Archiv der Kategorie: Wandern

250118 Rinner Alm (1.394m)

Der Schnee bleibt heuer aus… nachdem es zuerst ein wenig geschneit hatte, sind die letzten Wochen von schönem, aber kaltem Wetter geprägt gewesen. Biggi und ich beschließen daher, auf die Rinner Alm zu wandern, rodeln ist da nicht mehr möglich.

Es ist heute nicht mehr ganz so kalt wie die letzten Tage, dennoch ist der Forstweg und auch der Steig teilweise vereist und erfordert geschicktes Steigen.

Zwar liegt fast kein Schnee mehr, aber gerade an den Wasserläufen erkennt man, dass hier im Winter die Sonne nur selten zu Besuch ist.

Im Wald, auf halben Weg zur Alm wurde stark ausgeholzt. Das fällt mir auf, denn das letzte Mal stand hier noch dichter Wald.

Der Himmel ist blau, es ist wunderbares Wetter mit toller Fernsicht, aber im Wald nützt das nicht viel. Dennoch macht der Aufstieg Spaß, wir haben viel Zeit und Muße, über alles mögliche zu reden…

Die Alm ist zu meiner Überraschung geöffnet, wir kehren ein. In der Hütte ist es warm, der Ofen ist geheizt und die Küche geöffnet. Ich habe heute noch nichts gegessen, daher gönnte ich mir ein Wienerschnitzel mit Kartoffelsalat. Wunderbar!

Beim Abstieg nehmen wir nun teilweise die Forststraße, rasch kommen wir wieder in tiefere Gefilde.

Kurz vor dem Spielplatz ist der Brunnen stark gefroren…

… und auch der Bach am Spielplatz selber ist mit einem festen Eispanzer überzogen. Die Kälte der letzten Tage und Wochen hat sich hier gut gehalten.

Biggi übt ihr Balance-Können am Wiegebalken, ich bin als Nachahmer leider nicht so erfolgreich und muss nach ein paar Schritten abspringen.

Ein feiner und kurzweiliger Spaziergang auf die Rinner Alm, insgeheim wünsche ich mir noch einmal eine gute Portion Schnee, damit sich noch ein paar wintersportliche Aktivitäten ausgehen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:56 h
Gesamtlänge: 5,15 km
Höhenmeter: △ 465 m / ▽ 474 m

250105 Spazieren Hüttenmühlsee

Im neuen Jahr steht ein Besuch in Pflach auf dem Programm. Mit den Kindern fahre ich per Bahn nach Pflach, dort verbringen wir ein paar Schöne Tage.
Am zweiten Tag mache ich einen Spaziergang rund um den Hüttenbichl, hier ein paar Impressionen von der wunderschönen Winterlandschaft…

Wie gewohnt liegt im Ausserfern mehr Schnee als in Innsbruck, eine richtige Winterlandschaft…

Das alte Waldhaus steht immer noch, leider muss ich feststellen, dass chon wieder Vandalen am Werk waren und nun alle Fenstern eingeschlagen sind. Jammerschade…

Der Säuling lacht zu mir und spiegelt sich wunderschön im Hüttenmühlsee. Es ist bitterkalt, aber wunderschön!

Viel Sonne erreicht dieser Teil des Sees nicht, daher sind auch alle Halme und Gräser „reifüberzogen“.

Ein paar entspannte, feine Tage, die wir sehr genießen! Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in der Heimat!

241201 Walderalm (1.501m)

Gestern auf der Piste, heute auf der aperen Sonnenseite in Innsbruck… zur Zeit ist fast alles möglich. Wir wollen heute nochmals per Pedes auf die Walder Alm. Wir parken in Sankt Michael (Gnadenwald), bei einem Privathaus und spazieren über erst kleine Wege am Klammbach entlang.

Bald erreichen wir einen Forstweg bei einer kleinen Brücke, die wir auch überqueren müssen. Wir wollen allerdings nicht auf dem zugegebenermaßen schönen Forstweg bleiben, sondern zweigen immer wieder auf den Steig ab, der die Serpentinen des Forstweges abkürzt.

Immer höher steigen wir hoch, die Sonne scheint direkt auf den Hang. Es ist so fein, dass ich bald die Jacke ausziehe und mit T-Shirt weitergehe. Beim Raufgehen funktioniert das sehr gut, lange stehen bleiben sollte man allerdings nicht.

Der Rundumblick in den Süden, zu den Tuxer und Stubaier Alpen ist wunderschön…

… und auch der Hundskopf, der direkte Gipfel oberhalb der Walder Alm ist nun sehr gut sichtbar. Auch die Form des Hundekopfes kann man nun gut sehen.

Je höher wir stiegen, desto mehr sind die Spuren der niedrigen nächtlichen Temperaturen und der kommende Winter sichtbar. Vereiste Bäche und leicht angezuckerte Wiesen sprechen ein eindeutiges Bild.

Schließlich erreichen wir den lieblichen Boden der Walder Alm (1.501m). Die Alm ist sogar geöffnet, allerdings setzen wir in der Nähe an ein Feldkreuz und genießen den mitgebrachten Tee.

Im Hintergrund der Walder Alm sticht hauptsächlich die Huderbank-Spitze heraus, einen der nicht einfach zu besteigender Berg in der Hinterautal-Vomper-Ketter des Karwendels.

Im Süden lacht die Sonne vom Himmel, da sehen wir die Skigebiete am Glungezer und am Patscherkofel… diese werden auch bald, solange das Wetter mitspielt, öffnen!

Am Weg nach unten schaue ich nochmals auf den Hundskopf empor. Meine erste Klettersteigtour habe ich hier absolviert, auch schon viele Jahre her…

Rasch erreichen wir wieder das Tal, hier ist es angenehm warm und fein. Der Blick gegen Westen zeigt Hochmahdkopf und Hüttenspitze.

Wir holen unser Auto wieder am Privatparkplatz ab, leider ist niemand zu Hause.

Wir fahren daher rasch nach Innsbruck, dort machen wir uns ein feines Mittagessen und anschließend einen Kaffee! Ein feiner Tag war das wieder!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:36 h
Gesamtlänge: 8,26 km
Höhenmeter: ∆∇ 620 m

241117 Rumer Alm (1.230m)

Oh, der wunderbare Herbst lockt uns schon wieder in die Natur. Die Farben vom Himmel und der Natur sind einfach nur WOW. Da es in den Nächten nun schon frisch wird, wandern wir heute auf der Sonnenseite von Innsbruck. Es geht auf die Rumer Alm.

Wir starten direkt im Saggen, über den Psennersteg wechseln wir auf die Nordseite des Inns. Nun wandern wir über breite Wanderweg in Richtung Mühlauer Klamm.

Die Lärchen, meiner Meinung nach die schönsten Bäume im Herbst, strahlen vor blauem Himmel, dass es nur so eine Pracht ist.

Bald schon haben wir eine schöne Aussicht auf die Landeshauptstadt, im Hintergrund der mächtige König Serles und links davon der Patscherkofel.

Wir nehmen den Steig über die Guflhütte, der uns direkt in die Mühlauer Klamm führt.

Es ist relativ viel Wasser vorhanden, das wahrscheinlich vom Schmelzwasser des letzten kurzen Schneefalls herrührt.

Auch der Mühlauer Bach führt viel Wasser, was uns vor gewisse Herausforderungen stellt. Biggi hat zum Glück die wasserfesten Schuhe an, ich leider nicht. So eine Herausforderung habe ich nicht bedacht…

Und es kommt, wie es kommen muss… während Biggi mit Hilfe trockenen Fußes über das Wasser hüpft, klatsche ich promt ins Wasser im Nahbereich des Ufers. Sofort spüre ich Kälte am Fuß… aber zum Glück nur kurz!

Um das Ungemach zu vervollständigen, schlagen wir den falschen Weg ein, jonglieren über steiles Gras und mehrere Wasserläufe am Bach entlang, bis wir unseren Fehler feststellen. Wir müssen nochmals ein kurzes Stück zurückgehen und erreichen wieder den richtigen Weg.

Ab nun ist wieder alles in Butter, wir streben nun der Rumer Alm entgegen. Da wir schon in weiser Voraussicht eine volle Hütte erwarten, gönnen wir uns eine Pause mit Jause an einem sonnigen Platz. Sehr gemütlich ist es hier.

Nach einer ausgedehnten Rast wandern wir zur Rumer Alm (1.230m), die genau so wie vermutet voll bis auf den letzten Platz ist.

Wir beschließen, unser Einkehr-Glück auf der Arzler Alm zu probieren, daher müssen wir erst ein Stück am gleichen Steig zurück, um dann oberhalb der IKB-Baustelle auf feinem Weg weiterzugehen.

Der Lackensteig ist gut zu begehen, wir queren mächtige Lawinenrinnen, die erahnen lassen, was der Schnee, einmal in Bewegung, anzurichten im Stande ist.

Kurz vor der Alm haben wir nochmals einen schönen Ausblick auf die Tuxer Alpen, die wir heuer im Sommer durchschreiten durften.

Durch einen schönen Buchenwald, die Blätter liegen schon alle darnieder, erreichen wir die schön gelegene, gut geführte Raststätte.

Die Lawinenpoller, vor ein paar Jahren grunderneuert, sind ein weithin sichtbares „Landmark“ der Arzler Alm (1.067m)

Zu meiner Überraschung finden wir ein wunderschön sonniges Plätzchen an der Hüttenmauer, der Keller steht nach gefühlten 5 Sekunden bei uns und nimmt unsere Bestellung auf. Toll!

Wir genießen die Sonne, doch je tiefer sich diese senkt, desto kühler wird es auf der Terrasse. Daher brechen wir rechtzeitig auf, um noch zu lichter Stunde ins Tal zu kommen.

Rasch erreichen wir wieder den Aufstiegsweg, diesem Folgende sind wir bald wieder in der Stadt.

Wiederum queren wir den Psennersteg, nun sind wir fast wieder zu Hause! Eine feine Wanderung,

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:11 h
Gesamtlänge: 14,30 km
Höhenmeter: △▽ 771 m

241107 Alpensöhnehütte (1.345m)

Es herrscht wunderschönes Herbstwetter, perfekt, um noch ein wenig Wandern zu gehen. Heute soll das Halltal wieder mal einen Besuch unsererseits bekommen. Unser ursprünglicher Plan, den wir dann aber abändern, ist die Hüttenspitze.

Beim Hackl geparkt, gehen wir ein paar Meter zur Brücke des Weißenbachs, den wir eben hier überschreiten. Ein wenig weglos gehen wir am Bachufer entlang, bis wir den Stich zum Maximiliansbrünndl erreichen.

Hier verlassen wir den Bachverlauf und queren durchs Gelände zum Aufstiegspfad zur Hüttenspitze.

Gegenüber von uns liegt der Hochmahdkopf, den wir vor zwei Monaten besucht haben.

Nun haben wir den „richtigen“ Pfad erreicht, der in schönem Zickzack durch den Wald, hinauf in Richtung Halltaler Hütte.

Kurz vor der Hütte finden wir den Abstieg ins Halltal, der durch die Ladhüttenklamm führt und bei der ersten Ladhütte auf die Bergstraße gelangt.

Unser Weg führt weiter empor, die Farben im Herbst sind wunderschön. Zwar nicht so bunt wie im Frühjahr/Frühsommer, aber dafür warm und stimmungsvoll.

Die Luft ist klar, der Blick ins Halltal sensationell. Wir sehen bis zum Issboden, weiter oben soll dann der Ausblick noch besser werden.

Wir passieren die Halltaler Hütte (1.220m), kleine Details am Wegesrand faszinieren mit immer wieder. Hier entdecken wir zwei Pilze, die aus einem abgestorbenen Baumstamm wachsen.

Kurz bevor wir die Alpensöhnehütte erreichen, machen wir Brotzeit auf einer sonnenbeschienenen Lichtung. Die Zeit ist heute gegen uns, wir müssen am Nachmittag noch Erledigungen machen, daher beschließen wir, nach der Pause wieder abzusteigen.

Von der Lichtung erreichen wir ohne Höhenverlust die Alpensöhnehütte. Wunderbar über dem Halltal gelegen, hat diese private Hütte einen grandiosen Ausblick von der Terasse!

Die Aussicht ist immer noch gut, allerdings macht sich der Föhneinfluss langsam bemerkbar, in den höheren Schichten mehren sich die „Cirren“.

Ein paar Meter nach der Hütte ist eine kleine Aussichtskanzel. Hier verschlägt es uns fast die Sprache… einen besseren Ausblick auf das Halltal kann ich mir nicht vorstellen. Kartellerjöchl, Roßkopf, Stempel- und Lafatscherjoch… und auch die Plattentürme. Alles liegt in unserem Sichtfeld.

Ab hier steigen wir über einen wunderschönen Steig wieder ins Tal ab, der Steil, aber nicht schwierig ins Tal führt.

Ganz ohne dürfte der Steig dann doch nicht sein, speziell wenn man hier ein wenig „eingespritzt“ absteigt… so zumindest lässt es ein altes Gedenktaferl vermuten, das wir am Wegesrand sehen.

Das Halltal liegt schon im winterlichen Schatten, ungemütlich schaut es von oben aus und unten ist es nicht viel besser. Wir gehen flotten Schrittes hinaus zum Parkplatz, der dann doch noch in der Sonne liegt.

Diese gemütliche Wanderung hat es wieder mal gezeigt, das Halltal ist immer wieder einen Besuch wert!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:16 h
Gesamtlänge: 7,82 km
Höhenmeter: ∆∇ 648 m

241027 Rossgumpenalm (1.330m)

Heute stehen der Simms-Wasserfall auf dem Programm. Wir fahren nach Holzgau, hier stellen wir unsere Autos, wohlgemerkt kostenfrei, ab. Dann spazieren wir in das Höhental. Die Holzgauer Hängebrücke, die wir am Schluss noch überschreiten werden, spannt sich schon über uns.

Das Tal ist recht schattig, aber die Temperaturen angenehm. So wandern wir den Forstweg entlang immer weiter ins Tal hinein.

Sogar die Kleinen marschieren fleißig mit, diese Wanderung ist im wahrsten Sinne für Groß und Klein.

Bald schon öffnet sich das Tal ein wenig, die Straße führt spektakulär an der Felswand entlang. Und im Hintergrund erkennen wir schon den Simms-Wasserfall.

Heute hat der Wasserfall nicht ganz so viel Wasser, aber immer noch ist dies ein imposantes Schauspiel. Seit Neuestem gibt es hier auch einen Klettersteig, der über den Wasserfall führt

Wir können auch eine Gruppe beobachten, die sich trotz Wintersperre auf den Weg gemacht hat. Da die Wintersperre hauptsächlich wegen der latenten Lawinengefahr ist, kann hier wohl mal ein Auge zugedrückt werden.

Unser Weg führt uns am Wasserfall und Klettersteig entlang weiter, wir bleiben allerdings auf der Forststraße.

Oberhalb der Fälle finden wir einen schönen Platz zum Verweilen, die Kinder sind schon ein wenig hungrig, perfekt zum Jausnen.
Letu hat „sicherheitshalber“ die Badehose mitgenommen und lässt es sich nicht entgehen, einen kurzen Dipp ins eiskalte Wasser zu machen.

Die Weicheier genießen derweilen die Jause in der Sonne, zu der sich Letu dann doch gerne auch dazu setzt.

Während die Familie hier an diesem Platz weiter rastet, beschließen Letu und ich, noch rasch zur Roßgumpenalm aufzusteigen. Vorbei am geschlossenen Cafe Ute wandern wir weiter talein.

Dieser Weg würde uns in der Verlängerung bis zum Krottenkopf, dem höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen führen, aber für solch ein Abenteuer sind wir heute zu spät und auch zu schlecht ausgerüstet.

Wir kommen an ein paar kleinen Hütten vorbei, die jedoch nicht alle gut in Schuss sind. So manche Behausung wird wohl nicht mehr oft verwendet.

Der Weg führt immer weiter zur Alm, wir müssen auch ein paar Mal über Bäche steigen, die sich über den Forstweg ergießen.

Leute treffen wir fast keine, die Almensaison ist vorbei, die Gaststätten geschlossen. Daher reduziert sich der Ansturm auf ein Minimum.

Interessante geologische Formationen, tief eingeschnittene Täler mit Wasserläufen sind links und rechts zu beobachten.

Schließlich sehen wir die Roßgumpenalm, die hier auf einem schönen Boden, oberhalb von Wasserfällen thront.

Wir machen nur eine kurze Pause, trinken einen Schluck und machen uns wieder auf dem gleichen Weg zurück.

Nun sind schon ein paar Wolken aufgezogen, sofort merkt man, dass es ein wenig kühler wird. Da wir aber in Bewegung sind, ist das kein Problem.

Nochmals, nun von höherer Warte, sehen wir den Simms-Wasserfall, der sich hier einen imposanten Weg durch das Gestein gebrochen hat.

Die Hängebrücke ist wahrscheinlich das Highlight der ganzen Runde. Eine schaukelige Angelegenheit, die aber auch Spaß macht. Während wir flotten Schrittes über die Brücke gehen, sind andere Besucher sichtlich gefordert!

Ein tolles Konstrukt, und im Gegensatz zur Reuttener Highline 179 gänzlich kostenlos zu begehen. Das nenne ich mal eine feine Art, erst der Parkplatz, dann die Brücke… anderswo würde man wohl für Beides einen nicht so bescheidenen Obolus abgeben müssen.

Eine tolle Wanderung, endlich mal auf der Roßgumpenalm gewesen… für mich wieder ein gelungener Tag.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:58 h
Gesamtlänge: 8,45 km
Höhenmeter: ∆∇ 375 m

241026 Bitterlehütte

Die Herbstferien haben begonnen, wir nutzen die Zeit, dem Ausserfern einen Besuch abzustatten. Meine Schwester ist mir den Kindern auch da, so sind wir eine feine Truppe. Wir beschließen, den schönen Tag mit einem Besuch der Hütte zu krönen.
Während Mama, Maria und die Kinder das Auto zum Aufstieg nehmen, wollen Letu und ich den Weg zu Fuß gehen.

Vorbei am Hüttenmühlsee, wandern wir über das Benkat zum Säulingparkplatz. Über schöne Wiesen, kurze Waldstücke erreichen wir eben diesen.

Das Wetter ist heute ein Traum, es ist lau, nicht zu heiß, und die Sonne lacht vom Himmel. Ein besseres Wetter für´s Draußensein gibt es fast nicht.

Der Säuling lockt heute in wunderschönen Herbstfarben, aber das ist *leider* heute nicht unser Ziel. Wir steigen heute nicht so weit auf.

Über die Forststraße, der schnellste Zustieg, steigen wir immer weiter den Säulingfuß empor.

Die Buchenwälder hier strahlen in schönsten Herbstfarben, die Sonne, im Herbst herrlich, beleuchtet den Wald nur noch schöner.

Letu und ich genießen den wunderbaren Spaziergang, es gibt auch einiges zu besprechen. Die Skisaison hat in Letu´s Gedanken schon konkrete Formen angenommen…

Kurz vor der Hütte haben wir nochmals einen schönen Blick auf den imposanten Säulinggipfel. Heuer haben wir dem Haupt schon einen Besuch abgestattet.

Schließlich erreichen wir die Hütte. Die Mauer schaut jetzt wieder super aus, diese wurde ja auch heuer von uns neu aufgeschichtet. Es ist fein warm, während wir auf die Anderen warten, richten wir die Hütte her.

Beim Öffnen der Veranda purzeln uns schon die Fledermäuse entgegen, seit heuer kenne ich sogar die Art: Es sind Zwergfledermäuse, die es sich hier in den Ritzen gemütlich gemacht haben.

Bald sind alle auf der Hütte, nun wir erst mal Essen gekocht. Es gibt ein typisches Hüttenessen, Nudeln mit Tomatensauce… jedem schmeckt es, an der frischen Luft ist das Essen gleich doppelt so gut.

Wir verbringen den Nachmittag hier oben, ich mache die Hütte noch Winterfest, das Wasser wird abgelassen, die Sachen um die Hütte aufgeräumt. So kann der Winter nun kommen…

Am Abend schickt uns der Säuling nochmals einen feurigen Gruß, wunderschön leuchtet der Felsen mit den letzten Sonnerstrahlen.

Ein feiner Tag in größerer Runde, gemütlich und sehr entspannend. Auf der Hütte ist es immer fein!

241020 Rinner- und Aldranser Alm (1.511m)

Ein Tour „hinterm Haus“, so beschreibe ich diese Wanderung immer… dennoch war ich heuer nur ein einziges Mal hier oben, abgesehen von zwei Rodeltouren.
Heute, bei feinem Wetter, starten wir, Biggi und ich, von Rinn aus. Die Almen sollen noch offen sein… das kommt uns zupass.

Herbst ist auch immer Pilzsaison, und wortwörtlich, der Waldboden ist bedeckt von „Schwammerln“. Auch ein paar recht interessante Exemplare sind dabei, wie zum Beispiel der „Orangrote Becherling“

Der Aufstieg bis zur Rinner Alm führt hauptsächlich durch Wald, meist handelt es sich hierbei um Fichtenforst, mit dem für die Gegend typischen Moosböden.

Auf der Rinner Alm ist gar nicht so viel los, wie vermutet. Noch ist die Sonne nicht ganz hinter dem Berg hervor gekrochen, die Veranda liegt noch im Schatten. Wir wollen sowieso weiter auf die Aldranser Alm, daher machen wir nur eine kurze Trinkpause hinter der Hütte.

Im weiteren Verlauf entdecken wir ein totes Eichhörnchen auf dem Boden… es sieht aus, als ob es einfach umgefallen ist, keine Spuren eines äußeren Einflusses. Recht interessant, eines dieser putziger Dinger genauer betrachten zu können.
Die Schwarzfärbung ist übrigens nur eine Farbvariante. Die Schwarzen keine eigene Art zum kastanienbraunen Eichhörnchen

Unser weiterer Weg führt uns in Richtung Aldranser Alm, der Verbindungsweg führt ein Stück über eine Forststraße, hier ist einer meiner Lieblingsausblicke auf das Inntal.

Auf der Aldranser Alm kehren wir ein, die Sonne hat nun endlich den Patscherkofel überwunden, der tiefe Stand zu dieser Jahreszeit macht sich aber schon bemerkbar!

Nach einer feinen Pause in der Herbstsonne verlassen wir diesen schönen Platz und wandern über Waldwege wieder ins Tal

Es ist leicht föhnig, aber hier sind wir windgeschützt. Dennoch profitieren wir von den sehr angenehmen Temperaturen.

Unterwegs finden wir einen mobilen Hochsitz. Ein professionelles Gerät, in dieser Form von mir noch nie gesehen… das muss ich gleich ausprobieren.

Der Weg durch die Moosbeerstauden ist jedes Mal wieder faszinierend, das Licht heute noch dazu sehr schön.

Am Herztalbach entlang befindet sich ein schöner Fleck gleich in der Nähe des Frauenmarterls. Hier ist der Bach aufgestaut und hat schöne Becken gebildet.

Über den alten Aldranser Almenweg erreichen wir die Felder oberhalb der Starkensiedlung. Hier grast eine Herde Schafe, die sich wahrscheinlich von der Alm retour gekommen sind.

Über die Starkensiedlung, die zu Sistrans gehört, erreichen wir das Gewerbegebiet. Rasch erreichen wir das Zentrum von Aldrans und sind wieder zu Hause.

Ein gemütlicher Kaffee rundet die feine Wanderung ab, das Wetter haben wir heute sehr gut genutzt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:12 h
Gesamtlänge: 9.92 km
Höhenmeter: ∆ 608 m / ∇ 767 m

241016 Padauner Kogel (2.066m)

Heute habe ich mir frei genommen, um einen feinen Tag mit Biggi zu verbringen. Das Wetter ist zumindest trocken, und die Sonne lugt ab und zu zwischen den Föhnwolken hervor. Wir wollen heute dem Padauner Kogel einen Besuch abstatten.
Wir parken direkt in Padaun, oberhalb vom Gasthaus Steckholzer.

Zuerst müssen wir ein Stück über die Verbindungsstraße zum Brenner gehen, im Hintergrund können wir die aufgelassene Piste des Sattelbergs sehen. Übrigens ein sehr bekannter Skitourenberg, dem wir auch schon unsere Aufwartung gemacht hatten.

Beim Larchenhof zweigen wir von der Straße ab und folgend dem steilen Aufstieg auf den Padauner Kogel, Wegenummer 83.

Zuerst schreiten wir durch abwechselnd lichten und dichten Wald, vorbei an leider schon älteren Parasolpilzen, immer weiter in die Höhe.

Immer wieder öffnet sich der Wald, der Blick von diesem Berg ist sensationell. Richtung Südwesten sehen wir ins Obernbergtal, mit den mächtigen Tribulaunen im Hintergrund.

Im Osten schickt uns der Olperer seine Grüße entgegen, nun schon mit frischem Schnee eingedeckt.

Diese Aussicht konnten wir heuer schon ein paar Mal, aus verschiedenen Perspektiven genießen. Dennoch ist der Blick auf diesen mächtigen Berg immer wieder eine Pause wert.

Direkt im Süden sehen wir die Brennerschneise mit der aktuell heiß diskutieren Brennerautobahn, links davon der Wolfendorn, im blumigem Italienisch „Spina del Lupo“ genannt. Das klingt meiner Meinung nach schöner…

Der Weg auf den höchsten Punkt ist einfach, gemütlich, aber nicht langweilig. Besonders die oben genannte Aussicht macht etwas her. Auch im Frühjahr / Frühsommer ein lohnender Ausflug. Nicht umsonst ist der Padauner Kogel als einer der Blumenberge Tirols bekannt.

Je weiter wir hoch schreiten, desto besser wird die Rundumsicht. Im Süden sehen wir schon vermehrt Wolken aufziehen, noch hält das Wetter aber.

Über nun braune Matten erreichen wir schließlich den Gipfel des Padauner Kogels (2.066m).

Der Wind bläst uns um die Ohren, es ist frisch hier oben. Im Wald, ohne Wind, war es noch angenehm warm, nun muss die Windjacke her, ansonsten wird es ungemütlich.

Die Stimmung ist eigen, wie es bei Föhnlage üblich ist. Einmal schaut es nach Regen aus, in nächsten Moment scheint wieder die Sonne. Direkt am Gipfel ist es ungemütlich, ein paar Meter unterhalb, auf einer Bank, sitzen wir aber dann im Windschatten.

Hier genießen wir die Aussicht, bevor wir uns wieder aufmachen, und uns an den Abstieg machen.

Wir steigen über den Nordhang ab, vor uns liegt das Wipptal, die Aussicht reicht bis zum Patscherkofel und dem Karwendel. Die Sonne scheint nun immer wieder und bringt die ausgedehnten Lärchenwälder zum glühen.

Gerade im Herbst fällt auf, wie viele Lärchen hier im Wipptal auf den Berghängen wachsen. Nun, mit dem Herbstkleid fallen diese wunderschönen Bäume besonders auf.

Auf dem Weg nach unten sehen wir noch einen schönen Effekt der herbstlichen Entnadelung… überall liegen die Lärchennadeln und bedecken den Steig mit „Krippenheu“, wie ich die Nadeln auch nenne.

Schlussendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt, das Gasthaus Steckholzer.

Schön gelegen und trotz der Abgelegenheit immer wieder gut besucht, beschließen auch wir, hier noch eine Einkehr zu machen.

Ein sehr gutes Mittagessen und Kaffee und Kuchen runden unsere Wanderung ab. Beim Weg zum Auto blicken wir noch einmal zurück auf den von hier kühlen Zacken des Padauner Kogels.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:34 h
Gesamtlänge: 6,23 km
Höhenmeter: ∆∇ 519 m

240922 Hochmahdkopf (1.738m)

Gestern waren wir im Westen der Landeshauptstadt am Weg, heute ist der Osten dran, genauer gesagt, das Einzugsgebiet von Hall. Wir wollen auf den Hochmahdkopf, der 2014 durch einen dramatischen Waldbrand regionale Bekanntheit erlangte.

Vom Parkplatz, über die Zugangsbrücke über die Salzstraße erreichen wir den kleinen Pfad, der eine tolle Abkürzung auf dem Weg zum Hochmahdkopf darstellt. Auch die Forst- und im Winter Rodelstraße stellt eine, wenn auch unattraktivere Möglichkeit dar, auf den Steig zu gelangen.

Erst durch Fichten und Föhren, wird der Wald mit der Höhe schnell lichter und der Ausblick besser. Je offener das Gelände wird, desto mehr sieht man vom Schaden und den Erhaltungsmaßnahmen.

Ich mag den Herbst. Gerade wenn die ersten Gipfel ein Schneekleid tragen, die tieferen Lagen aber noch die spät-sommerlich/herbstliche Farben aufweisen, finde ich die farblichen Kontraste wunderschön. Ein azurblauer Himmel rundet solche Bilder noch ab.

Der Weg auf den Hochmahdkopf ist ziemlich direkt angelegt, das bedeutet, dass Verschnaufpausen eingelegt werden müssen, der Weg gönnt uns keine Erholung. Es ist sehr warm, aber nicht heiß. Die Pausen nutzen wir gerne, um den Blick ins Inntal schweifen zu lassen.

Dann heißt es wieder, rauf, rauf, rauf! Steil ist der Pfad angelegt. Der Vorteil davon, man verschenkt keine Höhenmeter, und mit jeder Umschau sind wir wieder überrascht, wie hoch wir schon gekommen sind.

Die Brandwunden sind verheilt, die Spuren allerdings überall sichtbar und spürbar. Im oberen Bereich liegt viel verdorrtes, bzw. verbranntes Krummholz: Latschen oder auch Legföhren genannt.

Vor Zeiten hatte ich hierzu einen interessanten Bericht gelesen, wie langsam diese Höhenlagen besiedelt werden, also wie lange es dauert, dass hier ein durchgängiger „Latschengürtel“ entsteht…

… tausende Jahre Besiedelungsdichte wurde hier durch eine Unachtsamkeit zerstört, vier Tage brannte der Berg, bis die Einsatzkräfte endlich das „Brand-Aus“ geben konnten.

Von hier haben wir einen guten Blick auf den Gnadenwald, Mils, den Haller Wiesen, aber auch auf Kellerjoch, Glungezer, sogar den Haneburger können wir gut ausmachen.

Schließlich erreichen wir den Kopf des Hochmahdkopfes, ein Gipfelkreuz und ein paar Bänke und Tische zieren den höchsten Punkt. So eine „Einladung“ lassen wir uns nicht entgehen, hier wird nun mal bei bester Rundumsicht „gejausnet“

Wir sind nicht alleine am Gipfel, so können wir einen Bergkameraden nötigen, von uns das obligatorisches Gipfelfoto zu schießen.

Nach ausgedehnter Jause und Pause entschließen wir uns, nach Sankt Magdalena ins Halltal abzusteigen. Diesen Kraftort besuchen wir immer gerne…

Im nord-seitig gelegenen Abstieg liegt immer noch der Schnee, obwohl die Höhe und die Temperaturen was anderes erwarten lassen würden. Wir sehen auch in den hinteren Bereich des Halltals, mit Lafatscher und Rosskopf!

Nach ein paar Querungen erreichen wir schließlich Sankt Magdalena im Halltal, das jederzeit einen Besuch wert ist. Heute ist ganz schön was los, dennoch kehren wir ein und genießen eine gutes Essen und die wohlverdiente Pause.

Vom ehemaligen Kloster wandern wir über den Fluchtsteig ins Tal, teilweise durch alte Buchenwälder, die Blätter am Boden liegen dick und unübersehbar.

Am Talanfang sehen wir die Hüttenspitze, die durch die Winklerwand sehr imposant aussieht. Und von der Winklerhütte (Alpensöhnehütte) wehen immer wieder Musik-Klangfetzen zu uns herüber… dort ist heute ein Festl!

Über den schönen Teil des Fluchtsteiges kommen wir immer näher zum Ausgangspunkt zurück.

Und hier, schlussendlich wieder am Start, haben wir unsere Runde fertiggestellt.

Es war eine tolle Wanderung. Das Halltal, da sind sich Biggi und ich einig, ist immer einen Besuch wert. Das Wetter war zwar nicht ganz so gut wie am Vortag, aber dennoch oder gerade deshalb perfekt zum Wandern.
Ich freue mich schon auf die nächste Tour… wohin uns diese auch treiben wird.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:33 h
Gesamtlänge: 9,40 km
Höhenmeter: △▽ 965 m