In der Höhe ist ein wenig Schnell gefallen. Trotzdem, dass die Sillschlucht, früher beliebtes Naherholungsgebiet, letztes durch illegale Raves in Verruf gekommen, nicht mehr ganz einfach zu erreichen ist, beschließen Biggi und ich, eben dorthin zu wandern. Mit dem Fahrrad erledigen wir rasch die Anreise, dann spazieren wir vom Bergisel-Denkmal hinauf zum Drachenfels. Die wunderschönen Herbstfarben begleiten uns auf Schritt und Tritt…
Am Drachenfels genießen wir die Aussicht auf den kunterbunten Wald, dann spazieren wir weiter, zuerst an der orographisch linken Seite der Sill, später wechseln wir auf die rechte Seite.
Hier, am breiten Bachbett könnte man, gutes Wetter vorausgesetzt, sehr schön picknicken. Oder aber eine Kneippkur der harten Art durchführen, wir wir schaudernd erblicken können. Eine Gruppe von jungen Leuten sitzen bis zur Brust im eiskalten Wasser… brrrrrrr!
Bei der zweiten Brücke wandern wir nach Vill hoch, eine kurze Einkehr beim „Gasthof Turmbichl“ mit Getränk und Suppe vervollständigt den ersten Teil der Wanderung.
Vom Turmbichler wandern wir über den Poltenweg und Bedelungerweg, und erreichen beim Bretterkeller wieder städtischen Untergrund… mit den Fahrrädern fahren wir wieder zurück zum Ausgangspunkt! Eine sehr feine Runde mit Biggi, die wir sicher nicht das letzte Mal gemacht haben!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:21 h Gesamtlänge: 13,21 km Höhenmeter: ∆ 477 m / ∇ 478 m
Wenn es mal schnell gehen muss, aber der Bewegungsdrang doch groß ist, bietet sich die wohnungsnahe Rinner / Aldranser Almenrunde an. Mit Biggi fahre ich nach Rinn, dort steigen wir direkt auf den „Rinner Alm Steig“ ein.
Gemütlich steigen wir empor, in höheren Lagen haben wir stellenweise Schnee, allerdings noch in homöopathischen Dosen. Es ist nicht sehr kalt, also geben wir dem Schnee keine große Überlebenswahrscheinlichkeit.
Flotten Schrittes erreichen wir die geschlossene Rinner Alm (1.380m). Diese ist schon auf Winter eingerichtet, vor dem Eingang wurde ein kleiner Kobel als Windfang aufgebaut.
Wir bleiben nicht stehen, nach kurzer Beratschlagung haben wir beschlossen, den Weg zur Aldranser Alm weiter zugehen. Ein wenig mehr Schnee ist hier dazugekommen, aber es ist trotzdem mit Halbschuhen gangbar.
Das Wetter ist heute nicht gerade einladend, an der Nordkette sieht es schon aus, als ob es regnen würde…
Nach kurzem Marsch erreichen wir die auch geschlossene Aldranser Alm (1.551m). Hier wird der Betrieb wohl mangels eigener Rodelbahn erst im Frühjahr wieder starten.
Wir genießen den Ausblick von der Alm, obwohl im Norden schon der Regen einzieht. Der Entschluss ist anschließend schnell gefasst, wir müssen hinunter ins Tal!
Wir nehmen den Stich direkt von der Aldranser Alm durch den Wald, schnell haben wir den Schnee hinter uns gelassen, die Temperaturen sind allerdings verhalten!
Der Herbst mit seinen Farben verzaubert den Wald und die Wege, am Bach sind schöne, gelbe Blätter ins Wasser gefallen und stellen einen wunderschönen Kontrast zum Grau der Steine dar…
Je tiefer wir ins Tal kommen, desto tiefer scheinen auch die Wolken am Himmel nieder zudrücken. Wir sputen uns…
… dennoch schaffen wir es nicht ganz, das Auto trocken zu erreichen. Ein „gscheider“ Guss überrascht uns auf den letzten Metern und wascht uns einmal richtig durch!
Ein dennoch wunderschöner Spaziergang in der Natur mit super Begleitung, der Tag hat sich heute wieder total rentiert!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:59 h Gesamtlänge: 8,91 km Höhenmeter: ∆ 680 m / ∇ 708 m
Auf den Bergen liegt der erste feine Schnee, und die Kälte ist ins Land eingezogen. Nach dem heißen Sommer und Herbst schon eine Umstellung. Biggi und ich gehen heute Wandern. Nachdem wir Letzens auf der Nordketten-Seite waren, ist heute das Mittelgebirge und die Tuxer an der Reihe.
Wir fahren mit dem Bus bis zum Lavierenbad in Rinn. Ein paar Meter müssen wir an der Hauptstraße entlang laufen, dann zweigen wir ab Richtung Poltenhof.
Eine sehr ruhige, und sehr schöne Gegend. Leider komme ich hier recht selten zum Spazieren gehen her… vielleicht geht sich das mit Biggi öfter aus.
Über die Höhenstraße erreichen wir Judenstein. Bekannt ist der ehemalige Wallfahrtsort für den antisemitischen Kult um das „Anderl von Rinn“. Jüdischen Händler war der Mord an dem kleinen Anderl angelastet worden. 1985 wurde der Kult schließlich aufgelassen.
Wir besuchen das Geburtshaus des Anderls, leider geht sich kein Foto aus, da das Haus von zwei sehr resoluten Gänsen verteidigt wird.
Der weitere Weg führt uns zur Teufelsmühle, diesen Platz habe ich früher, als die Kinder noch kleiner waren, öfter besucht. Mittlerweile ist die Mühle ein wenig in Mitleidenschaft gezogen und bedarf ein wenig Zuwendung.
Auch auf dem weiteren Weg zum Wiesenhof sehen wir immer wieder umgeknickte Bäume…
Das Bettelwurfmassiv ist schon gut „gezuckert“, der Winter ist im anrollen.
Auch auf dem Glungezer liegt schon Schnee… ich bin schon sehr gespannt, wie der Winter heuer wird! Wir kehren im Gasthaus Wiesenhof in Aldrans ein, dort lassen wir uns ein gutes Mittagessen schmecken. Die Pause tut total gut, wir genießen die Wärme der Wirtsstube.
Vom Wiesenhof wandern wir über die Prockenhöfe weiter zum Herzsee. Dieser hat sich sein Herbstkleid angezogen, die bunten Blätter schwimmen im Wasser…
Durch Aldrans an der Straße entlang kommen wir zu mir nach Hause, hier gibt es noch einen Kaffee… dann wandern wir weiter nach Innsbruck! Eine tolle Runde in wunderbarer Gesellschaft. Ich freue mich schon auf die nächste Wanderung mit Biggi!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:40 h Gesamtlänge: 16,03 km Höhenmeter: ∆ 248 m / ∇ 598 m
Biggi und ich haben beschlossen, dem nicht so schönen Wetter zu trotzen und auf die Kaisersäule zu wandern. Von Innsbruck erreichen wir den Ausgangspunkt in Hochrum direkt mit dem Bus.
Über den großen Wanderparkplatz erreichen wir nach kurzem Gang die Rumer Mure und queren das trockene Bachbett.
Der Weg ist schmal, aber gut in Schuss. Über den Steig wandern wir in Richtung Garzanmahd und Vintelalm.
Der Blick auf das Inntal ist beeindruckend. Speziell an den ehemaligen Mähdern, auf denen kein Bewuchs das Blickfeld begrenzt, ist die Sicht auf die Landeshauptstadt wunderbar!
Schließlich erreichen wir die nicht bewirtschaftete Vintlalm (1.567m). Hier machen wir eine kurze Pause, genießen den Ausblick und knabbern ein paar Nüsse… Obgleich heute ein relativ lauer Föhnwind bläst, ist es dennoch nicht ganz so gemütlich, daher brechen wir bald wieder auf.
Von der Vintlalm wandern wir über den schönen Steig, hoch über dem sogenannten „Kessel“ hinüber zur Thaurer Alm (1.464m).
Der Himmel ist beeindruckend und beängstigend zugleich. Der Föhnsturm ist am abklingen, das schlechte Wetter rückt schon nach. Dennoch bleiben die Wolken und der Regen noch im Süden der Landeshauptstadt stehen, während wir noch vom lauen Wind profitieren.
Der Herbst ist für mich eine der schönsten Zeiten, um in der Natur zu sein. Das Farbenspiel ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend…
Wir erreichen die Thaurer Alm. Dort wird gerade gereinigt und die Alm winterfest gemacht.
Unser Weg führ uns vorbei an dieser zweiten Alm, hinüber zur Kaisersäule, die nun immer mehr in unseren Blickwinkel rückt.
Über den Ostrücken des Thaurer Zunterkopfs steigen wir steil höher. Immer wieder können wir die Auswirkung vom letzten Sturm in Form von entwurzelten und gebrochenen Bäumen betrachten.
Schließlich erreichen wir die Kaisersäule (1.700m). Der Ausblick nach Westen und ins Wipptal verheißt nichts Gutes!
Das gemütliche Bänklein vor der Säule ist heute überhaupt nicht gemütlich, zu stark bläst nun der Wind und es ist gefühlt ein wenig kälter geworden…
Die Kaisersäule wurde im Jahre 1838/39 in der heutigen Form als Erinnerung an den Besuch des Kaisers Franz II. errichtet. Dieser hatte zuerst die Stadt Hall in Tirol, anschließend das Salzbergwerk und diese Aussichtskanzel besucht.
Wir setzten und an einen windgeschützten Platz und genießen unsere Brotzeit. Danach spazieren wir die letzten Meter zum Törl und schauen hinab ins Halltal.
Beim Törl drehen wir wieder um, nun wandern wir erst auf dem „Homercher Weg“ retour. Leider scheint der Weg, da ein Stück abgesperrt wurde, nicht begehbar. Wir erreichen über einen steilen Steig wieder den Weg zurück zur Thaurer Alm
Das Wetter scheint nun nicht mehr lange zu halten, daher entscheiden wir uns für die kürzeste Variante ins Tal. Über den Gasperlweg, Stanglmahd und vorbei am Kiechlberg erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, die Bushaltestelle in Hochrum.
Wir haben Glück, der Bus wartet schon auf uns und wir entkommen den ersten Tropfen, die nun vom Himmel fallen!
Tourendaten Gesamtdauer: 5:30 h Gesamtlänge:16,04 km Höhenmeter: ∆ 1.311 m / ∇ 1.305 m
Das Wetter ist wunderschön, da macht sich ein Ausflug nach Neuschwanstein gut. Das Schloss des „Märchenkönigs“ ist eines der bekanntesten Gebäude der Welt, zufälligerweise auch sehr nahe zu meinem Heimhaus…
Der Herbst ist die beste Zeit, um das Schloss zu besuchen. Vor kurzem konnte ich das Gebäude vom Säuling aus bewundern, heute geht es mal direkt zum Fuß des Prachtbaus.
Wir spazieren, nachdem wir um €10.- am Parkplatz erleichtert wurden, von Schwangau den offiziellen Steig hinauf zum Schloss. Das gute Wetter lockt heute nicht nur uns, ganze Menschenketten wälzen sich den Hügel hinauf.
Wir lassen es uns dennoch nicht verdrießen, es ist heute sehr schön und wir genießen den Aufstieg.
Immer wieder sehen wir das prächtige Schloss mitten im herbstlichen Wald. Am Schloss angekommen, müssen wir feststellen, dass heuer der Eintritt in den Hof verwehrt ist, bzw. auch für Diesen muss man schon bezahlen. Schade, aber wohl ein Tribut bedingt durch die vielen Besucher…
Auch der Ausblick ins Umland ist wunderschön, mit Hohenschwangau, dem Alp- und Schwanensee. Kein Wunder, dass der Königswinkel so bekannt und auch gut besucht ist.
An jedem schönen Platz stehen Menschentrauben für das obligatorische Foto an… schade, und dennoch irgendwie verständlich.
An der Marienbrücke angekommen, müssen wir feststellen, dass auch hier kein „freier Eintritt“ mehr möglich ist. Eine wahre Menschentraube schreckt uns auch hier ab, und wir spazieren wieder retour.
Zumindest können wir das Schloss noch von Außen betrachten, auch das ist schon beeindruckend genug.
Schließlich führt uns unser Weg wieder hinunter nach Schwangau… der Spaziergang war sehr schön, aber ein wenig schade ist, dass die früher freien Attraktionen, Innenhof und Marienbrücke, nicht mehr frei zugänglich sind.
Dafür genießen wir die Aussicht auf das Allgäuer Seenland, dieser wunderschöne Ausblick ist aktuell noch gratis!
Im Tal angekommen, schauen wir noch rüber zum alten Schloss Hohenschwangau, dem Geburtsschloss des Märchenkönigs. Die meiste Zeit seines kurzen Lebens hatte er an diesem wunderbaren Ort verbracht!
Ein wenig nachdenklich ob der Überlaufenheit, aber dennoch zufrieden wegen dem schönen Spaziergang fahren wir wieder retour nach Pflach… hier geht es deutlich beschaulicher zu!
Wieder einmal habe ich es geschafft, eine Mitarbeiter-Canyoningtour auf die Beine zu stellen. Wir fahren von Innsbruck nach Häselgehr, dort wartet schon die Ausrüstung auf uns. Leider hat das Wetter entschieden, ansonsten war heuer ein überdurchschnittlich warmer Oktober, der Jahreszeit entsprechende Temperaturen einzustellen. Sodenn hatten wir auch fast Schneeberührung am Hahntennjoch. Kurze Bedenken bezüglich der Sommerausstattung am Fahrzeug waren aber unbegründet.
Dafür gibt es heute sogar Handschuhe, ein seltenes Vergnügen bei meinen Touren. Der Aufstieg gestaltet sich dann angenehmer als im Sommer, der Marsch mit Neopren fällt gewiss unter die Sparte „Masochismus“.
Der Plansee sieht , abgesehen von den Temperaturen einladend aus. Die Schlucht und das enthaltene Wasser ist sowieso immer kühl…
Nach einem Sicherheitsgespräch starten wir unser Abenteuer mit einem Sprung ins kühle Nass.
Für manchen Canyoning-Aspiranten ist diese erste Mutprobe eine Überwindung, das anschließend kalte Wasser strapaziert so manches Stimmband…
Nachdem wir den Pool schwimmend gut überwunden haben, kommt die erste Abseilstelle, teilweise frei hängend an den Rand des zweiten Gewässers.
Die Umgebungstemperatur ist heute gelinde gesagt frisch, das Wasser hat jahrein/jahraus die selbe Temperatur. So machen die zwangsläufigen Wartezeiten bei den Abseilstellen nur mäßig Spaß.
„Irgendwann“ haben wir die zwei Abseilstellen doch gemeistert…
…und den langen, kalten Pool durchschwommen.
Ab dem zweiten Abseiler stehen uns nun ein paar vorzügliche Sprünge bevor, der erste gleich um die 7 Meter.
Das Wasser wird im Unterlauf der Stuibenfälle auch angenehmer, das könnte aber auch den abgestorbenen Kälterezeptoren am Körper geschuldet sein.
Zum Glück gibt es zwischen erstem und zweitem Teil der Schlucht eine längere Gehstrecke, bei der wir uns wieder warmlaufen können. Damit sind wir gestärkt und bereit für die letzten Sprünge…
Am Beginn steht der „Arschbomben-Sprung“, danach folgen der „Geländersprung“, der auch gleichzeitig die höchste Sprungstelle darstellt. Mittlerweile wurde der Einstieg durch einen Drahtbügel ein wenig entschärft und kann wieder angenehm begangen werden.
Erwartungsgemäß sind wir heute auch die Einzigen, die sich den aquatischen Spaß geben. Ein paar Wanderer, dick verpackt, schauen uns ungläubig zu und teilweise werden wir auch fotografiert!
An der Abschlusskaskade darf jeder nochmals sein neu gewonnenes Können unter Beweis stellen, hier muss weit „rausgesprungen“ werden, die Absprungstelle ist ein wenig gefinkelt.
Im Fahrzeug haben wir heißen Tee gebunkert, der nun mit Hochgenuss vertilgt wird. Mit dem Canyoning-Bus fahren wir, die Heizung läuft auf Hochtouren, retour zur Basis. Es war toll, aber auch sehr frisch. Ein Detail erfrage ich erst am Schluss, beim Aufräumen, von Fridl… das war die letzte Tour für dieses Jahr, zumindest geplant!
Am Hahntennjoch, im „Gasthof zur Gemütlichkeit“ gönnen wir uns noch eine Stärkung, bevor wir den Weg nach Innsbruck antreten! Eine tolle Truppe, eine tolle Schlucht. So macht Canyoning Spaß. Den Kritikpunkt, die Tour nächstes Jahr doch früher im Jahr anzusetzen, nehme ich gerne mit!
Einmal im Jahr steht die Hüttenspitze auf dem Programm. Das Wetter ist super, und meine Begleitung ebenso. Ich treffe mich mit Biggi in Innsbruck, wir fahren mit dem Bus weiter zum Hackl. Dort starten wir unsere Tour.
Zuerst wandern wir am orographisch rechts am Weißenbach entlang, der Weg ist allerdings teilweise erodiert. Weiter über das Maximiliansbründl erreichen wir den Aufstieg zur Halltalerhütte.
Das Wetter ist ein Traum, die Fernsicht heute besonders gut. Ein Traumtag für eine Wanderung ins Halltal. Die Aussicht auf das Inntal ist wunderbar.
Der Blick ins Halltal mit dem Roßkopf beeindruckt auch sehr.
Der Aufstieg durch die Latschen ist schon recht warm, wir sind froh als wir freie Flächen mit ein wenig Wind erreichen. Der Übergang über den Gipfel zieht sich heute ein wenig…
… doch schlussendlich erreichen wir den Gipfel. Im Hintergrund sehen wir die steile Fallbachkarspitze und die berüchtigte Rinne ins Fallbachkar. Das wäre auch mal eine Tour…
Wir genießen die ungetrübte Aussicht…
… und anschießend eine feine Jause! Es ist total warm, das zwar angenehm, aber auch nachdenklich stimmt. Immerhin ist schon Oktober, fühlt sich aber noch an wie Sommer…
Nach ausgiebiger Rast richten wir uns für den weiteren Weg, den Abstieg in die Wechselreise. Der Weiterweg ist ein wenig schwieriger als der Aufstieg, aber auch die „Schlüsselstelle“, eine kurze steilere Wand schaffen wir mit Links.
Dann endlich stehen wir am Einstieg zur Wechselreise. Eine wunderbare Abfahrt steht uns bevor. Allerdings muss ich feststellen, dass der Start ein wenig „abgefahren“ ist. Gerade hier ist ein wenig Vorsicht geboten.
Weiter unten haben wir dann feinsten Karwendelschotter, der sich perfekt zum Ablaufen eignet. Schritt für Schritt fahren wir die Höhenmeter hinunter, es ist einfach nur lustig!
Im unteren Teil der Wechselreise queren wir zum normalen Steig, von hier, ein paar Meter können wir immer wieder abfahren, erreichen wir den Weg ins Halltal.
Ein Blick zurück zeigt uns den tollen Schotterhaufen, den wir gerade abgefahren sind. Die Winklerwand (rechts), zwar Karwendel-untypisch fest und kompakt, schaut trotzdem nicht so einladen zum Kraxeln aus… Kletterer habe ich hier noch nicht viel gesehen.
Später schau ich mich nochmals um und muss feststellen, dass Berge wirklich immer „viele“ Gesichter haben. Die Hüttenspitze schaut vom Standort unnahbar aus, man glaubt gar nicht, dass dort ein „normaler“ Weg hinauf führt.
Der Blick gen Himmel zeigt besonders schöne Föhnfische, die Vorboten einer Schlechtwetterfront, die uns laut Wetterbericht morgen erreichen sollte.
Am Ende der Wechselreise treffen wir auf die Halltalstraße. Biggi ist begeistert, besonders das Reisenlaufen hat uns beiden viel Spaß gemacht.
Wir müssen nochmals ein paar Höhenmeter ins Halltal hinauf gehen, wir wollen nach St. Magdalena, eine feine Einkehr haben wir uns redlich verdient.
Von Sankt Magdalena kann ich ehrlich gesagt nie genug kriegen. Ein wunderschöner Platz, eingebettet auf einem schönen Anger, umrahmt von beeindruckenden Bergen. Einen besseren Platz für die ehemalige Einsiedelei hätte man nicht finden können.
Heute ist nicht so viel los, es ist mittlerweile kühl geworden, daher Begnügen wir uns mit einem Getränk und einem Stück Kuchen. Die Wirtsleute räumen nebenbei schon auf…
Über den Eibtalsteig wandern wir schlussendlich zurück zum Hackl. Die Hüttenspitze fast immer im Auge. So unauffällig dieser Berg vom Inntal aus ist, vom Halltal finde ich die Spitze immer wieder beeindruckend.
Mit dem Bus, den wir allerdings erst finden müssen, fahren wir wieder zurück nach Innsbruck. Eine feine Tour mit Biggi, ich hoffe, dass noch etliche weitere folgend werden…
Tourendaten Gesamtdauer: 4:43 h Gesamtlänge: 14,80 km Höhenmeter: ∆ 1.383m / ∇ 1.408 m
Das Wetter ist aktuell noch super, allerdings ist über Nacht eine Kaltfront angesagt, daher beschließe ich kurzfristig, meine Runde über die Almen zu machen. Von Rinn aus geht’s wieder los über den „Rinner Alm Steig“.
Obwohl es noch nicht spät ist, steht die Sonne, jahreszeitenbedingt schon viel tiefer. Die Stimmung ist allerdings einfach schön…
Ich bin wieder mal flott am Weg, nach 36 Minuten habe ich die Rinner Alm erreicht. Wie immer bewundere ich die letzten Meter zur Hütte, für mich einer der schönsten Zugänge zu einer Alm…
Die Hütte strahlt letzten Abendlicht, Besucher und Pächter sind allerdings schon ausgeflogen. Um diese Jahreszeit hat die Hütte nur bis 18:00 Uhr geöffnet…
Mich zieht es sowieso weiter, die nächste Alm ist mein nächstes Ziel. Zuerst wandere ich über einen schönen Steig, dann unspektakulär über die Forststraße…
Die Sonne verschwindet langsam im westlichen Dunst, im Oberland kann man schon die ersten Anzeichen eines Wetterumschwungs erahnen.
Auf der Aldranser Alm ist auch Aufbruchstimmung, daher kehre ich hier auch nicht ein… alleine ist das eher fad! Den Höchsten Punkt habe ich nach 52 Minuten erreicht.
Erst steige ich über den steilen Waldsteig ganz in der Nähe der Alm ab. Dieser wird den Spuren nach zu urteilen auch öfter von Downhillern benutzt.
Dann erreiche ich den alten Almweg, der mittlerweile keine Funktion mehr zu haben scheint. Im oberen Bereich endet der Weg zumindest für Fahrzeuge in einer Sackgasse… besser für uns Wanderer!
Kurz vor Fagslung geht der Forstweg in eine Asphaltstraße über… die Tristheit eines solchen Weges wird zumindest durch die wunderschöne Aussicht kompensiert… und im Westen rollt was an!
Ich erreiche mein Zuhause nach nicht ganz zwei Stunden, es dauert noch ungefähr eine Stunde, da fällt mir beim Blick aus dem Fenster auf, dass es regnet. Das ist noch schneller gegangen als gemeint! Ich bin glücklich, dass ich das Wetter noch genutzt habe.
Tourendaten Gesamtdauer: 1:49 h Gesamtlänge: 9:45 km Höhenmeter: ∆ 588 m / ∇ 763 m
Spontan entscheide ich mich, das (noch) gute Wetter zu nutzen und meine Almenrunde nach der Arbeit abzuklappern. Mit leichtem Gepäck mache ich mich mit dem Bus auf nach Rinn, zum Kirchplatz.
Ein paar Meter über den Asphalt, dann erreiche ich schon den „Rinner Almsteig“, der mich ziemlich direkt zur Alm bringt. Durch schönen Forst steige ich windgeschützt höher und höher.
Der Föhn ist heute durchgebrochen, immer wieder knacken die umliegenden Bäume, so mancher Ast fällt durch die Windlast zu Boden.
Nach 35 Minuten erreich ich schon die schön gelegene Alm. Die Sonnenschirme sind wegen dem Wind eingeklappt, aber es wird noch ausgeschenkt. Der Besucheransturm hält sich allerdings in Grenzen. Nur eine handvolle Wanderer hat den Aufstieg heute gemacht.
Ich bleibe nur kurz stehen, trinke einen Schluck und mache ich auf zur zweiten Alm. Die Sonne wärmt noch gut, allerdings kühlt im gleichen Zuge der Wind ganz nett…
Nach weiteren 15 Minuten erreiche ich „unsere“ Alm, die Aldranser Alm. Auch hier ist wenig los, aber die Alm ist auch hier geöffnet. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet.
Auch hier verweile ich nur kurz, zum Genießen auf der Terrasse ist es zu windig, und in die Hütte möchte ich nicht sitzen. Also steige ich direkt wieder über den Steig ab.
Erst geht es steil nach unten, durch Heidelbeerfehler.. die Beeren sind aber schon so gut wie abgefallen, nur teilweise sehe ich noch die leckeren Waldfrüchte.
Ich kreuze ein paar Mal die Forststraße, bleibe allerdings auf meinem Steiglein. Das ist mir viel lieber als die große Schotterpiste. Ab dem Wasserbassin muss ich dennoch der Almstraße folgen… ein kleiner Wermutstropfen, über Asphalt abzusteigen.
Der Föhn hat die Luft richtig durchgeputzt, die Fernsicht ist sehr gut. Der Bettelwurf und die Speckkarspitze ruft Erinnerungen an die heurige Tour mit Daniel, Maggo und Papa auf. Über das Industriegebiet, Sägewerk und Waldspielplatz erreiche ich nach 1:47 Minuten wieder mein Zuhause. Ich bin zufrieden und nun auch richtig hungrig… eine tolle Tour direkt vor der Haustüre!
Tourendaten Gesamtdauer: 1:47 h Gesamtlänge: 9,32 km Höhenmeter: ∆ 579 m / ∇ 737 m
Immer wieder, wenn ich aus dem Wohnzimmer schaue, denke ich mir, das musst du jetzt mal wieder machen: Die 6-Gipfelrunde vom Schartenkogel zum Patscherkofel. Es braucht nicht viel Überredungskunst, bis Letu in das Abenteuer mit einsteigt. Von Tulfes fahren wir mit der Bahn hinauf zur Bergstation, für was hat man denn das Freizeitticket, denken wir uns…
Wir starten über den wunderschönen Schartenkogelsteig, der fast direkt bei der Bergstation los geht.
Über dichte Heidelbeer- und Almrosenstauden kommen wir unserem ersten Ziel immer näher. Noch eine Kurve, wie es so schön heißt, dann stehen wir am Schartenkogel (2.311m).
Eine ganz kurze Rast, ein Müsliriegel und ein Schluck Wasser, und schon geht es weiter im Gipfelakkord.
Über das Tulfeinjoch erreichen wir den Steig auf den Glungezer. Normalerweise kennen wir dieses Gebiet hauptsächlich vom Skifahren. So ist es auch mal schön…
Der Steig zum Glungezer führt vom Tulfeinjöchl erst südlich, mit Blick ins Voldertal, dann in Serpentinen über den Ostrücken hinauf zum Gipfel.
Bald haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Ein unspektakulärer Weg, allerdings mit wunderschöner Aussicht.
Vom Gipfel des Glungezers (2.677m) wandern wir an der Militäranlage (Goldhaube) vorbei. Nun können wir unseren weiteren Weg schon gut einsehen, ein Stück ist es noch, meint Letu.
Wir wandern an der perfekt in den Fels geduckten Glungezerhütte (2.610m) vorbei, für eine Einkehr ist es aber noch zu früh.
Dafür besteigen wir sogleich unseren dritten Gipfel an diesem Tag, die Sonnenspitze (2.639m).
Der Weg von der Sonnenspitze Richtung Westen ist ein wenig ausgesetzt, es schaut allerdings wilder aus, als es ist. Ein schöner Pfad führt unter dem Gipfel weiter.
Wir folgen eine Weile dem offiziellen Weg ins Frauental, dann zweigen wir auf eine direkte Route Richtung Neunerspitze (2.285m) ab. Über Blockwerk, weglos nähern wir uns der Aufstiegsspur auf den vierten Gipfel.
Nach einer durchwachsenen Blockpassage erreichen wir wieder den Weg, der uns nun zur Neunerspitze (2.285m) führt. Hier sind wir nicht mehr alleine, auf dem Gipfel tummeln sich zwei weitere Gruppen.
Unser nächstes Ziel haben wir schon im Sichtfeld, die Viggarspitze (2.306m). Zuerst müssen wir auf der Westflanke ins kleine Tal zwischen den Spitzen absteigen…
… dann erfolgt der letzte Aufstieg für heute. Letu ist schon müde, kein Wunder bei dem vielen Auf und Ab.
Zufrieden erreichen wir unseren letzten Gipfel für heute. Den Patscherkofel lassen wir aus, da sind wir uns einig. Schon lange genug sind wir am Weg.
In der Ferne lacht der letzte Gipfel der Kette zu uns herunter. Dennoch widerstehen wir der Versuchung…
Von der Viggarspitze sind wir auf den Zirbenweg gekreuzt, diesem folgen wir nun bis nach Boscheben. Der Wind hat nun merklich aufgefrischt, Föhn ist angesagt.
Nun ist endlich Zeit für eine Pause, leider gibt es keinen Kaiserschmarren, dafür einen guten Schokoladenkuchen. Das ist ein würdiger Ersatz und füllt unsere Speicher wieder auf.
Den weiteren Weg folgen wir nun dem Zirbenweg, der uns bis zur Patscherkofelbahn führt. Schon oft sind wir hier unterwegs gewesen, dennoch gibt es immer Neues zu entdecken.
Der Inntalblick verfolgt uns den restlichen Weg, am Himmel sehen wir die Boten der Föhnfront. Schließlich erreichen wir die Bergstation am Kofel und hüpfen gleich in die erste Gondel.
Letu nutzt die kurze Abfahrt für einen Powernap, während ich weiterhin die wunderschöne Landschaft aufsauge.
Wohlbehalten erreichen wir das Tal, unser Bus nach Hause wartet schon brav an der Haltestelle. Eine wunderschöne Wanderung, die sich bei diesem Wetter mehr als ausgezahlt hat.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:30 h Gesamtlänge: 12,37 km Höhenmeter: ∆ 970 m / ∇ 1.077 m