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241231 Jahresrückblick 2024

Auch 2024 ist wieder einiges von Statten gegangen. Bedingt durch meine neue Partnerin war die Motivation noch höher und so kann ich und wir gemeinsam auf ein paar tolle Touren zurückblicken.

Januar

Gestartet wurde das Jahr auf der Hütte in Pflach, mit einem Ausflug auf das Koflerjoch. Schnee war am Anfang des Jahres 2024 Mangelware, dennoch konnten wir die „Route Roman“ am Patscherkofel absolvieren.

Februar

Im Februar beschert uns das Wetter eine Schaufel voll Schnee und so wird es zumindest kurz winterlich. Genau das Richtige für eine Rodeltour und auch Skitouren

März

Der März präsentiert sich aktiv und durchwachsen. Mal ist es fast schon sommerlich, dann wacht man zu weißer Landschaft auf. Dementsprechend abwechslungsreich ist auch das Sportprogramm: Skifahren, Schneeschuhgehen, Rodeln, Wandern und Skitouren… alles ist drin!

April

Auch der April hat einiges zu bieten, neben Skifahren, Wandern und Fahrradfahren findet hier auch das mittlerweile legendäre „Buabenwochenende“ statt! Sogar eine Figlrunde auf der Nordkette ist dabei…

Mai

Der Mai ist sehr ereignisreich, eine Reise in die Toskana, Wanderungen und Radltouren in der Umgebung, dann noch das Familienwochenende in der Nähe von Salzburg, inklusive Alpaka-Wanderung. Da ist für jeden was dabei!

Juni

Im Juni starten wir richtig in die Wanderzeit, obwohl in den Bergen teils noch überraschend viel Schnee liegt. Achensee, Figln auf der Saile und ein paar Almen stehen auf dem Programm.

Juli

Der Juli ist zwar streng, aber leider ist weniger Zeit für sportliche Aktivitäten vorhanden. Die alljährliche Gipfelmesse auf der Viggarspitze, die Italienwoche und Mähen auf der Hütte sind die Haupttätigkeiten.

August

Im Sommermonat schaffen wir eine tolle Runde mit Andi auf den Haneburger! Touren auf den Säuling und den Glungezer und schließlich das Highlight des Jahres, der Tuxer Höhenweg sichern einen tollen August.

September

Im September zieht es uns hauptsächlich ins Karwendel und den Rofan, hoch über der Landeshauptstadt und dem Achensee ist es wunderschön!

Oktober

Der zehnte Montag präsentiert sich angenehm, daher wird hier noch fleißig gewandert, sei es im Inntal oder im Ausserfern.

November

Vielleicht nicht der typische Monat für eine Reise nach Venedig, hatten wir aber ideale Verhältnisse. Dazu kamen noch ein Wanderungen und die erste Skitour des Jahres, auf den Hoadl.

Dezember

Abgesehen von einer Wanderung auf die Walderalm steht der Dezember im Zeichen des kommenden Winters, und so manche Winteraktivität macht jetzt schon Spaß auf die kommende Saison!

Kombinierte Daten 2024:
Gesamtdauer: 347h
Gesamtstrecke: 2.070 km
Höhenmeter: △ 68.906m / ▽ 94.711m

Fazit
2024 war ein wunderschönes Jahr, das kann ich mit Bestimmtheit sagen. Die vielen Touren, die ich insbesondere mit Biggi genießen konnte, werden mir lange im Gedächtnis bleiben! Und einhergehend freue ich mich schon auf das neue Jahr, das hoffentlich genau so tolle Eindrücke bringt!

Ich blicke freudig auf 2025!

Prosit Neujahr!

241103 Venedig III

Unser letzter Tag in Venedig startet wieder so, wie unser Urlaub begonnen hat. Mit wunderschönem Wetter. Wir frühstücken in der Unterkunft, unsere Rucksäcke können wir unter Tags dort lassen.
Über die noble Salisada S. Moise, mit allen namhaften Modelabels, erreichen wir abermals den Markusplatz.

An der Promenade entlang spazieren wir zum Landesteg eines Vaporettos. Wir wollen übersetzen nach San Giordio Maggiore. Wir wollen das ehemalige Benediktinerkloster anschauen. Außerdem ist dort aktuell eine Ausstellung von Helmut Newton, die mich sehr interessiert.

Direkt vom dem Markusplatz ankert heute ein Kriegsschiff der Italienischen Marine. Martialisch hat es sich direkt in den Vordergrund der Stadt gestellt.

Mit dem Vaporetto erreichen wir schon nach kurzer Zeit die Insel. zuerst schauen wir uns die riesige, aber irgendwie schlichte Kirche an. Wenig Pomp und Prunk ist hier sichtbar, ganz im Gegensatz zum Markusdom.

Nach der Besichtigung der Kirche steigen wir noch in den Kirchturm. Und diese Entscheidung erweist sich als Goldgriff. Die Aussicht vom Turm ist sensationell, speziell auf die Stadt und den Markusplatz.

Einzig das vorher erwähnte Kriegsschiff stört ein wenig, aber dennoch genießen wir die Aussicht und den überragenden Überblick.

Vom Turm erhält man einen guten Einblick auf das einst mächtige Kloster und auch über die Nachbarinsel Giudecca, die nur durch einen kurzen Kanal getrennt ist.

Die Insel ist zum Großteil in Privatbesitz und daher nicht zugänglich, dennoch gefällt uns der kurze Spaziergang hier sehr gut.

Die Ausstellung zu Helmut Newton, der eigentliche Grund des Inselbesuchs, ist toll, geteilt nach seinen Schaffensjahren und durch die Jahrzehnte, bekommt man einen guten Überblick über seine Arbeit. Viele bekannte Bilder sind ausgestellt, allerdings keine Originale!

Nach der Ausstellung treten wir ins Freie und werden Zeugen einer Segelregatta. Der Wind ist nicht besonders stark, daher schaut das Rennen nicht ganz so spektakulär aus, aber dennoch ein nicht alltäglicher Blick, zumindest für einen Alpenbewohner.

Wir setzen wieder über auf die Hauptinseln, die Fahrt über die Kanäle fasziniert mich jedes Mal wieder!

Bei Zattere steigen wir uns, die Sonne lacht vom Himmel. Daher beschließen wir, in einem Cafe noch einen „Aperol Spritz“ zu trinken… das wäre fast etwas zum sitzen bleiben…

Der Nachmittag ist angebrochen, wir müssen wieder retour zum Bahnhof. Zuerst holen wir unser Gepäck im Hotel, dann spazieren wir über verschlungene Pfade Richtung „Ferrovia“.

Wir queren den Canale Grande, kommen an schönen Plätzen vorbei und genießen das fast frühlingshafte Wetter.

Kurz vor dem Bahnhof müssen wir ein letztes Mal über den Kanal, dann sind wir angekommen. Ganz in der Nähe kaufen wir uns noch Reiseproviant, unser Zug wartet schon auf uns!

Wir fahren wieder mit einem der modernsten Railjets, zurück in die Heimat! Das war ein echt feiner Urlaub, gerne wieder in genau dieser Besetzung… 😁.

241102 Venedig II

Es ist Urlaub, daher schlafen wir erst mal aus. Anschließend frühstücken wir in der Stadt, einen schnellen Cappuccino und ein Cornetto… im stehen am Tresen. Sowas gefällt mir.
Heute steht die Biennale auf dem Programm. Dafür spazieren wir von der Unterkunft erst zum Markusplatz und an der Uferpromenade „Riva degli Schiavoni“ entlang.

Es ist heute nebelig, und die Stimmung ist total anders als am Tag zuvor. Es ist mystischer, geheimnisvoller, die Sichtweite nicht besonders, dafür konzentriert auf den nahen Umkreis…

Wir hören die Boote und Schiffe auf der Wasserstraße vor Giudecca. Erst nur hörbar, dann brechen die Konturen durch den Nebel und ermöglichen einen Blick auf

Wir stehen an der Promenade und bestaunen das wunderschöne Schauspiel der Touristen, Boote, Nebelfetzen und normalem Leben!

Nun sind wir fast am Arsenale angelangt, hier können wir nun direkt in die Ausstellungen der Biennale eintreten. Das heurige Motto ist „Foreigners Everywhere“

Ausstellungen von Künstlern aus aller Welt sind hier einsehbar, es ist es interessant. Nicht jedes Kunstwerk gefällt mir, aber ich sehe doch ein paar sehr interessante Stücke… „die ich mir schon ins Wohnzimmer hängen würde“…

Wir schauen uns die Ausstellungen Eine nach der Anderen in den einzelnen Werftgebäuden an. Es ist viel los und ich merke nach einiger Zeit, wie ich doch erschöpft werden.

Wir gehen ins Freie, und spazieren ein wenig auf dem Gelände des Arsenale. Früher einer der am strengsten bewachten Orte von Venedig. Hier wurden die Kriegsschiffe der Serenissima (Republik Venedig) gebaut und gewartet.

Gewaltige Anlagen und Hallen zeugen noch von dieser Zeit, wenngleich auch neuere Bereichte, unter Anderem von Napoleon hinzugefügt wurden. Dennoch kann man sich vorstellen, wie hier vor Hunderten von Jahren emsig gewerkt wurde… in einem der ältesten Industriekomplexe Europas.

Die Sonne versucht in mehreren Anläufen, den dicken nebel zu durchdringen, aber alle Versuche scheitern. Es bleibt neblig, kühl und sehr herbstlich.

Wir wandern noch weiter zu den Pavillons der Weltausstellung, heute auch Teil der Biennale. 1907 wurden hier die Ersten dieser berühmten Pavillons erbaut.

Das Areal ist ideal zum herumwandern, wir entdecken überall kleine und größere Details…

Schließlich verlassen wir das Arsenale wieder und spazieren durch die „Via Guiseppe Garibaldi“ und erreichen wieder die Promenade zum Markusplatz.

Durch ein Gewirr an Kanälen und kleinen Wegen lassen wir uns einfach treiben und saugen die Stimmung von Venedig in uns auf.

Ich bin schon öfter in dieser Stadt gewesen, aber noch nie hatte ich Nebel. Immer war der Sonnenschein und teilweise die Hitze vorwiegend.

Umso mehr gefällt mir die Stimmung im späten Herbst. Eine tolle Zeit für einen Besuch der Serenissima.

Über Umwege erreihen wir wieder unsere Unterkunft, wir rasten ein wenig. Früh legt sich die Dunkelheit über die Stadt.

Biggi hat für heute Abend einen Vorschlag: Wir gehen zum „Campo San Francesco“, sollten wir unterwegs ein nettes Restaurant finden, kehren wir ein.

Dunkelheit, Nebel und Venedig, diese Kombination ist schon fast kitschig schön. Manche Häuser sind kunstvoll beleuchtet, viele Gebäude allerdings auch dunkel.

Wir finden ein gemütlich ausschauendes Restaurant, leider sind die Plätze im Innenbereich schon voll. Aber wir können uns in den Außenbereich setzten. Nach kurzem Überlegen entschließen wir uns dazu…

Das Essen ist super, und es ist gar nicht so kalt, wie es wirkt. Wir genießen den Abend am Campo. Anschließend gehen wir wieder, ebenfalls an tollen, stimmigen Szenen zurück zum Hotel.

Wir nehmen nun einen recht direkten Weg zurück, über den „Campo Santa Maria Formosa“ kommen wir wieder in die Nähe unseres Hotels.

Dann suchen wir wieder den gefinkelten Eingang zum „Casa Petrarca“. Beim ersten Mal ist die Unterkunft gar nicht so einfach zu finden.

Wieder geht ein wunderbarer, ereignisreicher Tag zu Ende. Wir haben heute viel gesehen und getan, dementsprechend müde fallen wir schließlich ins Bett!

241101 Venedig I

Donnerstag, 31.10.2024

Ein verlängertes Wochenende, perfekt, um eine Kurzreise zu machen. Als Ziel haben wir, Biggi und ich, Venedig auserkoren. Da Biggi schon in Italien ist, treffen wir uns direkt in Venedig. Ich nehme den Zug von Innsbruck direkt nach Santa Lucia.
Leider ist der Bahnverkehr dieser Tage ein wenig mühsam, mit einer Stunde Verspätung fahre ich los…

Mit ziemlich genau dieser Zeitverschiebung erreiche ich das Ziel, Biggi ist schon da und erwartet mich am Bahnhof. Wir haben zwar das Mehrtagesticket für die „Vaporetti“, dennoch steht uns nach dem langen Sitzen der Sinn eher nach spazieren.

Unterwegs stoppen wir bei einem „Indischen Italiener“ und stillen unseren Hunger. Die Pizza ist OK, der Platz ganz nett… anschließend gehen wir weiter in Richtung „Markusplatz“.
Wir erreichen unsere Unterkunft, ganz in der Nähe gelegen. Der Self-Checkin, heute recht gängig, verläuft super, das Zimmer ist gut!

Freitag, 01.11.2024

Mit einem guten Frühstück starten wir in den Tag, anschließend wandern wir in die Stadt hinein. Es gibt hier so viel zu entdecken, wir lassen uns erst einmal einfach treiben.

Wir spazieren zum Markusplatz, mit Campanile, noch sind nicht viele Leute hier. Das wird sich in den nächsten Stunden und Tagen stark ändern.

Die Säule mit dem Venezianischen Löwen schauen wir uns genauer an. Vor kurzem stolperte ich über einen Bericht, der behauptete, dass der Löwe evtl. Chinesischen Ursprungs sein könnte. Und wahrlich, bei genauerer Betrachtung kann ich dieser Theorie wohl was abgewinnen.

Die in Venedig unvermeidbaren Gondeln schaukeln in den Wellen, das Wetter meint es gut mit uns und es ist richtig warm. Perfekt zum spazieren.

Die Seufzerbrücke, ein viel-fotografiertes Highlight in Venedig, lassen wir uns natürlich auch nicht entgehen. Unser weg führt uns aber weiter in Richtung Arsenale.

Überall entdecken wir Details, seien es die Wellen, die gegen die Kaimauern schlagen…

… oder nette Gassen, in denen die frisch gewaschene Wäsche auf langen Leinen trocknet.

Vom Arsenal nehmen wir ein Vapporetto zurück zum Markusplatz, wir haben hier noch was vor. Biggi hat uns Karten für den Markusdom mit Führung besorgt, ich bin schon sehr gespannt auf das Interieur.

Aber erst müssen wir zurück zum Markusplatz. Vorbei an der beeindruckenden „Seefront“ fahren wir am Dogenpalast vorbei und erreichen die Station „San Marco“, dort steigen wir aus.

Da wir noch ein wenig Zeit bis zur Führung haben, gehen wir weiter…

… und finden einen besonderen Platz. Biggi kennt sich sofort aus, vor kurzem hat sie diesen Platz in einer Doku über Venedig gesehen. Es handelt sich um einen der letzten Gondelbauer von Venedig. Und das Haus schaut nicht nur zufällig recht „Alpenländisch“ aus, die ersten Gondelbauer hier waren auch aus Norditalien!

Wir erreichen den Canale Grande, die „Prachtstraße“ von Venedig. im Hintergrund die mächtige „Basilica Santa Maria della Salute“.

Wir überqueren die Accademia-Brücke, eine der drei Brücken über den Canale Grande.

Nun sind wir wieder auf der „richtigen“ Seite, durch das Gassengewirr machen wir uns auf zum Markusplatz. Bei „Venice Tours“ melden wir uns an, nun sind wir bereit für die Führung.

Wir haben eine sehr feine Gruppe, sobald wir komplett sind, gehen wir zum Dom. Dort erklärt uns unser Guide die Gemälde der Fassade, wie Markus Reliquien nach Venedig kamen und was es mit der Legende auf sich hat.

Dann begeben wir uns in das Innere dieses Prachtbaus. Und ich muss gestehen, mir stockt der Atem. ich habe schon viele Kirchen gesehen, aber so prächtig sind die Kirchen selten. Überall sind kunstvollste Mosaike aufgebracht.

Diese erzählen Geschichten und Legenden von Venedig und dem Glauben. Über viele Jahre sind diese Kunstwerke entstanden, und auch immer wieder renoviert worden.

Die berühmten Pferde über dem Haupteingang, heute innen ausgestellt und durch Kopien ersetzt, sollen ursprünglich aus Konstantinopel stammen.

Wir haben Glück, die Sonne steht niedrig und verzaubert die goldenen Mosaike im Innenraum mit warmem Licht.

Wir begeben uns auf die Veranda des Doms, hier haben wir einen sehr guten Überblick über den Markusplatz, und sehen auch die (kopierten) Pferde!

Es sind mehr Leute am Platz als noch am Vormittag, aber immer noch kommt es mir nicht so überlaufen vor. Wir genießen den Ausblick und die letzten Sonnenstrahlen.

Langsam versinkt die Sonne hinter den Museo Correr, sobald die Sonne weg ist, wird es kühl.

Der Innenraum strahlt nun schon fast rötlich, die goldenen Mosaike strahlen richtiggehend.

Dann ist die Abenddämmerung da. Es geht schnell, die Lichter am Markusplatz werden eingeschaltet und die Stimmung ist plötzlich eine ganz andere!

Wir fahren wieder ein Stück mit dem Vapporetto, dann spazieren wir zurück zum Hotel. Nach einer kurzen Pause suchen wir uns ein nettes Lokal, Veronika vom Hotel hat uns ein paar gute Tipps gegeben.

Der Abend ist lau, wir genießen das Essen und später noch den Verdauungsspaziergang.

Der zweite Tag in dieser wunderschönen Stadt war super!

200721 Venedig

Im Urlaub in Lignano haben wir kurzfristig beschlossen, einen Tagesausflug nach Venedig zu machen. Jetzt ist die großartige Change, diese historisch so bedeutende Stadt abseits des normal herrschenden Trubels zu erleben. Mit dem Auto fahren wir ca. 50 min. bis zum Parkplatz, dann spazieren wir zum Vaporetto.

Eines jener Wasserbusse, die Sara, Letu und ich beim letzten Besuch zu lieben gelernt hatten, bringt und vom Parkplatz bis zur Rialtobrücke, dort steigen wir aus und spazieren den weiteren Weg… durch feine Gassen und wunderschöne Szenerien…

Da wir nur einen Tag dort sind und die kleineren Kinder noch nicht so belastbar sind, haben wir ein kleines Programm ausgesucht… die Rialtobrücke ist die erste Station, dann geht es weiter Richtung Markusplatz… dem Hauptplatz der Stadt, und wie Napoleon sagte: Der „schönste Festsaal Europas“…

Dort sehen wir den Campanile, den fast 100 m hohen Turm, der jedoch noch nicht so alt ist… 1912 brach der originale Turm zusammen, wobei wie durch ein Wunder niemand verletzte wurde… dann wurde er wieder in altem Glanz aufgebaut und kann so heute noch bewundert werden.

Der Markusdom und auch der Dogenpalast sind hier, ein dicht bepacktes Freilichtmuseum…

Ist es mir die letzte Mal nicht so genau aufgefallen, dieses Mal sticht es mir richtig in die Augen… die pompösen Verzierungen des Markusdoms. Wegen der Kürze unseres Besuchs gehen wir nicht in die Kirche, aber das müssen wir doch bei einem der nächsten Besuche nachholen.

Hier nochmals ein Blick auf den riesigen Markusplatz, mit den angrenzenden Prokuratien, gegenüber dem Markusdom das Museo Correr

Wir spazieren am Platz entlang, später gehen wir noch an die Uferpromenande…

… hier ist nun doch ein bisschen mehr los, aber es fällt auf, dass der Großteil der Besucher Italiener sind… der Binnenurlaub blüht scheinbar nicht nur in Österreich auf.

Ein typisches, wenn auch unbezahlbares Vergnügen in Venedig ins die Gondeln, die von den Gondoliere mit dem berühmten Spruch „Gondola, Gondala, Gondola…“ angepriesen werden.

Schließlich werden die kleinen Beine, und auch so mache Großen müde, wir gönnen uns noch ein Eis bei einer der vielen Dielen, setzen und an den Kanal und genießen die Stimmung.

Der Weg zum Auto zieht sich dann zwar ein wenig, aber alle sind heute brav und ohne murren, trotzdem Länge und Müdigkeit mitgegangen. Ein toller, wenn auch kurzer Tag in Venedig geht dem Ende zu…

190901 Venedig Tag III

Den dritten und letzten Tag in Venedig starten wir wieder mit einem guten Frühstück im Apartment, dann packen wir auch gleich unsere Siebensachen. Wir haben mit Anna-Lisa, der Vermieterin vereinbart, dass wir die Rucksäcke noch in der Unterkunft lassen können…

Letu hat heute Geburtstag, daher hab ich noch einen besonderen Platz gefunden: Die „Chiesa di San Samuele“, eine Kirche, dem heiligen Samuel (und auch Namenspatron von Letu) geweiht. Wir schauen uns diese Kirche an und ich erkläre Letu, dass ich nicht viele Kirchen kenne, die dem Heiligen Samuel geweiht sind…

Anschließend wandern wir Richtung Osten, vorbei am Markusplatz, der wir heute nur streifen. Vorbei an lieblichen Gässchen und wundersamen Konstruktionen.

Wir wollen zum Arsenal, dem ehemals geheimsten Platz Venedigs. Hier wurden die Schiffe, die Venedig über Jahrhunderte die Hoheit über das Mittelmeer gebaut. Auch heute noch kann nur ein kleiner Teil des Areals angeschaut werden, denn immer noch ist es hier militärisches Sperrgebiet.

Der Eingang ins Arsenal ist schon beeindruckend, zwei Türme flankieren den Wasserweg. Nahe an diesem Tor sind vier Löwen, die als Beutegut ihren Weg von Griechenland nach Venedig fanden.
Ganz in der Nähe befindet sich das „Museo Storico Navale di Venezia“, das Marinemuseum der Stadt. Da Venedig eine Zeit auch zu Österreich gehört hatte, bin ich sehr interessiert, ob man hier Spuren finden kann.

Neben Hinweisen auf die österreichische Geschichtsverbindung zu Venedig ist eines der Highlights ein Model der goldenen Galeere des Dogen, der „Bucintoro“. Es muss ein wirklich beeindruckendes Erlebnis gewesen sein, wenn dieses Schiff mit dem Dogen auf Fahrt in die Lagune ging.

Vom Marinemuseum spazieren wir wieder zurück, Richtung Markusplatz. Auf dem Weg finden wir ein kleines Kaffee, in dem wir uns eine Kleinigkeit zum Essen bestellen.

Wir genießen die letzten Stunden in der Stadt, essen noch ein Eis und machen uns dann mit Vaporetto Nr. 1 auf zum Apartment, damit wir unsere Sachen holen können.

Wir finden zwar keine Anna-Lisa vor, aber einen Hausmeister, der gerade etwas an einer Tür repariert. Dieser erklärt uns, dass der gesamte Flussverkehr ab 3:00 Uhr wegen eines Rennens zum erliegen kommt. Wir nehmen unsere Rucksäcke, ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir und noch ein Eis gönnen können. Dieses genießen wir am Kanal direkt neben dem Apartment.

Nun müssen wir uns sputen, damit wir noch zum Bahnhof kommen… ansonsten müssen wir laufen!

Unseres dürfte eines der letzten Boote gewesen sein, die noch durchfahren durfte, hinter uns hören wir schon Trommelwirbel und sehen überall Zuschauer. Leider haben wir selber keine Zeit, uns das Spektakel anzuschauen, denn wir müssen zum Zug. Nach einer finalen Fahrt auf dem Canale Grande erreichen wir den Bahnhof.

Wir müssen nicht lange warten, dann ist auch unser Zug angeschrieben und wir können einsteigen. Letu hat sich für die Fahrt noch ein neues Kartenspiel gekauft… was habe ich gelacht, wo ich das das erste Mal gesehen habe.

Die Fahrt nach Innsbruck verläuft unspektakulär, um die Zeit ein wenig zu verkürzen, gönnen wir uns noch ein kleines Abendessen im Speisewagen. Es hat uns richtig Spaß gemacht, diese kurze Reise nach Venedig zu machen. Das machen wir, so sind wir uns einige, bestimmt bald wieder mal…

Sehenswürdigkeiten:
– Chiesa di San Samuele
– Arsenal
– Marinemuseum
– Canale Grande

190831 Venedig Tag II

Ein neuer, feiner Tag in Venedig. Wir genießen die Morgenstunden, in dem wir ein gemütliches Frühstück in der Apartment-Küche verspeisen. Dann machen wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Bestimmte Sachen muss man in Venedig einfach mal gesehen haben, daher will ich den Kinder diese Plätze heute zeigen.

Wir starten direkt bei der Unterkunft, unser erstes Ziel ist der Markusplatz. Für manche des schöne Platz Europas, oder, wie Alfred de Musset sagte: der „Salon Europas“. Zu solch einer Aussage möchte ich mich zwar nicht hinreißen lassen, aber ich muss auch zugeben, dass der Platz wirklich wunderbar ist.

Wir wandern den großen Platz ab, dort sind viele der Wahrzeichen der Stadt: Der Markusdom, der Campanile (Turm), und die Prokuratien, die den Platz umschließen. Überall lassen sich schöne Details entdecken, wie zum Bespiel der Uhrturm oder die von mir sehr geschätzten Tetrarchen.

Immer neue Details entdecken wir, so ganz „nebenbei“ lösen wir auch ein paar Earthcaches… und lernen wieder einiges dazu, über die Lagunenstadt.

Am Dogenpalast ist wie immer einiges los, da wir uns aber die Sehenswürdigkeiten nur von Außen anschauen, lässt uns das ziemlich kalt… wobei kaltlassen nicht wirklich treffend ist. Wir sind eher froh, dass wir bei dieser Hitze nicht auch noch irgendwo anstehen müssen.

Nachdem wir uns noch ein Eis (sicher nicht das letzte für heute) gegönnt haben, spazieren wir am Ufer entlang zur Vaporetto-Anlegestelle. Mit der Linie 4.1 fahren wir nun um die Insel, vorbei am Arsenal der Insel „Le Vignole“, dann erreichen wir Murano, die Glasbläserinsel.

Mittlerweile ist es richtig warm geworden, wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und machen Pause. Eine der berühmten Glasbläser-Werkstätten finden wir zwar, aber es wird aktuell nichts gezeigt. Es ist Mittagspause. Also spazieren wir am Kanal entlang, finden ein schönes Geschäft, kaufen kleine Glaskunstwerke als Andenken und machen noch eine ausgiebige Mittagspause mit Tramezzini und Saft… dann fahren wir wieder zurück nach Venedig.

Unser nächstes Ziel ist die Rialtobrücke, denn diese liegt genau zwischen Anlegestelle und unserem Apartment. Und außerdem gehört diese besondere Brücke wohl zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Lagunenstadt. Lange Zeit war dies eine der wenigen Übergänge über den Canale Grande. Sara lechzt nach Eis, Letu hat was anderes im Kopf bzw. im Sichtfeld… einen Schokoladebrunnen…

Wir wandern noch eine Weile durch das Gassengewirr, es ist einfach unglaublich, was man hier alles findet, wenn man die Augen öffnet. Und sobald man ein wenig weg von den berühmten Plätzen ist, wird es auch ruhiger.

Da wir unterwegs immer wieder auch auch nach Geocaches suchen, kommen wir an ein paar Besondere Plätze, die wir sonst wohl nicht gefunden hätten. Eine davon ist die Wendeltreppe beim Palazzo Contarini. Leider nicht begehbar, da gerade heute ein Konzert im Palazzo stattfindet, aber auch von Außen sehr beeindruckend.

Nachdem wir richtig brav marschiert sind, erreichen wir das Apartment und machen eine ausgiebige Pause. Die haben wir uns verdient. Am Abend spazieren wir nochmals in die Stadt. Den Rückweg bestreiten wir in einem total überfüllten Vaporetto…

Bei einem Supermarkt kaufen wir uns alle Zutaten für ein feines Abendessen und lassen den Abend angenehm ausklingen…

Sehenswürdigkeiten:
– Markusplatz
– Dogenpalast
– Campanile
– Basilika Santa Maria alla Salute
– Murano
– Rialtobrücke
– Palazzo Contarini

190830 Venedig Tag I

Die Kinder sind jetzt schon richtig groß, daher haben wir beschlossen, eine schöne Stadtreise zu machen. Nachdem wir eine Weile überlegt haben, wohin wir fahren könnten, haben wir uns auf Venedig festgelegt… wer möchte nicht mal Venedig sehen.

Wir fahren mit dem EC von Innsbruck nach Santa Lucia, meines Erachtens nach die beste Möglichkeit, die Lagunenstadt zu besuchen. Man ist gleich von Anfang an „mittendrin“.

Zuhause habe ich schon Online die Tickets für die Vaporettos (das Schiffstaxi) besorgt, nun brauchen wir nur den Gutschein einlösen und können schon auf das Vaporetto Nr. 1 aufsteigen.

Ein traumhafter Einstieg, wir fahren am Canale Grande entlang zu unserer Unterkunft, die ganz in der Nähe des Markusplatzes ist. Von der Haltestelle des Vaporettos müssen wir noch durch enge Gassen und über schöne Brücken zu unserer Unterkunft.

Dort liegt ein Schlüssel auf, direkt können wir unser Zimmer beziehen. Wir ziehen uns schnell um, denn wir wollen noch einen Sprung in die Stadt schauen. Unser erstes Ziel, das Herz Venedigs, ist der Markusplatz mit seinen schönen Gebäuden. Zur Nachtzeit ein besonderes Schauspiel…

Wir spazieren noch ein Stück am Ufer entlang, sehen die Seufzerbrücke und so manches schöne Gebäude am Wege liegen.

Schließlich macht sich doch der Hunger breit, daher kehren wir noch in einem kleinen Lokal, ein wenig abgelegen vom Markusplatz ein. Es gibt „Tintenfisch Venezianischer Art“ und für die Kinder Spagetti Carbonara. Alles schmeckt sehr gut, wir genießen die T-Shirt-Temperaturen auch spät am Abend. Und schlussendlich ist es spät, und wir gehen nach Hause…

Sehenswürdigkeiten
– Rialtobrücke
– Markusplatz
– Markusdom
– Dogenpalast
– Seufzerbrücke