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251221 Wanderung Seegrube (1.905m)

Der große Schneefall lässt immer noch auf sich warten, daher machen wir heute eine herbstliche Wanderung auf die Seegrube (Nordkette) über den Seegrubensteig

Mit an Bord ist heute wieder einmal Doris. Wir treffen uns bei der Hungerburg (Talstation Nordkettenbahn). Ein paar Schritte über den Parkplatz, dann sind wir schon auf dem Steig, der erst über die alte Talabfahrt führt.

Bald schon zweigen wir auf den Steig ab, der mit ziemlich gerader Streckenführung aufwartet. Typisch „Innsbruckerspur“, denke ich mir.

Über uns fahren im Viertelstundentakt die Nordkettenbahn und transportieren Unmengen an Touristen auf den Berg. Und obwohl auf dem Seilbahnsteig auch viel los ist, ist es dennoch beschaulicher…

Immer wieder stehen wir vor der Wahl, steiler Steig, oder langatmige Serpentinen. Wir entschließen uns für einen „gesunden“ Mix, so macht der Aufstieg viel mehr Spaß.

Ich habe mir, auch wegen der Jahreszeit, die Skitourenhose angezogen. Das bereue ich nun, es ist mir speziell an den Beinen recht warm. Mittlerweile habe ich sogar nur noch ein T-Shirt an.

Der Abschnitt mit der bekannten „Stiege“ ist erreicht, nun heißt es, die teils recht hohen Stufen zu bewältigen. Das geht am Besten mit Ruhe und Takt.

Weiter und weiter steigen wir hinauf, 100 Treppen sind erreicht…

Wie viele Stufen es schlussendlich sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber wir haben es dann doch einmal geschafft.

Der Ausblick auf die Landeshauptstadt ist wunderbar, ich sehe sogar bis zu mir nach Hause.

Ab dem Ende der Stiegen müssen wir noch durch die „Grube“ hinauf bis zum Restaurant. Das geht wieder in einem Mix aus Forststraße und Abkürzungen.

Der 3er-Stützenlift ist nicht im Betrieb, zu wenig Schnee ist hier vorhanden…

Auch die Seegrube selber weit wenig Schnee auf. Es ist schon ein Kreuz heuer, bestes Wetter, aber kein Schnee… hoffentlich hat Frau Holle bald Erbarmen mit uns.

Die letzten Meter zur Bergstation laufen wir noch auf der Piste hinauf, dann haben wir es Geschafft… knapp 1000 Höhenmeter und einige Stiegen, ein doch ausführlicherer Sonntagsspaziergang.

Im Rückblick sehen wir noch einige Leute hochlaufen, es ist viel los hier auf dem Berg. Touristen, Bergläufer, Wanderer und auch ein paar Skifahrer, der Zauberteppich ist immerhin am Laufen!

Nach einer kurzen Beratung beschließen wir, sofern wir einen Platz ergattern können, im Restaurant einzukehren.

Und siehe da, auf der Terrasse werden wir fündig. Obwohl sehr viel los ist, finden wir doch einen Platz an der Sonne.

Es ist total fein in der Sonne, aber von Zeit zu Zeit macht sich dann der Südföhn bemerkbar, daher braucht es doch die Jacke und eine Kapuze. Wir essen eine Kleinigkeit, und genießen den Ausblick.

Die Sicht zum Patscherkofel, Tuxer und Stubaier Alpen ist wunderbar!

Gestärkt und zufrieden fahren wir mit der übervollen Bahn zur Hungerburg hinunter, dort treffen wir Georg, es gibt Kiachl und einen Glühwein. Auch dieser nette, kleine Christkindlmarkt ist gut besucht.

Eine feine Wanderung, wenn sonst nicht viel möglich ist. Das werden wir bestimmt wieder mal machen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:26 h
Gesamtlänge: 4,56 km
Höhenmeter: △ 1.048 m / (Abfahrt mit Bahn)

251116 Wanderung Halltal, Winklerhütte (1.345m)

Das Wetter ist in Ordnung, der Bewegungsdrang wieder mal groß. Heute geht´s ins Halltal, aber heute mal ein bisschen neu gedacht. Wir starten am Hackl, wie üblich, und wandern zuerst in Richtung Alpensöhnehütte, auch der Weg auf die Hüttenspitze startet gleich.

Es ist bedeckt, aber nicht unfein, gerade die richtige Temperatur zum Wandern. Die Natur hat sich Herbst-mäßig bunt/bräunlich angezogen, die Farben und die vielen Schattierungen sind wunderschön.

Der Blick ins Halltal, von dieser Talseite aus gesehen, ist immer wieder spektakulär, besonders der Blick zum Lafatscherjoch mit den steilen Felswänden begeistert immer wieder…

Das Wetter ist eigen, es ist angenehm warm, aber nicht windig. Dennoch fühlt es sich leicht föhnig an. Schleierwolken verdecken die Sonne und dämpfen das Licht.

Wir erreichen die private Halltaler Hütte, schön auf einem Rücken gelegen.

Direkt nach der Hütte bewältigen wir ein paar steile Kehren und erreichen die Abzweigung zur Alpensöhnehütte.

Mit offenen Augen wandern wir durch die hier ursprüngliche Natur, es gibt einiges zu sehen.

An der Alpensöhnehütte (1.367m), auch Winklerhütte genannt, machen wir eine gemütliche Trinkpause…

… um nachher noch die Aussicht an der Seilbahnstation ins hintere Halltal zu genießen. Eine wunderschöne Gegend…

Wir folgen dem steilen Weg hinunter in die Bettelwurfreisen, hier zweigen wir in den Weg von der Bettelwurfhütte ein.

Ein Blick über die Schulter zeigt uns die Hüttenspitze und die berüchtigte Winklerwand. Diese Reise sind wir vor nicht allzu langer Zeit hinunter gelaufen.

Kurz vor der Straße müssen wir einen Murenstrich überqueren, das Halltal scheint Tag und Nacht in Bewegung zu sein.

Bei der zweiten Ladhütte wechseln wir nun auf den Fluchtsteig, der uns in Richtung St. Magdalena führt.

Schließlich erreichen wir das Alpengasthaus. Dieser Platz ist einer der Lieblingsplätze von Biggi und mir, gemütliche Einkehr und gutes Essen, was will man mehr.

Wir gönnen uns ein gutes Mittagessen und genießen die Gastfreundschaft. Dann brechen wir wieder auf.

Über das Eibental steigen wir dieses Mal ab, normalerweise ist das unser Aufstiegsweg. Es geht relativ steil durch den Wald.

Schließlich erreichen wir wieder den Fluchtsteig, der uns hinaus zum Hackl führt.

Eine echt tolle Tour, mit sehr feiner Begleitung. Da freue ich mich schon auf eine Wiederholung!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:48 h
Gesamtlänge: 10,61 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 851 m

251109 Wanderung Walderalm (1.501m)

Das Wetter ist herbstlich angenehm, und Biggi und ich konnten die Buben motivieren, mit uns eine Wanderung zu unternehmen. Nach kurzer Überlegung kommen wir auf die Walder Alm, da waren wir schon länger nicht mehr…

Wir starten in Gnadenwald, zuerst ein Stück eine Forststraße hinauf, später durch den Wald.

Auf den Bergen liegt schon der erste Schnee, ein kleiner Gruß vom Winter. Letu und ich freuen uns schon auf die Jahreszeit, die am Besten mit zwei Brettern genossen wird.

Kurz vor der Alm spazieren wir über eine Almwiese, rechts auf einem Hügel liegt die Kapelle, Linkerhand die Walder Alm.

Kurz vor der Alm ist ein schöner Teich, der Hundskopf spiegelt sich wunderschön in dem dunklen Gewässer.

Überraschenderweise ist die Walder Alm geöffnet, innen finden wir leider keinen Platz, aber vor der Hütte bekommen wir einen nicht ganz so warmen Sitzplatz.

Gut eingepackt genießen wir ein feines Mittagessen, ein Hoch auf die Wirtsleute!

Da es nicht ganz so warm ist, brechen wir direkt nach dem Essen wieder auf, den Rückweg bestreiten wir auf bekannten Wegen.

Ein Blick zurück auf die Walderalm, die von der Huderbank-Spitze dominiert wird, zeigt wieder mal, wie schön diese Hütte liegt.

Wir kehren noch kurz bei der Kapelle ein, dann machen wir uns auf ins Tal.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:43 h
Gesamtlänge: 8,02 km
Höhenmeter: ∆ 639 m / ∇ 617 m

251031 Rauschbrunnen (1.060m)

Um das feine Herbstwetter ein wenig zu nutzen, beschließen Biggi und ich, eine feine Rauschbrunnenrunde zu absolvieren. Wir starten am Wanderparkplatz beim Gasthaus Planötzenhof. Durch lichten Wald wandern wir in angenehmer Steigung zum Höttinger Bild

Vom Höttinger Bild geht es dann fast in gleicher Höhe in Richtung Alpengasthaus Rauschbrunnen.

Der Herbstwald ist magisch, die Farben zu keiner Jahreszeit so schön wie nun.

Wir erreichen den Rauschbrunnen (1.060m) schon bald, die Terrasse befindet sich im letzten Sonnenlicht, daher beschließen wir noch, hier ein wenig zu pausieren.

Die Pächter sind noch da, wir bekommen was zu trinken und genießen die feine Pause in der Sonne.

Der Blick in den Süden zeigt die beeindruckende Serles, aber auch Tuxer- und Stubaier Alpen.

Die Sonne steht schon tief, lange wird es nicht mehr bis zur Dämmerung dauern, daher wandern wir über den gleichen Weg wieder zurück in die Landeshauptstadt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 6,94 km
Höhenmeter: ∆ 382 m / ∇ 369 m

250906 Mountainbike Arzler Alm (1.067m)

Letu hat sich ein günstiges Ebike, gebraucht, ergattert, das will natürlich gleich mal getestet werden. Da ergibt es sich gut, dass Biggi auch wieder mal mit dem Radl ausfahren will… so beschließen wir gemeinsam auf die Arzler Alm zu fahren.
Wir treffen uns in Innsbruck, dann fahren wir zum Hans-Psenner-Steg und über den Schillerweg Richtung Arzler Schießstand.

Nun fahren wir der Mühlauer Klamm entlang, bis wir die „Alte Teehütte“ erreichen, ein spektakulär in den Felsen geklebtes Gebäude…

Stück für Stück spulen wir uns höher, Biggi und ich gemütlich, Letu mit Motorunterstützung hat es natürlich um einiges leichter und macht den einen oder anderen Trick neben uns.

Wir erreichen die schöne Aussicht ins Wipptal und den Blick auf die markanten Lawinenkegel, die Schutz für die Stadt bedeuten. Letu ist ein wenig vorgefahren, nun, kurz vor der Alm sind wir wieder vereint.

Wir lassen uns die letzten Meter zur Alm rollen und hoffen, dass wir bei diesem Wetter einen feinen Platz erhaschen können…

… und siehe da, Biggi hat ein gutes Händchen und findet einen tollen Platz direkt bei der Hütte, und in der Sonne. Und diese lässt uns nochmals spüren, dass ihr die Kraft noch nicht ganz ausgegangen ist. Es ist wirklich warm an diesem Eck, aber wir genießen es in vollen Zügen.

Die Alm ist gut besucht, aber nicht gesteckt voll. So ist es angenehm. Mittlerweile bin ich begeistert von der guten Organisation der Arzler Alm. Alles läuft wie geschmiert, und das Essen ist sehr gut. So stellt man sich eine Einkehr vor…

Doch jeder Aufenthalt hat auch mal sein Ende, ich hätte hier noch stunden sitzen können, aber wir müssen noch zurück in die Stadt und dann nochmals rauf nach Aldrans.

Letu fährt dieses Mal vor, initial wollen wir uns beim Hans-Psenner-Steg wieder treffen, aber dann trennen wir uns doch, die Wartezeit war Letu zu lang. Ich trinken noch einen Kaffee bei Biggi zu Hause, dann fahre ich über den kurzen Weg nach Hause.

In Aldrans schaue ich nochmals zur Nordkette und zur Arzler Alm hinüber, fein war es heute!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:12 h
Gesamtlänge: 25,95 km
Höhenmeter: ∆ 744 m / ∇ 737 m

250831 Bergtour Hüttenspitze (1.858m)

Es ist Sonntag, das Wetter ist wunderbar. Es ist der letzte Urlaubstag angebrochen und wir haben die Jungs überreden können, mit uns heute auf die Hüttenspitze zu steigen. Gestartet wird am Hackl in Absam, ein paar Schritte hinein ins Halltal.

Über die Brücke am Hacklweiher queren wir den Bergbach und gehen auf der Ostseite weiter ins Halltal. Das Wasser ist braun, und es ist viel Wasser vorhanden. Da muss es wohl vor kurzem noch im hinteren Tal geregnet haben.

Nachdem wir die ersten Schwierigkeiten gemeistert haben, der Bach hat Teile des Weges überspült, erreichen wir das Maximiliansbründl. Ab hier geht es nun aufwärts, durch Gras und lichten Wald.

Wir steigen in mehr oder weniger steilen Serpentinen höher und höher…

… aber richtig spannend, so sage ich den Buben, wird es wohl erst weiter oben.

Kurz vor dem Jausenplatz sehen wir eine Gämse, die ziemlich zutraulich im Walde steht. Von Fluchttierallüren keine Anzeichen, das Tier schaut uns mindestens so interessiert an wie wir es betrachten.
Dann machen wir noch eine kurze Jause auf der schönen Wiese, so motiviert sind wir bereit für den zweiten Teil des Aufstiegs.

Nachdem wir den steilen Waldaufstieg hinter uns gelassen haben, wird es lichter, aussichtsreicher und auch ein wenig felsiger. Da müssen die Hände auch mal her zum Aufsteigen.

Die Rinne ist gut zu begehen, dennoch ist es gut, sich vor Steinschlag in Acht zu nehmen. Heute haben wir Glück, bald schon können wir ohne Zwischenfall die Rinne nach Westen hin verlassen.

Nun muss noch ein bröckliger Schotterhang überwunden werden, gefühlt ist der ganze Hang in Bewegung.

Schließlich erreichen wir wieder festen, soliden Kalkfels, der uns das Aufsteigen sehr erleichtert.

Unter uns liegt das wunderbare Halltal, das in den letzten Fahren stark an Popularität gewonnen hat. „Schuld“ daran hat sicher auch die tolle Wirtschaft bei St. Magdalena.

Der Gipfel ist erreicht, nun ist Zeit für eine zweite Jause. Georg hat für sich und Letu einen Nudelsalat gemacht, ich bleibe mit Biggi bei der klassischen Jause. Zumindest für heute.

Es schmeckt, das Wetter ist fein und so bleiben wir eine Weile sitzen. Für die Buben gibt es auch noch was zu sehen, der Rettungshubschrauber hat einen Einsatz bei der gegenüberliegenden Bettelwurfhütte…

Nun müssen wir vom Gipfel erst in die Wechselscharte abklettern, die Schlüsselstelle ist mittlerweile mit einem Seil entschärft. Den Jungs ist der kompakte Fels aber doch mehr geheuer als das Seil.

Noch ein paar Meter durch und über Latschen, dann ist die Wechselreise erreicht.

Wir genießen noch einmal den Ausblick ins Unterinntal, zum Kellerjoch und den ganzen Tuxer Alpen. Dann werden die Schuhe gut gebunden, jetzt kommt der große Spaß des Tages…

Wir starten in die Wechselreise, die im oberen Teil leider schon ein wenig abgelaufen ist. Aber je weiter wir in die Reise kommen, desto besser geht das Laufen in Ebendieser.

Letu beweist mal wieder sein Talent als Bewegungsmeister, der macht auch schon das eine oder andere Kunststück.

So pulverisieren wir die Höhenmeter in keiner Zeit, rasch geht es nach unten, zum Wegzusammenschluss von der Bettelwurfhütte.

Letu kann gar nicht genug bekommen und macht noch ein paar Extrarunden, während Biggi, Georg und ich auf dem Normalweg weiterlaufen.

Im unteren Teil fast schon Dschungel-ähnlich, erreichen wir schließlich die Wasserfassung Halltal und damit auch die Bergstraße.

Über den Fluchtsteig erreichen wir rasch den Parkplatz. Von hier sieht man die Hüttenspitze fast unscheinbar als vorgelagerter Gipfel zum Bettelwurf und der Wechselspitze. Die Füße werden zur Linderung noch in das Kneippbecken gehängt, damit ist dann alles erreicht, das wir uns vorgenommen haben!

Ein wunderschöner Tag mit einigen Highlights, es hat allen Spaß gemacht und wird, zumindest von mir, sicher bald mal wiederholt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:31 h
Gesamtlänge: 9,83 km
Höhenmeter: ∆ 1.068 m / ∇ 1.086 m

250810 Seeberg- (2.085m), Seekarspitze (2.053m)

Mit Biggi habe ich schon öfter über die heute anstehende Bergtour gesprochen, die Überschreitung der zwei See-*-Spitzen am Achensee. Eine ausgewachsene Tour, aber bei idealem Wetter durchaus ein Erlebnis. Vor einigen Jahren hatte ich die Tour mit Alfons schon gemacht, nun soll eine Wiederholung her.
Wir starten in Pertisau, am Wanderparkplatz. Hier geht ein versteckter Steig direkt auf den Rücken der Seebergspitze.

Es ist schon sehr war, zum Glück ist es im Wald noch ein wenig kühler. Die Sonne knallt auch noch nicht vom Himmel, aber wie gesagt, es ist warm, fast schon ein wenig schwül.

Schon bald öffnet sich der Wald und wir haben einen tollen Ausblick in den Karwendel, heute allerdings eine ganz andere Perspektive als gestern, von der Nordkette.

Der Weg ist gut begehbar, kaum sind wir aus dem Wald heraus, kommen wir in den Genuss der starken Sonne, im Gegenzug dazu spüren wir einen leichten Wind auf der Haut.

Der wunderschöne Achensee liegt unter uns und glitzert in der Sonne.

Das Wetter ist zwar nicht mehr so wolkenlos wie gestern, aber dennoch wunderschön, ein paar Wolken, die sich vor die Sonne schieben, bilden einen natürlichen Schatten, der mehr als willkommen ist.

Die große Befürchtung, im Latschengürtel der Hitze schutzlos ausgeliefert zu sein, bewahrheitet sich Gott sei Dank nicht. Es ist aushaltbar…

Kurz vor der Seebergspitze machen wir noch eine kurze Pause, trinken einen Schluck und essen einen Müsliriegel.

Dann nehmen wir die letzten paar Meter zum Gipfel auf, nun haben wir schon über 1.100 Höhenmeter hinter uns gebracht. Schließlich erreichen wir die Seebergspitze (2.085m)

Der Weg über den Gipfelgrat ist schön zu gehen und die Aussicht auf das „Meer Tirols“ einmalig. Zur Linken liegt besagter Karwendel, Lamsenspitze, Bärenkopf und Feilkopf lachen zu uns rüber.

Vor uns liegt der weitere Weg zur Seekarspitze, fast immer am Grat entlang. Es ist noch eine ganz nette Distanz, die wir zurücklegen müssen. Da lassen wir uns die Brotzeit am Gipfel mal gut schmecken.

Der erste Teil des Weges für durch steile, aber gut begehbare Felsleisten. Der Fels ist Karwendeltypisch brüchig. Dennoch kommen wir rasch voran.

Ein paar ausgesetztere Stellen, die wohl das Prädikat „Schwindelfreiheit notwendig“ verursachen, meistern wir, dann kommt noch eine längere Felsrippe, die wir hinuntersteigen.

Nun sind wir im Joch und der Weg geht wieder hinauf, der Weg auf die Seekarspitze schaut aber weiter aus als er ist.

Höher und höher steigen wir den Berg empor, unter uns der wunderschöne Achensee. Während wir auch hier in luftiger Höhe schwitzen, verspricht der See später noch eine herbeigesehnte Abkühlung.

Auf der Seekarspitze (2.053m) machen wir nun nochmals eine ausgedehnte Pause. Biggi hat einen guten Linsensalat hochgeschleppt, der wird nun genussvoll verspeist.

Wir genießen den wunderschönen Rundumblick, ins Rofan, ins bayrische Vorland, in den Karwendel und auch zurück ins Inntal…

Hier oben geht ein feines Lüftchen, so kann man es schon aushalten.

Die Zeit vergeht und wir haben noch ein gutes Stück weg vor uns. Daher packen wir wieder unsere sieben Sachen und machen uns an den Abstieg.

Es ist heiß, die Sonne strahlt vom Firmament, nur wenige Wolken schieben sich ab- und an vor die Sonne… dennoch kommen immer noch einige Leute den steilen Nordhang herauf…

Der erste Teil ist noch nicht ganz so steil, dann kommen wir zur Kante, hier bricht der Hang steiler ab. Der Weg ist aber gut angelegt, und so kommen wir rasch voran.

Im Rückblick sieht man den ganzen Schotterhaufen, den der Berg von dieser Seite aus in meinen Augen recht unattraktiv macht. Hier möchte ich nicht rauf laufen müssen.

Nach dem ganzen Schotter erreichen wir bei der Seekaralm (1.500m) wieder liebliches Almengelände und lichten Wald.

Hier zweigt der Weg direkt an der Alm in Richtung Osten und zur Koglalm (1.286m).

Teilweise über Steige, teils über Forststraßen bewegen wir uns nun rasch in Richtung Achensee.

Direkt am See erreichen wir den großen, aber ehrlich gesagt nicht besonders einladenden Campingplatz in Achensee. Wir durchqueren einen großen Kinderspielplatz und erreichen schließlich den See.

Rasch ist das Badezeug angezogen und wir springen „fast“ ins kalte Wasser. Ich schwimme ein paar Züge, aber das Wasser ist hier unglaublich kalt. Da sind sogar die kalten Ausserferner Seen wahre Thermen. Aber erfrischend ist das Wasser allemal und so ist für Erfrischung gesorgt. Biggi hat einen leichten Hitzestich und lässt es nun lieber ruhig angehen.

Mit dem Bus fahren wir bis Pertisau und während Biggi im Schatten kurz rastet, wandere ich noch die letzten Meter zum Auto, um dieses wieder auszulösen.

Das war eine lange, aber tolle Tour heute. Die Hitze war schon grenzwertig, wir haben aber genügend Flüssigkeit mitgenommen und auch gebraucht… eine tolle Vorbereitungstour für unsere längere Tour nächste Woche… doch das ist eine andere Geschichte und wird ein andermal erzählt…

Tourendaten
Gesamtdauer: 7.09 h
Gesamtlänge: 13,50 km
Höhenmeter: △ 1.366 m / ▽ 1.341 m

250809 Innsbrucker Klettersteig (2.480m)

Mein letzter Klettersteig ist schon eine Weile her, heute beschließen Letu und ich, den Nordketten-Klettersteig (Innsbrucker Klettersteig) auszuprobieren. Letu ist voll motiviert, leider aber noch ein klein wenig angeschlagen (Husten)…

Wir fahren mit dem Bus nach Innsbruck, steigen auf die Hungerburgbahn um, die auch in der Früh schon gut besucht ist, und dann weiter über die Seegrube zum Hafelekar. Es ist faszinierend, wie schnell man mit Öffis von zu Hause ins Hochgebirge kommen kann.

Das haben sich heute wohl mehr Leute gedacht, als wir an den Einstieg zum Klettersteig kommen, sehen wir schon Massen an Leuten anstehen. Ein kurzer Schreckmoment, durch den wir uns aber nicht irritieren lassen (zum Glück).

Letu meint nur, es schaut fast aus wie auf den Bildern zum Everest… dem kann ich nur zustimmen. Irgendwann sind wir an der Reihe, die erste Wand stellt auch gleich die Schlüsselstelle des Klettersteiges dar.

Rückblickend sehen wir, dass wir sogar noch Glück hatten, denn die Schlange ist nun bedeutend länger geworden, das schöne Wetter wollen halt Viele nutzen.

Die Via Ferrata zieht meist unschwierig am Grat entlang, ein paar Mal sind kniffligere Stellen eingebaut. Der Stau am Anfang hat sich aufgelöst, nun sind wir die meiste Zeit ohne Stockungen am Weg.

Die Aussicht ins Herz des Karwendels ist wunderbar. Wir sehen direkt auf die Gleirsch-Halltalkette, die nördlich an die Nordkette anschließt.

Ein immerwährendes Auf- und Ab zeichnet den Innsbrucker Klettersteig aus. Dieser Steig wurde schon 1986, vor dem großen Boom der Klettersteige eröffnet und erschließt einem größeren Publikum diese hochalpine Region.

Bei der letzten Begehung hatte ich noch Steinböcke gesehen, dieses Mal müssen wir mit den unglaublich geländegängigen Bergschafen vorlieb nehmen. Manchmal stehen diese allerdings schon im Weg, da ist an ein stressfreies Vorbeigehen nicht zu denken.

Gehstrecken wechseln sich mit Ferrataeinlagen ab, im Rückblick sieht man Menschen auf allen Zacken und überall am Weg stehen und gehen. Dennoch ist die Begehung recht entspannt, kein Gedränge spürbar.

Wir erreichen die Östliche Kaminspitze (2.435m), dort sitzen schon einige Bergsteiger, daher machen wir nur eine kurze Trinkpause und steigen weiter.

Kurz nach diesem Gipfel müssen wir eine Scharte ab- und wieder aufsteigen, dann wandern wir wieder am Grat entlang.

Die Steiganlage ist von der Spur her gut gewählt, man kommt ohne Probleme über Stellen, die ich mir ohne Seil nicht gerne antun wollen würde.

Und immer wieder sehen wir abwechselnd in das verbaute, hochzivilisierte Inntal, dann wieder ins wilde Karwendel, mit seinen ruhigen schönen Tälern.

Im Blick zurück sieht man die kühne Spitze der Kaminspitze.

Eine Stelle des Klettersteigs wurde wohl später mit einer kleinen Brücke entschärft, mir kommt vor, dass diese Brücke nicht von Anfang an Bestand. Alte Hacken lassen etwas anderes vermuten.

Noch ein paar Meter müssen wir über Köpfen und Grate klettern…

… dann erreichen wir mit dem Kemacher (2.480m), den höchsten Punkt der Tour.

Hier trinken wir nochmals einen Schluck, dann wandern wir das letzte Grat hinab, das durch das Stahlseil eher mühsam zu begehen ist.

Schlussendlich erreichen wir den langen Sattel, hier können wir nun Gurt und Klettersteigset einpacken, die Kletterpassagen sind hinter uns.

Vom langen Sattel steigen wir ab zum Brauneggsteig und über diesen zurück zur Seegrube.

Dort beschließen wir, etwas zu essen. Wir sind beide hungrig und durstig, und das Essen auf der „Grube“ ist recht gut.

Während Letu sich ein Schnitzel mit Kartoffelsalat gönnt, nehme ich ein Wildschweinragout mit Serviettenknödel. Das Essen ist richtig gut, und wir lassen es und schmecken.

Nachdem wir eine Weile in der Sonne genießen und unsere Beine rasten lassen, nehmen wir die Bahn ins Tal, es ist auch hier wieder viel los.

Eine tolle Tour mit super Begleitung, ich hoffe, wir können das bald wiederholen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:31 h
Gesamtlänge: 5,24 km
Höhenmeter: △ 372 m / ▽ 734 m

250511 Wandern Halltal und Issjöchl (1.668m)

Zusammen mit der Schwester von Biggi wollen wir wieder mal das gute Wetter und die tolle Umgebung nutzen. Wir haben uns heute den Issboden im Halltal als Ziel erkoren, in der Hoffnung auf üppige Blumenwiesen. Es ist noch früh im Jahr, aber wir wollen unser Glück probieren.

Vom Parkplatz am Hackl steigen wir erst ein Stück über die Forststraße, dann zweigen wir auf den uns so bekannten und geliebten Fluchtsteig an.

Im Halltal ist auch das Frühjahr angekommen, die Bäume schlagen aus und wir sind umgeben von leuchtendem Grün. Nicht umsonst ist das Frühjahr eine so beliebte Jahreszeit!

Nach einer Weile zweigen wir vom Fluchsteig ab ins Eibental. War das früher noch eher ein Geheimtipp, sind heute schon einige Leute am Weg. Dennoch ist die gefühlte Ruhe wohltuend.

Im Norden blicken die beeindruckenden Platten auf uns herunter, das Bettelwurfmassiv ist immer wieder beeindruckend.

Kurz bevor wir St. Magdalena (im Halltal) erreichen, kommen wir an einem kleinen Brunnen vorbei. Hier hat man eine gute Aussicht auf den Talschluss.

Dann erreichen wir das ehemalige Kloster. Ach hier, der Klosteranger in voller Blütenpracht. Da keimt Hoffnung auf, dass der Issanger auch in Blühte steht.

Wir folgen dem Steig von St. Magdalena weiter ins Tal hinein, schließlich erreichen wir die bekannten und beeindruckenden Herrenhäuser. Hier ist seit letztem Jahre ein wenig Wirbel, oder positiv formuliert Schwung in den Erhalt des ältesten Tiroler Industriebetriebs gekommen. Ich bin schon gespannt, wie es hier weitergeht.

Über die Dächer des Herrenhauses geblickt sehen wir die Hüttenspitze, die heute fast als Fixum auf unserer Liste steht. Letztes Jahr haben wir den Aufstieg nicht ganz geschafft…

Weiter gehts ins Tal hinein, hinauf zum Issjöchl. Hier schauen wir in den Kessel rund um das Stempeljoch. Da wäre noch genügend Schnee für eine spannende Figlabfahrt. Auch das schon länger ein Vorhaben auf meiner Liste.

Im Issanger blüht es dann doch ein wenig, wenn auch nicht so üppig wie erhofft. Dafür sehen wir hunderte Sumpfdotterblumen, die hier auf der sumpfingen Wiese gedeihen.

Die morastigsten Stellen wurden mit Stegen ausgestattet, damit das Schuhwerk halbwegs trocken bleibt. Darüber sind wir überaus glücklich.

Im Anschluss queren wir eine liebliche Wiese, bevor wir das Kartellerjöchl fast schon wieder umrundet haben.

Der Pfad wird enger, ebenso das Tal. Wir wandern nun durch lichten Wald wieder zurück in Richtung St. Magdalena.

An einer Biegung über dem Ochenbrünnl öffnet sich der Blick ins vordere Halltal, und die Aussicht ist wirklich grandios. Linkerhand ziehen ein paar Wolken an der Bergflanke entlang, rechts ist es blitzblau.

Schließlich erreichen wir wieder St. Magdalena, nun aber sind wir motiviert, ein wenig einzukehren. Wir bestellen uns ein gutes Mittagessen, und genießen die Sonne.

Schwer fällt der Aufbruch von diesem wunderschönen Platz. Hier könnte ich immer gefühlt ewig sitzen bleiben. Es zieht allerdings wieder ein wenig zu, daher stehen die Temperaturzeichen auch auf Weitermarsch.

Nun nehmen wir den „normalen“ Fluchtsteig vom der Raststätte, durch schönen Buchenwald geht es wieder zurück zum Parkplatz.

Das Wetter hat heute super mitgespielt, sehr angenehme Temperaturen, und die Einkehr war noch das i-Tüpfelchen der Tour.

Eine super Runde, die wir gerne wieder mal machen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:32 h
Gesamtlänge: 13,54 km
Höhenmeter: ∆ 917 m / ∇ 911 m

250418 Radltour Rechenhof

Ich habe mir ein neues Mountainbike (Bio) gegönnt, ein Schnäppchen, das mir sehr viel Freude bereitet. Dementsprechend motiviert bin ich auch, das Bike gleich mal auszuprobieren.
Biggi erklärt sich bereit, mit zu begleiten. Eine Kleine Runde nach der Arbeit sollte für den Anfang genügen.

Ich hole Biggi in der Stadt ab, dann fahren wir zum Innsteg (Hans-Psenner-Steg) und über diesen raus aus der Stadt. Ab hier geht es leicht bergauf.

Über den Schillerweg fahren wir gen Osten, vorbei am Karmel-Kloster fahren wir in Richtung Rechenhof.

Über die Asphaltstraße fahren wir immer höher. Wir begegnen immer wieder den gleichen Leuten. Speziell zwei Herren mit Hund. Der Hund ist scheinbar nicht ganz so motiviert, daher müssen wir öfter stehenbleiben, um uns dann wieder zu überholen…

Am Rechenhof beenden wir unseren schnellen Ausflug. Das Wetter ist nicht besonders gut, es zieht zu und könnte bald zu regnen beginnen. Das wollen wir nicht riskieren.

Wir fahren fast den gleichen weg retour, ein paar Abkürzungen bauen wir in die Abfahrt ein. In der Stadt trennen wir uns wieder, während Biggi in der Stadt bleibt, muss ich wieder nach Hause, rauf nach Aldrans.

Ich bin sehr glücklich mit meinem neuen Radl, alles funktioniert bestens. Ich freue mich schon auf die Bikesaison 2025!

Tourendaten
Gesamdauer: 1:36 h
Gesamtlänge: 21,20 km
Höhenmeter: △ 514 m / ▽ 516 m