Archiv des Autors: Wisse

250418 Radltour Rechenhof

Ich habe mir ein neues Mountainbike (Bio) gegönnt, ein Schnäppchen, das mir sehr viel Freude bereitet. Dementsprechend motiviert bin ich auch, das Bike gleich mal auszuprobieren.
Biggi erklärt sich bereit, mit zu begleiten. Eine Kleine Runde nach der Arbeit sollte für den Anfang genügen.

Ich hole Biggi in der Stadt ab, dann fahren wir zum Innsteg (Hans-Psenner-Steg) und über diesen raus aus der Stadt. Ab hier geht es leicht bergauf.

Über den Schillerweg fahren wir gen Osten, vorbei am Karmel-Kloster fahren wir in Richtung Rechenhof.

Über die Asphaltstraße fahren wir immer höher. Wir begegnen immer wieder den gleichen Leuten. Speziell zwei Herren mit Hund. Der Hund ist scheinbar nicht ganz so motiviert, daher müssen wir öfter stehenbleiben, um uns dann wieder zu überholen…

Am Rechenhof beenden wir unseren schnellen Ausflug. Das Wetter ist nicht besonders gut, es zieht zu und könnte bald zu regnen beginnen. Das wollen wir nicht riskieren.

Wir fahren fast den gleichen weg retour, ein paar Abkürzungen bauen wir in die Abfahrt ein. In der Stadt trennen wir uns wieder, während Biggi in der Stadt bleibt, muss ich wieder nach Hause, rauf nach Aldrans.

Ich bin sehr glücklich mit meinem neuen Radl, alles funktioniert bestens. Ich freue mich schon auf die Bikesaison 2025!

Tourendaten
Gesamdauer: 1:36 h
Gesamtlänge: 21,20 km
Höhenmeter: △ 514 m / ▽ 516 m

250412 Wandern Halltal, St. Magdalena (1.287m)

Im Frühjahr hat man die Qual der Wahl… Wandern, Skifahren, Skitouren… heute haben wir uns für eine kurze Wanderung ins Halltal entschieden. Das Wetter ist war und fein, da bietet sich dieser Platz gut an.

Hackl, Fluchtsteig, Bettelwurfeck… schon oft bin ich hier gewesen und fast ebenso oft habe ich den Weg beschrieben. Daher lasse ich heute hier die Bilder sprechen.

Viel Schnee ist nicht mehr vorhanden, auch hier im sonst recht schattigen Halltal. Die Sonne ist nun schon hoch genug, um auch den Talboden zu küssen.

Über den Fluchtsteig wandern wir erst höher, dann zweiten wir auf den erst steilen, aber sehr schönen Weg über das Eibental ab.

Und schon bald erreichen wir St. Magdalena. Heute ist der Gastbetrieb geschlossen, allerdings steht im Windfang ein Kühlschrank mit leckeren Getränken. Die Preise sind üppig, allerdings schmeckt der Gerstensaft speziell in der Sonne wunderbar!

Wir sitzen länger in der Sonne, es ist total fein. Und überraschenderweise sind heute fast keine Besucher her. Am Selfservice kann es ja nicht liegen…

Der Abschied von diesem schönen Platz fällt heute besonders schwer, zu fein ist es in der Sonne. Im Hintergrund sehen wir auch „unsere“ Hüttenspitze“, die wir heuer unbedingt wieder mal besteigen möchten.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:32 h
Gesamtlänge: 7,97 km
Höhenmeter: △ 522 m / ▽ 511 m

250411 Skitour Patscheralm (1.694m)

Die Skitourensaison neigt sich dem Ende zu, aber so richtig wahrhaben wollen wir das noch nicht. Also werden wir nochmals eine kurze Nachmittagstour auf die Patscher Alm probieren. Biggi und ich treffen am Parkplatz noch auf Doris und Doris, dann ist unsere Gefährtenschaft auch schon komplett…

Der Skibetrieb ist schon abgeschlossen, daher haben wir die Piste fast ganz für uns. Nur wenige weitere Skitourengeher sind auf dem Weg.

Die Piste hat einen überraschend guten Zustand, letzte Woche war mein Sohn noch hier Skifahren, das ginge heute wohl doch nicht mehr. Dennoch finden wir eine geschlossene Schneedecke vor.

Beim Queren der Forststraße treffen wir immer wieder Wanderern. Die Frühlingszeit ist immer faszinierend, hier treffen sich Skitouristen, Wanderer und Fahrradfahrer…

Die Forstwege wurden teils frei geschoben, daher müssen wir über größere Schneehaufen steigen, ansonsten ist die Piste wie schon gesagt, in sehr gutem Zustand.

Die Berge im Hintergrund sind bis in große Höhen schon schneefrei, besonders die Südseiten sind durch die starkende Sonne und die warmen Temperaturen rasch schneefrei geworden.

Der Schnee ist nicht überraschend sehr griffig und weich, ideal zum Aufsteigen. Einzig in den schattigen Bereichen muss aufgepasst werden, dort sind eisige Stellen vorhanden.

Über die Olympiaabfahrt sind wir den ersten Teil aufgestiegen. Dann zweigen wir auf den Ziehweg zur Patscher Alm (Familienabfahrt) ab, der scheint mehr Schnee zu haben. Hier begegnet uns ein Pistenbulli, der gerade Material einsammelt. Leider macht er mit den Ketten auch die schöne Abfahrt zunichte!

Kurz vor der Patscher Alm wird das Schneeband immer dünner und dünner. Während der Aufstieg sehr gut geht, bin ich schon gespannt wie wir hier abfahren werden.

Die Aussicht ins Stubaital mit Serles, Habicht und Zuckerhütl ist wunderschön, die Heiterwand und die Mieminger Kette im Oberland sind dank guter Fernsicht auch gut sichtbar.

Schließlich erreichen die die Patscher Alm, hier wollen wir es heute gut sein lassen!

Leider bin ich dem Schneeband ein wenig zu hoch gefolgt, nun müssen wir über die grüne Wiese zur Alm absteigen, zum Glück sind es nur ein paar Meter!

Die Alm ist geschlossen, das vorrätige Bier leider schon durch Vorgänger geleert, aber die Sonne lädt trotzdem zu einer feinen Pause ein!

Im Süden zieht feuchte Luft auf, das kann gut durch die Kondensstreifen gesehen werden, die nächsten Tage werden wohl nicht mehr ganz so schön sein.

Biggi und ich fahren ab, während Doris und Doris noch ein wenig die Sonne genießen wollen. Die Abfahrt ist richtig lustig, die Schneequalität sehr gut.

Einzig das schmale Band ist ein wenig herausfordernd, aber mit eine beherzten Schwung schaffen wir auch diese Stelle ohne Steinkontakt!

Vom Parkplatz aus sehen wir nochmals über die Heiligwasserwiese auf den Kofel… kaum zu glauben, dass die Tour heute doch noch so viel Spaß gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:14 h
Gesamtlänge: 6,29 km
Höhenmeter: ∆ 682 m / ∇684 m
Lawinenwarnstufe: 1

250322 Skifahren St. Anton am Arlberg

Immer wieder haben wir darüber gesprochen, heute haben wir es endlich in die Tat umgesetzt. Sara, Doris, Biggi und ich sind im Skigebiet Arlberg unterwegs.
Während in Innsbruck der Föhn wütet, ist es hier am Arlberg wunderschön und relativ windstill.

Das Skigebiet ist riesig, überall, auf jeden Gipfel führt eine Bahn. Es ist schon schräg. Der Schnee ist noch gut, allerdings schon recht weich. Das wird am Nachmittag sicher spannend.

Zu Mittag kehren wir in der Ulmer Hütte ein, zu spät stellen wir fest, dass es sich um eine AV-Hütte handelt. Der Name hätte das schon hergegeben.
Gestärkt sausen wir weiter über die Pisten, mit der Stunde wird der Schnee weicher und schwerer zu fahren.

Über den Tag verteilt haben wir ungefähr folgende Runde durchgeführt:

Bahnhof – Galzigbahn – Osthangbahn – Arlenmähderbahn – Valfagehrbahn – Ulmer Hütte – Mattunbahn – Kapallbahn – Mooserwirt – Bahnhof

Am Schluss kehren wir noch im Mooserwirt ein, es ist noch hell, aber die Feier ist schon voll am Laufen. Nach Sonnenuntergang wird es auf der Terasse kühl, wir wechseln nach Drinnen. Im Gasthaus wird es immer voller, um ca. 19:00 Uhr sagen wir „Good Bye“ und fahren die letzten Meter ins Tal.
Manch Besucher braucht nicht mal mehr Skier… 😊

Ein toller Tag in einem tollen Skigebiet. Apres Ski muss man mögen, die tollen Pisten, das Gesamterlebnis und die unkomplizierte Anfahrt per Zug waren aber super!

Und natürlich muss die tolle Truppe hier nochmals gesondert erwähnt werden, es hat sehr viel Spaß mit euch gemacht. Jederzeit wieder!

250320 Skitour Mittelstation Patscherkofel (1.765m)

Das Frühjahr kommt mit Riesenschritten, die Temperaturen schnellen in die Höhe. Es ist aber noch Zeit, ein wenig den Schnee zu genießen. Und so beschließen Biggi und ich, nach der Arbeit, noch ein kurzes Stück den Patscherkofel aufzusteigen.

Auf der Heiligwasserwiese ist nur noch die Piste selber weiß, der Schnee links und rechts schon abgeschmolzen. Es erinnert ein wenig an eine berühmt-berüchtigte 4 Teile Fernsehserie aus den 90ern.

Dennoch muss ich zugeben, die Schneequalität auf der Piste ist überraschend gut, die Piste gut präpariert und sehr griffig.

Nicht lange, und wir müssen uns ob der Temperaturen die Jacken ausziehen. Sobald wir in der Sonne aufsteigen, ist T-Shirt-Temperatur!

Das Wetter ist perfekt, der Himmel strahlend blau. Und Wind geht heute auch keiner! Einfach wunderbar und ein toller Ausgleich zu meiner hauptsächlich sitzenden Tätigkeit.

Wir sind bei weitem nicht die Einzigen, die auf die Idee gekommen sind, aber die Hochsaison für´s Tourengehen ist vorbei… wenig verständlich, ist doch das Frühjahr die eigentlich schönste Zeit zum gehen.

Die Sonne strahlt nun viel länger, die Luft ist warm und riecht schon ein wenig nach Frühjahr…

Der Aufstieg über die Olympiaabfahrt ist am Anfang steil, dann wird es aber immer flacher. Wir bleiben heute auf der „Olympia“, weil wir hier die feinste Sonne vermuten.

Und genau so ist es, während auf dem Ziehweg zur Patscher Alm schon Schatten vorherrscht, können wir hier die letzten Strahlen genießen.

Bei der Mittelstation beschließen wir, es für heute „gut-sein“ zu lassen. Es ist gemütlich, die Sonne wärmt noch ein wenig und wir können im Tageslicht die Abfahrt genießen.

Lange verbleiben wir nicht hier oben. Rasch haben wir uns für die Abfahrt gerichtet, dann lassen wir es krachen!

Der Schnee ist fein, aber schon von der schweren Sorte. Nach einem warmen Tag ist der Schnee natürlich dementsprechend aufgeweicht. Ich mag diese Verhältnisse, das Frühjahr ist einfach eine tolle Zeit zum Touren.

Ich hoffe, dass das nicht die letzte Tour bleibt… heuer macht mir das Tourenski- und Skifahren besonders viel Spaß.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:48 h
Gesamtlänge: 5,25 km
Höhenmeter: ∆∇ 675 m
Lawinenwarnstufe: 1

250315 Skitour Patscherkofel Schutzhaus (1.952m)

Mein Sohn hat den Patscherkofel dieses Jahr als seinen Skiberg auserkoren! Wir wollten uns heute mal auf der Piste treffen, daher schmieden wir folgenden Plan: Während Letu den Funpark unsicher macht, begebe ich mich mit den Tourenski zum Schutzhaus. Dort wollen wir uns dann treffen…

Während Letu in den Lift einsteigt, nehme ich die Piste ganz rechts, und steige über die Olympiaabfahrt höher. Später wechsle ich auf Familienabfahrt und erreiche in Bälde die Patscher Alm (1.694m).

Vorbei an dieser stiege ich nun über den Vitalweg ein Stück höher, dann wechsle ich auf die Waldspur.

Während im Tal der Nebel vorherrscht, blinzelt in der Höhe öfter mal die Sonne durch die Wolkendecke und taucht die Landschaft in magisches Licht.

Ich komme direkt beim Klimahaus auf den Ziehweg, diesem folgend erreiche ich nach kurzer Querung zuerst den kleinen Schlepplift beim Funpark und im Anschluss direkt die Bergstation der Kofelbahn.

Das Wetter hat sich nun wirklich verbessert und ich gehe im Sonnenschein die letzten paar Meter.

Beim Restaurant „Das Kofel“ rufe ich Letu an, um ihm mitzuteilen, dass ich angekommen bin. Schon bald ist er auch da und wir können gemeinsam Mittagessen.

Leckere Hirtenmakkaroni und Kässpätzle sind unser Mittagessen und runden die feine Aktivität an der Frischluft ab! Sehr fein war es!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 8,81 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 865 m
Lawinenwarnstufe: 1

250308 Skitour Tulfein (2.055m)

Heute steht wieder der Schartenkogel, bzw. Tulfein auf dem Programm, aber es gibt einen besonderen Grund: Biggi hat sich einen neuen Ski mit Pin-Bindung gegönnt und das muss gefeiert und natürlich ausprobiert werden.

Der Ski ist toll, ich muss sagen, ich bin recht neidisch auf das Teil… und Biggi ist sehr zufrieden mit der neuen Ausrüstung.

Wir haben heute beschlossen, einen gemütlichen Anstieg zu machen. Im Anschluss werden wir noch 2-3 mal über die Piste sausen, um den neuen Ski zu testen.

Wie schon vor drei Tagen festgestellt, ist der Aufstieg wirklich toll präpariert. Generell muss man hier wohl sagen, dass der Glungezer für Tourengeher und Skifahrer ein großes Herz hat. Deshalb sind wir wahrscheinlich gerne hier.

Bei Tulfein haben wir unser heutiges Ziel erreicht, wir fellen bei der Bergstation ab, dann fahren wir in die „Kalte Kuchl“ Hier fahren wir mit dem Schartenkogellift hoch, oben ist der Föhn schon mehr als gut spürbar.

Wir fahren dann rüber nach Halsmarter, hier fahren wir noch 2 Mal

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:01 h
Gesamtlänge: 10,83
Höhenmeter: ∆ 503 m / ∇ 1862 m
Lawinenwarnstufe: 1 (Nassschnee, Altschnee)

250305 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Heuer zieht es mich wirklich oft an den Schartenkogel… aber für mich ist das eine der „günstigsten“ Skitouren in der Umgebung: Kurze, günstiger Anfahrtsweg mittels Öffi, gute Schneeverhältnisse und eine tolle Aussicht. Alles gut. Biggi geht es ähnlich, deshalb begleitet sie mich gerne…

Mit jeder Skitour fällt auf, dass der Schnee im Inntal wieder ein paar Meter weiter „raufgeschmolzen“ ist!

Rasch steigen wir höher und höher, die Seilbahntrasse macht es möglich. Der Schnee ist von überraschend guter Qualität, sehr griffig und überhaupt nicht eisig.

Das Wetter ist für den Aufstieg perfekt, leider bedeutet der durchgängige Sonnenschein auch,

Ab der Bergstation Tulfein (2.055m) fängt mein eigentlicher Lieblingsteil an. Hier geht es absolut unschwierig durch angenehmes Gelände.

Und hier schaut es fast ein wenig winterlich aus, hier oben! Aber bei näherer Hinsicht erweist sich die Schneedecke als windgepresst und harschig… alles andere als gut zu fahren!

Beim Aufstieg kein Problem, und für die Abfahrt gibt es die tolle Piste!

Die letzten Meter zum Gipfel, hier kommen alle Spuren des gesamten Schartenkogels zusammen, ist gut „geteert“. Wie viele tausende Tourengeher hier wohl heuer rauf gelaufen sind.

Nebenbei fast unverspurter Schnee, im Hintergrund der Glungezer, leider von uns heuer noch unbestiegen. Ob sich das wohl noch ausgehen wird?

Ein kurzes Stück vor dem Gipfel, wo es flach ist müssen wir noch queren. Es ist heute fast windstill und fein, hoffentlich ist dem auch am Gipfel so.

Schließlich erreichen wir den Gipfel, leider ist es heute windig und gar nicht fein. Daher trinken wir einen Schluck und richten uns für die Abfahrt her.

Einen kurzen Moment ist es dann doch windstill und wir setzen uns auf die längste Zirbenbank von … es ist mir entfallen!

Wir kehren noch in der Tulfeinalm ein, eine tolle Alm mit super Essen! Die Tour war wieder einmal fein, so wie ein Tag an der frischen Luft mal sein sollte!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:02 h
Gesamtlänge: 7,16 km
Höhenmeter: ∆ 759 m / 733 ∇ m
Lawinenwarnstufe: 1 (Nassschnee, Altschnee)

250223 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Wir sind wieder gut nach Hause gekommen, nun können wir wieder in unseren Gebieten am Wege sein. Heute, das Wetter ist gut und wir sind bewegungshungrig, beschließen wir wieder mal auf den Schartenkogel zu gehen.

Von der Talstation steigen wir quer über die Piste, dann über die Seilbahntrasse hoch bis zur Bergstation.

Steil, aber sehr griffig zieht sich die Spur wie gewohnt empor. Das Wetter ist super, nur wenige Wolken fegen über den Himmel.

An der Bergstation vorbei erreichen wir den Sommerweg auf den Schartenkogel, der uns einfach besser gefällt als die Tour direkt an der Piste entlang.

Es hat gefühlt schon ewig nicht mehr geschneit und das ist überall sichtbar. Der Schnee wird auch in der Höhe immer weniger. Ich bin gespannt wie lange die Skigebiete noch geöffnet haben.

Die Spur über den Sommerweg ist auch schon recht dürftig. Im Aufstieg kein Problem, möchte ich hier nicht abfahren müssen. In der Abfahrt wäre Steinkontakt fast schon garantiert…

Der Blick ins Inntal offenbart den eklatanten Schneemangel. Hoffentlich kommt noch ein Schwung Schnee, ich hätte schon noch Lust auf die eine oder andere Skitour.

Teilweise, es hat in der Höhe vor zwei Tagen wider Erwarten ein wenig geschneit, sehen wir eine dünne Pulverschicht auf dem alten, harten Schnee. Gefährlich genug, die Menge reicht, um die Steine zu verdecken… echtes Pulverfeeling kommt wohl keines auf!

Auch im Unterland hat sich der Schnee in die Höhe zurückgezogen, nur an den schattigen, nordseitigen Hängen hält sich noch ein wenig weißes Gold.

Wir schummeln uns zwischen Steinen über eine harte, aber feine Spur immer näher zum Gipfel.

Wir sind klarerweise nicht alleine, aber überlaufen ist diese Tour überraschenderweise nicht… keine wirkliche Herausforderung, aber so nahe zur Stadt gelegen, wundert mich der geringe Andrang doch ein wenig.

Glücklich erreichen wir den Gipfel den Schartenkogels (2.311m), die Wolken sind dichter geworden, zum Glück ist es heute am Gipfel recht Windstill.

Eine feine Tour, die Biggi und ich immer wieder gerne machen!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:48 h
Gesamtlänge: 10,89
Höhenmeter: △ 755 m / ▽ 1.553 m
Lawinenwarnstufe: 1

250219 Skitour Grünleitennock (2.122m)

Heute steht unsere letzte Skitour im „Skitourencamp“ an. Wir fahren nach einem guten Frühstück wieder in den Norden, dieses Mal nach Innerkrems in den Nockbergen. Bei der ehemaligen Talstation des Grünleitennock-Lifts parken wir. Direkt vom Parkplatz starten wir zuerst flach ein Stück weiter ins Tal hinein.

Beim ehemaligen Lift „Strasseralm“ vorbei erreichen wir das Tal zur Sauereggalm. Nun steilt die Tour auf, über eine ehemalige Piste steigen wir höher. Zwischenzeitlich ist noch ein weiteres Pärchen zu uns gestoßen und geht ein Stück weit mit.

Bald schon erreichen wir die oberen, sonnenbeschienenen Hänge und freuen uns über eine wahrlich schöne Winterlandschaft.

Hier in den Nockbergen, zumindest in Innerkrems scheint der Schnee zu Hause zu sein. Während andernorts teilweise schon der Frühling grüßt, ist hier noch „gscheiter“ Winter.

Die Bäume sind durch den immer wieder einziehenden Nebel gefroren, wir haben allerdings heute Glück, das Wetter ist makellos. Nur schwer erkennbare Cirren sind am Himmel vorhanden, ansonsten ein Traumtag.

Wir passieren die Sauereggalm (1.803m), und können teilweise sogar unsere eigene Spur in den pulverigen Schnee zeichnen.

Immer kitschiger wird die Landschaft, ein perfekter Tag, eine perfekte Gegend, toller Schnee. Herz, was willst du mehr.

Unsere Spur führt nun wieder flacher hinein ins Tal, in Richtung Grünleitenscharte.

Heinz macht eine kurze Lagebesprechung, wir wollen nun in Richtung Seenock (2.260m) aufsteigen, dort eine kurze Pulverabfahrt genießen, wieder auffellen und dann noch den Grünleitennock besteigen.

Eine längere Flachstelle müssen wir queren, bevor wir auf die Scharte stoßen.

Im Rückblicken entdecken wir einige lohnende, wenn auch sanfte Skitourenziele. Perfekte Verhältnisse machen fast ein wenig wehmütig, dass wir hier nicht mehr gehen können.

Von der Grünleitenscharte wandern wir über den hart gepressten, weil dem Wind ausgesetztem Schnee, am Grat entlang höher, im Hintergrund sehen wir schon den Seenock.

Allerdings besteigen wir den Gipfel nicht, wir machen kurz davor Halt, ziehen unsere Felle ab und bereiten uns auf eine tolle Abfahrt vor.

Im oberen Bereich ist der Schnee hart gepresst und nicht angenehm zu fahren, aber auf der Leeseite entdecken wir dann unberührte Hänge, in die wir unsere Spuren ziehen können.

Das letzte Stück in die Ebene müssen wir mit einer ordentlichen Schussfahrt überwinden, dann ist mal Zeit für eine Pause. Nebenbei kleben wir wieder unsere Felle auf, denn nun kommt der zweite Aufstieg.

Über einen erst sanft, dann immer steiler werdenden Hang nähern wir uns unserem Ziel. Im oberen Bereich dürfen wir fleißig Spitzkehren üben, das ist ein Spaß.

Rückblickend sehen wir nochmals den Seenock, links daneben ist der Sauereggnock (2.240m), den wir ursprünglich am Plan hatten. Da der Gipfelhang allerdings abgeblasen ausgeschaut hat, haben wir uns anders entschieden.

Schließlich erreichen wir unser Ziel, den Grünleitennock, mit der Grünleitennockhütte. Hier auf der Terrasse machen wir eine Pause. Leider ist die Hütte in die Jahre gekommen, und Teile der Terrasse sind auch verstürzt. Unvorstellbar, dass hier vor ein paar Jahren noch reger Skibetrieb herrschte.

Über unseren Aufstiegshang fahren wir wieder in den Kessel ab, sogar hier werden wir noch mit Pulverabfahrten belohnt.

Ein kurzes, flaches Stück müssen wir noch passieren, dann fahren wir über die ehemalige Piste ins Tal. Diese wunderschöne Tour lassen wir dann auch gleich im Gasthaus „Berghof“ ausklingen.

Schließlich heißt es hier dann auch Abschied nehmen, von Heinz, unserem Bergführer, aber auch unsere Gesellschaft wird „zerrissen“. Teile müssen nach Wien und München, wir müssen wieder retour nach Innsbruck!
Der kurze Urlaub wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, wir hatten hier ein paar wunderschöne Tage mit tollen Touren! Danke an Alle!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:18 h
Gesamtlänge: 10,10 km
Höhenmeter: ∆ 813 m / ∇ 809 m
Lawinenwarnstufe: 1