260905 NP Hohe Tauern: Richterhütte (2.347m) – Rosskopf (2.845m) – Zittauer Hütte (2.328m)

Nach einer relativ ruhigen Nacht im Mehrbettzimmer wachen Biggi und ich gut gerastet auf. In der Stube treffen wir auf unsere Weggefährten Ingrid, Christian, Anna und Georg. Nach einem einfachen, aber guten Frühstück. Dies ist der schwierigen Versorgbarkeit der Richterhütte geschuldet.

Gut gestärkt starten wir unseren Übergang zur nächsten Hütte. Das Ziel heißt heute Zittauer Hütte. Von der Richterhütte müssen wir erst mal ein paar Meter absteigen, bis zur Seilbahn.

Das Morgenlicht ist wunderschön, keine Wolke trübt den azurblauen Himmel, die Fernsicht ist unglaublich.

Bald haben wir die Seilbahn erreicht, nun geht es in angenehmer Steigung wieder in die Höhe, in Richtung Rosskar.

Wunderbare Vegetation säumt den Weg, die Gegend hier scheint generell kein Problem mit Trockenheit zu haben.

Im Rosskar gibt es zwei Seen, am kleinen Unteren kommen wir direkt vorbei. Hier wachsen wieder Moosbeeren und so ist für eine Zwangspause gesorgt.

Obwohl der See klein ist, könnte man theoretisch auch hier reinspringen… aber das werden wir am späteren Nachmittag noch nachholen, jetzt ist mal Zeit zu wandern…

Im oberen Rosskar ist der Weg ruppiger, nicht schwierig, aber es heißt über eine Blockfelder zu steigen. Der Weg ist logisch angelegt, manchmal sind kleine Brücken mit Steinen gelegt worden… ein Lob an die Wegebauer!

Vor uns liegt nun die Rosskarscharte (2.689m)

Ein Blick zurück offenbart die Blockwüste, die wir gerade durchquert haben. Auf dem Bild schaue es schwieriger aus, als in Realität.

In der Scharte machen wir nochmals eine kurze Trinkpause, auch die Aussicht auf unser heutiges Ziel können wir genießen.

Tief unter uns, am Unteren Gerlossee (2.320m) steht die Zittauer Hütte, an einem wahrlich majestätischen Platz.

Die Scharte ist allerdings nicht der höchste Punkt heute, wir wollen noch auf den nahen Rosskopf steigen, der sich als „Mitnahme“ gut eignet.

Wieder geht es über Blockgelände höher und höher, der Weg auch hier gut gewählt und einfach.

Dann stehen wir am höchsten Punkt unserer Wanderung, dem Rosskopf (2.845m). Die Aussicht ist wunderbar, der Himmel heute klar wie selten.

Wir versuchen die Gipfel zu benennen, teils aus der Papierkarte, teils mit einer App. Sogar den Großvenediger (Spitz in der Bildmitte) können wir ausmachen.

Dann heißt es noch ein paar Meter absteigen, bevor wir unser Tageswerk beschließen können.

Auch hier auf der Wildgerlosseite gibt es Gletscher(reste) zu bestaunen… und Gipfel wie den Gabler oder die Reichenspitze.

Am Oberen Gerlossee (2.469m) machen wir eine Pause, essen Brotzeit. Christian und ich nutzen die Gunst der Stunde und hüpfen eine Runde ins eiskalte Wasser. Langes Badevergnügen schaut anders aus… aber die Erfrischung sitzt!

Wir brechen nun zur letzten Etappe auf. Wir verlassen die gemütliche Wiese am See und wandern zum nächsten See und zur Hütte auf.

Etwa 25 Minuten später erreichen wir die wunderschön gelegene Alpenvereinshütte.

Wir setzen uns auf die Terrasse und genießen den warmen Nachmittag mit Speis und Trank.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, beschließen Biggi und ich noch ein Stück um den See zu wandern. Wir finden einen feinen Platz, schnell sind wir der Kleider entledigt und schon sind wir beide im Wasser.

Auch hier gilt, Gletscherwasser trübt die längeren Badefreuden ein wenig, dafür ist die Erfrischung perfekt! Christian, Ingrid, Anna und Georg sind nun auch dazu gekommen und schließlich waren wir alle im Wasser…

Zurück bei der Hütte ist schon fast Zeit für das Abendessen. Es gibt Wienerschnitzel mit Bratkartoffel. So lässt es sich leben.

Nachdem wir gut gespeist haben, werden die Spielkarten ausgepackt und wir zocken noch lange mit Spaß und Gelächter! Zufrieden mit dem Tag gehen wir alle schlafen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4,32 h
Gesamtlänge: 9,48 km
Höhenmeter: △ 756 m / ▽ 763 m
Wegeschwierigkeit: T3

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