Schlagwort-Archive: Ammergauer Alpen

161105 Kohlbergspitze (2.202m)

Das Wetter ist nicht ganz so, wie man es fürs Bergsteigen haben möchte, aber was solls: Föhn und hohe Wolken…

Ich starte sehr früh in Aldrans los, dieser Tage ist es um 5:45h schon stockfinster…

Zuerst mit dem Bus, anschließend bringt der Zug mich nach Bichlbach. Dort wartete Papa schon auf mich.

Unser Ziel ist heute die Kohlbergspitze. Auf den ersten Blick kein Traumziel, aber die Aussicht soll ein Wahnsinn sein. Lass es uns herausfinden, unser Motto!

Obwohl es bewölkt ist, ist der Aufstieg angenehm. Es geht gleich rauf, zuerst durch Wald, dann eröffnet sich der erste Blick auf den Talkessel von Ehrwald, mit Zugspitze und Sonnenspitze. Sehr schön…

Der Föhn bläst über unsere Köpfe.  Doch noch merken wir im Wald nicht viel. Das wird sich später noch ändern.

Die Waldgrenze ist bald erreicht, nun offenbart sich die Qualität dieser Tour. Die Aussicht ist dank hoher Wolken sehr gut. Allerdings hat der Wind auch aufgefrischt und bläst uns jetzt stattlichen in den Rücken.

Bald ist das Gipfelkreuz in Sichtweite, davor stehen gefühlte 100 Gamsböcke. Wir genießen den Blick auf die scheuen Tiere, doch schon bald laufen sie auf und davon, im Schlepptau einige Jungtiere.

Die letzten Meter zum Gipfelkreuz ist des dann schon recht frisch, denn der Wind hat jetzt richtig eingesetzt…

Und dann stehen wir am Gipfelkreuz, mit wunderbarem Ausblick. Getrübt wir die Rundumsicht nur durch den extrem kalten Wind. Im Inntal ist der Föhn wenigstens warm…

Der Ausblick ist atemberaubend (nicht nur wegen dem Föhn). Unser Hausberg, der Säuling, steht ganz alleine da und ist von dieser Seite wirklich ein beeindruckender Berg. Im Vordergrund sieht man gut den Plansee.

An eine gemütliche Brotzeit ist leider nicht zu denken, wir beschließen, ein Stück abzusteigen und in den Latschen unsere Brotzeit zu genießen.

Schon wenige Meter unter dem Gipfel ist es gemütlicher, bald finden wir ein feines Platzerl, wo wir es und gemütlich machen.

Dann steigen wir ab, den gleichen Weg, bald wieder durch den uralten Wald, der mich schon im Aufstieg fasziniert hat.

Bald erreichen wir den Talboden, gerade pünktlich für meinen Zug retour nach Aldrans. Ich verabschiede mich von Papa, dann fährt auch schon die Lokomotive ein.

Die Fahrt verläuft ruhig, eine sehr nette Schaffnerin plagt sich mit meinen Handyticket ab.

In Innsbruck gönne ich mir noch ein Bier beim Türken, dann gehts mit dem Bus heim. Heute war die Öffi-Fahrzeit länger als die eigentliche Bergtour, aber ein Spaß war es allemal.

Fazit: Sehr schöne Tour, trotz, oder im Bezug auf die Sicht, vielleicht sogar wegen dem Föhn. Die Aussicht von der Kohlbergspitze ist grandios…

Tourendaten
Gesamtdistanz: 10,33 km
Gesamtdauer: 4:20 h
Höhenmeter: 1.175 m

Spazieren am Plansee (02.01.2016)

Heute geht’s zu einer gemütlichen Runde mit der Familie. Das Wetter ist kühl, aber nicht zu kalt. Wolken ziehen über den Himmel, aber es ist nicht ungemütlich. Wir wollen nach Nesselwang, zum Besinnungweg. Er sei sehr schön, und daher wollen wir uns diesen anschauen.
Wir fahren vom Hüttenbichl, und sehen schon das große Maleur. Der Reiseverkehr vor unserer Tür ist wieder mal zum Erliegen gekommen, daher gibt es kein durchkommen nach Deutschland, beziehungsweise retour.
Die Kinder müssen raus, daher entscheiden wir uns für den Plansee. Wir fahren über Schleichwege unseren Zielen gehen und parken direkt an der Enge beim Seespitz.

Wie spazieren über die Brücke beim kleinen Plansee und weiter Richtung Kanal, der den Plansee mit dem Heiterwanger See verbindet.

Dort dürfen die Kinder in bisschen auf den Eisplatten herumrutschen, die auch den weiten Weg verhindern.

Dort drehen wir auch wieder um, und gehe in den gleichen wunderschönen und aussichtsreichen Weg zurück. Ein wunderschöner Fleck, den wir Heimat nennen dürfen.

151031 Plansee

Bei diesen herrlichen Tagen zieht es einen schon fast zwanghaft hinaus in die Natur. Doch nicht immer müssen es die hohen Berge sein, nicht immer ein schwieriger Zugang. Manchmal liegen die schönen Dinge auch einfach und in der Nähe vor einem…

Wir wollen uns heute den Alatsee im herbstlichen Farb-Feuerwerk anschauen. Das ist jedes Jahr aufs neue ein Wunder, wie die Natur sich hier nochmals vor dem Winter aufbäumt, nochmals in die Trickkiste greift und uns mit wunderschönen Farben und Düften bei Laune hält.

Unterwegs, wir können schon den Wald beim Alatsee sehen, entdecken wir etwas, das uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht. Vor uns türmen sich die ersten Hochnebelfelder, von Füssen kommend, auf. Im Nebel um den See spazieren hat schon auch was für sich, aber wir wollen Sonne und Farbfeuerwerk.

Also drehen wir um, und fahren in die entgegengesetzte Richtung. Zum Plansee. Wir parken bei der Musteralm, und spazieren am See entlang bis in den Winkel am Schluss.

Dort scheint die Sonne auf uns, wir setzen uns in das Schotterfeld. Dort brotzeiten wir, genießen goldene Herbstsonne und … genießen.

Im Anschluss, zurück am Parkplatz, lassen wir den Drachen noch steigen, doch leider ist der Wind nicht stark genug, daher müssen wir dieses Abenteuer auf ein andres Mal verschieben.

Den Tag haben wir voll genossen, es war richtig fein.

Säulinghaus mit Radl, 1720m (08.08.2015)

Um Punkt 6:00 Uhr starten wir am Hüttenbichl los, Papa und ich. Wir wollen heute den Säulingweg mit dem Rad bis zum Ende fahren. Sozusagen als schnelle Morgenrunde. Zuerst fahren wir durch Pflach und dem neu asphaltierten Säulingweg hinauf zum Baumplatz.

Dort parken schon extrem viele Leute, die können aber nicht alle schon unterwegs sein. Wahrscheinlich haben sie oben übernachtet.

Die Schotterstraße auf den Säuling ist immer gleichbleibend steil und eigentlich sind wenige Passagen, an denen man pausieren kann.

Trotzdem geht das Rauffahren super, bald haben wir einen guten Takt gefunden. Papa zeigt wieder einmal seine Qualitäten als Sklaventreiber 😃.

Stetig zieht der Weg hinauf und ehe wir uns versehen, ist das Wegende erreicht.

Das kann’s noch nicht gewesen sein. Also schnell das Schloss ans Fahrrad gehängt, dann machen wir uns noch per Pedes auf zum Säulinghaus.

Die Radschuhe sind nicht ideal, aber es geht doch besser als erwartet. Um 7:30 Uhr stehen wie am Haus, Frühstück ist leider noch nicht verfügbar. Wir bekommen einen Radler, der uns jetzt natürlich trotz Morgenstund sehr gut schmeckt.

Der neue Hüttenwirt empfängt uns ganz freundlich und erklärt uns auch bald, dass bei der heurigen Hitze das Wasser knapp wird. Da der Luxus auch auf den Berghütten eingezogen ist, ist eine zu erwartende Folge gewesen. Na, hoffentlich regnet es bald.

Bald schon brechen wieder auf, zurück nach Pflach auf dem gleichen Weg. Unterwegs sehen wir zwei junge Schwarzspechte, die überhaupt keine Scheu vor uns haben. Denen schauen wir zu, nach der nächsten Kurve stehen schon unsere Räder. Ab hier Rauschen wir sie schöne Schotterpiste haben hinunter ins Tal.

Juhu, welch eine Abfahrt. Toll war’s, danke Papa für die schöne Tour.

Tourendaten
Gesamtlänge: 17,23km
Gesamtdarstellung: 2:06h
Höhenmeter: 1.080m