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170908 GC Eulenwiesen

Schönes Wetter soll man nutzen, heißt ein Motto, das ich gerne befolgt. Daher beschließe ich, die Kinder sind ausgeflogen, den alternativen Weg zu den Eulenwiesen bei Gleins zu bestreiten und mir die besagte gute Aussicht ins Wipptal zu gönnen.
Die Fahrt nach Gleins ist immer ein wenig schräg, da zwar oben am Berg ein Gasthaus lockt, aber der Weg dorthin mit einem Fahrverbot belegt ist.

Dennoch kommen mir Oberösterreicher, Deutsche und ein paar Einheimische mit dem Auto entgegen. Also kann das mit dem Fahrverbot wohl doch nicht so streng genommen werden. Das Auto stelle ich beim Gasthaus, bzw. beim Wandererparkplatz ab, einer der Wenigen im Umkreis von Innsbruck, bei dem man noch nicht zahlen muss.
Dann gehe ich los, nicht den Standartweg zu den Eulenwiesen, sondern eben eine Alternative.

Zuerst sammle ich die Geocaches des „Gleinser Trampelpfades“ ein, dann geht’s weiter mit dem „Alternativen Weg zu den Eulenwiesen“.

Die Dosen kann ich alle ohne Probleme einsammeln, manch eine ist schön im Wald versteckt.
Irgendwann leuchtet mir was Gelbes ins Auge, bei näherem Hinschauen stelle ich fest, dass es sich um Eierschwammerln handelt. Es sind nicht viele, aber die müssen fast mit. Also bastle ich mir aus einem Buff (Kopftuch) einen Schwammerlsack und los geht das Klauben.

So richtig viele finde ich erst nicht, doch dann „poppen“ immer mehr gelbe Köpfe aus dem Moos. Das wird ja noch eine richtig fette Beute. Drei Steinpilze erhöhen meine Freude am Fund. Nachdem ich ein schönes Abendmahl zusammen habe, beschließe ich, den Rest stehen zu lassen… es gibt ja mehr Sammler.

Schon bald stehe ich dann am Gipfel meiner Wanderung, in der Nähe des Eulenstadels. Dort kann ich noch den „Bonus“ zur Eulenwiesenrunde einsammeln, nachdem ich ein paar Fragen in der näheren Umgebung gesucht und das Rätsel gelöst habe.

Der Rückweg geht über für mich bekannte Wege zurück zum „Gleinser Hof“, wo mein Auto steht.

Die Flur- und Wegeschäden durch den letzten Regen sind überall sichtbar, hier hat es wohl auch gut gewütet.

Eine schöne Wanderung, über die Eulenwiesen, die ich jedem nur empfehlen kann. Ohne Geocachen ist man da recht schnell durch, auch für Kinder ist die Runde sehr gut machbar.

Bei schönem Wetter würde ich auch ein Picknick anbieten.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 8,67 km
Höhenmeter: 512 m

170801 KS Steingrubenkogel (2.633m)

Nachdem wir jetzt schon das dritte Mal den Plan gefasst haben, den Steingrubenkogel zu besteigen, schaut heute das Wetter richtig gut aus. Es ist zwar sehr heiß, aber in der Höhe kühlt es schon ab, so unsere Hoffnung. Mit dem Auto geht’s über die Mautstraße zur Kemater Alm. Am Weganfang steht zwar, dass der Weg währen des Tages gesperrt ist, aber wir riskieren die Fahrt. Und ohne Probleme kommen wir bis zur Alm. Unterwegs sehen wir auch den Grund der Sperre: Der Weg wird zur Zeit saniert.

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Von der Kemater Alm gehen wir hinauf zum Adolf-Pichler-Haus. Dort sitzen ein paar Wanderer und schauen uns verwundert an. „Wo geht ihr noch hin, um diese Uhrzeit“, werden wir gefragt. Nachdem Alfons unser Ziel bekannt gibt, lösen wir staunen aus. Na, denen werden wir´s schon zeigen…

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Das nächste Etappenziel ist die Alpenclub-Scharte, die wir nach ca. 40min. erreichen.

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Dort ziehen wir unser Klettersteigset an, dann geht es in den kurzen, aber landschaftlich sehr schönen Steig hinauf zum Steingrubenkogel. „Little-Brenta“ wird diese Ferrata auch genannt, und wirklich zieht der schön angelegte Steig zwischen Türmchen und Bändern hinauf zum Gipfel.

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Ein Blick zum Himmel lässt nichts Gutes erahnen, in den letzten Minuten sind dunkle Wolken auf dem Himmel aufgezogen, nicht lange, dann ist die Sonne auch weg. Windig war’s schon vom Start weg, ein warmer Südföhn bläst uns stetig um die Ohren. Da das vermeintliche Gewitter aber noch sehr weit weg ist und eher Richtung Karwendel zieht, beschließen wir weiterzugehen.

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Schöne Ausblicke ins Stubai und ins Senderstal belohnen uns für die Aufstiegsmühe, schon bald stehen wir auf dem Gipfel.

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Der Ausblick ist grandios, das Wetter leider nicht. Daher beschließen wir, rasch wieder abzusteigen, damit wir nicht nass werden.

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In einem Klettersteig zu hudeln, ist keine gute Idee, daher gehen wir rasch, aber konzentriert wieder den gleichen Weg retour zur Alpenclub-Scharte. Dort entledigen wir uns des Klettersteigsets, dann kommt ein richtig lustiger Teil der Tour… eine schöne Schottereise, die von der Scharte hinab, fast bis zum Adolf-Pichler-Haus hinunterreicht.

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Obwohl ich das schon lange nicht mehr gemacht habe, geht das Laufen im feinen Schotter sehr gut, Staubwolken markieren unseren Weg ins Tal. Viel zu schnell ist das Vergnügen auch schon wieder vorbei, ich muss meine Schuhe von den eingesammelten Steinen befreien.

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Alfons hat in weiser Voraussicht zwei Dosen Bier mitgenommen, die wir nun am Ausläufer der Reise genießen. Über der Reiterspitze bei Seefeld zucken die ersten Blitze. Gut so, wir sind eh schon in Sicherheit.

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Beim Adolf-Pichler-Haus ist nichts mehr los, die Wirtin ist gerade beim Aufräumen. Wir beschließen, in der Kemater Alm noch einzukehren und die wunderbare Tour mit einem Weizen ausklingen zu lassen.

Das war mal wieder eine feine Tour, einzig die kurze Gipfelrast war Schade… ein Grund mehr, wieder mal auf den Steingrubenkogel zu steigen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,33 km
Gesamtdauer: 3:20 h
Höhenmeter: 985 m
Wetter: erst strahlend schön, dann gewittrig

170705 Gamskogel (2.659m)

Eigentlich wollten Alfons und ich heute wieder mal den Steingrubenkogel-Klettersteig machen, aber es sollte dann doch ein wenig anders kommen. Ich beginne meine Geschichte aber schon wieder in der Mitte… also Stop, nochmals von Anfang:

Nach der Arbeit, heute war es unter Tags richtig heiß und teilweise fast schon drückend, machen wir uns wieder mal im bewährten Team auf, einen Berg zu besteigen. Wir fahren mit dem Auto über die Mautstraße bis zur Kemater Alm. Sehr schön gelegen, und um das hier mal zu vermerken, mit moderaten Mautpreisen (€3.- für den Tag) waren wir positiv überrascht. Der Parkplatz ist fast leer, als wir ankommen, auf der schmalen Mautstraße sind um mehrere Autos begegnet, es ist doch schon spät am Nachmittag. Um 17:15 Uhr sind wir dann endlich abmarschbereit.

Zuerst wandern wir auf der Zufahrtsstraße bis zum Adolf-Pichler-Haus, von dort wollen wir laut Plan eigentlich auf den Klettersteig des Steingrubenkogels gehen.

Doch die dunklen Wolken über dem Gebirge schauen nicht so verlockend aus, ein Gewitter, während man am „ewig-langen“ Blitzableiter hängt, ist ein Erlebnis, auf das wir getrost verzichten können. Daher disponieren wir um und beschließen, unter den mächtigen Wänden der Kalkkögel Richtung Süden zu wandern.

Im Hintergrund sehen wir das Gipfelkreuz des Gamskogels, vielleicht geht sich dieser „Muggel“ aus.

Die Kalkkögel sind geologisch sehr interessant, und obwohl ich zugegebenermaßen mich nicht besonders gut auskenne, erkennt man hier doch sehr gut, dass der Dolomit auf einer viel älteren Schicht, nämlich dem Ötztal- und Stubaikristallins sitzt.

Hier hört meine Kenntnis aber auch schon fast wieder auf. Die Raibler Schichten gehen mir noch durch den Kopf, die in den Kögeln im Gegensatz zu sehr viel mächtigeren Vorkommen in anderen Gebirgen nur ein paar Meter dick sind und die Berge in einen oberen und unteren Dolomit trennen. Das muss ich mir nochmals genauer anschauen, beschließe ich.

Die satten Wiesen, die auf dem Kristallin entstanden, sind prädestiniert für den Almbetrieb. Und natürlich sieht man daher hier immer wieder Kühe und Schafe, die hier einen wunderbaren Sommer auf der Alm verbringen dürfen. Kuh müsste man sein… oder Schaf, je nach Präferenz .

Der Weg zieht leicht aufwärts immer näher zum Gamskogel, das Wolkenspiel am Abendhimmel ist faszinierend, manchmal ziehen auch dunklere Wolken herein.

Zweimal werden wir am Weg gegossen, aber da es warm ist, stört es überhaupt nicht. Unterwegs kann ich noch einen Geocache, den „Fat Tony“ loggen, wieder ein Punkt, der mich näher an mein heuriges Ziel, meinen Hauptkonkurrenten zu überholen, bringt…

Nach ca. 2 Stunden erreichen wir den Gipfel des Gamskogels. Das Wetter ist nun wieder besser geworden, wir bekommen auch ein paar Sonnenstrahlen ab. Doch die Freude währt nur kurz, bald zieht eine dicke schwarze Wolke vor die Sonne und im Nu ist es richtig frisch und gar nicht mehr so gemütlich.

Daher genießen wir die Aussicht nur kurz und machen uns wieder auf den Rückweg. Der Einfachheit halber nehmen wir den gleichen Weg wieder retour zum Adolf-Pichler-Haus, grüßen die Belegschaft, die es sich auf der Terrasse gemütlich gemacht hat und steigen weiter ab zur Kemater Alm.

Unterwegs bleiben wir immer wieder stehen und genießen die wunderschönen Ausblicke auf die Kalkkögel, die im Abendlicht nochmals besonders schön anzuschauen sind. Das Wetter hat sich schlußendlich doch beruhigt. Kurz vor der Kemater Alm finde ich noch den Geocache „Aus Kindertagen“ an der kleinen Kapelle oberhalb der Alm.

Wir gönnen uns noch ein Erfrischungsgetränk und palavern über Gott und die Welt. Wie schön, endlich mal wieder mit Alfons auf dem Weg zu sein, denke ich mir! Das müssen wir in nächster Zeit wieder öfter machen…

Eine wunderschöne Wanderung nach der Arbeit, die den Geist und den Körper wieder mal in Einklang bring, so soll es sein in dieser, unseren wunderschönen Heimat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:20 h
Gesamtdistanz: 10,74 km
Höhenmeter: 963 m

170602 (Fast bis) St. Magdalena im Gschnitztal

Letu will wandern, das Wetter schaut gar nicht schlecht aus. Sara ist auch bald überredet, daher machen wir uns auf ins Gschnitztal.
Ein Blick auf den Verkehrsbericht zeigen, daß der Brenner noch nicht komplett dicht ist, daher sollte das auch fahrtechnisch gehen.

Wir starten bei schönstem Wetter, je näher wir allerdings unteres Ziel kommen, desto dunkler werden die Wolken.

Trotzdem beschließen wir, obwohl es ganz leicht nieselt, den Aufstieg zu wagen. Gleich von unten weg geht der Steig steil hinauf, das drückt natürlich auch einen Teil der Junioren.

Trotzdem wandern wir weiter.
Zwischendurch gibts mal Wurstsemmel vom MPreis, da hat sich heute der Verkäufer richtig ins Zeug gelegt. Trotz mehrmaliger Bitte, nicht zu viel Wurst in die Semmel zu packen, sind alle Semmel mit einer fast 2cm dicken Wurstschicht belegt. Oh mann, da hätte ein belegter Semmel und 4 Leersemmel auch funktioniert 😬.

So gestärkt, wandern wir auf dem Steiglein weiter, sehr schöne Kreuzstationen versprechen Kurzweile.
Leider wird der Regen immer stärker, bald müssen wir unter einem Baum Schutz suchen. Eine kurze Beratung, es wäre zwar nicht mehr weit, bewegt uns zur Umkehr.

Unten ist man bekanntlich schnell, auf dem Weg will Letu einem Käfer helfen. Dieser setzt sich leider zur Wehr und Letu riecht streng nach Käfer. 😆😆😆

Bald schon sitzen wir wieder im Auto. Die Rückfahrt ist fast gleich wie die Hinfahrt, nur in umgekehrter Folge. Das Wetter wird mit jedem Meter besser, zu Hause in Aldrans lacht die Sonne vom Firmament.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:25 h
Gesamtlänge: 3,79 km
Höhenmeter: 325 m

170412 Radltour „Westliches Mittelgebirge“

Das Wetter ist heute so schön, daß es echt „a Schand“ wäre, das nicht auszunützen. Daher beschließe ich, da es noch nicht ganz so warm ist, nicht in die Höhe, dafür in die Länge zu fahren.

Ich starte direkt von der Arbeit aus Richtung Westen, auf dem Inntalradweg erreiche ich schon bald Völs. Dort zweige ich ab ins Nasse Tal, einem Verbindungstal hinauf nach Axams. Vorbei an Omes erreiche ich bald das Plateau und radle gemütlich in einem Bogen zurück, nun Richtung Osten.

Vorbei an Birgitz erreich ich Mutters, hier kenne ich mich schon aus, denn diese Route verwende ich im Sommer gerne. Hinunter in die Sillschlucht führt mich mein Weg am „Zenzenhof“ vorbei und über die Verbindungsstraße hinauf nach Vill. Ein Wagen der Strassenmeisterei putzt mir den Weg…

Der letzte Teil der Fahrt ist über gemütliche Bauernwiesen um Igls und Lans. Auch die Vogelhütte, bei der ich oft mit Letu vorbekomme, liegt auf meinem Weg.

Dann schon bin ich wieder zu Hause, glücklich, bei dem Kaiserwetter einen längeren Heimweg genommen zu haben.

Tourendaten
Gesamtlänge: 31,58 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 737 m

160925 Brennerspitze (2.877m) und mehr

Heute beschließe ich, alleine auf die Brennerspitze zu gehen. Und da Lucy das Auto braucht, mache ich mich mit dem Bus auf nach Krössbach bei Neustift. Um 6:20 Uhr gehe ich zum Bus, bald schon steht der Gelbe Kasten da. Ich bestelle mein Ticket nach Krössbach und erlebe eine tolle Überraschung. Heute ist Mobilitätstag, daher zahle ich für den ganzen Tag nur 2 Euro. Wow… das kann was.

Nach ca. einer Stunde erreiche ich meinen Ausgangspunkt und mache mich auch gleich auf zur Milderaunalm.

Die Hütte habe ich nach einer guten Stunde errreicht, da es noch früh ist, gehe ich gleich weiter. Bis zur Alm war ich immer im Wald, kurz nach der Hütte erreiche ich offeneres Gelände. Der Ausblick auf das Stubaital wird immer besser.

Gut eine halbe Stunde später stehe ich auf dem Hühnerspiel (2.181m), einem kleinen Plateau mit wunderbarer Aussicht auf die Gletscher.

Ich bleibe aber nicht lange, sondern mache mich auf zu meinem Tagesziel, der Brennerspitze.

Der Weg wird immer ausgesetzer und steiler, manche Stellen sind schon ein wenig spannend, werden aber von mir in aller Gemütlichkeit gemeistert.

Mit Hudelei ist noch niemand ans Ziel gekommen. Der Weg zieht immer am Grat entlang, die Aussicht ist ein Wahnsinn.

Bald erreiche ich eine Mulde, der Gipfel ist in greifbarer Entfernung. Noch ein paar Meter, dann stehe ich oben auf dem Gipfel der Brennerspitze (2.877m). Eine Parkbank läd hier zum Rasten ein. Volle fein. Wer die wohl raufgeschleppt hat?

Zwei Leute sind mir im Aufstieg entgegengekommen, also viel ist nicht los. Kein Wunder, müssen doch fast 1.800m im Aufstieg bewältigt werden. Ein Pärchen sehe ich hinter mir herkommen, wir sind immer das gleiche Tempo gegangen, daher blieb der Abstand auch konstant. Nun erreichen sie auch den Gipfel, und… welch ein Hallo, ein Bekannter von der Arbeit, Benni. Mit im Gefolge hat er Dani.

Wir genießen den Blick vom Gipfel und kommen ins Gespräch. Sie wollen über den Grat über Mittergratspitze, Gamsspitze und Seblasspitze zum Seblaskreuz gehen. Nach ein wenig Überlegen beschließe ich, mich anzuhängen.

Wir steigen vom Gipfel Richtung Norden ab, immer wieder sind kleine teuflische Raureifflecken zu bewältigen.

Ansonsten ist der Weg sehr gut, einzig die Markierungen sind nicht gerade üppig gesät. Ein, zwei Mal kommen wir vom rechten Weg ab.

Trotzdem finden wir unseren Weg gut über das Grat und erreichen zufrieden das Seblaskreuz.

Nach einer kurzen Pause steigen wir ab, Richtung Brandstattalm. Bevor wir jedoch dieses Kleinod erreichen, müssen wir Dani helfen, ein paar Granten (Preiselbeeren) zu klauben. Das ist aber bei diesem Überfluss, der uns umgibt, schnell passiert. Dazwischen essen wir ein paar „Hoadlbeern“, auf das unsere Lippen sich schon blau färbe.

Dann kehren wir noch in der schon erwähnten gemütlichen Brandstattalm ein und genießen ein Bier, ein Hoch auf die bestandenen Abenteuer. Gemütlich läßt es sich in der Sonne sitzen, einzig eine Wolke, die sich frech vor die Sonne schiebt, trübt das feine Zusammensitzen.

Die Zeit bleibt nicht stehen, daher steigen wir ab ins Tal. Benni und Dani nehmen mich mit dem Auto mit nach Mieders, von wo aus ich gleich noch einen Anschlussbus nach Innsbruck erreiche.

Die Wartezeit am Bahnhof verdinge ich mir noch mit einem zweiten Bier, dann geht die Fahrt auch los, nach Hause.

Eine tolle Tour, dank Dani und Benni auch mit schöner Verlängerung. Wunderbar, denn das Wetter war auch noch dazu vom Allerfeinsten. Danke dafür.

Tourendaten
Gesamtlänge: 15,7 km
Gesamtdauer: 5:50 h
Höhenmeter: 1.893 m

Karte

160626 Eulenwiesen

Ein bisschen ein Kreuz ist es schon mit dem Wetter… manchmal ist das Wetter einfach wunderbar, und ich habe keine Zeit, irgendwas zu machen. Und wenn ich dann die Zeit hätte… naja, dann ist es ebenso wie heute.

Aber ich will nicht jammern, ich habe ja gute Kleidung für alle Lebenslagen, also raus in die Natur, es wird halt kein hoher Gipfel, sondern eine gemütliche Rundwanderung in Gleins. Wer sich fragt, wo Gleins ist, über Schöneberg im Wipptal.

Ich bin heute untypisch spät aufgestanden, aber da ich ja nicht so viel vorhabe, sollte das schon OK sein. Auf der Bundesstraße fahre ich bis Schönberg, dann weiter auf einer Straße mit „Fahrverbotsgebot“ hinauf zum Gleinser Hof. Dort stelle ich mein Gefährt ab, schalte mein GPS ein und stelle fest, die Batterien sind fast leer. Na, kein Problem, rein mit den Akkus… doch o Schreck, die sind ja komplett leer. Obwohl ich diese gerade aufgeladen habe… scheinen wohl defekt zu sein, nach 15 Jahren :D. Na gut, da ich einige GC (Geocaches) im Programm habe, muß ich wohl auf mein Smartphone zurückgreifen. Das geht auch sehr gut.

Also marschiere ich los, zuerst auf Schotterstraßen. Der Pfad zieht ganz gemächlich den Wald hinauf, ich finde einige GCs auf dem Weg, heute schein mein „Blick“ zu funktionieren.

Bald erreiche ich den Naturschauplatz Eulenwiesen, eine märchenhafte Wiesenlandschaft mit vielen uralten Lärchen dazwischen.

Sehr schön hergerichtet durch den Tourismusverband Stuibaital. Bei schönem Wetter muß ein Picknick hier richtig gut schmecken…

Der Nebel zieht immer wieder zwischen den Bäumen hindurch und taucht die Landschaft in ein mystisches Licht. Es schaut immer wieder nach Regen aus, doch es bleibt trocken. Wunderschön ist es hier, zum Glück bin ich hier heute her.

Mit den Mähdern habe ich den höchsten Punkt meiner Wanderung erreicht, bald geht es wieder bergab, vorbei an schönen Städeln und Lärchen. So wandere ich eine Weile, genieße die Stille, denn heute sind fast keine Leute am Weg und erreiche so das Ende der Eulenwiesenwanderung.

Am Forstweg entlang gehe ich zurück zum Gleinser Hof, wo ich mir einen Kaffee und ein Ziachkiachl mit Preiselbeer gönne.

Just in dem Moment, als ich zum Auto am Parkplatz gehe, fängt es an zu regnen… das nenne ich mal perfektes Timing.

Eine sehr schöne Wanderung, angenehm, und auch mit Kindern sehr gut machbar. Ich kanns jedem empfehlen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,40 km
Gesamtdauer: 2:15 h
Höhenmeter: 265 m

160424 GC Maria Waldrast, (1.638m)

Das Wetter wird zusehens schlechter, doch am frühen Nachmittag schaffe ich es doch, raus aus dem Hause zu kommen.
Ich mache mich auf zur Geocachingrunde „Maria Waldrast“. Heute mal alleine, denn das Wetter schaut echt nicht gut aus, und so wäre es dem Junior wohl zu kalt.
Ich fahre über Patsch und die alte Römerstraße nach Matrei am Brenner, von dort in Richtung Maria Waldrast. Vor dem Beginn der Mautstraße stelle ich mein Auto ab, und gehe zu Fuss weiter. Neben mir schreit sich ein älteres Ehepaar an, keine schöne Szene… betreten schweigen sie, als sie mich merken.

Der Geocache besteht aus Multi mit mehreren Stationen und ein paar Trad´s (normale Dosen). Die ersten paar Verstecke habe ich gleich gefunden, doch mit zunehmender Höhe macht sich der Schnee bemerkbar, das erschwert mir das Suchen. Es ist nicht viel Schnee, aber gerade genug, die „normalen“ Verstecke zu zu überzuckern.
Dafür ist die Stimmung bei diesem Wetter einfach genial…

Ich finde nicht alle Caches auf dem Weg, aber zumindest alle Stationen vom Multi.
Bald erreiche ich das wunderschöne Wallfahrtkloster, ich setzte mich eine WEile in die Kirche und genieße die Stille und Stimmung. Hier ist es so friedlich…

Im Anschluß löse ich das Rätsel, kann jedoch wegen dem leichen Schnee nicht mehr viel finden. Ich mache mich auf den Weg ins Tal.

Es ist schon 17 Uhr, daher Zeit zum Heimgehen. Auf dem Weg finde ich noch die restlichen Tradi´s. Der letzte führt mich sogar noch einmal in luftige Höhen. Eigenlich war ich heute recht erfolgreich :D.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3h
Gesamtlänge: 10,54km
Höhenmeter: 511m

160416 Sulzkogel (3.016m)

Alfons hat vorgeschlagen, daß wir das gute Wetter, das uns Petrus am Samstag scheinbar schicken wird, ausnutzen und eine Skitour auf den Sulzkogel machen sollen. So war schon während der Woche ausgemacht, daß wir dort raufgehen.

Es ist jetzt Samstag, das Wetter schaut gut aus, also starten wir schon sehr früh los. Um 6:00 Uhr in der Früh stehen wir, nicht als Einzige, mit den Skiern an den Füßen beim Parkplatz der 3 Seen Lifte im Kühtai.

Zuerst müssen wir die Staumauer erklimmen, die drohend auf dem Ort niederschaut.

Von dort müssen wir ein paar Meter über dem Stausee entlang, und dann sogar wieder hinunten zum See gehen. Oje, das heißt, daß wir am Schluss der Tour hier nochmals auffellen müssen.

Wir erreichen das Ende des Sees, hier gehts einmal recht steil rauf. Eine Stelle ist besonders schwer, da man hier unter einem Felsen queren muß, und die Spur zum einen nicht gut, zum anderen auch noch eisig ist.

Dann flacht es wieder ein wenig ab und geht über leichte Hügel hinauf. Mir brennen schon wieder die Sohlen, so wie beim Schartenkogel das letzte Mal. Ein Indiz, daß ich schon wieder Blasen bekomme. Leider auch ein Zeichen, daß mir Papas Skischuhe doch nicht passen. Schade eigentlich, weil ich mir beim Abfahren mit den Schuhen schon leichter tue.

Je weiter wir nach oben kommen, desto mehr schmerzen meine Sohlen. Ich muss abbrechen, so leid es mir tut. Ich beratschlage mich mit Alfons, dann machen wir aus, daß er alleine weitergeht und ich umdrehe. Es hilft eh nix.

Ich setze mich zuerst einmal ein wenig und genieße die Sonne. Die Brotzeit schmeckt auch ohne Gipfel :). Anschließend packe ich zusammen und mache mich an die Abfahrt.

Der erste Teil der Abfahrt ist gar nicht so schlecht, denn die Schneedecke ist noch relativ fest und angenehm zu fahren.

Weiter unten, bei der Engstelle, wirds schwierig. Zu viele Leute wollen hinauf, ich als einziger will hinuntergehen. Doch dann öffnet sich ein Fester und ich kann schnell durch. Fast falle ich hin, doch ich kann mich noch fangen. Ich bleibe stehen und schaue zurück. Eine Frau im Aufstieg ist auch gerade aus der Engstelle rausgefallen, hat sich aber nicht weh getan.

Der weitere Verlauf ist dann sehr angenehm, bis auf den Wiederaufsteig beim Stausee. Doch auch dieser ist bald gemeistert, trotz Blasen und g´scheiten Schmerzen komme ich gut im Tal an. Ich sitze eine Weile alleine in der Hütte, dann kommt auch schon der flotte Alfons, um für Unterhaltung zu sorgen. Ein Iso-Getränk rundet den schönen Tag ab, obwohl bei mir heute kein Gipfel dabei war.

Vielen Dank für die tolle Tour!

Nachtrag – Meine Füße waren voller Blasen…

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,78 km
Gesamtdauer: 3:05h
Höhenmeter: 927 m
Lawinenwarnstufe: 1

160228 GC Alien Invasion

Diese Geocaching-Runde kann man gar nicht wirklich auf einen Tag fixeren, denn schön öfter bin ich alleine oder mit moralischer Hilfe ausgezogen, um die „Alien Invation“ aufzulösen. Leider war mir das bis jetzt und auch heute nicht ganz vergönnt, die letzten Rätsel und Mythen der Aliens zu entziffern. Trotzdem waren mein Sohnemann und ich frohen Mutes, als wir heute am Natterer See parkten und uns aufmachen, die letzten „Aliens“ zu suchen.

Vom Parkplatz müssen wir zuerst ein ganzes Stück retour auf der Straße, dann eine Wiese queren, bei der noch die vereiste Loipe an einen denkbar unspektakulären Winter zurückdenken ließ. Trotz überschaubarer Niederschlagsmengen diesen Winter hatte es wohl doch gereicht, die Wiese, die wir überqueren müssen, in ein kleines Feuchtbiotop zu verwandeln. Mit „fast“ trockenem Fuß setzen wir über, und erreichten den Wald und damit auch den Start des Steiges, den wir abklappern wollen.

Ein wirklich schöner Weg führt uns sehr schnell zum ersten Ziel, die Dose war nach kurzem Suchen und einem kleinen Blick in die „Hinweise“ bald entdeckt und gelogged. Von hier aus sind die Geocaches dann immer in Abständen ausgelegt, die meinem Sohn das Gsatzl: „Mir ischt langweilig…“ gerade noch nicht über die Lippen huschen lassen.

Nach ein paar Funden erreichen wir Natters, hier wird noch eine Dose gesucht, dann machen wir uns auf den Rückweg.

Nun sind wir doch schon eine Strecke abgelaufen und Junior will nicht mehr gehen. Also muss ich Hand anlegen… naja, nicht so… rauf auf die Schultern wird er verfrachtet und ein Stück getragen. Das waren noch Zeiten, als der kleine Mann noch fast unmerklich auf der Schulter saß und von mir Stundenlang getragen worden ist…

In gutem Tempo, Sohnemann ist wieder am Boden der Tatsachen angelangt, erreichen wir das Auto und machen einen Lokalwechsel zum Natterer Krankenhaus. Dort erwischen wir noch einen Geocache, der zweite Schatz ist leider vermuggelt (soll heißen, der Schatz stand unbeabsichtigt unter Beobachtung von sogenannten Muggel, den natürlichen Feinden der Geocacher). Nach dem Eintragen aller heutigen Funde kann man mit Fantasie schon erkennen, was bei der Gesamtlösung rauskommen wird:

Tourendaten:
Gesamtlänge: 6 km
Gesamtdauer: 2 h
Höhenmeter: 100 m