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141230 Birgitzköpfl (1.982m)

Nach längerer Abstinenz geht´s mal wieder in die Berge. Doch zuerst mal von Anfang an. Ein Telefonanruf am Vortag, mein Schwesterle: „Magscht morgen mit mir und dem Alfons zum Rodeln auf die Birgitzer Alm, oder vielleicht Rinner Alm?“. „Gerne“. „Ja, dann treff ma uns morgen um 9:00Uhr, mir hollen di ab!“. „OK, dann bis morgen“.
In der Früh steh ich gleich mal auf und frühstücke herzhaft. Dann richte ich mich zum Rodeln her, als das Telefon läutet: „Des globscht iatz ita… i hon meine Bergschuach in Reutte vergessen, i kann nit mit. Geascht halt mit dem Alfons…“. „Ma, des ischt bled…“. Ja, was tun, ohne Bergschuhe gehts halt nicht.
Kurze Abstimmung mit Alfons: „Kimmscht mi hollen?“, „Klar, soll ma umdisponieren? Soll ma a Skitour auf die Birgitzer machen?“. „Machma, also los, bis glei“.

Innerhalb kürzester Zeit habe ich den Rucksack komplett umgepackt, die Ski aufgefellt, den Pieps umgeschnallt und bin bereit. Ich dachte nicht, dass ich heuer so schnell zu einer „ersten“ Tour kommen würde. Vor 4 Tagen war es noch grün, obwohl man auch sagen muss, in der Höhe liegt schon länger Schnee… Aber jetzt schneit es seit 2 Tagen und das gibt super Schnee.
Schon steht Alfons vor der Tür und wir starten durch, die Sachen in den Kofferraum und los geht die Fahrt. Je näher wir unserem Ziel kommen, desto mehr Schnee liegt auf den Bäumen und leider auch auf der Straße. Wir erreichen den Parkplatz, noch ist nicht so viel los. Beim Versuch, in den nicht geräumten Abstellplatz hinein zu manövrieren passiert es, das Auto bleibt stecken. 1,5 m weiter und wir wären „safe“ gewesen… so leider nicht, da Hinterteil des Autos schaut in die Straße, und auch Hilfe beim Schieben durch Nachbarfahrer bringt nicht den ersehnten Erfolg. Was hilft… Ketten montieren. Gott sei Dank hat Alfons gerade vor kurzem Ketten vermacht bekommen.

Doch auch diese Unbill geht an uns vorbei und nach einer halben Stunde sind wir endlich auch dem Weg.

Zuerst geht es durch wunderschönen winterlichen Wald, hinauf zu Birgitzer Alm. Eigentlich unvorstellbar, dass es vor kurzem noch richtig aper war…

Es scheint auch, dass wir heute unseren richtigen Tritt gefunden haben, schon nach kurzer Zeit haben wir einen flotten Schritt drauf, der uns schnell unserem Ziel näher bringt. Scheinbar haben die paar Touren im Sommer und das viele Radfahren doch ihre Spuren hinterlassen… natürlich im positiven Sinne.
Groteske Schneeskulpturen sehen wir immer wieder auf dem Weg…

Bald schon ist die Birgitzer Alm erreicht, doch wir entscheiden, gleich weiterzugehen und auf dem Weg zurück in der Hütte einzukehren. Nicht mal einen Stopp machen wir an der Hütte, wir überholen wieder Leute auf dem Weg und gehen den langen Rücken vor dem Gipfel hinauf. Hinter uns hängen sich zwei Frauen aus der Gruppe an, die uns richtig am Rocksaum hängen, doch als wir sie überholen lassen wollen, wollen sie nicht, denn „Schneller als ihr sind wir auch nicht“.

Bald schon erreichen wir den Gipfel, die letzten Meter dringen wir doch starken Nebel empor.

Die Rast am Gipfel halten wir sehr kurz, denn richtig fein ist es nicht. Die Felle ziehe ich heute mal nach einer neu gesehen Methode ab, Schi zusammen, Felle leicht abziehen, zusammenkleben und mit einem „Ratsch“ abziehen… geht gar nicht schlecht.
Alles schnell in den Rucksack rein, den Helm auf den Kopf und die Ski auf die Füße. Und los gehts. Da ich kein berühmter Tiefschneefahrer bin, habe ich schon meine Mühe, halbwegs manierlich den Hang hinunterzukommen, aber runter komme ich auch jeden Fall immer. Bei der Hütte machen wir einen verdienten Stopp und kehren ein. Dort lassen wir den ersten Teil der Abfahrt nochmals Revue passieren.

Bei einem alkoholfreien Weizen und einer geheizten Hütte lässt es sich schon schön sitzen.  Dann geht es den zweiten Teil der Strecke hinunter. Hier liegt nun nicht mehr ganz so viel Schnee und das Fahren geht ein bisschen besser. den unteren Teil fahren wir dann noch die Rodelbahn ab und wundern uns ein bisschen, wie viele Leute heute unterwegs sind. Mit Schiern und mit der Rodel, bei Wind und Wetter… das scheint die Devise. Aber wir gehören ja auch dazu, als aufgehört mit dem Gejammere.
Am Parkplatz ist die Freude groß, dass Alfons die Schneeketten schon vor dem Weggehen richtig angeschnallt hat, daher können wir uns fein ins Auto hocken und heimwärts fahren.

Ein wunderschöner Auftakt in die Wintersaison…

Tourendaten:
Aufstieg: 604 m
Dauer: 1:45 h
Distanz: 7,74 km

141014 Nockspitze / Saile (2.404m)

Heute wollen wir die Nockspitze besteigen, nach der Arbeit, mit „Hirabira“… Die Nacht kommt jetzt schon früh, daher werden wir den Abstieg in der Dunkelheit machen müssen. Trotzdem oder gerade deswegen wollen wir das heute machen.

Außerdem ist das ein Berg, den ich schon lange mal machen will, um den Innsbrucker „Talkessel“ mal von einer anderen Seite zu sehen…

Wir starten in der Axamer Lizum und steigen über einen schönen Steig durch lichten Wald rauf bis zum Halsl. Beim Halsl küssen uns noch ein paar Sonnenstrahlen, die wir wohlwollend empfangen…

Der Ausblick wird immer besser, je höher wir kommen. Die Nockspitz ist ja ein einfacher Wanderberg, daher ist ein Auf- und Abstieg in der Dunkelheit auch nicht wirklich ein Problem…

Vom eigentlichen Gipfel gehen wir noch hinüber auf den Vorgipfel, da wir uns von dort eine noch bessere Aussicht auf Innsbruck erwarten. Und wir müssen uns beeilen, die Dämmerung setzt schon ein. Wir genießen die Aussichtung auf Innsbruck

Zurück am Hauptgipfel lassen wir die fantastische Abendstimmung nochmals auf uns einwirken…

140920 Steinkogelspitze (2.633m)

Neuer Partner, neues Glück, so heißt es wohl… da Alfons am Wochenende keine Zeit hat, gehe ich kurz entschlossen mit Wolfgang Singer, einem Freund und Arbeitskollegen in die Kalkkögel. Da mich heuer das Klettersteigfieber gewissermaßen ergriffen hat, will ich auch heute wieder einen Klettersteig machen. Daher ein Ausflug auf den Steingrubenkogel.

Schon die Anreise ganz in der Früh ist abenteuerlich, da wir uns entschlossen haben, bis zur Kemater Alm mit dem Auto zu fahren, um uns den langen beschwerlichen Anstiegsweg zu ersparen. Am Talanfang haben wir schon das Parkticket gelöst, dann geht es über eine Holperstrasse zum Parkplatz bei der Kemater Alm.

Von dort steigen wir zuerst zügig zum Adolf-Pichler-Hütte, und von dort in einem Rutsch hinauf zur Alpenklubscharte. Das ist meine erste Tour mit Wolfgang, aber das wird sicher nicht die letzte bleiben…

Auf der Scharte angekommen, legen wir unser Klettersteigset an und genießen noch kurz die Sonne. Die Sonne kommt zum Vorschein und wärmt uns nach dem langen schattigen Aufstieg

Der Klettersteig auf den Steingrubenkogel wird oft mit den Klassikern in den Dolomiten verglichen, weil man hier eben auch auf schönen ausgesetzten Bändern rund um die kleinen Türmchen und Zinnen herum klettert. Und ich muss sagen, es macht auch richtig Spaß, hier am Seil über dem Abgrund zu balancieren. Nur, ich bin auch immer Froh, dass die Drahtseile an den richtigen Stellen montiert sind.

Auf und Ab geht es dem vorgelegten Eisenweg entlang. Um kleine und größere Türmchen, dann stehen wir auf dem Gipfel

Nach einer ausführlichen Pause auf dem Gipfel mit einer guten Brotzeit machen wir uns wieder auf den Weg ins Tal. Die Ausblicke vom „Kogel“ sind überragend. Wunderschöne Felsformationen kann man in den Kalkkögeln sehen, und allein schon deshalb ist das Gebiet so schützenswert…

Ein zufriedener Wolfgang blickt zurück auf eine schöne Tour… und ich glaube, auch für Wolfi ist eine erneute Tour mit mir vorstellbar…

Ab Schluss kehren wir noch in der Adolf-Pichler-Hütte ein. Ein großes Glück, denn ausgereichnet heute haben sie hier die Oktoberfest-Woche. Es gibt leckeres Bier und wunderbares Hühnchen aus dem Ofen. Mjam… geht es uns gut. Herrliche Tour und ich verspreche mir, daß ich noch öfter in der Kalkkögeln wandern werde…