Es ist Zeit für die Maht auf der Hütte, Letu und ich machen uns auf den Weg dort hin. Mit dem Zug von Innsbruck nach Pflach, dann zu Fuß zur Mama. Nach einem guten Kaffee machen wir uns auf zur Hütte.
Das Gras steht schon hoch, am Abend richten wir noch unser Werkzeug her, die Sense wird gedengelt, Nach dem Essen spielen wir noch ein wenig Karten, Räuberjolly. Dann heißt es früh ins Bett, morgen ist ein langer Tag!
Die Wiese blüht sehr schön, fast ein wenig schade, dass wir sie mähen. Auf der anderen Seite wächst die Wiese dann eben wieder schön, wenn gut gemäht. Ich mache mit ganz in der Früh an die Arbeit, mit der Sense, leise und gemütlich.
Bald kommt die Sonne hoch, es wird gleich war. Letu richtet uns ein gutes Frühstück, dann kommt er mir helfen.
Am Vormittag kommt dann noch die Mama herauf, sie hilft auch fleißig mit. Zum Mittagessen hat sie einen Leberkäs mitgebracht, da läuft uns das Wasser im Munde zusammen.
Zu dritt, Papa arbeitet an einer anderen Baustelle, schaffen wir die Wiese rund um die Hütte, den Weg und beim Stadl zu mähen. Mehr geht sich leider nicht aus. Am Abend regnet es ein wenig, aber da sind wir mit dem ersten Teil schon fertig. Den restlichen Teil der Wiese werden zu ein wenig später im Jahr noch fertigstellen. Darauf freuen wir uns beide schon wieder!
Über das Wochenende bin ich mit Letu auf der Hütte. Wir haben dieses Mal unsere Räder mitgenommen, einfach mal zum probieren, wie gut das gehen würde. Und so ausgerüstet, beschließen wir, die Räder gleich auch gut zu nutzen.
Von Pflach aus starten wir in Richtung Vogelturm, am Weg entlang zum Lech. Letu nutzt die „feinen“ Strecken für kleine Kunsteinlagen, während ich mich umschaue und so manche Kuriosität in der Natur finde.
Nach dem Vogelturm führt uns der Weg durch die schönen Lechauen.
Bei Lechaschau wechseln wir die Flussseite und fahren über die Radlbrücke auf die Westseite des Lechs.
Aktuell führt der Lech gar nicht so viel Wasser, das soll sich aber in den nächsten Tage noch ändern…
Über die Lechauen in der Nähe von Oberletzen…
…dann weiter über Musau und hinaus über schöne Wiesen nach Vils. Dort sticht uns gleich das „Wahrzeichen“, die Schretter-Firma ins Auge.
Bevor wir Vils erreichen, zweigen wir nach rechts ab, in Richtung Vilser Scharte.
Nun müssen wir ein paar Meter hochfahren, bis wir die Scharte und kurz danach den Alatsee erreichen.
Der schöne See, der vor ein paar Jahren durch den Roman „Seegrund“ bekannt wurde, liegt nun vor uns. Leider ist das Wetter heute nicht so toll, ansonsten hätte sich hier ein kurzer Sprung ins kühle Nass angeboten.
Weiters fahren wir über das Faulenbachtal und den Burkenbichlberg in Richtung Füssen.
Plötzlich stehen wir auf dem Mundloch des Grenztunnels. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, aber nun kommt mir in den Sinn, dass der Tunnel unterhalb von uns verläuft.
Wir nutzen unseren Trip nach Füssen auch für einen Besuch im Sportmarkt. Hier kaufen wir uns so manches tolle „Sport-Accessoire“ ein.
Abgerundet wir unser Besuch noch durch ein feines Mittagessen mit Country-Klängen am Grill!
Da das Wetter nicht so toll ist, ist heute einiges los am Sportmarkt. Wir haben genug Geld ausgegeben, nun geht es wieder (mit Umweg) zurück in nach Pflach.
Wir fahren quer durch die Altstadt von Füssen, vorbei an der Schiffswirtschaft…
… und schließlich über einen spannenden Waldweg oberhalb der Hauptstraße in Richtung Schwangau.
Schwangau, Ort der Königsschlösser, mit dem weltberühmten Schloss Neuschwanstein, ist auch heute wieder gut besucht. Allerdings sind wir nur auf Durchreise, daher stört uns das nicht.
Das wunderschöne zweite Schloss ist „Hohenschwangau“, das Geburts-Schloss vom Märchenkönig „Ludwig II.“
Bald haben wir die Tourismushochburg und die Menschenmassen hinter uns gelassen, nun radeln wir wieder gemütlich auf feinen Straßen am Alpsee vorbei.
Hier bin ich viele Jahre nicht mehr gewesen, wunderschön liegt der Alpsee eingebettet zwischen Wäldern und Bergen. Kein Wunder, dass so viele Leute diesen Platz sehen wollen.
Am Gasthaus Schluxen vorbei erreichen wir Oberpinswang, nun rückt der Säuling wieder in gewohnter Form in unser Blickfeld.
Das letzte Hindernis, der Kniepass auf unserem Weg wird auch gleichzeitig die größte Herausforderung. Kaum auf halber Höhe, meint Letu, dass er Luft am Reifen verliert. Kein Problem, denke ich mir, ich habe Flickzeug und einen Ersatzschlauch dabei. Leider ist das Flickzeug nicht komplett, kein Kleber mehr vorhanden, und der Schlauch passt auch nicht… Oje!
Da wir aber so nahe am Zuhause sind, radle ich schnell nach Pflach weiter, hole das Auto von Mama und fahre damit zurück zu Letu. Gerade als ich eintreffe, fängt es leicht zu regnen an. Also schnell das Zeug ins Auto und ab nach Hause.
Wir stellen das Auto zu Hause ab, fahren nach Reutte. Dort besorgen wir Reparaturzeug und können das Rad wieder herrichten. Dann fahren wir zur Hütte hoch, heute schlafen wir nochmals hier oben!
Wir genießen die Aussicht und machen uns ein gutes Essen. Später spielen wir noch ein paar Runden „Mensch-ärgere-dich-nicht“… und ich muss mich aber doch sehr ärgern…
Nicht allzu spät kriechen wir in die Federn… es war ein langer Tag!
Es war ein sehr feiner Aufenthalt auf der Hütte und eine tolle Radltour, die wir heute unternommen haben. Das machen wir hoffentlich bald mal wieder!
Tourendaten Gesamtdauer: 2:22 h Gesamtlänge: 38,27 km Höhenmeter: 463 m
Dieses Wochenende sind wir, Biggi und ich auf der Hütte. Es sind ein paar Sachen zu tun, der Winter ist vorbei und es gibt immer was zu erledigen. Ausspannen steht natürlich auch auf dem Programm, es soll ja ein feines Wochenende werden.
Am Freitag Nachmittag steigen wir auf, da wir ein paar schwere Sachen mithaben, liefern wir diese erst mit dem Auto ab, dann stellen wir das Fahrzeug wieder ins Tal. Der anschließende Fußmarsch tut gut und ist ob der lauen Temperatur angenehm.
Am Samstag starten wir mit einem feinen Frühstück in den Tag, bald darauf starten wir mit der Arbeit. Es ist Schadholz aufzuarbeiten, die Wasserversorgung haben wir schon am Vortag reaktiviert. Das Wetter zieht ab Mittag zu, ein dramatischer Temperatursturz bringt sogar leichten Schneefall.
Rasch erledigen wir das Holz, das im nächsten Winter wohl die Basis für gemütliche Tage auf der Hütte wird. Am Abend spielen wir noch Karten, nachdem wir uns ein feines Essen gegönnt haben.
Der nächste Morgen bringt dann die erwartete Überraschung, es ist winterlich geworden auf dem Berg. Die Wiese ist schneebedeckt, aber dank Holzofen ist es total gemütlich.
Zum Glück konnten wir alle vorgenommenen Arbeiten erledigen. Wir räumen die Hütte auf und machen uns wieder auf ins Tal.
Gestern haben wir schon einen Teil der heutigen Route ausgekundschaftet, heute wollen wir die Überschreitung des Koflerjochs angehen. Biggi und ich haben auf der Hütte übernachtet, nach einem guten Frühstück kommt Papa noch zu unserer Wanderschaft dazu. Das Wetter ist heute ein Traum!
Der erste Teil des Aufstiegs liegt noch im Schatten, aber wir sind zuversichtlich, dass wir bald bestes Bergwetter genießen können.
Gegenüber sehen wir die Tannheimer Berge, die schon voll im Sonnenlicht strahlen. Was für ein Glück wir heute haben…
Beim Pflacher Älpele, das wir gestern schon besucht hatten, sehen wir ein wunderschönes Schauspiel: Cirren (Federwolken) am Himmel, wahrscheinlich bedingt durch eine Föhnströmung, sind wie Pinselstriche an den ansonsten blauen Himmel gemalt.
Kurz nach der Alm ziehen wir uns die Grödel an, die sich nun wieder sehr bewähren. Die Schneedecke ist hart gefroren und tragfähig. Daher reichen die Spikes und die Schneeschuhe bleiben noch am Rucksack.
Vom Grat beim Zunterkopf eröffnet sich ein besonderer Blick in die Ammergauer Alpen. Dieses zu Unrecht wenig bekannte und begangene Gebiet hat ein paar schöne Touren parat: Hoher Straußberg, Krähe, Hochplatte und Hochblasse. Hier könnte man Tage um Tage ohne Massenansturm verbringen.
Wir genießen eine kurze Pause und die Aussicht, mittlerweile haben wir die sonnigen Hänge erreicht. Der Schnee wird nun ein wenig weicher, aber noch brechen wir nicht durch den Harschdeckel durch
Während auf der Nordseite die Ammergauer Alpen locken, sehen wir im Süden den Eingang ins Lechtal, die Tannheimer Berge (Gehren-, Köllenspitze, Gimpel und Rotflüh). Heute sehen wir keine einzige Wolke am Firmament, auch das Tal ist heute sonnendurchflutet.
Den mächtige Säuling mit dem Ostanstieg und der Lehngära, und im Vordergrund unsere Spuren…
Wir folgen ungefähr dem Sommerweg auf den Gipfel des Koflerjochs, dennoch müssen wir das eine oder andere Mal ausweichen. Die Latschen sind mit Vorsicht zu genießen, unter den zugeschneiten Stauden können wir große Hohlräume verstecken, die unweigerlich zum Einbruch durch die Schneedecke führen.
Am Grat selber ist der Schnee ziemlich verblasen, die Aussicht zwischen Säuling und Tegelberg zeigt und schon das „Brettl-Eben“ Alpenvorland.
Die Sonne wärmt uns nun sehr gut, noch ein Stück schaffen wir am Rücken ohne Schneeschuhe, aber dann wird es doch Zeit, die Auflagefläche am Schnee zu vergrößern.
Die Schneeschuhe sind schnell angelegt, für Biggi übrigens das erste Mal, und dann stapfen wir schon am Grat weiter Richtung Gipfel. Schon von hier sehen wir, dass es hier heute nicht einsam ist…
Immer wieder müssen lassen wir unsere Blicke über die wunderschöne Landschaft schweifen, nach Westen blickens sehen wir Vils und Pfronten, darüber thronen die Große Schlicke, Vilser Kegel, Aggenstein, Breitenberg und viele mehr.
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Nun stehen wir schon direkt unter dem Gipfelkreuz, die letzten Meter steigen wir steil, aber doch problemlos zum Gipfel auf. Oben angekommen, schauen wir wieder in die Runde, unter uns der Almengrund der Kofelalpe, im Hintergrund der mächtige Bergstock der Zugspitze.
Da ich mir eine leichte Augenentzündung zugezogen habe, muss ich mit optischer Brille und darüber der Skibrille aufsteigen. Aber es ist eh Fasching…
Eine ausgiebige Pause am Gipfel, mit selbstgemachtem Zelten und Tee lässt uns neue Kraft tanken. Den Abstieg meistern wir, nachdem dies von ein paar entgegenkommenden Leuten empfohlen wurde, wieder mit den Grödeln. Der Aufstieg mit den Schneeschuhen war zwar leider kurz, hat aber viel Spaß gemacht.
Über die Sattelköpfe wandern wir nun hinab Richtung Dürrenberger Alm, die wir nach kurzem Auf- und Ab erreichen. Erst hatten wir überlegt, hier eine Einkehr zu machen, aber zum einen ist die Hüttenveranda voll, zum anderen haben wir noch eine gute Wegstrecke vor uns.
Am Westrand der Alm erreichen wir den Steig Richtung Falzkopfhütte.
Kurz bevor wir die Hütte erreichen, zweigen wir in die Sieben Täler ab, dieser Weg führt uns wieder zum Pflacher Älpele.
Hier wechselt der Weg nun häufig ab, zwischen hoch-winterlich und fast schon sommerlich. An manchen Stellen kommt wohl den ganzen Winter keine Sonne zu, daher müssen wir an diesen Stellen auch aufpassen.
Speziell der Oberlauf des Lettenbaches liegt in „ewigem Dunkel“ und ist stark vereist. Wunderschön anzuschauen, beim Abstieg mit ein wenig Vorsicht zu genießen
Der Schnee ist nur an einer Stelle stark gefroren, ansonsten ist es fast schon feiner Stapfschnee, in dem man gut Stufen treten kann. An den pfiffigeren Stellen ziehen wir die Grödel an, damit läuft es sich dann ganz sicher.
Nach einigem Auf- und Ab erreichen wir dann wieder das Pflacher Älpele, mit dem uns nun bekannten Weg zurück zur Hütte.
Die letzten Meter laufen wir angenehm der Forststraße entlang, ich finde diese Teil trotz Monotonie immer angenehm, denn hier kann man fein auslaufen…
Wir kehren noch kurz bei der Hütte ein, trinken ein Bier und Kaffee, Essen eine Kleinigkeit und räumen zusammen. Dann spazieren wir weiter ins Tal, zum Auto. Eine feine Zeit auf der Hütte neigt sich dem Ende zu, wir kommen hoffentlich bald wieder…
Tourendaten Gesamtdauer: 5:21 h Gesamtlänge: 13,10 km Höhenmeter: △ 1.074m / ▽ 1.060m
Diese Wochenende bin ich mit Biggi im schönen Außerfern, genauer gesagt auf der Hütte. Die Anreise am Freitag geht zügig, allerdings ist das Wetter alles andere als bergtauglich… es regnet. Am Morgen, wir wollen eine Runde wandern, regnet es zwar nicht mehr, aber es ist nebelig. Wir lassen uns nicht abschrecken…
Der erste Aufstieg von der Hütte folgt dem Forstweg, aber schon nach kurzer Zeit erreichen wir Steig zum Säulinghaus bzw. zum Koflerjoch.
Wir bewegen uns an der Obergrenze der Nebelbank, immer wieder erhaschen wir ein paar Sonnenstrahlen… das könnte noch ein schöner Tag werden.
Wir wandern über den Steig zum Pflacher Älpele, einer ehemaligen kleinen Alm im Gemeindegebiet…
Die Sonne wird immer prominenter, die Scharrhütte, eine Jagdhütte am gleichen Boden, leuchtet im Winterkleid.
Von der Alm zweigen wir auf den Forstweg Richtung Säulinghaus ab, das Koflerjoch wollen wir ohne Schneeschuhe nicht besteigen. Auch am Forstweg liegt viel Schnee, der das Stapfen manchmal beschwerlich macht.
Das wunderschöne Winterwetter und die damit verbundene geniale Landschaft ist allerdings jede Strapaze wert.
Die Wolken hängen nur noch im Tal, hier oben auf dem Berg herrscht wünderschönes, fast schon kitschiges Wetter vor.
Der Blick ins Lechtal, kurz vor dem Säulinghaus liegt immer noch fest eingepackt unter Wolken…
Schließlich erreichen wir das Säulinghaus, das jetzt im Winter nur an ausgewählten Tagen offen hat. Wer lastet der Schnee auf dem Vordach, ich hätte nicht gedacht, dass so viel Schnee hier oben liegt.
Biggi und ich setzen uns in die Sonne, wir beobachten, wie sich die Wolken im Tal langsam verziehen und auflösen.
Nach ausgiebiger Rast wandern wir über den Säulingsteig zurück zu Hütte.
Der Säuling leuchtet heute mit dem frischen Schnee wunderschön.
An der Stelle, die vorher noch den Lechtalblick mit Wolken versperrt hat sehen wir jetzt den Lech und das untere Lechtal.
Beim Blick zurück nach Norden stelle ich mal wieder fest, der Säuling ist der schönste Berg für mich.
Wir müssen ein gutes Stück durch den Wald, die milden Temperaturen habe diesem nun in einen sprichwörtlichen Regenwald verwandelt. Überall tropft der schmelzende Schnee herunter.
Immer wieder leuchtet die Sonne durch das Unterholz und verzaubert den Wald.
Schließlich erreichen wir die Hütte, und wir genießen einen Kaffee bei den letzten Sonnenstrahlen auf der Veranda. Sobald der Feuerball verschwunden ist, muss geheizt werden, damit es gemütlich bleibt.
Wir kochen was Gutes, spielen Karten und lassen den feinen Tag ausklingen.
Tourendaten Gesamtdauer: 3:18 h Gesamtlänge: 8,86 km Höhenmeter: ∆ 633 m / ∇ 674 m
Das Wetter ist wunderschön, da macht sich ein Ausflug nach Neuschwanstein gut. Das Schloss des „Märchenkönigs“ ist eines der bekanntesten Gebäude der Welt, zufälligerweise auch sehr nahe zu meinem Heimhaus…
Der Herbst ist die beste Zeit, um das Schloss zu besuchen. Vor kurzem konnte ich das Gebäude vom Säuling aus bewundern, heute geht es mal direkt zum Fuß des Prachtbaus.
Wir spazieren, nachdem wir um €10.- am Parkplatz erleichtert wurden, von Schwangau den offiziellen Steig hinauf zum Schloss. Das gute Wetter lockt heute nicht nur uns, ganze Menschenketten wälzen sich den Hügel hinauf.
Wir lassen es uns dennoch nicht verdrießen, es ist heute sehr schön und wir genießen den Aufstieg.
Immer wieder sehen wir das prächtige Schloss mitten im herbstlichen Wald. Am Schloss angekommen, müssen wir feststellen, dass heuer der Eintritt in den Hof verwehrt ist, bzw. auch für Diesen muss man schon bezahlen. Schade, aber wohl ein Tribut bedingt durch die vielen Besucher…
Auch der Ausblick ins Umland ist wunderschön, mit Hohenschwangau, dem Alp- und Schwanensee. Kein Wunder, dass der Königswinkel so bekannt und auch gut besucht ist.
An jedem schönen Platz stehen Menschentrauben für das obligatorische Foto an… schade, und dennoch irgendwie verständlich.
An der Marienbrücke angekommen, müssen wir feststellen, dass auch hier kein „freier Eintritt“ mehr möglich ist. Eine wahre Menschentraube schreckt uns auch hier ab, und wir spazieren wieder retour.
Zumindest können wir das Schloss noch von Außen betrachten, auch das ist schon beeindruckend genug.
Schließlich führt uns unser Weg wieder hinunter nach Schwangau… der Spaziergang war sehr schön, aber ein wenig schade ist, dass die früher freien Attraktionen, Innenhof und Marienbrücke, nicht mehr frei zugänglich sind.
Dafür genießen wir die Aussicht auf das Allgäuer Seenland, dieser wunderschöne Ausblick ist aktuell noch gratis!
Im Tal angekommen, schauen wir noch rüber zum alten Schloss Hohenschwangau, dem Geburtsschloss des Märchenkönigs. Die meiste Zeit seines kurzen Lebens hatte er an diesem wunderbaren Ort verbracht!
Ein wenig nachdenklich ob der Überlaufenheit, aber dennoch zufrieden wegen dem schönen Spaziergang fahren wir wieder retour nach Pflach… hier geht es deutlich beschaulicher zu!
Wieder einmal habe ich es geschafft, eine Mitarbeiter-Canyoningtour auf die Beine zu stellen. Wir fahren von Innsbruck nach Häselgehr, dort wartet schon die Ausrüstung auf uns. Leider hat das Wetter entschieden, ansonsten war heuer ein überdurchschnittlich warmer Oktober, der Jahreszeit entsprechende Temperaturen einzustellen. Sodenn hatten wir auch fast Schneeberührung am Hahntennjoch. Kurze Bedenken bezüglich der Sommerausstattung am Fahrzeug waren aber unbegründet.
Dafür gibt es heute sogar Handschuhe, ein seltenes Vergnügen bei meinen Touren. Der Aufstieg gestaltet sich dann angenehmer als im Sommer, der Marsch mit Neopren fällt gewiss unter die Sparte „Masochismus“.
Der Plansee sieht , abgesehen von den Temperaturen einladend aus. Die Schlucht und das enthaltene Wasser ist sowieso immer kühl…
Nach einem Sicherheitsgespräch starten wir unser Abenteuer mit einem Sprung ins kühle Nass.
Für manchen Canyoning-Aspiranten ist diese erste Mutprobe eine Überwindung, das anschließend kalte Wasser strapaziert so manches Stimmband…
Nachdem wir den Pool schwimmend gut überwunden haben, kommt die erste Abseilstelle, teilweise frei hängend an den Rand des zweiten Gewässers.
Die Umgebungstemperatur ist heute gelinde gesagt frisch, das Wasser hat jahrein/jahraus die selbe Temperatur. So machen die zwangsläufigen Wartezeiten bei den Abseilstellen nur mäßig Spaß.
„Irgendwann“ haben wir die zwei Abseilstellen doch gemeistert…
…und den langen, kalten Pool durchschwommen.
Ab dem zweiten Abseiler stehen uns nun ein paar vorzügliche Sprünge bevor, der erste gleich um die 7 Meter.
Das Wasser wird im Unterlauf der Stuibenfälle auch angenehmer, das könnte aber auch den abgestorbenen Kälterezeptoren am Körper geschuldet sein.
Zum Glück gibt es zwischen erstem und zweitem Teil der Schlucht eine längere Gehstrecke, bei der wir uns wieder warmlaufen können. Damit sind wir gestärkt und bereit für die letzten Sprünge…
Am Beginn steht der „Arschbomben-Sprung“, danach folgen der „Geländersprung“, der auch gleichzeitig die höchste Sprungstelle darstellt. Mittlerweile wurde der Einstieg durch einen Drahtbügel ein wenig entschärft und kann wieder angenehm begangen werden.
Erwartungsgemäß sind wir heute auch die Einzigen, die sich den aquatischen Spaß geben. Ein paar Wanderer, dick verpackt, schauen uns ungläubig zu und teilweise werden wir auch fotografiert!
An der Abschlusskaskade darf jeder nochmals sein neu gewonnenes Können unter Beweis stellen, hier muss weit „rausgesprungen“ werden, die Absprungstelle ist ein wenig gefinkelt.
Im Fahrzeug haben wir heißen Tee gebunkert, der nun mit Hochgenuss vertilgt wird. Mit dem Canyoning-Bus fahren wir, die Heizung läuft auf Hochtouren, retour zur Basis. Es war toll, aber auch sehr frisch. Ein Detail erfrage ich erst am Schluss, beim Aufräumen, von Fridl… das war die letzte Tour für dieses Jahr, zumindest geplant!
Am Hahntennjoch, im „Gasthof zur Gemütlichkeit“ gönnen wir uns noch eine Stärkung, bevor wir den Weg nach Innsbruck antreten! Eine tolle Truppe, eine tolle Schlucht. So macht Canyoning Spaß. Den Kritikpunkt, die Tour nächstes Jahr doch früher im Jahr anzusetzen, nehme ich gerne mit!
Nachdem wir gestern auf dem Säuling waren, steht heute noch das Koflerjoch am Programm. Der erste Anstieg ist der Selbe wie gestern, am Steig zweigen wir allerdings auf den Pfad zum Pflacher Älpele ab.
Obwohl die Alm klein und fast schon ein wenig armselig wirkt, ist der Platz dafür umso schöner! Das Wetter ist gut, daher steigen wir weiter in Richtung Koflerjoch auf.
Die Kumuluswolken bauschen sich heute schon früher auf, es ist auch dementsprechend warm.
Unter dem Brunstgrat und den mächtigen Abstürzen des Säulings steigen wir auf den Sattel vor dem Koflerjoch.
Der Säuling, heute bestimmt wegen dem Feiertag gut besucht, liegt nun im Westen von uns.
Auf dem Sattel wächst, wie ich mich schon immer erinnern kann, haufenweise Eisenhut. Ich kennen keinen Platz, an dem diese schöne Pflanze so gehäuft vorkommt.
Vom Grat sieht man ins weitläufige Ammergau, eine verlassene Gegend…
Der weitere Weg vom Sattel führt uns immer am Grat entlang bis zum Gipfel.
Nördlich, schon im deutschen Gebiet liegt der schöne Kessel mit der Sepp-Sollner-Hütte. Auch hier bin ich noch nicht vorbeigekommen, aber das steht auf meiner Liste.
Am Gipfel sind wir nicht alleine, obwohl wir den ersten Teil der Tour sehr einsam bestritten haben. Der Säuling hat einfach mehr Prestige.
Eine feine Jause begleitet unsere Gipfelruhe, anschließend steigen wir auf der Ostseite ab in Richtung der Sattelköpfe.
Viel Totholz liegt hier herum, auch den einen oder anderen Pilz finden wir. Das Abendessen ist schon fast wieder gesichert.
Ab jetzt geht es schnell, der Himmel hat sich verdunkelt, über dem Lechtal stehen finstere Wolken an. Der eine oder andere Donner tönt zu uns herüber.
Bald haben wir die Dürrenberger Alm erreicht, auf eine Einkehr verzichten wir in Hinblick auf das Wetter jedoch. Wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns.
Über die sieben Täler wandern wir einsam wieder in die Flanken des Säulings und zum Pflacher Älpele. Ich schaffe es auch dieses Mal nicht, die genaue Anzahl der Täler zu bestimmen… es werden wohl nur die wasser-führenden Einschnitte gezählt.
Im Lechtal wird es immer ungemütlicher, auch bei uns fängt es ganz leicht zu tröpfeln an. Aber eine Regenjacke wird nicht benötigt, dafür ist die „Luftfeuchtigkeit“ zu gering.
Der Weg durch die sieben Täler zieht sich, langsam nähern wir uns wieder der Alpe.
Nun kommt das Wetter auch aus Westen (Musauer Seite), da wird es wohl wirklich krachen.
Die Pilzbeute ist heute gut, daher gibt es am Abend Nudeln mit Steinpilzen. Papa ist auch noch einen Sprung auf die Hütte gekommen und wir genießen das Luxusmenü gemeinsam!
Tourendaten Gesamtdauer: 4:43 h Gesamtlänge: 13,32 km Höhenmeter: ∆ 938 m / ∇ 953 m
Heute geht´s mit Elisabeth auf den Säuling. Heuer bin ich noch gar nicht auf „meinem“ Berg gewesen, daher wird es Zeit. Es ist unter der Woche, daher wird auch nicht so viel los sein wie an den überlaufenen Wochenenden.
Der Aufstieg von der Hütte geht erst zügig über den Forstweg, bis wir auf den Steig treffen. Von hier durch den Wald streben wir immer wieder hoch, vorbei am heute geschlossenen Säulinghaus.
Über die steile Wand nach der Hütte steigen wir höher, ein paar Leute sind doch am Weg. Aber wie gesagt, überlaufen ist der Berg heute nicht.
Das Wetter ist super, die Aussicht sehr schön. Ins Lechtal und nach Vils / Pfronten sehen wir von dieser Seite schon sehr schön auf die Lechtaler Alpen und die nördlichen Allgäuer Alpen
Bald erreichen wir den Sattel, die sogenannte Gamswies´n. Der Säuling erstrahlt in bestem Lichte, das Gipfelkreuz ist schon sichtbar.
Das berüchtigte Schild „Achtung Staatsgrenze“ vergilbt dank der EU-Mitgliedschaft zusehend. Wer weiß wie lange das noch lesbar bleibt.
Über die Gamswies´n wir den Schotterweg zur Gipfelwand, hier müssen wir nochmals ein paar Mal die Hände anlegen.
Schließlich stehen wir auf dem Gipfel, es ist wirklich gemütlich. Kein Windhauch, wir finden auch ein feines Plätzchen. Dann wird mal die Brotzeit ausgepackt…
Im Osten lacht die Zugspitze zu uns herüber, auch den Plansee, zumindest einen Teil sehen wir von hier oben. Im Nahbereich sehen wir auch schon unsere Tour für den nächsten Tag, den Aufstieg zum Koflerjoch.
Im Süden brauen sich schon ein paar Kumuluswolken auf, diese werden uns aber nicht gefährlich.
Jedes Mal muss ich wieder staunen, wenn man nach Norden ins Alpenvorland schaut: Forgensee, Bannwaldsee, Schloss Neuschwanstein und Füssen liegen uns zu Füßen. Hier könnte man erahnen, woher die nette Grenzstadt ihren Namen bekommen hat…
Nach einer ausgiebigen Rast steigen wir wieder ins Tal, ein letzter Blick zum Gipfelkreuz, bis bald, Säuling!
Obwohl das Wetter noch immer sehr gut ist, wachsen die Wolken doch ein wenig an. Das könnte heute am Nachmittag schon noch einen Guss tun!
Am Weg hinunter zum Säulinghaus kommen uns noch ein paar Gipfelaspiranten entgegen. Bei dieser Hitze müsste ich jetzt nicht mehr hoch laufen. Auch erweckt nicht jeder Entgegenkommende die nötige Sicherheit auf dem Steig. Ein Mann, der uns entgegenkommt, dreht vollé auch um.
Rückblickend bewundern wir nochmals die stolze Zinne des Säulings, nebenan der kleine Säuling, der noch auf einen Erstbesuch meinerseits wartet!
Die Hütte ist wie gesagt heute geschlossen, dennoch hat der Hüttenwirt ein paar Getränke vor die Hütte gestellt. Gemessen an der Anzahl der Getränke ist Dieser aber von sehr bescheidenem Besuch ausgegangen.
Kurz vor der Hütte entdecken wir noch ein paar schöne Parasole, das wird ein feines Abendessen!
Eine tolle, feine Tour bei gutem Wetter! Später am Nachmittag kommt das prognostizierte Gewitter dann doch noch, allerdings tangiert uns dieses Dank „Dach über dem Kopf“ nicht besonders.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:27 h Gesamtlänge: 9,10 km Höhenmeter: ∆ 938 m / ∇ 961 m
Das Wetter ist grausig, es regnet und kalt ist es noch dazu. Dennoch habe ich eine Tour in den Stubenfällen, die Gäste sind super motiviert… Nach dem Aufstieg über den Ministersteig gibt es das obligatorische Sicherheitsgespräch, der Wasserstand im Plansee ist in Ordnung, dem Spaß steht somit nichts im Wege.
Schon nach dem ersten Sprung werde ich gefragt, ob das immer so kalt ist. Ich muss grinsen… das wird nicht viel besser! Die Abseilstellen haben wir bald erreicht, einer nach dem anderen wird abgeseilt.
Der große Wasserfall ist eigentlich die spektakulärste Stelle der ganzen Tour, die Aussicht von oben ist einfach phänomenal.
Nach der zweiten Abseilstelle wird das Seil gut verstaut, ab nun haben wir nur noch Sprünge vor uns… und die sogenannte Schweinsrolle!
Gegen Ende der Tour, den Leuten ist schon richtig kalt, müssen wir noch ein paar Sprünge absolvieren… das Adrenalin lässt die Kälte kurz vergessen.
Sprung für Sprung bewegen wir uns im unteren Teil fort, es macht einfach Spaß. Dank neuner Regelung sind die Stuibenfälle nun nicht mehr ganz so überlaufen.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:24 h Gesamtlänge: 8 km Höhenmeter: 100 m Abseiler: 2 Sprünge: mind. 8