260105 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Ich nutze meine letzten Tage im Urlaub, um nochmals dem Schartenkogel meine Aufwartung zu machen. Für den Aufstieg muss ich heute die Piste verwenden, denn die Rodelbahn und der Skitourenaufstieg sind beide gesperrt.

Das Wetter ist angenehm, und nicht allzu kalt, gerade richtig für eine Skitour.

Heute bin ich mal alleine, so kann ich beim Aufsteigen meinen Gedanken nachhängen.

Im oberen Teil nehme ich mal eine Abkürzung von der Piste, allerdings offenbart sich hier wieder mal der heuer notorische Schneemangel.

Der Blick ins Gelände zeigt mehr Grün als Schnee, ich hoffe, dass bald mal ein wenig Schnee kommt.

Seit der Tour gestern hat sich natürlich nichts an der Schneelage geändert, einziger Vorteil heuer, es ist relativ kalt, so bleibt der Schnee konserviert und auch die Beschneiung funktioniert für die Skigebiete.

Der Schartenkogel ist eine meiner Lieblingstouren, das kann man auch an der Frequenz meiner Besuche feststellen. Aber die Vorteile liegen für mich auf der Hand, einfach mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, super Service im Skigebiet, und eine tolle Einkehrmöglichkeit mit der Tulfeinalm.

Bald erreiche ich die Schartenkogel-Bergstation, die letzten Meter zum Gipfel gehe ich zu Fuß, die Skier sind mir für diesen Abschnitt zu schade!

Am Gipfelkreuz sind noch ein paar Leute versammelt, es ist windstill und in der Sonne gar nicht ungemütlich…

… daher bleibe ich ein wenig sitzen und schaue ins Oberinntal, das Kellerjoch, das ich gestern besucht habe, direkt im Blick.

Ein feiner Besuch bei „meinem“ Schartenkogel… bis bald!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:54 h
Gesamtlänge: 7,39 km
Höhenmeter: △ 757 m / ▽ 752 m
Lawinenstufe: 1

260104 Skitour Hecherhaus (1.887m)

Nachdem ich letztens immer wieder in den gleichen Gegenden am Weg war, haben wir heute mal was Neues auf dem Plan. Da eh nur Pistentouren möglich sind, treffen wir uns mit Biggi´s Schwester in Grafenast. Heute gehts hinauf zum Hecherhaus…

Am Parkplatz ist es noch schattig, aber schon bald erreichen wir die sonnigen Abschnitte. Die Piste ist super griffig, keinerlei eisige Stellen sind sicht- oder merkbar.

Rasch gewinnen wir an Höhe, die Piste hat eine angenehme Steigung, so können wir dem Sport und der Kommunikation frönen…

Das Wetter ist heute ausgesprochen gut, so macht die Bewegung an der frischen Luft gleich noch mehr Spaß.

Und schon bald, wie schnell die Zeit vergeht, stehen wir vor dem Hecherhaus. Interessanterweise hat der Pächter der Lanser Alm bei uns auch dieses Haus mit seiner Familie übernommen. Das heißt, dass es hier nun auch leckere Momo´s gibt.

Der Blick ins Inntal ist ernüchternd. Obwohl der Aufstieg zum Kellerjoch wirklich gut gegangen ist, die Schneelage im Land lässt sehr zu wünschen übrig.

Während wir mit den Skier aufgestiegen sind, hat Georg die Piste erkundet und die beste Abfahrtslinie für uns ausgesucht.

Wir setzen uns ins Hecherhaus hinein, im Freien ist es hoch-winterlich kühl, in der Hütte ist es angenehm. So können wir uns aufwärmen und das gute Essen genießen.

Gestärkt fahren wir schließlich wieder ins Tal, bei traumhaften Wetter…

Die Abfahrt ist zwar nicht so spektakulär, aber die Aussicht ist es, trotz Schneemangels auf jeden Fall. Man fährt fast direkt ins Inntal „hinein“, das ist schon sehr toll!

Den feinen Tag mit Bewegung beschließen wir wenig später in der Sauna, so gestärkt sind wir bereit für eine neue Woche!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:16 h
Gesamtlänge: 4,22 km
Höhenmeter: △ 509 m / ▽ 516 m
Lawinenstufe: 1

260102 Skitour Tulfeinalm (2.035m)

Letu ist motiviert, mit mir eine Skitour zu gehen und ich habe gehört, dass am Glungezer die Rodelbahn gesperrt und daher mit Skier zu begehen ist. So ist schnell ein Plan geschmiedet und dann sitzen wir schon im Bus nach Tulfes.
Mit der Sektion I geht es rauf nach Halsmarter, dann rüber zum Start (Ziel) der Rodelbahn. Und wirklich, der Aufstieg ist sehr angenehm.

Durch den Wald, Aussicht ist nicht so besonders, steigen wir immer höher. Die Rodelbahn ist in keinem schlechten Zustand, aber vermutlich wegen dem fehlenden Sturzraum gesperrt.

Dennoch wird fleißig an der Bahn gearbeitet. Plötzlich kommt uns ein großer Traktor entgegen, ein Aldranser Bauer ist hier am Arbeiten… Es wird Schnee an die notwendigen Stellen der Rodelbahn deponiert, um diese wieder Fit zu machen.

Bald schon sehen wir die Bergstation, wir beschließen, nur noch bis zur Tulfeinalm zu gehen, und dort eine Einkehr zu machen. Das klingt nach gutem Plan…

Der Ziehweg vom Skigebiet bis zur Tulfeinalm zieht sich immer ein wenig, zudem ist der Weg steinig und stellenweise eisig. Beim zurückfahren müssen wir das unbedingt in Erinnerung behalten.

Bei der Alm angekommen finden wir gleich ein lauschiges Plätzchen, dann wird bestellt: Schnitzel, einmal klassisch, einmal steirisch, dazu was zu trinken und schon sind wir zufriedengestellt.

Eine gemütliche Tour auf eine wunderschöne und sehr gastfreundliche Alm… was wünscht man sich mehr! Und der Aufsteig über die Rodelbahn war auch sehr angenehm.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:42 h
Gesamtlänge: 6,71 km
Höhenmeter: △ 492 m / ▽ 481 m
Lawinenstufe: 1

260101 Wanderung Patscherkofel (2.246m)

Die letzte Skitour war nicht so üppig mit Schnee gesegnet, daher wollen wir heute mal eine Wanderung wagen. Während Biggi und ich uns für den Gipfel des Patscherkofels entscheiden, wollen die Jungs, Georg und Letu lieber Skifahren…

Wir starten am Gipfelhaus, über den Vitalweg wandern wir in gemütlicher Steigung höher und höher. Es ist angenehm, die Sonne ist aber heute nicht ganz klar sichtbar…

Wir sind gut ausgerüstet, so kann uns die Temperatur nichts. Und an den Füßen haben wir heute für den besseren Gripp die Spikes montiert.

Wohin wir auch schauen, ins hintere Viggartal zum Beispiel, es liegt nirgends auch noch nennenswert Schnee… zumindest nicht für Skitouren.

Der Weg zum Gipfel ist hart und eisig, aber auch hier möchte ich nicht nicht gerne mit Skier am Weg sein, denn spitze Steine sind unser stetiger Begleiter.

Am Gipfel machen wir nur eine kurze Pause, denn wir wollen bei der Bergstation (unserem Start) noch mit den Jungs was essen gehen.

Also verbleiben wir ein paar Minuten am Gipfel, dann wandern wir den selben Weg wieder zurück zur Seilbahn.

Auch im Oberinntal ist es frühlingshaft. Schnee nur auch den hohen Gipfeln, und da auch nur für die Optik.

Ich bin schon gespannt, ob und wann der nächste, wohlgemerkt bitter nötige Schnee kommt.

Rasch erreichen wir wieder die Bergstation und das Schutzhaus. Wir kehren ein, die Jungs sind schon da. Leider ist die Küche schon beim schließen, daher fahren wir zur Talstation, dort gibt es auch was Gutes…

Wir gönnen uns eine Pizza und lassen den feinen Nachmittag ausklingen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:31 h
Gesamtlänge: 5,87 km
Höhenmeter: △ 296 m / ▽ 295 m
Lawinenstufe: 1

251227 Skitour Tulfeinalm (2.035m)

Obwohl es schon mal geschneit hat, die Schneelage ist auch heuer im Dezember eher dürftig. Dennoch beschließen Biggi und ich, die Tour auf den Schartenkogel zu probieren.

Mit dem Lift geht es rauf nach Halsmarter, dann auf der alten Lifttrasse aufwärts. Gleich im unteren Bereich warnt uns ein älterer Tourengeher über gröbere Eisflächen direkt vor uns.

Dank des Hinweises können wir die Stelle gut umschiffen und steigen im harten Schnee immer weiter hoch. Ohne Harscheisen wäre es wohl heute ein wenig schwieriger, zumindest auf der Spur die wir bestreiten.

Je höher wir kommen, desto besser wird die Bahn. Dennoch kann man an den Bildern gut die Schnee-Misere sehen.

Zwischendurch müssen wir auf die Piste ausweichen, weil die Trasse dann doch zu schwierig zu begehen ist.

Wenigstens ist die Aussicht gewohnt spektakulär und lässt uns so manche Mühsal beim Aufstieg vergessen.

Bei der Bergstation überlegen wir, wie es weitergeht. Zum Schartenkogel wollen wir heute nicht mehr, wir steigen ein paar Meter höher, damit wir zur Tulfeinalm abfahren können.

Fast hätte ich den Weg zur Alm übersehen, Biggi ist hier aufmerksamer. Und bald sitzen wir in der warmen Stube und genießen ein gutes Mittagessen…

Schon beim Aufstieg hatten wir ein Feuer in der Nähe der Seegrube gesehen. Später hören wir, dass ein 12jähriger mittels Böllern ein größeres Feuer auslöste, das erst nach 3 Tagen komplett gelöscht werden könnte… die Rauchwolken könne über das ganze Inntal sehen.

Der erste Teil der Abfahrt von der Tulfeinalm besteht aus ebenen Stellen, die wir anschiebend meistern, doch dann kommen wir auf die harte, aber feine Piste hinunter zur Mittelstation. Die Talabfahrt funktioniert dieses Mal nicht mehr…

Trotz des spärlichen Schnees macht es hier doch immer wieder Spaß, hochzusteigen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:58 h
Gesamtlänge: 6,07 km
Höhenmeter: △ 534 m / ▽ 572 m
Lawinenstufe: 1

251221 Wanderung Seegrube (1.905m)

Der große Schneefall lässt immer noch auf sich warten, daher machen wir heute eine herbstliche Wanderung auf die Seegrube (Nordkette) über den Seegrubensteig

Mit an Bord ist heute wieder einmal Doris. Wir treffen uns bei der Hungerburg (Talstation Nordkettenbahn). Ein paar Schritte über den Parkplatz, dann sind wir schon auf dem Steig, der erst über die alte Talabfahrt führt.

Bald schon zweigen wir auf den Steig ab, der mit ziemlich gerader Streckenführung aufwartet. Typisch „Innsbruckerspur“, denke ich mir.

Über uns fahren im Viertelstundentakt die Nordkettenbahn und transportieren Unmengen an Touristen auf den Berg. Und obwohl auf dem Seilbahnsteig auch viel los ist, ist es dennoch beschaulicher…

Immer wieder stehen wir vor der Wahl, steiler Steig, oder langatmige Serpentinen. Wir entschließen uns für einen „gesunden“ Mix, so macht der Aufstieg viel mehr Spaß.

Ich habe mir, auch wegen der Jahreszeit, die Skitourenhose angezogen. Das bereue ich nun, es ist mir speziell an den Beinen recht warm. Mittlerweile habe ich sogar nur noch ein T-Shirt an.

Der Abschnitt mit der bekannten „Stiege“ ist erreicht, nun heißt es, die teils recht hohen Stufen zu bewältigen. Das geht am Besten mit Ruhe und Takt.

Weiter und weiter steigen wir hinauf, 100 Treppen sind erreicht…

Wie viele Stufen es schlussendlich sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber wir haben es dann doch einmal geschafft.

Der Ausblick auf die Landeshauptstadt ist wunderbar, ich sehe sogar bis zu mir nach Hause.

Ab dem Ende der Stiegen müssen wir noch durch die „Grube“ hinauf bis zum Restaurant. Das geht wieder in einem Mix aus Forststraße und Abkürzungen.

Der 3er-Stützenlift ist nicht im Betrieb, zu wenig Schnee ist hier vorhanden…

Auch die Seegrube selber weit wenig Schnee auf. Es ist schon ein Kreuz heuer, bestes Wetter, aber kein Schnee… hoffentlich hat Frau Holle bald Erbarmen mit uns.

Die letzten Meter zur Bergstation laufen wir noch auf der Piste hinauf, dann haben wir es Geschafft… knapp 1000 Höhenmeter und einige Stiegen, ein doch ausführlicherer Sonntagsspaziergang.

Im Rückblick sehen wir noch einige Leute hochlaufen, es ist viel los hier auf dem Berg. Touristen, Bergläufer, Wanderer und auch ein paar Skifahrer, der Zauberteppich ist immerhin am Laufen!

Nach einer kurzen Beratung beschließen wir, sofern wir einen Platz ergattern können, im Restaurant einzukehren.

Und siehe da, auf der Terrasse werden wir fündig. Obwohl sehr viel los ist, finden wir doch einen Platz an der Sonne.

Es ist total fein in der Sonne, aber von Zeit zu Zeit macht sich dann der Südföhn bemerkbar, daher braucht es doch die Jacke und eine Kapuze. Wir essen eine Kleinigkeit, und genießen den Ausblick.

Die Sicht zum Patscherkofel, Tuxer und Stubaier Alpen ist wunderbar!

Gestärkt und zufrieden fahren wir mit der übervollen Bahn zur Hungerburg hinunter, dort treffen wir Georg, es gibt Kiachl und einen Glühwein. Auch dieser nette, kleine Christkindlmarkt ist gut besucht.

Eine feine Wanderung, wenn sonst nicht viel möglich ist. Das werden wir bestimmt wieder mal machen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:26 h
Gesamtlänge: 4,56 km
Höhenmeter: △ 1.048 m / (Abfahrt mit Bahn)

251208 Skitour Tulfeinalm (2.035m)

Nachdem mir die Tour vor zwei Tagen sehr gut gefallen hat (bis auf die kleinen Happenings), beschließe ich mit Biggi gleich nochmals zum Glungezer zu fahren, allerdings dieses Mal ohne Gelände.

Der Regen vom Vortag hat ganze Arbeit geleitet, der Schnee ist heute viel pampiger als letzte Mal. Allerdings ist es sehr angenehm zu begehen, die Felle halten super!

Im Skigebiet ist nicht so viel los, wahrscheinlich hat das Wetter doch einige Leute verprellt. Skitourengeher sind genügend vorhanden… allerdings im Aufstieg.

Erst laufen wir im Schatten, doch weiter oben packen wir dann die Sonnenbrille aus, die Temperaturen sind auch fast frühlingshaft.

Bei der Bergstation ist dann Schluss, wir beschließen, nicht mehr weiter zu gehen. Direkt an der Station fellen wir ab, genießen den Ausblick ins Inntal und trinken einen Schluck Tee

Kurz beratschlagen wir, ob wir nur bis zur Mittelstation abfahren, oder doch die Talabfahrt bestreiten. Nach kurzer Debatte fällt die Entscheidung, wir wagen nochmals die Talabfahrt.

Obwohl der Regen wie schon gesagt, dem Schnee gut zugesetzt hat, schaffen wir die Abfahrt zur Talstation ohne gröberen Steinkontakt. Ein paar Maulwurfhügel müssen dennoch daran glauben. Spaß macht die Abfahrt trotzdem!

Diese Tour mache ich immer wieder gerne, hier passt einfach alles… ich freu mich schon auf die nächsten Touren, natürlich gemeinsam mit Biggi!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 8,24 km
Höhenmeter: △ 489 m / ▽ 1.105 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Gleitschnee)

251206 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Nachdem ich mir bei der letzten Skifahraktion die Schulter gestoßen hatte, probiere ich heute wieder mal mein Glück, heute eine gemütliche Skitour auf den Schartenkogel. Das Glungezer-Skigebiet hat heute das erste mal offen, Letu ist auch schnell überredet, ein paar Abfahren zu wagen.

Trotz unserer scheinbar grimmigen Gesichter sind wir schon sehr gespannt auf den spontanen Skitag. Mit dem Bus sind wir bis zum Talstation gekommen, mit der Gondel geht es hinauf auf den Berg.

Während Letu mit der zweiten Gondel gleich weiterfährt, starte ich hier, bei Halsmarter, meine Tour auf den Schartenkogel. Zuerst folge ich der Seilbahntrasse, heute noch nicht präpariert, aber gut gespurt in Richtung Tulfein.

Kurz nach der Bergstation zweige ich ins Gelände ab. Es sind einige Tourengeher am Weg, den Sommerweg auf den Schartenkogel sind aber noch nicht so Viele gegangen.

Das Wetter ist fein, es ist nicht besonders kalt und ich steige flott höher. Der untere Teil der Tour bis ungefähr ins „kleine Tal“ ist gut zu begehen. Ab dem Tal wird es dann aber zahnig. Relativ wenig Schnee, ein paar scharfe Steine… da heißt es aufpassen.

Immer wieder sind stellen, die einem Eiertanz gleichen. Meine neuen Ski müssen heute schon einen harten Einsatz ertragen.

Über Blockgelände, mit knapper Schneeauflage, geht es immer weiter hinauf. Ich steche meinen rechten Stecken zur Unterstützung in den Schnee, der Hält. Gewicht auf den Stecken verlagern, um eine steinige Stelle zu umschiffen, plötzlich gibt der Schnee nach und ich sause in den Felsspalt. Zum Glück löst mein Ski gleich aus, ich kann mich problemlos aus der misslichen Lage befreien.

Weiter geht es, im wahrsten Sinne über „Stock und Stein“. Bald erreiche ich das Ende des Blockfeldes und nun reicht der Schnee und die drunter liegende Bergwiese wieder aus, um gut voranzukommen.

Ab hier läuft der Aufstieg wieder problemlos, der Weg ist gut angelegt, ich habe vorher wohl die falsche Abzweigung genommen.

Die Sonne lacht hinter Schleierwolken heraus, es ist fast windstill am Schartenkogel. Nun ist es nicht mehr weit, bald habe ich den Gipfel erreicht.

Im Tal sieht man, dass der Schnee generell noch Mangelware ist, die nächsten Touren werde ich wohl wieder auf der Piste oder in größeren Höhen absolvieren.

Am Gipfel angekommen, bin ich zufrieden, halbwegs gut hinauf gekommen zu sein. Ich trinke einen Schluck Tee und bereite mich auf den Abstieg vor. Es sind noch ein paar Leute auf dem Gipfel.

Ein Blick ins Unterland, prominent der Largoz und im Hintergrund das Kellerjoch bei Schwaz.

Im Oberland sieht man bis zur Zugspitze, die Wolken stören die Fernsicht heute nicht.

Über dem Glungezer ziehen immer dichtere Wolken auf, in den nächsten Tagen soll sich das Wetter wieder verschlechtern, allerdings soll es auch wärmer werden. Das wäre dem ohnehin noch dürftigen Schnee nicht zuträglich.

Die Abfahrt vom Schartenkogel, noch einmal mit massivem Steinkontakt, ist noch nicht präpariert, aber gut fahrbar. Bei der Bergstation Tulfein treffe ich wieder auf Letu. Er ist schon 2x die Talabfahrt runter gefahren… das wollen wir jetzt gemeinsam machen.

Ein letzter Blick zum Glungezerzeichen, die Ski werden angeschnallt, dann fahren wir flott die feine Piste hinunter.

Ab Halsmarter ist die Piste noch gesperrt, wir fahren über erst pickelharte Piste, dann durch das Gelände über die alte Talabfahrt zur Talstation. Ein Blick auf die Uhr, Letu ruft, den Bus schaffen wir noch… doch leider schaffen wir es doch nicht rechtzeitig. Obwohl Letu schon fast im Bus steht, schaffe ich es nicht so schnell aus der Bindung… und der Bus lässt uns zurück.

Abgesehen von den Steinen und der Ignoranz des Busfahrers war es heute ein toller Tag, der mir sehr viel Spaß gemacht, und die Vorfreude auf den Winter noch vergrößert hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:16 h
Gesamtlänge: 11,41 km
Höhenmeter: ∆ 759 m / ∇ 1.371 m
Lawinenwarnstufe: 1

251119 Skifahren Stubaier Gletscher (3.212m)

Meine neuen Ski wollen ausgeführt werden, da bietet sich ein Ausflug zum Stubaier Gletscher an. Unter der Woche ein Traum, am Wochenende wohl eher das Gegenteil, wie wir auf Bildern gesehen haben. Wir sind am Mittwoch am Weg, also ideal gelegen.

Mit dem Fernauexpress sind wir schnell in schwindligen Höhen, wie schnell man mit den Aufstiegshilfen auf fast 3000m steht, ist schon immer wieder ein Wunder.

Ein toller Tag entwickelt sich, die Pisten sind perfekt präpariert, durch den frischen Schnee schaut die Landschaft auch winterlich aus. Uns macht es auf jeden Fall viel Spaß…

Der Wetterbericht hatte sehr kalte Temperaturen gemeldet, aber wir haben Glück und es ist gar nicht so übel wie befürchtet.

Wir fahren einige der Pisten im weitläufigen Gebiet ab, irgendwann wird es diesiger und die Sonne steht auch schon tief. Es wird Zeit für die Abfahrt… und genau da passiert es dann…

Auf den letzten Metern bin ich kurz durch eine Schneekanone geblendet, ich übersehe eine Bodenwelle und im nächsten Moment liege ich am Boden. Meine Schulter schmerzt, genau die eben schon Lädierte…
Zum Glück ist die Schulter nur geprellt, aber jetzt heißt es wohl wieder eine Weile Ruhe geben…

251116 Wanderung Halltal, Winklerhütte (1.345m)

Das Wetter ist in Ordnung, der Bewegungsdrang wieder mal groß. Heute geht´s ins Halltal, aber heute mal ein bisschen neu gedacht. Wir starten am Hackl, wie üblich, und wandern zuerst in Richtung Alpensöhnehütte, auch der Weg auf die Hüttenspitze startet gleich.

Es ist bedeckt, aber nicht unfein, gerade die richtige Temperatur zum Wandern. Die Natur hat sich Herbst-mäßig bunt/bräunlich angezogen, die Farben und die vielen Schattierungen sind wunderschön.

Der Blick ins Halltal, von dieser Talseite aus gesehen, ist immer wieder spektakulär, besonders der Blick zum Lafatscherjoch mit den steilen Felswänden begeistert immer wieder…

Das Wetter ist eigen, es ist angenehm warm, aber nicht windig. Dennoch fühlt es sich leicht föhnig an. Schleierwolken verdecken die Sonne und dämpfen das Licht.

Wir erreichen die private Halltaler Hütte, schön auf einem Rücken gelegen.

Direkt nach der Hütte bewältigen wir ein paar steile Kehren und erreichen die Abzweigung zur Alpensöhnehütte.

Mit offenen Augen wandern wir durch die hier ursprüngliche Natur, es gibt einiges zu sehen.

An der Alpensöhnehütte (1.367m), auch Winklerhütte genannt, machen wir eine gemütliche Trinkpause…

… um nachher noch die Aussicht an der Seilbahnstation ins hintere Halltal zu genießen. Eine wunderschöne Gegend…

Wir folgen dem steilen Weg hinunter in die Bettelwurfreisen, hier zweigen wir in den Weg von der Bettelwurfhütte ein.

Ein Blick über die Schulter zeigt uns die Hüttenspitze und die berüchtigte Winklerwand. Diese Reise sind wir vor nicht allzu langer Zeit hinunter gelaufen.

Kurz vor der Straße müssen wir einen Murenstrich überqueren, das Halltal scheint Tag und Nacht in Bewegung zu sein.

Bei der zweiten Ladhütte wechseln wir nun auf den Fluchtsteig, der uns in Richtung St. Magdalena führt.

Schließlich erreichen wir das Alpengasthaus. Dieser Platz ist einer der Lieblingsplätze von Biggi und mir, gemütliche Einkehr und gutes Essen, was will man mehr.

Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen und genießen die Gastfreundschaft. Dann brechen wir wieder auf.

Über das Eibental steigen wir dieses Mal ab, normalerweise ist das unser Aufstiegsweg. Es geht relativ steil durch den Wald.

Schließlich erreichen wir wieder den Fluchtsteig, der uns hinaus zum Hackl führt.

Eine echt tolle Tour, mit sehr feiner Begleitung. Da freue ich mich schon auf eine Wiederholung!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:48 h
Gesamtlänge: 10,61 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 851 m