Archiv der Kategorie: Wandern

230903 Patscherkofel (2.246m)

Es ist zwar nicht ganz klar, aber dennoch feines Wetter und Letu und ich brauchen eine Beschäftigung. Also rasch rauf auf den Patscherkofel, das geht immer…

Mit der Bahn, heuer sind wir im Sommer noch nie gemeinsam rauf gefahren, erreichen wir schnell eine passable Höhe, die letzten Meter auf den Gipfel schrumpfen da zum gemütlichen Spaziergang…

Rasch erreichen wir den Gipfel mit der beeindruckenden Sendeanlage.

Eine kurze Pause am Gipfel muss sein, dann steigen wir über den Osthang wieder runter Richtung Zirbenweg.

Einen schönen Ausblick auf das Unterinntal gönnen wir uns auch wieder mal…

Rückblickend sehen wir noch kurz das Gipfelkreuz.

Unterwegs sehen wir einige Moosbeeren, und „Granten“. Die müssen wir gleich mal sammeln. Zum Glück haben wir zwei Dosen mitgenommen.

Es kommt eine ganz nette Beute zusammen, da haben wir uns einen Müsliriegl in der Sonne verdient.

Schließlich beenden wir unser Sammelabenteuer und wandern hinunter zum Ausgangspunkt.

Bei der Grünbodenhütte erreichen wir den Zirbenweg, der uns rasch zurück zur Bergstation bringt.

Von der Gondel aus sehen wir schon unseren Bus, ein kurzer Sprint und wir schaffen noch den Anschluss.

Eine kurze, feine Wanderung mit dem Sohnemann, richtig fein war das wieder mal!

Tourendaten
Gesamtlänge: 2,93 km
Gesamtdauer: 50 min
Höhenmeter: ∆ 309 m / ∇ 308 m

230820 Goetheweg

Viele Jahre haben Mama und ich immer wieder sinniert, den Goetheweg auf der Nordkette zu gehen. Um Genau zu sein war und ist es ein Herzenswunsch meiner Mutter, diesen Weg zu begehen!
Heute ,nach vielem Hin- und Her ist es endlich so weit. Bei bestem Wetter starten wir unsere Wanderung am Hafelekar.

Es ist Sonntag, da ist immer genügend los, um die Bergstation verläuft sich allerdings der „Auflauf“, die Meisten wollten nur die Rundsicht genießen oder den Klettersteig begehen.

Wir wandern gen Osten, auf dem gut angelegten Wanderweg. Beim Blick zurück können wir das Skitgebiet „Nordkette“ bewundern.

Der Weg zieht sich wie eine Linie an der Bergflanke entlang, den ersten Teil bestreiten wir auf der Südseite, der „Inntalseite“.

Am Gleirschjöchl sehen wir das erste Mal ins Karwendel, namhaft ins Mandltal. Doch wir bleiben noch ein Stück auf der Südseite, bis wir bei der Mühlkarscharte auf die Nordseite wechseln.

Hier ist es nun „wilder“, es scheint, wir sind fernab der Zivilisation. Nur einzelne verstreute Almen sehen wir, aber von Siedlungungsräumen ist hier nicht mehr zu sehen!

Auch hier ist der Weg wunderschön angelegt und sehr einfach zu gehen. Es kommen uns immer wieder Leute entgegen, was für die Popularität des Goethewegs spricht.

Im weiteren Verlauf wird der Weg teilweise ausgesetzter und auch Wetterschäden, vermutlich heuer entstanden, werden sichtbar.

Die nordseitigen Passagen des Weges sind von der Wegführung her spektakulärer, wobei beide „Seiten“ ihren Reiz haben!

An der Mandlscharte ist für uns heute Schluss, wir drehen hier um, um wieder zurück zum Hafelekar zu gehen. Allerdings genießen wir noch eine wohlverdiente Pause unter dem Gleirschtaler Brandjoch.

Der Weg zurück verläuft teilweise im Schatten. Das ist bei diesen Temperaturen allerdings eine Wohltat.

Auf der Südseite bläst ein leichter Wind, der die Temperaturen dann auch erträglich macht.

Der Weg, mit phantastischen Ausblicke auf das Inntal, macht uns einfach Spaß. Wir genießen den feinen Tag und reden fast ununterbrochen über Gott und die Welt.

Zurück beim Gleirschjöchl beobachten wir Ungewöhnliches: Überall sind Schafe, die den Kopf in den Boden bzw. in Mulden im Boden gesteckt haben. Wir vermuten, dass das wegen der Hitze ist und die Schafe ihren Kopf bzw. die Nasen an der feuchten Erde kühlen.

Weiter oben am Joch finden wir nochmals einen schönen Platz um die Aussicht zu genießen…

Schließlich erreichen wir das Ende unserer heutigen Wanderung, eine kurze Stufe muss noch überwunden werden…

… dann sehen wir das Hafelekar wieder vor uns! Uns sind wohl ein paar Wanderer am Goetheweg begegnet, aber was hier zwischen Bergstation und Hafelekarspitze abgeht, kann nur noch mit Massentourismus betituliert werden.

Unmengen an Leuten strömen den Berg mit der Gondel hinauf und dann weiter auf den ersten Gipfel, der fußläufig erreichbar ist, eben oben genannte Hafelekarspitze. Wir sind auch ein Teil dieser Bewegung, allerdings bin ich dennoch froh, dass nicht alle Bergaspiranten, den gleichen, nämlich „unseren“ Weg genommen haben.

Ein wunderschöner Tag mit Mama und ein lange geplanter Ausflug, das konnten wir heute endlich erleben. Toll war´s!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:15 h
Gesamtlänge: 7,39 km
Höhenmeter: ∆ 382 m / ∇ 413 m

230815 Koflerjoch (1.861m)

Nachdem wir gestern auf dem Säuling waren, steht heute noch das Koflerjoch am Programm. Der erste Anstieg ist der Selbe wie gestern, am Steig zweigen wir allerdings auf den Pfad zum Pflacher Älpele ab.

Obwohl die Alm klein und fast schon ein wenig armselig wirkt, ist der Platz dafür umso schöner! Das Wetter ist gut, daher steigen wir weiter in Richtung Koflerjoch auf.

Die Kumuluswolken bauschen sich heute schon früher auf, es ist auch dementsprechend warm.

Unter dem Brunstgrat und den mächtigen Abstürzen des Säulings steigen wir auf den Sattel vor dem Koflerjoch.

Der Säuling, heute bestimmt wegen dem Feiertag gut besucht, liegt nun im Westen von uns.

Auf dem Sattel wächst, wie ich mich schon immer erinnern kann, haufenweise Eisenhut. Ich kennen keinen Platz, an dem diese schöne Pflanze so gehäuft vorkommt.

Vom Grat sieht man ins weitläufige Ammergau, eine verlassene Gegend…

Der weitere Weg vom Sattel führt uns immer am Grat entlang bis zum Gipfel.

Nördlich, schon im deutschen Gebiet liegt der schöne Kessel mit der Sepp-Sollner-Hütte. Auch hier bin ich noch nicht vorbeigekommen, aber das steht auf meiner Liste.

Am Gipfel sind wir nicht alleine, obwohl wir den ersten Teil der Tour sehr einsam bestritten haben. Der Säuling hat einfach mehr Prestige.

Eine feine Jause begleitet unsere Gipfelruhe, anschließend steigen wir auf der Ostseite ab in Richtung der Sattelköpfe.

Viel Totholz liegt hier herum, auch den einen oder anderen Pilz finden wir. Das Abendessen ist schon fast wieder gesichert.

Ab jetzt geht es schnell, der Himmel hat sich verdunkelt, über dem Lechtal stehen finstere Wolken an. Der eine oder andere Donner tönt zu uns herüber.

Bald haben wir die Dürrenberger Alm erreicht, auf eine Einkehr verzichten wir in Hinblick auf das Wetter jedoch. Wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns.

Über die sieben Täler wandern wir einsam wieder in die Flanken des Säulings und zum Pflacher Älpele. Ich schaffe es auch dieses Mal nicht, die genaue Anzahl der Täler zu bestimmen… es werden wohl nur die wasser-führenden Einschnitte gezählt.

Im Lechtal wird es immer ungemütlicher, auch bei uns fängt es ganz leicht zu tröpfeln an. Aber eine Regenjacke wird nicht benötigt, dafür ist die „Luftfeuchtigkeit“ zu gering.

Der Weg durch die sieben Täler zieht sich, langsam nähern wir uns wieder der Alpe.

Nun kommt das Wetter auch aus Westen (Musauer Seite), da wird es wohl wirklich krachen.

Die Pilzbeute ist heute gut, daher gibt es am Abend Nudeln mit Steinpilzen. Papa ist auch noch einen Sprung auf die Hütte gekommen und wir genießen das Luxusmenü gemeinsam!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:43 h
Gesamtlänge: 13,32 km
Höhenmeter: ∆ 938 m / ∇ 953 m

230812 Kreuzspitze (2.746m) ✨

Leider ist ein größeres Bergwochenende mit Papa aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen, daher überlege ich mir eine Alternative. Schon lange wollte ich zum
„G´schriebenen Stoan“ und den Blauen Seen wandern.
Von der Patscherkofel-Bergstation wandere ich erst den Zirbenweg entlang.

Bald erreiche ich die Grünbodenhütte, eine ehemalige Skihütte, die heute der Gemeinde Lans gehört und exklusiv von den Lanser Dorfbewohnern verwendet werden darf.

Bei der Abzweigung Viggarspitze verlasse ich den Zirbenweg, das kleine Tal gefällt mir auch heute wieder ausnehmend gut! Hier sind noch ein paar Leute unterwegs, teils mit riesengroßen Rucksäcken.

Der Patscherkofel liegt schon in weiter Ferne, dennoch habe ich noch nicht mal ein Viertel meiner Tagestour hinter mich gebracht.

Die Viggarspitze lasse ich heute aus, dennoch sehe ich sie zu greifen nahe. Ich zweige hier ab und begebe mich auf für mich unbekanntes Terrain. Obwohl ich schon so lange in dieser Gegend bin, diesen Pfad bin ich noch nie gegangen.

Erst muss ich ein paar Höhenmeter ins Viggartal absteigen, bis ich den Viggar-Hochleger erreiche. Ab hier zieht der Pfad wieder nach Osten in den Talschluss hinein.

Nach ungefähr 8 km erreiche ich die erste Talstufe, auf dem auch der „G´schriebene Stoan“ liegt. Kleine Wasserlacken, blau schimmern, werden das Landschaftsbild auf.

Der „Stoan“ ist ein mächtiger Monolith aus Glimmerschiefer. Scheinbar haben sich hier schon unsere Altvorderen verewigt, sogar Kaiser Max, leidenschaftlicher Jäger, soll sich im Stein eingraviert haben.
Leider ist von alle dem so gut wie nichts mehr sichtbar, vieles ist, wenn vorhanden, der Verwitterung zum Opfer gefallen. Dennoch ist der Platz sehr beeindruckend. Ich nutze den Ort für meine erste Pause.

Nach feiner Rast schwinge ich meine Wanderschuhe hinauf zur zweiten Talstufe, auf der auch die Blauen Seen liegen. Trefflich heißt der Platz auch „Seegrube“.

Wunderschön glänzen die blauen Wasseraugen in den Himmel und dieser spiegelt sich in der bügelglatten Oberfläche.
Ganz in der Nähe der Seen, es sind 4 Stück insgesamt, entdecke ich die Überreste eines Schafs. Ob das dem Ellbögner Wolf zum Opfer gefallen ist? Eine spannende Frage…

Auf dem weiteren Weg zur Kreuzspitze sehe ich nochmals die Seen in all ihrer Pracht. Es ist wirklich ein schöner Platz hier.

Rechterhand sehe ich die Durrenseespitze, auf der linken Seite ragt die 2.746 m hohe Kreuzspitze auf. Der Weg dorthin ist einfach und bald stehe ich an der höchsten Stelle meiner heutigen Tour.

Rückblickend kann ich nun einen Teil meines bisherigen Weges einsehen. Start am Kofel, dann über das (dunkelgrüne) Grat bis unter die Viggarspitze. Über Almböden zur ersten, dann zur zweiten Talstufe. Und jetzt über Blockgelände hinauf zur Kreuzspitze

Auf der Südseite sehe ich meinen weiteren Weg, zuerst wieder das Grat bis zur Einsattelung, dann über Blockgelände zum Durrensee. Weiter über die Bergschulter und dann ins Arztal und weiter nach Ellbögen.

Leider wird der Himmel nun immer dunkler, zwei Mal tut es einen Spritzer, gerade soviel, dass man keine Regenjacke braucht. Fein ist es allerdings nicht…

Über das Blockgrat steige ich ab, unterhalb der Durrenseespitze verliere ich ein paar Mal den Weg aus den Augen und kraxle über Schutthalden ab.

Am Durrensee treffe ich auf Leute, dennoch war die Tour (und bleibt es auch noch auf der weiteren Strecke) einsam. Eine echte Wohltat!

Riesige Almwiesen öffnen sich im Arztal, im Winter perfektes Skitourengelände. Gegenüber erblicke ich die Seeblesspitze und das Pfoner Kreuzjöchl, beide von Wolfi und mir im Winter bestiegen.

Überall fließen kleine Bächlein, Wasser ist in dieser Gegend keine Mangelware. Ganz im Kontrast zum Karwendel, dort ist Wasser oft ein gesuchtes Gut!

Bald sehe ich den Arztaler Hochleger, Kühe und Pferde sind hier auf Sommerfrische. Schafe habe ich allerdings nicht gesehen, evtl. bedingt durch die Wolfssichtungen hier.

Vom Hochleger führt eine steile, aber gut zu gehende Almstraße zuerst zum Arztaler Niederleger, den ich heute auslasse, und weiter zur Rosenjochhütte, auch Eisenbahnerhütte genannt.

Da ich mit dem Bus angereist bin, führt mich mein Weg heute nicht zum Parkplatz Hinterlarcher, sondern direkt nach Innerellbögen. Dort sollte ich wieder einen Bus nach Hause finden.

Das Wetter hält schlussendlich doch, die Wolken wirken zwar bedrohlich, aber bis auf einen kurzen Guss in der Nähe der Durrenseespitze bin ich trocken geblieben.

Die Hinterlocher Mühle passiere ich auf diesem Wege auch. Die immer noch verwendete Mühle kann im Sommer besichtigt werden, dann werden Interessierte in das Handwerk des Müllers eingeführt.

Der Falkesanerbach, von dem die Mühle das Wasser bezieht, führt überraschend viel Wasser. Wenn ich allerdings an die vielen kleinen Bäche im hinteren Arztal denke, dann ist das auch kein Wunder.

Am Eingang zum Weiler „Innerellbögen“ steht ein wunderschöner Bauernhof, der zu einem längeren Verweilen einladen würde. Ein Blick auf die Uhr mahnt mich jedoch zur Eile, der Bus sollte in 5 Minuten an der Bushaltestelle ankommen. Ob sich das ausgeht?

Dank Autostopp schaffe ich den letzten Kilometer punktgenau zur Bushaltestelle, schon biegt das Öffi um die Kurve. Gott sei´s Gedankt, ansonsten hätte ich hier eine Stunde warten müssen.
Nun kann ich mich zurücklehnen und erreiche rasch wieder mein Zuhause.

Die Wanderung wollte ich schon lange machen, endlich kann ich auch diese Tour auf meiner ToDo-Liste abhacken. Wunderbar!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:44 h
Gesamtlänge: 20,50 km
Höhenmeter: ∆ 1.179 m / ∇ 1.978 m

230609 Zirbenweg+

Manche Tage entpuppen sich als totale „Überraschungseier“. Heute stellt genau so ein Tag dar. Nachdem Letu und ich am Vortag alles gepackt hatten, wachen wir in der Früh auf, und bereiten uns für den Zirbenweg her. Da klingelt das Telefon: Letu hat Feuerwehrprobe (zwar gewusst, aber vergessen), also stehe ich plötzlich alleine da!
Kein Problem, denke ich mir, dann gehe ich halt solo.

Mit dem Postbus zur Tal- und mit dem Lift zur Bergstation, rasch habe ich den Start des Zirbenweges erreicht. Doch dann überlege ich es mir anders und beschreite den Weg hinauf zum Patscherkofel (2.246m).

Nach kurzer Zeit erreiche ich den Gipfel des Kofels, die Aussicht und auch das Wetter sind fabelhaft.

Nun, wenn ich schon mal hier bin, dann wandere ich weiter, das nächste Ziel soll die Viggarspitze (2.306m) sein.

Über den Osthang am Kofel steige ich wieder ein paar Höhenmeter ab, dann folge ich dem Gratverlauf.

Die Aussicht ist hier immer famos, ich muss öfter stehenbleiben und mich umschauen.

Das Wolkenspiel am Himmel ist heute harmlos, da wird kein Donnerwetter kommen.

Kurz vor Boscheben kann ich den weiteren Wegverlauf auf Viggar- und Neunerspitze (2.285m) gut einsehen. Dann stehe ich auch schon vor der schön gelegenen Boschebenhütte

Am Kreuz kurz nach der Hütte erreiche ich wieder den Zirbenweg, den ich nun ein Stück lang begehe.

Bei der Abzweigung zur Viggarspitze nehme ich den direkten Weg zu unserem „Bergfeuer-Gipfel“.

Ich nehme die direkte Route über den Grat, der zwar steil, aber dafür schnell ist. Bald stehe ich auf der Spitze und genieße den Rundblick.

Lange bleibe ich allerdings nicht stehen, ich habe noch ein paar Meter vor mir. Vom westlichen Grat steige ich steil hinunter ins Verbindungstal zur Neunerspitze.

Durch die mittlerweile enge Latschengasse erreiche ich den steinigen Aufstiegspfad zur Neunerspitze. So manche Pflanze am Weg weiß zu verblüffen. Fast kein Humus, und trotzdem wunderschöne Blüten…

Auf der Neunerspitze gönne ich mir eine Rast. Es ist zwar ein wenig kühl geworden, aber das macht mir nichts. Eine Jause habe ich dabei, und den Gipfel für mich alleine. Auf der gegenüberliegenden Viggarspitze ist gerade die Hölle los…

Die Wolke vor der Sonne verzieht sich wieder und es wird richtig gemütlich. Da könnte ich länger verweilen.

Dennoch, die Uhr tickt, ich muss weiter. Nun strebe ich dem Zirbenweg entgegen, durch den großen Latschengürtel geht es bergab. Die Sonne brennt ganz nett vom Himmel, Zeit, wieder Sonnenöl aufzutragen.

Auf der Nordseite hat sich der alte Schnee teilweise noch gehalten, mit den niedrigen Schuhen wird es ein wenig kühl und nass…

Am Zirbenweg angekommen, auf dem heute gar nicht so viel los ist, wandere ich in Richtung Tulfeinalm.

Der Anfang und Schluss des Zirbenweges ist jeweils mit einem Tor, auf der Gungezerseite auch mit einer Kapelle versehen.

Bei der Tulfeinalm ist doch ein wenig los, mir ist aber nicht der Sinn nach Einkehr, daher marschiere ich weiter zur Bergstation der Glungezerbahnen.

Mit der Bahn fahre ich runter ins Tal, dort wartet schon der „4134“ auf mich, der mich direkt nach Hause bringt. Fast wie bestellt.

Trotz holprigem Start war das heute eine wunderschöne Tour, direkt vor der Haustüre. Das nächste Mal hoffentlich mit Begleitung…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:23 h
Gesamtlänge: 8,92 km
Höhenmeter: ∆ 762m / ∇ 685 m

230603 Aspachhütte (1.528m)

Bei gold-schönem Wetter kann man eigentlich gar nichts anders als wandern gehen! Heute gehts mit Elisabeth auf die Aspachhütte. Dort bin ich noch nie gewesen, daher freut es mich umso mehr. Wir starten in Allerheiligen (Innsbruck).

Bald erreichen wir die bekannte Butzihütte, bei der ich in letzter Zeit öfter vorbeigekommen bin.

Der gemütliche Steig durch den Wald führt uns auch am Höttinger Graben vorbei, den ich mir nächstens anschauen möchte. Hier sollen einige „Montanhistorisch“ interessante Stellen vorhanden sein.

Der Aufstieg ist teils doch steil, bald erreichen wir den Alpengasthof Rauschbrunnen. Hier stärken wir uns mit einem Schluck Quellwasser aus dem Brunnen, dann wandern wir weiter.

Es ist sehr warm, mir kommt es sogar ein wenig schwül vor. Über den Tuxern entstehen schon die ersten Haufenwolken… wer weiß das der Tag wettertechnisch noch bringen wird.

Vom Rauschbrunnen zieht der Weg relativ direkt auf schönem Steige durch alte Wälder. Unterwegs sehen wir immer wieder violette Bändern an den Ästen hängen. Das sind die ersten Anzeichen des „Innsbruck Alpine Trailrun Festival (IATF)“.

An der Aspacher Hütte (1.528 m) machen wir eine längere Pause und treffen einen Bergretter, der uns über das Rennen und auch über einen Sucheinsatz in der Sillschlucht informiert.

Er meinst zum Abschied noch, dass wir keinen allzu großen Hudel haben, die ersten Läufer sind gerade in der Nähe des Höttinger Bildes gesichtet worden.

Über den relativ schmalen Durrachsteig wandern wir ohne Höhengewinn in Richtung Achselbodenhütte.

Rückblickend sehe ich einen Teil einer schönen Tour, die ich mit Alfons 2016 auf das Kirchbergköpfl gemacht hatte.

Der Ausblick auf Innsbruck und das Wipptal ist von hier wunderbar, den Flughafen kann man auch gut einsehen und hört natürlich jedes Flugzeug, das kommt oder geht!

Kurz vor der Achselbodenhütte erreichen uns die ersten Läufer des IATF. Manche dieser Läufer haben schon über 70 km in den Füssen. Was für eine Leistung. Hier treffen sich verschiede Rennstrecken, der K110 (110 km / 5.570 hm), K42 (48 km / 2.540 hm) und K35 (35km / 1.720 hm).

Am schmalen Durrachsteig ist das Ausweichen nicht immer so einfach, kurz vor der Hütte weitet sich der Weg und wir können gut ausstehen. Bei der Achselbodenhütte machen wir wieder eine feine Pause und schauen den Läufern zu.

Eigentlich wollten wir weiter zur Höttinger Alm, aber nachdem hier die ganzen Läufer am Weg sind, beschließen wir, den Abstieg über den Achselkopf (1.560m) zu nehmen. Hier sollte es um einiges ruhiger zugehen!

Der Weg ist anfangs angenehm, die Steigung moderat.

Doch schon bald steilt der Weg auf und wir haben wieder einen tollen Ausblick auf das Unterland. Die Wolken sind mehr geworden, es ist aber noch sehr angenehm zu gehen.

Ein Blick auf die Nordkette zeigt, das die Wolken doch relativ rasch mehr werden. Heute wird es sicher noch ein wenig tropfen.

Am Höttinger Bild und Grüner Boden vorbei erreichen wir die die Ausläufer der Stadt.

Ein Blick zurück zeigt uns nochmals einen Teil unserer Wanderung, prominent sticht der bis oben bewaldete Achselkopf heraus.

Das Wetter hat super gehalten, am Abend wird es, wenn auch nicht ergiebig, ein wenig tröpfeln. Wir haben richtig Glück mit dem Wetter gehabt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:19 h
Gesamtlänge: 14,15 km
Höhenmeter: 1.061 m

230507 Halltal, St. Magdalena (1.387m)

Schon länger ist meine letzte Tour mit Michi her, daher freue ich mich heute richtig, dass wir wieder etwas zusammen unternehmen. Ziel ist das Halltal, das mich heuer auch noch nicht gesehen hat.

Vom Hackl steigen wir vorbei an der Freiungskapelle und dann am Fluchtsteig hinauf bis zum Bettelwurfbrünndl.

Nach einem kurzen Blick zurück auf die Wasserwassung nehmen wir den schönen, steileren Weg durch das Eibtal.

Der Pfad ist am Anfang recht direkt, flacht aber im weiteren Verlauf ab und ist angenehm zu gehen.

Kuriose Sachen finden wir im Wald, so wie hier zu sehen ist: Ein Backblech, das wohl auf einen Besitzer wartet…

Am Scheitel des Eibtals öffnet sich der Blick in das hintere Halltal mit dem sehr präsenten Rosskopf und rechts davon Lafatscher und Speckkarspitze.

Überall liegen wunderschöne Wurzelgebilde… das wäre was für meine Mutter! Die liebt solche Naturkunstwerke, leider (oder zum Glück) meistens zu schwer zum Mitnehmen!

Schließlich legt sich der Weg komplett zurück und wir wandern eben in Richtung St. Magdalena.

Der Frühling ist auch im Halltal angekommen, in diesem rauen Klima hält sich Gevatter Winter gerne länger, doch auch er kommt nicht gegen den Jahreszyklus an.

Schließlich erreichen wir das schön gelegene ehemalige Kloster.

Die Wirtsleute sind schon sehr aktiv, der Außenbereich wurde aufgeputzt, Gebetsfahnen aus Tibet flattern lustig im Wind und tragen ihre Gebete in die Welt hinaus.

Wir kehren auch ein, es gibt sehr gute Sachen zum Essen, da lassen wir uns nicht zweimal bitten.

Nach einer gemütlichen Rast packen wir den Rückweg an, nun nehmen wir den regulären Pfad durch den Wald.

Rasch erreichen wir tiefere Gefilde, denn es ist ein wenig kühl geworden beim Gasthaus.

Die Hüttenspitze liegt direkt vor uns, die Wechselreise lacht schon wieder herüber.

Bei der zweiten Ladhütte kommen wir wieder parallel zur Salzstraße heraus, wir bleiben allerdings am Fluchtsteig.

Auch hier sind Veränderungen zu sehen, der Weg wurde teilweise erneuert, der ehemalige Steg durch eine neue Lärchenbrücke ersetzt.

Zurück am Hackl sind wir zufrieden, dass wir das überraschend feine Wetter genutzt haben. Ein Blick nach Norden zeigt die Bettelwürfe, Hüttenspitze, Wechselspitze und Hohe Fürleg!

Ein feiner Tag, welchen wir gerne wiederholen können!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 10,17 km
Höhenmeter: ∆ 553 m / ∇ 542 m

230506 Rauschbrunnen (1.088m)

Zweimal hintereinander auf den Rauschbrunnen, nachdem ich dort schon des Längeren nicht mehr war… das ist ein wenig komisch. Allerdings bin ich heute in Begleitung, mit Elisabeth, und da hat sich diese schöne Wanderung geradezu angeboten.

Der Frühling ist nun wirklich mit Riesenschritten eingetroffen und hat den Gevatter Winter in die Schranken gewiesen.
Flora und Faune freuen sich, und damit auch des Wanderers Auge!

Den Aufstieg haben wir heute anders gewählt. Hier gilt, wie wohl auf vielen Bergen in Tirol… „alle Wege führen nach Rom“. Soll heißen, es gibt einige Möglichkeiten, den Rasuchbrunnen zu erreichen…

Der Blick hinüber zur Saile und über das Inntal ist wie immer wunderschön! Das muss man sich als privilegierter Einwohner immer wieder ins Gedächtnis rufen… viele Menschen zahlen Geld, um das zu bekommen, das wir tagtäglich vor der Tür haben.

Der Steig wird im oberen Teil ein wenig enger, aber die Steigung ist total angenehm. Ich muss diese Runde mal mit meinen Kindern machen, speziell weil der Alpengasthof einen Besuch wert ist.

Schließlich erreichen wir die heute geöffnete Hütte. Es sind aber nicht mehr so viele Wanderer anwesend, eine Poltergruppe aus Bayern macht aber Krawall für Sieben!

Wir genießen die Aussicht, gönnen uns eine Erfrischung. Schließlich wird es kühler und wir beschließen, abzusteigen.

Der Retourweg ist ähnlich dem Pfad, den ich gestern beschritten habe. Auch der Wurzelbaum fasziniert mich wieder…

Bei der Buzzihütte, die gestern schon gelockt hätte, machen wir heute einen Zwischenstopp und gönnen uns eine „Eiterbeule“ (Cordon Bleu) und ein feines Gröstl. Ein feiner Tag, der viel Spaß gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:39 h
Gesamtlänge: 7,89 km
Höhenmeter: ∆ 589 m / ∇ 478 m

230505 Rauschbrunnen (1.088m)

Heute, das Wetter ist wieder recht fein, beschließe ich nach ein wenig hin- und her, auf den Rauschbrunnen zu wandern. Eine kurze, aber feine Wanderung mit grandioser Aussicht.

Vorbei an der bekannten Buzzihütte…

… steige ich über einen Rücken, den Rauhbiehl ohne Umschweife den Berg empor.

Viele Buchenwurzeln zieren den Weg, der sich zweierlei begehen lässt. Die Direkte ohne viel Umschweife, oder der gemütliche Serpentinenweg. Beide Wege kreuzen sich immer wieder…

Schließlich kreuze ich den bekannten Stangensteig, der vom Kerschbuchhof in Richtung Höttinger Bild zieht.

Ich quere allerdings die Forststraße, um direkt durch den Wald den Knappensteig zu erreichen. Dazu gehe ich orografisch links des Hölltals empor.

Den Knappensteig erreichend, wende ich mich nach Westen, nun bleibe ich ein Stück auf der Forststraße.

Über das Hölltal, einem im Winter nicht ungefährlichen Lawinenstrich, erreiche ich die letzten Kehren zum Gasthaus Rauschbrunnen.

Die letzten Meter sind nochmals steiler, aber angenehm zu gehen…

… und die Aussicht auf Innsbruck und das östliche Mittelgebirge einfach wunderschön! Gerade gestern war ich noch dort drüben…

Der „Alpengasthof Rauschbrunnen“ ist ein wunderschönes Flecken, die Hütte urig und gemütlich zu sitzen.

Heute scheint der Betrieb schon eingestellt worden zu sein, ich bin, abgesehen von einem Pärchen, alleine hier. Es gibt allerdings einen gefüllten Kühlschrank, da gönne ich mir einen Radler.

Dann setze ich mich kurz auf die Terrasse und genieße die Aussicht ins Inntal, hinüber ins Wipptal mit noch beachtlichem Schnee auf den Bergen.

Auch das Oberland scheint noch genug Schnee auf den Gipfeln zu haben… zumindest um klassische Bergtouren zu untersagen.

Nach kurzer Pause mache ich mich auf ins Tal, noch einmal drehe ich mich zu dem gemütlichen Platz um, hier muss ich bald mal wieder kommen.

Auf dem Weg ins Tal komme ich kurz vor der Buzzihütte noch an einem auffälligen Wurzelbaum vorbei… wie viele Leute hier wohl schon über diese Wurzeln gestiegen sind…

Fast in der Stadt, spaziere ich noch am Berchtoldshof vorbei, einem Gasthof mit sehr schönem Gastgarten… das Essen durftet wunderbar und appetitlich…
Dies bestätigt sich, als ich mich mit angenehmer Gesellschaft wenig später hier wiederfinde!

Tourendaten
Gesamtdauer:1:46 h
Gesamtlänge: 7,76 km
Höhenemeter: ∆ 484 m / ∇ 499 m

230504 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Heute ist der bisher wärmste Tag des Jahres gemeldet, da zieht es mich sofort wieder in die Natur. Nachdem mein ursprünglicher Plan durch Zeitlimitation nicht durchführbar ist, nehme ich meine Standardrunde in Angriff.

Von Rinn über den feinen Steig wandere ich durch den Wald, überall sind schon Spuren des beginnenden Frühjahrs zu sehen.

Der Wald über Rinn ist eindeutig nicht natürlich gewachsen… die Fichten wachsen hier noch recht schön, wer weiß wie lange noch.

Der Rinner Steig ist bis auf eine kurze Stelle sehr gut angelegt und macht immer wieder Spaß.

Die Aussicht auf das Inntal, die ich so gerne habe (und zugegebener Weise auch fast immer fotografisch dokumentiere) markiert den finalen Anstieg zur ersten Alm, der Rinner Alm.

Seit dem Wochenende sind die Almen geöffnet, hier sitzen noch ein paar Leute in der Sonne und genießen den feinen Nachmittag. Ich lasse die Alm jedoch links liegen, mein Ziel liegt ein wenig weiter.

Der Weg wurde im letzten Herbst noch gut gerichtet, kommt mir vor. Es wird jetzt echt wieder Zeit, den Aufstieg mit dem Radl zu probieren.

Vor der Aldranser Alm ist nochmals ein schöner Blick auf das Inntal möglich…

… dann erreiche ich die heute schon geschlossene Alm.

Ich setze mich in die Sonne und genieße ein „Brunnen-Bier“. Bald gesellt sich ein zweiter Wanderer, Roland, zu mir und wir haben ein feines Gespräch.

Die Sonne sinkt immer tiefer, aber der Gesprächsstoff geht uns nicht aus… und auch der Brunnen scheint gut gefüllt zu sein.

Erst als die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, beschließen auch wir, zugegeben als die Letzen, den Weg ins Tal zu wagen. Ich bin sehr froh, dass ich meine Stirnlampe immer dabei habe… so erreichen rasch den Parkplatz und damit das Ende der Tour…

Das zufällige Treffen mit Roland schreit nach einer Wiederholung… es war ein lustiger Nachmittag mit feinen Gesprächsthemen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 7,20 km
Höhenmeter: ∆ 597 m / ∇ 555 m