Archiv des Autors: Wisse

240505 Kriegerkapelle (1.739m)

Das Wetter ist wiederum, entgegen dem Wetterbericht, schön, aber ein wenig kühler als gestern. Wir fahren mit dem Bus nach Rinn, hier starten wir unsere Wanderung auf die Kriegerkapelle.

Dem ersten Teil folgen wir meiner Standardroute auf die Rinner Alm, überall blüht, kreucht und fleucht es! Wunderbar, der Frühling.

Ein paar Meter folgen wir der Schotterstraße, dann zweigen wir auch schon auf den Rinner Almsteig.

Am Waldspielplatz vorbei, die Forststraße ein paar Mal querend, steigen wir höher und höher.

Am Steig sehen wir immer wieder die Auswirkungen der letzten Föhnwellen. Überall liegen sturm-gefällte Bäume.

Über wurzel-bewähren Steig erreichen wir schlussendlich das erste Ziel, die Rinner Alm (1.397m).

Diese ist heute gut besucht, viele Wanderer nutzen das gute Wetter. Der erste Blick über die Bänke auf der Veranda zeigt keine freien Plätze. Uns ist das egal, da wir eh noch keine Einkehr planen.

Hinter der Alm steigen wir höher, und über den Vogelfängerweg erreichen wir den Vogelfänger-Boden

Hier wurde die Infotafel überarbeitet, in neuem Glanz erstrahlen hier Tannenmeise, Fichten-Kreuzschnabel und Buchfink. Auch wenn ich diese Vögel hier noch nicht gesichtet habe, die Bilder sind dafür umso anschaulicher.

Nun wechseln wieder wieder auf eine Forststraße, die ganz neu hergerichtet scheint. Zumindest ist hier wenig Verkehr, denn der Belag ist noch in perfektem Zustand.

Am Ende zweigt ein kleiner Weg nach rechts, und wir erreichen unser für heute höchstes Ziel, die Kriegerkapelle (1.739m).

Die Aussicht von diesem Platz ist spektakulär, leider ist es noch ein wenig kühler geworden und die Pause auf der Aussichtsbank reduziert sich auf das Nötigste!

Wir folgen dem gleichen Weg zur Abzweigung Rinner Alm / Aldranser Alm, dann wandern wir in Richtung der zweiten Alm.

Über den Sepplsteig, einen kleinen Verbindungssteig zwischen den Almen, wandern wir durch moosigen Wald und eng stehende Bäume.

Das letzte Stück bestreiten wir wieder auf einer Forststraße, bevor wir vor unserer zweiten Alm, der Aldranser Alm (1.503m) stehen. Auch hier kehren wir nicht ein…

Es ist später geworden als geplant, also schauen wir, dass wir ohne Pause weitergehen. durch ausgedehnte Moosbeerfelder steigen wir ziemlich direkt von der Alm ab ins Tal.

Am alten Almenweg begegnen wir zwei Wanderern, ansonsten sind wir heute, bis auf die Hütten-Umgebungen, recht einsam am Weg gewesen.

Bei dem Trinkwasserkraftwerk „Schreyerbach“ treten wir aus dem Wald und stehen auf den schönen Wiesen oberhalb der Aste. Wir passieren die Starkenbergsiedlung und das Industriegebiet, wandern kurz durch den Wald, erreichen das Sägewerk Dollinger und schließlich den Dorfkern von Aldrans.

Eine tolle, ausgedehnte Wanderung. Das Wetter hat bis zum Schluss mitgespielt, wir sind trockenen Fußes angekommen! Toll, fein war´s!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:12 h
Gesamtlänge: 13,58 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 1.016 m

240504 Maria Larch

Eine ausgesprochene Frühjahrswanderung führt von Fritzens über das Larchtal nach dem ebenso genannten Wallfahrskirchlein „Maria Larch“. Biggi hat heute diesen Tourenvorschlag gemacht, unter anderem auch deshalb, weil die Wetterprognose nicht so stabil wirkt.

Leider ist der Parkplatz in Fritzens schon voll, aber wir finden eine feine Alternativ am Weg und stellen unser Auto neben der Straße ab. Hier führt ein kleiner Pfad hinauf zu unserer Route

Erst noch im Wald, erreichen wir bald die schönen Wiesen am Eingang des Taxertals. Hier führt uns der Weg abwechselnd über Asphalt und wieder Waldpfaden immer östlicher ins Tal.

Diese Gegend ist wunderschön, das haben sich auch die Pferdebesitzer gedacht, ein Pferdestall reiht sich an den Nächsten… unser Blickt schweift ein wenig weiter, die Hüttenspitze und der Hochmahdkopf mit dem Halltal liegen in der Ferne!

Das Farbenspiel des Frühjahrs ist im vollen Gange, auch wenn die Wiesen durch Überdüngung nicht mehr die natürliche Vielfalt aufweisen, sind sie doch schön anzuschauen.

Generell ist diese Gegen gut ausgestattet mit optischen Reizen.

Wir folgen erst dem Taxertal, dann zweigen wir in das Larchtal ein. Heute ist überraschend wenig los, ich hätte mir bei diesem Prachtwetter doch mehr Spaziergänger erwartet…

Über feine Wege folgen wir immer weiter dem Tale entlang.

Um schließlich kurz vor dem Erreichen der östlichen Straße auf den Wallfahrtsort zu stoßen.

Maria Larch ist bekannt für sein Heilwasser, das im 18 Jahrhundert einem blinden Mädchen geholfen haben soll. Noch heute kommen Leute und holen das Wasser direkt aus der Quelle.

Nun wenden wir uns wieder dem Inntal zu, wir erreichen die Häuser von Neu-Terfens und genießen den Ausblick auf Kellerjoch, Kuhmesser (Kuhmöser) und die Loas, der Sattel zwischen Kuhmesser und Gilfert.

Wir haben die Asphaltstraße, der wir nach Westen folgen, erreicht. Es ist fein warm und windstill, fast idyllisch… einzig die Landjugend, die mit den Motorrädern bei uns vorbeischießen, stören die Ruhe.

Mit Gilfert und auf der anderen Seite dem Patscherkofel im Blick beenden wir unsere Wanderung. Eine tolle Runde für´s Frühjahr, bei dem Wetter heute haben wir noch dazu richtig Glück gehabt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:17 h
Gesamtlänge: 11,62 km
Höhenmeter: 374 m

240428 Halltal

Das Wetter ist Aprilhaft, die Übergangszeit immer ein wenig schwierig einzuschätzen. Wir beschließen, einen Sprung ins Halltal zu schauen, denn dort ist sicher auch schon der Frühling am Vormarsch.

Vom Hackl wandern wir ein paar Meter über die Salzstraße, dann zweigen wir ab auf den Fluchtsteig. Bei der Abzweigung ins Eibental überlegen wir kurz, gerade aus weiter zu gehen, doch dann nehmen wir doch den steilen Steig über das Eibental.

Im oberen Bereich des Aufstiegs liegt noch einiges an Schnee, das ist wohl auch ein Indikator, dass in höheren Lagen die Tourenmöglichkeiten, zumindest aus Wanderers Sicht, noch eingeschränkt ist.

Der schöne Blick ins Halltal begeistert mich immer wieder, der Schnee ist sichtbar, zumindest auf den Südlagen, in die Höhe verdrängt worden.

Beim wunderschönen St. Magdalena-Gasthaus ist heute Ende unserer Runde. Wir verzichten auf eine Einkehr, der Himmel hat jetzt mehr zugezogen und es ist kühler geworden.

Vorbei am Alpengasthaus, im Rückblick sehen wir die kleine, aber markante Hüttenspitze, erreichen wir wieder die Salzstraße.

An dieser entlang wandern wir bis zur zweiten Ladhütte. Vom Bettelwurfmassiv fließt einiges an Wasser ab, den tollen Wasserfall im Bild habe ich in dieser Form noch nicht gesehen.

An der Ladhütte wechseln wir wieder auf den angenehmeren Fluchtsteig, der uns zügig zum Ausgangspunkt bringen wird.

Der Weg zur Bettelwurfhütte sollte schon geöffnet sein, die Hütte selber hat noch geschlossen. Mittlerweile konnten neue Pächter gefunden werden und einer Öffnung der Hütte Ende Mai steht nichts im Wege.

Unterwegs entdecken wir unseren ersten Enzian dieses Jahr! Je tiefer wir kommen, desto mehr entwickelt sich die Natur.

Der Bergbach führt starkes Wasser, die Schneeschmelze ist im vollen Gange. Daher konnten wir auch den nicht immer vorhandenen Wasserfall heute sehen.

Am Hackl beschließen wir, das schon eröffnete Kneippbad einzuweihen, ich bin immer wieder überrascht, wie kalt das Wasser dann doch ist. Ein paar flotte Runden gehen sich im Wasser aus, dann brennen die Füße, und wir brauchen eine Pause!
Der Wohlfühlfaktor stellt sich alsbald ein… kneippen ist schon doch was Gutes!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:44 h
Gesamtlänge: 8,45 km
Höhenmeter: 535 m

240426 Inntalrunde (Fahrrad)

Freitag ist immer „kurzer“ Arbeitstag und ich beschließe, direkt nach der Arbeit den Heimweg ein wenig auszudehnen. Ich fahre von der Arbeit in Innsbruck los und steuere gleich auf den den Inntalradweg hin.

Diesem folge ich in Richtung Osten, also der Flussrichtung des Inn´s folgend. Das Wetter ist sehr angenehm, es ist warm, aber nicht heiß und alles passt perfekt!

Vor kurzem noch ist eine Kaltfront durchs Land gezogen und hat die Berge in frischen, glänzenden Schnee gehüllt. Das tut dem Kontrast nur gut, im Tal blühen die Wiesen, auf den Bergen residiert noch der Winter!

Vorbei an Hall erreiche ich Baumkirchen und den „illegalen“ Bumptrack, der zur Zeit immer in den Nachrichten erwähnt wird. Bei einer kurzen Begutachtung muss ich feststellen, ich wäre als Kind mit einer solchen Einrichtung überglücklich gewesen. Hoffentlich können sie hier einen Kompromiss, speziell zugunsten der Kinder finden!

An Fritzens vorbei erreiche ich die ersten Häuser von Neu-Terfens, hier quere ich über die Innbrücke auf die Südseite des Inns.

Vor mir liegt die Lampsenspitze, auf der ich zu meiner Militärzeit einmal gestanden bin… dieser Gebirgszug würde mich wieder mal interessieren!

Auf der anderen Seite ist das Kellerjoch, der Hausberg von Schwaz, hier werde ich mit Biggi heuer im Sommer hoffentlich das Ende einer tollen Wanderung feiern. Doch dazu später einmal mehr…

Über schöne Feldwege, teils asphaltiert fahre ich wieder retour gen Westen. War der Weg bis jetzt immer am Inn flussabwärts, merke ich nun, dass ich wieder gehen den Strom fahre… dabei merke ich weniger die Höhenmeter, sondern an den straffen Gegenwind, der mir den Bart zersaust.

Unterwegs fällt mir ein Spruch meiner Mutter ein: Sie meinte vor kurzem, dass immer weniger Insekten vorhanden sind, das sieht man vor allem auf den Windschutzscheiben der Autos, so ihr Kommentar…
Mir kommt heute allerdings vor, dass ich die Stellen befahren habe, an denen noch genügend kreucht und fleucht… zumindest habe ich so viele Insekten geschluckt, dass das fast als Mittagessen durchgehen könnte.

An der Karlskirche vorbei, erreiche ich bald wieder das „Badl“ bei Hall in Tirol. Hier biege ich nun auf einen Schleichweg ab, der mich kürzest möglich nach Aldrans bringen soll.

Hier bleibe ich kurz stehen und entdecke promt einen Spitzmorchel… und noch einen, zwei, drei… dann ist Ende. Obwohl ich den ganzen Bereich mehrmals absuche, bleibt es bei den vier Pilzen… was für ein Zufall!

In Ampass bleibe ich bei einem kleinen Lebensmittelgeschäft stehen und gönne mir eine Mittagsjause. So gestärkt ist der restliche Weg nach Hause ein Klax!

Kurz vor Aldrans eröffnet sich mir wieder dieser wunderbare Ausblick auf das Oberland, heute mit den frisch getünchten Bergen schon fast kitschig.

Zufrieden erreiche ich mein Zuhause. Die Heimfahrt war heute untypisch lang, hat aber richtig Spaß gemacht. Ich bin richtig motiviert, öfter mal mit dem Rad „auszureiten“…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:14 h
Gesamtlänge: 45,70 km
Höhenmeter: △ 394 m / ▽ 223 m

240414 Hoadl (2.340m)

Die Temperaturen sind dieses Jahr schon fast früh-sommerlich, im April… doch noch haben Biggi und ich die Skisaison nicht aufgegeben. Heute ist letzter Tag in der Axamer Lizum, wir beschließen, noch eine Pistentour zu machen, während sich die Buben, Georg und Letu, im Funpark austoben können.

Wir fahren mit dem Bus zu Biggi und dann mit dem Auto weiter in die Lizum. Der Parkplatz ist zwar nicht gesteckt voll, aber gut besucht. Auch noch ein paar Camper, die wahrscheinlich vom gestrigen „Ugly Ski Day“ über geblieben sind, zieren die große Betonfläche.

Am Parkplatz treffen wir uns noch mit Doris, einer Freundin von Biggi, die uns heute begleitet. Die Schneeverhältnisse sind überraschend gut, wir können direkt bei der Talstation losgehen.

Die Burschen genießen die warmen Temperaturen, Letu ist sogar kurzärmlig am Weg.

Ein kurzes steileres Stück müssen wir mit ein paar Spitzkehren meistern, ansonsten verläuft der Aufstieg unspektakulär, aber schön.

Wir sind relativ spät gestartet und merken, dass die Schneequalität unter den erstarkten Sonnenstrahlen leidet. Im Aufstieg sehen wir „Etwas“ im Schnee liegen, zum Glück schaut ein vorbeikommender Skifahrer nach dem Rechten. Es ist eine Jacke, die wahrscheinlich einer der „Ugly Skier“ gestern verloren hat… vermutlich ist es doch ein wenig wilder zugegangen.

Es ist zwar schon spät in der Saison, dennoch überrascht und der geringe Andrang bei diesem Kaiserwetter. Uns soll es recht sind, dann haben wir die Piste für uns.

Die Sonne scheint intensiv auf uns herab, daher ist das Nachschmieren mit Sonnencreme sehr wichtig…

Die Aussicht wird wie gewohnt mit der Höhe immer besser. Die Kalkkögel sind jedes Mal wieder beeindruckend. Ich hoffe, im Sommer schaffe ich hier die eine oder andere Bergtour.

Oberhalb des Dohlennests, einem kleinen Gasthäuschen, machen wir eine Pause und trinken einen Schluck.

Dann starten wir den Endspurt. Immer wieder sehen wir die Spuren des Saharastaubs, der sich gut zwischen präparierter und nicht-präparierter Piste unterscheiden lässt.

Am Grat zum Hoadl, dem Gipfelrestaurant, eröffnet sich der Blick ins Senderstal mit Kemater Alm und Adolf-Pichler-Hütte und den beeindruckenden Gipfeln um die Alpenclubscharte

Flach ziehen sich die letzten Meter hinauf zum Hoadl. Die Burschen haben uns schon gemeldet, dass sie oben auf uns warten. Und auch wir freuen uns auf eine feine Erfrischung.

Schließlich erreichen wir das Gipfelkreuz und den Hoadl (2.340m), eigentlich schön gelegen. So fein das Hoadl-Gasthaus ist, eine Augenweide finde ich das Gebäude dennoch nicht… praktisch ist es allemal.

Wir essen im Innenbereich eine Kleinigkeit, dann setzen sich die Erwachsenen nochmals in die Sonne und die Buben fahren eine Runde in den Funpark.

Fast schon zu gemütlich wird es hier oben, die Sonne wärmt, das Bier schmeckt gut, so könnte man es schon eine Weile aushalten…

… leider müssen wir weiter. Vom Hoadl fahren wir über die Abfahrt zum Funpark, dort sammeln wir die Jungs ein, und fahren weiter zum Parkplatz. Zufrieden fahren wir nach Innsbruck zurück.

Die Temperaturen waren am Hoadl schon gut, aber kein Vergleich zu Innsbruck. Dort zeigt uns das Auto-Thermometer +30°C an, neue Rekordtemperatur für April… der Klimawandel lässt sich einfach nicht mehr leugnen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:32 h
Gesamtlänge: 7,50 km
Höhenmeter: ∆ 784 m / ∇ 769 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Nassschneelawinen)

240413 Einradeln

12.04.2024
Das Frühjahr kommt heuer mit Riesenschritten daher, die Temperatur sind abnormal hoch. Wir beschließen, das schöne Wetter auszunutzen, und mit dem Rad eine Runde nach Volders und retour zu fahren.
Ich fahre von zu Hause zu Biggi, dann radeln wir am Radweg nach Osten aus Innsbruck hinaus.

Das Wetter ist ein Traum, dem entsprechend viel los ist auf dem Radlweg. Bald erreichen wir Hall in Tirol, weiter fahren wir nach Volders. Hier queren wir den Inn und fahren auf der Nordseite wieder zurück nach Innsbruck.

Nicht meine Erste, aber dafür die längste Runde im neuen „Radljahr“. Ein gemütliches Einradeln, das Freude auf mehr macht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:06 h
Gesamtlänge: 36,32 km
Höhenmeter: 261 m

13.04.2024
Da die Tour und das Wetter gestern so fein waren, nutzen wir es aus und fahren heute wieder eine Runde.
Dieses Mal haben wir ein paar Höhenmeter eingeplant, wir fahren wieder direkt von Innsbruck, dieses Mal in Richtung Nordkette. Georg begleitet uns am Anfang, zweigt dann aber auf einen Trail ab, während Biggi und ich weiter bergan radeln.

Beim Rechenhof stellen wir fest, dass das Gasthaus geschlossen ist, daher fahren wir weiter und setzten uns ein wenig oberhalb in die Sonne. Dann fahren wir wieder retour nach Innsbruck, auch heute eine tolle Tour

Ich bin motiviert, dieses Jahr ein wenig mehr mit dem Rad zu unternehmen, in feiner Begleitung radelt es sich ja auch viel leichter…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:54 h
Gesamtlänge: 23,13 km
Höhenmeter: 523 m

240407 Longfall (1.075m)

Unser dritter und letzter Tag in Meran. Nachdem wir gestern eine feine Runde um Meran, entlang der Waalwege gemacht haben, zieht es uns heute in höhere Gefilde.

Wir starten wieder bei der Unterkunft, nur heute in die entgegengesetzte Richtung. Unser erster Weg führt uns hinauf ins Dorf Tirol.

Durch das Dorf, sehr touristisch und heute im Zeichen der Erstkommunion, erreichen wir den Steig nördlich des Dorfes, der uns hinauf zu den Muthöfen führt. Auf dem Weg dorthin kommen wir am sogenannten Farmerkreuz vorbei.

Steile Wiesen am Weg zeugen von dem entbehrungsreichen Leben hier im „Land der Berge“. Heutzutage sind diese Plätze allerdings sehr idyllisch gelegen.

Die Aussicht von den Höhen auf Meran sind atemberaubend, das Wetter ist zwar nicht ganz so schön wie am Vortag, aber dennoch mehr als ausreichend für eine gute Aussicht.

Wir gönnen uns eine kurze Pause, genießen die Aussicht in vollen Zügen, dann wandern wir weiter auf unserem Weg.

Ein kleines Durchgangstor müssen wir durchschreiten, dann erreichen wir die Muthöfe.

Im Hintergrund sehen wir den Oberhochmuthof und das Gasthaus Steinegg. Beide sind über eine spektakuläre Seilbahn erreichbar.

Unser Weg führt nun nach Nordwesten, diesem folgend über einem kleinen, steilen Wiesenpfad, bis wir wieder Wald erreichen.

Fast ohne Höhenverlust wandern wir nun entlang dieses Steiges ins Fineletal mit dem Longfallhof, unserem heutigen Ziel.

In gemütlichem Auf- und Ab steigen wir immer tiefer in dieses einsame Tal, zumindest scheint es heute so.

Wir hören den Finelebach schon lange rauschen, schließlich erreichen wir den Talgrund und den schönen Wasserlauf.

Hier genießen wir wieder die nochmals eine kurze Pause, leider müssen wir feststellen, dass das Gasthaus heute geschlossen hat. Dennoch werden wir den sympatischen Ort noch im Vorbeigehen bewundern.

Lange habe ich gerätselt, woher der Name dieses Gasthauses wohl herkommen würde… nachdem wir den langen Wasserfall (Longfall) gesehen haben, ist uns allen klar, wie dieser Name entstanden ist.

Das Gasthaus selber liegt auf einer schönen Almwiese, es ist wohl früher mal wirklich eine Alm gewesen. Über die Qualität des Gasthauses können wir nicht Auskunft geben, eben weil geschlossen.

Der Pfad führt nun um das Gasthaus, dann ein Stück dem Zaun entlang, um schlussendlich wieder zum gewohnten Waldweg zu werden.

Im Sommer sicher fein zu gehen, ob des Schattens, finden wir den Weg heute auch sehr angenehm. Die Temperaturen sind ja jenseits der normalen Durchschnittstemperaturen (Stichwort Klimawandel), aber irgendwie auch richtig fein!

Am Weg retour kommen wir auch noch bei den bekannten Erdpyramiden vorbei. Hierbei handelt es sich um Konglomerat, auf dem ein Deckstein liegt. Dieser schützt ein wenig vor Erosion, allerdings werden die vom Deckstein ungeschützten Passagen ausgewaschen. Zurück bleiben Pyramiden-ähnliche Gebilde…

Die Natur ist hier in Südtirol auch schon wieder ein paar Wochen voraus, besonders angetan haben es mir die schönen Blüten des Waldsauerklees.

Je tiefer wir kommen, desto größer und vielfältiger wird die Blumenpracht. An der Passer sind schon regelrechte Blumenwiesen zu sehen…

Wir folgen einem kleinen Steig, der uns dann auch direkt an die Passer führt.

Diesem Gewässer folgen wir nur ein paar Meter, dann zweigen wir auf einen Pfad, der uns ins Zentrum von Meran bringen soll.

Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir wieder einen Waalweg.

Unsere Unterkunft können wir am Senderbühel schon erkennen, aber noch haben wir ein wenig Strecke vor uns…

Dieser Waalweg gefällt mir besonders gut, es sind ein paar kleine Täler zu queren und machen den Steig abwechslungsreich.

Schließlich erreichen wir den Beginn von Meran, die Zenoburg thront hoch über uns und der Passer und blickt grimmig auf uns herab.

Lieblicher ist hier der Übergang der Passer, Stromschnellen, kleine Katarakte und wunderschöne Felsformationen säumen den Weg.

Den letzten Weg bestreiten wir auf dem uns schon bekannten Tiroler Steig, der steil zurück zum Dorf Tirol führt.

Oben angekommen, gönnen wir uns noch eine Erfrischung, dann fahren wir (leider) schon wieder retour nach Nordtirol. Ich wäre gerne noch einen Tag geblieben… aber andererseits habe ich den Aufenthalt genossen und Lust auf Mehr bekommen.

Obwohl ich heuer das Konzept des Buabenwochenendes ein wenig geändert habe, finde ich die Wanderungen sehr gelungen. Es bleibt mehr Zeit, sich auszutauschen, das war bei den Klettersteigen nicht immer der Fall.
Ich freu mich auf jeden Fall schon auf das nächste Jahr, wieder mit der gesamten Schar eine tolles Wochenende im Frühling verbringen zu können!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:41 h
Gesamtlänge: 20,31 km
Höhenmeter: 1258 m

240406 Marlinger-, Algunder Waalweg, Schloss Tirol

Der Samstag Morgen weckt uns mit wunderbarem Wetter, die kurze Hose wird gleich ausgepackt. Wir starten mit einem üppigen Frühstück in den neuen Tag. Heute stehen Waalwege (Südtiroler Wasserwege) auf dem Programm.
Nach dem Frühstück starten wir direkt bei der Unterkunft, über den Tiroler Steig wandern wir nach Meran.

Wir müssen quer durch Meran, an der Passer entlang, vorbei an schönen Gebäuden, teilweise aus der K&K Zeit. Kaiserin Sissi war ja in Meran länger auf Besuch, davon profitiert die Stadt bis heute.

Der Passer weiter entlang passieren wir das „Ippodromo“ (Maiser Pferderennplatz), ein riesiges Areal mitten in der Stadt.

Wir überqueren die Etsch, nun müssen wir ein Stück bergan gehen, nun wird die Aussicht besser und besser. Bald sehen wir nochmals zurück auf Meran, das Ippodromo ist nun gut sichtbar. Im Hintergrund thront Ifinger und der Hirzer über der schönen Stadt.

Schließlich erreichen wir Marling und damit auch den Start in den Marlinger Waalweg, der wir nun ein paar Kilometer begleiten können. Allerdings gehen wir entgegnen dem Wasserfluss, da wir nach Norden nach Algund wandern.

Dieser Wasserweg wurden vom Kartäuserkloster Allerengelberg zur Bewässerung ihrer Weinberge angelegt. Erbaut wurde der längste Waalweg Südtirols (ca. 12 km) zwischen 1737 und 1756.

Wir haben heute den gefühlt perfekten Zeitpunkt für die Begehung gefunden. Das Wetter ist ein Traum und der Andrang hält sich noch in Grenzen.

Wunderschön in Schuss gehalten und immer noch in Verwendung, erinnern mich diese Wassergräben an die Levadas in Madeira.

Unterwegs gibt es immer wieder kleine Erfrischungen, natürlich gegen Entgelt.

Der Weg führt, dem Wassergefälle geschuldet immer eben am Fuß des Larchbühel, dem Hausberg Marlings entlang Richtung Norden.

Am Schluss, die letzten 800 m des Weges, wurde der Waal modernisiert und in den Berg verlegt. Dennoch ist der Weg noch begehbar.

An Steilwänden entlang, teilweise mit Brücken und Stegen ausgestattet, führt der Weg bis zum Übergang der Etsch.

Beim Zollwirt wechseln wir die Flussseite, nun erreichen wir den zweiten Waalweg, den hier heute begehen wollen.

Auch der Algunder Waalweg ist spitzenmäßig angelegt, der Pfad ist ein wenig breiter, und nur sind schon mehr Leute am Weg.

Viele Familien nutzen den feinen Tag für einen Ausflug, in der Ferne grüßen uns noch die schneebedeckten Berge

Mit flottem Schritt wandern wir nun gen Osten, nördlich von Meran in Richtung Schloss und Dorf Tirol.

Streckenweise können wir noch den alten Waalweg besichtigen, die Bauweise unterscheidet sich von den betonieren Trögen von heute sehr, natürlich sind diese Abschnitte auch wartungsintensiver.

In Gratsch zweigen wir nach Norden ab, denn wir wollen noch das Schloss Tirol besichtigen. Allerdings muss der Aufstieg zur Festung hart erkämpft werden, steil windet sich der Pfad zur Straße hinauf.

Stiegen, Waldpfade und schöne Aussicht, so kann man diesen kurzen Weg, der fast gerade den Berg hinaufführt, beschreiben.

Schließlich erreichen wir Kronsbühel mit der markanten Kirche, ab hier führt uns die Fahrstraße zum Schloss hinüber.

Wunderschön gelegen steht hier die Stammburg und wiege der Grafschaft Tirol. 1420 wurde der Regierungssitz der Grafschaft von Meran nach Innsbruck verlegt.

Das Schloss wurde umgehend renoviert und beherbergt ein sehr interessantes Museum mit baugeschichtlichen Betrachtungen der Burg.

Die Aussicht aus dem Rittersaal über den Talkessel von Meran ist spektakulär, fast übersieht man, wie wunderschön die Säulen am Fenster ausgearbeitet sind.

Erst um 1900 wurde das Burgareal wieder hergestellt, davor wurden Teile sogar als Steinbruch verwendet. Seit 2003 befindet sich im Schloss das Landesmuseum.

Besonders schön sind die Portal-arbeiten an der Kapelle, mit exotischen Tieren und Szenen.

Im Bergfried befindet sich eine für mich sehr interessante Ausstellung zu den Jahren seit der Teilung von Nord-, Ost- und Südtirol. Erst das Eintritt in die EU und die Gründung der Europaregion Tirol hat hier wieder ein wenig Ruhe einkehren lassen.

Über den ostseitigen Abstieg wandern wir aus dem Schloss nun nach Dorf Tirol.

Immer wieder begeistern die Ausblicke auf die Hügel- und Bergwelt rund um Meran.

Am frühen Nachmittag erreichen wir wieder den Schneeburghof, nach diesem Marsch haben wir uns eine Pause verdient.

Wir lassen den Nachmittag und Abend auf der Terrasse ausklingen, das Essen schmeckt heute besonders gut!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:46 h
Gesamtlänge: 21,93 km
Höhenmeter: 485 m

240405 Buabenwochenende – Anreise

Das heurige Buabenwochenende unterscheidet sich ein wenig von den Vorhergegangenen… dieses Mal bleibt das Klettersteigzeug zu Hause, wir werden dieses Mal Wanderungen machen.
Am Freitag treffen wir uns bei mir zu Hause, eine kleine Jause zum Mittagessen gönnen wir uns, dann fahren wir los…

Über den Brenner bis nach Sterzing, dann hinauf auf den Jaufenpass führt unsere Route. Die Straße ist schneefrei, allerdings liegt am Jaufen noch relativ viel Schnee.

Besonders im oberen Passeiertal scheint der Schnee heuer zu Hause zu sein. Wunderschön schauen die beeindruckenden Berge aus, besonders wie hier im Bild die Sarntaler Alpen

Über die steilen Serpentinen erreichen wir St. Leonhard im Passeier, ab hier führt eine wunderschön ausgebaute Straße nach Meran.

Wir haben unsere Unterkunft hoch über Meran, im Dorf Tirol, am Segenbühel. Der Schneeburghof ist bald gefunden, und wir werden herzlichst begrüßt. Rasch sind die Zimmer bezogen.

Wir treffen uns auf der Terrasse und genießen die warme Nachmittagsstunden bei einem Bier. Es ist toll, dass wir uns heuer wieder geschafft haben, sind wir einhellig der Meinung.

Am Abend gönnen wir uns noch ein gutes Essen im hoteleigenen Restaurant.

Später wollen wir noch auf einen Sprung nach Meran, über den Tiroler Steig erreichen wir rasch das Zentrum. Leider ist hier nicht viel los…

… daher spazieren wir zurück zu unserer Unterkunft und lassen dort den Tag ausklingen.

240404 Figln (Nordkette)

Mit 01.04 (ersten April) startet auf der Nordkette die Figlsaison… das habe ich mir dieses Jahr dick in den Kalender eingetragen. Und schon am Donnerstag Nachmittag kann ich zusammen mit Biggi die Piste testen.
Neben dem Figln ist noch der Funpark offen und wird augenscheinlich noch gut genutzt.

Leider hat der warme Frühling der Piste am 3er Sessellift schon seinen Stempel aufgedrückt und auf den ersten Blick schaut die Piste gar nicht toll aus!

Zum Figeln reicht es aber dann allemal, es ist wenig los, das macht die kurze Engstelle in der Abfahrt unproblematisch.
Zwischendurch treffen wir Freunde, die auch die Situation ausnutzen.

Wir sausen ein paar Mal die Piste runter, das Figln ist schon eine lustige Sportart. Eigentlich gedacht, um im Frühjahr bei einer Bergtour schneller ins Tal zu kommen, wird es hier an der Nordkette richtiggehend zelebriert!

Die „komische“ Haltung auf den Kurzski belastet auf Zeit aber doch die Oberschenkel und wir beschließen, auf der Terrasse der Seegrube noch ein wenig zu rasten.

Es war lustig und ich bin froh, dass wir es ausgenutzt haben. Wer weiß, wie lange das Figln heuer an der Nordkette wirklich geht, wir haben auf jeden Fall einen idealen Tag erwischt!