Archiv des Autors: Wisse

240330 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Der Frühling kündigt sich mit Riesenschritten an, die Blumen sprießen und blühen, die Natur erwacht wieder. Zu den feinen Temperaturen steuern Föhn und mittransportierter Saharastaub auch noch ihren Teil bei.

Biggi und ich beschließen, auf die Rinner- und evtl. weiter auf die Aldranser Alm zu gehen. Also meine Trainingsrunde, gestartet wird wie üblich in Rinn.

Über den Rinner Almensteig machen wir gleich Höhe, die Temperaturen sind für die Jahreszeit aber echt ungewöhnlich… dem Klimawanderl sei „Dank“.

Der Föhn ist heuer auch stärker in Erscheinung getreten und überall im Wald können wir seine Spuren entdecken. Einige schöne, alte Bäume sind dem Südwind zum Opfer gefallen, teilweise mitten in intaktem Forst.

Wir haben ein gutes Tempo, und schon bald erreichen wir das Gatter zur Rinner Alm und schließen damit den ersten Teil der Wanderung ab.

Obwohl die Aussicht mäßig ist, freu ich mich ob der Temperaturen schon sehr auf die heurige Bergsaison. Einige Projekte habe ich auf meiner Liste…

Die Rinner Alm (1.380m) ist geschlossen, dennoch gönnen wir uns eine kurze Pause in der Schaukel

Die Sonne lugt durch die staub-durchdrungenen Luft, die Pause ist sehr gemütlich. So beschließen wir, da Schnee auch keiner mehr liegt, zur nächsten Alm aufzubrechen.

Durch moosbewachsenen Fichtenwald spazieren wir am Verbindungsweg gen Westen.

Wir erreichen die Forststraße, die hinauf zur nächsten Alm führt. Von hier haben wir ein paar Ausblicke auf das Inntal, leider ist die Sichtweite heute bescheiden.

Die Aldranser Alm (1.511m) ist auch noch geschlossen, allerdings wird es nicht mehr lange dauern. Wir setzen uns auf eine Bank, genießen einen Schluck Wasser. Die ersten E-Biker kommen auch schon oben an.

Der Wind ist der einzige Wermutstropfen heute, und schlussendlich ist es auch dieser, der uns von dem ansonsten gemütlichen Plätzchen vertreibt.

Auf dem Waldsteig wandern wir hinunter nach Fagslung, vorbei an der Wasserfassung für Aldrans

Immer wieder sehen wir Frühlingsboten, die uns an die kommenden warmen Saison erinnern, wie hier im Bilde der Huflattich.

Über die Felder vor Fagslung erreichen wir wieder Siedlungsgebiet, über das Industriegebiet wandern wir nach Aldrans.

Eine gemütliche Einstiegstour, in feinster Gesellschaft. So kann es weitergehen… Ich freu mich schon auf die kommende Saison…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:57 h
Gesamtlänge: 9,91 km
Höhenmeter: △ 643 m / ▽ 853 m

240321 Bitterlehütte (1.080m)

Dieses Wochenende sind wir, Biggi und ich auf der Hütte. Es sind ein paar Sachen zu tun, der Winter ist vorbei und es gibt immer was zu erledigen. Ausspannen steht natürlich auch auf dem Programm, es soll ja ein feines Wochenende werden.

Am Freitag Nachmittag steigen wir auf, da wir ein paar schwere Sachen mithaben, liefern wir diese erst mit dem Auto ab, dann stellen wir das Fahrzeug wieder ins Tal. Der anschließende Fußmarsch tut gut und ist ob der lauen Temperatur angenehm.

Am Samstag starten wir mit einem feinen Frühstück in den Tag, bald darauf starten wir mit der Arbeit. Es ist Schadholz aufzuarbeiten, die Wasserversorgung haben wir schon am Vortag reaktiviert. Das Wetter zieht ab Mittag zu, ein dramatischer Temperatursturz bringt sogar leichten Schneefall.

Rasch erledigen wir das Holz, das im nächsten Winter wohl die Basis für gemütliche Tage auf der Hütte wird. Am Abend spielen wir noch Karten, nachdem wir uns ein feines Essen gegönnt haben.

Der nächste Morgen bringt dann die erwartete Überraschung, es ist winterlich geworden auf dem Berg. Die Wiese ist schneebedeckt, aber dank Holzofen ist es total gemütlich.

Zum Glück konnten wir alle vorgenommenen Arbeiten erledigen. Wir räumen die Hütte auf und machen uns wieder auf ins Tal.

Ich freu mich schon auf den nächsten Aufenthalt!

240316 Patscherkofel (2.246m)

Schon seit einiger Zeit „kitzelt“ mich eine Schneeschuhtour, endlich ist es so weit. Weit weg will ich nicht fahren, daher beschließe ich, eine Runde auf und um den Patscherkofel zu machen.
Mit der Bahn fahre ich bis zur Mittelstation, die Talabfahrt ist schon wegen Schneemangels geschlossen. Hier starte ich, mit Grödeln bewaffnet, die Schneeschuhe bleiben auf dem Rucksack.

Ich erreiche nach ein paar Minuten die Patscher Alm (1.694m), hier verlasse ich das Skibgebiet und folge dem Forstweg, auch Vitalweg genannt, in Richtung Hochmahdalm

Es ist und bleibt eine Forststraßen-Hatscherei, egal ob Sommer oder Winter. Dennoch tröstet die wunderschöne Aussicht ein wenig über diesen Fakt hinweg.

Das Stubai, für die Jahreszeit auch schon auffällig schneefrei, liegt direkt vor mit. Ich komme an der sogenannten David-Hütte, in super Lage, vorbei.

Der Weg ist immer noch gut zu gehen, die Schneeschuhe können noch am Rucksack bleiben.

Schließlich erreiche ich auch die Hochmahdalm (1.907m). Hier treffe ich auch zwei Skitourengeher, die gerade eine Pause machen.

Kurz nach der Alm biege ich von der Straße ab ins Gelände, hier sind auch mehrere Skitourengeher am Weg. Nun endlich kommen die Schneeschuhe zum Einsatz.
Der Aufstieg auf den Gipfel des Kofels ist einfach, aber die Sicht grenzwertig… fast wie ein „Whiteout“.

Ich stapfe vor mich her, Sicht gegen Null, als plötzlich die Wolkendecke aufreißt und die Sendeanlage direkt vor mir liegt. Ich bin überrascht, dass ich schon fast auf dem Gipfel stehe.

Für eine Pause ist es noch zu früh, ich gehe an der Gipfelstube vorbei, diese ist trotz des nicht idealen Wetters gut gefüllt.

Ein Abstecher zum Gipfelkreuz des Patscherkofels ist Pflicht. Der Wind bläst wie verrückt, daher bleibe ich nur einen Augenblick stehen.

Vom höchsten Punkt wandere ich nun ostwärts, vorbei an der riesigen Sendeanlage und über den Osthang in eine Mulde. Der Schnee ist gut tragfähig, dennoch muss man aufpassen, wohin man steigt, um nicht in eine Klusse (Felsloch) zu steigen.

Unter dem Lanser Kreuz wird es ein weniger steiler, ich finde eine alte Spur, der ich folge. Obwohl der Nimbus des Erstbegehers verloren , ist das Fortkommen um einiges leichter geworden.

… in einer steileren Passage zweigt der Weg hinab in eine Mulde und weiter Richtung Zirbenweg.

Die Orientierung ist im Winter wesentlich schwieriger, ich quere den Zirbenweg unbemerkt und befinde mich plötzlich tiefer als eigentlich geplant. Unter dem Osthang des Kofels wandere ich dann zur Grünbichlhütte.

Über einen flachen Boden mit vielen Latschen, das „Lieblingsgebiet“ ein jedes Schneeschuhwanderers, führt der weitere Weg. Obwohl keine steilen Passagen sind, muss ich bei jedem Schritt aufpassen, nicht einzubrechen.

Ich erreiche die Grünbichlhütte, ein Blick über die Schulter zeigt düsteres Wetter im Unterinntal. Mal schauen ob der Sonnenschein an meinem Standort noch ein wenig hält…

Von der Hütte führt eine Spur in Richtung Patscherkofel-Bergstation, undeutlich, aber erkennbar. Dieser folge ich, vermutend, dass ich auf dem Zirbenweg bin. Dies dürfte auch der Fall sein, allerdings ist der Weg zugeschneit und relativ steil, mit den Schneeschuhen stellt diese eine Herausforderung dar.
Zusätzlich ist die Schneeschichtung gelinde gesagt „komisch“, oberflächlich liegt ein fast schon schmieriger Schneefilm, unterhalb eine sehr harte Schneeschicht. Dies beeinflusst den Gripp der Schneeschuhe, ansonsten kein Thema, heute ein wenig negativ!

Ich quere die steileren Hänge, teils mit ungutem Gefühl, teil unter Zuhilfenahme von „ungewöhnlichen“ Steigtechniken und erreich schlussendlich wieder sicheren Untergrund.

Der Pulsschlag fährt langsam wieder runter, und nach kurzer Zeit eröffnet sich der Blick auf die Bergstation der Patscherkofelbahn. Ich habe es geschafft.

Eine schöne Tour mit Schneeschuhen, die Steilheit und der ungute Schneedeckenaufbau haben mich am Schluss ein wenig auf Trab gehalten, aber Spaß gemacht hat die Tour allemal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:18 h
Gesamtlänge: 8,79 km
Höhenmeter: ∆ 685m / ∇ 437m
Lawinenwarnstufe: 1

240315 Sattelberg (2.115m)

Für unsere heutige Tour schlägt Biggi den Sattelberg vor. Ein kurzer Rundumblick, überall recht wenig Schnee! Ob das nicht zu optimistisch ist, frage ich mich?

Am Parkplatz angekommen, sind scheinbar meine Befürchtungen wahr. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen, ein paar Meter tragen tut nicht weh.

Nach einer kurzen Trageststrecke können wir die Ski anschnallen, zwischenzeitliche kurze schneefrei Stellen bewältigen wir in „tappender“ Manier.

Schon bald haben wir eine geschlossene Schneedecke, der Riecher von Biggi war doch goldrichtig.

Die ehemalige Skipiste ist gut präpariert, die Crew der Sattelbergalm leistet hier ganze Arbeit.

Das Wetter ist auch besser als prognostiziert, es ist relativ warm und der Wind hält sich sehr in Grenzen.

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Tourendaten
Gesamtdauer: 2:37 h
Gesamtlänge: 8,59 km
Höhenmeter: ∆ 852 m / ∇ 865 m
Lawinenwarnstufe: 1

240310 Halltal, St. Magdalena

Der Föhn wütet schon seit gestern im Land Tirol, besonders in den typischen Windschneisen. Damit fällt unsere geplante Skitour aus, wir müssen umdisponieren. Nach kurzer Überlegung fällt mir das Halltal ein, das ja durch die geographische Ausrichtung windgeschützt sein sollte.
Zum Parkplatz Hackl fahren wir mit dem Auto, dann starten wir über die Salzstraße ins Tal hinein.

Schon nach kurzer Wegstrecke wechseln wir auf den feinen Fluchtsteig, der im unteren Bereich breit ist und feines „Nebeneinanderlaufen“ zulässt.

Der erste Teil der Wanderung liegt noch offen zum Inntale, daher bläst auch hier der Wind mit vehementer Intensität. Zumindest ist es nicht so kalt!

Beim Bettelwurfeck macht das Halltal einen Knick nach Westen, damit wird dem Wind ein Hindernis in den Weg gelegt und für uns wird der weitere Aufstieg angenehmer.

Wir bleiben immer nahe an der Bergflanke, wir beschließen beim Aufstieg, den Eibentalsteig zu nehmen. Damit sind wir nördlich vom Zunterkopf und an der Leeseite vom Föhnwind.

In der Früh war der Himmel noch recht schicklich, aber jetzt ziehen immer mehr Wolken auf. Dennoch, es ist lau und trocken, also wandern wir weiter.

Wir erreichen das wunderschön gelegene Alpengasthaus Sankt Magdalena, eine Einkehr ist obligatorisch. Wir finden einen feinen Platz in der Veranda-Stube, der Kachelofen ist eingeschürt, es ist lauschig warm in der Stube.
Eine feine Tom-Yam-Suppe (Thai) mit anschließender Topfenschnitte stillen den kleinen Hunger.

Das Wetter wird leider eher nicht besser, daher machen wir uns an den Rückweg. Dieses Mal nehmen wir den „unteren“ Fluchtsteig, der durch schöne Buchen- und Eibenwälder ins Tal führt.

Zeitzeugen des ehemaligen Salzbergbaus sind immer noch sichtbar, die Soleleitung, die ich schon seit Jahren immer wieder fotografisch dokumentiere, ist immer noch „gut in Schuss“, zumindest streckenweise.

In den Grashängen und auch in den Schotterreisen sitzen, liegen und stehen Gämsen. Zum Fotografieren (mit der iPhone-Kamera) sind sie dann doch zu weit weg.

Am Talanfang lässt der Frühling seine ersten Boten sprießen, die ersten Leberblümchen, und auch Seidelbast entdecken wir.

Dies war eine feine Wanderung durch das Halltal, die sich heute rentiert hat. Während sonstige Aktivitäten ob des Windes wohl nur erschwert möglich gewesen wären, hat diese Runde definitiv Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:38 h
Gesamtlänge: 7,72 km
Höhenmeter: ∆ 533 m / ∇ 532 m

240309 Patscheralm (1.694m)

Die Sonne lacht vom Himmel, allerdings rüttelt zur gleichen Zeit der Föhn an den Fenstern, dass es nur so eine Freude ist. Ich lasse mich nicht entmutigen, der Patscherkofel steht heute auf dem Programm.
Mit dem Direktbus von Aldrans erreiche ich die Talstation. Der Skibetrieb konzentriert sich heute auf die Heiligwasserwiese, der Rest des Skigebietes ist geschlossen.

Ist starte direkt von der Talstation los, über die Olympiaroute steige ich steil zur Einmündung beim Tunnel, dort wechsle ich auf die Familienabfahrt.

Im unteren Teil des Skigebiets war ich noch halbwegs gut vom Wind verschont geblieben, aber je höher ich steige, desto steifer wird die Brise. Die Piste ist dafür in einem traumhaften Zustand…

Der Himmel ist klar und wunderschön, auf den Bildern sieht man halt keinen Wind. Dieser wird nun immer intensiver, und an zwei Stellen merke ich, wie es mich zur Seite drückt.

Der Blick ins Inntal ist heute wieder besonders schön, weil der Himmel so klar ist.

Überall, wo Sonne auf die Piste scheint, wird der Schnee ein wenig weicher und fein für den Aufstieg.

Schließlich erreiche ich über die Forststraße die heute auch geschlossene Patscheralm (1.694m). Hier beschließe ich, es gut sein zu lassen, denn es ist nicht mehr fein mit dem Wind.

Während ich mich für die Abfahrt herrichte, ziehen noch ein paar Unerschrockene an mir vorbei, aber ich bereue meine Entscheidung nicht. Der „Kofel“ läuft mir wahrlich nicht davon…

Über den Stubaiern kommen schon die ersten Wolken zum Vorschein, das Wetter wird wohl noch im Laufe des Tages umschlagen.

Die Abfahrt ist wie schon erwartet ein Traum, fast keine Spuren, und gerade in dem Zustand, den ich sehr gerne mag… oben ein wenig weich und dennoch griffig.
Rasch erreiche ich wieder die Talstation, beim letzten Schwung sehe ich gerade meinen Bus einfahren!

Und wie bestellt sitze ich 3 Minuten später auch schon wieder im Bus nach Hause. Wunderbar!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 6,52 km
Höhenmeter: ∆ 708 m / ∇ 706 m
Lawinenwarnstufe: Stufe 2 (Gleitschnee)
Wetter: Klarer Himmel, starker Föhn

240307 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Letu hat endlich ein Paar „Tourenski“ ergattert, das müssen wir gleich mal ausprobieren. Ich bin zwar nach einem langen Arbeitstag nicht so motiviert, dafür ist es Letu für uns Beide! Da gibt es kein Auskommen, ich muss mit…
Ausnahmsweise fahren wir mit dem FloMobil zum Glungezer.

Mit der Bahn fahren wir schnell in die Höhe, da es heute nur eine „Versuchstour“ ist, beschließen wir, von der Bergstation auf den Schartenkogel zu gehen. Das sind nur ein paar Höhenmeter, aber zum ausprobieren gerade recht.

Wir steigen an der Piste entlang stetig nach oben, über den Ziehweg und den letzten Steilhang erreichen wir die Bergstation des Schartenkogellifts und schlussendlich auch das Gipfelkreuz.

Es ist frisch, daher beeilen wir uns, packen die Sachen zusammen und fahren wieder ab bis zur Mittelstation. Die Talabfahrt ist heuer nur an ein paar erlesenen Tagen gegangen und ist schon länger gesperrt.

Eine kurze, feine Tour mit dem Sohnemann, es hat richtig Spaß gemacht. Hoffentlich geht sich das in nächster Zeit noch einmal aus!

Tourendaten
Gesamtdauer: 0:57h
Gesamtlänge: 5,89 km
Höhenmeter: ∆ 258 m / ∇ 819 m

240301 Rodeln Birgitzer Alm (1.840m)

Freitag Nachmittag, das Wetter ist nicht so prickeln, die große Frage: Was machen wir heute? Biggi schlägt vor, trotz schlechter Prognosen, eine Rodelrunde auf die Birgitzer Alm zu riskieren. Ich bin initial nicht so überzeugt, aber wir wagen es… im schlimmsten Fall müssen wir die Rodeln halt wieder runter tragen.

Mit dem Auto fahren wir bis zum Parkplatz am Adelshof, dann schultern wir die Rodeln und marschieren los. Wie erwartet ist die Bahn in erbärmlichem Zustand, dennoch lassen wir uns nicht entmutigen.

Zum Gehen ist es fein, ein wenig seifig, aber nicht eisig. Die Rodelbahn ist natürlich offiziell geschlossen und auch die Alm hat heute nicht offen…

Ab dem Boden ist die Bahn überraschend gut beieinander, und Schnee liegt hier eigentlich auch noch genug. Überrascht muss ich feststellen, dass wir nicht die einzigen „Unerschrockenen“ sind, sogar zwei Tourengeher sind am Weg.

Wir haben es auf jeden Fall fein, die Bewegung an der Frischluft ist einfach super. Stetig wandern wir höher…

… vorbei an richtig hohen Schneemauern. Wobei hier der Eindruck wahrscheinlich ein wenig täuscht… es dürft hier noch zwischen einem halben und einem Meter Schnee haben.

Schließlich erreichen wir die Alm, die wie wir schon wussten, geschlossen ist. Dennoch haben die Wirtsleute Wurstsemmel, Kuchen und Getränke in den Windfang gestellt, zur kostenpflichtigen Entnahme! Was für ein genialer Service! An dieser Stelle dem Team der Birgitzer Alm ein großes Lob!

Wir stärken uns mit einem Kuchen, dann fahren wir mit den Rodeln ab.

Entgegen der Annahme, dass es unten Tragestrecken geben würde, schaffen wir es ohne Unterbrechung bis zum Parkplatz zu fahren. Natürlich sind manche Stellen nur mit rasanten Kurvenmanövern zu meistern, es macht uns auf jeden Fall viel Spaß.

Eine super Tour, die echt Spaß gemacht hat, obwohl ich am Anfang echt skeptisch war. Biggi hatte hier den richtigen Riecher…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:34 h
Gesamtlänge: 7,16 km
Höhenmeter: ∆ 451m / ∇ 451m

240224 Wandern Aldrans

Am Freitag, den 23.02.2024 meldete sich der Winter mit Trompeten und Fanfaren zurück, mit Verkehrschaos im ganzen Niederschlagsbereich, von Osttirol, Zillertal, über das Wipptal bis ins Tiroler Oberland…
Am nächsten Tag lacht uns ein blauer Himmel entgegen, und verzaubert die Landschaft in das sprichwörtliche „Winter-Wonderland“.

Da unsere Zeit, und auch unser „Wollen“ heute ein wenig bescheiden ist, beschließen Biggi und ich, einen ausgedehnten Spaziergang durch die Zauberlandschaft zu machen.

Wir starten direkt in Aldrans und spazieren über die östlichen Felder, vorbei am Altersheim, zum Goaßgogl. Die steileren Passagen im Wald sind unangenehm zu gehen, da der Schnee, bzw. der Untergrund rutschig wie Seife ist.

Über das Pfarrtal erreichen wir die Wiesen vor dem Widum in Ampass. Hier haben wir einen wunderschönen Blick auf die zwei Türme der Ampasser Pfarrkirche. Der obere Turm musste gebaut werden, weil die Glocke für den originalen Kirchturm zu schwer war.

Vorbei am Kirchbühel und dem Ampasser Widum, müssen wir ein paar Meter der Straße folgend bergan Richtung Ebenwald. Nach 200m zweigt ein Weg nach Rechts ins Herztal ab.

Der Weg führt durch den Wald, es liegt einiges an Schnee, aber die Stapferei geht gut von Statten. Die Temperaturen sind schon wieder relativ hoch, daher schmilzt der Schnee auf den Bäumen relativ schnell ab.

Überall tropft es, immer wieder brechen kleine Schneelawinen von den Ästen ab. Wir ziehen uns vorsorglich die Kapuzen über den Kopf, das spart uns ein paar Mal ein kühles Genick.

Durch das Tal erreichen wir bald den Herzsee, der teils gefroren vor uns liegt. Natürlich keine tragende Eisschicht, dafür sind die Temperaturen zu hoch, aber immerhin schaut es hübsch aus.

Vom Herzsee spazieren wir schlussendlich über die Dörferstrasse hinab ins Dorfzentrum von Aldrans! So schließt sich eine gemütliche Rund in der Umgebung von Aldrans.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:28 h
Gesamtlänge: 4,79 km
Höhenmeter: △ 169 m / ▽ 173 m

240217 Rodeln Koglalm (2.135m)

Das warme Wetter hat letztens dem Schnee sehr zugesetzt, im Inntal kommen schon Frühlingsgefühle auf. Aber es gibt auch Plätze, die noch winterliche Gefühle aufkommen lassen. Dazu zählt auch Praxmar im Lüsental.

Biggi und ich haben beschlossen, hier noch eine Rodelpartie zu probieren, leider sind wir heute spät genug dran, das werden wir beim Aufstieg noch merken.

Von Praxmar steigen wir erst über eine Skipiste auf, bald erreichen wir die Forststraße auf die Koglalm.

Über schöne Serpentinen steigen wir immer höher, allerdings ist der Untergrund sehr weich und damit auch der Aufstieg mühselig. Ich bin schon gespannt, wie die Abfahrt funktionieren wird.

Es ist auch hier, trotz dem vielen Schnee viel zu war. Es kommen uns immer wieder Skitouristen entgegen, die wohl vom Grieskogel oder der Lampsenspitze kommen.

Bei der Alm angekommen, trinken wir heißen Tee und bereiten uns für die Abfahrt vor…

Es ist ein wenig Nebel eingezogen, die Sicht wird schlechter. Allerdings ist der Weg sehr gut markiert, also haben wir kein Problem mit der Orientierung.

Wir freuen uns schon auf die Abfahrt, schnell noch alle Sachen verpacken, dann rauschen wir auch schon los.

Die Abfahrt ist nur in den flachen Stücken mühselig. Richtig schnell werden wir zwar nicht, aber dennoch macht die Rodelpartie Freude. Viel zu schnell erreichen wir wieder Praxmar. Rodeln macht echt Spaß!

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,40 km
Gesamtdauer: 1:56 h
Höhenmeter: △ 449 m / ▽ 453 m