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250826 Bergtour Litnisschrofen (2.068m)

Heute haben wir eine Bergtour mit meinem Papa ausgemacht, wir treffen uns bei ihm zu Hause, dann fahren wir ins Tannheimertal, zum großen Parkplatz am Haldensee.
Am Strindenbach entlang, einem bekannten Canyoningbach, steigen wir steil hoch.

Der erste Weg ist wirklich steil, aber als wir am oberen Ende, am Forstweg ankommen, legt sich der Weg zurück und es wird wieder angenehmer zu gehen.

Durch lichten Wald wandern wir erst in Richtung Nesselwängler Edenalpe, dann zweigen wir ab zur Gräner Ödalpe

Nun öffnet sich das Gelände und wir bekommen an diesem wunderschönen Tag eine tolle Rundumsicht auf die Tannheimer, Lechtaler und Allgäuer Alpen.

Nun führt der Weg nach Westen, der Litnisschofen ist unser heutiges Tagesziel. Ich habe ehrlich gesagt noch nie was von diesem Berg gehört, aber Papa, der hier öfter am Weg ist, hat das Ziel gewählt.

Rasch kommen wir weiter, bis zum Gipfelstock ist der Weg einfach, dann wird es felsig und kiesig.

Stahlseile sind als zusätzliche Sicherheit eingebaut, und so manche Stelle ist ein wenig angenehmer zu gehen.

Über einen Grat steigen wir nun eben zum Gipfel hinüber. Schließlich haben wir unser Ziel, den Litnisschrofen (2.068m) erreicht.

Der Rundblick ist super, wir sehen im Nordosten die Krinnenspitze und dahinter gleich die berühmten Tannheimer Berge, Rotflüh, Gimpel, Köllenspitze und Gehrenspitze.

Auf dem Gipfel wird gejausnet, dann, es ist eher eng, steigen wir wieder ab.

Erst wollen wir über das Grat zur Strindenscharte, aber der Weg schaut „ungut“ aus und wir beschließen, auf dem gleichen Weg wieder abzusteigen.

Die Mähder unter dem Gipfel werden von Schafen und auch Kühen beweidet, wir treffen den Ziegenhirten, der gerade Salz zu seinen Schützlingen gebracht hat.

Wir steigen an der Gräner Ödalpe vorbei ab, dann kommt noch ein von Kühen zertretener Pfad, der uns weiter zur Nesselwängler Edenalpe führt.

Im Norden sehen wir den markanten Einstein mit dem steilen Gipfelanstieg. Aber die Gegend ist schon wesentlich lieblicher als die letzten Bereiche, die wir besucht hatten…

Rückblickend zeigt und der Litnisschrofen noch eine abweisende Seite, brüchiges Gestein und gar nicht so einladend. Da war die Südseite schon besser zum besteigen.

In der Nesselwängler Edenalpe. Im Tannheim kann man schon die Nähe zum Allgäu erkennen, denn hier heißen die sonst in Tirol genannten Almen eben Alpe und nicht Alm.

Ein junges Pärchen führt den Betrieb, wir bekommen guten Kaffee, Bier und einen Apfelstrudel. Perfekt gestärkt machen wir uns auf den Rückweg zum Auto.

Wir liefern Papa wieder zu Hause ab, dann fahren wir wieder zum Baumplatz in Pflach. Hier stellen wir das Auto ab und wandern die letzten Meter hoch zur Hütte. Ein feiner Kaffee wird zubereitet und wir genießen die Nachmittagssonne!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 12,32 km
Höhenmeter: ∆ 999 m / ∇ 961 m

250727 Canyoning Pfrillenwasser

Gleich im Anschluss an die Funtour habe ich noch eine Familientour mit 4 Kindern und 3 Erwachsenen. Die Wasserstände sind dieser Tage hoch, wie ich schon im Wiesbachl gesehen habe, aber wir wollen es doch wagen.
Vor der Tour gibt es eine Trockenabseilübung bei der Bootshütte. Dann starten wir ins sogenannte Pfrillenwasser

Der Aufstieg durch den Wald ist immer ein wenig Sucherei, aber kommen nur ein paar Meter über dem Einstieg zum Bach.

Rasch ist jeder Überprüft, wir machen das Sicherheitsgespräch, dann starten wir mit einer Gehpassage los.

Kleine Bolder werden abgeklettert, Miniwasserfälle rutschen wir runter. Bald erreichen wir die Schlüsselstelle.

Ich habe ein Extraseil mitgebracht um ein Seilgeländer einzurichten, ein Blick in den weiteren Wegverlauf verheißt nichts Gutes. Es ist sehr rutschig, viel Wasser und im Wasserfall steckt eine kleine Fichte von der Seite…

… mit den größeren Kindern würde ich mich diese Seilfahrt schon trauen, aber für die zwei Kleinsten wäre das eine Zumutung. Ich überlege kurz, dann beschließe ich, die Tour abzubrechen.
Ich erkläre den Gästen, was meine Überlegungen hierzu sind, und sie sind zwar teilweise enttäuscht, aber sie verstehen die Vorgehensweise.

Damit endet die Tour, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Ich sehe allerdings zu meiner Entscheidung, das war das einzig richtige, das ich machen konnte.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 2,65 km
Höhenmeter: △▽ 150 m

250727 Canyoning Wiesbachl

Wieder steht eine Canyoningtour für mich an, das Wetter ist dieser Tage regnerisch, aber nicht so kühl. Dementsprechend viel Wasser ist in den Schluchten. Aber einer Begehung des Wiesbachl´s steht nichts im Wege.

Die Truppe ist fit, wir gehen zügig zum Einstieg, dort werden noch die Gurte kontrolliert und ein Sicherheitsgespräch rundet den „Theorieteil“ ab. Dann marschieren wir los…

Der Bach hat heute einen tollen Wasserstand, gerade richtig in meinen Augen. Mir macht es Spaß, den Gästen sichtlich auch, was will man mehr. Bei der ersten Abseilstelle kommt der erste richtige Wasserkontakt, dann sind mal alle abgekühlt.

Am ersten Wasserfall kann jeder gleich die richtige Körperhaltung üben, dann kommen gleich im Anschluss kleine, aber feine Rutschen.

Besonders die dritte Rutsche endet im tiefen Wasser, das Becken ist wohl durch die letzten Regengüsse gut ausgeräumt worden.

Dann kommt eine kleine Stufe ins sogenannte „Loch“, bevor der große Wasserfall gemeistert werden will.

Dies ist einer der schönesten Abschnitte der Tour und immer wieder ein Highlight, besonders für jemanden, der das noch nicht gesehen hat.

Nach dem großen Wasserfall erreichen wir Fächer, Waschmaschine und „Letzte Rutsche“, wegen dem Wasserstand muss ich heute ein wenig kreativ werden.

Schließlich erreichen wir mit der „Letzten Rutsche“ auch den Abschluss unserer Tour.

Hier stellen sich alle nochmals auf, dem einen oder anderen Teilnehmer kann man im Gesicht ablesen, dass es nun genug ist mit dem eiskalten Wasser und dem dauernden Tosen der Wasserfälle!

Es war eine tolle Tour mit feinen Leuten, so macht Canyoning Spaß!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 3,42 km
Höhenmeter: △▽ 125 m

250629 Canyoning Wiesbachl

Nachdem meine erste Tour heuer in die Stuibenfälle geführt hat, ist heute das Wiesbachl dran! Wir sind eine große Gruppe, daher müssen gleich 3 Guides mit. Der Parkplatz am Schluss der Tour ist schnell erreicht, dann wandern wir am Forstweg hinauf zum Einstieg.

Nach einem Sicherheitsgespräch starten wir los, ein paar Meter dem Bach entlang, dann kommt die erste Abseilstelle.

Einer nach dem Anderen wird über die erste Stufe abgeseilt. Die Gäste sind von der Feuerwehr, das merkt man auch gleich!

Nach der Abseilstelle ist eine Rutsche, die am Seil abgeruscht wird

Rückblickend kann man die Nachkommenden beobachten, bald sind wir wieder komplett und wandern weiter.

Nun müssen wir durch das Loch zum großen Wasserfall, die ersten Stufen werden selbständig abgerutscht, dann hilft ein Guide über die kurze Stufe…

… ehe der große Wasserfall erreicht ist.

Hier kostet das „Reinsitzen“ in das Seil so manchen ein wenig Überwindung, aber schließlich schaffen auch alle ohne Schwierigkeiten dieses Hindernis.

Als nächstes erreichen wir den „Fächer“, hier werden alle mal richtig nass…

… bevor in der Waschmasche alle durchgewaschen werden.

Großes Gelächter ist hier immer angesagt, besonders bei den Zuschauern….

Am Abschlusswasserfall machen wir noch ein Gruppenfoto, alle sind begeistert von der Tour.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 1:52 h
Gesamtlänge: 2,82 km
Höhenmeter: ∆ 128 m / ∇ 116 m

241027 Rossgumpenalm (1.330m)

Heute stehen der Simms-Wasserfall auf dem Programm. Wir fahren nach Holzgau, hier stellen wir unsere Autos, wohlgemerkt kostenfrei, ab. Dann spazieren wir in das Höhental. Die Holzgauer Hängebrücke, die wir am Schluss noch überschreiten werden, spannt sich schon über uns.

Das Tal ist recht schattig, aber die Temperaturen angenehm. So wandern wir den Forstweg entlang immer weiter ins Tal hinein.

Sogar die Kleinen marschieren fleißig mit, diese Wanderung ist im wahrsten Sinne für Groß und Klein.

Bald schon öffnet sich das Tal ein wenig, die Straße führt spektakulär an der Felswand entlang. Und im Hintergrund erkennen wir schon den Simms-Wasserfall.

Heute hat der Wasserfall nicht ganz so viel Wasser, aber immer noch ist dies ein imposantes Schauspiel. Seit Neuestem gibt es hier auch einen Klettersteig, der über den Wasserfall führt

Wir können auch eine Gruppe beobachten, die sich trotz Wintersperre auf den Weg gemacht hat. Da die Wintersperre hauptsächlich wegen der latenten Lawinengefahr ist, kann hier wohl mal ein Auge zugedrückt werden.

Unser Weg führt uns am Wasserfall und Klettersteig entlang weiter, wir bleiben allerdings auf der Forststraße.

Oberhalb der Fälle finden wir einen schönen Platz zum Verweilen, die Kinder sind schon ein wenig hungrig, perfekt zum Jausnen.
Letu hat „sicherheitshalber“ die Badehose mitgenommen und lässt es sich nicht entgehen, einen kurzen Dipp ins eiskalte Wasser zu machen.

Die Weicheier genießen derweilen die Jause in der Sonne, zu der sich Letu dann doch gerne auch dazu setzt.

Während die Familie hier an diesem Platz weiter rastet, beschließen Letu und ich, noch rasch zur Roßgumpenalm aufzusteigen. Vorbei am geschlossenen Cafe Ute wandern wir weiter talein.

Dieser Weg würde uns in der Verlängerung bis zum Krottenkopf, dem höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen führen, aber für solch ein Abenteuer sind wir heute zu spät und auch zu schlecht ausgerüstet.

Wir kommen an ein paar kleinen Hütten vorbei, die jedoch nicht alle gut in Schuss sind. So manche Behausung wird wohl nicht mehr oft verwendet.

Der Weg führt immer weiter zur Alm, wir müssen auch ein paar Mal über Bäche steigen, die sich über den Forstweg ergießen.

Leute treffen wir fast keine, die Almensaison ist vorbei, die Gaststätten geschlossen. Daher reduziert sich der Ansturm auf ein Minimum.

Interessante geologische Formationen, tief eingeschnittene Täler mit Wasserläufen sind links und rechts zu beobachten.

Schließlich sehen wir die Roßgumpenalm, die hier auf einem schönen Boden, oberhalb von Wasserfällen thront.

Wir machen nur eine kurze Pause, trinken einen Schluck und machen uns wieder auf dem gleichen Weg zurück.

Nun sind schon ein paar Wolken aufgezogen, sofort merkt man, dass es ein wenig kühler wird. Da wir aber in Bewegung sind, ist das kein Problem.

Nochmals, nun von höherer Warte, sehen wir den Simms-Wasserfall, der sich hier einen imposanten Weg durch das Gestein gebrochen hat.

Die Hängebrücke ist wahrscheinlich das Highlight der ganzen Runde. Eine schaukelige Angelegenheit, die aber auch Spaß macht. Während wir flotten Schrittes über die Brücke gehen, sind andere Besucher sichtlich gefordert!

Ein tolles Konstrukt, und im Gegensatz zur Reuttener Highline 179 gänzlich kostenlos zu begehen. Das nenne ich mal eine feine Art, erst der Parkplatz, dann die Brücke… anderswo würde man wohl für Beides einen nicht so bescheidenen Obolus abgeben müssen.

Eine tolle Wanderung, endlich mal auf der Roßgumpenalm gewesen… für mich wieder ein gelungener Tag.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:58 h
Gesamtlänge: 8,45 km
Höhenmeter: ∆∇ 375 m

230702 Canyoning Wiesbachl

Nachdem ich gestern eine feine Tour im Hochalpbach hatte, geht´s heute ins Wiesbachl. Die Truppe ist gut gemischt, alles feine Leute.

Wir steigen über den üblichen Weg auf, ca. 20 Minuten sind wir am Weg.

Unterwegs haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf den „Lechtalzopf“ bei Forchach.

Am Einstieg gibt es ein ausführliches Sicherheitsgespräch, dann können wir den Spaß beginnen. Die ersten paar Meter sind immer zum Laufen, hier entspricht der Name, Wiesbachl, noch den Tatsachen.

Aber schon bald wird die Schlucht enger, wir nähern uns dem Herzstück der Tour. Eine Minirutsche sorgt für Kurzweil.

Dann haben wir den ersten Abseiler erreicht. Hier geht es 10m am Seil runter, dann kommen gleich im Anschluss zwei feine Rutschen.

Die zweite Rutsche, da sie nicht ganz ohne ist, wird am Seil „kontrolliert“ abgerutscht.

Das Wasser ist frisch und so Mancher bekommt einen kalten Schwall Wasser in den Hals.

Nach ein paar Metern, die Laufstrecken im Wiesbachl sind überschaubar, kommen wir zu den nächsten drei Rutschen.

An kurzen Seil geht es ins sogenannte „Loch“, nun steht uns gleich der große Wasserfall bevor.

Der große Abseiler, ca. 16m hoch, ist für den Einen oder Anderen eine große Herausforderung. Speziell im unteren Bereich nehmen Manche eine unfreiwillige Dusche.

Schließlich kommt der namens-gebende Teil der Tour. Im Prospekt heißt die Tour „Fun Canyoning“, und dieses Programm wird mit dem Fächer und der Waschmaschine vollends erfüllt.

Richtig gewaschen meistern wir noch die letzte Rutsche am Seil, damit ist die eigentliche Tour beendet.

Ein schönes Gruppenbild darf am Schluss der Kaskaden nicht fehlen. Der Platz ist einfach nur schön!

Eine tolle Tour, mit super Leuten! Was wünscht man sich mehr! Gerne immer wieder…

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: ca. 2 km
Höhenmeter: ca. 100 m

230701 Canyoning Hochalpbach

Wieder treibt es mich in das schöne Lechttal, eine Hochalp-Canyoningtour steht auf dem Programm. Da wir heute mehrere Gäste haben, sind wir zwei Guides, Thomas und ich.
Die letzten Tage hat es stark geregnet, deshalb prüft Clemens in der Früh den Wasserstand. Gut schaut es aus!
Vom Parkplatz wandern wir erst wieder ein Stück Richtung „Hohes Licht“ bzw. „Rappenseehütte“. Bei der Abzweigung nehmen wir den Weg nach Westen und erreichen den Einstiegs-Klettersteig. Obwohl wunderbar abgesichert, macht die Stelle mit dem abgebrochenen Weg dennoch so manchem Schwierigkeiten.

Schließlich sind Alle bei der ersten Abseilstelle angekommen, der Wasserstand ist heute gerade richtig. Einer nach dem Anderen wird in die Schlucht abgeseilt, dann folgen zwei Rutschen.
Schließlich erreichen den wir den höchsten Abseiler, der im Trockenen abgeseilt wird. Der Wasserfall hat heute gut Wasser, es „stuibt“.

Auch diese Stelle wird gut gemeistert, die nächsten Hindernisse warten aber schon auf uns. Eine kleine Kletterstelle müssen die Gäste selber bewältigen, dann ist der nächste Abseiler an der Reihe.
Der zukünftige Bräutigam, deutlich erkennbar mit „Gockelhahn“ auf dem Kopf, verrät, dass es sich hier um einen Junggesellenabschied handelt!

Das Loch ist die Schlüsselstelle der Tour, der Abseilstand ist hier ein wenig ungünstig an der Kante gesetzt. Der Wasserstand ist heute wirklich gut, daher brauchen die Leute einen wenig mehr Überwindung für so manche Stelle.

Dieser Teil der Schlucht ist wunderschön, zwischen ausgeschwemmten Platten hindurch seilen die Leute fast direkt im Wasser ab.

Die lange Rutsche ist heute, bei diesem Wasserstand nicht empfehlenswert, der Rücklauf scheint mir zu stark. Daher wird neben der Rutsche, über eine schöne Rampe abgeseilt.

Dort warten wir wieder alle zusammen, um die letzten Hindernisse auf dem Weg zu bewältigen.

Ein schöner Abseiler, früher war hier ein quer liegender Baumstamm, ist schön ausgespült und muss durchgeschwommen werden.

Anschließend kommt eine kurze Gehstrecke, kleine Rutschen inklusive.

An einer größeren Stufe prüft Thomas den Wasserstand, es ist tief genug, daher können wir hier springen. Nun haben wir wirklich alles dabei gehabt.

Am Schluss der Tour müssen wir wieder ein paar Meter durch den Wald empor zum Auto. Damit ist die Tour abgeschlossen. Eine wunderbare Gruppe, wir hatten sehr viel Spaß!

230618 Canyoning Hochalp

Heute steht mir eine Traumtour vor mir. Es geht in den Hochalpbach im oberen Lechtal, und das mit nur 3 Leuten. Das ist als Guide natürlich ein Traum und für die Teilnehmer auch!
Vom Parkplatz müssen wir ein Stück den Berg hinauf, es geht in Richtung „Hohes Licht“, bald schon hören wir den Bach rauschen. Wir zweigen ab, zum Bachbett. Eine Stelle, so wurde mir mitgeteilt, ist abgerutscht und nicht mehr so leicht passierbar.

Doch dank guter Versicherung durch mir bekannte Guides ist die Stelle für die spannend, aber ungefährlich. Direkt hinter dieser Stelle können wir uns auch schon ins Bachbett abseilen und mit der Tour starten!

Der Wasserstand ist perfekt, es macht jedem Spaß, und die Abstände zwischen den einzelnen Abseil- und Rutschstellen sind marginal.

Den großen Abseiler bewältigen wir vom trockenen Stand, das ist am einfachsten und ein guter Start für die nächsten Stellen.

Bald sind alle abgeseilt und wir kommen zu der für mich schönsten Stelle.

Die Schlucht verengt sich hier, der Stand auf der orographisch linken Seite ist zwar unangenehm zum stehen, aber fein für die Gäste zum Abseilen. Für Wasserkontakt ist auf beiden Seiten gesorgt.

Von oben schaut die Stelle immer dramatischer aus, als sie ist. Dennoch muss ich die Leute drauf hinweisen, unten am Seilgeländer „Stand“ zu machen, denn die Strömung ist nicht zu unterschätzen.

Direkt nach diesen Teil der Schlucht gut gemeistert haben, kommt gleich eine längere Rutsche und ein paar schöne Kaskaden.

Die Schlucht wird nun wieder breiter, die Sonne lacht bis an den Talgrund. Die Kühle verzieht sich wieder und es ist fein. Der Schlussteil ist hauptsächlich Gehgelände, ein paar Rutschen würden den Abstieg.

Am Schluss können wir sogar noch einen Sprung machen, das Becken ist schön ausgeschwemmt, das macht nochmals richtig Spaß.

Eine Tolle Tour mit feinen Leuten, was will man mehr. So macht Canyoning einfach nur Spaß!

Tourendaten
Gesamtlänge: 1,4 km
Gesamtdauer: 2:05 h
Höhenmeter: ca. 200 m

230617 Canyoning Wiesbachl

Ein Canyoning-Wochenende steht vor der Tür. Gestartet wird heute mit einer Tour im Wiesbachl. Nachdem die Leute die Anzüge und Ausrüstung erhalten haben, begeben wir uns schon zum Ausgang der Schlucht…

Der Aufstieg ist schwül, aber machbar… klarer Weise schwitzen wir in den Neoprenanzügen wie wild…

Unterwegs bewundern wir den Lechzopf zwischen Forchach und Stanzach. Von hier, am Baichlstein, sieht man sehr gut über das Schwemmgebiet.

Dann erreichen wir den Einstieg. Nach einer kurzen Einführung (Sicherheitsgespräch) starten wir auch schon den Spaß.

Am Anfang wird die Schlucht noch ihrem Namen gerecht, aber schon bald rücken die Wände näher und wir erreichen den ersten Wasserfall.

Einer nach dem Anderen wird sicher ins Tosbecken abgelassen, dann kommt noch eine kurze und eine ein wenig längere Rutsche. Und schon sind wir erfrischt und haben den Aufstieg vergessen

Nach ein paar Metern im Bachbett erreichen wir den „Dom“, eine schön Felsformation, durch die wir hindurch müssen.

Zuerst stehen wieder ein paar erfrischende Rutschen auf dem Programm, dann seile ich die Teilnehmer über eine kurze Stufe ins sogenannte Loch ab.

Nachdem alle unten sind, steige auch ich ab und bereite den hohen Abseiler vor. Dieser Abseiler ist die höchste Stelle (ca. 16m), die wir bewältigen müssen.

Alle meistern die Stelle mit Bravour, während der Rest noch an der Abseilstelle wartet, können die ersten sich schon im Nahbereich des Wasserfalls ins die Sonne legen.

So ausgeruht geht es dann ans die zwei listigsten Stellen der Tour. Zuerst müssen alle durch den Fächer, eine Rutsche (gesichert am Seil),

um im Anschluss noch im (heute) Schongang durch die Waschmaschine geschleust zu werden…

Alle Teilnehmer wind geputzt, gewaschen und gestriegelt, da steht einem Gruppenfoto nach dieser schönen Stelle nichts mehr im Wege.

Wir folgen dem Bachbett bis zur Fahrradbrücke. Unter dieser befindet sich noch eine kurze Rutsche, wir wir auch noch mitnehmen. Dann finden wir uns glücklich und zufrieden beim Auto ein.

Das war wieder eine gemütliche Tour mit guten Leuten. Es hat allen, auch mir, sehr viel Spaß gemacht!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: ca. 2 km
Höhenmeter: ca. 100 m
Abseilstellen: 6

221008 Canyoning Hochalpbach

Dies dürfte wohl eine meiner letzten Canyoningtouren für dieses Jahr werden. Umso mehr freue ich mich, dass zum Ersten der Hochalpbach begangen wird, zum Zweiten ein Trupp junger Einheimischer am Start steht. Abgerundet wird das Ganze mit Friedl als Canyoningguide!

Im Aufstieg

Der Zustieg ist rasch gewältigt, seit einiger Zeit stiegt man ein wenig höher in die Schlucht und nimmt so noch einen kleinen Abseiler mit.

Erste Abseilstelle

Dann sind wir schon im sehr kühlen Wasser. Bei der Gruppe handelt es sich um einen Junggesellenabschied, daher ist eine weithin sichtbare Verkleidung für den zukünftigen Bräutigam schon angebracht.

Die zweite Abseilstelle ist zwar einfach, aber von der Höhe her der höchste Absatz der gesamten Tour. Ca. 25m müssen wir neben einem Wasserfall abseilen.

Großer Abseiler

Die meiner Meinung nach schönste Stelle der Tour, eine Engstelle betreut Friedl, während ich das Seil verstaue und gleich weiter zu den Gästen abseile.

Beim Abseilen

Die Enge, wie ich sie nenne, ist wunderschön, der Wasserfall macht hier eine „Drehung“, sehr interessant zum anschauen und auch abseilen.

Es folgt noch eine kleine Rutsche…

… und ein paar kleine Abseiler, alles zusammen in schönster Landschaft.

Abseilstelle

Der Wasserstand ist heute perfekt, ein wenig mehr als im Sommer. Es ist auch ein wenig Schmelzwasser dabei, das erklärt die niedrigen Temperaturen.

Im unteren Teil der Tour ist viel Gehgelände, aber auch ein paar kleine Rutschen

Rutschen
Rutschen

Viel zu schnell erreichen wir wieder den Ausstieg, dort müssen wir noch ein paar Höhenmeter rauf zum Auto. Mit Neopren immer wieder eine Herausforderung.

Fast am Ende…

Eine tolle Tour mit feinen Gästen, so stelle ich mir eine Abschlusstour vor! Es hat allen sehr viel Spaß gemacht, und genau deshalb macht man solche Touren…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 1,4 km
Höhenmeter: ▲ 254 m / ▼ 254 m