Archiv der Kategorie: Klettersteige

140929 Stafflacherwand Klettersteig

Nun denn, das Klettersteigfieber hat uns hierher getrieben. Im oberen Wipptal, bei Sankt Jodok, gibt es einen neuen, sportlichen Klettersteig, der jedoch nicht allzu schwer ist. Diesen haben wir uns heute ausgesucht, um unser Glück mal bei einem schwereren Klettersteig zu probieren.

Alfons und ich fahren direkt nach der Arbeit nach Sankt Jodok, dort haben wir auch gleich einen Parkplatz gefunden und können uns auf den Weg zum Wandfuß machen. Hier geht es nicht um einen Berggipfel, sondern hier ist der Weg das Ziel… eben der Klettersteig.

Bevor wir starten, kaufen wir uns noch 2 Dosen Bier und dann kann es losgehen.

Bis zum Einstieg, der sehr schön beschildert ist, stehen ein paar Tafeln mit Tipps, auf was man beim Klettersteig aufpassen muss… am Wandfuß angekommen, ziehen wir Helm, Klettergurt und Klettersteigset an und los kann es gehen.

Der Start ist meistens das schwierigste Stück, wenn man hier scheitert, kann man es auch gleich lassen

Immer weiter geht es über Tritte, Klammern, künstliche Hilfen, Bändern und vielem mehr. Der Klettersteig ist mehr horizontal als vertikal angelegt und daher sind viele Querungen dabei.

Auch Seilbrücken wurden eingebaut, um den Spaß in den Vordergrund zu stellen. Doch am liebsten ist mir persönlich immer noch der Felskontakt und nicht das Brückensteigen…

Noch einmal geht es steil hinauf, dann ist auch schon der Ausstieg erreicht… und dort wartet zu unserer Überraschung auch eine Truhe mit kalten Getränken. Hätten wir also nichts mit raufschleppen müssen…

Wir legen oben eine kleine Rast ein, doch schon bald ist die Sonne und damit auch die Wärme weg, und wir machen und glücklich wieder auf, ins Tal.

140920 Steinkogelspitze (2.633m)

Neuer Partner, neues Glück, so heißt es wohl… da Alfons am Wochenende keine Zeit hat, gehe ich kurz entschlossen mit Wolfgang Singer, einem Freund und Arbeitskollegen in die Kalkkögel. Da mich heuer das Klettersteigfieber gewissermaßen ergriffen hat, will ich auch heute wieder einen Klettersteig machen. Daher ein Ausflug auf den Steingrubenkogel.

Schon die Anreise ganz in der Früh ist abenteuerlich, da wir uns entschlossen haben, bis zur Kemater Alm mit dem Auto zu fahren, um uns den langen beschwerlichen Anstiegsweg zu ersparen. Am Talanfang haben wir schon das Parkticket gelöst, dann geht es über eine Holperstrasse zum Parkplatz bei der Kemater Alm.

Von dort steigen wir zuerst zügig zum Adolf-Pichler-Hütte, und von dort in einem Rutsch hinauf zur Alpenklubscharte. Das ist meine erste Tour mit Wolfgang, aber das wird sicher nicht die letzte bleiben…

Auf der Scharte angekommen, legen wir unser Klettersteigset an und genießen noch kurz die Sonne. Die Sonne kommt zum Vorschein und wärmt uns nach dem langen schattigen Aufstieg

Der Klettersteig auf den Steingrubenkogel wird oft mit den Klassikern in den Dolomiten verglichen, weil man hier eben auch auf schönen ausgesetzten Bändern rund um die kleinen Türmchen und Zinnen herum klettert. Und ich muss sagen, es macht auch richtig Spaß, hier am Seil über dem Abgrund zu balancieren. Nur, ich bin auch immer Froh, dass die Drahtseile an den richtigen Stellen montiert sind.

Auf und Ab geht es dem vorgelegten Eisenweg entlang. Um kleine und größere Türmchen, dann stehen wir auf dem Gipfel

Nach einer ausführlichen Pause auf dem Gipfel mit einer guten Brotzeit machen wir uns wieder auf den Weg ins Tal. Die Ausblicke vom „Kogel“ sind überragend. Wunderschöne Felsformationen kann man in den Kalkkögeln sehen, und allein schon deshalb ist das Gebiet so schützenswert…

Ein zufriedener Wolfgang blickt zurück auf eine schöne Tour… und ich glaube, auch für Wolfi ist eine erneute Tour mit mir vorstellbar…

Ab Schluss kehren wir noch in der Adolf-Pichler-Hütte ein. Ein großes Glück, denn ausgereichnet heute haben sie hier die Oktoberfest-Woche. Es gibt leckeres Bier und wunderbares Hühnchen aus dem Ofen. Mjam… geht es uns gut. Herrliche Tour und ich verspreche mir, daß ich noch öfter in der Kalkkögeln wandern werde…