Archiv der Kategorie: Skitouren

170115 Skitour Patscher Alm (1.694m)

Es ist arg kalt, trotzdem möchte ich etwas draussen machen. Zu lange möchte ich nicht am Weg sein, daher fällt meine Wahl auf eine Skitour auf die Patscher Alm. Da ich dort eh noch nie gewesen bin, wird es mal Zeit. Und meine neuen Ski wollen auch mal ausgeführt werden…

Ich starte am Parkplatz vom Olex, den ersten Teil gehe ich auf der Piste hinauf. Ich sehe zwar ein paar Spuren, die von der Piste abzweigen, aber so richtig sicher bin ich mir nicht, also bleibe ich auf der mir bekannten Route.

Da ich relativ früh losgegangen bin, ist noch nichts los. Ich bin die meiste Zeit alleine. Ungefähr bei der Hälfte meiner Route sehe ich einen zweiten Tourengeher, der auf einer kleineren Spur aufsteigt. Dies dürfte der Sommerweg auf die Patscher Alm sein.

Da die ersten Skifahrer losstarten, will ich weg von der Piste. Also passt mir diese Variante sehr gut, und ich folge der angenehmen Spur. Es geht ein kleines Stück durch den Wald, dann öffnet sich eine Lichtung. Ich bin schon bei der Talstation der Panoramabahn.

Rasch überquere ich die Piste und gehe die letzten Meter hinauf zur Patscher Alm. Hier ist für heute Ende. Es ist 9:20 Uhr, das heißt, ich habe noch viel Zeit heute mit der Familie… aber einen Kaffee gönne ich mir trotzdem auf der Hütte. Kein Mensch ist in der warmen Stube, ein feines Kaminfeuer lodert in der Ecke. Richtig gemütlich ist es hier in der kleinen Hütte.

Ich rede ein bisschen mit den Angestellten, dann mache ich mich auf ins Tal. Die Piste ist ein Traum, aber jetzt, um 9:45 füllt sich die Piste schon ein wenig. Welch ein Kontrast zum Aufstieg, da waren die Pisten total leer.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:35 h
Gesamtlänge: 7,86 km
Höhenmeter: 702 m
Lawinenwarnstufe: 3

160416 Sulzkogel (3.016m)

Alfons hat vorgeschlagen, daß wir das gute Wetter, das uns Petrus am Samstag scheinbar schicken wird, ausnutzen und eine Skitour auf den Sulzkogel machen sollen. So war schon während der Woche ausgemacht, daß wir dort raufgehen.

Es ist jetzt Samstag, das Wetter schaut gut aus, also starten wir schon sehr früh los. Um 6:00 Uhr in der Früh stehen wir, nicht als Einzige, mit den Skiern an den Füßen beim Parkplatz der 3 Seen Lifte im Kühtai.

Zuerst müssen wir die Staumauer erklimmen, die drohend auf dem Ort niederschaut.

Von dort müssen wir ein paar Meter über dem Stausee entlang, und dann sogar wieder hinunten zum See gehen. Oje, das heißt, daß wir am Schluss der Tour hier nochmals auffellen müssen.

Wir erreichen das Ende des Sees, hier gehts einmal recht steil rauf. Eine Stelle ist besonders schwer, da man hier unter einem Felsen queren muß, und die Spur zum einen nicht gut, zum anderen auch noch eisig ist.

Dann flacht es wieder ein wenig ab und geht über leichte Hügel hinauf. Mir brennen schon wieder die Sohlen, so wie beim Schartenkogel das letzte Mal. Ein Indiz, daß ich schon wieder Blasen bekomme. Leider auch ein Zeichen, daß mir Papas Skischuhe doch nicht passen. Schade eigentlich, weil ich mir beim Abfahren mit den Schuhen schon leichter tue.

Je weiter wir nach oben kommen, desto mehr schmerzen meine Sohlen. Ich muss abbrechen, so leid es mir tut. Ich beratschlage mich mit Alfons, dann machen wir aus, daß er alleine weitergeht und ich umdrehe. Es hilft eh nix.

Ich setze mich zuerst einmal ein wenig und genieße die Sonne. Die Brotzeit schmeckt auch ohne Gipfel :). Anschließend packe ich zusammen und mache mich an die Abfahrt.

Der erste Teil der Abfahrt ist gar nicht so schlecht, denn die Schneedecke ist noch relativ fest und angenehm zu fahren.

Weiter unten, bei der Engstelle, wirds schwierig. Zu viele Leute wollen hinauf, ich als einziger will hinuntergehen. Doch dann öffnet sich ein Fester und ich kann schnell durch. Fast falle ich hin, doch ich kann mich noch fangen. Ich bleibe stehen und schaue zurück. Eine Frau im Aufstieg ist auch gerade aus der Engstelle rausgefallen, hat sich aber nicht weh getan.

Der weitere Verlauf ist dann sehr angenehm, bis auf den Wiederaufsteig beim Stausee. Doch auch dieser ist bald gemeistert, trotz Blasen und g´scheiten Schmerzen komme ich gut im Tal an. Ich sitze eine Weile alleine in der Hütte, dann kommt auch schon der flotte Alfons, um für Unterhaltung zu sorgen. Ein Iso-Getränk rundet den schönen Tag ab, obwohl bei mir heute kein Gipfel dabei war.

Vielen Dank für die tolle Tour!

Nachtrag – Meine Füße waren voller Blasen…

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,78 km
Gesamtdauer: 3:05h
Höhenmeter: 927 m
Lawinenwarnstufe: 1

180329 Schartenkogel (2.311m)

Noch liegt ein bisschen Schnee, obwohl die Skigebiete schon hier und da zusperren. Ideal also um eine entspannte Pistentour nach der Arbeit anzureißen. Alfons schlägt vor, dass wir gemeinsam auf den Schartenkogel im Glungezer-Skigebiet gehen können. Das klingt super, und so sind wir uns schnell handelseins.
Nach der Arbeit geht es flott heim, die Sachen holen, dann fahren wir zur Neuen Gufl, dort endet die Talabfahrt zur Zeit, denn weiter unten gibt es keinen Schnee mehr. Die ersten paar Meter müssen wir die Ski noch tragen, doch dann geht es über feuchte Schneemassen hinauf zum Alpengasthaus Hausmarter.

Ich habe heute „neue“ Ski zum Probieren mit, Papa hat mir seine zweiten Ski zur Probe mitgegeben.

Das Einfädeln der Schuhe in die „Lowtec“ ist ein wenig gefinkelt, aber ansonsten ist mir der Ski sofort sympathisch.
Stetig steigen wir weiter hinauf, Richtung Tulfeinalm, der Ausblick auf das Inntal wird immer besser.

Als wir fast bei der Alm sind, beschließen wir, diese links liegen zu lassen und noch weiter auf den Schartenkogel zu gehen.

Die letzten Meter hinauf zum Gipfel schaffen wir auch noch, dort genießen wir einen uneingeschränkten Blick auf das Herz unseres geliebten Landes.

Lange bleiben wir nicht auf dem Gipfel, denn ein kalter Windzug hat eingesetzt, gerade genug, um uns frösteln zu lassen. Außerdem lockt schon die Tulfeinalm mit Trunk und Lab…

Nach einer kurzen Pause auf der gemütlichen Hütte machen wir uns weiter auf ins Tal. Mit dem Ski bin ich total zufrieden, die Abfahrt macht mir richtig Spaß. Beim Aufstieg hatte ich ein wenig Schmerzen an den Zehenballen, da mir die Schuhe gerade ein bisschen zu klein sind. Trotzdem finde ich, dass diese Ski fast feiner sind als meine eigenen Ski.

Nach einer wunderbaren, langen Abfahrt über die perfekt präparierte Piste erreichen wir glücklich und zufrieden wieder das Auto. Eine wunderbare Tour mit sehr schönen Stimmungen beim Aufstieg

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:37h
Gesamtdistanz: 11,62m
Höhenmeter: 1.001m

160324 Skitour Patscherkofel Schutzhaus (1.970m)

Beim Mittagessen machen Wolfi uns ich spontan aus, am Nachmittag auf das Patscherkofel Schutzhaus zu gehen. Ich bin eigentlich mit dem Fahrrad da, aber Wolfi´s Bus schluckt das Fahrrad zusätzlich zu den Skiern und Kindersitzen, die schon drinnen sind, ohne Probleme.

Bei mir bleiben wir noch kurz stehen, ich zieh mich um, lade das Fahrrad aus und die Skiausrüstung ein und los geht’s…

Um kurz nach 16:00 Uhr erreichen wir den Parkplatz der Patscherkofelbahn, die Sonne ist zwar nicht so stark präsent, aber es ist auch nicht kalt.

Zu diesem Zeitpunkt sind gar nicht so viele Skitourengeher auf der Piste…

Wir gehen an der Olympiaabfahrt entlang Richtung Schutzhaus. An der Heiligwasserwiese ist der Schnee schon sehr weich. Je weiter wir aber hinaufkommen, desto besser wird jedoch die Qualität vom Schnee. 

Ein paar wenige eisige Stellen lassen die Felle kurz den Gripp verlieren, aber diese Rutscher können gut abgefangen werden und wir kommen relative gut voran.

Unterhalb der Gondel-Bergstation werden wir noch von einem Mann überholt, der aber bei diesem Manöver schon aus allen Löchern pfeift.

Zeitgleich mit ihm erreichen wir das Schutzhaus und beschließen, einen kurzen Einkehrschwung zu machen. 1h 37min haben wir gebraucht, und beide sind wir ganz zufrieden.

In der Hütte ist nicht viel los, wir setzen uns und bestellen das bewährte Isogetränk (ohne Füllstoff). Langsam aber sicher füllt sich die Hütte, es ist doch mehr los als ich angenommen habe. Uns gefällt´s trotzdem, ein zweites Bier muss her, als sich dieses dem Ende neigt, reicht uns ein Blick aus dem Fenster, und wir wissen was wir vergessen haben… die Taschenlampen.

Die Ski finden wir auch in der Dunkelheit ohne Probleme, es wäre zwar Quais-Vollmond, aber von dem sehen wir noch nicht viel. Irgendwie ist es aber doch nicht so finster wie ich befürchtet hatte und die Abfahrt geht zwar langsam, aber problemlos von Statten. Einzig im unteren Teil, dort wo der Schnee am Nachmittag schon aufgeweicht war, und jetzt angezogen hat, ist das Skifahren nicht mehr so einfach. So erreichen wir mit Anstrengung, aber ohne Probleme den Parkplatz und das Auto.

Tolle, spontane Tour auf den Igler Hausberg.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,76km
Gesamtdauer: 2 h
Höhenmeter 948 m

  

160206 1/2 Wankspitze oder Lehmberghaus, (1.554m)

Schon auf dem Lokus war mir heute früh klar, daß es ein harter Tag werden würde. Die Tochter schon seit fast einer Woche krank, der Bub hustet seit gestern, und zu allem Überfluss meinte auch noch meine Frau, daß es ihr im Halse kratzen würde… und ich mal ausnahmsweise nicht schuld. :D:D:D

Nichts desto trotz beschließe ich, mit Alfons doch auf die Wankspitze zu gehen. Jaja, man soll halt doch ein bisschen auf das Körpergefühl achten. Wir erreichen nach ca. 45min. das Gasthaus Arzkasten, dort parken wir für satte €4.- und schnallen und die Ski an.

Anfangs geht es mir noch halbwegs. Einmal wird mir ein bisschen schwindlig, das legt sich aber gleich wieder. Trotzdem merke ich, daß alles heute ein wenig schwerer geht. Die Beine sind schwerer, die Schuhe drücken ein bisschen, usw.

Wir erreichen, nachdem wir auch noch zu allem Überfluss einen Umweg gegangen sind, das Lehnberghaus.

Eine kurze Trink- und Beratungspause später sind wir auf dem Weg zum Gipfel. Aber schon nach kurzer Zeit muss ich die weiße Fahne zeigen. Natürlich ist Alfons enttäuscht, aber ein echter Bergspezi ist er halt auch. „Na, kua Problem…“ meint er und läßt mich ohne schlechtes Gewissen umdrehen.

Beim Runterfahren bis zum Lehnberghaus merke ich schon, daß das heute nicht gut gegangen wäre. Die Beine schwer, der Schnee furchtbar zu fahren… irgendwie sollte es wohl heute nicht sein.

Wir lassen auch die Hütte aus und fahren gleich auf der Rodelbahn hinunter ins Tal, zum Parkplatz. Bis auf die letzten Meter ist die Rodelbahn herrlich zu fahren, ganz im Gegensatz zu dem Schnee über der Hütte…

Mein Bus, der mich nach Aldrans zurückbringen soll, ist gerade abgefahren, daher beschließen wir, im nahegelegenen Baguette in Barwies einen Kaffee mit Krapfen zu verspeisen. Nach dem Zahlen hören wir noch eine Konversation zwischen einem Gast und einer Bedienung: „Sag amol, es tiat´z schun extrem viel Zucker auf dia Krapfen. Muaß doch it sei…“, darauf: „Mei, woascht, des miaßma tian, sunscht sichscht ja, wia dia Krapfen wirklich ausschaugen…“.

Alfons läßt mich in Barwies bei der Bushaltestelle aussteigen, nach 10min. kommt auch schon der Postbus. Ich muss nichts zahlen, dank einem Gutschein aus dem Büchlein „Skitouren mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Innsbruck 2015/16“. Kann ich nur jedem empfehlen.

Mit ein wenig Verspätung erreiche ich den Bahnhof, mein nächster Bus fährt nach 20min. weiter. Ich steige ein, lege die €3.- Obulus auf die Kasse, da meint der Busfahrer freundlich lächeln: „Passt schun, bischt ja eigentlich o a Schifahrer…“ und nimmt mich gratis mit! Super.

Trotz gesundheitlicher Gebrechen war die Tour doch fein, und hat Spaß gemacht. Und ein großes Danke an meinen Spezl Alfons!

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:11h
Gesamtdistanz: 7,86km
Gesamthöhe: 554m
Lawinenwarnstufe: 2

Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Mein Skitourenkonto ist heuer noch recht leer ist, weil irgendwo in Ermangelung von Schnee meine Motivation auch irgendwo zwischen Schneeflocke #45 und Schneeflocke #46 auf der Strecke liegen geblieben ist. Doch irgendwas muss ja für die Kondition und gegen den Weihnachtskecksebauch getan werden… also entscheiden sich Alfons und ich, den Innsbrucker Pilgerbergklassiker, den Patscherkofel bis zum Schutzhaus über die Piste zu besteigen.

Beim OLEX angekommen, sehen wir schon, dass wir, wie sich das für eine Pilgerstätte gehört, nicht alleine sind. Aber das macht uns heute nichts. Es hat gerade zu schneien angefangen und die Stimmung ist sehr winterlich. Super… das könnte noch richtig nett werden. Trotz großem Andrang verteilen sich die ganzen Tourengeher über die Piste und es stört überhaupt nicht, dass wir heute Viele sind.

Wir steigen über die Familienabfahrt hinauf zum Patscherkofel-Schutzhaus, dort gönnen wir uns ein isotonisches Getränk. Nach einem feinen Plausch machen wir uns wieder auf ins Tal. Obwohl es recht stark schneit, und somit das Sichtfeld eingeschränkt ist, gelingt uns der Rückweg dank Skibrille und Hirabira (Stirnlampe) über die Olympiaabfahrt ohne Probleme.

Das war heute eine schnelle, kurzweilige Tour auf den Kofel. Mir hat´s super gefallen.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 8,06km
Aufstiegsdauer: 1:45h
Gesamtdauer: 2:09h
Höhenmeter: 958m
Lawinenwarnstufe: 3

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Zur Simmering Alm (1.816m)

Heute mal wieder was Anderes. Heute fahren Alfons und ich nach Obsteig, hier der Simmering zu Hause ist… Eine gerne als Verlegenheitstour bezeichnete Skitour, die auch bei höherer Lawinengefahr noch geht. Und der LLB hat’s heute noch gesagt, es ist heimtückisch. Lieber auf sicher, daher auf den Simmering. Weiterer Vorteil für Alfons: Er kann gleich weiter ins Ausserfera fahren…

Wir starten um 6:40 in Aldrans, und fahren über die Autobahn nach Mötz und von dort weiter nach Obsteig. Dort angekommen müssen wir zum Parkplatz vom Grünberger Skilift. Just angekommen, schüttet es schon. Regen!!! Kein Schnee, liebe Leute, sondern Regen!

Unentschlossen ziehen wir eine Überjacke an und starten los. Die Intensität lässt bald nach und manch kleines blaues Fleckchen zeigt sich am Himmel. Doch diese Lichtblicke bleiben doch selten…

Der meiste Teil des Weges verläuft auf der Rodelbahn, nur zweimal kreuzen wir eine alte Skipiste.

Zwischenzeitlich hat es zu schneien begonnen…

Monoton steigt der Forstweg hinauf durch den Wald, die langen Geraden und wenigen Kehren machen das „Kehrenzählen“ zur Qual.

„Des zieht sich aber…“ ist nun auch von Alfons zu hören, doch dann haben wir die Alm erreicht.

Mein linker Fuß mag mich heute nicht, daher lassen wir es Gutsein und gehen Frühstücken. Mjam…

Wir genießen ein tolles Frühstück, Kaspressknedl, trinken den bewährten Vorgänger von Isostar und genießen die Wärme der Hütte. Nach einer ausgiebigen Rast mach wir und auf dem gleichen Wege zurück ins Tal.

Und dann kommt noch das coole Ende: Da Alfons weiter nach Reutte fährt, nehme ich den Postbus. Doch zuerst muss ich warten…

Ein Blick rund um mich zeigt nochmals den unscheinbaren Simmering, hinter dem Spar…

… und auch die Wankspitze, den ich heuer mit Papa im Sommer bestiegen habe… (Im Hintergrund, in der Mitte)

Schön ist es hier, denke ich mir. Und dann is auch der Bus schon da…

Tolle Tour, und auch mal wieder schön, „grün“ unterwegs gewesen zu sein.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3h
Distanz: 13,31km
Höhenmeter: 814m
Lawinenwarnstufe: 3
Ausrichtung: NO

Hoadl, 2.340m (09.01.2016)

Gestern war großer „Richte-die-Ski-her-Abend“. Aber ausser Waxen ist es dann doch nichts geworden. Trotzdem, die Ski haben die heiße Flüssigkeit begierlich aufgesogen, also war es wohl höchte Eisenbahn. Nebenbei wurden 1-2 Biere vernichtet und Alfons erzählte mir von seinem Entschluss, auf das Hoadl zu gehen, in der Früh. Lange Rede, kurzer Sinn, bald war ausgemacht, wann wir uns in der Früh treffen würden.

Um 6:45 kommt Alfons zu mir herüber, wir bepacken den neuen Skiträger mit den Tourenskien und starten los, Richtung Axamer Lizum. Dort angekommen, sind wir zwar nicht die Ersten, aber viel los ist nicht. Es ist zwar früh, aber es ist doch verdächtig ruhig.

Da wir den bald eintrudelnden Skifahrern nicht den Parkplatz wegnehmen möchten (ausserdem ist es von der Bergbahn untersagt worden), parken wir ein wenig vor dem großen Besucherparkplatz und gehen die ersten Meter über den Parkplatz, zur Piste. Dort legen wir die Ski an und starten los, zuerst noch auf der Piste, später zweigen wir immer wieder auf die rechte Seite ab. Irgendwie, mit ein wenig Phantasie kommt dann sogar noch „Gelände-Feeling“ auf, wenn da nicht so wenig Schnee wäre…

Je weiter wir in die Höhe steigen, desto besser wird die Aussicht auf das Inntal.

Leider nimmt hier auch der Krawall vom Flughafen exorbitant zu, und noch ein Geräusch stört immer wieder die Idylle. Die alte Olympiabahn rattert immer wieder auf der gegenüberliegenden Pistenseite vorbei.

Bei einem Stück müssen wir auf die Piste queren, die höchste Steighilfe einlegen und dann durchbeissen. Doch nach diesem richtig steilen Stück geht es hinauf zum Ziel, dem Hoadl mit dem großen Holzkreut „Für Gott und Heimat“

Wir genießen den Ausblick auf die wenig verschneiten Berge und machen und dann gemächlich zum Hoadl-Haus auf, wo wir uns einen Kaffee mit Torte gönnen.

Die Abfahrt ist dann nochmals für mich eine kleine Herausforderung, ich merke, daß ich diese Bewegungen nicht mehr gewohnt bin. Aber bis zum Saisonende wird das schon wieder…

Tolle Tour, das Wetter war besser als angenommen. Das Richtige zum Einstimmen…

Tourendaten
Aufstiegsdauer: 1:52h
Aufstiegsdistanz: 3,88 km
Höhenmeter: 793m

150313 Patscherkofel (2.246m) – Viggarspitze (2.306m) – Sonnenspitze (2.639m)

Endlich, es ist soweit. Eine Tour, die ich mich schon lange eingebildet habe. Heute passt einfach alles: Wetter, Motivation und vieles mehr.

Nach der Arbeit starten Alfons und ich gleich hinauf, nach Igls zur Patscherkofelbahn. Den ersten Teil werden wir heute motorisiert bewältigen, d.h. mit der Pendelbahn auf den Kofel.

Es wird eh eines der letzten Male sein, denn das Ende der Pendelbahn auf den Patscherkofel in der jetzigen Form wird bald Geschichte sein. Die historische Pendelbahn wird gegen eine Neue ersetzt. Nun ja, so ist der Lauf der Dinge.

Mit der Gondel erreichen wir das Patscherkofelhaus im Nu. Gerade als wir ankommen, sehen wir einen Rettungseinsatz, bzw. den Schluss davon, nämlich die Hubschrauberbergung…

Dann steigen wir über steile Flanken hinauf zum Gipfel des Patscherkofel, unserem ersten Gipfel heute. Die Spur ist nicht so gut, immer wieder, auch bedingt durch die Tageszeit, brechen Teile der Spur ab. Aber bald finden wir eine alternative Spur, die nicht so steil rauf zieht und daher auch angenehmer zu gehen ist.

Schon sehen wir das Wahrzeichen, den Sendemast. Mein Sohnemann bezeichnet den Mast immer als „Rakete“. Treffender Spitzname, finde ich…

Ein kurzer Stop beim Gipfelkreuz, dann geht es am Sendemast vorbei bis zum Osthang, dort fellen wir ab, und machen uns auf die Abfahrt.

Der Ausblick vom Innsbrucker Hausberg ist einfach fantastisch, eine wunderschöne Sicht auf das Unterland macht sich auf. Die Abfahrt über den Ostgrat ist gar nicht so Ohne, aber macht doch Spaß. Es gleich hier alles eher einer Waldbahn, als einer schönen Abfahrt.

Beim im Winter unbewirtschafteten Berggasthaus Boscheben fellen wir wieder auf, denn nun geht der Gang über den Grat los. Wir treffen bei der Hütte noch drei Münchner, die sich auch fertigmachen. Wir werden sie im Laufe der Tour noch öfters treffen.

Ein Teil der Tour geht auf dem Sommer-Zirbenweg, den ich mit den Kindern schon öfter gegangen bin. Im Winter schaut es hier allerdings ganz anders aus und auch so manche Stelle ist im Winter kritischer als im Sommer.

Der Weg ist ein immerwährendes Auf und Ab, das heißt dann auch, mit den Fellen abzufahren. Das ist auch gar nicht so einfach, schön die Balance zu halten.

Und trotzdem oder gerade deswegen haben wir richtig Spaß, es ist schön, es ist für einen Frühjahrstag auch sehr warm und wir genießen jeden Moment auf der Tour. Ein Blick über die Schultern zeigt uns den Gipfel des Patscherkofels, mit der markanten Funkstation auf dem Gipfel.

Unser Blick voraus zeigt unser nächstes Ziel schon zum Greifen nahe, die Viggarspitze.

Wie folgen der Spur der „Route Roman“, bis wir ganz nahe an der Viggarspitze angekommen sind, dann steigen wir auf. Zuerst geht´s noch gut mit den Skiern.

Unterwegs genießen wir auch wieder mal die Aussicht. Zuerst nochmals zurück auf den Patscherkofel.

Und in Richtung Innsbruck, der schönen Stadt mitten im Gebirge.

Bald schon wird der Weg zu grasig, zu wenig Schnee hat auf der Viggarspitze überlebt, daher nehmen wir die letzen Meter per Pedes, mit den Skiern auf dem Rücken in Angriff.

Auf dem Gipfel legen wir eine Rast ein, trinken Tee und genießen den ersten Gipfel, wie man hier sieht.

Nach der Stärkung gehen wir wieder zu Fuss runter, bis wir die ersten Skispuren finden. Dort steigen wir wieder in die Bindung und marschieren weiter, zum nächsten Ziel, der Sonnenspitze.

Unterwegs stellen wir fest, dass hier oben auf auf dem Kamm doch sehr viel Schnee liegt, wie man an diesem Schild gut sehen kann.

Der Weg zieht sich entlang des Grates, keine Bäume oder Sträucher sind mehr zu sehen, einzig Fels und Schnee.

Nach ca. 4 Stunden erreichen wir glücklich, auf meiner Seite nicht ohne Blesuren, den letzten Gipfel, die Sonnenspitze. Glücklich stehen wir oben, auf dem Dach von Tulfes.

Die Sonne steht schon tief, daher machen wir uns der Kühle wegen bald auf zur Hütte, die nur ein paar Meter entfernt liegt. Dort, in der warmen Stube, genießen wir unser verdientes Tourenbier.

Ein Blick aus dem Fenster erinnert uns aber dann auch wieder, dass wir bald abfahren müssen, denn wir kennen den Weg ja nicht.

Beim Rausgehen aus der Hütte treffen wir noch den Hüttenwirt, mit dem wir ein paar Worte wechseln. Jedes Mal, wenn ich hier bin, fragt er wieder: „Gel, du bischt a Ausserferna?“. So lange schon weg von Dahoam, und trotzdem immer noch mit hohem Wiedererkennungswert. „Dank dem Reitemerischen…“

Er erklärt uns hilfsbereit auch gleich den richtigen Weg nach unten, den wir auch gleich einschlagen. Dazu müssen wir zuerst wieder Richtung Sonnenspitze aufsteigen, doch dann stehen wir auch schon direkt vor der Abfahrt. Eine wunderschöne Buckelpiste…

Mit jedem Abfahrtsmeter wird es dunkler und wir müssen uns richtig konzentrieren, den Weg zu finden. Gott sei Dank haben wir unsere Stirnlampen mit, die helfen nun sehr. Nichts desto trotz haben wir auch noch ein Auge für die Schönheiten, die uns umgeben.

Nachdem wir das Skigebiet verlassen haben, die Talabfahrt ist ja gesperrt, wird es richtig dunkel. Wir müssen sehen, wie wir weiterkommen…

Das Gras lacht auch immer mehr durch, und irgendwann ist uns das Risiko zu groß, die Ski kaputt zu machen und wir schultern die guten Latten. Die letzten Meter ins Tal laufen wir. Und erreichen genau den Postbus, der uns nach Hause bringt. Wunderbar…

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 19,26km
Gesamtdauer: 5:15h
Aufstiegshöhe: 1012m

150308 Largoz (2.214m)

Die Zeit pressiert heute mehr als sonst, da Alfons Maria und Larissa vom Flughafen abholen muss. Daher starten wir noch früher als üblich. Ich hole Alfons schon um 5:30 Uhr ab. Kurz entschlossen haben wir uns am Vorabend für den Largoz entschieden, einem sehr bekannten Skiberg über Volders.

Die Suche nach einem Parkplatz gestaltet sich schwierig, da ich leider nicht pass einer Eisplatte 10m vor dem Platz komme. Nach ein wenig hin und her entschließen wir uns, direkt vor der Krepperhütte zu parken. Wir werden bei der Rückkehr eh einen Kaffee trinken, da wird das wohl passen.

Um 6:00 Uhr starten wir los, Taschenlampen brauchen wir keine. Zum einen ist es fast Vollmond, zum andern setzt die Dämmerung schon wieder früher ein. Der erste Teil führt uns durch den Wald, die Spur ist gut, aber teilweise steil und auch schon leicht eisig. Daher rutsche ich auch ein paar mal recht unelegant aus, sehr zur Belustigung der Waldbewohner. Denn meinem Kraxlspezi ist es egal, kein einziges boshaftes Lachen höre ich von ihm.

Doch meine Mühen werden dennoch belohnt. Eine wunderbare Aussicht mit Mond erfreut unser Auge.

Stetig machen wir Höhenmeter und wir sind überrascht wie viel Schnee wir hier vorfinden. Die Qualität ist jedoch durchwachsen, von recht feinem Pulver über Bruchharsch finden wir alles. Da kann man sich schon auf die Abfahrt freuen.

Nach einiger Zeit lichtet sich der Wald und gibt die Sicht frei auf schöne Skihänge. Noch liegt diese Seite im Schatten und das lasst uns hoffen.

Im Hintergrund sieht man auch immer wieder den Glungezer zu uns rüberblinzeln, hier wird auch die Dimension dieses Berges richtig sichtbar.  Spuren überall am Berg zeigen uns, dass hier auch sehr Verwegene unterwegs sind.

Das Gipfelkreuz haben wir schon ein paar mal durch die einzelnen Bäume gesehen, dann erreichen wir nach ziemlich genau 2 Stunden den Gipfel mit einem wahrlich großen Gipfelkreuz.

Am Gipfel ist die Aussicht wunderbar, direkt beim Kreuz trinken wir einen heißen Tee und bestaunen unsere wunderbare Bergwelt. Bis zur Zugspitze reicht der Blick und viele uns bekannte Gipfel grüßen uns. Da ein leichter, aber kühler Wind am Kreuz weht, beschliesen wir, ein bisschen weiter unterhalb des Gipfels zu rasten.

Auf einer Bank nehmen wir platz, schauen hinunter ins Inntal und genießen die Brotzeit, die Alfons raufgeschleppt hat. Ein kurzer Blick auf meine Geocache App zeigt mir, dass hier der Cache „glotzen vom Glotzen“ versteckt sein muss. Die Koordinaten sind gleich ermittelt, kurz im Schnee gegraben erschein der Schatz. Dieser wird auch gleich gelogged und ein sogenannter Travelbug hüpft mit mit der Ansage: „Nimm mich mit…“ in den Rucksack.

Nachdem wir uns statt gesehen haben, packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Die Vorfreude auf die Abfahrt hält sich in Grenzen, der Bruchharsch lockt nicht so sehr. Doch überraschenderweise finden wir immer wieder Pulverschneenester, die uns dann doch Abfahrtsspaß gönnen.

Ab der Largozalm fahren wir dann im Pflug den Forstweg ab, das ist immer noch feiner, als sich durch den komischen Schnee im Wald zu quälen. Die Stimmung ist super, die Sonne wärmt mit den Morgenstrahlen.

 

Be runterfahren realisieren wir, dass wir die ersten sind… Mit Abstand. Die ersten Nachkommenden kommen erst, als wir schon weit abgefahren sind. Wie erreichen den nun vollen Parkplatz, gleich darauf sind wir beim Gasthaus. Wir wollen, wie besprochen was trinken, wegen dem parken. Aber zu unserer Überraschung ist alles noch verschlossen, so ziehen wir von dannen. Kaffee gibt’s zu Hause bei Alfons. Auch (oder gerade) dort gibt es tolles „Braunes Wasser“. Dann Prost auf einen schönen Tourentag.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:45 h
Aufstieg: 857 hm
Gesamtdistanz: 10.69 km