Archiv des Autors: Wisse

251206 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Nachdem ich mir bei der letzten Skifahraktion die Schulter gestoßen hatte, probiere ich heute wieder mal mein Glück, heute eine gemütliche Skitour auf den Schartenkogel. Das Glungezer-Skigebiet hat heute das erste mal offen, Letu ist auch schnell überredet, ein paar Abfahren zu wagen.

Trotz unserer scheinbar grimmigen Gesichter sind wir schon sehr gespannt auf den spontanen Skitag. Mit dem Bus sind wir bis zum Talstation gekommen, mit der Gondel geht es hinauf auf den Berg.

Während Letu mit der zweiten Gondel gleich weiterfährt, starte ich hier, bei Halsmarter, meine Tour auf den Schartenkogel. Zuerst folge ich der Seilbahntrasse, heute noch nicht präpariert, aber gut gespurt in Richtung Tulfein.

Kurz nach der Bergstation zweige ich ins Gelände ab. Es sind einige Tourengeher am Weg, den Sommerweg auf den Schartenkogel sind aber noch nicht so Viele gegangen.

Das Wetter ist fein, es ist nicht besonders kalt und ich steige flott höher. Der untere Teil der Tour bis ungefähr ins „kleine Tal“ ist gut zu begehen. Ab dem Tal wird es dann aber zahnig. Relativ wenig Schnee, ein paar scharfe Steine… da heißt es aufpassen.

Immer wieder sind stellen, die einem Eiertanz gleichen. Meine neuen Ski müssen heute schon einen harten Einsatz ertragen.

Über Blockgelände, mit knapper Schneeauflage, geht es immer weiter hinauf. Ich steche meinen rechten Stecken zur Unterstützung in den Schnee, der Hält. Gewicht auf den Stecken verlagern, um eine steinige Stelle zu umschiffen, plötzlich gibt der Schnee nach und ich sause in den Felsspalt. Zum Glück löst mein Ski gleich aus, ich kann mich problemlos aus der misslichen Lage befreien.

Weiter geht es, im wahrsten Sinne über „Stock und Stein“. Bald erreiche ich das Ende des Blockfeldes und nun reicht der Schnee und die drunter liegende Bergwiese wieder aus, um gut voranzukommen.

Ab hier läuft der Aufstieg wieder problemlos, der Weg ist gut angelegt, ich habe vorher wohl die falsche Abzweigung genommen.

Die Sonne lacht hinter Schleierwolken heraus, es ist fast windstill am Schartenkogel. Nun ist es nicht mehr weit, bald habe ich den Gipfel erreicht.

Im Tal sieht man, dass der Schnee generell noch Mangelware ist, die nächsten Touren werde ich wohl wieder auf der Piste oder in größeren Höhen absolvieren.

Am Gipfel angekommen, bin ich zufrieden, halbwegs gut hinauf gekommen zu sein. Ich trinke einen Schluck Tee und bereite mich auf den Abstieg vor. Es sind noch ein paar Leute auf dem Gipfel.

Ein Blick ins Unterland, prominent der Largoz und im Hintergrund das Kellerjoch bei Schwaz.

Im Oberland sieht man bis zur Zugspitze, die Wolken stören die Fernsicht heute nicht.

Über dem Glungezer ziehen immer dichtere Wolken auf, in den nächsten Tagen soll sich das Wetter wieder verschlechtern, allerdings soll es auch wärmer werden. Das wäre dem ohnehin noch dürftigen Schnee nicht zuträglich.

Die Abfahrt vom Schartenkogel, noch einmal mit massivem Steinkontakt, ist noch nicht präpariert, aber gut fahrbar. Bei der Bergstation Tulfein treffe ich wieder auf Letu. Er ist schon 2x die Talabfahrt runter gefahren… das wollen wir jetzt gemeinsam machen.

Ein letzter Blick zum Glungezerzeichen, die Ski werden angeschnallt, dann fahren wir flott die feine Piste hinunter.

Ab Halsmarter ist die Piste noch gesperrt, wir fahren über erst pickelharte Piste, dann durch das Gelände über die alte Talabfahrt zur Talstation. Ein Blick auf die Uhr, Letu ruft, den Bus schaffen wir noch… doch leider schaffen wir es doch nicht rechtzeitig. Obwohl Letu schon fast im Bus steht, schaffe ich es nicht so schnell aus der Bindung… und der Bus lässt uns zurück.

Abgesehen von den Steinen und der Ignoranz des Busfahrers war es heute ein toller Tag, der mir sehr viel Spaß gemacht, und die Vorfreude auf den Winter noch vergrößert hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:16 h
Gesamtlänge: 11,41 km
Höhenmeter: ∆ 759 m / ∇ 1.371 m
Lawinenwarnstufe: 1

251119 Skifahren Stubaier Gletscher (3.212m)

Meine neuen Ski wollen ausgeführt werden, da bietet sich ein Ausflug zum Stubaier Gletscher an. Unter der Woche ein Traum, am Wochenende wohl eher das Gegenteil, wie wir auf Bildern gesehen haben. Wir sind am Mittwoch am Weg, also ideal gelegen.

Mit dem Fernauexpress sind wir schnell in schwindligen Höhen, wie schnell man mit den Aufstiegshilfen auf fast 3000m steht, ist schon immer wieder ein Wunder.

Ein toller Tag entwickelt sich, die Pisten sind perfekt präpariert, durch den frischen Schnee schaut die Landschaft auch winterlich aus. Uns macht es auf jeden Fall viel Spaß…

Der Wetterbericht hatte sehr kalte Temperaturen gemeldet, aber wir haben Glück und es ist gar nicht so übel wie befürchtet.

Wir fahren einige der Pisten im weitläufigen Gebiet ab, irgendwann wird es diesiger und die Sonne steht auch schon tief. Es wird Zeit für die Abfahrt… und genau da passiert es dann…

Auf den letzten Metern bin ich kurz durch eine Schneekanone geblendet, ich übersehe eine Bodenwelle und im nächsten Moment liege ich am Boden. Meine Schulter schmerzt, genau die eben schon Lädierte…
Zum Glück ist die Schulter nur geprellt, aber jetzt heißt es wohl wieder eine Weile Ruhe geben…

251116 Wanderung Halltal, Winklerhütte (1.345m)

Das Wetter ist in Ordnung, der Bewegungsdrang wieder mal groß. Heute geht´s ins Halltal, aber heute mal ein bisschen neu gedacht. Wir starten am Hackl, wie üblich, und wandern zuerst in Richtung Alpensöhnehütte, auch der Weg auf die Hüttenspitze startet gleich.

Es ist bedeckt, aber nicht unfein, gerade die richtige Temperatur zum Wandern. Die Natur hat sich Herbst-mäßig bunt/bräunlich angezogen, die Farben und die vielen Schattierungen sind wunderschön.

Der Blick ins Halltal, von dieser Talseite aus gesehen, ist immer wieder spektakulär, besonders der Blick zum Lafatscherjoch mit den steilen Felswänden begeistert immer wieder…

Das Wetter ist eigen, es ist angenehm warm, aber nicht windig. Dennoch fühlt es sich leicht föhnig an. Schleierwolken verdecken die Sonne und dämpfen das Licht.

Wir erreichen die private Halltaler Hütte, schön auf einem Rücken gelegen.

Direkt nach der Hütte bewältigen wir ein paar steile Kehren und erreichen die Abzweigung zur Alpensöhnehütte.

Mit offenen Augen wandern wir durch die hier ursprüngliche Natur, es gibt einiges zu sehen.

An der Alpensöhnehütte (1.367m), auch Winklerhütte genannt, machen wir eine gemütliche Trinkpause…

… um nachher noch die Aussicht an der Seilbahnstation ins hintere Halltal zu genießen. Eine wunderschöne Gegend…

Wir folgen dem steilen Weg hinunter in die Bettelwurfreisen, hier zweigen wir in den Weg von der Bettelwurfhütte ein.

Ein Blick über die Schulter zeigt uns die Hüttenspitze und die berüchtigte Winklerwand. Diese Reise sind wir vor nicht allzu langer Zeit hinunter gelaufen.

Kurz vor der Straße müssen wir einen Murenstrich überqueren, das Halltal scheint Tag und Nacht in Bewegung zu sein.

Bei der zweiten Ladhütte wechseln wir nun auf den Fluchtsteig, der uns in Richtung St. Magdalena führt.

Schließlich erreichen wir das Alpengasthaus. Dieser Platz ist einer der Lieblingsplätze von Biggi und mir, gemütliche Einkehr und gutes Essen, was will man mehr.

Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen und genießen die Gastfreundschaft. Dann brechen wir wieder auf.

Über das Eibental steigen wir dieses Mal ab, normalerweise ist das unser Aufstiegsweg. Es geht relativ steil durch den Wald.

Schließlich erreichen wir wieder den Fluchtsteig, der uns hinaus zum Hackl führt.

Eine echt tolle Tour, mit sehr feiner Begleitung. Da freue ich mich schon auf eine Wiederholung!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:48 h
Gesamtlänge: 10,61 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 851 m

251109 Wanderung Walderalm (1.501m)

Das Wetter ist herbstlich angenehm, und Biggi und ich konnten die Buben motivieren, mit uns eine Wanderung zu unternehmen. Nach kurzer Überlegung kommen wir auf die Walder Alm, da waren wir schon länger nicht mehr…

Wir starten in Gnadenwald, zuerst ein Stück eine Forststraße hinauf, später durch den Wald.

Auf den Bergen liegt schon der erste Schnee, ein kleiner Gruß vom Winter. Letu und ich freuen uns schon auf die Jahreszeit, die am Besten mit zwei Brettern genossen wird.

Kurz vor der Alm spazieren wir über eine Almwiese, rechts auf einem Hügel liegt die Kapelle, Linkerhand die Walder Alm.

Kurz vor der Alm ist ein schöner Teich, der Hundskopf spiegelt sich wunderschön in dem dunklen Gewässer.

Überraschenderweise ist die Walder Alm geöffnet, innen finden wir leider keinen Platz, aber vor der Hütte bekommen wir einen nicht ganz so warmen Sitzplatz.

Gut eingepackt genießen wir ein feines Mittagessen, ein Hoch auf die Wirtsleute!

Da es nicht ganz so warm ist, brechen wir direkt nach dem Essen wieder auf, den Rückweg bestreiten wir auf bekannten Wegen.

Ein Blick zurück auf die Walderalm, die von der Huderbank-Spitze dominiert wird, zeigt wieder mal, wie schön diese Hütte liegt.

Wir kehren noch kurz bei der Kapelle ein, dann machen wir uns auf ins Tal.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: 8,02 km
Höhenmeter: ∆ 639 m / ∇ 617 m

251101 Wanderung Aldranser Alm

Die Tage der geöffneten Almen ist gezählt, die Ausfahrt mit dem Mountainbike ist auch nicht mehr so schick, wegen den Temperaturen wäre es… besonders beim Runterfahren…

Ich beschließe, auf die Rinner Alm zu gehen. Eine schnelle Runde, die sich immer rentiert.

Über den Rinnner Alm Steig steige ich schnell höher, im Wald wurde heuer viel geschlägert, ganze Waldstriche wurden freigeholzt.

Bald habe ich den steilen Stich erreicht und auch flott überwunden. Nun bin ich gleich bei der Alm.

Und siehe da, schon nach ein paar Minuten erreiche ich das Gatter zur Rinner Alm. Erstes Ziel ist erreicht.

Die Alm ist geschlossen, wie nicht anders erwartet. Daher mache ich mich über den Verbindungsweg auf, die nächste Alm zu besuchen.

Das Wetter ist super, dennoch haben die meisten Raststätten im Gebirge nun die Winterruhe angetreten. Die Rinner Alm stellt eine Ausnahme dar, denn hier ist im Winter auch geöffnet, mit tollem Rodelvergnügen.

Allerdings haben sie gerade „Betriebsurlaub“ und ich genieße eben nur die Aussicht, bevor ich mich weiter zur Aldranser Alm begebe.

Zuerst wander ich durch Wald, das letzte Stück muss ich über die gut gerichtete Forststrasse zur Alm hoch laufen.

Auch hier ist schon Saisonende eingeläutet, aber die Wirtsleute sind noch da und so gibt es noch ein paar Reste zum erwerben. Ich setze mich in die Sonne und bestelle ein gutes, kühles Bier. Das tut richtig gut…

Ein wenig später, und 2 Biere weiter mache ich mich auf den Weg ins Tal. Nun folge ich dem alten Almenweg in die Niederungen, genauer nach Fagslung.

Sobald man nicht mehr in der Sonne ist, wird es kühl… der Winter naht!

Tim Tal ist es dann wieder, speziell in der Sonne, wärmer. Ich wandere bis zur Bushaltestelle und werde für die letzten Meter von einer freundlichen Familie im Auto mitgenommen.

Das war wohl die letzte „bewirtschaftete“ Tour für 2025 auf die Aldranser Alm. Evtl. komme ich später wieder mal rauf, aber da werde ich dann wohl eher heißen Tee auf der Terrasse schlürfen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:11 h
Gesamtlänge: 7,68 km
Höhenmeter: ∆ 616 m / ∇632 m

251031 Rauschbrunnen (1.060m)

Um das feine Herbstwetter ein wenig zu nutzen, beschließen Biggi und ich, eine feine Rauschbrunnenrunde zu absolvieren. Wir starten am Wanderparkplatz beim Gasthaus Planötzenhof. Durch lichten Wald wandern wir in angenehmer Steigung zum Höttinger Bild

Vom Höttinger Bild geht es dann fast in gleicher Höhe in Richtung Alpengasthaus Rauschbrunnen.

Der Herbstwald ist magisch, die Farben zu keiner Jahreszeit so schön wie nun.

Wir erreichen den Rauschbrunnen (1.060m) schon bald, die Terrasse befindet sich im letzten Sonnenlicht, daher beschließen wir noch, hier ein wenig zu pausieren.

Die Pächter sind noch da, wir bekommen was zu trinken und genießen die feine Pause in der Sonne.

Der Blick in den Süden zeigt die beeindruckende Serles, aber auch Tuxer- und Stubaier Alpen.

Die Sonne steht schon tief, lange wird es nicht mehr bis zur Dämmerung dauern, daher wandern wir über den gleichen Weg wieder zurück in die Landeshauptstadt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 6,94 km
Höhenmeter: ∆ 382 m / ∇ 369 m

251011 Patscherkofel (2.246m)

Bei Prachtwetter soll man in die Natur gehen, das ist manchmal schon fast ein Zwang. Man schaut aus dem Fenster raus und die Sonne lacht vom Firmament. Raus, raus, raus…. ruft da das Wanderherz. Heute ist Georg mit und, Biggi und mir unterwegs, daher wird das Ziel auch ein wenig justiert. Eine Patscherkofelumrundung ist da gerade das Richtige.

Wir starten von der Bergstation (1.935m), dank neuem Freizeitticket fahren wir gemütlich mit der Bahn in luftige Höhen. Der Ausblick von dieser Höhe ist wunderbar, der Blick ins Stubaital ein Traum. Ganz leichter Bodennebel ist sichtbar, oder ist das doch der Hausbrand?

Wir starten direkt von der Station den Vitalweg in Richtung Gipfel, allerdings bleiben wir nicht allzu lange auf der Forststraße, wir zweigen auf einen kleineren Pfad ab. Dieser spart und die weitläufigen Kehren der Forststraße…

Rasch gewinnen wir Höhe, von dieser haben wir heute nicht allzu viel zu bewältigen. Kaum sind wir aus dem Waldgürtel getreten, tut sich die ganze Tiroler Bergpracht auf. Stubai, Wipptal, Oberinntal… und überall wunderbare Bergziele.

Die Herbstfarben sind ein Traum, erdige Brauntöne vermischt mit dem unglaublich blauen Himmel. Wir gehen ein wenig querfeldein, das Ziel, die Sendeanlage am Gipfel des Kofels ist schon in Sicht.

Schließlich erreichen wir den Gipfel. Die Gipfelstube ist zwar offen, aber das Essensangebot nicht jedermanns Sache, daher beschließen wir, bei der Bergstation einzukehren. Außerdem ist sowieso viel los in der Gipfelstube! Wir kehren ein Andermal ein.

Die Sendeanlage, schon fast ein Wahrzeichen auf dem Gipfel, ist und bleibt dennoch ein Ungetüm und wirkt ein wenig deplatziert.

Die, mittlerweile ist hier die Gipfelstube untergebracht, ehemalige Bergstation des Einserliftes auf den Kofelgipfel ist auch keine architektonische Meisterleistung. Aber immerhin wird sie heute noch nützlich verwendet. Auch ein Umziehraum für Tourengeher (im Winter) ist vorhanden.

Wir machen eine kurze Rast am Gipfel und genießen den Rundumblick.

Ins Unterinntal geschaut wirkt es hier weniger nebelig, sogar den Kaiser sehen wir heute wieder mal in seiner ganzen Pracht.

Dann steigen wir über den Osthang wieder ab in Richtung Bergstation. Unterwegs sehen wir Unmengen an Moosbeeren, leider sind diese schon überreif und nicht mehr schmackhaft. Wären wir 2 Wochen früher hier gewesen, eine üppige Ernte wäre uns Gewiss gewesen

Der Osthang liegt schon teils im Schatten und ohne Sonne ist es gleich kühl. Unter uns sehen wir die Grünbodenhütte auf dem tollen Boden oberhalb von Innsbruck.

Nach Osten geschaut sehen wir Viggar-, Neuner- und Sonnenspitze, den Glungezer kann man auch erahnen.

Die Farben sind faszinierend, der Herbst ist ein wahres Leuchtfeuer…

Steil zieht der Weg den Osthang hinab, dann erreichen wir die Grünbodenhütte und den Zirbenweg. Nun ist es nicht mehr weit zurück.

Der Zirbenweg, besonders gerne von Einheimischen besucht, ist breit und kinderfreunlich, und man kann nebeneinander gehen. So kommen wir auch ein wenig zum Quatschen.

Im Nahebereich des Schutzhauses steht immer noch die Stützmauer des alten Lawinentunnels, teilweise nagt der Zahn der Zeit an dem „Gemäuer“

Vor uns liegt nun Schutzhaus und Bergstation. Nach kurzer Beratung beschließen wir, in „Das Kofel“ einzukehren, hier wollen wir gut essen.

Ein feines Essen, gekrönt von einem Kaffee lässt uns die Wanderung ausklingen. Georg fährt ein wenig früher zurück in die Stadt, während Biggi und ich noch die wärmenden Sonnenstrahlen ausnutzen.

Der Nebel ist nun auch mehr geworden, besonders gut im Stubai zu sehen.

Wieder eine tolle Wanderung, die heute zwar gemütlich, aber auch sehr beeindruckend war. Ein Hoch auf die Berge!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:32 h
Gesamtlänge: 3,74 km
Höhenmeter: ∆ 292 m / ∇ 292 m

251004 Kraspesssee (2.549m)

Das Wetter ist nicht perfekt, aber eine kleine, feine Bergtour geht immer, denken wir uns. Biggi, Doris und ich machen uns vom Haggen im Sellrain auf in das Kraspestal. Unser Ziel ist der Kraspessee.

Von Haggen wandern wir erst die Forststraße ins Tal hinein, schon bald „schluckt“ uns die Einsamkeit dieses Tals. Heute sind scheinbar keine Leute am Weg.

Wir wandern immer tiefer ins Tal, bei Zwingeben steilt der Pfad auf, und wir müssen eine Geländestufe überwinden. Der Herbst meldet sich hier mit großen Schritten an, der Weg ist teilweise vereist, aber unproblematisch zu begehen.

Bei der „Hütte beim Stoa“ machen wir kurz Pause wir erdreisten uns, auf der Bank vor der Hütte Platz zu nehmen, räumen aber nach dem Verlassen alles genauso auf wie vorgefunden…

Weiter geht´s ins Tal hinein, über eine Brücke queren wir den Kraspesbach, dann gehen wir auf der linken Talseite weiter aufwärts. Ein paar Gämsen können wir auch beobachten, die ob des Wetters wohl in die Niederungen wechseln.

Weiter, weiter geht es hoch, über einen schönen Pfad. Wir sind nun auf dem Weg hinter den Muggenbichl, zwischen dem sich der Weg weiter hoch schlängelt.

Je höher wir kommen, desto stärker vereist sind die Bäche und kleinen Wasserfälle. Richtig warm wird es hier heuer wohl nicht mehr werden.

Die wunderschönen Herbstfarben, teilweise von der Sonne beschienen, verzaubern die Landschaft.

Speziell die kurzen Sonnenfenster, die nur einen Teil der unglaublichen Landschaft beleuchten, sind traumhaft schön.

Der Weg führt nun in einem weiten Bogen, dem Bachverlauf folgend, wieder nach Westen.

Teilweise ist der Weg abgerutscht, da hat wohl im Sommer das eine oder andere Schlagwetter seine Spuren hinterlassen.

Oberhalb der letzten, vierten Steilstufe erreichen wir die letzten Meter zum See, eine richtige Mondlandschaft. Plötzlich hören wir den heute stattfindenden Sirenenalarm, vom Tal herauf tönen. Am Handy haben wir leider keinen Empfang für etwaige Meldungen. Da sind die analogen Sirenen doch noch ein Segen!

Zum Glück ist der Weg hier gut angezeichnet, gefühlt jeder zweite Stein hier wackelt und wahrscheinlich würde die Überquerung des Geröllfeldes ohne Wegführung wesentlich länger dauern.

Schließlich erreichen wir den See, der in einer größeren Mulde liegt. Der erste Teil des Sees scheint ausgetrocknet, aber als wir weiter nach Westen, in Richtung Kraspesspitze wandern, desto mehr See wird sichtbar.

Dann ist er da, der Kraspessee (2.549m). Und genau in diesem Moment zaubern ein paar Sonnenstrahlen ein wunderschönes Schauspiel vor uns. Türkis schimmert der See, der Wind kräuselt die Oberfläche zusätzlich…

Wir setzen uns in den Windschatten und genießen unsere Jause. Immer wieder müssen wir über diese besondere Landschaft staunen…

Es ist, trotz guter Kleidung windig und kalt, daher bleiben wir nicht allzu lange… wir steigen wieder den selben Weg ab.

Zurück durch das schöne Kraspestal sehen wir im Hintergrund nun das Sellraintal.

Über die Schulter geschaut sehen wir die das Tal dominierende Kraspessspitze. Bald erreichen wir wieder Haggen, dort lockt uns das Gasthaus Forellenhof, dem eine sehr gute Küche nachgesagt wird.

Wir essen Suppe (einen Tick zu stark gewürzt), und Moosbeernockern (sehr gut), abgerundet wird alles mit einem Kaffee und bei mir mit einem Bier. Wunderbar, das war heute wieder eine tolle Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:56 h
Gesamtlänge: 12,71 km
Höhenmeter: ∆ 937 m / ∇ 937 m

250928 Mountainbike Aldranser Alm (1.511m)

Das gute Wetter nutzend, schwinge ich mich auf meinen Drahtesel (bzw. Carbonesel) und sause wieder mal auf die Alm… da gibt´s nichts Neues zu erzählen.

Auf der Alm (1.511m) ist nicht viel los, das passt mir gut. Mein Bier steht schon vor mir, bevor ich überhaupt sitze… ein super Service!

Gerne bin ich hier, auch wenn der Weg immer der Selbe ist. Die Aldranser Alm ist mehr als eine Verlegenheitstour für mich. Da passt einfach alles für mich.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:16 h
Gesamtlänge: 14,77 km
Höhenmeter: △ 773 m / ▽ 731 m

250927 Ebner Joch (1.957m)

Nachdem wir schon letzte Woche in der Gegend waren, ist der Weg zum Start der heutigen Tour schon bekannt. Wir wollen heute auf das Ebner Joch gehen, nachdem wir das letzte mal nur bis zur Alm gegangen sind.

Mit von der Partie ist die Schwester von Biggi mit Familie, und Letu auf meiner Seite. Eine feine Truppe.

Der Aufstieg zur Astenau verläuft rasch, dort machen wir eine kurze Trinkpause, bevor wir weiter aufsteigen.

Das Wetter ist super, das war im Vorfeld noch nicht ganz klar, der Wetterbericht war nicht so präzise.

Die Fernsicht ist toll, so sehen wir vom Wilden Kaiser bis tief in die Ötztaler Alpen.

Bald sehen wir den Gipfel, fast bis oben hin bedeckt mit Latschen. Wir sind alle froh, dass die Temperaturen „anständig“ sind. Im Sommer wäre es hier wohl übel.

Bald rückt auch der Achensee in unser Blickfeld, kleinere Wolkenbänke versperren für kurze Zeit den Blick, um sich bald wieder zu öffnen.

Schließlich erreichen wir den Gipfel, natürlich sind wir nicht die Einzigen.

Das Ebner Joch (1.957m) ist gerade auch bei Familien beliebt, ein einfacher, aber doch toller Gipfel. Im Norden sieht man die bekannten Berge des Rofan.

Wir gönnen uns einen Müsliriegl, heute ist die Brotzeit zu Hause geblieben, denn wir planen noch eine Einkehr in der Astenau

Den Abstieg beschreiten wir zuerst auf dem gleichen Weg…

… dann zweigen wir nach Westen ab, um noch der Kirchenspitze einen Besuch abzustatten.

Im Rückblick sieht man nochmals den Latschenbewehrten Rücken des Berges…

Bald haben wir wieder Sicht auf die Alpe, wir können das gute Essen schon fast riechen. Der Hunger ist auf jeden Fall vorhanden.

Ein Pfeifen und Schnaufen erregt unsere Aufmerksamkeit, bald schon sehen wir die Achensee-Dampflokomotive, die sich den Hang zum Achensee hinaufquält.

Auf der Alm wird dann mal genossen, es gibt leider heute keinen Schweinsbraten, daher wird es heute ein ebenso gutes Schnitzel.

Letu hat „seinen“ Stuhl entdeckt, aus alten Skiern zusammengebaut. Das klingt nach einem guten Vorschlag für ein neues Bastelprojekt…

Gestärkt wandern wir nach der Einkehr hinab ins Tal.

Eine tolle Wanderung, die allen gut gefallen hat. Und für mich war diese Tour mal was Neues, das mag ich sehr!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:08 h
Gesamtlänge: 8,64 km
Höhenmeter: △ 993 m / ▽ 960 m