160906 Lechtalhöhenweg Etappe 4

Vierte Etappe – Memminger Hütte zur Hanauer Hütte

Obwohl der gestrige Abend schon ein wenig Sonne versprochen hat, ist der Morgen heute doch trüb.

Wir gehen ein wenig später frühstücken, da die Memminger Hütte, auch Dank des Massenandrangs auf die Hütte Gruppen zuerst abfertigt. 30min. später kommen die „normalen“ Leute dran. Uns passt das ganz gut, wir genießen wieder ein gemütliches Frühstück, dann packen wir unser Zeug und machen uns auf. Im Gegensatz zu dem Rest der Leute gehen wir mit kurzer Hose und Softschelljacke los, die Übrigen sind in „voller Montur“ unterwegs.

Der Weg zur Seescharte (2.599m) ist bald geschafft, dort überholen wir die 3te und letzte Gruppe für heute… die meisten Gruppen sind auf dem E5 Richtung Zams, wir zweigen bald nach der Seescharte nach links, Richtung Württemberger Haus, ab.

Hier geht der Weg zuerst eben über ein Schotterkar, dann steilt der Weg auf, Richtung Großbergkopf (2.574m) und weiter zum Gipfelkreuz der Großbergspitze (2.657m).

Die letzten Höhenmeter machen wir in einer undurchsichtigen Nebelbank, leider haben wir keinen Ausblick auf die umgebende schöne Bergwelt.

Kurz nach dem Gipfel treffen wir die erste Gruppe, die vom Württemberger Haus rüberkommt.

Gleich danach kommt und noch eine größere Gruppe entgegenen, es soll heute bei diesen zwei Gruppen bleiben.

Ein kurzes Wolkenfenster erlaubt uns einen Blick auf den Bürschlsee, dann erreichen wir schon das Württemberger Haus (2.220m).

Wir stärken uns mit einem alkoholfreien Weizen und einem Speckbrot… hier würde es mir schon gefallen. Doch wir müssen weiter, unser Ziel heißt heute Hanauer Hütte.

Auf der Bittrichscharte (2.535m) schauen wir nochmals zurück auf die „Lacke“, ins Medriol, eine wunderschöne Stimmung dank einem kleinen Sonnenfenster.

Der Abstieg ins Bittrich ist sehr kalt, aber als wir den Boden des Hochtals erreichen, ist es schon wieder ein wenig angenehmer.

Wir können die warme Kleidung ausziehen und wandern weiter mit kurzer Hose, aber immer noch Fließjacke. Staundend sehe ich mir die riesengroßen Findlinge an, die hier wohl vom Leiterferner übrig geblieben sind.

Der Weg führt um den Vorderen Gufelkopf hinauf zum Gufelsee. Wunderschön liegt dieser kleine, aber relativ tiefe See vor uns, im Hintergrund der jetzt blattförmige Vordere Gufelkopf.

Zum Gufelseejöchl (2.373m) ist es nur noch ein Proformaaufstieg, dann sehen wir schon „fast“ die Hanauer Hütte.

Am ehemaligen Parzinn-See und an der Parzinnalm vorbei erreichen wir nach einem längeren Tag endlich die Hanauer Hütte (1.922m).

Nachdem der Durst gestillt ist, fragen wir nach einem Zimmer, das es aber leider heute nicht gibt. Nur noch im Lager ist Platz, also müssen wir uns wohl oder über vom Luxus der letzten Tage verabschieden.

Das Essen am Abend ist in Ordnung, zwei Oberösterreicher setzten sich zu uns und wir verbringen den Abend noch mit Geschichten über das Bundesheer, die Forstwirtschaft und sonstige interessante Themen. Spät geht der Abend zu Ende, erst um 23:00 Uhr komme ich ins Bett. Dafür schlafe ich sofort ein, kein Schnarchen kann mich stören…

Tourendaten
Gesamtdauer: 8:30 h
Gesamtlänge: 16,26 km
Aufstieg: 1.421 m
Abstieg: 1.741 m
Max. Höhe: 2.610 m

Höhenprofil
hpetappe4

Kartenausschnitt

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