Meine neuen Ski wollen ausgeführt werden, da bietet sich ein Ausflug zum Stubaier Gletscher an. Unter der Woche ein Traum, am Wochenende wohl eher das Gegenteil, wie wir auf Bildern gesehen haben. Wir sind am Mittwoch am Weg, also ideal gelegen.
Mit dem Fernauexpress sind wir schnell in schwindligen Höhen, wie schnell man mit den Aufstiegshilfen auf fast 3000m steht, ist schon immer wieder ein Wunder.
Ein toller Tag entwickelt sich, die Pisten sind perfekt präpariert, durch den frischen Schnee schaut die Landschaft auch winterlich aus. Uns macht es auf jeden Fall viel Spaß…
Der Wetterbericht hatte sehr kalte Temperaturen gemeldet, aber wir haben Glück und es ist gar nicht so übel wie befürchtet.
Wir fahren einige der Pisten im weitläufigen Gebiet ab, irgendwann wird es diesiger und die Sonne steht auch schon tief. Es wird Zeit für die Abfahrt… und genau da passiert es dann…
Auf den letzten Metern bin ich kurz durch eine Schneekanone geblendet, ich übersehe eine Bodenwelle und im nächsten Moment liege ich am Boden. Meine Schulter schmerzt, genau die eben schon Lädierte… Zum Glück ist die Schulter nur geprellt, aber jetzt heißt es wohl wieder eine Weile Ruhe geben…
Das Wetter ist nicht perfekt, aber eine kleine, feine Bergtour geht immer, denken wir uns. Biggi, Doris und ich machen uns vom Haggen im Sellrain auf in das Kraspestal. Unser Ziel ist der Kraspessee.
Von Haggen wandern wir erst die Forststraße ins Tal hinein, schon bald „schluckt“ uns die Einsamkeit dieses Tals. Heute sind scheinbar keine Leute am Weg.
Wir wandern immer tiefer ins Tal, bei Zwingeben steilt der Pfad auf, und wir müssen eine Geländestufe überwinden. Der Herbst meldet sich hier mit großen Schritten an, der Weg ist teilweise vereist, aber unproblematisch zu begehen.
Bei der „Hütte beim Stoa“ machen wir kurz Pause wir erdreisten uns, auf der Bank vor der Hütte Platz zu nehmen, räumen aber nach dem Verlassen alles genauso auf wie vorgefunden…
Weiter geht´s ins Tal hinein, über eine Brücke queren wir den Kraspesbach, dann gehen wir auf der linken Talseite weiter aufwärts. Ein paar Gämsen können wir auch beobachten, die ob des Wetters wohl in die Niederungen wechseln.
Weiter, weiter geht es hoch, über einen schönen Pfad. Wir sind nun auf dem Weg hinter den Muggenbichl, zwischen dem sich der Weg weiter hoch schlängelt.
Je höher wir kommen, desto stärker vereist sind die Bäche und kleinen Wasserfälle. Richtig warm wird es hier heuer wohl nicht mehr werden.
Die wunderschönen Herbstfarben, teilweise von der Sonne beschienen, verzaubern die Landschaft.
Speziell die kurzen Sonnenfenster, die nur einen Teil der unglaublichen Landschaft beleuchten, sind traumhaft schön.
Der Weg führt nun in einem weiten Bogen, dem Bachverlauf folgend, wieder nach Westen.
Teilweise ist der Weg abgerutscht, da hat wohl im Sommer das eine oder andere Schlagwetter seine Spuren hinterlassen.
Oberhalb der letzten, vierten Steilstufe erreichen wir die letzten Meter zum See, eine richtige Mondlandschaft. Plötzlich hören wir den heute stattfindenden Sirenenalarm, vom Tal herauf tönen. Am Handy haben wir leider keinen Empfang für etwaige Meldungen. Da sind die analogen Sirenen doch noch ein Segen!
Zum Glück ist der Weg hier gut angezeichnet, gefühlt jeder zweite Stein hier wackelt und wahrscheinlich würde die Überquerung des Geröllfeldes ohne Wegführung wesentlich länger dauern.
Schließlich erreichen wir den See, der in einer größeren Mulde liegt. Der erste Teil des Sees scheint ausgetrocknet, aber als wir weiter nach Westen, in Richtung Kraspesspitze wandern, desto mehr See wird sichtbar.
Dann ist er da, der Kraspessee (2.549m). Und genau in diesem Moment zaubern ein paar Sonnenstrahlen ein wunderschönes Schauspiel vor uns. Türkis schimmert der See, der Wind kräuselt die Oberfläche zusätzlich…
Wir setzen uns in den Windschatten und genießen unsere Jause. Immer wieder müssen wir über diese besondere Landschaft staunen…
Es ist, trotz guter Kleidung windig und kalt, daher bleiben wir nicht allzu lange… wir steigen wieder den selben Weg ab.
Zurück durch das schöne Kraspestal sehen wir im Hintergrund nun das Sellraintal.
Über die Schulter geschaut sehen wir die das Tal dominierende Kraspessspitze. Bald erreichen wir wieder Haggen, dort lockt uns das Gasthaus Forellenhof, dem eine sehr gute Küche nachgesagt wird.
Wir essen Suppe (einen Tick zu stark gewürzt), und Moosbeernockern (sehr gut), abgerundet wird alles mit einem Kaffee und bei mir mit einem Bier. Wunderbar, das war heute wieder eine tolle Tour.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:56 h Gesamtlänge: 12,71 km Höhenmeter: ∆ 937 m / ∇ 937 m
Schon längere Zeit wollte ich mir mal den Lichtsee im Obernbergtal anschauen. Das einzige Mal, wo ich in die Nähe gekommen bin, war während einer Skitour auf die Rötenspitze, und da war der See wohl unter Schnee begraben. Heute starten wir bei bestem Wetter beim Gasthof Waldesruh, den wir mit dem Bus und Zug von Innsbruck aus erreicht haben.
Ein paar Meter vom riesigen Parkplatz weg liegt der trefflich benannte Waldbauer. Kurz nach dem Hof erreichen wir die Forststraße, die uns weiter in die Höhe führen wird.
Das herbstliche Licht ist wunderschön, die Farben sanft und doch satt, ohne das gleißende Licht des Sommers. Herbstzeit ist Wanderzeit, sage ich immer wieder!
Die Forststrasse führt durch lichten Lärchenwald empor, an diesen kann ich mich noch gut von der Skitour erinnern.
Schließlich erreichen wir die Kastneralm (1.734m), eine schön gelegene, aber nicht bewirtschaftete Hütte… bzw. bewirtschaftet ist die Alm schon, aber es gibt keinen Ausschank!
Kurz nach der Hütte wechseln wir von der Forststraße auf einen schönen Steig, der uns nun über wunderschöne Wiesen weiter in Richtung Lichtsee führt.
Es ist angenehm warm, aber nicht mehr so heiß, wie es dann und wann im Sommer war. Das perfekte Wanderwetter, mehr kann man nicht sagen!
Wir wandern in Richtung Nösslachjoch, aber viel spektakulärer ist immer wieder der Blick über die Schulter… das Tribulaun-Dreigestirn im Süden ist einfach eindrucksvoll.
Kurz vor dem See öffnet sich auch der Blick auf die sanften Berge in dieser Gegend, der Obernberger See mit dem umliegenden Bergen, Allerleigrubenspitze, Hoher Lorenzen, Geierkragen, Grubenkopf… allesamt bekannte und einfache Skitourenberge.
Der Herbst ist im Gebirge schon fest eingezogen, die Blätter der Moosbeeren (Heidelbeeren) verfärben sich rot, überall sind reife Granten (Preiselbeeren). Wir können dennoch widerstehen, diese Überfülle an Früchte zu ernten.
Schließlich erreichen wir den wunderschön gelegenen See. Wir setzen uns in die spätsommerlich-warme Almwiese und genießen die Ruhe am See… wir sind nicht die Einzigen, aber die Ruhe ist doch überragend. Im Hintergrund lacht der Olperer zu uns herüber…
Das Wasser schaut einladend aus, aber eine kurze Prüfung mit den Händen lässt uns zurückschrecken. Obwohl es ein paar Wenige gibt, die ins Wasser steigen, ist mir die Lust an einem (sehr) erfrischenden Bad vergangen.
Wir rasten eine Weile unterhalb der Fischerhütte, genießen unsere Jause im Angesicht des Sees und der Tribulaune, dann folgenden wir dem weiteren Weg in Richtung Nösslachjoch.
Die großen Steigungen haben wir schon am Anfang hinter uns gebracht, nun geht es in angenehmen Auf und Ab immer in der Nähe des Grates nach Nordosten.
Der Rundumblick bei dieser Wanderung ist einfach wunderbar, ich kann mich gar nicht sattsehen. Besonders der Blick in den Süden offeriert immer wieder neue Sichtungen.
An einer Stelle sind die Moosbeermatten besonders rot, es ist schon fast ein wenig kitschig.
Wir kommen immer näher ans Nösslachjoch, daher sehen wir mittlerweile auch gut auf den Brennerübergang nach Italien, rechts flankiert vom Sattelberg, links der beeindruckende „Spina del Lupo (Wolfendorn)“
Zwischendurch steigen wir vom Eggerjoch hinauf auf den Eggerberg, dieser liegt am Weg und bietet sich für eine kleine, einfache Überschreitung an. Auch hier ein krasser Unterschied zum damaligen Winteraufstieg.
Das letzte Ziel rückt nun ins Blickfeld. Der Wind hat mittlerweile stark aufgefrischt, es soll in den nächsten Tagen zu einem Wetterwechsel kommen, der sich mit stärkerem Föhnwind ankündigt. Das können wir hier eindeutig bestätigten.
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Zum Glück ist es nicht zu frisch, und auch sind wir froh, den Wind nicht die ganze Tour über gehabt zu haben. Wir erreichen die Bergstation der „Hoher Turm“ – Bahn. Auch hier fällt mir wieder ein anderes Bild ein… Wintertraum… im Dezember 2023 hat das Wipptal hier anders ausgeschaut.
Im Panoramarestaurant Bergeralm gönnen wir uns ein Getränk und einen Apfelstrudel und beschließen so die tolle Tour von heute…
Mit dem Bus fahren wir direkt vom der Talstation wieder retour nach Innsbruck, so eine Rundwanderung mit Öffi´s ist schon was feines.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:49 h Gesamtlänge: 10,53 km Höhenmeter: △ 1.067 m / ▽ 339 m
Nachdem wir letztes Jahr mit der Haneburgerbesteigung in ebendiesem Team recht viel Spaß hatten, wird heuer ein Revival eingeläutet. Andi, Paul, Wolfi und ich treffen uns am Dorfplatz Aldrans, jeder mit einem Ebike ausgestattet. Unser Ziel ist heute ambitioniert: Der Hohe Burgstall im Stubaital steht auf der „Speiseliste“
Wir fahren erst nach Innsbruck, um die Sill dort zu queren und dann in Richtung Mutters wieder in die Höhe zu streben.
Durch Mutters hindurch, nach Kreith kommen wir an einem der berühmten Gondeleier der Mutterer Bergbahnen vorbei.
Wir zweigen ins Stubaital ein, und haben sogleich einen Blick auf den Gletscher im Hintergrund und den beeindruckenden Bergen links und rechts im Tal.
Wir haben einen langen Tag vor uns, aber eine Pause ist immer drinnen. An einem netten Bankerl inmitten der Telfer Wiesen gönnen wir uns eine Rast.
Dann fahren wir weiter, Elfer, Zwölfer direkt vor uns, der Habicht thront direkt über uns, das Haupt schneebedeckt.
Bei Milders zweigen wir ins Oberbergtal ein, gleich am Anfang müssen wri durch einen Tunnel, der uns hinauf in Richtung Starkenburger Hütte führt.
Der Tunnel ist ungefähr 600m lang, noch ein paar Meter fahren wir auf Asphalt, dann wechseln wir endlich auf fein zu fahrenden Schotter.
Der Weg führt in angenehmer Steigung immer Höher, wir erreichen die bereits geschlossene Kaserstattalm (1.900m). Nun ist es nicht mehr weit zu unserem ersten Ziel…
Eine kurze Trinkpause gönnen wir uns hier dennoch, dann fahren wir rauf Richtung Hütte.
Der Ausblick auf das Oberbergtal, mit der Franz-Senn-Hütte und ganz im Hintergrund, den Zentralalpenkamm ist wundervoll…
Wir stellen unsere Räder bei der Starkenburgerhütte (2.237m) ab, bis jetzt haben wir schon rund 1.900 Höhenmeter in den Haxn, beziehungsweise im Akku…
Nun steigen wir hinter der Hütte weiter in die Höhe, der Hohe Burgstall ist unser finales Ziel. Der Weg ist gut begehbar, Wolfang gibt ein angenehmes Tempo vor, so steigen wir stehts weiter empor.
Der letzte Teil zum Gipfel ist ein wenig felsiger, aber dennoch sehr einfach zu begehen.
Wir haben den höchsten Punkt unserer Tour, den „Hohen Burgstall (2.611m) erreicht. Nun setzen wir uns erst einmal hin, genießen die Aussicht und den letzten Rest der Brotzeit. Der Rundblick ist berauschend, das Wetter ist heute nicht wolkenlos, aber mehr als gut genug, um auch die Berge in der Ferne gut zu sehen.
Der Burgstall erlaubt eine wunderschöne Aussicht auch aus dem Stubai hinaus ins Wipp – und weiter ins Inntal. Der Patscherkofel liegt fast schon ein wenig unauffällig direkt vor uns am Eingang zum Wipptal.
Wir wandern den gleichen Weg wieder hinunter in Richtung Hütte. Wir wollen ja doch noch kurz einkehren und auf den Gipfelsieg anstoßen.
Gut gesichert erreichen wir bald wieder die Bergmähder und dann auch gleich die Starkenburgerhütte.
Die Hütte liegt gut, wir finden einen feinen Platz in der Sonne. Das Personal ist sehr freundlich, gleich werden wir bedient und wir fühlen uns sehr willkommen.
Wir genießen eine längere Pause auf der Terrasse, da wir noch einen weiten Weg vor uns haben, gönnen wir uns ein alkoholfreies Weizen und was zu Essen.
Der erste Teil des Weges führt wieder bis zur Kaserstattalm, dann fahren wir geradeaus, parallel zum Tal immer geradeaus auf den Patscherkofel zu.
Vorbei an der Galtalm erreichen wir das Skigebiet der Schlick2000. An der Talstation vorbei fahren wir durch Fulpmes hindurch, dann erreichen wir den neuen Radweg, der uns bis zur Stefansbrücke bringen soll.
Der Radweg ist unglaublich, hier auf den Bildern meint man, es handelt sich um eine normale Straße, aber es ist wirklich nur für Radfahrer zugelassen.
Ab der Stefansbrücke müssen wir auf die Bundesstraße wechseln, zum Glück ist nicht zu viel Verkehr und wir kommen rasch voran. Bei Gerberbach wechseln wir über die Sill und fahren über den Handlhof hinauf nach Vill. Nun ist es ein Heimspiel, mit den letzten Akkureserven erreichen wir schließlich Aldrans.
Bei Wolfi gibt´s noch ein Abschlussbier, damit beschließen wir die tolle Tour heuer wieder einmal. Ich hoffe, dass wir das nächstes Jahr auch wieder schaffen, das wäre toll!
Tourendaten Bike Hinfahrt Gesamtdauer: 3:23 h Gesamtlänge: 39,14 km Höhenmeter: △ 1944 m / ▽ 470 m
Aufstieg Haneburger Gesamtdauer: 1:40 h Gesamtlänge: 3,03 km Höhenmeter: △▽ 385 m
Bike Rückfahrt Gesamtdauer: 1:51 h Gesamtlänge: 32,23 km Höhenmeter: △ 440 m / ▽ 1.845 m
Gesamtdaten Gesamtdauer: 6:54 h Gesamtlänge: 74,40 km Höhenmeter: ∆ 2769 m / ∇ 2768 m
Wunderbares Wetter, ein Feiertag, da fällt der Entschluss, eine Bergtour zu machen nicht schwer. Ein kurzer Blick auf unsere „Liste“, es ist Frühsommer, da muss ein Blumenberg her… also peilen wir die Peilspitze und den Blaser an.
Mit dem Auto fahren wir über die Mautstraße bis zur Matreier Ochsenalm, hier stellen wir das Fahrzeug ab und spazieren an der Alm vorbei in Richtung Matreier Grube
Erst über Almwiesen, dann durch lichten Wald und Latschenfelder steigen wir immer höher.
Bald erreichen wir die Waldgrenze, die Aussicht wird nun immer besser. Das Wetter ist perfekt, es ist warm, aber nicht heiß und die Sonne lacht vom Himmel. Es ist ein wenig diesig, das stört aber noch kaum.
Und überall um uns herum sehen wir die Blumenpracht, für die dieses Gebiet bekannt ist. „Enzian“, „Platenigl“, „Kuhschellen“, „Leimkraut“, sogar das seltene „Bunte Läusekraut“ finden wir.
Wir steigen immer höher und erreichen bald das Kalbenjoch (2.226m).
Bis hierhin war der Weg einfach und flach, nun sehen wir den weiteren Weg, der ein wenig steiler wird.
Wir machen am Kalbenjoch eine kurze Trinkpause und genießen die tolle Rundumsicht. Nun geht es an den Bereich, der laut Beschreibung Trittsicherheit verlangt!
Zuerst gehen wir an der Nordseite einen schmalen Pfad in Richtung Grat, zwei kleine Schneefelder, die hier noch über geblieben sind, müssen gequert werden. Der Schnee ist aber angenehm weich und schon mit guten Tritten versehen, daher ist die Querung kein Problem.
Wir erreichen den Grat, hier führt der Weg nun fast in einer Linie in Richtung Peilspitze, unser nächstes Ziel.
Im Hintergrund sehen wir die Kesselspitze, Roter Kopf und Wasenwand und das Foppmandl.
Der Gipfel der Peilspitze rückt jetzt in immer greifbarere Nähe, schon bald werden wir am höchsten Punkt stehen.
Der letzte Aufstieg erfolgt wieder über eine Blumenwiese, die Peilspitze (2.392m) hat wirklich zwei Gesichter. Die Nordseite ist eher schroff und brüchig, während der nun erreichte Südbereich grasig und fast lieblich ist, wären da nicht die vielen Lawinenverbauungen.
Nun haben wir uns eine Pause verdient, im Windschatten auf der Südseite finden wir ein feines Plätzchen in der Sonne. Die mitgebrachten Jause schmeckt uns beiden, die Aussicht ist in Ordnung, aber es wird komisch diesig! Später erfahren wir, dass dies die Auswirkungen der Waldbrände in Kanada sind… unglaublich!
Von der Peilspitze wandern wir nun über grün-bunte Wiesen über die Kalbenjochmähder zur Blaserhütte. Während auf der Peilspitze relative Ruhe geherrscht hat, ist auf dem Blaser um einiges mehr los.
Die Hütte ist wahrlich kein Schmuckstück, weder der Bau, noch die Lage. Dennoch finde ich es schade, dass der Gastbetrieb noch nicht aufgenommen wurde, das soll erst am kommenden Wochenende passieren.
Die 150m Höhenmeter zum Blaser gönnen wir uns auch noch, um dort einmal die Runde am Panorama zu genießen.
Im Südwesten sehen wir die mächtigen Tribulaune und den Zentralkamm. Was für eine beeindruckende Kulisse!
Nach einem kurzen Rundumblick wandern wir wieder hinunter zur Blaserhütte und kurz davor zweigen wir rechts ab, hinunter ins „Lange Tal“
Wir wandern nun, immer im Blickfeld die Serles, wieder gen Norden. Je tiefer wir kommen, desto farbenprächtiger wird die Landschaft wieder…
Unterhalb der Serles liegt beeindruckend der Wallfahrtsort „Maria Waldrast“, ein Kloster des Servitenordens. Es zählt zu den höchstgelegensten Klöstern Europas.
Der Weg vom Blaser bzw. der Blaserhütte ist erst angenehm flach, dann fällt er bei einer Geländekante steil nach unten. Immer noch sehr gut begehbar, aber die Steilheit ist in den Beinen spürbar.
Hier begegnen wir wieder ein paar Leuten im Auf- und Abstieg. Wir sind froh, dass es für uns nach unten geht.
Im Hintergrund können wir das Wipptal und den Patscherkofel erkennen, die diesige Luft vereitelt einen tollen Weitblick.
Durch das „Lange Tal“ erreichen wir schließlich wieder die Matreier Ochsenalm, hier beschließen wir noch kurz einzukehren. Es ist viel los, aber wir finden einen feinen Platz in der Sonne. Ein Getränk und ein wunderbarer Apfelstrudel komplettieren diesen feinen Wandertag!
Tourendaten Gesamtdauer: 4:47 h Gesamtlänge: 10,72 km Höhenmeter: △ 960 m / ▽ 951 m
Heute steht die letzte Skitour der Saison auf dem Programm. Wir gehen (wie übrigens letztes Jahr auch) wieder auf den Hoadl. Diese Tour ist toll, und oben am Gipfel gibt es auch noch einen Absacker zur Finalisierung der Skisaison
Die Verhältnisse sind gut, Leute sind allerdings nicht mehr so viele wie zur Hauptsaison. Uns ist das nur recht!
Als Aufstieg wählen wir die Damenabfahrt, die linkerhand (von der Talstation aus gesehen) zum Hoadl-Gipfel führt.
Es ist total schön und sonnig, sehr angenehme Temperaturen. Der Schnee ist angenehm weich. Und natürlich sind einige Skitourengeher auf dem Weg, mehr als Skifahrer…
Teilweise folgend wir der Piste, teilweise zweigen wir neben der Piste ins Gelände ab. Da der Schnee angetaut ist, ist das Steigen sehr fein und nicht rutschig. Nur in ein paar schattigen Stellen ist die Oberfläche vereist.
Wir sind überrascht, wieviel Schnee doch noch hier in der Axamer Lizum liegt.
Wir sind relativ spät am Weg, ein paar Abfahrer kommen in den Genuss von einer fast perfekten Firnoberfläche…
Schließlich erreichen wir den Schlusshang, ab hier geht es in angenehmer Steigung zum höchsten Punkt.
Vom Grat sehen wir ins wunderschöne Senderstal.
Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und das riesengroße Hoadlhaus. Wir haben beschlossen, den Tag und die Skitourensaison gemütlich ausklingen zu lassen.
Wir setzen uns in die „Lizumer Liegestühle“ und stoßen auf eine tolle Saison an. Die Sonne lacht vom Himmel, nur eine kleine, lästige Wolke verdeckt immer wieder die Sonne.
Nach einer sehr gemütlichen Pause machen wir uns an die Abfahrt. Der Schnee ist schwer und sulzig, genau wie ich das mag.
Am Dohlennest machen wir nochmals eine Pause, heute lassen wir es krachen 😊.
Schließlich fahren wir die letzten Meter ins Tal, ein perfekter Tag, der uns sehr viel Freude gemacht hat. So lässt es sich schon gut aushalten…
Hinter uns liegt eine tolle Skitourensaison, die Freude auf nächstes Jahr ist schon da… aber jetzt kommt mal das Wandern und Bergsteigen dran!
Tourendaten Gesamdauer: 2:25 h Gesamtlänge: 6,93 km Höhenmeter: △ 792 m / ▽ 792 m Lawinenwarnstufe: 2 (Nassschnee)
Heute steht mal ein feines Programm auf dem Plan. Wir wollen auf die Juifenalm, zum rodeln. Nach einem feinen Frühstück starten wir mit dem Auto ins Lüsenstal. Die Anfahrt ist lange, aber rentiert sich.
Der Parkplatz ist schon gut besucht, aber wir finden einen Platz. Dann starten wir über die Rodelabfahrt unseren Aufstieg. Die Bahn sieht toll aus, das wird sicher eine flotte Abfahrt.
Einziger Wermutstropfen ist der gemeinsame Aufstieg auf der Abfahrtspiste. Aber da noch nicht viele Rodler unterwegs sind, ist das kein Problem. Hier im Tal herrscht Winter, anders als im Inntal…
Die Umgebung ist ein Wahnsinn, namhafte Skitourenberge grüßen uns… Lamsenspitze, Zischgeles… diese warten noch auf eine Besteigung von uns.
Bald erreichen wir die Sonne, damit wird der Aufstieg noch feiner.
Im Aufstieg sind einige Leute, vor uns geht eine Gruppe von 3 älteren Herren. Die brauchen die ganze Breite des Weges und bewegen sich nur widerwillig, wenn Rodler von oben kommen… das löst bei mir nur Unverständnis aus.
Schließlich erreichen wir die schön gelegene Alm. Der Andrang ist groß, aber wir sind heute im Selbstversorgermodus, daher stört uns das nicht. Wir setzen uns ein paar Meter neben die Hütte und genießen die Sonne!
Der mitgebrachte Zelten schmeckt nach dem Aufstieg vorzüglich, dazu noch ein heißer Tee, was braucht man mehr! Vielleicht ein Bier… aber das gönne ich mir dann später!
Dankenswerterweise haben die Pächter hier ein paar Sonnenliegen aufgestellt, die wir benutzen dürfen. So ist die Pause richtig fein, fast will man hier liegen bleiben.
Wir freuen uns allerdings auf die Abfahrt, daher richten wir uns für die Abfahrt her. Dann beginnt der Spaß, rasch sausen wir die tolle Piste runter. Biggi ist eindeutig in ihrem Element, ich habe fast keine Chance, ihr nachzukommen.
Viel zu schnell ist der Spaß zu Ende, in Nu haben wir den Ausgangspunkt erreicht. Das war ein Spaß, den wir hoffentlich bald wieder wiederholen können!
Tourendaten Gesamtdauer: 1:46 h Gesamtlänge: 9,92 km Höhenmeter: △ ▽ 576 m Lawinenwarnstufe: unter 2.200 m LWS 2 (Altschnee, Gleitschnee)
Heute steht die erste Skitour der Saison auf dem Programm. Ich bin sehr motiviert, denn ich habe mir unter dem Jahr neue Tourenschuhe gekauft und möchte diese schon länger ausprobieren. Endlich ist es soweit. Wir starten am gut gefüllten Parkplatz, bzw. bei der Talstation. Da schon Herren- und Damenabfahrt geöffnet sind, beschließen wir über die Damenabfahrt aufzusteigen.
Wir sind bei weiterem nicht die Einzigen, allerdings stören die Tourengeher-Massen nicht, wir gehen in unserem Tempo los und finden bald eine angenehme Geschwindigkeit. Im unteren Teil ist es schattig und kühl, im oberen Teil sehen wir die Sonne, der wir uns langsam, aber stetig nähern.
Kurz nach dem Dohlennest erreichen wir endlich die wärmende Sonne, nun ist der Aufstieg wirklich angenehm. Gemütlich steigen wir höher, immer weiter dem Hoadlhaus entgegen.
Wir haben bestes Tourenwetter, es ist richtig fein. Und erst mal eine Pistentour ist ein guter Start in die neue Saison. Leider ist im Gelände viel zu wenig Schnee, zumindest für meinen Geschmack. Die Kunstschneepiste ist hart, aber gut zu begehen.
Schließlich erreichen wir den Hoadl, mit dem neben dem modernen Hoadlhaus unscheinbaren Kreuz. Es sind gefühlt mehr Tourengeher als Skifahrer am Weg…
Nach einer kurzen Pause mit einem Schluck Tee fahren wir über die Damenabfahrt wieder zurück ins Tal. Eine unspektakuläre, aber feine Einstiegstour, die Freude auf mehr macht… ich freue mich schon auf die nächste Tour
Tourendaten Gesamtdauer: 2:13 h Gesamtlänge: 7,82 km Höhenmeter: ∆∇ 780 m Lawinenwarnstufe: 3
Schon ewig ist es her, dass ich mich Michi auf dem Berg war… heute endlich treffen wir uns, und Michi hat gleich ein „Schmanker“ vorbereitet. Vom Parkplatz „Axamer Lizum“ starten wir, neben der Standardausrüstung mit Figl bestückt in Richtung Halsl und Saile…
Der Frühling ist auch hier eingekehrt. Überall sprießen Enzian, Platenigl und vielerlei Blühwerk und erfreuen das Auge!
Michi macht das Tempo, und so erreichen wir innerhalb kurzer Zeit das Halsl. An diesem Übergang ins Stubai teilen sich die Wege. Wir wandern heute weiter in Richtung Saile, man könnte aber weiter auch auf den Ampferstein oder eben ins besagte Stubai (über Pfarrach)
Mein obligatorischer Wetterbericht darf natürlich nicht fehlen, das Wetter ist sehr fein, allerdings ein wenig windig!
Je höher wir steigen, desto schöner wird der Blick in den „Kessel“ der Kalkkögel, wo die Adolf Pichler Hütte liegt. Im hinteren Bereich, beim Steingrubenkogel und auch der Seespitze liegt noch viel Schnee in den Rinnen… ein Hoffnungsschimmer für unser heutiges Unternehmen.
Die Wiesen sind hier voller Blumen, ein buntes Meer liegt vor uns.
Bald kommt der Gipfel der Saile ins Blickfeld. Wir haben ein paar Wanderer getroffen, die Meisten mit Schlafsack und Isomatte am Weg… das Ziel ist klar und selbstredend. Die Saile ist bekannt als „Schlafberg Innsbrucks“.
Das Wetter wäre an sich toll zum Übernachten, der Wind würde mich aber stören, in dieser Höhe ist die Brise empfindlich kalt geworden.
Wir statten dem Gipfel nur einen kurzen Besuch ab, dann wandern wir nach Südwesten, zur Mairrinne. Diese im Winter bekannte Tourenvariante wollen wir mit den Figln abfahren. Viel Schnee wird nicht mehr liegen, aber vielleicht reicht es aus.
Sobald wir in die Rinne reinsehen, wissen wir auch, dass wir die Abfahrt genießen können. Wir pausieren im oberen Bereich, verspeisen unsere Jause und bestaunen das einsetzende Farbenspektakel am Himmel, Vorbote des kommenden Sonnenuntergangs.
Dann heißt es, Jacke, Gamaschen, Figl und Handschuhe anziehen, und dem Vergnügen steht nichts mehr im Wege. Ich bin bis jetzt immer mit Skischuhen gefiglt, daher ist es für mich am Anfang eine größere Umstellung…
… aber der Schnee ist super weich und die Sonnen schein zumindest im oberen Bereich noch auf die Rinne. Das muss einfach Spaß machen!
Michi macht den ersten Schwung, ein wenig geübter als ich, aber Kontrolle ist bei den Figln sowieso eine Eigenschaft, die nicht ganz zutreffend ist!
Überraschend schnell habe ich die Bewegung mit den weichen Bergschuhen heraußen. Und so macht die Rinne sehr viel Spaß. Sobald man von der Sonnen- auf die Schattenseite wechselt, merkt man einen „Härteunterschied“ der Schneedecke.
Ein Heidenspass, der sich hier uns erschließt…
… leider viel zu schnell wieder vorbei! Die letzten Meter steigen wir „klassisch“ ab, die Figl verstauen wir wieder am Rucksack.
Die Sonne schiebt sich hinter ein Wolkenband am Horizont, und sobald der Feuerball verborgen ist, wird es merklich kühler.
Die Reststrecke der Mairrinne, bis zum Bigitzköpflhaus laufen wir über eine schöne Schotterreise ab, rasch erreichen wir die aktuell geschlossene Hütte.
Der Himmel wird immer bunter…
Beim weiteren Abstieg über den steilen Bergpfad hinunter zur Axamer Lizum können wir ein wunderschönes Farbenspiel am Himmel beobachten.
Zufrieden erreichen wir wieder den Parkplatz, da ist so gut wie nichts mehr los. Eine tolle Tour, hoffentlich schaffen wir es bald wieder!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:04 h Bewegungszeit: 1:40 h Gesamtlänge: 7,60 km Höhenmeter: 880 m
Die Temperaturen sind dieses Jahr schon fast früh-sommerlich, im April… doch noch haben Biggi und ich die Skisaison nicht aufgegeben. Heute ist letzter Tag in der Axamer Lizum, wir beschließen, noch eine Pistentour zu machen, während sich die Buben, Georg und Letu, im Funpark austoben können.
Wir fahren mit dem Bus zu Biggi und dann mit dem Auto weiter in die Lizum. Der Parkplatz ist zwar nicht gesteckt voll, aber gut besucht. Auch noch ein paar Camper, die wahrscheinlich vom gestrigen „Ugly Ski Day“ über geblieben sind, zieren die große Betonfläche.
Am Parkplatz treffen wir uns noch mit Doris, einer Freundin von Biggi, die uns heute begleitet. Die Schneeverhältnisse sind überraschend gut, wir können direkt bei der Talstation losgehen.
Die Burschen genießen die warmen Temperaturen, Letu ist sogar kurzärmlig am Weg.
Ein kurzes steileres Stück müssen wir mit ein paar Spitzkehren meistern, ansonsten verläuft der Aufstieg unspektakulär, aber schön.
Wir sind relativ spät gestartet und merken, dass die Schneequalität unter den erstarkten Sonnenstrahlen leidet. Im Aufstieg sehen wir „Etwas“ im Schnee liegen, zum Glück schaut ein vorbeikommender Skifahrer nach dem Rechten. Es ist eine Jacke, die wahrscheinlich einer der „Ugly Skier“ gestern verloren hat… vermutlich ist es doch ein wenig wilder zugegangen.
Es ist zwar schon spät in der Saison, dennoch überrascht und der geringe Andrang bei diesem Kaiserwetter. Uns soll es recht sind, dann haben wir die Piste für uns.
Die Sonne scheint intensiv auf uns herab, daher ist das Nachschmieren mit Sonnencreme sehr wichtig…
Die Aussicht wird wie gewohnt mit der Höhe immer besser. Die Kalkkögel sind jedes Mal wieder beeindruckend. Ich hoffe, im Sommer schaffe ich hier die eine oder andere Bergtour.
Oberhalb des Dohlennests, einem kleinen Gasthäuschen, machen wir eine Pause und trinken einen Schluck.
Dann starten wir den Endspurt. Immer wieder sehen wir die Spuren des Saharastaubs, der sich gut zwischen präparierter und nicht-präparierter Piste unterscheiden lässt.
Am Grat zum Hoadl, dem Gipfelrestaurant, eröffnet sich der Blick ins Senderstal mit Kemater Alm und Adolf-Pichler-Hütte und den beeindruckenden Gipfeln um die Alpenclubscharte
Flach ziehen sich die letzten Meter hinauf zum Hoadl. Die Burschen haben uns schon gemeldet, dass sie oben auf uns warten. Und auch wir freuen uns auf eine feine Erfrischung.
Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und den Hoadl (2.340m), eigentlich schön gelegen. So fein das Hoadl-Gasthaus ist, eine Augenweide finde ich das Gebäude dennoch nicht… praktisch ist es allemal.
Wir essen im Innenbereich eine Kleinigkeit, dann setzen sich die Erwachsenen nochmals in die Sonne und die Buben fahren eine Runde in den Funpark.
Fast schon zu gemütlich wird es hier oben, die Sonne wärmt, das Bier schmeckt gut, so könnte man es schon eine Weile aushalten…
… leider müssen wir weiter. Vom Hoadl fahren wir über die Abfahrt zum Funpark, dort sammeln wir die Jungs ein, und fahren weiter zum Parkplatz. Zufrieden fahren wir nach Innsbruck zurück.
Die Temperaturen waren am Hoadl schon gut, aber kein Vergleich zu Innsbruck. Dort zeigt uns das Auto-Thermometer +30°C an, neue Rekordtemperatur für April… der Klimawandel lässt sich einfach nicht mehr leugnen!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:32 h Gesamtlänge: 7,50 km Höhenmeter: ∆ 784 m / ∇ 769 m Lawinenwarnstufe: 3 (Nassschneelawinen)