Biggi hat herausgefunden, dass die Rodelbahn der Birgitzer Alm gar nicht so schlecht in Schuss sei, entgegen den Berichten im Internet. Da wollen wir es auf einen Versuch ankommen lassen. Mit einem Teil der Kinder im Schlepptau machen wir uns vom Parkplatz Adelshof auf zur Alm.
Die ersten paar Meter sind recht eisig, die Steine schauen schon raus, aber je weiter wir in die Höhe streben, desto besser wird der Zustand der Bahn. Überraschend wenig Leute sind am Weg, wohl auch wegen der schlechten Beschreibung des Bahnzustands. Uns soll es recht sein.
Während Biggi und ich vorgehen, unterhalten sich die Burschen köstlichst. Dies geht jedoch auf die Gehperformance, die hinter der unseren weit hinterherhinkt. Beim Kreuz auf der Lichtung „Hüttenboden“ warten wir eine Weile… und dann sind die Zwei auch schon da!
Ab hier ist die Rodelbahn wirklich gut in Schuss, wir steigen noch weiter auf bis zur Alm. Eine Einkehr ist heute allerdings aus zwei Gründen nicht mehr möglich. Zum Einen ist das Personal schon in Feierabendstimmung, denn es waren heute fast keine Gäste am Weg, und zweitens fängt die Dämmerung an, und wir wollen nicht ohne Taschenlampen im Dunkeln runterrutschen…
Also stärken wir uns mit mitgebrachtem Tee und leckerem Lebkuchen.
So gestärkt bereiten wir uns auf die Abfahrt vor. Der erste Teil bis zum Hüttenboden ist wunderbar und flott, da können wir es krachen lassen. Der zweite Teil bis zum Parkplatz ist dann schon recht eisig, aber immer noch gut, wenn auch sehr rasant zu fahren! Es macht allen riesigen Spaß, leider ist die Fahrt dann auch viel zu früh wieder zu Ende! Das schreit nach Wiederholung…
Tourendaten Gesamtdauer: 1:45 h Gesamtlänge: 7,19 km Höhenmeter: △ 472 m / ▽ 467 m
Das Wetter ist in letzter Zeit wunderschön, allerdings geht das zu Lasten der Schneedecke. Und Schnee ist aktuell auch nicht in Sicht. Die Touren in meinem Nahgebiet sind daher ein wenig beschränkt. Heute geht´s daher wieder mit Biggi und einer ihrer Freundinnen auf den Schartenkogel…
Der Aufstieg erfolgt wieder über die Lifttrasse.
Bei der Bergstation wechseln wir auf den Sommersteig zum Schartenkogel.
Sobald wir im Gelände sind, hat man gefühlsmäßig das Skigebiet vergessen. Es macht trotz mangelhafter Schneedecke richtig Spaß, bei diesem Kaiserwetter in den Bergen unterwegs zu sein.
Die Aussicht ist wie in den letzten Tagen einfach phänomenal, der Himmel fast wolkenlos und der Schnee leuchtet richtig…
Auch der Blick ins Unterland ist toll, das grüne Inntal suggeriert allerdings schon fast frühlingshafte Verhältnisse.
Wir haben die Aufstiegsspur heute ein wenig variiert, wir steigen ein wenig westlicher auf.
Der Glungezer ist auch gut besucht, können wir feststellen. Unser Ziel bleibt allerdings der Schartenkogel.
Schließlich erreichen wir den schönen Gipfel, der trotz guten Besuches nie überlaufen wirkt. Das hat wohl mit dem großzügigen Gipfelplateau zu tun…
Wir schauen noch einmal ins Tal, so manche Spur im Schnee verlockt fast schon zu einer Geländefahrt, wir bleiben aber unserem ursprünglichen Plan treu und fahren über die Piste zur Tulfeinalm.
Dort genießen wir ein feines Mittagessen, dann setzen wir unsere Fahrt ins Tal fort.
Der lange Ziehweg von der Tulfeinalm ins Skigebiet scheint entschärft worden zu sein, viel leichter kommt mir der Übergang mittlerweile vor.
Im Skigebiet selber ist einiges los, die Piste ist gut präpariert, aber auch hart und könnt wohl eine wenig Neuschnee vertragen.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:20 h Gesamtlänge: 7,80 km Höhenmeter: ∆ 770 m / ∇ 770 m
Mit Letu habe ich schon vor Tagen abgemacht, dass wir am 01.01.2024 gleich in der Früh auf die Piste gehen! Das setzt natürlich eine gewisse Disziplin am Vortag voraus, aber das war heuer überhaupt kein Problem. Silvester war schön, aber eben nicht so wild wie in anderen Jahren!
Wir sind bald oben am Berg, es sind wenig Leute am Weg. Das war auch zu erwarten. Die Piste ist in Ordnung, ein wenig Neuschnee ist gestern gefallen, den wir natürlich gleich nutzen müssen. Es macht sehr viel Spaß, im unverspurten Schnee zu fahren!
Letu und ich lassen es krachen, es macht viel Spaß, aber gegen Mittag sind dann doch mehr Leute und der „gute“ Schnee verfahren. Aber der Piste kommen die Eisplatten hervor, die sich trotz guter Präparation doch irgendwann nicht mehr verstecken kann. Es braucht unbedingt ein wenig mehr Schnee!
Ein wenig nach Mittag lassen wir es dann gut sein! Zu Hause gönnen wir uns noch ein feines Mittagessen, so läßt sich der erste Tag des neuen Jahres sehr gut einläuten!
Ein Gutes Neues Jahr 2024, Viel Glück und Gesundheit
2023 war ein ereignisreiches Jahr, viel ist passiert. Heuer habe ich wieder die Möglichkeit gehabt, ein paar tolle Touren zu machen, am Jahresende lasse ich das Jahr für mich gerne nochmals Revue passieren…
Salfeins
Bergsteigen Einige Bergtouren mit feiner Begleitung hatte ich heuer, die schönste Solotour war auf die Kreuzspitze, über den Geschriebenen Stein, mit Papa, Maggo und Daniel versuchten wir den Bettelwurf und Speckkarspitze und wunderschön war die Tour mit Biggi auf die Hüttenspitze
Goetheweg
Skitouren Skitouren beschränkten sich heuer auf ein paar Pistentouren auf den Patscherkofel und den Schartenkogel (einmal mit Letu) … also recht unspektakulär
Reisen Reisen in verschiedenen Konstellationen haben mich heuer nach Wien, Salzburg und natürlich nach Lignano geführt…
Fahrradfahren Das Fahrradeln hat sich auch heuer wieder, wie schon im Vorjahr, eigentlich auf den Weg von und zur Arbeit beschränkt. Vielleicht kann ich im Neuen Jahr ein wenig mehr „außertourlich“ fahren…
Canyoning Canyoning war heuer intensiver als die letzten Jahre… zuerst wurde mir im Frühjahr eine Fortbildung vom Bergsportführerverband und eine neue Ausrüstung zuteil, gut ausgerüstet macht natürlich der Sport gleich noch mehr Spaß… Die Touren waren dann wieder die üblichen Verdächtigen… Wiesbach, Hochalp und Stuibenfälle, einmal sogar mit meinen Arbeitskollegen
Klettersteig Obwohl ich überschaubar viele Touren durchgeführt habe, waren doch ein paar tolle neue Sachen dabei… das Buabenwochenende in der Nähe vom Idrosee (Ferrata Sasse und Fregio, Ferrata Crench) war ein tolles Erlebnis, und auch der neue Glungezer-klettersteig mit Letu machte uns viel Spaß!
Kombinierte Daten 2023: Gesamtdauer: 250 h Gesamtstrecke: 1.800 km Höhenmeter: △ 52.804m / ▽ 82.659 m
Fazit Wieder neigt sich ein tolles Jahr dem Ende zu, und macht Vorfreude auf ein neues, junges Jahr mit vielen Abenteuern… Ich blicke freudig auf 2024!
Der letzte Tag eines schlussendlich wunderschönen Jahres. Und das in bester Gesellschaft, mit Biggi im Halltal… was will man mehr! Unser eigentlicher Plan, mit den Schneeschuhen zu gehen, verwerfen wir gleich am Anfang des Halltals… es liegt einfach nicht genug Schnee!
Das Wetter ist ein wenig bewölkt, es ist auch sehr warm geworden. 10°C sind aktuell in Absam gemeldet… und das merken wir auch am Anfang…
Über den Fluchtsteig steigen wir höher und höher, und der Schnee lässt wirklich auf sich warten!
Ab der zweiten Ladhütte ist es dann doch endlich ein wenig winterlich, wir wechseln auf die Salzstraße, die auch als Rodelbahn dient.
Immer mehr Schnee türmt sich auf, dennoch wäre es heute mit Schneeschuhen nicht fein gewesen.
Bald erreichen wir auch die Abzweigung nach Sankt Magdalena und die zweite Ladhütte. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zu den Herrenhäusern.
Schließlich sind wir bei den Herrenhäusern angekommen. Der erste Besuch gilt der Kapelle, danach gönnen wir uns Tee und einen eiskalten Radler.
Im Knappenhäusl gibt es immer wieder etwas zu entdecken, heute fällt mir der „Aufhänger“ an der Damentoilette auf..
Seit ein paar Jahren kümmert sich ein Verein um das Herrenhaus, damit dieses nicht noch mehr verfällt. Ich hoffe, dass das auch aufgeht!
Vom Bergwerk wandern wir erst ein Stück die Salzstraße nach Absam, zweigen dann aber nach Sankt Magdalena ab. Das Alpengasthaus ist offen und wir gönnen uns eine wunderbar schmeckend „Thai-Suppe“…
So gestärkt wandern wir über den Fluchtsteig wieder ins Tal.
Die Hüttenspitze, das Ziel der ersten Bergtour von Biggi und mir, liegt direkt vor uns, allerdings nun im Winterkleid.
Obwohl nicht so viel Schnee wie gewohnt im Halltal liegt, muss doch gesagt werden, dass im Gegensatz dazu das Inntal fast „sommerlich“ wirkt… bis in hohe Lagen liegt aktuell kein Schnee! Ohne Beschneiung wäre Skifahren wohl nicht überall möglich!
Ab dem Bettelwurfeck ist dann der Weg fast aper, unterwegs sehen wir noch ein paar Gämsen, die in einer Reise grasen.
Eine gemütliche, würdige Abschlusstour für das Jahr 2023! Ein wunderbares Jahr neigt sich dem Ende zu und macht Platz für ein neues, frisches Jahr 2024!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:32 h Gesamtlänge: 12,55 km Höhenmeter: ∆ 744 m / ∇ 738 m
Die zweite Skitour in der neuen Saison führt mich heute zusammen mit Biggi wieder auf einen bekannten Berg, den Schartenkogel. Da die Verhältnisse in der Nähe nicht so gut sind, haben wir eine Pistentour ausgesucht.
Von Aldrans mit dem Bus bis zur Talstation, dann weiter mit der Gondel zur Mittelstation „Halsmarter“, dort schnallen wir die Ski an. Den Aufstieg bewerkstelligen wir über die alte Lifttrasse, die steil nach oben zieht.
Noch steigen wir im Schatten auf, allerdings sehen wir schon auf der gegenüberliegenden Seite die Sonnenhänge, die wir hoffentlich auch bald erreichen werden.
Die Temperaturen sind allerdings untypisch „lau“ für den Glungezer, dessen Herzstück nicht umsonst „Kalte Kuchl“ heißt. Bald schon muss ich die Jacke ausziehen und steige nur mit langem Unterhemd und Weste weiter.
Immer wieder hören wir ein vergnügtes Geschrei aus dem Wald, das von der Rodelbahn zu uns herüber schallt. Diese Rodelbahn ist gut besucht und scheint sehr gut in Schuss zu sein.
Bald erreichen wir die Bergstation bei der Tulfeinalm, hier zweigen wir über den Sommerweg ins freie Gelände ab. Die ersten Meter haben es in sich, leider ist die Spur durch schlechte Anlage und hauptsächlich durch Fußgänger und Schneeschuhgängern „zerstört“ worden.
Wir überlegen nicht lange und ziehen uns die Harscheisen an. Diese erweisen sich am Anfang als hilfreich, im Mittelteil wären sie nicht unbedingt nötig, aber sind doch an manchen Stellen ein Komfortgewinn.
Durch lichten Zirbenwald steigen wir höher, der Ausblick auf den Glungezer und das Inntal wird immer beeindruckender.
Wir wählen die Route, die sich am Abbruch zum Voldertal orientiert. Tiefblicke sind hier auf jeden Fall garantiert.
Eine Stelle des Aufstiegs imponiert mir sehr, hier hat der letzte Sturm eine mächtige Wechte entstehen lassen.
Am Rand zum Voldertal sehen wir nun auch ins Unterland, Kellerjoch, Gilfert, Largoz liegen direkt in unserem Blickfeld. Bis zum Kaiser können wir sehen, es ist grandios.
Über hart gepressten Schnee steigen wir weiter auf, manche Stellen führen nahe an die Kante und setzen eine gute Felltechnik voraus. Wir haben die Harscheisen noch dran und sind daher entspannt.
Bei zwei kurzen Stücken müssen wir sogar über Gras steigen, dann schließlich erreichen wir den Gipfel des Schartenkogels. Da auch viele Leute über das Skigebiet aufsteigen, ist am Gipfel auch einiges los.
Das Wetter ist wunderbar, daher setzen wir uns ein wenig und trinken Tee. Biggi findet auch schon einen, wenn auch nicht ganz so bequemen „Liegestuhl“, für die kurze Pause reicht es aber allemal.
Die Abfahrt bestreiten wir in üblicher Manier über das Skigebiet, das ist bei den aktuellen Verhältnissen im Geländer auch die komfortablere Variante. Es war eine tolle Tour mit Biggi und ich hoffe, es folgen in dieser Saison noch viele weitere schöne Aufstiege!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:36 h Gesamtlänge: 7,50 km Höhenmeter: ∆ 843 m / ∇ 850 m
Obwohl der Schnee schon länger liegt und ich echt motiviert wäre, schaffe ich doch erst heute meine erste Skitour. Der schöne Schnee, der Mitte Dezember gelegen ist, wurde schon wieder vernichtet, fast frühlingshafte Verhältnisse liegen vor. Wir, Biggi und ich, haben heute den Patscherkofel als Ziel auserkoren. Mit der Bahn erreichen wir die Mittelstation.
Ein paar Meter müssen wir abrutschen, damit wir auf den Weg zur Patscher Alm erreichen. Noch ein kurzes Stück der Forststraße entlang, dann sind wir auch schon auf der Aufstiegsspur im Wald.
In gemütlicher Steigung arbeiten wir uns auf der nordwestlichen Flanke des Patscherkofels langsam empor. Hier liegt eine geschlossene Schneedecke vor, und der Aufstieg verläuft sehr gut.
Die Fernsicht ist heute wunderbar, die Luft durch den Wind der letzten Tage klar und dunstfrei. So ist der Blick ins Stubai wirklich wunderschön… Serles und Habicht grüßen erhaben zu uns her!
Über den Sommerweg, den Jochleitensteig umrunden wir den Gipfel des Kofels und steigen von der Südwest-Seite hinauf zur Gipfelstube.
Die Gipfelstube ist offen, wir nutzen spontan die Zeit und kehren auf eine Kaspressknödel-Suppe ein. Das tut richtig gut.
Die Stube ist voll, wir genießen die heiße Suppe, anschließend ist die Abfahrt angesagt. Da der Schnee im Gelände richtig unfein wirkt, beschließen wir, über die Forststraße abzufahren.
Über Mittag war es sonnig und fein, nun ziehen immer wieder dichtere Wolken über den Himmel und es ist auch ein wenig kühler geworden. Schnell sind wir gerichtet, über den Weg erreichen wir nach ein paar Minuten die offizielle Piste…
Für dem weiteren Weg wählen wir die Familienabfahrt, im oberen Teil ist die Piste angenehm, aber hart. Weiter unten im Tal wird die Piste immer weicher und unfeiner zu fahren… dennoch macht es viel Spaß und Freude!
Die erste Skitour mit Biggi war super, ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:00 h Gesamtlänge: 12,97 km Höhenmeter: △ 555 m / ▽ 1.266 m
Der erste „Auslandsurlaub“ mit Biggi führt uns nach Wien. Wir fahren mit dem Railjet von Innsbruck zum Hauptbahnhof Wien. Von dort sind es nur ein paar Meter bis zu unserer Unterkunft. Wir deponieren unser Gepäck im Hotel und machen uns gleich auf, Wien zu erkunden.
Nicht weit vom Hotel erreichen wir den Park vom Schloss Belvedere. Obwohl das Wetter recht kühl ist, macht das Spazieren im Park Spaß und wir bewundern die unterschiedlichen Ansichten des Schlosses, einmal von der Süd- und das andere Mal von der Nordseite!
Nördlich vom Palais Schwarzenberg passieren wir das Heldendenkmal der Roten Arme, auch Russendenkmal genannt. Und noch ein Stück weiter stehen wir schließlich vor der Karlskirche.
Wir beschließen spontan, die Kirche auch von Innen zu besichtigten. Ein heller, schöner Innenraum mit beeindruckender Kuppel lässt uns staunen.
Wir steigen hinauf auf das Dach der Kirche, der Ausblick von hier auf den Vorplatz ist toll. Der Christkindlmarkt ruht noch, am Abend ist hier sicher einiges los.
Die nächste Station unseres Spaziergangs ist der Naschmarkt. Wir wandeln durch die geöffneten Stände, hier wird sehr viel „Touristisches“ verkauft… und die Verkäufer sind ein wenig aufdringlich… Wir finden bald ein nettes Lokal, dort essen wir eine Kleinigkeit und wärmen uns auf.
Im Anschluss an den Naschmarkt fahren wir zurück zum Hotel und beziehen unser Zimmer. Wir rasten ein wenig, dann fahren wir mit der Bahn nach Spittelberg. Dort besuchen wir den sehr gemütlichen Christkindlmarkt, gönnen uns einen Glühwein, und spazieren zum Restaurant „Das Käuzchen“.
Das Lokal ist eine richtige Studentenbude, hier bin ich schon öfter gewesen. Das Ambiente ist toll, ich mag es hier und das Essen finde ich auch sehr gut. Wir genießen den Abend und das feine Abendmal.
Samstag, 16.12.2023
Unser zweiter Urlaubstag steht im Zeichen des Stefansdoms. Biggi hat uns eine Führung organisiert, die uns die geheimen Ecken des Doms zeigen soll. Nach einem kleinen Frühstück am Bahnhof fahren wir auf 10:00 Uhr zum Stefansplatz, dort ist Treffpunkt für die Führung. Bald haben wir 3 weitere Teilnehmer gefunden, doch dann kommt die Hiobsbotschaft: Unsere Reiseführerin ist krank geworden und daher entfällt die Runde.
Eine ältere Teilnehmerin kann uns ein paar Details zum Steffl zeigen, danach machen wir uns selber auf, in den Dom zu gehen. Es findet gerade ein Requiem statt, daher können wir den Innenraum nicht betrachten, aber die Katakomben und den Nordturm mit Pummerin können wir besichtigen.
Die Aussicht vom Turm ist atemberaubend, besonders gut gefällt mir das Dach des Domes mit den farbigen Schindeln.
Da wir erst um 14:00 Uhr den Innenraum anschauen können, beschließen wir ein wenig um den Dom zu spazieren und diesen von Außen auch anzuschauen.
Schließlich müssen wir zum Restaurant „All Reis“, dort treffen wir die Schwester von Biggi zum Mittagessen. Auf dem Weg dort hin kommen wir am Kohlmarkt vorbei und sehen auch die Hofburg.
Besonders interessant ist das Gebäude der „Raiffeisenbank Wien“, das sogenannte Loos-Haus, ein wichtiges Zeugnis der Wiener Moderne. Das scheinbar schlichte Gebäude löste damals einen Skandal aus: Von den Wienern „Haus ohne Augenbrauen“ genannt, geht die Legende, dass Kaiser Franz Josef den Rest seines Lebens den gegenüberliegenden Ausgang aus der Hofburg gemieden hat, um das für ihn hässliche Looshaus nicht ansichtig zu werden.
Nach diesem geschichtsträchtigen Spaziergang erreichen wir endlich das Restaurant und genießen ein feines thailändisches Mittagessen!
Anschließend besuchen wir ein hippes Café, dort trinken wir wunderbaren Cappuccino und unterhalten uns mit Ingrid und Christian.
Die Beiden begleiten uns noch zum zum Stefansdom, dann verabschieden wir uns. Nun steht die Führung durch den Innenraum des Domes auf dem Programm, wir holen uns zwei Audioguides und folgenden den einzelnen Stationen.
Der Dom ist in jeglicher Hinsicht beeindruckend, die schiere Größe und der Detailreichtum lassen uns stauen. Die Stationen sind sehr interessant, Einzelheiten zum „Fenstergucker, Meister Pilgrim“, der Kanzel oder aber auch den zwei Orgeln werden erklärt.
Besonders beeindruckend finde ich die Kanzel mit dem vielen liebevollen Details. Die Baumeister der damaligen Zeit wussten wirklich zu erstaunen! Ein interessantes Detail am Rande: Im II. Weltkrieg wurde der Dom schwer beschädigt, der Wiederaufbau wurde durch alle neun Bundesländer gestemmt. Tirol spendete die Fenster, und durfte sich dafür per Wappen verewigen: Die Wappen können gut eingesehen werden: Innsbruck, Reutte, Hall in Tirol, Kitzbühel, Vils und viele mehr…
Nach dieser eindrücklichen Tour fahren wir ins Hotel und rasten ein wenig. Dann fahren wir mit dem Straßenbahn in den 18. Wiener Bezirk, nach Währing.
Dort treffen wir, nicht ganz zufällig, Familie Friedle aus dem Lechtal. Wir haben uns auf ein gemeinsames Abendessen im Äthiopischen Restaurant verabredet.
Eine feine Zeit mit gemütlichen Gesprächen und super Essen runden diesen Tag ab…
Sonntag, 17.12.2023
Der letzte Tag unseres Kurztrips steht im Zeichen der Museen. Wir besuchen heute das Leopold-Museum (Wiener Werkstatt, Egon Schiele, Oppenheimer, Gustav Klimt und viele mehr), für mich überhaupt der erste Besuch des Museumsquartiers.
Ich bin begeistert von den Ausstellungen, zwischenzeitlich stärken wir uns im Café Leopold. Schließlich spazieren wir vom Museumsquartier über die Argentinierstraße zurück zum Hauptbahnhof, holen unser Gepäck im Hotel und besteigen den Zug nach Innsbruck.
Ein technisches Gebrechen verzögert die Abfahrt, aber schließlich fahren wir los, zurück in die Heimat. Es war ein wunderbares Wochenende mit Biggi, und schon bei der Heimfahrt schmieden wir Pläne für weitere gemeinsame Unternehmungen…
„Großvati, es hat geschneit“… dieser Spruch von Petzi fällt mir heute spontan ein, als ich beim Fenster rausschaue… (für jene, die zu Jung sind: Petzi war ein Protagonist in der Kindersendung „Betthupferl“ in meiner Jugend)
Sogar bei uns im Ort ist viel Schnee gefallen… Perfekt, dass wir für Heute auch noch einen Skitag geplant haben… die Bergeralm bei Steinach am Brenner ist unser Ziel. Schon bei der Anfahrt stellen wir fest, dass wir heute nicht die einzigen Skifahrer sein werden.
Im Skigebiet selber hält sich der Andrang dann doch in Grenzen, beziehungsweise verteilt sich gut auf die verschiedenen Pisten. Es ist total fein und entspannt…
Und die Winterlandschaft ist heute wie aus dem Bilderbuch. Als dann auch noch die Sonne auf die Piste scheint, ist der Postkartentag perfekt.
Die Piste ist sehr gut präpariert, im Laufe des Tages schiebt es den Schnee immer mehr auf Haufen auf… fast schon zum Buckelpisten-fahren.
Biggi und ich genießen die Abfahrten und das wunderschöne Wetter…
… besonders beeindruckend ist die Aussicht auf das Wipptal. So verschneit habe ich das Verbindungstal nach Südtirol noch nicht gesehen. Eine geschlossene, wunderschön glänzende Schneedecke bedeckt das ganze Land!
Sogar auf bzw. neben der Autobahn häuft sich der Schnee! Ich bin schon gespannt, wie lange die weiße Pracht erhalten bleiben wird…
Das war ein schöner Skitag: Perfektes Wetter, perfekte Pisten und eine perfekte Begleitung! Ein wunderbarer Start in die neue Skisaison!
Der Winter hat voll zugeschlagen, überall liegt Schnee. Der Schneefall am Abend war ergiebig, allerdings schaut es am Morgen danach gar nicht mehr so üppig aus… Ich hole Biggi von Zuhause, dann machen wir uns gemeinsam auf ins Halltal.
Schon bei der Anfahrt müssen wir feststellen, dass das Karwendel wohl von Frau Holle wohlwollend geküsst worden ist. Hier liegt um einiges mehr Schnee als im Mittelgebirge oder in Innsbruck. Schön schaut es hier aus…
Überall liegen Schneehauben, auf den Bäumen, Steinen, sogar auf einem Zaun. Wie kleine Zwerge schauen die Zaunlatten mit Hut aus.
Die ersten paar Meter gehen wir auf der Salzstraße, bald wechseln wir auf den Fluchtsteig. Dieser ist war ein wenig mühseliger zu gehen, aber dafür viel schöner!
Immer wieder müssen wir stehenbleiben und die Schneepracht überall um uns herum bewundern.
Der Weg ist klarerweise schon angespurt, so schnell waren wir heute nicht. Und das Halltal ist schon lange kein Geheimtipp mehr, das müssen wir heute wieder feststellen. Immer wieder begegnen uns andere Spaziergänger.
Der Blick ins Halltal hinein bestätigt den Wintereinbruch, wir sehen in der Bettelwurfreise ein paar Gämsen, die dort nach Fressen suchen.
Es ist auch richtig kühl, daher friert das tropfende Wasser zu schönen Eiszapfen. Vor ca. einem Monat waren wir hier noch mit kurzer Hose unterwegs…
Heute heißt es schon ein wenig aufpassen, dass der Schnee nicht aus Versehen in den Kragen rieselt!
Die weiße Pracht nimmt mit jedem Höhenmeter zu, zum Glück haben wir heute die Gamaschen eingepackt, so bleiben die Füße immer schön trocken!
Schließlich erreichen wir Sankt Magdalena. Beim Näherkommen meint Biggi, es rieche nach Ofen… nun kann auch ich es essen. Obwohl die Gaststätte heute offiziell geschlossen ist, ist doch jemand da und wir dürfen uns in der Stube kurz aufwärmen.
Ein feines Bier rundet die Einkehr ab, die Wärme im Gastraum tut richtig gut!
Nach feiner Rast im Alpengasthaus machen wir uns wieder auf den Weg. Die ersten Schritte kosten immer ein wenig Überwindung, es ist relativ kühl und der Körper noch nicht richtig auf die neuen Bedingungen geeicht…
Zum zurückgehen haben wir beschlossen, die Salzstraße zu nehmen, denn diese ist einfach zum Runter gehen. In der Nähe der zweiten Ladhütte kommen und zwei Skifahrer entgegen, die hier eine Übungstour gemacht haben und nun zurück fahren!
Schließlich erreichen wir die letzte Gerade vor dem Hackl. Im Winter, bzw. schon bald einmal, sollte hier wieder eine feine, aber herausfordernde Rodelbahn entstehen.
Biggi und ich haben uns wieder einen total feinen Tag gemacht, das Tourenziel war super, es war total lässig!
Beim Hackl müssen wir den Bus suchen, und es dauert eine Weile, bis wir auch wirklich den korrekten Fahrplan und die korrekte Bushaltestelle haben.
Ein Blick zurück zum Karwendel mit der Hüttenspitze… es ist einfach schön hier im Halltal!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:52 h Gesamtlänge: 10,28 km Höhenmeter: ∆ 565 m / ∇ 607 m