Archiv der Kategorie: Skitouren

210110 Hohe Warte (2.398m)

Da die Saison für mich heuer mit ein paar Patscherkofeltouren begonnen hatte, steht heute etwas Neues auf dem Programm. Mit Papa will ich in Navis auf die Hohe Warte steigen. Dazu kommt er extra von Reutte nach Innsbruck, also hoffe ich, dass die Tour diesen Aufwand auch gerechtfertigt.
Am Parkplatz beim Gemeindeamt Navis ist noch nicht viel los, das schaut heute mal recht beschaulich aus. Dafür ist es extrem kalt, im Tal zeigt das Thermometer -13°C an.

Der erste Teil des Aufstiegs erfolgt über eine vereiste Straße, dann zweigt der weitere Pfad in einen Hohlweg. Dieser ist angenehm zu gehen, die Steigung ist moderat, gerade richtig zum warm laufen.

Und das Warmlaufen brauchen wir heute. Es ist frisch und ich bin froh, dass ich mir noch eine zweite leichte Fleecejacke mitgenommen habe.

Wir müssen ein längeres Stück am Bach entlang gehen, der Weg verläuft fast flach. Wir erreichen den schönen Boden um die Weirichalm. Die Alm selber sehen wir nur von Weitem.

Da wir einen nordseitigen Aufstieg gewählt haben, sind die sonnenverwöhnten Berge natürlich nur in der Ferne sichtbar. Bei uns dominiert noch Schatten und Kälte.

Vorbei an der Blasigleralm steilt der Weg nun endgültig auf und wir erreichen ein schönes Hochtal. Das Ziel haben wir nun schon vor Augen, wobei wir nun den direkten Anstieg auf den Wintergipfel vornehmen und nicht mehr über den Silbersattel aufsteigen.

Immer steiler wird die Spur, bald sind schon Spitzkehren angesagt. Gott sei Dank sitzen diese, damit ist der Aufstieg schon viel leichter. Dem war in den letzten Jahren nicht immer so…

Kehre um Kehre müssen wir konzentriert meistern, die Aussicht darf man allerdings auch nicht vergessen. Mit zunehmender Höhe werden immer neue Berge und Bergziele sichtbar.

Auch der Blick ins Tal, hier ins kalte Navis ist lohnenswert. Rechts in der Mitte sieht man die phantastische Lage der Möslalm.

Das Wetter ist ein Hammer, und was vielleicht am meisten hervorzuheben ist… heute regt sich kein Lüftchen, und das ist im Wipptal schon eine Sensation für sich.

Schlussendlich erreichen wir den Grat und stehen in der Sonne. Welch eine Wohltat. Der Blick fällt auf Olperer, Fussstein, Schrammmacher und auch im Tal auf Kasern im Schmirntal

Nach Osten blickend sehen wir den Lizumer Recken und auch den Geier im Truppenübungsgebiet „Wattener Lizum“, zwei weithin bekannte Gipfelziele, speziell im Winter.

Am Grat und in der Sonne bewältigen wir noch die letzten Meter zum Wintergipfel. Der eigentliche Gipfel ist mit einer Abfahrt verbunden, daher hat sich ein sogenannter Wintergipfel für die Skitouristen etabliert.

Ein häufiger bestiegenes Ziel in Navis ist das Naviser Kreuzjöchl, das mit einem langen Grat mit „unserer“ Hohen Warte verbunden ist.

Am unmarkierten Gipfel angekommen gibt es eine wohlverdiente Pause und Jause, und wir lassen den Blick über die traumhafte Tiroler Bergwelt gleiten. Zufrieden packen wir unser Zeug zusammen, wir haben noch eine kühne Abfahrt vor uns.

Der Gipfelhang ist steil, jedoch geht die Fahrerei besser als erst gedacht. Dennoch stellen Papa und ich fest, wir müssen wohl noch ein wenig üben, um mit feinen Schwüngen ins Tal zu gleiten.

Dennoch haben wir heute super Verhältnisse, der Pulver ist zwar nicht mehr so pulvrig, aber dennoch gut zu fahren. Und die Lawinengefahr ist heute auch sehr gering, noch geringer, wenn man im verspurten Bereich bleibt.

Den unteren Teil der Tour müssen wir dann auf der Forststraße abfahren. Ein paar Leute kommen uns entgegen. Ich denke mir immer wieder, „Nur der frühe Vogel fängt den Wurm“…

Die Sonne scheint nun auch im Talgrund, lange wird sie hier wohl aber nicht strahlen.

Das letzte Stück der Forststraße ist sehr eisig, aber auch das schaffen wir und erreichen wohlbehalten den Parkplatz. Gerade als wir unser Zeug ins Auto verfrachten, ein Pärchen neben uns macht das selbe, ertönt ein lauter Knall… und im Anschluss hören wir „Zschhhhhhhhh…“… der Lawinenairbag des „Nachbarn“ hat sich aus Versehen aktiviert. Nun gut, jetzt habe ich das auch mal gesehen…

Wieder haben wir eine tolle Tour absolviert, es war toll, mit Papa wieder mal was Feines machen zu können. Da freue ich mich schon auf die nächste Tour…

Tourendaten
Gesamtlänge: 13,41 km
Gesamtdauer: 3:55 h
Höhenmeter: 1.140 m
Lawinenwarnstufe: 2 (Triebschnee oberhalb Waldgrenze)

210109 Patscherkofel (2.246m)

Manchmal ergibt es sich halt so wie es sich ergibt… wieder verschlägt es mich auf den Patscherkofel. Während die Kinder die Skipisten unsicher machen, beschließe ich, mit den Tourenskiern eine für mich neue Route zu finden.

Den ersten Teil steige ich, schon bekannt, auf der Skipiste auf, zuerst ein Stück auf der Olympiaroute, die schön steil den Berg hochzieht.

Bei der Mittelstation wechsel ich auf die „Vitalroute“, die von eben hier zur Hochmahdalm führt. Dazu muss ich erste in paar Meter abfahren, das mit Fellen gar nicht so einfach ist.

Schon bald steigt der Weg wieder an, im Sichtfeld die Patscher Alm, die einen Steinwurf von der Mittelstation entfernt ist. Ab hier geht es in den Wald, ich folge ein paar Metern der Forststraße.

Dann zweigt eine schöne Spur in den Wald, die Richtung zum Gipfel stimmt, also probiere ich das mal aus. Meistens schön angelegt, führt die Spur durch schönsten Hochwald.

Überlaufen ist dieser Weg auf jeden Fall nicht, mir begegnet niemand, und an diesem Tage ist am Kofel sicher mehr los als unter der Woche. Die Temperaturen sind übrigens recht kühl, das ich schon bald durch Reißen am Bart merke. Den Enteisungskamm habe ich heute vergessen…

Die Aussicht auf dieser Seite des Kofels ist fulminant, das Stubaital liegt vor mir, mit Serles und Nockspitze im näheren Sichtfeld.

Die Sonne ist nun auch ein willkommener Begleiter, wobei die Intensität durch leichte Cirren gedämpft ist. Dennoch wärmen die Strahlen ein wenig und das ist gerade fein.

Weiter, immer weiter in südliche Richtung gehe ich, im Blickfeld nun der Morgenkogel, ein schönes Tourenziel, auf das ich mich auch schon wieder freue.

Noch ein Blick Richtung Stubai und Wipptal Richtung Brenner. Auch wenn der Schnee im Tal nicht so üppig ist, von hier aus gesehen gibt es mehr wie genug Tourenziele.

War im Wald und auf der Nordseite des Kofels der Schnee noch relativ gut, nicht üppig, aber ausreichend, wird es in der Höhe immer weniger. Je weiter ich zum Gipfel komme, desto rarer wird das auch so geliebte Weiß.

Die letzten Meter zum Gipfel muss ich „Bahnen“ suchen, am Schluss ziehe ich mir die Ski sogar aus und gehe ein Stück zu Fuß… da sind mir die Felle dann doch zu Schade.

Hinter mir ist ein Pärchen im Affenzahn den Bichl rauf gelaufen, nun stehen sie vor dem selben Dilemma… also runter mit den Skier und weiter zu Fuß.

Schließlich stehe ich doch noch vor der Gipfelstube. Es ist ganz nett was los hier am Gipfel, aber das passt. Im Skigebiet verteilt sich der Trubel so gut, dass die „Mitbewerber“ gar nicht auffallen.

Ich suche mir ein windstilles Plätzchen in der Sonne, ziehe mich um und verstaue meine Felle. Obwohl es mir nicht kalt vorkommt, muss ich schon nach kurzer Zeit die Handschuhe wieder anziehen, es sticht ganz arg in den Fingerspitzen.

Den kurzen Gang von der Gipfelstube zum Gipfelkreuz lasse ich mir trotzdem nicht nehmen, das gehört einfach dazu…

… außerdem ist die Aussicht vom Gipfel ins Inntal immer wieder einen Blick wert. Ich winke ins heimatliche Außerfern, vielleicht sieht mich dort irgendwer…

Nach der kurzen Pause mache ich mich an die Abfahrt, jetzt heißt es die Kinder einsammeln. Die sind sicher beim Funpark, vermute ich.

Bei der Abfahrt über die Forststraße muss ich die Ski nochmals abnehmen und tragen, eine Stelle ist fast aper. Der Rest des Weges ist unproblematisch und bald erreiche ich wieder das Skigebiet.

Die Kinder muss ich eine Weile suchen, aber schlussendlich finden wir uns doch und setzen gemeinsam den Weg ins Tal fort. Es war ein schöner Ski- und Tourentag, die Kinder hatten auch ihren Spaß im Funpark.

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,20 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 1304 m
Lawinenwarnstufe: 1

210107 Patscherkofel Schutzhaus (1.965m)

Schon wieder der Patscherkofel, jetzt wird es aber doch echt mal langweilig. Neee, sag ich da. Heute laufe ich mal die Olympiaabfahrt hoch, und das bei Nacht. Denn jeden Donnerstag ist Nachtskitour am Kofel… und heute ist zufällig Donnerstag.

Nachdem ich zu Hause noch schnell für die Familie ein paar Kässpätzle gekocht habe, mache ich mich zum Parkplatz in Igls auf. Dort ist es schon richtig kalt, also heißt es schnell greifen, unterwegs wird mir schon warm werden.

Da es sich heute um eine reine Trainingstour handelt, ist die Aussicht nebensächlich. Dennoch sehe ich immer wieder schöne Szenen, die sich irgendwo auftun. Mit Taschenlampe schaut die Welt halt doch nochmals ein wenig anders aus.

Je höher ich komme, desto schöner wird die Aussicht auf die Inntalfurche mit Innsbruck im Zentrum. Und wieder einmal wird mir bewusst, wie verbaut der Talboden schon ist.

Ich bin heute das erste Mal auf der Olympiaabfahrt unterwegs, und es ist teilweise wirklich steil. Ich brauche zwar die Harscheisen nicht, schönes Steigen ist natürlich Voraussetzung, aber die höchste Steighilfe brauche ich nicht bloß einmal…

Schlussendlich erreiche ich das Schutzhaus des Alpenvereins. Nach die gemütliche Einkehr, wie in den letzten Jahren, nicht mehr möglich ist, suche ich mir ein windstilles Plätzchen, ziehe schnell die Felle ab, zieh mich um, und mache mich für die Abfahrt bereit. Rast erreiche ich wieder den Parkplatz, es war eine feine Runde als Tagesabschluss.

Zu Hause gibt es dann als Entschädigung noch gute Kässpätzle und ein Glas Rotwein. Da kann mir der Hüttenrummel am Berg gestohlen bleiben 😉.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:25 h
Gesamtlänge: 4 km
Höhenmeter: 980 m
Lawinenwarnstufe: 1

210105 Skitour Patscherkofel Schutzhaus (1.965m)

Schande über mich, aber ich habe in der heurigen Saison noch keine einzige Skitour geschafft. Dafür war ich, zu meiner Verteidigung, fast jeden Tag mit den Kindern beim Skifahren. Nun hat es sich heute ergeben, dass Junior in den Funpark will, und ich daher alleine beim fahren wäre… da lasse ich es mir nicht nehmen, und eine Trainingstour auf das Patscherkofelhaus zu unternehmen. Dann bin ich zwar im gleichen Skigebiet, falls was mit dem Sohnemann wäre… ich fühle mich schon fast wie ein Helikopter-Papa!

Start ist beim Heiligwasserlift, ich wähle gleich den steilen Schlusshang der Olympiaroute. Man kann viel negatives über die Schneekanonen sagen, aber sie können auch schöne Landschaften „zaubern“.

Noch ist alles im Schatten, aber das passt mir ganz gut, dann muss ich nicht so schwitzen. Rasch steige ich höher, wobei ich bei den steilen Stücken genau steigen muss, damit ich nicht rutsche… für die Harscheisen bin ich heute zu faul.

Bald erreiche ich die Abzweigung zur Familienabfahrt, damit ist es mit den sehr steilen Stücken vorbei. Nun steige ich gemütlich immer höher hinauf, bald schon erreiche ich die ersten Sonnenflecken.

Bei der Patscheralm eröffnet sich ein wunderbares Panorama ins Stubai wie auch ins Oberinntal. Aber viel Schnee scheint bei uns nicht zu liegen. Hoffentlich wird das heuer noch was.

Zum Skifahren reicht es allemal, wobei ich sagen muss, dass es in letzter Zeit von Tag zu Tag eisiger geworden ist. Nicht gerade meine Lieblingsverhältnisse zum skien…

Dafür ist das Wetter um so besser. Und noch ein positiver Nebeneffekt, zumindest für mich, sind die leeren Pisten durch die länderübergreifenden Lookdowns (durch die Corona-Pandemie)

Nach der Patscheralm erreiche ich rasch den Funpark, und sehe auch schon Letu fleißig am üben. Er sieht mich, kommt mit hängendem Kopf auf mich zu und meint nur, Papa, du warst viel zu schnell, ich will noch bleiben. Na dann … ich muss eh noch bis zum Schutzhaus. Dort lasse ich mir halt Zeit.

Schon von weitem thront das Ungetüm (zumindest in meinem Sprachgebrauch) auf dem Hausberg von Innsbruck. Viel Geld hat dieses Projekt verschlungen, schauen wir, wer sich daran in 10 Jahren noch erinnert.

Das Ziel ist erreicht, die Bergstation auf 1.965m. Hier werde ich meine heutige Tour beenden, gerade richtig zum Einlaufen. Es hat mir Spaß gemacht, jetzt werde ich noch die Abfahrt genießen. Dann hat der Junior noch ein wenig Zeit zum „tricksen“.

Unterwegs muss ich das eine oder andere Mal anhalten und die Aussicht auf die schönen Berge in der Umgebung auf mich wirken lassen. Schön haben wir es hier…

Jetzt, um die Mittagszeit, füllt sich die Piste schön langsam. Ich muss noch einmal hochfahren, um meinen Nachwuchs einzusammeln, aber dann werden wir es für heute gut sein lassen.

Und siehe da, kaum bin ich am Funpark angekommen, steht Letu schon hergerichtet da… wir können abfahren. dann saust er los, dass es nur so eine Freude ist.

Ruck-zuck haben wir die Talstation erreicht, es war ein wunderschöner Ski- und Tourenvormittag.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:38 h
Gesamtlänge: 4,40 km
Höhenmeter: 999 m
Lawinenwarnstufe: 2

200216 Skitour Morgenköpfl (2.216m) und Überfallgründl (2.302m)

Heuer hat zwar mit der Skifahrerei gut begonnen, aber irgendwie habe ich nie wirklich Zeit für Skitouren. Heute ist jedoch wieder mal ein Tag, an dem sich „was“ ausgeht. Zusammen mit Michi wollen wir auf den Morgenkogel rauf. Richtig fit sind wir beide nicht, Michi war am Vortag richtig lange skitechnisch am Weg, und bei mir schlägt sich die Huttlerzeit ein wenig auf die Kondi…

Um 9:00 Uhr, also relativ spät, starten wir von Aldrans aus zum Parkplatz beim Hinterlarcher in Ellbögen. Von dort müssen wir zuerst einmal die Ski eine gute Strecke tragen, denn Schnee ist nicht gerade üppig, auch nicht hier im Schneeloch im Arztal. Trotzdem wollen wir unser Glück probieren. Also heißt es zuerst einmal marschieren…

Stapfen im Schnee…

Nach ca. 20min. haben wir allerdings so viel Schnee unter den Sohlen, dass wir es wagen, die Ski anzuschnallen…

Im Wald ist die Spursuche nicht immer ganz einfach…

Und es funktioniert. Zwar ist gerade im Wald immer wieder ein wenig „Schneesuche“ angesagt, aber trotzdem kommen wir flott weiter.

Am Boden sieht man die Rückstände des letzten Windes

Lange marschieren wir durch den Wald, der Schnee wird langsam immer mehr und wir bewundern schöne Schneeformationen am Weg … erstellt durch den Baumeister Wind.

Schöne Schneeformationen

Bald lichtet sich der Wald ein wenig und der Schnee nimmt zu… die Aussicht wird immer besser, der Wind hat unterwegs allerdings auch aufgefrischt.

Blick ins Wipptal und zur Saile

Nachdem wir den Wald verlassen haben, sehen wir auch schon unser erstes Ziel, das Morgenköpfl. Hierher habe ich es noch nie geschafft, daher freue ich mich schon auf einen neuen Gipfel.

Das Ziel vor Augen

Wir gehen bis zu einem kleinen, windgeschützten Abhang, dort lassen wir unsere Ski zurück. Die letzten Schritte auf den Gipfel müssen wir zu Fuß machen, hier wäre ein Aufstieg mit Skiern nicht möglich. Steil fällt die Wand ins Arztal hinunter…

Morgenköpfl (2.216m)

Hier am Gipfel machen wir eine kurze Pause, doch leider ist der Wind zu stark, um es sich gemütlich zu machen. Schon ein paar Tage sind vergangen, seit dem letzten Eintrag ins Gipfelbuch. Dieser Gipfel ist nicht überlaufen, die Aussicht aber auf jeden Fall super…

Pause am Gipfel

Im Hintergrund sehen wir unser eigentliches Ziel, den Morgenkogel (2.607m). Nach kurzer Beratung schreiben wir diesen aber ab, das ist heute einfach nicht drin. Also marschieren wir noch bis zum Überfallgründl (2.302), dem höchsten Punkt unserer heutigen Tour.

Auf dem Weg zum Überfallgründl…

Der Name „Überfallgründl“ lässt meine Phantasie anspringen, aber auch später, zu Huase kann ich keinerlei Informationen zu diesem interessanten Namen finden. Am markanten Steinmandl pausieren wir nochmals, doch richtig gemütlich ist es auch hier nicht. Der Blasius ist wieder arg am wüten…

Am Überfallgründl

Wir ziehen uns schnell um, fellen ab und machen uns schnell aus dem Staub. Kaum haben wir ein paar Schwünge in den Nordhang gemacht, wird der Wind zum Glück weniger. Die Schneequalität ist nicht prickelnd, aber zumindest im oberen Teil relativ hart und gut zu fahren.

Der Wind faucht uns um die Ohren

Bald erreichen wir den Wald, hier ist der Schnee patzig und weich, das Fahren eine echte Herausforderung. Trotz alledem macht die Fahrt doch ein wenig Spaß. Nach einer „richtigen“ Waldbahn erreichen wir die Profeglalm, auch Ochsenalm genannt. Wir machen hier eine kurze Pause, nun scheint die Sonne ein wenig, der Platz ist windgeschützt und wir genießen den feinen Moment an der Alm.

Wasser holen bei der Alm

Doch wir müssen weiter, nochmals geht es durch den Wald, die Abfahrt ist nicht einfach. Dann erreichen wir den Forstweg und ab hier ist die Abfahrt zwar unspektakulär, aber zumindest nicht mehr so schwierig zu meistern. Irgendwann ist der Schnee wieder fertig und wir müssen die letzten paar hundert Meter zu Fuß laufen.

Abfahrt über die Almstraße

Vom Hinterlarcher fahren wir über Patsch nach Hause, beim Altwirt besuchen wir noch einen Bekannten, und essen eine Kleinigkeit.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,98 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 1.088 m
Lawinenwarnstufe: 2

200104 Skitour Schartenkogel (2.310m)

Das Wetter ist zwar durchwachsen, aber Michi und ich haben doch ausgemacht, heute eine kleine Skitour auf den Schartenkogel zu wagen. Da nicht gerade viel Schnee liegt, ist die Talabfahrt gesperrt. Wir nutzen daher für den ersten Teil des Aufstiegs, also bis Halsmarter, die neue Gondel. Da ich heute ein wenig verplant bin, felle ich erst im Lift auf… dank dem großzügigen Platzangebots in der Gondel kein Problem.

Bei der Bergstation satteln wir um auf unsere Ski und starten gleich los, erst ein wenig flach, doch dann gleich mal den steilen Abschlußhang hinauf. Der Schnee ist griffig, daher kommen wir gut ohne Harscheisen aus.

Blick vom Ziehweg zur Bergstation des Schartenkogellifts

Rasch erreichen wir erst das Ende des Schlepplifts, dann gehen wir über die linke Piste weiter Richtung Ziehweg.

Michi, im Hintergrund sieht man überall Steine… die Schneeauflage ist nicht üppig

Auch den Ziehweg haben wir rasch überwunden, dann sind wir schon beim letzten Aufschwung.

Kurz vor dem Ziel… im Hintergrund ein schöner Blick auf Innsbruck

Von der Bergstation „Schartenkogellift“ sind es nur noch ein paar Meter, dank wenig Schnee müssen wir uns einen Weg durchs Geröll bahnen… aber immer mit Schnee unter den Fellen.

Kurz vor dem Gipfel

Hier fellen wir ab, verstauen unser ganzes Zeug und beschließen, rasch wieder abzufahren. Es ist nicht gerade fein hier oben, es bläst ein kalter Wind…

Bei der Abfahrt machen wir noch einen Einkehrschwung in der Tulfein-Alm. Nun unter neuem Pächter, hat sich die Hütte dennoch nicht verändert ist nach wie vor gemütlich und auch gut besucht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 7,62 km
Höhenmeter: 796 m

191227 Skitour Patscherkofel (2.246m)

Nachdem ich am Vormittag mit Letu beim Skifahren war, beschließe ich am Nachmittag noch eine kurze Skitour auf den Patscherkofel zu machen. Michi ist auch mit von der Partie… eigentlich war es ja ihre Idee.

Da die Talabfahrt aktuell gesperrt ist, fahren wir bis zur Mittelstation, dort ziehen wir die Ski an und laufen los.

Das Wetter ist nicht so sonnig wie am Vortag, aber das tut unserer Freude keinen Abbruch. Wir erreichen ziemlich rasch das Patscherkofelhaus, da es uns noch zu kurz war, beschließen wir gleich weiterzugehen.

Es schneit mittlerweile recht gut, die Sicht ist nicht besonders, aber da wir den Weg kennen, ist das kein Problem. Da wir den „Ziehweg“ auf den Gipfel nehmen, machen wir fast keine Höhenmeter, dafür aber ein wenig Horizontalweg… nicht gerade spannend, aber es passt uns trotzdem gut.

Bald schon erreichen wir den Gipfel, der Schnee hat sich in meinem Bart und auch den Haaren festgesetzt…

…als ich das Stirnband abziehen will, merke ich, dass meine Haare an dem Band festgefroren sind… aua, das hat richtig weh getan.

Wir bleiben nicht lange am Gipfel, es ist nicht besonders gemütlich. Schnell fellen wir ab, dann fahren wir den Ziehweg zurück zum Patscherkofelhaus. Hier bleiben wir auch nicht stehen, über die Patscher Alm fahren wir ins Tal.
Der untere Teil der Abfahrt ist nicht präpariert, daher ist die Fahrt nicht gerade angenehm. Und doch kommen wir bis auf wenige Meter zur Talstation. Die letzten 200m müssen wir die Ski tragen, dann erreichen wir das Restaurant bei der Kofelbahn. Dort lassen wir die Tour mit einem „Tiroler Gröschtl“ ausklingen.

Tourendaten

Skitour
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 4,21 km
Höhenmeter: 538 hm

Abfahrt
Gesamtdauer: 0:30 h
Gesamtlänge: 6,57 km
Höhenmeter: -1.266 hm

190330 Skitour Rosslaufspitze (2.248m)

In letzter Zeit war ich hier ein wenig ruhig, aber das heißt nicht, daß ich untätig war. Die Kinder sind jetzt schon groß, daher war ich statt Skitouren öfter mal auf der Skipiste.

Am Samstag hat mich dann Wolfi angerufen und gefragt, ob wir nicht gemeinsam eine Tour machen wollen. Nachdem wir eine Weile überlegt hatten, fiel die Entscheidung auf die Rosslaufspitze. Ein Gebiet, in dem ich schon länger nicht mehr gewesen bin, das letzte Mal mit dem Mountainbike.

Am Sonntag in der Früh, um 7:30 starten wir in Innerst. Die ersten paar hundert Meter müssen wir zwar mit geschulterten Skiern laufen, aber schon bald ist die Schneedecke dick genug, um auf die Bretter umzusteigen.

Noch ist die Talsohle im Schatten und der Weg dementsprechend eisig. Doch schon weiter hinten im Tal scheint die Sonne auf wunderschöne Skihänge. Was für ein Tag…

In angenehmer Steigung führt uns der Weg an der Stullenalm vorbei zur Unteren Nurpensalm. Ab hier verlassen wir den Forstweg und begeben uns in die wunderschönen Skihänge. Unsere gewählte Spur ist nicht ganz neu, der letzte Wind hat die Spur ein wenig zugeweht, aber das Vorankommen geht wunderbar.

Immer wieder müssen wir uns umsehen, die Landschaft hier ist einfach nur schön. Eine wunderbare Gegend. Wir sind nun in der Sonne angekommen und genießen die warme Frühlingssonne.

Auch das Ziel ist nur sichtbar. Zwischendurch sind wir uns mal unsicher, ob wir auf dem richtigen Pfad sind, aber schlußendlich stellen wir dann doch fest, daß alles passt.

Bis jetzt war die Steigung immer sehr angenehm zu gehen, die letzten Meter vor dem Gipfel steilen nun an. Bald schon sind Spitzkehren gefordert, obwohl die Spur nicht ganz angenehm zu gehen ist, da recht steil angelegt, schaffen wir auch diese Hürde, dann stehen wir auf dem Gipfel.

Ein kleiner aperer Fleck lädt uns zum Sonnen ein, während wir unsere Brotzeit genießen. Die Aussicht ist wunderbar, im Hintergrund lacht der Olperer mit dem Fussstein herüber.

Nachdem wir ausgerastet und sattgesehen sind, richten wir uns für die Abfahrt her. Wolfi bevorzugt die steilere Variante und nach kurzer Überredung hat er mich auch überzeugt. Erst ein wenig mulmig, macht es mir dann umso mehr Spaß.

Die Abfahrt ist ein Spaß, der Schnee gut, sogar ein wenig Pulver kann gefunden werden. Viel zu schnell sind wir wieder bei der Unteren Nurpensalm und wechseln wieder auf den Forstweg. Die Abfahrt geht gut von Statten, aber der Weg ist nicht viel besser geworden und im oberen Bereich immer noch recht hart.

Zufrieden erreichen wir wieder das Auto. Das Gasthaus in der Nähe ist geschlossen, also fahren wir nach Weerberg und gönnen uns ein Bier im Dorfgasthäusl. Ein wunderbarer Vormittag mit schönen Eindrücken neigt sich dem Ende zu.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 11,97 km
Höhenmeter: 969 m

190208 Skitour und Skikurs Mutters

Letu hat diese Woche Skikkurs an der Muttereralm gehabt, traditionell werden diese fünf Tage immer mit einem Skitrennen abgeschlossen. Ebenso hat es sich eingebürgert, dass die sportlichen „Aldiger“ sich mit den Tourenskiern zum Rennen aufmachen. So auch ich, das erste Mal dieses Jahr…

Beim Aufstieg treffe ich natürlich gleich ein paar bekannte Eltern denen ich mich dann einfach anschließe. So machen wir uns gemeinsam auf, der Piste entlang zu gehen. Nach nicht ganz 1,5 Stunden erreichen wir die Bergstation der Muttereralm…

Wir sind früh genug, daher gönnen wir uns einen Kaffee. Dann ist das Rennen. Letu schneidet heuer gut ab, das Üben in den Weihnachtsferien hat sich gelohnt. Das müssen wir nächstes Jahr auch wieder machen, denn so macht der Skikurs halt gleich noch mehr Spaß…

Im Anschluss an das Rennen fahren Letu und ich noch ein paar Mal auf und ab, es ist ein so schöner Tag, das muss man einfach ausnutzen… und ich kann sehen, dass der Skikurs echt was gebracht hat. Ich komme dem Junior fast nicht mehr nach 🙂

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:20 h
Gesamtlänge: 3,10 km
Höhenmeter: 660 hm

190205 Skitour Halsmarter

Mit Wolfi mache ich heute noch eine schnelle „After-Work-Tour“ von der neuen Glungezer-Talstation durch den Wald. Wir starten bei traumhafter Abendstimmung am Parkplatz, die Schneeverhältnisse sind noch super.

Direkt am Parkplatz, sozusagen über die Straße gehend, können wir unsere Ski schon anziehen, es ist genug Schnee vorhanden!

Wolfi ist noch motiviert, die Piste ist zwar hart, griffig genug, damit wir schnell vorankommen. Die Dämmerung setzt ein und wir müssen immer wieder stehenbleiben und staunen ob dem prächtigen Farbenspiel.

Der Weg durch den Wald zieht steil hinauf, stellenweise ist die Spur eisig und macht das Fortkommen nicht so einfach. Trotzdem macht es Spaß.

Obwohl es recht frisch ist, kommen wir doch zum Schwitzen, nachdem wir den Wald hinter uns gelassen haben, erreichen wir nach kurzer Zeit unser Ziel, Halsmarter.

Dort in der gemütlichen Wärme gönnen wir uns ein Bier und plaudern ein wenig. Da wir heute wenig Zeit eingepackt haben, machen wir uns dann auch schon wieder auf, ins Tal zu kommen.

Die Abfahrt ist dann nochmals ein Spaß… wie oft kann man heute noch die Talabfahrt am Glungezer genießen…