Archiv für den Monat März 2016

180329 Schartenkogel (2.311m)

Noch liegt ein bisschen Schnee, obwohl die Skigebiete schon hier und da zusperren. Ideal also um eine entspannte Pistentour nach der Arbeit anzureißen. Alfons schlägt vor, dass wir gemeinsam auf den Schartenkogel im Glungezer-Skigebiet gehen können. Das klingt super, und so sind wir uns schnell handelseins.
Nach der Arbeit geht es flott heim, die Sachen holen, dann fahren wir zur Neuen Gufl, dort endet die Talabfahrt zur Zeit, denn weiter unten gibt es keinen Schnee mehr. Die ersten paar Meter müssen wir die Ski noch tragen, doch dann geht es über feuchte Schneemassen hinauf zum Alpengasthaus Hausmarter.

Ich habe heute „neue“ Ski zum Probieren mit, Papa hat mir seine zweiten Ski zur Probe mitgegeben.

Das Einfädeln der Schuhe in die „Lowtec“ ist ein wenig gefinkelt, aber ansonsten ist mir der Ski sofort sympathisch.
Stetig steigen wir weiter hinauf, Richtung Tulfeinalm, der Ausblick auf das Inntal wird immer besser.

Als wir fast bei der Alm sind, beschließen wir, diese links liegen zu lassen und noch weiter auf den Schartenkogel zu gehen.

Die letzten Meter hinauf zum Gipfel schaffen wir auch noch, dort genießen wir einen uneingeschränkten Blick auf das Herz unseres geliebten Landes.

Lange bleiben wir nicht auf dem Gipfel, denn ein kalter Windzug hat eingesetzt, gerade genug, um uns frösteln zu lassen. Außerdem lockt schon die Tulfeinalm mit Trunk und Lab…

Nach einer kurzen Pause auf der gemütlichen Hütte machen wir uns weiter auf ins Tal. Mit dem Ski bin ich total zufrieden, die Abfahrt macht mir richtig Spaß. Beim Aufstieg hatte ich ein wenig Schmerzen an den Zehenballen, da mir die Schuhe gerade ein bisschen zu klein sind. Trotzdem finde ich, dass diese Ski fast feiner sind als meine eigenen Ski.

Nach einer wunderbaren, langen Abfahrt über die perfekt präparierte Piste erreichen wir glücklich und zufrieden wieder das Auto. Eine wunderbare Tour mit sehr schönen Stimmungen beim Aufstieg

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:37h
Gesamtdistanz: 11,62m
Höhenmeter: 1.001m

160324 Skitour Patscherkofel Schutzhaus (1.970m)

Beim Mittagessen machen Wolfi uns ich spontan aus, am Nachmittag auf das Patscherkofel Schutzhaus zu gehen. Ich bin eigentlich mit dem Fahrrad da, aber Wolfi´s Bus schluckt das Fahrrad zusätzlich zu den Skiern und Kindersitzen, die schon drinnen sind, ohne Probleme.

Bei mir bleiben wir noch kurz stehen, ich zieh mich um, lade das Fahrrad aus und die Skiausrüstung ein und los geht’s…

Um kurz nach 16:00 Uhr erreichen wir den Parkplatz der Patscherkofelbahn, die Sonne ist zwar nicht so stark präsent, aber es ist auch nicht kalt.

Zu diesem Zeitpunkt sind gar nicht so viele Skitourengeher auf der Piste…

Wir gehen an der Olympiaabfahrt entlang Richtung Schutzhaus. An der Heiligwasserwiese ist der Schnee schon sehr weich. Je weiter wir aber hinaufkommen, desto besser wird jedoch die Qualität vom Schnee. 

Ein paar wenige eisige Stellen lassen die Felle kurz den Gripp verlieren, aber diese Rutscher können gut abgefangen werden und wir kommen relative gut voran.

Unterhalb der Gondel-Bergstation werden wir noch von einem Mann überholt, der aber bei diesem Manöver schon aus allen Löchern pfeift.

Zeitgleich mit ihm erreichen wir das Schutzhaus und beschließen, einen kurzen Einkehrschwung zu machen. 1h 37min haben wir gebraucht, und beide sind wir ganz zufrieden.

In der Hütte ist nicht viel los, wir setzen uns und bestellen das bewährte Isogetränk (ohne Füllstoff). Langsam aber sicher füllt sich die Hütte, es ist doch mehr los als ich angenommen habe. Uns gefällt´s trotzdem, ein zweites Bier muss her, als sich dieses dem Ende neigt, reicht uns ein Blick aus dem Fenster, und wir wissen was wir vergessen haben… die Taschenlampen.

Die Ski finden wir auch in der Dunkelheit ohne Probleme, es wäre zwar Quais-Vollmond, aber von dem sehen wir noch nicht viel. Irgendwie ist es aber doch nicht so finster wie ich befürchtet hatte und die Abfahrt geht zwar langsam, aber problemlos von Statten. Einzig im unteren Teil, dort wo der Schnee am Nachmittag schon aufgeweicht war, und jetzt angezogen hat, ist das Skifahren nicht mehr so einfach. So erreichen wir mit Anstrengung, aber ohne Probleme den Parkplatz und das Auto.

Tolle, spontane Tour auf den Igler Hausberg.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,76km
Gesamtdauer: 2 h
Höhenmeter 948 m

  

Skigebiet Glungezer (22.03.2016)

Heute habe ich mir kurz entschlossen noch freigenommen, um mit den Kindern noch einen schönen Nachmittag auf der Piste zu verbringen. Die Zeit drängt ja nun ein wenig, denn die Saison ist fast zu Ende, Anfang April schließen die meisten Skigebiete zu.

Wir beschließen, uns an den Glungezer zu wagen, weil die Vorhersagen auch von sehr guten Pistenverhältnissen sprechen. Das klingt gut, ich will mich aber selber überzeugen, ob dem so ist. Die Kinder sind schnell eingepackt, dann fahren wir nach Tulfes, und dort mit dem Sessellift ins Skigebiet. Je höher wir kommen, desto zuversichtlicher werde ich… ob angekommen, bin ich begeistert. So einen feinen, griffigen Schnee habe ich hier letztes Jahr nicht vorgefunden. Das wird ein Spaß…

Wir fahren mit dem Schlepplift weiter hinauf, Richtung Tulfein, von dort fahren wir dann auf einer super Piste ab.

Die Abfahrt ist ganz schön lang, doch Letu und Sara meistern diese bravourös. Der Schnee ist genau richtig, und es macht uns riesen Spaß. Nach der dritten Abfahrt machen wir eine schöne, lange Pause im Alpengasthof Halsmarter, essen eine Kleinigkeit und genießen die warme Sonne. Nachher geht sich noch eine Abfahrt aus, dann machen wir uns wieder auf den Weg nach Hause.

Wahrscheinlich der letzte Skitag für 2015/16, aber sicher der Beste!

Radlrunde über den Herzsee (18.03.2016)

Mein Sohnemann ist heute beim Fussballtraining, daher beschließe ich, mit der Tocher etwas zu unternehmen. Wir beraten uns kurz, klettern oder radeln, die Wahl fällt auf eine kurze Radtour.

Wir fahren mit dem Rad von Aldrans zum Widum in Ampass, von dort geht´s bergauf durch das Herztal bis zum Herzsee. Die Steigung ist moderat, aber doch nicht ganz ohne. Sara schlägt sich für die erste „Mountainbiketour“ sehr gut, nur ganz kurze Schiebestrecken gönnt sie sich.

Einzig das Aufsitzen in der Steigung sitzt noch nicht richtig, da muss ich immer ein wenig anschieben, doch dann radelt sie auch schon wieder weiter.

Am Herzsee angekommen setzen wir uns kurz in die Sonne, die ihre wärmende Kraft wieder Stück für Stück zurückerhält. Der Winter ist jetzt wohl bald vorbei…

Ein Blick auf mein Handy zeigt mit einen Geocache ganz in der Nähe. Den „Herzsee“ nehme ich gleich mit, das Rätsel ist schnell gelöst und die Dose rasch gefunden.

Vom Herzsee rauschen wir in flottem Tempo hinunter zum Dorf, zurück nach Hause. Abfahren sind schon immer wieder lustig.

Und am Schluss kommt bekantlich das Beste… es gibt das erste Eis der Saison, in der Sonne genossen. Mjam…

Tourendaten
Gesamtdauer: 40min.
Gesamtlänge: 4,78km
Höhenmeter: 180m

Ferratarunde Cima Rocca, 1.089m (13.03.2016)

Wieder ein neuer Tag am Gardasee, ein Blick aus dem Fenster zeigt nicht so feines Wetter wie gestern an, aber es ist trocken und nicht so kalt. Wir frühstücken und packen zusammen, denn heute ist auch der letzte Tag, ein Wochenende ist halt doch recht kurz.

Der Besitzer des Appartments wird angerufen, doch das Telefon ist ausgeschaltet. Oh Schreck… wir müssen doch los. Nach unzähligen Anrufen dann doch noch der erlösende Rückruf… wir sollen doch bitte das Geld einfach auf dem Tisch liegenlassen und den Schlüssel dazulegen. Na, das nenne ich mal Vertrauen.

Wir fahren von Riva aus ins Ledrotal, in Biacesa parken wir unser Auto und starten die Tour. Heute stehen 4 Klettersteige auf dem Programm, im Laufe des Tages finden wir aber, das nur zwei Steige den Begriff Klettersteig verdienen. Die anderen zwei Wege sind schwierige Wanderwege, aber eben keine Klettersteige und brauchen daher auch kein Geschirr.

Wir starten also vom Parkplatz, zuerst auf dem Steig „Senter dei Bech“, der uns von Biacesa Richtung Gardasee zurückführt. Unterwegs entdecken wir eine spektakuläre Raupenstrasse, sowas habe ich auch noch nie gesehen…

Bei einem Bunderloch ziehen wir uns das Klettersteiggeschirr an und steigen in den Klettersteig „Via ferrata F. Susati“ ein. Dieser zieht landschaftlich sehr schön am Grat des „Cima Capi“ über dem Gardasee hoch. Nachdem wir immer wieder stehen bleiben und uns die wunderbare Landschaft anschauen, erreichen wir nach kurzer Zeit den Gipfel des „Cima Capi“.

Wir verbleiben nur kurz auf dem Gipfel und machen und dann weiter, über die „Via ferrata M. Foletti“ hinüber an den Fuss des „Cima Rocca“. Dort finden wir die Hütte „Arcione“, angenehm duftet es hier nach Lagerfeuer.

Wir steigen direkt weiter, nun in den „Sentiero dei Camminamenti“. Dieser Steig bringt uns über alte Bunker und Schützenanlagen hinauf auf den „Cima Rocca“.

Kurz vor dem Gipfel durchsteigen wir eine längere Bunkeranlage, die „Gallerie de Guerre“, dann erreichen wir den Gipfel und gönnen uns eine Wahnsinnsaussicht. Über einen kleinen Steig kommen wir zurück zur Hütte und zu einer Kapelle.

Dann machen wir uns auf ins Tal. Auch hier wieder über einen versicherten Steig, den „Sentiero delle Laste“, der uns hinunter ins Tal und an den Weg zurück zum Ort bringt.

Eine wirklich schöne Runde, die wir da gemacht haben. Wir ziehen uns beim Auto um, da wir dann gleich nach Hause fahren . Wir machen zuvor aber noch eine Brotzeitspause, um dann gestärkt nach Aldrans zu fahren.

Die halbe Fahrt geht an mir einfach vorbei, da ich ein Powernapp mache, als wir zuhause ankommen, durftet es schon herrlich aus der Küche. Chiappati mit Curry, lecker. Im Anschluß gibt es den „Reindl“, von dem uns Papa das ganze Wochenende vorgeschwärmt hat. Nicht ganz unbegründet, wie wir finden…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4,30h
Gesamtlänge: 8,9km
Höhenmeter: 995m

  

Via dell‘ Amicizia, 1.246m (12.03.2016)

Heute steht der zweite und für diese Reise längste Klettersteig auf dem Programm. Gestern am Abend konnten wir uns noch einen Zielpunkt auf dem Weg zum Gipfel bestaunen, die Kapelle der Heiligen Barbara. Diese thront steil und hoch über dem See.

Doch starten wir den Tag von Anfang an. Ein guter Tag fängt mit einem deftigen Frühstück an, dank Papa können wir richtig gute Spezialitäten aus der Steiermark genießen. Manch wenige Sachen müssen wir uns halt einfach vorstellen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt gutes Wetter an.

Von unserem Appartement können wir direkt zum Klettersteig losgehen. Der Weg führt uns zuerst an die „Bastione“, einer Festung der Venezianer, die auch einmal über den Gardasee geherrscht hatten.

Kurz genießen wir die Aussicht, dann wandern wir weiter, zunächst zur Capanna. Dann erreichen wir die Kapelle Santa Barbara, auch hier verweilen wir kurz und genießen die Aussicht.

Nun geht der richtige Klettersteig erst los, bis jetzt war das nur der Zustieg. Wir ziehen unsere Klettersachen an und machen uns auf den Weg. Zuerst geht es noch einfach über kleine Kletterstellen hinweg. Vor uns ist ein italienisches Pärchen, auch auf dem Weg zum „Freundschaftssteig“. Eine Zeit lang wechseln sich kleine Kletterpassagen mit Wanderwegen ab, dann erreichen wir die erste Leiter.

Diese zieht steil die Wand empor und schaut ganz schön hoch aus. Vor uns kämpfen sich schon zwei Seilschaften empor, dann sind wir an der Reihe. Sprosse für Sprosse ziehen wir uns empor, irgendwann erreichen wir auch das Ende.

Nach dieser ersten Herausforderung kommt wieder eine kleine Gehpassage, dann erreichen wir das zweite Leiterassemble. Die lange Leiter schaut echt nach Herausforderung aus, ist aber dann doch leichter als die erste, steile Leiter am Anfang. Den letzten Teil des Klettersteigs wird mit einer kurzen Gratwanderung eingeleitet, dann kommen die letzten Meter auf 3 weiteren Leitern.

Dann sehen wir auch schon die Gipfelmarkierung. Endlich haben wir den Gipfel erreicht. Die Aussicht ist überragend, und die Sonne zeigt schon frühlingshafte Stärke.

Wir pausieren im Windschatten eines Steinblocks und genießen die Wärme. Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns auf ins Tal. Im ersten Teil haben wir eine gute Schneeauflage, der Schnee ist jedoch rutschig, hohe Konzentration gefordert. Bald erreichen wir wärmere Gefilde, der Schnee wird weniger und das Gehen einfacher.

Vor dem erreichen der Kapelle Santa Barbara müssen wir noch eine Leiter meistern. Dann stehen wir wieder bei der Kapelle und genießen die Aussicht. Nach fast 6h erreichen wir glücklich und zufrieden die Unterkunft, mit Vorfreude auf eine gute Jause.

Am Nachmittag spazieren wir noch ein wenig in der Stadt, essen zu Abend und genießen das fast schon mediterrane Flair.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6h
Gesamtlänge: 11km
Höhenmeter: 1.220

Via Ferrata Rio Sallagoni (11.03.2016)

Buabenausflug… Mehr sag ich nicht. Endlich ist es so weit, Papa, Alfons und ich machen uns auf den Weg in den Süden, zum Gardasee… ein paar Klettersteige wollen wir bezwingen.

Über die Brennerautobahn geht’s rasch und ohne Stau bis Trento, dort zweigen wir zum See ab. In Dro zweigen wir ab nach Drena, dort parken wir und ziehen uns um.

Vom Parkplatz bis zum Einstieg sind es gerade mal 5 Mnuten, dort ziehen wir das „Geschirr“ an, dann sind wir bereit…

Dieser Klettersteig geht durch eine Schlucht bis zum Castello Drena. Gespannt starten wir in die erste Passage hinein.

Am Anfang ermöglichen uns ein paar Steigbügel ein schnelles Vorwärtskommen, die ersten Stellen sind nett und lassen die Vorfreude steigen. Bald sind dann ein paar der schwierigen Stellen, leicht überhängend, aber gut machbar für uns.

Zwischendrinnen werden wir von zwei „Joggern“ überholt, ohne jede Ausrüstung. Wir gehen lieber auf Nummer sicher.

Inzwischen ist die Schlucht eng geworden, wir müssen auch mal die Wandseite wechseln. Landschaftlich ist diese Schlucht wirklich schön.

Auch zwei Seilbrücken müssen wir bezwingen, die erste Brücke stellt sich als recht wackeliges Ding heraus…

Eine kurze Gehpassage lockert die Passage durch die Schlucht aus. Die ersten Blumen erwachen schön und erfreuen uns mit ihrer Schönheit.

Der zweite Teil des Steiges ist kein richtiger „Eisenweg“ mehr, schwierige Passagen sind mit Klammern ausgestattet, aber kein Sicherungsseil ist mehr vorhanden.

Die Schwierigkeit im zweiten Teil besteht darin, keine Nassen Füße zu bekommen. Das gelingt uns dank GoreTex Schuhen sehr gut.

Bald erreichen wir den Ausstieg, der uns zum Castello Drena führt.

Von der Burg aus gehen wir neben der Schlucht hinunter ins Tal.

Ohne Probleme erreichen wir das Auto. Eine sehr gelungene Tour, in einer schönen Landschaft.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1,5h
Gesamtlänge 4,35km
Höhenmeter: 180m

Aldranser Alm, 1.511m (08.03.2016)

Nach einer längeren Periode, in der es mir nie richtig gut gegangen ist, entschließe ich mich heute, wieder einmal was zu machen. Der Skitouren-Virus hat mich heuer nicht gestreift, daher beschließe ich, nach dem Abendessen noch „schnell“ auf die Aldranser Alm zu gehen.

Beim Kreisverkehr bei Fagslung gehts los, zuerst über eine Wiese, vorbei an einem einsamen Bauernhof. Dann in den Wald. Mit jedem Höhenmeter wird auch die Schneedecke ein wenig höher. Obwohl ich mir im Tal immer wieder mit Blick auf die Berge denke, daß da kein Schnee ist, würde man sich da doch manchmal täuschen. Gerade in den Nordlagen, wo die Sonne nicht oft hinkommt, hat sich das wertvolle Weiß doch ganz gut gehalten.

Der Schnee ist schön griffig, und die rutschigen Reifenspuren sind nur im ersten Teil des Weges ein Thema. Bald sind nur noch eine glitzernde Schneedecke und die Spuren eines Wanderers, der vor mir gegangen war, meine Begleiter. Im Hintergrund leuchtet das Lichtermeer vom Inntal und besonders von Innsbruck herauf. Es hat leicht zu schneien begonnen und so ist eine eigene, wunderbare Stimmung vorhanden.

Ich stapfe vor mich hin, spure den Weg immer weiter hinauf zur Alm. Meine Gamaschen haben ich zu Hause gelassen, weil ich nicht dachte, soviel Schnee anzutreffen. Die letzte Kehre vor der Alm liegt gerade hinter mir, als die Spuren aufhören. Mein Vorgänger hat wohl hier aufgegeben. So kurz vor dem Ziel ist für mich Aufgeben jedoch keine Option, daher spure ich fast knietief weiter hinauf, zur Hütte. Bald schon kommt der Weidezaun in Sicht, der Wald hat den Weg wieder vor dem Schnee in Schutz genommen, sodaß die Schneemenge am Weg überschaubar ist.

Und dann, nachdem ich noch bei einem Monsterschneemann vorbeigeschlichen bin, stehe ich endlich vor der Aldranser Alm, das erste Mal zu Fuß. Mit dem Rad bin ich vor Jahren schon mal hier gewesen, aber noch nie per Pedes. Super! Früher, bei der alten Pächterin war diese Hütte auch als die Busserlalm bekannt, denn da bekam jeder Gast, sodenn die Alm offen war, ein Busserl und einen Schnaps zur Begrüßung. Ich kann nicht sagen, ob das noch so ist, da bei mir die Alm geschlossen war. Und wie bin ich erschrocken, als plötzlich neben mir ein automatisches Licht angesprungen ist…

Ich bleibe nur sehr kurz auf der Alm, um mich nicht zu vertun. Schnell umziehen tue ich mich doch, das ist mir zur Zeit sehr wichtig. Der Weg ins Tal ist anschließend schnell erledigt, ich folge einfach meinen eigenen Spuren, bis ich wieder vor dem Auto stehe.

Eine sehr schöne Feierabendtour, die mit dem Lichtermeer von Innsbruck auch einen besonderen Reiz bekommt.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,20km
Gesamtdauer: 2:25h
Höhenmeter: 648m