die wir unsere Spuren ziehen können.
Das letzte Stück in die Ebene müssen wir mit einer ordentlichen Schussfahrt überwinden, dann ist mal Zeit für eine Pause. Nebenbei kleben wir wieder unsere Felle auf, denn nun kommt der zweite Aufstieg.
Über einen erst sanft, dann immer steiler werdenden Hang nähern wir uns unserem Ziel. Im oberen Bereich dürfen wir fleißig Spitzkehren üben, das ist ein Spaß.
Rückblickend sehen wir nochmals den Seenock, links daneben ist der Sauereggnock (2.240m), den wir ursprünglich am Plan hatten. Da der Gipfelhang allerdings abgeblasen ausgeschaut hat, haben wir uns anders entschieden.
Schließlich erreichen wir unser Ziel, den Grünleitennock, mit der Grünleitennockhütte. Hier auf der Terrasse machen wir eine Pause. Leider ist die Hütte in die Jahre gekommen, und Teile der Terrasse sind auch verstürzt. Unvorstellbar, dass hier vor ein paar Jahren noch reger Skibetrieb herrschte.
Über unseren Aufstiegshang fahren wir wieder in den Kessel ab, sogar hier werden wir noch mit Pulverabfahrten belohnt.
Ein kurzes, flaches Stück müssen wir noch passieren, dann fahren wir über die ehemalige Piste ins Tal. Diese wunderschöne Tour lassen wir dann auch gleich im Gasthaus „Berghof“ ausklingen.
Schließlich heißt es hier dann auch Abschied nehmen, von Heinz, unserem Bergführer, aber auch unsere Gesellschaft wird „zerrissen“. Teile müssen nach Wien und München, wir müssen wieder retour nach Innsbruck! Der kurze Urlaub wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, wir hatten hier ein paar wunderschöne Tage mit tollen Touren! Danke an Alle!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:18 h Gesamtlänge: 10,10 km Höhenmeter: ∆ 813 m / ∇ 809 m Lawinenwarnstufe: 1
Der zweite Tag unseres Skitourencamps startet mit einem wunderbaren Frühstück im Karawankenhof, danach fahren wir mit dem Auto nach Mallnitz und von hier weiter zum Parkplatz bei der Stockerhütte. Dort werden wir von einem Taxi weiter bis zum Start in der Nähe der Jamnighütte gebracht.
Die Nebelsuppe in der Tiefe haben wir schon hinter uns gelassen und wunderbar blauer himmel spannt sich über uns. Die Landschaft ist ein nur toll, Heinz hat uns heute nicht zu viel versprochen. Wobei es seinen Worten nach noch besser werden wird.
Wir treteln gemütlich zuerst über eine Forststraße ein paar Kehren höher, wir sind genau an der Nebelgrenze und so manche Schwade verdunkelt, wenn auch nur kurz, die Sonne.
Es ist hier am Anfang ein Hin- und Her zwischen blauem Himmel und Nebelwolken, aber wir sind zuversichtlich, dass schlussendlich die Sonne gewinnen wird.
Der Forstweg zieht sich in ein paar Kehren höher und höher, dann öffnet sich ein erstes Becken vor uns auf.
Rückblickend sehen wir noch einmal die Nebelschwaden im Tal, diese haben wir nun endlich hinter uns gelassen.
Nun bekommen wir einen ersten Eindruck über den beeindruckenden Kessel unterhalb der Hagener Hütte. Und, heuer eher eine Seltenheit, es fühlt sich richtig winterlich an.
Das Tempo ist sehr angenehm, da hat sich eine tolle Truppe zusammengefunden. Im Hintergrund können wir schon mal einen Blick auf unser Ziel werfen.
Überall um uns herum sind tolle Skiberge, abgesehen von einer weiteren Gruppe, die jedoch ein abweichendes Ziel hat, sind wir allein auf weiter Flur.
Vorbei an der Laschghütte steigen wir über fein kupiertes, niemals steiles Gelände immer weiter in dem Horizont entgegen.
Rückblickend sehen wir noch den Nebel im Tal liegen, aber hier müssen wir schon Sonnencreme auftragen, damit uns die Frühjahrsonne nicht aufbrennt.
Ab ungefähr der Mitte setzt ein kühler „Tauernwind“ ein, der uns veranlasst, die Jacken anzuziehen. Schnell wir es auf dieser Höhe zu kalt…
Immer wieder queren wir sanfte Hänge, Heinz hat ein gutes Auge für die perfekte, angenehme Spurwahl. Hier gibt es keine Direttissima…
Der Nebel im Tal ist hartnäckig, aber das juckt uns hier überhaupt nicht. Besser könnten wir es gar nicht haben!
Schließlich erreichen wir das Tauernkreuz, das direkt am Weg zur Hagener Hütte liegt.
Nun ist es nicht mehr weit, vorbei am Tauernhaus, in dem auch ein von uns nicht besuchtes kleines Museum untergebracht sein sollte, erreichen wir das Plateau der Hütte.
Die Hagener Hütte (2.446m) ist im Winter leider nicht geöffnet, wahrscheinlich ist die Versorgung hier im Winter nicht so einfach.
Wir lassen unseren Blick über die Winterlandschaft schweifen, Berge wie der Greilkopf (2.581m) und dahinter der Rameter Spitz (2.698m) fallen hier gleich auf.
Schließlich stehen wir vor der Hütte, der Wind weht, aber auf der Leeseite finden wir ein sonniges Platzerl und können jausnen und einen heißen Tee trinken.
Im Süden ragt der Böseck (2.834m) auf, lauter beeindruckende Berggestalten. Und unter dem Nebel liegt direkt Mallnitz, am Ausgang des Tales.
Eine zweite Gruppe kommt von der Nordseite (Sportgastein) aufgestiegen, diese setzen sich auf die Terasse, während wir uns für die Abfahrt herrichten. Für die Abfahrt benutzen wir die breite Rinne westlicher der Hütte. Da sollte es noch gut zu Fahren sein.
Und ja, obwohl schon ein wenig verspurt, können wir doch immer wieder jungfräulichen Schnee, in den wir ein paar Schwünge legen können.
Viel zu schnell erreichen wir das Ende der Rinne. Hier bewährt es sich nun, einen Bergführer zu haben, denn weiter unten bricht die Rinne ab, wir müssen nach links aus der Rinne, über teils steiles, verfahrenes Gelände ausfahren.
Noch ein paar Meter, dann fängt uns wieder der Nebel ein. Zum Glück hatten wir diesen Dunst nicht schon weiter oben, da wäre die Orientierung wohl ein wenig schwerer gewesen. Nun müssen wir nur noch dem Forst- und Aufstiegsweg folgen.
Die letzten Meter fahren wir dann die Straße ab, die uns der Taxler vorher emportransportiert hat. Und zu unserer Freude raucht der Schornstein der Stockerhütte und wir bekommen sogar einen Platz in der urigen Hütte.
Die Tour war eines der Highlights dieses Winters, davon bin ich schon jetzt überzeugt. das hat so richtig Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:22 h Gesamtlänge: 13,30 km Höhenmeter: ∆ 777m / ∇ 1.164 m Lawinenwarnstufe: 2 ab 2.400m (Triebschnee, Altschnee)
Heute steht unsere erste Skitour an, als Ziel hat unser Bergführer Heinz die Aignerhöhe auserkoren. Wir müssen zuerst mal ein Stück gen Norden fahren, um zum Ausgangspunkt, in der Nähe von Zedernhaus zu kommen.
Am Parkplatz liegt noch überschaubar viel Schnee, dennoch können wir mit geschickter Spurwahl direkt vom Parkplatz starten.
Bald schon wird die Landschaft winterlicher, die Spur ist nun durchgängig schneebedeckt.
Je weiter wir hochsteigen, desto winterlicher wird es. Das ist auch gut so, wir sind froh, endlich ein wenig Schnee unter den Skiern zu haben.
Wir machen eine kurze Trink und „Jacke-ausziehen-Pause“, dann steigen wir weiter auf, die Truppe ist super, das Tempo sehr angenehm. Die Temperaturen sind niedrig, aber durch die Bewegung gut aushaltbar.
Der Himmer list zwar bedeckt, aber dennoch öffnen sich immer wieder Wolkenfenster und lassen ein wenig Sonne durch. Die Stimmung ist super.
Wir müssen ein gutes Stück durch ein Hochtal gleiten, die Steigung ist fast nicht spürbar, aber zum Einlaufen wunderbar.
Schließlich, am Ende des Tales, steilt das Gelände ein wenig auf, nun ist die Schneehöhe und speziell die Schneequalität immer besser.
Das Tal ist im Rückblick relativ lang, aber angenehm zu gehen.
Nun führt die Spur in Richtung Aigneralm (1.710m), einer wunderschön gelegenen Alm hier im Kessel. Fast nicht vorstellbar, dass direkt und tief unter uns der Tauerntunnel durchführt.
Ab der Alm ist ein Richtungswechsel angesagt, wir wenden uns nun gegen Osten.
Bald schon eröffnen sich die tollen Skihänge der Aignerhöhe vor uns, und wir finden sogar Pulverschnee… da freuen wir uns schon auf die Abfahrt.
Das Gelände ist stark verfahren, eine eigene Spur wird sich wohl nicht ausgehen, aber die Schneequalität scheint immer noch gut zu sein.
Immer weiter steigen wir den Rücken empor, nun hat sich sogar die Sonne durchgesetzt und wir gehen bei tollem Wetter aufwärts.
Immer wieder denke ich mir, wie viel Glück wir mit dieser feinen, kleinen Gruppe haben. Alle kennen wir uns, normalerweise sind die Gruppengrößen 2-3x so groß. Zumindest hat uns das Heinz, der Bergführer erzählt.
Schließlich erreichen wir den höchsten Punkt, die Aignerhöhe. Zwar suchen wir vergeblichen ein Gipfelkreuz, aber es ist doch eindeutig der höchste Punkt mit 2.104m
Wir genießen den Blick über die Niederen Tauern, gleich neben uns liegt beeindruckend die Stampferwand (2.342m), auf der Westseite Mosermandl (2.680m), Schliererspitz (2.402m) und Permuthwand (2.479m). Alles beeindruckende Berge…
Wir richten uns für die Abfahrt, Heinz hat ein gutes Gespür für den richten Platz. Wir finden einen unverspurten Hand, in den wir unsere „Linie“ legen können. Was für ein Gefühl!
Die Abfahrt macht Spaß, im oberen Teil haben wir Pulver, im Mittelteil geht es immer noch gut zu fahren. Einzig die letzten Meter zum Parkplatz sind dann ein wenig mau! Aber immerhin kommen wir mit den Skier wieder bis zum Parkplatz… wenn auch mit leichtem Feindkontakt!
Das anvisierte Gasthaus ist leider geschlossen, wir finden aber ein Cafe, dort gönnen wir uns eine kleine Stärkung. So gut Heinz auf den Skier ist, mit dem Auspacken seiner Malakoff-Torte hat er seine Probleme! Da braucht er dann doch Hilfe!
Zurück im Hotel gönnen wir uns eine Runde in der Sauna, dann sind wir wieder aufgewärmt und fit für das Abendessen, das vorzüglich ist und uns neue Kräfte für den nächsten Tag gibt!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:26 h Gesamtlänge: 11,30 km Höhenmeter: ∆ 783 m / ∇ 798 m Lawinenwarnstufe: 2 ab 2000m (Triebschnee, Altschnee)
Gestern Abend ist mein Vater noch nach Aldrans gekommen, wir haben einen Skitour geplant. Da das Wetter nicht so toll angesagt ist, beschließen wir, auf den Patscherkofel zu gehen. Wir starten von der Talstation, als Aufstieg wählen wir die Olympiaabfahrt.
Steil geht es die ersten Meter empor, es ist neblig und über Nacht ist ein wenig Schnee gefallen. Daher schaut es gleich wieder ein wenig winterlich aus!
Oberhalb vom Tunnel queren wir die Familienabfahrt und steigen weiter über die „Olympia“ auf. Ganze wenige Skifahrerer kommen uns entgegen… sehr verwunderlich bei diesen guten Verhältnissen.
Vor dem letzten Steilaufschwung bei der Mittelstation beschließen wir, über den Forstweg in Richtung Patscher Alm zu queren.
Die Patscher Alm (1.694m) liegt direkt neben dem Skigebiet, dennoch bleibt es ein wunderbares Juwel, mit feiner Küche und tollem Personal. Gerne nütze ich diese Alm zur Einkehr, heute allerdings sind wir noch nicht am Ziel!
Nun folgen wir dem Vitalweg, der in Richtung Hochmahdalm führt. Wir zweigen allerdings vorher ab und nehmen die Spur durch den Wald empor.
Ein Stück folgen wir der bestehenden Spur, dann nehmen wir eine eigene Route auf, die ich schon mal gegangen bin.
Hier kann man noch die Spuren unter dem Schnee erahnen, der Weg führt angenehm steigend durch den Wald höher und höher.
Immer wieder erhaschen wir Blicke auf das Wipp- und Stubaital, wenn es die Wolken- und Nebeldecke zulässt.
Im oberen Bereich ist gut Schnee gefallen, die Spurerei wird nun ein wenig mühseliger. Dennoch kommen wir gut voran, bald haben wir wieder den Gipfelweg erreicht.
Diesem folgend, erreichen wir in der nächsten Kehre den Jochleitensteig, den wir nun in Richtung Gipfel nehmen.
Immer wieder blitzt der Sendeturm durch den Nebel auf, es ist Bitterkalt und wir freuen uns schon auf die Gipfelstube.
Die letzten Meter ziehen sich noch ein wenig, doch der Blick auf den Morgenkogel auf der Südseite entschädigt schon wieder für die Mühen.
Schließlich erreichen wir die Gipfelstube, allerdings müssen wir mit Schrecken feststellen, dass diese heute wegen Wetter geschlossen ist. Das hätten wir uns auch denken können! Gott sei Dank gibt es einen Umkleideraum…
Viel ist nicht los am Gipfel, doch plötzlich sehen ich wie aus dem Nichts eine Person erscheinen… dann noch eine, noch eine… es ist eine Schneeschuhtruppe, die auf den Gipfel aufgestiegen ist.
Wir ziehen uns rasch um, es ist kalt hier oben und wir wollen ins Warme.
Wir fahren rasch zum „Das Kofel“ ab, hier können wir uns endlich aufwärmen und gönnen uns ein gutes Mittagessen! Eine sehr feine Tour, hoffentlich geht sich heuer noch eine Tour mit Papa aus!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:10 h Gesamtlänge: 13,35 km Höhenmeter: ∆ 1.240 m / ∇ 1.242 m Lawinenwarnstufe: 2 (Triebschnee)
Nachdem unsere Exkursion ins Arztal nicht ganz so erfolgreich war, zumindest was die Schneequalität angeht, machen wir heute wieder einen „Klassiker“, den Schartenkogel. Ein bisschen Training schadet nie…
Ingrid ist heute mit von der Partie, wir starten bei der Mittelstation und steigen heute über die Seilbahntrasse auf. Den Waldweg lassen wir heute aus, die Piste ist griffig und gut zu gehen.
Die Steile Aufstiegsspur führt uns rasch höher. Leider ist das Wetter heute nicht ganz so strahlen schön wie die letzten Male, aber immerhin ist es mild und trocken.
Am Himmel ist der Föhneinfluß gut erkennbar.
Im Oberland liegen schon die ersten Wolkendeckel auf den Bergen, ich bin schon gespannt, wie die nächsten Tage ausschauen werden.
Bei der Bergstation wechseln wir auf den Sommerweg und steigen nun durch lichten Zirbenwald immer höher unserem Ziel entgegen.
Der Glungezer wirkt stark abgeblasen, dennoch können wir ein paar vereinzelte Sportler auf dem Weg hinauf oder hinunter erkennen. Ob das Spaß macht, ist allerdings fraglich…
Unsere Aufstiegsspur ist überraschend gut, die letzten Windverfrachtungen haben den Weg ein wenig verändert, aber eher zum Positiven. Ehemalige steinige Stellen sind nun mit Schnee bedeckt und gut begehbar.
Aber offen und ehrlich zugegeben ist heuer schon ein armseliger Winter. Wenig Niederschlag hat zu dieser Situation geführt, einzig die niedrigen Temperaturen haben uns gerettet…
Die Wolken sind nun dichter geworden, der Wetterumschwung steht wohl nicht mehr lange aus…
Wir erreichen das Ziel, heute nicht so windig wie das letzte Mal. Der Schartenkogel (2.311m) ist immer wieder einen Besuch wert, heute ist sogar recht wenig los.
Wir fahren nach kurzer Rast ab, zur Tulfeinalm. Dort kehren wir ein und lassen es uns gut gehen. Während Ingrid dann wieder ins Tal und nach Hause fährt, nutzen Biggi und ich die gute Pistenbeschaffenheit und fahren noch ein paar Mal über die fast leeren Pisten…
Tourendaten Gesamtdauer: 2:56 h Gesamtlänge: 11,39 km Höhenmeter: ∆ 767 m / ∇ 1.565m Lawinenwarnstufe: 1 (Altschnee)