Archiv der Kategorie: Wandern

231125 Halltal

Der Winter hat voll zugeschlagen, überall liegt Schnee. Der Schneefall am Abend war ergiebig, allerdings schaut es am Morgen danach gar nicht mehr so üppig aus…
Ich hole Biggi von Zuhause, dann machen wir uns gemeinsam auf ins Halltal.

Schon bei der Anfahrt müssen wir feststellen, dass das Karwendel wohl von Frau Holle wohlwollend geküsst worden ist. Hier liegt um einiges mehr Schnee als im Mittelgebirge oder in Innsbruck. Schön schaut es hier aus…

Überall liegen Schneehauben, auf den Bäumen, Steinen, sogar auf einem Zaun. Wie kleine Zwerge schauen die Zaunlatten mit Hut aus.

Die ersten paar Meter gehen wir auf der Salzstraße, bald wechseln wir auf den Fluchtsteig. Dieser ist war ein wenig mühseliger zu gehen, aber dafür viel schöner!

Immer wieder müssen wir stehenbleiben und die Schneepracht überall um uns herum bewundern.

Der Weg ist klarerweise schon angespurt, so schnell waren wir heute nicht. Und das Halltal ist schon lange kein Geheimtipp mehr, das müssen wir heute wieder feststellen. Immer wieder begegnen uns andere Spaziergänger.

Der Blick ins Halltal hinein bestätigt den Wintereinbruch, wir sehen in der Bettelwurfreise ein paar Gämsen, die dort nach Fressen suchen.

Es ist auch richtig kühl, daher friert das tropfende Wasser zu schönen Eiszapfen. Vor ca. einem Monat waren wir hier noch mit kurzer Hose unterwegs…

Heute heißt es schon ein wenig aufpassen, dass der Schnee nicht aus Versehen in den Kragen rieselt!

Die weiße Pracht nimmt mit jedem Höhenmeter zu, zum Glück haben wir heute die Gamaschen eingepackt, so bleiben die Füße immer schön trocken!

Schließlich erreichen wir Sankt Magdalena. Beim Näherkommen meint Biggi, es rieche nach Ofen… nun kann auch ich es essen.
Obwohl die Gaststätte heute offiziell geschlossen ist, ist doch jemand da und wir dürfen uns in der Stube kurz aufwärmen.

Ein feines Bier rundet die Einkehr ab, die Wärme im Gastraum tut richtig gut!

Nach feiner Rast im Alpengasthaus machen wir uns wieder auf den Weg. Die ersten Schritte kosten immer ein wenig Überwindung, es ist relativ kühl und der Körper noch nicht richtig auf die neuen Bedingungen geeicht…

Zum zurückgehen haben wir beschlossen, die Salzstraße zu nehmen, denn diese ist einfach zum Runter gehen. In der Nähe der zweiten Ladhütte kommen und zwei Skifahrer entgegen, die hier eine Übungstour gemacht haben und nun zurück fahren!

Schließlich erreichen wir die letzte Gerade vor dem Hackl. Im Winter, bzw. schon bald einmal, sollte hier wieder eine feine, aber herausfordernde Rodelbahn entstehen.

Biggi und ich haben uns wieder einen total feinen Tag gemacht, das Tourenziel war super, es war total lässig!

Beim Hackl müssen wir den Bus suchen, und es dauert eine Weile, bis wir auch wirklich den korrekten Fahrplan und die korrekte Bushaltestelle haben.

Ein Blick zurück zum Karwendel mit der Hüttenspitze… es ist einfach schön hier im Halltal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:52 h
Gesamtlänge: 10,28 km
Höhenmeter: ∆ 565 m / ∇ 607 m

231112 Sillschlucht

In der Höhe ist ein wenig Schnell gefallen. Trotzdem, dass die Sillschlucht, früher beliebtes Naherholungsgebiet, letztes durch illegale Raves in Verruf gekommen, nicht mehr ganz einfach zu erreichen ist, beschließen Biggi und ich, eben dorthin zu wandern.
Mit dem Fahrrad erledigen wir rasch die Anreise, dann spazieren wir vom Bergisel-Denkmal hinauf zum Drachenfels.
Die wunderschönen Herbstfarben begleiten uns auf Schritt und Tritt…

Am Drachenfels genießen wir die Aussicht auf den kunterbunten Wald, dann spazieren wir weiter, zuerst an der orographisch linken Seite der Sill, später wechseln wir auf die rechte Seite.

Hier, am breiten Bachbett könnte man, gutes Wetter vorausgesetzt, sehr schön picknicken. Oder aber eine Kneippkur der harten Art durchführen, wir wir schaudernd erblicken können. Eine Gruppe von jungen Leuten sitzen bis zur Brust im eiskalten Wasser… brrrrrrr!

Bei der zweiten Brücke wandern wir nach Vill hoch, eine kurze Einkehr beim „Gasthof Turmbichl“ mit Getränk und Suppe vervollständigt den ersten Teil der Wanderung.

Vom Turmbichler wandern wir über den Poltenweg und Bedelungerweg, und erreichen beim Bretterkeller wieder städtischen Untergrund… mit den Fahrrädern fahren wir wieder zurück zum Ausgangspunkt!
Eine sehr feine Runde mit Biggi, die wir sicher nicht das letzte Mal gemacht haben!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:21 h
Gesamtlänge: 13,21 km
Höhenmeter: ∆ 477 m / ∇ 478 m

231110 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Wenn es mal schnell gehen muss, aber der Bewegungsdrang doch groß ist, bietet sich die wohnungsnahe Rinner / Aldranser Almenrunde an.
Mit Biggi fahre ich nach Rinn, dort steigen wir direkt auf den „Rinner Alm Steig“ ein.

Gemütlich steigen wir empor, in höheren Lagen haben wir stellenweise Schnee, allerdings noch in homöopathischen Dosen. Es ist nicht sehr kalt, also geben wir dem Schnee keine große Überlebenswahrscheinlichkeit.

Flotten Schrittes erreichen wir die geschlossene Rinner Alm (1.380m). Diese ist schon auf Winter eingerichtet, vor dem Eingang wurde ein kleiner Kobel als Windfang aufgebaut.

Wir bleiben nicht stehen, nach kurzer Beratschlagung haben wir beschlossen, den Weg zur Aldranser Alm weiter zugehen. Ein wenig mehr Schnee ist hier dazugekommen, aber es ist trotzdem mit Halbschuhen gangbar.

Das Wetter ist heute nicht gerade einladend, an der Nordkette sieht es schon aus, als ob es regnen würde…

Nach kurzem Marsch erreichen wir die auch geschlossene Aldranser Alm (1.551m). Hier wird der Betrieb wohl mangels eigener Rodelbahn erst im Frühjahr wieder starten.

Wir genießen den Ausblick von der Alm, obwohl im Norden schon der Regen einzieht. Der Entschluss ist anschließend schnell gefasst, wir müssen hinunter ins Tal!

Wir nehmen den Stich direkt von der Aldranser Alm durch den Wald, schnell haben wir den Schnee hinter uns gelassen, die Temperaturen sind allerdings verhalten!

Der Herbst mit seinen Farben verzaubert den Wald und die Wege, am Bach sind schöne, gelbe Blätter ins Wasser gefallen und stellen einen wunderschönen Kontrast zum Grau der Steine dar…

Je tiefer wir ins Tal kommen, desto tiefer scheinen auch die Wolken am Himmel nieder zudrücken. Wir sputen uns…

… dennoch schaffen wir es nicht ganz, das Auto trocken zu erreichen. Ein „gscheider“ Guss überrascht uns auf den letzten Metern und wascht uns einmal richtig durch!

Ein dennoch wunderschöner Spaziergang in der Natur mit super Begleitung, der Tag hat sich heute wieder total rentiert!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:59 h
Gesamtlänge: 8,91 km
Höhenmeter: ∆ 680 m / ∇ 708 m

231101 Judenstein

Auf den Bergen liegt der erste feine Schnee, und die Kälte ist ins Land eingezogen. Nach dem heißen Sommer und Herbst schon eine Umstellung.
Biggi und ich gehen heute Wandern. Nachdem wir Letzens auf der Nordketten-Seite waren, ist heute das Mittelgebirge und die Tuxer an der Reihe.

Wir fahren mit dem Bus bis zum Lavierenbad in Rinn. Ein paar Meter müssen wir an der Hauptstraße entlang laufen, dann zweigen wir ab Richtung Poltenhof.

Eine sehr ruhige, und sehr schöne Gegend. Leider komme ich hier recht selten zum Spazieren gehen her… vielleicht geht sich das mit Biggi öfter aus.

Über die Höhenstraße erreichen wir Judenstein. Bekannt ist der ehemalige Wallfahrtsort für den antisemitischen Kult um das „Anderl von Rinn“. Jüdischen Händler war der Mord an dem kleinen Anderl angelastet worden. 1985 wurde der Kult schließlich aufgelassen.

Wir besuchen das Geburtshaus des Anderls, leider geht sich kein Foto aus, da das Haus von zwei sehr resoluten Gänsen verteidigt wird.

Der weitere Weg führt uns zur Teufelsmühle, diesen Platz habe ich früher, als die Kinder noch kleiner waren, öfter besucht. Mittlerweile ist die Mühle ein wenig in Mitleidenschaft gezogen und bedarf ein wenig Zuwendung.

Auch auf dem weiteren Weg zum Wiesenhof sehen wir immer wieder umgeknickte Bäume…

Das Bettelwurfmassiv ist schon gut „gezuckert“, der Winter ist im anrollen.

Auch auf dem Glungezer liegt schon Schnee… ich bin schon sehr gespannt, wie der Winter heuer wird!
Wir kehren im Gasthaus Wiesenhof in Aldrans ein, dort lassen wir uns ein gutes Mittagessen schmecken. Die Pause tut total gut, wir genießen die Wärme der Wirtsstube.

Vom Wiesenhof wandern wir über die Prockenhöfe weiter zum Herzsee. Dieser hat sich sein Herbstkleid angezogen, die bunten Blätter schwimmen im Wasser…

Durch Aldrans an der Straße entlang kommen wir zu mir nach Hause, hier gibt es noch einen Kaffee… dann wandern wir weiter nach Innsbruck!
Eine tolle Runde in wunderbarer Gesellschaft. Ich freue mich schon auf die nächste Wanderung mit Biggi!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:40 h
Gesamtlänge: 16,03 km
Höhenmeter: ∆ 248 m / ∇ 598 m

231030 Kaisersäule (1.700m)

Biggi und ich haben beschlossen, dem nicht so schönen Wetter zu trotzen und auf die Kaisersäule zu wandern. Von Innsbruck erreichen wir den Ausgangspunkt in Hochrum direkt mit dem Bus.

Über den großen Wanderparkplatz erreichen wir nach kurzem Gang die Rumer Mure und queren das trockene Bachbett.

Der Weg ist schmal, aber gut in Schuss. Über den Steig wandern wir in Richtung Garzanmahd und Vintelalm.

Der Blick auf das Inntal ist beeindruckend. Speziell an den ehemaligen Mähdern, auf denen kein Bewuchs das Blickfeld begrenzt, ist die Sicht auf die Landeshauptstadt wunderbar!

Schließlich erreichen wir die nicht bewirtschaftete Vintlalm (1.567m). Hier machen wir eine kurze Pause, genießen den Ausblick und knabbern ein paar Nüsse…
Obgleich heute ein relativ lauer Föhnwind bläst, ist es dennoch nicht ganz so gemütlich, daher brechen wir bald wieder auf.

Von der Vintlalm wandern wir über den schönen Steig, hoch über dem sogenannten „Kessel“ hinüber zur Thaurer Alm (1.464m).

Der Himmel ist beeindruckend und beängstigend zugleich. Der Föhnsturm ist am abklingen, das schlechte Wetter rückt schon nach. Dennoch bleiben die Wolken und der Regen noch im Süden der Landeshauptstadt stehen, während wir noch vom lauen Wind profitieren.

Der Herbst ist für mich eine der schönsten Zeiten, um in der Natur zu sein. Das Farbenspiel ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend…

Wir erreichen die Thaurer Alm. Dort wird gerade gereinigt und die Alm winterfest gemacht.

Unser Weg führ uns vorbei an dieser zweiten Alm, hinüber zur Kaisersäule, die nun immer mehr in unseren Blickwinkel rückt.

Über den Ostrücken des Thaurer Zunterkopfs steigen wir steil höher. Immer wieder können wir die Auswirkung vom letzten Sturm in Form von entwurzelten und gebrochenen Bäumen betrachten.

Schließlich erreichen wir die Kaisersäule (1.700m). Der Ausblick nach Westen und ins Wipptal verheißt nichts Gutes!

Das gemütliche Bänklein vor der Säule ist heute überhaupt nicht gemütlich, zu stark bläst nun der Wind und es ist gefühlt ein wenig kälter geworden…

Die Kaisersäule wurde im Jahre 1838/39 in der heutigen Form als Erinnerung an den Besuch des Kaisers Franz II. errichtet. Dieser hatte zuerst die Stadt Hall in Tirol, anschließend das Salzbergwerk und diese Aussichtskanzel besucht.

Wir setzten und an einen windgeschützten Platz und genießen unsere Brotzeit. Danach spazieren wir die letzten Meter zum Törl und schauen hinab ins Halltal.

Beim Törl drehen wir wieder um, nun wandern wir erst auf dem „Homercher Weg“ retour. Leider scheint der Weg, da ein Stück abgesperrt wurde, nicht begehbar. Wir erreichen über einen steilen Steig wieder den Weg zurück zur Thaurer Alm

Das Wetter scheint nun nicht mehr lange zu halten, daher entscheiden wir uns für die kürzeste Variante ins Tal. Über den Gasperlweg, Stanglmahd und vorbei am Kiechlberg erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, die Bushaltestelle in Hochrum.

Wir haben Glück, der Bus wartet schon auf uns und wir entkommen den ersten Tropfen, die nun vom Himmel fallen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:30 h
Gesamtlänge:16,04 km
Höhenmeter: ∆ 1.311 m / ∇ 1.305 m

231028 Neuschwanstein

Das Wetter ist wunderschön, da macht sich ein Ausflug nach Neuschwanstein gut. Das Schloss des „Märchenkönigs“ ist eines der bekanntesten Gebäude der Welt, zufälligerweise auch sehr nahe zu meinem Heimhaus…

Der Herbst ist die beste Zeit, um das Schloss zu besuchen. Vor kurzem konnte ich das Gebäude vom Säuling aus bewundern, heute geht es mal direkt zum Fuß des Prachtbaus.

Wir spazieren, nachdem wir um €10.- am Parkplatz erleichtert wurden, von Schwangau den offiziellen Steig hinauf zum Schloss. Das gute Wetter lockt heute nicht nur uns, ganze Menschenketten wälzen sich den Hügel hinauf.

Wir lassen es uns dennoch nicht verdrießen, es ist heute sehr schön und wir genießen den Aufstieg.

Immer wieder sehen wir das prächtige Schloss mitten im herbstlichen Wald. Am Schloss angekommen, müssen wir feststellen, dass heuer der Eintritt in den Hof verwehrt ist, bzw. auch für Diesen muss man schon bezahlen. Schade, aber wohl ein Tribut bedingt durch die vielen Besucher…

Auch der Ausblick ins Umland ist wunderschön, mit Hohenschwangau, dem Alp- und Schwanensee. Kein Wunder, dass der Königswinkel so bekannt und auch gut besucht ist.

An jedem schönen Platz stehen Menschentrauben für das obligatorische Foto an… schade, und dennoch irgendwie verständlich.

An der Marienbrücke angekommen, müssen wir feststellen, dass auch hier kein „freier Eintritt“ mehr möglich ist. Eine wahre Menschentraube schreckt uns auch hier ab, und wir spazieren wieder retour.

Zumindest können wir das Schloss noch von Außen betrachten, auch das ist schon beeindruckend genug.

Schließlich führt uns unser Weg wieder hinunter nach Schwangau… der Spaziergang war sehr schön, aber ein wenig schade ist, dass die früher freien Attraktionen, Innenhof und Marienbrücke, nicht mehr frei zugänglich sind.

Dafür genießen wir die Aussicht auf das Allgäuer Seenland, dieser wunderschöne Ausblick ist aktuell noch gratis!

Im Tal angekommen, schauen wir noch rüber zum alten Schloss Hohenschwangau, dem Geburtsschloss des Märchenkönigs. Die meiste Zeit seines kurzen Lebens hatte er an diesem wunderbaren Ort verbracht!

Ein wenig nachdenklich ob der Überlaufenheit, aber dennoch zufrieden wegen dem schönen Spaziergang fahren wir wieder retour nach Pflach… hier geht es deutlich beschaulicher zu!

231003 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter ist aktuell noch super, allerdings ist über Nacht eine Kaltfront angesagt, daher beschließe ich kurzfristig, meine Runde über die Almen zu machen. Von Rinn aus geht’s wieder los über den „Rinner Alm Steig“.

Obwohl es noch nicht spät ist, steht die Sonne, jahreszeitenbedingt schon viel tiefer. Die Stimmung ist allerdings einfach schön…

Ich bin wieder mal flott am Weg, nach 36 Minuten habe ich die Rinner Alm erreicht. Wie immer bewundere ich die letzten Meter zur Hütte, für mich einer der schönsten Zugänge zu einer Alm…

Die Hütte strahlt letzten Abendlicht, Besucher und Pächter sind allerdings schon ausgeflogen. Um diese Jahreszeit hat die Hütte nur bis 18:00 Uhr geöffnet…

Mich zieht es sowieso weiter, die nächste Alm ist mein nächstes Ziel. Zuerst wandere ich über einen schönen Steig, dann unspektakulär über die Forststraße…

Die Sonne verschwindet langsam im westlichen Dunst, im Oberland kann man schon die ersten Anzeichen eines Wetterumschwungs erahnen.

Auf der Aldranser Alm ist auch Aufbruchstimmung, daher kehre ich hier auch nicht ein… alleine ist das eher fad! Den Höchsten Punkt habe ich nach 52 Minuten erreicht.

Erst steige ich über den steilen Waldsteig ganz in der Nähe der Alm ab. Dieser wird den Spuren nach zu urteilen auch öfter von Downhillern benutzt.

Dann erreiche ich den alten Almweg, der mittlerweile keine Funktion mehr zu haben scheint. Im oberen Bereich endet der Weg zumindest für Fahrzeuge in einer Sackgasse… besser für uns Wanderer!

Kurz vor Fagslung geht der Forstweg in eine Asphaltstraße über… die Tristheit eines solchen Weges wird zumindest durch die wunderschöne Aussicht kompensiert… und im Westen rollt was an!

Ich erreiche mein Zuhause nach nicht ganz zwei Stunden, es dauert noch ungefähr eine Stunde, da fällt mir beim Blick aus dem Fenster auf, dass es regnet. Das ist noch schneller gegangen als gemeint!
Ich bin glücklich, dass ich das Wetter noch genutzt habe.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:49 h
Gesamtlänge: 9:45 km
Höhenmeter: ∆ 588 m / ∇ 763 m

230920 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Spontan entscheide ich mich, das (noch) gute Wetter zu nutzen und meine Almenrunde nach der Arbeit abzuklappern. Mit leichtem Gepäck mache ich mich mit dem Bus auf nach Rinn, zum Kirchplatz.

Ein paar Meter über den Asphalt, dann erreiche ich schon den „Rinner Almsteig“, der mich ziemlich direkt zur Alm bringt. Durch schönen Forst steige ich windgeschützt höher und höher.

Der Föhn ist heute durchgebrochen, immer wieder knacken die umliegenden Bäume, so mancher Ast fällt durch die Windlast zu Boden.

Nach 35 Minuten erreich ich schon die schön gelegene Alm. Die Sonnenschirme sind wegen dem Wind eingeklappt, aber es wird noch ausgeschenkt. Der Besucheransturm hält sich allerdings in Grenzen. Nur eine handvolle Wanderer hat den Aufstieg heute gemacht.

Ich bleibe nur kurz stehen, trinke einen Schluck und mache ich auf zur zweiten Alm. Die Sonne wärmt noch gut, allerdings kühlt im gleichen Zuge der Wind ganz nett…

Nach weiteren 15 Minuten erreiche ich „unsere“ Alm, die Aldranser Alm. Auch hier ist wenig los, aber die Alm ist auch hier geöffnet. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet.

Auch hier verweile ich nur kurz, zum Genießen auf der Terrasse ist es zu windig, und in die Hütte möchte ich nicht sitzen. Also steige ich direkt wieder über den Steig ab.

Erst geht es steil nach unten, durch Heidelbeerfehler.. die Beeren sind aber schon so gut wie abgefallen, nur teilweise sehe ich noch die leckeren Waldfrüchte.

Ich kreuze ein paar Mal die Forststraße, bleibe allerdings auf meinem Steiglein. Das ist mir viel lieber als die große Schotterpiste. Ab dem Wasserbassin muss ich dennoch der Almstraße folgen… ein kleiner Wermutstropfen, über Asphalt abzusteigen.

Der Föhn hat die Luft richtig durchgeputzt, die Fernsicht ist sehr gut. Der Bettelwurf und die Speckkarspitze ruft Erinnerungen an die heurige Tour mit Daniel, Maggo und Papa auf.
Über das Industriegebiet, Sägewerk und Waldspielplatz erreiche ich nach 1:47 Minuten wieder mein Zuhause. Ich bin zufrieden und nun auch richtig hungrig… eine tolle Tour direkt vor der Haustüre!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamtlänge: 9,32 km
Höhenmeter: ∆ 579 m / ∇ 737 m

230906 Salfeins (2.000m) ✨

Schon viele Jahre möchte ich an diesen besonderen Platz. Heute endlich, im Schlepptau von Michi, geht sich die Tour aus… zum Salfeinssee.
Mit dem Bus fahre ich die erste Strecke bis nach Götzens, dort treffe ich auf Michi. Ab hier fahren wir gemeinsam mit dem Auto Richtung Kemater Alm. Auf halbem Wege befindet sich der Parkplatz…

Den ersten Teil des Aufstiegs wählen wir über die Forststraße, bei einer schönen Privathütte, evtl. eine ehemalige Alm, zweigen wir auf den Steig ab.

Vorbei an einem beeindruckend ruinösen Stadl wandern wir weiter aufwärts. Diese Seite des Kammes liegt schon im Schatten, aber das hat im Aufstieg nur Vorteile.

Im Hintergrund sehen wir die Kalkkögel mit der davor liegenden Kemater Alm. Die Adolf-Pichler-Hütte können wir von hier nicht einsehen.

Unterwegs begegnen wir vereinzelt Kühen, die hier auf einer traumhaften Weide grasen.

Der Blick ins Unterinntal ist von dieser Seite wunderschön, und das Wetter trägt heute den Rest dazu bei, fast Kitschbilder erzeugen zu können.

Beim Salfeinssee treten wir vom Schatten in die Sonne, für die Pause ist das perfekt. Der See hat heute ein wenig mehr Wasser, das macht sich auf den Fotos gut!

Das Licht ist einfach nur toll, wir haben uns heute wirklich den perfekten Tag für diese Wanderung ausgesucht.

Die Sonne bereitet sich nun auf die Nachtruhe vor, langsam verschwindet der Feuerball am Horizont.

Nach so langer Zeit haben Michi und ich es endlich wieder mal geschafft, ein Treffen auszumachen. Das sollten wir wieder öfter machen.

Und dann ist der Zeitpunkt gekommen, das berühmte Foto (ich sage nur Insta-Spot) zu schießen. Die Bedingungen passen heute wirklich, Sonne, wolkenloser Himmel, kein Windchen kräuselt den See… wie bestellt, denke ich mir!

Oben auf Salfeins sind nun die Kühe den Pferden gewichen, die hier eine kaiserliche Loge über dem Inntal ihr Eigen nennen.

Die Sonne geht nun hinter dem Rosskogel unter, ich werfe noch einen Blick hinüber zum Weißstein (2.640m), den ich vorletztes Jahr besteigen konnte (hier als kleine Spitze in der Mitte des Kamms zu sehen).

Die Sonne strahlt nun nur noch die Spitzen der Kalkkögel an, da muss ich prompt nochmals ein Foto machen.

Wir genießen den Ausblick, doch ohne Sonne wird es gleich kühl. So machen wir uns an den Abstieg.

Als wir die verfallene Alm erreichen, ist die Sonne gänzlich untergegangen und die Dämmerung setzt ein. Der Zeitpunkt für die Tour hätte nicht besser gewählt sein können.

Bei Michi und David werde ich noch gut verköstigt, ein Hoch auf den Koch! So gestärkt mache ich mich spät Abends mit dem Bus auf den Heimweg.

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,08 km
Gesamtdauer: 2:05 h
Höhenmeter: ∆ 549 m / ∇ 548 m

230905 Rinner Alm (1.380m)

Gerti, eine Freundin meiner Schwester ist mit ihrem Sohn für ein paar Tage in Innsbruck, wir haben uns dann kurzfristig verabredet, um auf die Rinner Alm zu wandern.
Vom Parkplatz in Rinn starten wir über den Rinner Alm Stieg unseren Aufstieg

Über Stock, Stein und Wurzeln wandern wir durch den kühlen Wald relativ direkt hinauf zur Alm.

Der Start der Wanderung ist immer recht steil, doch schon bald erreichen wir den „normalen“ Steig und es geht gemütlich immer höher.

Bald erreichen wir die Alm, die heute nicht besonders überraschend gut besucht ist.

Hier gönnen wir uns eine feine Jause, es gibt St. Johanner, Matthias bekommt sogar „Steirisches Kernöl“ zu seinem Salat… die Begeisterung ist Grenzenlos.

Das Wetter ist heute wieder traumhaft und wir sitzen eine Weile auf der Sonnenterasse.

Obwohl wir Taschenlampen dabei hätten, machen wir uns doch noch zu lichter Stunde auf den Rückweg.

Die Sonne versinkt im Westen langsam hinter den Bergen, und es wird „tirol-typisch“ gleich ein wenig kühler.

Nach ca. 40 Minuten erreichen wir wieder den Talboden, eine kurze, aber feine Wanderung, die auch Gerti und Matthias Freude gemacht hat.

Für die Zwei war das ein schönes Kontrastprogramm zum Stadtl-Besuch in Innsbruck. Jetzt haben sie die Landeshauptstadt auch mal von oben gesehen!

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,70 km
Gesamtdauer: 1:40 h
Höhenmeter: ∆ 463 m / ∇ 449 m