Archiv der Kategorie: Skitouren

170307 Schartenkogel (2.311m)

Kurz entschossen sind Alfons und ich heute losgezogen, um auf den Schartenkogel zu gehen. Nach der Arbeit packen wir unsere Sachen zusammen und, obwohl der Himmel seine Schleusen geöffnet hat und es regnet, machen wir uns auf den Weg zur „Neuen Gufl“. Dort am Parkplatz werden wir schon mit einer Neuschneedecke begrüßt.

Rasch sind wir auf der Piste, die heute schon ein Traum zu werden verspricht. Griffiger Schnee, keine Steine (nicht wie beim letzten Mal) und eine geschlossene Schneedecke lassen unsere Herzen höherschlagen.

Bis zum Halsmarter geht die Piste richtig angenehm dahin, genau das Richtige, um Warm zu werden. Dort kann ich auch einen kurzen Abstecher zum Geocache „FZT – BB07 (Glugenzerbahn)“ machen, den ich nach kurzer Suche auch schon entdecke.

Weiter gehts an der Piste entlang bis zur Abzweigung zur gemütlichen Tulfeiner Alm, doch unser Ziel sollte noch ein wenig weiter liegen. Immer der Piste entlang erreichen wir bald den Ziehweg, der uns zu unserem Ziel bringen soll. Noch ein paar Meter und wir erreichen *fast* den Schartenkogel. Die letzten Meter verkneifen wir uns heute, denn der Wind hier oben ist schon extrem kalt und unsere Finger schmerzen trotz Handschuhe schon.

Schnell wechseln wir unsere Sachen, verstauen alles, trinken noch heißen Tee und machen uns für die Abfahrt bereit. Und wie schon am Anfang vermutet, ist es heute echt ein Spaß. Zwar ist die Sicht nicht ganz so toll, aber das macht der schöne Schnee allemal wieder wett.

Bald erreichen wir die Tulfeinalm, wo wir uns in der gemütlichen Stube aufwärmen und stärken. Es sind doch einige Leute hier, aber trotzdem ist und bleibt es gemütlich, besonders auch durch die feinen Wirtsleute.

Doch jeder Abend erreicht irgendwann mal sein Ende. Wir stolpern in die Kälte hinaus, doch schon bald wird uns wieder warm. Zuerst, weil wir den furchtbaren Ziehweg von der Hütte bis zu Piste hinaufschieben müssen, dann aber wird uns ums Herz war, weil der Schnee heute so toll ist. Juhu!

Wohlauf erreichen wir bald wieder den Parkplatz, hinter uns eine wunderschöne Abfahrt in der wohl winterlichsten Landschaft, die wir heuer gesehen haben.

Ein Dank an den Alfons fürs Mitnehmen! Berg heil!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtdistanz: 11,10 km
Höhenmeter: 1.012 m

170219 Glungezer (2.677m)

Nach längerer „Abstinenz“ ging es heute wieder mal mit den Skien auf Wanderschaft. Bei der Tulfer Alm stellen wir unser Gefährt ab und gehen an der Skipiste entlang hinauf zum Halsmarter. Dort bleiben wir weiter auf der Skipiste, die hier schon ein leicht braunes Aussehen hat, bis wir die Bergstation erreichen.

Der weitere Aufstieg ist zuerst immer noch auf der Piste, nicht ganz beim Ausstieg des Schartenkogellifts erreichen wir freies Skigelände.

Leider müssen wir hier feststellen, daß die Schneeauflage nicht mehr sehr mächtig ist, überall schauen Steine und Felsen aus der vorbildlichen Spur heraus.

Im Aufstieg ist das ja noch egal, aber bei der Abfahrt wird das sicher noch lustig…
Seit wir im Gelände sind, hat auch der Wind aufgefrischt, und obwohl wir heute Kaiserwetter haben, ist der Wind doch recht lästig.

Die lezten Schritte vor der Hütte sind relativ steil und die Spur komplett eingeblasen.
Das macht das Steigen nicht sehr angenehm, aber dafür ist ein bombenfestes Seil gespannt, an dem ich mich gut festhalten kann (und muß).

Wir erreichen die Glungezerhütte, die Sonnenspitze haben wir heute ausgelassen, um dort unser Skidepot einzurichten. Die letzten Schritte zum Gipfelkreuz des Glungezers machen wir zu Fuss.

Der Glungezer selbst ist kein schöner Gipfel, denn direkt dabei steht eine Wetterstation und weitere Betonbauten. Da ist die Sonnenspitze schon ein „gipfliger“ Gipfel. Aber am „Glungi“ muß man doch mal gewesen sein…

Da der Wind hier recht mächtig pfeift, ist uns im Endeffekt die Betonbauten doch ganz recht, da wir uns in ihrem Windschatten ein wenig ausruhen können und den Tee von Alfons dann doch genießen.

Der Weg zur Hütte ist dann auch schnell zurückgelegt und wir setzen uns in die warme Stube. Viel ist noch nicht los in dem Schutzhaus, aber fein ist es. Wir bestellen uns „Spagetti Kathmandu“, leicht würzig, aber wunderbar…

Ein Bierchen dazu rundet den kulinarischen Genuß ab. Wir sitzen eine Weile, reden über Gott und die Welt, und rundherum füllt sich die Stube.
Als wir uns auf den Heimweg machen, ist mehr los. Eine Einladung zum Abschied des jetzigen Pächters in der Tasche, fahren wir über die steinige Piste ab. So manches Mal kracht es herzzerreissend, aber große Schäden bleiben Gott-Sei-Dank aus.

Auf der Piste ist mittlerweile auch schon was los, leider ist die Schneelage auch auf den zweiten Blick nicht üppig und so touchieren wir auch hier denn und wenn ein Steinchen.

Wohlbehalten erreichen wir dennoch wieder das Auto, und blicken zurück auf einen wunderschönen Tourentag.

Tourendaten
Gesamtlänge: 14,14 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 1.413 m

170123 Tulfeiner Alm (2.035m)

Wir haben ausgemacht, nach der Arbeit noch auf die Tulfeiner Alm zu gehen, wir, das sind Stefan, Katha, Alfons und ich. Wir treffen uns auf einem kleinen Parkplatz vor der „Neuen Gufl“, von dort steigen wir über die Wiesen hinauf zur Skipiste.

Der erste Teil der Tour geht über die Halsmarter-Abfahrt, bis wir die Talstation der Glungezerbahn 1 erreichen. Die Schneeauflage ist nicht so prickeln, dafür ist der Start nicht so steil und der Schnee schön griffig.

Ab dem Gasthaus Halsmarter steil die Piste dann auf, das Gehen ist aber dennoch sehr angenehm. Heuer hat das Skigebiet in ein paar Schneekanonen investiert, so wie es scheint. Letztes Jahr sind mir die Lanzen auf den Fall noch nicht aufgefallen.

Wir gehen über die FIS-Standardabfahrt immer parallel zum Schlepplift hinauf, bis wir die Bergstation von eben diesem Lift erreichen. Ein Stück weiter geht es über einen Ziehweg, dann erreichen wir die Abfahrt zur Tulfeinalm. Unser erster Plan, war noch auf den Schartenkogel zu gehen, aber wir beschließen, es für heute zu lassen, denn es ist schon 21:00 Uhr.

Die Felle sind rasch verstaut und wir sind auch schon bald in der urigen Hütte. Ein kühles Weizen löscht den Durst, und wir reden ein wenig über Gott und die Welt. Dann machen wir uns an die Abfahrt, die dank guter Taschenlampe auch wunderbar von statten geht.

Einzig im unteren Teil ist eben die Schneeauflage nicht so stark, trotzdem schaffen wir es (fast) ohne Steinkontakt wieder zurück zum Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 10,04 km
Höhenmeter: 802 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Tourengebiet – 2)

170120 Skitour Patscher Alm (1.694m)

Als kleine „Feierabendtour“ gehen wir auf die Patscher Alm, der Wolfi und ich. Obwohl ich da gerade vor 5 Tagen war, freut es mich trotzdem, weil ich zum Ersten die Alm recht nett finde, zum Zweiten wieder mal mit dem Wolfi was unternehme und drittens das Wetter ein Traum ist.

Wir starten vom Parkplatz aus auf dem beschilderten Weg neben dem Zauberteppich, müssen uns aber schon bald, da wir den Weg irgendwie nicht logisch finden, doch auf die Piste ausweichen. Weiter oben finden wir wieder einen Weg abseits der Massen und können unseren Aufstieg wieder nebeneinander, mit Plauscherei verkürzen.

Unterwegs, im Wald, überholt uns ein Mann, mit einer Mords-Geschwindigkeit. Hui, denke ich mir, wir sind heute ja fein und gemütlich am Weg. Schon bald haben wir ihn wieder eingeholt, weil er eine „spezielle“ Technik zum Überwinden eines Zaumdurchgangs nicht hat und daher seine Ski ausziehen muß. Jaja, hier schwebt ein wenig Schadenfreude mit :D.

Am Ende der Spur müssen wir bei der Talstation der Panoramabahn wieder die Piste überqueren, das aber wegen der wenigen Leute heute gut geht. Dann erreichen wir auch schon die Waldschneise vor der Patscher Alm. Gemütlich.

Wir gönnen uns ein Getränk in der Hütte, aber lange bleiben wollen wir auch nicht, da wir noch im Lichte der Sonne hinunterfahren wollen. Ausserdem wurden wir beim Hineingehen in die Hütte schräg angesprochen, von Wegen Türe schließen und so… später dann, kurz vor der Abfahrt entschuldigt sich eine der Damen noch mit einem Schmäh.

Die Abfahrt geht wunderbar, einzig im unteren Teil schauen schon ein paar riesige Eisplatten unter dem Schnee hervor, die alles andere als fein zu fahren sind. Mit der richtigen Portion Vorsicht geht es aber trotzdem wunderbar abzufahren.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,57 km
Gesamtdauer: 1:45 h
Höhenmeter: 713 hm
Lawinenwarnstufe: 3

170115 Skitour Patscher Alm (1.694m)

Es ist arg kalt, trotzdem möchte ich etwas draussen machen. Zu lange möchte ich nicht am Weg sein, daher fällt meine Wahl auf eine Skitour auf die Patscher Alm. Da ich dort eh noch nie gewesen bin, wird es mal Zeit. Und meine neuen Ski wollen auch mal ausgeführt werden…

Ich starte am Parkplatz vom Olex, den ersten Teil gehe ich auf der Piste hinauf. Ich sehe zwar ein paar Spuren, die von der Piste abzweigen, aber so richtig sicher bin ich mir nicht, also bleibe ich auf der mir bekannten Route.

Da ich relativ früh losgegangen bin, ist noch nichts los. Ich bin die meiste Zeit alleine. Ungefähr bei der Hälfte meiner Route sehe ich einen zweiten Tourengeher, der auf einer kleineren Spur aufsteigt. Dies dürfte der Sommerweg auf die Patscher Alm sein.

Da die ersten Skifahrer losstarten, will ich weg von der Piste. Also passt mir diese Variante sehr gut, und ich folge der angenehmen Spur. Es geht ein kleines Stück durch den Wald, dann öffnet sich eine Lichtung. Ich bin schon bei der Talstation der Panoramabahn.

Rasch überquere ich die Piste und gehe die letzten Meter hinauf zur Patscher Alm. Hier ist für heute Ende. Es ist 9:20 Uhr, das heißt, ich habe noch viel Zeit heute mit der Familie… aber einen Kaffee gönne ich mir trotzdem auf der Hütte. Kein Mensch ist in der warmen Stube, ein feines Kaminfeuer lodert in der Ecke. Richtig gemütlich ist es hier in der kleinen Hütte.

Ich rede ein bisschen mit den Angestellten, dann mache ich mich auf ins Tal. Die Piste ist ein Traum, aber jetzt, um 9:45 füllt sich die Piste schon ein wenig. Welch ein Kontrast zum Aufstieg, da waren die Pisten total leer.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:35 h
Gesamtlänge: 7,86 km
Höhenmeter: 702 m
Lawinenwarnstufe: 3

160416 Sulzkogel (3.016m)

Alfons hat vorgeschlagen, daß wir das gute Wetter, das uns Petrus am Samstag scheinbar schicken wird, ausnutzen und eine Skitour auf den Sulzkogel machen sollen. So war schon während der Woche ausgemacht, daß wir dort raufgehen.

Es ist jetzt Samstag, das Wetter schaut gut aus, also starten wir schon sehr früh los. Um 6:00 Uhr in der Früh stehen wir, nicht als Einzige, mit den Skiern an den Füßen beim Parkplatz der 3 Seen Lifte im Kühtai.

Zuerst müssen wir die Staumauer erklimmen, die drohend auf dem Ort niederschaut.

Von dort müssen wir ein paar Meter über dem Stausee entlang, und dann sogar wieder hinunten zum See gehen. Oje, das heißt, daß wir am Schluss der Tour hier nochmals auffellen müssen.

Wir erreichen das Ende des Sees, hier gehts einmal recht steil rauf. Eine Stelle ist besonders schwer, da man hier unter einem Felsen queren muß, und die Spur zum einen nicht gut, zum anderen auch noch eisig ist.

Dann flacht es wieder ein wenig ab und geht über leichte Hügel hinauf. Mir brennen schon wieder die Sohlen, so wie beim Schartenkogel das letzte Mal. Ein Indiz, daß ich schon wieder Blasen bekomme. Leider auch ein Zeichen, daß mir Papas Skischuhe doch nicht passen. Schade eigentlich, weil ich mir beim Abfahren mit den Schuhen schon leichter tue.

Je weiter wir nach oben kommen, desto mehr schmerzen meine Sohlen. Ich muss abbrechen, so leid es mir tut. Ich beratschlage mich mit Alfons, dann machen wir aus, daß er alleine weitergeht und ich umdrehe. Es hilft eh nix.

Ich setze mich zuerst einmal ein wenig und genieße die Sonne. Die Brotzeit schmeckt auch ohne Gipfel :). Anschließend packe ich zusammen und mache mich an die Abfahrt.

Der erste Teil der Abfahrt ist gar nicht so schlecht, denn die Schneedecke ist noch relativ fest und angenehm zu fahren.

Weiter unten, bei der Engstelle, wirds schwierig. Zu viele Leute wollen hinauf, ich als einziger will hinuntergehen. Doch dann öffnet sich ein Fester und ich kann schnell durch. Fast falle ich hin, doch ich kann mich noch fangen. Ich bleibe stehen und schaue zurück. Eine Frau im Aufstieg ist auch gerade aus der Engstelle rausgefallen, hat sich aber nicht weh getan.

Der weitere Verlauf ist dann sehr angenehm, bis auf den Wiederaufsteig beim Stausee. Doch auch dieser ist bald gemeistert, trotz Blasen und g´scheiten Schmerzen komme ich gut im Tal an. Ich sitze eine Weile alleine in der Hütte, dann kommt auch schon der flotte Alfons, um für Unterhaltung zu sorgen. Ein Iso-Getränk rundet den schönen Tag ab, obwohl bei mir heute kein Gipfel dabei war.

Vielen Dank für die tolle Tour!

Nachtrag – Meine Füße waren voller Blasen…

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,78 km
Gesamtdauer: 3:05h
Höhenmeter: 927 m
Lawinenwarnstufe: 1

180329 Schartenkogel (2.311m)

Noch liegt ein bisschen Schnee, obwohl die Skigebiete schon hier und da zusperren. Ideal also um eine entspannte Pistentour nach der Arbeit anzureißen. Alfons schlägt vor, dass wir gemeinsam auf den Schartenkogel im Glungezer-Skigebiet gehen können. Das klingt super, und so sind wir uns schnell handelseins.
Nach der Arbeit geht es flott heim, die Sachen holen, dann fahren wir zur Neuen Gufl, dort endet die Talabfahrt zur Zeit, denn weiter unten gibt es keinen Schnee mehr. Die ersten paar Meter müssen wir die Ski noch tragen, doch dann geht es über feuchte Schneemassen hinauf zum Alpengasthaus Hausmarter.

Ich habe heute „neue“ Ski zum Probieren mit, Papa hat mir seine zweiten Ski zur Probe mitgegeben.

Das Einfädeln der Schuhe in die „Lowtec“ ist ein wenig gefinkelt, aber ansonsten ist mir der Ski sofort sympathisch.
Stetig steigen wir weiter hinauf, Richtung Tulfeinalm, der Ausblick auf das Inntal wird immer besser.

Als wir fast bei der Alm sind, beschließen wir, diese links liegen zu lassen und noch weiter auf den Schartenkogel zu gehen.

Die letzten Meter hinauf zum Gipfel schaffen wir auch noch, dort genießen wir einen uneingeschränkten Blick auf das Herz unseres geliebten Landes.

Lange bleiben wir nicht auf dem Gipfel, denn ein kalter Windzug hat eingesetzt, gerade genug, um uns frösteln zu lassen. Außerdem lockt schon die Tulfeinalm mit Trunk und Lab…

Nach einer kurzen Pause auf der gemütlichen Hütte machen wir uns weiter auf ins Tal. Mit dem Ski bin ich total zufrieden, die Abfahrt macht mir richtig Spaß. Beim Aufstieg hatte ich ein wenig Schmerzen an den Zehenballen, da mir die Schuhe gerade ein bisschen zu klein sind. Trotzdem finde ich, dass diese Ski fast feiner sind als meine eigenen Ski.

Nach einer wunderbaren, langen Abfahrt über die perfekt präparierte Piste erreichen wir glücklich und zufrieden wieder das Auto. Eine wunderbare Tour mit sehr schönen Stimmungen beim Aufstieg

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:37h
Gesamtdistanz: 11,62m
Höhenmeter: 1.001m

160324 Skitour Patscherkofel Schutzhaus (1.970m)

Beim Mittagessen machen Wolfi uns ich spontan aus, am Nachmittag auf das Patscherkofel Schutzhaus zu gehen. Ich bin eigentlich mit dem Fahrrad da, aber Wolfi´s Bus schluckt das Fahrrad zusätzlich zu den Skiern und Kindersitzen, die schon drinnen sind, ohne Probleme.

Bei mir bleiben wir noch kurz stehen, ich zieh mich um, lade das Fahrrad aus und die Skiausrüstung ein und los geht’s…

Um kurz nach 16:00 Uhr erreichen wir den Parkplatz der Patscherkofelbahn, die Sonne ist zwar nicht so stark präsent, aber es ist auch nicht kalt.

Zu diesem Zeitpunkt sind gar nicht so viele Skitourengeher auf der Piste…

Wir gehen an der Olympiaabfahrt entlang Richtung Schutzhaus. An der Heiligwasserwiese ist der Schnee schon sehr weich. Je weiter wir aber hinaufkommen, desto besser wird jedoch die Qualität vom Schnee. 

Ein paar wenige eisige Stellen lassen die Felle kurz den Gripp verlieren, aber diese Rutscher können gut abgefangen werden und wir kommen relative gut voran.

Unterhalb der Gondel-Bergstation werden wir noch von einem Mann überholt, der aber bei diesem Manöver schon aus allen Löchern pfeift.

Zeitgleich mit ihm erreichen wir das Schutzhaus und beschließen, einen kurzen Einkehrschwung zu machen. 1h 37min haben wir gebraucht, und beide sind wir ganz zufrieden.

In der Hütte ist nicht viel los, wir setzen uns und bestellen das bewährte Isogetränk (ohne Füllstoff). Langsam aber sicher füllt sich die Hütte, es ist doch mehr los als ich angenommen habe. Uns gefällt´s trotzdem, ein zweites Bier muss her, als sich dieses dem Ende neigt, reicht uns ein Blick aus dem Fenster, und wir wissen was wir vergessen haben… die Taschenlampen.

Die Ski finden wir auch in der Dunkelheit ohne Probleme, es wäre zwar Quais-Vollmond, aber von dem sehen wir noch nicht viel. Irgendwie ist es aber doch nicht so finster wie ich befürchtet hatte und die Abfahrt geht zwar langsam, aber problemlos von Statten. Einzig im unteren Teil, dort wo der Schnee am Nachmittag schon aufgeweicht war, und jetzt angezogen hat, ist das Skifahren nicht mehr so einfach. So erreichen wir mit Anstrengung, aber ohne Probleme den Parkplatz und das Auto.

Tolle, spontane Tour auf den Igler Hausberg.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,76km
Gesamtdauer: 2 h
Höhenmeter 948 m

  

160206 1/2 Wankspitze oder Lehmberghaus, (1.554m)

Schon auf dem Lokus war mir heute früh klar, daß es ein harter Tag werden würde. Die Tochter schon seit fast einer Woche krank, der Bub hustet seit gestern, und zu allem Überfluss meinte auch noch meine Frau, daß es ihr im Halse kratzen würde… und ich mal ausnahmsweise nicht schuld. :D:D:D

Nichts desto trotz beschließe ich, mit Alfons doch auf die Wankspitze zu gehen. Jaja, man soll halt doch ein bisschen auf das Körpergefühl achten. Wir erreichen nach ca. 45min. das Gasthaus Arzkasten, dort parken wir für satte €4.- und schnallen und die Ski an.

Anfangs geht es mir noch halbwegs. Einmal wird mir ein bisschen schwindlig, das legt sich aber gleich wieder. Trotzdem merke ich, daß alles heute ein wenig schwerer geht. Die Beine sind schwerer, die Schuhe drücken ein bisschen, usw.

Wir erreichen, nachdem wir auch noch zu allem Überfluss einen Umweg gegangen sind, das Lehnberghaus.

Eine kurze Trink- und Beratungspause später sind wir auf dem Weg zum Gipfel. Aber schon nach kurzer Zeit muss ich die weiße Fahne zeigen. Natürlich ist Alfons enttäuscht, aber ein echter Bergspezi ist er halt auch. „Na, kua Problem…“ meint er und läßt mich ohne schlechtes Gewissen umdrehen.

Beim Runterfahren bis zum Lehnberghaus merke ich schon, daß das heute nicht gut gegangen wäre. Die Beine schwer, der Schnee furchtbar zu fahren… irgendwie sollte es wohl heute nicht sein.

Wir lassen auch die Hütte aus und fahren gleich auf der Rodelbahn hinunter ins Tal, zum Parkplatz. Bis auf die letzten Meter ist die Rodelbahn herrlich zu fahren, ganz im Gegensatz zu dem Schnee über der Hütte…

Mein Bus, der mich nach Aldrans zurückbringen soll, ist gerade abgefahren, daher beschließen wir, im nahegelegenen Baguette in Barwies einen Kaffee mit Krapfen zu verspeisen. Nach dem Zahlen hören wir noch eine Konversation zwischen einem Gast und einer Bedienung: „Sag amol, es tiat´z schun extrem viel Zucker auf dia Krapfen. Muaß doch it sei…“, darauf: „Mei, woascht, des miaßma tian, sunscht sichscht ja, wia dia Krapfen wirklich ausschaugen…“.

Alfons läßt mich in Barwies bei der Bushaltestelle aussteigen, nach 10min. kommt auch schon der Postbus. Ich muss nichts zahlen, dank einem Gutschein aus dem Büchlein „Skitouren mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Innsbruck 2015/16“. Kann ich nur jedem empfehlen.

Mit ein wenig Verspätung erreiche ich den Bahnhof, mein nächster Bus fährt nach 20min. weiter. Ich steige ein, lege die €3.- Obulus auf die Kasse, da meint der Busfahrer freundlich lächeln: „Passt schun, bischt ja eigentlich o a Schifahrer…“ und nimmt mich gratis mit! Super.

Trotz gesundheitlicher Gebrechen war die Tour doch fein, und hat Spaß gemacht. Und ein großes Danke an meinen Spezl Alfons!

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:11h
Gesamtdistanz: 7,86km
Gesamthöhe: 554m
Lawinenwarnstufe: 2

Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Mein Skitourenkonto ist heuer noch recht leer ist, weil irgendwo in Ermangelung von Schnee meine Motivation auch irgendwo zwischen Schneeflocke #45 und Schneeflocke #46 auf der Strecke liegen geblieben ist. Doch irgendwas muss ja für die Kondition und gegen den Weihnachtskecksebauch getan werden… also entscheiden sich Alfons und ich, den Innsbrucker Pilgerbergklassiker, den Patscherkofel bis zum Schutzhaus über die Piste zu besteigen.

Beim OLEX angekommen, sehen wir schon, dass wir, wie sich das für eine Pilgerstätte gehört, nicht alleine sind. Aber das macht uns heute nichts. Es hat gerade zu schneien angefangen und die Stimmung ist sehr winterlich. Super… das könnte noch richtig nett werden. Trotz großem Andrang verteilen sich die ganzen Tourengeher über die Piste und es stört überhaupt nicht, dass wir heute Viele sind.

Wir steigen über die Familienabfahrt hinauf zum Patscherkofel-Schutzhaus, dort gönnen wir uns ein isotonisches Getränk. Nach einem feinen Plausch machen wir uns wieder auf ins Tal. Obwohl es recht stark schneit, und somit das Sichtfeld eingeschränkt ist, gelingt uns der Rückweg dank Skibrille und Hirabira (Stirnlampe) über die Olympiaabfahrt ohne Probleme.

Das war heute eine schnelle, kurzweilige Tour auf den Kofel. Mir hat´s super gefallen.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 8,06km
Aufstiegsdauer: 1:45h
Gesamtdauer: 2:09h
Höhenmeter: 958m
Lawinenwarnstufe: 3

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