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Hoadl, 2.340m (09.01.2016)

Gestern war großer „Richte-die-Ski-her-Abend“. Aber ausser Waxen ist es dann doch nichts geworden. Trotzdem, die Ski haben die heiße Flüssigkeit begierlich aufgesogen, also war es wohl höchte Eisenbahn. Nebenbei wurden 1-2 Biere vernichtet und Alfons erzählte mir von seinem Entschluss, auf das Hoadl zu gehen, in der Früh. Lange Rede, kurzer Sinn, bald war ausgemacht, wann wir uns in der Früh treffen würden.

Um 6:45 kommt Alfons zu mir herüber, wir bepacken den neuen Skiträger mit den Tourenskien und starten los, Richtung Axamer Lizum. Dort angekommen, sind wir zwar nicht die Ersten, aber viel los ist nicht. Es ist zwar früh, aber es ist doch verdächtig ruhig.

Da wir den bald eintrudelnden Skifahrern nicht den Parkplatz wegnehmen möchten (ausserdem ist es von der Bergbahn untersagt worden), parken wir ein wenig vor dem großen Besucherparkplatz und gehen die ersten Meter über den Parkplatz, zur Piste. Dort legen wir die Ski an und starten los, zuerst noch auf der Piste, später zweigen wir immer wieder auf die rechte Seite ab. Irgendwie, mit ein wenig Phantasie kommt dann sogar noch „Gelände-Feeling“ auf, wenn da nicht so wenig Schnee wäre…

Je weiter wir in die Höhe steigen, desto besser wird die Aussicht auf das Inntal.

Leider nimmt hier auch der Krawall vom Flughafen exorbitant zu, und noch ein Geräusch stört immer wieder die Idylle. Die alte Olympiabahn rattert immer wieder auf der gegenüberliegenden Pistenseite vorbei.

Bei einem Stück müssen wir auf die Piste queren, die höchste Steighilfe einlegen und dann durchbeissen. Doch nach diesem richtig steilen Stück geht es hinauf zum Ziel, dem Hoadl mit dem großen Holzkreut „Für Gott und Heimat“

Wir genießen den Ausblick auf die wenig verschneiten Berge und machen und dann gemächlich zum Hoadl-Haus auf, wo wir uns einen Kaffee mit Torte gönnen.

Die Abfahrt ist dann nochmals für mich eine kleine Herausforderung, ich merke, daß ich diese Bewegungen nicht mehr gewohnt bin. Aber bis zum Saisonende wird das schon wieder…

Tolle Tour, das Wetter war besser als angenommen. Das Richtige zum Einstimmen…

Tourendaten
Aufstiegsdauer: 1:52h
Aufstiegsdistanz: 3,88 km
Höhenmeter: 793m

Geocachen unter dem Nösslachjoch (27.12.2015)

Heute ziehe ich alleine los, denn ich habe ein besonderes Ziel. Ich werde heute den Geocache-Runde „Tirol“ machen. Da die Punkte nicht die endgültigen Koordinaten darstellen, muß ich zuerst zu Hause ein wenig rechnen. Es dauert eine Weile, bis ich die Koordinaten von 88 Geocaches berechnet habe, aber irgendwann einmal habe ich alle Daten auf dem Handy und es kann losgehen.

Ich starte relativ spät los (zumindest für mich), denn ich brauche Tageslicht zum Suchen. Schon ein paar Mal wollte ich in der Nacht irgendwelche Geocaches suchen, das hat nicht wirklich gut funktioniert. Als ich bei Patch an die Mautstelle komme, will meine Videomaut nicht funktionieren. Macht ja nichts, denke ich mir, dafür hast du die Karte. Also halte ich die Karte an das Lesegerät und freue mich schon… doch nichts passiert! S……, durchfährt es mich, ich habe vergessen die neue Karte zu beantragen. Meine Videomaut ist zwar noch bis März gültig, aber ich habe eben keine Karte…
Ich will schon zahlen, als neben mir ein Mann ein ähnliches Problem hat und einfach den Notruf wählt. Das probiere ich im Anschluß auch und ruckzuck bin ich auf der Autobahn. Wunderbare Technik…

Um 7:30 dämmert es schon gut, und ich starte vom Skifahrer-Parkplatz bei der Bergeralm in Steinach los.

Der Weg startet gleich hinauf und gemächlich mache ich Höhenmeter und klaube Geocaches auf. Das Finden der kleinen Dosen geht zwar rasch, aber bald schon merke ich, daß das hier noch eine ganze Weile dauert wird.

Auf dem vorgegebenen Weg erreiche ich bald die Gerichtsherrnalm, dann geht es weiter hinauf, zur Vallmaritzalm.

Auf dem Weg hierhin stellen sich die ersten Schwierigkeiten ein, denn der Weg ist teilweise völlig vereist und ich muß immer wieder auf Umwege ausweichen.

Trotzdem erreiche ich nach einiger Zeit die Vallmaritzalm und komme das erste Mal heute in die Sonne. Aha, tut das gut.

Eine kurze Verschnaufpause, dann geht es auch schon weiter, über den Wanderweg 44 geht es wieder hinunter zur Gerichtsherrnalm und dann über den Forstweg und wieder vielen Geocaches hinunter in die Galtschein-Siedlung von Trins.

Hier leitet mich die Cacherunde dann noch über die Felder und einen schönen Spazierweg vorbei am Skilift Trins mit viel Betrieb zurück zum Ausgangspunkt bei der Bergeralm.

3 Geogaches habe ich nicht finden können, da sie entweder nicht mehr da waren oder ich einfach zu blind und müde war. Aber im Sommer werde ich mir diese kleinen Dinger schon noch holen.

Super Runde, hier nochmals Dank an die Tirolerin, die diese schöne Runde möglich gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtlänge: 28,70km
Gesamtdauer: 8:24h
Höhenmeter: 1.333m

151112 Sonnenaufgang auf der Serles, 2.717m

Da das Wetter ununterbrochen schön ist, geht’s heute nochmals in der Früh los, das Ziel ist die Serles. Und weil der Sonnenaufgang auf König Serles so wunderschön sein soll, gehen wir zeitig los. Zeitig ist bei den kurzen Tagen eh nicht so früh, um 4 Uhr verlassen wir das warme Heim und machen uns auf den Weg zum Kloster „Maria Waldrast“, 1.641m

Wir parken direkt unter dem Kloster und richten uns her. Eine Stirnlampe ist heute unbedingt notwendig, da es Neumond und dementsprechend dunkel ist. Nur die Sterne leuchten mit großer Kraft vom Firmament, ein Himmel, den man bei uns nicht oft zu Gesicht bekommt. Gebannt starren wir nach oben. Einzig die Temperaturen machen ein Verweilen an Ort und Stelle nicht so angenehm, daher brechen wir auf, bringen unsere müden Knochen in Schwung.

Durch das Kloster hindurch und scharf nach Links erreichen wir den Aufstieg durch den Wald. Einmal nehmen wir eine falsche Abzweigung und Schwupps sind wir mitten in der Pampa. Der Fehler ist schnell entdeckt und korrigiert und bald befinden wir uns wieder auf dem Steig, vorbei an Latschen und Schotterreisen hinauf zum Serlesjöchl, 2.384m. Kurz bevor wir das Jöchl erreichen, bricht ein leichter Lichtstreifen am Horizont auf, der Sonnenaufgang hat begonnen.

Noch ist es nur eine kleine Ahnung von einem Licht, doch schnell beginnt sich der Himmel zu färben.

Die Schlüsselstelle, ein mit Leiter und Drahtseil versicherter Felsblock nach dem Serlesjöchl ist schnell überwunden, nach dieser Stelle wird der Aufstieg ein kleines bisschen anspruchsvoller.

Da wir heute mit den Turnpatschen unterwegs sind, müssen wir schon auf die Schrittwahl achten. Aber keine Schwierigkeit für uns, der Aufstieg geht schnell weiter. Bald schon können wir die Taschenlampen ausschalten, denn die Dämmerung ist so weit fortgeschritten, dass wir den Weg auch so sehen können.

Bald erreichen wir den Gipfel, die Sonne wird in den nächsten Minuten aufgehen.

Eine gute Brotzeit, sozusagen ein Frühstück haben wir uns mitgenommen, das wird jetzt verspeist. Leider zieht ein richtig kalter Wind über den Gipfel, daher packe ich den Biwaksack aus und wir hängen uns diesen als Windschutz um die Schultern.

Ich bin kein großer Frühstücker, aber nach so einem schönen Aufstieg schmecken Wurst, Käse und Brot auch zu dieser frühen Stunde. Nach dem Frühstück will ich noch den Geocache Stubaital – König Serles heben, doch leider muss ich feststellen, dass das bei diesen Bedingungen nicht geht. Ein großes Schneefeld, pickelhart und sehr abschüssig, liegt genau vor der Position des Geocaches. Das ist mir eindeutig zu gefährlich, und Berge laufen bekannter Weise nicht so schnell weg. Also wird der Cache wohl die nächsten Jahre auch noch hier oben sein.

Dann bricht auch schon die Sonne durch…

Uns ist schon richtig kalt, daher beschließen wir wieder abzusteigen. Wir packen unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg ins Tal. Die Zeit präsiert, wir müssen ja auch noch auf die Arbeit.

Daher laufen wir schon fast hinunter ins Tal. Unterhalb vom Serlesjöchl machen wir nochmals eine Pause, die Sonne knallt jetzt schon vom Himmel und wir können uns ein paar Jacken ausziehen.

Ich gebe noch schnell den Geocache Stubaital – Last Step und lege noch einen Travelbug hinein. Dann können wir runter zum Parkplatz.

Die Sonne ist jetzt schon hoch aufgestiegen, und wunderschön zeigt sich die morgendliche Landschaft um uns, die Luft ist kristallklar und die Aussicht einfach wunderbar.

Die ersten Wanderer kommen uns entgegen, schauen uns zum Teil ungläubig an, jeder weiß jedoch schon, was wir gemacht haben. „Aha, wart´z Sunne aufgian schaug´n…“. Jeder, der uns entgegenkommt, hat einen Spruch für uns auf Lager, doch der Beste kommt von zwei netten Damen, die uns kurz vor dem Kloster entgegen kommen… „Streber, Streber…“ schallt es aus beider Münder, und wir biegen uns vor Lachen. Welch ein lustiger Abschluss für eine wunderschöne Wanderung.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,69km
Gesamtdauer: 3:30h
Gesamthöhe: 1.046m

Mühlendorf Gschnitz (13.09.2015)

Die Oma ist da, und wir wollen einen Ausflug machen. Lucy spürt den Föhn, der sich gerade über dem Wipptal zusammenbraut, daher bleibt sie lieber daheim. Die Kinder sind mehr oder weniger freiwillig auch mit von der Partie.

Mit dem Auto geht’s über die gut befahrene Brennerautobahn bis Matrei am Brenner, dann weiter auf der Bundesstraße bis ans Ende vom Gschnitztal. Wir passieren die schönen Dörfer Trins und Gschnitz, in Obertal stellen wir uns auf den Parkplatz.

Ursprünglich wollten wir zur Laponesalm wandern, doch da hier im Gschnitztal die Wolken wirklich dicht sind, beschließen wir, dem Mühlendorf einen Besuch abzustatten. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von alten Mühlen aus der Region, die hier aufgebaut wurden, um die verschiedenen Möglichkeiten der Wasserkraft zu sehen.

Heute denken wir nur noch an Brotmühlen, oder Elektrizität, wenn wir von Wasserkraftnutzung sprechen, aber früher wurde viel mehr damit gemacht.

Wir sehen eine Werkstatt mit wasserbetriebener Drechsel- und Hobelbank, ein wasserbetriebenes Butterfass, eine Tiermühle (hier wurden keine Tiere gemahlen…), dazu viele Gegenstände aus dem früheren alltäglichen Gebrauch.

Manche Dinge kennen wir heute in moderater Form, manche Sachen kennen wir nicht mehr und ein eindeutiger Zweck erschließt sich uns auch nicht.

Nach den Museumsmühlen gehen wir noch durch den Wald zu einer Eisenbrücke und zu einem beeindruckenden Wasserfall…

Wir setzen uns auf eine Bank, genießen die Aussicht und machen eine Jause.

Anschließend geht es wieder ins Dorf. Dort angekommen genießen wir noch einen Kaffee, Würstchen und Brot und einen Saft. Meistens ist es windstill, doch wenn der Föhn reinbläst, wird es richtig ungemütlich. Sara und Letu, schon die ganze Zeit begeistert (die Großen wissen es einfach besser 🙂 ), spielen auf dem Spielplatz mit einem Wasserkanal, bei dem man verschiedene Wasserläufe nachstellen kann. Natürlich fließt Wasser… und das macht immer Spaß.

Ein wunderschöner Ausflug in eine Gegend, in der ich noch nie war. Und ein kleines Ziel wurde auch schon vorgemerkt, die Tribulaunhütte…

Schlicker Scheibenweg (01.09.2015)

Heute ist Letu´s Geburtstag, und da das Wetter noch schön zu bleiben verspricht, machen wir einen Ausflug. 

Ich habe mir den Nachmittag von der Arbeit freigenommen, damit wir gemeinsam etwas unternehmen können. Nach einiger Recherche finde ich den Schlicker Scheibenweg in Fulpmes, der recht spannend klingt und den wir alle noch nicht kennen.
Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir von zu Hause zur Talstation der Schlick2000, dort nehmen wir die Bahn hinauf zur Mittelstation. 

Dem Forstweg folgenden, erreichen wir mehr oder weniger unbeschadet den Panoramasee. Gott sei Dank ist der Anstieg vorbei, denkt so mancher… 

Auf dem Weg sind recht viele Pilze zu sehen, ich muss also doch einmal in den Wald schauen!
Der Weg hinauf war schon schön, doch am Panoramasee, der diesen Namen echt verdient, ist es fast eine Pflicht, eine kurze Pause einzulegen. Die Kinder schmeißen die Schuhe weg und stehen schon im Wasser… das dank der sommerlichen Temperaturen heuer sogar zum Schwimmen einladen würde, hätten wir die Badehosen mitgenommen… 

Und dann geht es los, den Scheibenweg entlang. Das Vergnügen ist so einfach wie lustig. Man bekommt bei der Talstation gegen eine kleine Leihgebühr eine Lärchenscheibe…

Mit dieser spaziert man am Wanderpfad entlang, und wo Rillenbahnen installiert sind, wird die Scheibe auch reingesteckt und darf ins Tal abfahren. Das ist mit Vorsicht zu genießen, denn manchmal will die Scheibe nicht in der Bahn bleiben, dann heißt es entweder schnell reagieren, oder im Wald zu suchen. Beides haben wir ausprobiert, das „schnell reagieren“ ist definitiv die angenehmere Variante.
Ca. eine Stunde sind wir unterwegs, immer wieder Bahnen und dazwischen auch ein paar kleine Aufgaben. 

Dann erreichen wir zufrieden die Brugger Alm. Dort genehmigen wir uns ein Hopfengetränk, die Kinder bekommen ein Eis. 

Mittlerweile ist der Himmel auch schon zugezogen, daher fahren wir mit der Gondel ins Tal. Den gemütlichen Tag lassen wir im Gasthof Walzl ausklingen, ein Restaurant, das sich sehr gut für Kinder eignet. Das kann ich nur empfehlen…

Super Tag, das gute Wetter nochmals ausgenutzt und einen feinen Familientag gehabt, was will man mehr.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: ca. 3km
Gesamtdauer: 1:15h
Höhenmeter: 231m

150714 Saile-2.404m, Nockspitze-2.379m

Nach der Arbeit starten Alfons und ich direkt von der Arbeit aus los, in Richtung Axamer Lizum. Heute steht die Saile/Nockspitze auf dem Programm. Wunderschönes Wetter haben wir uns ausgesucht, kleine Wolken ziehen über den ansonsten blauen Himmel.

Beim Parkplatz, der im Sommer überdimensioniert und fehl am Platz wirkt, stellen wir das Auto ab. Schnell die Siebensachen in den Rucksack gepackt, dann geht es los.

Zuerst geht’s über das Gebäudeareal, vorbei am Hotel Olympia, das während der Olympischen Spiele 1964 gebaut, und 1976 ausgebaut wurde. Der Bau wirkt heute alt und unansehnlich, ist aber auch ein Zeugnis der bewegten Sportgeschichte vom Innsbrucker Großraum.
Bald schon haben wir die Geschichtszeugnisse passiert und befinden uns in der freien Natur.

Der Weg geht über eine Weide in angenehmer Steigung bis zum Waldrand, von dort geht der Steig hinauf zum sogenannten Halsl, einem kleinen Jöchlein. Stehende Hitze plagt und in diesem Abschnitt. Beim Halsl zweigt der Weg ab, entweder, so wie wir, geht man auf die Saile, oder aber auf die andere Seite zum Ampferstein und weiter zur Marchreisenspitze. Der Weg ist jetzt aus dem Wald herausgekommen, ein leichtes Lüftchen erfrischt uns und unser Ziel rückt immer näher.

Mein Blick ist auf den Boden gerichtet, als ich plötzlich ein Edelweiss sehe… nein, zwei, drei vier… überall wachsen diese kleinen Alpenblumen auf der Wiese, es ist unglaublich. Fast schon unscheinbar und leicht zu übersehen.

Wir sind nun fast am Gipfel, als wir schon von weitem ein Zelt ausmachen.

Als wir auf Rufweite herankommen, hören wir auch schon eine Begrüßung: „Hello there…“. Zwei Asiaten haben es sich hier gemütlich gemacht für die Nacht. Keine schlechte Idee.

Hinter dem Gipfelkreuz steht ein zweites Zelt, ein Vater mit seinem Kind campt dort. Da ist ja richtig was los. Wir machen auf der Saile eine kurze Pause, ich verziehe mich wieder mal für eine kurze Schatzsuche, GC4MCXD „Saile“ ist gleich mal gefunden.

Über den Grat wandern wir weiter zur Nockspitze, oder ist auch ein kleiner Geocache versteckt. GC4MCXD „Mutterer Hauseberge- Nockspitze“ ist auch gleich mal gefunden. Wir bleiben nicht lange auf dem Gipfel, wir sind verschwitzt und der Wind ist nicht so angenehm. Nach kurzer Rast machen wir uns auf ins Tal.

Über das Birgitzköpflhaus steigen wir ab zum Parkplatz. Unterwegs sehen wir noch Murmeltiere, die die letzten Sonnenstrahlen genießen. Immer wieder kommen uns Leute entgegen, die hinaufpilgern, auf diesen schönen Aussichtsberg.

Am Parkplatz und rund um das Hotel Olympia sind sehr viele Asiaten, die hier übernachten. Da Diese mit Reisebussen angekommen sind, sind das wahrscheinlich große Reisegruppen, die hier übernachten. In Innsbruck machen wir noch einen kleinen Erfrischungsstopp mit Blick auf den Gipfel und lassen den Tag ausklingen.

Wunderbare Tour…

Gesamtlänge: 9,23km
Gesamtdauer: 3:01h
Höhenmeter: 890m

150710 Über Natters/Mutters nach Aldrans

Auf neuen Pfaden geht es heute mit dem Radl von der Arbeit nach Hause. Da der Innsteig bei den Karwendelbögen immer noch gesperrt ist, wähle ich als Alternative den weiter westlich gelegenen Sieglangersteig. Von dort erreiche ich nach einer kurzen Ritt durch eine Siedlung und über die Hauptstrasse das Schloss Mentlberg.

Vorbei an dem schönen Schloss fahre ich den Natterer-See-Weg hinauf durch einen heißen Wald zum Eichhof, von dort vorbei am Landeskrankenhaus Natters und runter nach Natters selber.

Eine kurze Auffahrt nach Mutters, dann geht es einmal in flotter Fahrt durch Gerberbach bis hinunter in die Sillschlucht. Dort, angenehm kühl, steige ich wieder hoch, den Handlhofweg, an der Mülldeponie Ahrental vorbei, grüße noch den Umweltwächter (Skulptur aus Metall, vom Telfer Künster Bernhard Witsch) und trete hinauf nach Vill.

Von dort geht es angenehm über die Felder nach Lans, an der Kirche vorbei bis zur Abzweigung Aldrans/Sistrans.

Ich nehme den Weg zu mir nach Hause, im flotten Fahrtwind lasse ich mich abkühlen und erreiche bald schon mein Zuhause.

Gesamtstrecke: 18,58km
Höhe: 590m
Dauer: 1:21h

150207 Auf den Eggerberg (2.280m)

Zurück aus dem Urlaub erwartet mich statt Sonne und Wasser wieder Schnee. Also zurück in die Wintersaison und auf zur nächsten Skitour. Alfons und ich beratschlagen uns am Vortag, wir beschließen, auf den Leitnerberg oder als Alternative auf den Eggerberg zu gehen. Alexander, ein Arbeitskollege, schließt sich uns noch kurzfristig an.

Wir fahren schon früh los, um 6:00 Uhr und nach 30 min. erreichen wir unseren Parkplatz. Es handelt sich hierbei um die Einfahrt einer Forststraße, der Einfahrtsbereich ist jedoch groß genug dimensioniert und man kann auf der Seite knappe 2 Autos parken. Die Einparkerei ist ein bisschen „tricky“, wir schaffen es aber und denken uns, dass da wohl jeder vorbeikommen muss. Wir werden später noch eines besseren belehrt werden…

Es ist recht kalt, daher drängen wir darauf, gleich mal zu starten.

Wir starten bei einem Bauernhof, auf der gegenüberliegenden Bachseite und steigen über schön angelegte Steigspuren hinauf über Bauernwiesen. Ein Blick in die hell erleuchteten Fenster zeigt, dass diese für uns so frühe Zeit für die Bauern Alltag ist, denn die Stallarbeit ruft schon.

Zügig geht es in der Dämmerung hinauf, auf einem flachen Teilstück erreicht uns dann auch schon die jetzt schon stärker werdende Sonne, die uns mit ihren Strahlen wärmt.

Die Blicke zurück ins Tal zeigen eine Hochnebeldecke, der wir jetzt auf dieser Höhe schon entflohen sind. Der Schnee, aber auch die gefrorenen Äste der Bäume verzaubern die Landschaft und machen die Szene wunderschön… „Winterwonderland“

Wir steigen weiter auf, bald erreichen wir die freien Wiesen und verlassen den Lärchenwald. Erste Blicke nach oben zeigen auch schon unser Ziel… wir haben uns (auf meinen Wunsch) unterwegs entschieden, auf den Eggerberg zu gehen. Daher müssen wir vor dem Eggerjoch nach rechts ausweichen, um über angenehme Hänge auf den Gipfel zu steigen.

Und dann haben wir nach ca. 2 Stunden unser Ziel erreicht. Der Eggerberg begrüßt uns mit herrlicher Rundumsicht, einem Kaiserwetter und Sicht auf den Hochnebel im Tal.

Glücklich machen wir uns über unsere Brotzeit her, so eine Gipfelrast wie heute hat man im Winter nicht oft. Die Sonne wärmt, es geht überhaupt kein Wind. So lässt es sich super rasten. Nach ausführlicher Pause machen wir uns auf ins Tal.

Die Abfahrt geht gut, obwohl es teilweise sehr wenig Schnee hat. Die Skier haben immer wieder „unguten“ Bodenkontakt, wir fahren auch einmal zu weit rechts, einmal zu weit links uns müssen unseren Kurs korrigieren, um wieder beim Auto rauszukommen. Aber es geht alles super und wir erreichen aus Auto ohne Zwischenfälle.

Dann, beim Umziehen, passiert es. Ein Pickup kommt von oben die Forststraße runter, der Fahrer sieht uns, und springt auch schon aus dem Auto und brüllt Alfons an: „Wer ist denn sooooo blöd, dass er sein Auto so an den Straßenrand parkt… wie soll der Schneepflug da noch vorbeikommen. Unglaublich…“ und so weiter und so fort, geht seine Schimpftriade…
Alfons steht nur da, total baff, wegen der Reaktion des Fahrers. Ich mische mich ein, erkläre, dass wir nicht rechnen konnten, daß ein Schneepflug hier fahren würde, und mit dem Pickup würde er wohl gut vorbeikommen. Der Mann beruhigt sich ein bisschen und wir fahren los. Alfons ist gar nicht so ruhig, er ist versändlicherweise voll angezipft wegen der Reaktion. Wir beschließen, in Vinaders noch eine Pause zu machen, im Gasthaus selben Namens. Wer steht vor der Tür, der Pickup. Nichts desto trotz gehen wir rein, und sitzen in der Stube. Die Kellnerin kommt rein, wir bestellen ein Alkoholfreies Weizen und ein normales Weizen, ich bestelle ein alkoholisiertes Weizen… die Kellnerin schnauzt mich an: „Dann b´stellscht gfälligscht a Woazn!“… huch… Vianders schein eine spaß-befreite Zone zu sein. Wir trinken schnell aus und machen uns aus dem Staub… wer weiß was sonst noch alles passieren kann!

Trotz der letzten Episode war die Tour wunderschön, das Bier hat trotzdem geschmeckt, und wir werden wohl auch wiederkommen, ins Obernberger Tal… es gibt ja auch freundliche Leute, wie die alte Wirtin, bei der wir am Schluss gezahlt haben.

Tourendaten:
Aufstiegszeit: 2:06h
Gesamtdistanz: 10.09km
Aufstieg: 906m

150102 Blaser (2.241m)

Vorabend, Routenplanung: Wo soll es denn hingehen. Eine Tour am Brenner oben sollte eigentlich gut gehen, ein erster Blick auf die Schneekarte zeigt zwar gerade dort nicht so arg viel Schnee an, aber aus unserer Erfahrung war dort bis jetzt immer genug Schnee. Und da ja ein Lawinen-„Dreier“ herrscht, will man natürlich auch nicht ins wildeste Gelände. Nach ein bisschen Suchen wird das Tourenziel „Blaser“ gewählt. Und der soll beim Föhn seinem Namen alle Ehre machen, steht im Skitourenführer. Gott sei Dank erwarten wir keinen Föhn…

Um 6:40 holt mich Alfons an der Haustür ab, die morgentliche Routine, Zeugs einladen usw. Dann fahren wir los, bis Steinach am Brenner auf der Autobahn, dann weiter nach Trins im Gschnitztal und über eine wahrlich steile Straße kommen wir unbeschadet beim Parkplatz an. Schnell noch angezogen und den LVS-Partnercheck durchgeführt, dann kann es losgehen.

Vom Parkplatz aus gehen wir gleich eine Rinne, dem Sommerweg folgend ein paar Meter hinauf, um dann nach rechts in den Wald abzuzweigen. Und etwas fällt auch gleich auf… wo ist der ganze Schnee. Immer wieder schauen kleine böse schwarze Steine aus der weißen Pracht heraus, nur darauf versessen, das Steigfell oder noch schlimmer den Belag zu beißen… beim Raufgehen sprechen Alfons und ich uns immer wieder ab, um die Stellen zu verinnerlichen, an denen wir unbedingt die Ski ausziehen und tragen müssen. Immer weiter müssen wir die Skiausziehgrenze in die Höhe verschieben…

Doch auf Regen folgt bekanntlich Sonnenschein, in unserem Fall wird die Schneedecke, wenn auch nicht super, doch immer homogener, die Steine seltener…

Vor uns haben zwei Schneeschuhgeher eine schöne Spur gezogen, so konnten wir mühelos immer mehr Höhe gewinnen und schlussendlich auch aus dem Wald heraus und auf die Hänge des Blasers heraustreten. Und wie schön zeigt sich die Kirchdachspitze (rechte Seite im Bild) und weiter hinten der steile Zahn des Pflerscher Tribulaun (linke Bildseite)

Bald schon erreichen wir die Hänge unter dem Gipfel, doch auch hier in der Höhe ist der Schnee Mangelware, und wir müssen unsere Spur sorgsam auswählen, um nicht auf den harten Untergrund zu stoßen. Wir beschließen, nicht direkt zum Gipfel zu gehen, sondern auf der linken Seite unter dem Gipfelhang und über die Blaserhütte auf dem Rücken zum Gipfel aufzusteigen.

Unter den Hängen durch geht es Richtung Hütte. Und hier sieht man wieder, wie sehr man sich im Guten wie im Schlechten bei den Distanzen verschätzen kann. Mir hat der „Umweg“ gar nicht ins Konzept gepasst, da es wirklich lange ausgeschaut hat, aber in Null-Komma-Nix sind wir in der Nähe der Hütte.

Für eine Pause ist es aber zu früh, wir gehen gleich weiter auf den Gipfel, der nicht mehr weit weg ist. An den Wellen im Schnee sieht man auch sehr gut, dass in dieser Gegend der Wind zu Hause ist und gerne mit dem Schnee spielt. Beim Aufstieg auf den Gipfel merken wir das sehr gut, denn die Nordseite ist gut abgeblasen, der Schnee liegt in den Mulden und Senken auf der Südseite und wartet drauf, gestört zu werden…
Wir finden eine schöne Spur zum Gipfelkreuz und schon bald stehen wir auf unserem Tagesziel.

Jaja, am Blaser, da bläst´s. Daher bleiben wir auch nicht lange oben, sondern bereiten uns gleich auf die Abfahrt vor.

Bei der Blaserhütte kehren wir noch ein. Diese ist zwar geschlossen, aber die Terrasse lockt mit einer windgeschützten Sonnenlage und einer super Aussicht.

Und wie wir es gehofft haben, glüht die Sonne an die Terrasse. Wir genießen unsere Brotzeit und kommen fast ins Schwitzen.

Nach der Pause werden die Stiefel geschnallt, der Rucksack geschultert und die Abfahrt in Angriff genommen… ja was ist denn das, da liegt ja einer im Schnee!

Durch die warmen Temperaturen ist der Schnee teilweise so weich, und unverhofft kommen solche Stellen sowieso immer, da legt ich mich doch grad mal hin.

Doch ein Indianer kennt keinen Schmerz, der Schnee bleibt als „Trophäe“ auf dem Rucksack, und weiter gehts, im Batz-Schnee. Den unteren Teil bestreiten wir dann auf der Forststraße, da die Schneelage hier besser schein als im Gelände.

Doch auch hier ist irgendwann fertig: Man muss wissen, wann es genug ist. Wir schnallen die Schi ab und verstauen dieselben auf dem Rucksack, jetzt geht es Per Pedes weiter.

Wir zweigen auf den Wanderweg 31 ab, der einem Tal hinaus bis zum Parkplatz folgt. Wir sind allerdings die ersten, die diesen Weg bei Schnee gehen, und müssen feststellen, dass da schon länger niemand mehr gegangen ist.

Der Windwurf vom letzten Föhnsturm liegt noch unangetastet im Weg und wir wohl erst im Frühjahr weggeräumt. So müssen wir uns über und unter den Bäumen hindurcharbeiten, um unseren Weg beenden zu können.

Doch trotz der abenteuerlichen Bilder ist der Weg sehr gut zu gehen, wir erreichen nach kurzer Zeit doch noch den Parkplatz und sind zufrieden mit unserem Tageswerk

Als Resümee kann man sagen, der Aufstieg war super, die Rast auf der Hütte ein Hit, die Abfahrt war OK, und der Weg 31 war noch ein lustiges i-Tüpfchen.

Tourendaten:
Aufstieg: 1.110hm
Gesamtdauer: 4:26h
Gesamtdistanz: 13,57km

 

141230 Birgitzköpfl (1.982m)

Nach längerer Abstinenz geht´s mal wieder in die Berge. Doch zuerst mal von Anfang an. Ein Telefonanruf am Vortag, mein Schwesterle: „Magscht morgen mit mir und dem Alfons zum Rodeln auf die Birgitzer Alm, oder vielleicht Rinner Alm?“. „Gerne“. „Ja, dann treff ma uns morgen um 9:00Uhr, mir hollen di ab!“. „OK, dann bis morgen“.
In der Früh steh ich gleich mal auf und frühstücke herzhaft. Dann richte ich mich zum Rodeln her, als das Telefon läutet: „Des globscht iatz ita… i hon meine Bergschuach in Reutte vergessen, i kann nit mit. Geascht halt mit dem Alfons…“. „Ma, des ischt bled…“. Ja, was tun, ohne Bergschuhe gehts halt nicht.
Kurze Abstimmung mit Alfons: „Kimmscht mi hollen?“, „Klar, soll ma umdisponieren? Soll ma a Skitour auf die Birgitzer machen?“. „Machma, also los, bis glei“.

Innerhalb kürzester Zeit habe ich den Rucksack komplett umgepackt, die Ski aufgefellt, den Pieps umgeschnallt und bin bereit. Ich dachte nicht, dass ich heuer so schnell zu einer „ersten“ Tour kommen würde. Vor 4 Tagen war es noch grün, obwohl man auch sagen muss, in der Höhe liegt schon länger Schnee… Aber jetzt schneit es seit 2 Tagen und das gibt super Schnee.
Schon steht Alfons vor der Tür und wir starten durch, die Sachen in den Kofferraum und los geht die Fahrt. Je näher wir unserem Ziel kommen, desto mehr Schnee liegt auf den Bäumen und leider auch auf der Straße. Wir erreichen den Parkplatz, noch ist nicht so viel los. Beim Versuch, in den nicht geräumten Abstellplatz hinein zu manövrieren passiert es, das Auto bleibt stecken. 1,5 m weiter und wir wären „safe“ gewesen… so leider nicht, da Hinterteil des Autos schaut in die Straße, und auch Hilfe beim Schieben durch Nachbarfahrer bringt nicht den ersehnten Erfolg. Was hilft… Ketten montieren. Gott sei Dank hat Alfons gerade vor kurzem Ketten vermacht bekommen.

Doch auch diese Unbill geht an uns vorbei und nach einer halben Stunde sind wir endlich auch dem Weg.

Zuerst geht es durch wunderschönen winterlichen Wald, hinauf zu Birgitzer Alm. Eigentlich unvorstellbar, dass es vor kurzem noch richtig aper war…

Es scheint auch, dass wir heute unseren richtigen Tritt gefunden haben, schon nach kurzer Zeit haben wir einen flotten Schritt drauf, der uns schnell unserem Ziel näher bringt. Scheinbar haben die paar Touren im Sommer und das viele Radfahren doch ihre Spuren hinterlassen… natürlich im positiven Sinne.
Groteske Schneeskulpturen sehen wir immer wieder auf dem Weg…

Bald schon ist die Birgitzer Alm erreicht, doch wir entscheiden, gleich weiterzugehen und auf dem Weg zurück in der Hütte einzukehren. Nicht mal einen Stopp machen wir an der Hütte, wir überholen wieder Leute auf dem Weg und gehen den langen Rücken vor dem Gipfel hinauf. Hinter uns hängen sich zwei Frauen aus der Gruppe an, die uns richtig am Rocksaum hängen, doch als wir sie überholen lassen wollen, wollen sie nicht, denn „Schneller als ihr sind wir auch nicht“.

Bald schon erreichen wir den Gipfel, die letzten Meter dringen wir doch starken Nebel empor.

Die Rast am Gipfel halten wir sehr kurz, denn richtig fein ist es nicht. Die Felle ziehe ich heute mal nach einer neu gesehen Methode ab, Schi zusammen, Felle leicht abziehen, zusammenkleben und mit einem „Ratsch“ abziehen… geht gar nicht schlecht.
Alles schnell in den Rucksack rein, den Helm auf den Kopf und die Ski auf die Füße. Und los gehts. Da ich kein berühmter Tiefschneefahrer bin, habe ich schon meine Mühe, halbwegs manierlich den Hang hinunterzukommen, aber runter komme ich auch jeden Fall immer. Bei der Hütte machen wir einen verdienten Stopp und kehren ein. Dort lassen wir den ersten Teil der Abfahrt nochmals Revue passieren.

Bei einem alkoholfreien Weizen und einer geheizten Hütte lässt es sich schon schön sitzen.  Dann geht es den zweiten Teil der Strecke hinunter. Hier liegt nun nicht mehr ganz so viel Schnee und das Fahren geht ein bisschen besser. den unteren Teil fahren wir dann noch die Rodelbahn ab und wundern uns ein bisschen, wie viele Leute heute unterwegs sind. Mit Schiern und mit der Rodel, bei Wind und Wetter… das scheint die Devise. Aber wir gehören ja auch dazu, als aufgehört mit dem Gejammere.
Am Parkplatz ist die Freude groß, dass Alfons die Schneeketten schon vor dem Weggehen richtig angeschnallt hat, daher können wir uns fein ins Auto hocken und heimwärts fahren.

Ein wunderschöner Auftakt in die Wintersaison…

Tourendaten:
Aufstieg: 604 m
Dauer: 1:45 h
Distanz: 7,74 km