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171015 Um den Wildsee (Seefeld)

Das wunderschöne Herbstwetter muss man ausnutzen, soviel steht fest. Und da es auf dem Weg nach Reutte liegt, beschließen wir mit Oma eine Wanderung in Seefeld zu machen.

Wir wandern um den Wildsee, der direkt neben der Ortschaft liegt. Wir sind nicht die Einzigen, die diesen Einfall hatten, soviel steht fest.

Trotzdem ist es einfach nur schön und gemütlich, um den See herumzuwandern. Ein paar Geocaches liegen für mich auch auf dem Weg, das macht die Sache zusätzlich spannend.

Unterwegs sehen wir fast zahme Eichhörnchen, denen wir eine Weile zusehen, fangen läßt sich aber dann doch keines…

Ein Stückchen weiter können wir noch ein paar Meisen füttern, die so zahm sind, dass sie sogar auf die Hände der Kinder fliegen. Ein tolles Erlebnis.

Im Hintergrund lacht immer wieder die Reitherspitze zu uns herunter. Das wäre auch mal ein schönes Ziel für mich.

Nach der Wanderung spielen wir noch eine Runde Minigolf, Letu stellt sich als richtiges Talent heraus.

Und zu guter Letzt genießen wir noch eine Erfrischung im nahe gelegenen Gasthaus. Für jeden war was dabei, an diesem perfekten Herbsttag.

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,75 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 233 m

Route

160521 Leithe Klettersteig und Wandern

Gestern am Abend habe ich noch kurzfristig mit Papa ausgemacht, daß wir uns in Nassereith zu einem Klettersteigabenteuer treffen könnten. Der Leithe Klettersteig lacht mich schon seit längerem an, und jedes Mal wenn ich nach Reutte fahre, denke ich mir, da muss ich hin.

Heute in der Früh ist es dann so weit. Ich treffe mich mit Papa beim Kletterparkplatz um 8:00 Uhr und wir starten hinüber zum Einstieg in den Klettersteig. Im Kletterführer steht geschrieben „… noch vor der Wand den Helm aufsetzen… viele Gämsen, die unkontrolliert Steine ablassen!“

Ein Blick in die Höhe zeigt auch schon die Krickerln einer Gams, die über einen Felsrand zu uns hinunterschaut. Da wir allerdings die Ersten an der Wand sind, wird der Steinschlag für uns kein Problem, für die Nachfolgenden werden wir schon aufpassen. Und die Gams ist mittlerweile auch schon weitergezogen.

Der Einstieg ist zunächst einfach, dann kommt schon eine der C/D Stellen, die aber gut gemeistern werden können. Es ist nicht arg ausgesetzt, oder gar psychisch anspruchsvoll, nein, es geht einfach in die Arme, wenn man sich am Seil über die griff und trittlosen Platten hinaufziehen muss.

Es sind nur immer kurze Stellen, die uns ein wenig fordern, der große Teil des Klettersteiges ist Genuss pur. Unter uns sehen wir die nächsten Kletterer an die Wand kommen, heute wird´s hier wohl noch richtig voll werden. Kein Wunder, bei dem Wetter…

Bald erreichen wir den Scheitel der Tour und auf Bändern geht es hoch über den Häusern von Nassereith und den Köpfen der Kletterer hinüber ins Kar.

Unterwegs müssen wir noch eine Seilbrücke meistern, die aber gut verspannt, und deshalb auch gut begehbar ist.

Bald erreichen wir den Fußweg ins Tal, den wir bis zu unserem Auto nehmen. Für den Klettersteig haben wir ca. 1 Stunde gebraucht, also die Hälfte der angegebenen Zeit. Und das, obwohl wir nicht gehudelt haben.

Beim Auto angekommen, verstauen wir unser Klettersteigzeug, denn nun kommt der zweite Teil unseres Ausflugs dran. Zuerst wandern wir hinauf zum Adlerhorst, von dem wir die Aussicht auf die Kletterwand genießen.

Von oben hatten wir gar nicht gesehen, welch eindrucksvolle Aussichtskanzel hier steht. Fast wären wir daran vorbeigelaufen.

Weiters schauen wir uns das alte Bergwerk zu Feigenstein an. Dieses Bergwerk, von dem heute noch zwei Stollen sichtbar sind war schon ab dem 15ten Jahrhundert bekannt, hier wurde vor allem Galmei (Zinkblende) und Blei abgebaut. Traurige Bekanntheit erhielt das Bergwerk 1999, als eine Wasserexplosion im stillgelegten Bergwerk eine Murenkatastrophe auslöste.

Heute zeugen noch die versperrten Zugänge der Mundlöcher vom ehemaligen Bergbau.

Besonders sehenswert ist der tiefe Stollen, den man durch die Eisenstäbe beim Barbarastollen erspäht.

Was für eine Arbeit muss das damals gewesen sein. Hut ab vor den Bergknappen. Gedankenvoll wandern wir wieder hinunter ins Tal, bald erreichen wir Dormitz und unser Auto. In Nassereith beim „Gasthaus Post“ genießen wir noch ein Bierchen.

Ich gönne mir bei der Heimfahrt noch einen Abstecher auf die alte Bundesstraße, die seit der Umfahrung über den Holzleitensattel nicht mehr oft besucht wird, zumindest nicht von Autos. Fahrräder sind dafür hier um so mehr am Weg.

Bald erreiche ich die Hauptstraße und flugs bin ich zu Hause.

Tourendaten

Klettersteig
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 5,40 km
Höhenmeter: 418 m

Wanderung Feigenstein
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 7,51 km
Höhenmeter: 665 m

Zur Simmering Alm (1.816m)

Heute mal wieder was Anderes. Heute fahren Alfons und ich nach Obsteig, hier der Simmering zu Hause ist… Eine gerne als Verlegenheitstour bezeichnete Skitour, die auch bei höherer Lawinengefahr noch geht. Und der LLB hat’s heute noch gesagt, es ist heimtückisch. Lieber auf sicher, daher auf den Simmering. Weiterer Vorteil für Alfons: Er kann gleich weiter ins Ausserfera fahren…

Wir starten um 6:40 in Aldrans, und fahren über die Autobahn nach Mötz und von dort weiter nach Obsteig. Dort angekommen müssen wir zum Parkplatz vom Grünberger Skilift. Just angekommen, schüttet es schon. Regen!!! Kein Schnee, liebe Leute, sondern Regen!

Unentschlossen ziehen wir eine Überjacke an und starten los. Die Intensität lässt bald nach und manch kleines blaues Fleckchen zeigt sich am Himmel. Doch diese Lichtblicke bleiben doch selten…

Der meiste Teil des Weges verläuft auf der Rodelbahn, nur zweimal kreuzen wir eine alte Skipiste.

Zwischenzeitlich hat es zu schneien begonnen…

Monoton steigt der Forstweg hinauf durch den Wald, die langen Geraden und wenigen Kehren machen das „Kehrenzählen“ zur Qual.

„Des zieht sich aber…“ ist nun auch von Alfons zu hören, doch dann haben wir die Alm erreicht.

Mein linker Fuß mag mich heute nicht, daher lassen wir es Gutsein und gehen Frühstücken. Mjam…

Wir genießen ein tolles Frühstück, Kaspressknedl, trinken den bewährten Vorgänger von Isostar und genießen die Wärme der Hütte. Nach einer ausgiebigen Rast mach wir und auf dem gleichen Wege zurück ins Tal.

Und dann kommt noch das coole Ende: Da Alfons weiter nach Reutte fährt, nehme ich den Postbus. Doch zuerst muss ich warten…

Ein Blick rund um mich zeigt nochmals den unscheinbaren Simmering, hinter dem Spar…

… und auch die Wankspitze, den ich heuer mit Papa im Sommer bestiegen habe… (Im Hintergrund, in der Mitte)

Schön ist es hier, denke ich mir. Und dann is auch der Bus schon da…

Tolle Tour, und auch mal wieder schön, „grün“ unterwegs gewesen zu sein.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3h
Distanz: 13,31km
Höhenmeter: 814m
Lawinenwarnstufe: 3
Ausrichtung: NO