Schlagwort-Archive: Stubaier Alpen

180714 Serles (2.717m)

Gerade letzte Woche war ich auf der Serles, heute gehts schon wieder auf den „Altar von Tirol“. Während ich das letzte Mal mit Letu am Weg war, sind heute Solomon, Rashid, Sara mit mir am Weg. Letu ist heute auf einer Geburtstagsfeier eingeladen und daher verhindert. Daher sind wir letzte Woche „vorgegangen“.

Wir starten heute ein wenig früher als letztes Mal, um 7:30 sind wir schon von zu Hause weg. Es nieselt ganz leicht, aber dem Wetterbericht nach soll dies nur nördlich des Inns zutreffen, ein Blick in den Süden verspricht besseres Wetter.

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Bis Maria Waldrast fahren wir wieder mit dem Auto, dann machen wir uns auf, den Gipfel zu erklimmen. Erst gehts durch den Wald, ein wenig steiler, dann kommt die lange Querung mit den drei Schotterreisen.

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Alles schaffen wir mit Bravour, und schon bald kommen wir in Sichtweite des Serlesjöchls (2.384m).

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Hier machen wir eine kurze Pause, bevor wir die Stufe in Angriff nehmen. Unter uns ist eine richtige Menschenschlange im Anmarsch, daher beschließen wir gleich aufzubrechen, damit wir an der Leiter keine allzulange Wartezeit haben.

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Zum Glück müssen wir gar nicht warten, wir können gleich die Stufen rauf. Hier zeigt sich zum ersten Mal, daß Solomon eben nicht so oft auf dem Berge ist. Trotz Ungeübtheit schafft er die Stelle ohne Probleme.

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Der Weg zum Gipfel ist dann wieder einfach, einzig kurze Kraxelstellen, einmal mit Seilversicherung sind zu meistern.

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Alles geht gut. Einzig die Kondition macht Solo zu schaffen, die letzen 15 Minuten auf den Gipfel scheinen ihn zu quälen.

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Am Gipfel der Serles (2.717m) sind alle Strapazen vergessen, die Aussicht grandios. Einige Leute, die mit uns aufgestiegen sind, gratulieren im Besonderen Solo, was ihn sichtlich freut. Auf die Leistung kann er auf jeden Fall stolz sein.

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Nach einer ausgedehnten Pause machen wir uns wieder auf den Hinunterweg. Das stellt sich als schwieriger als der Aufstieg heraus.

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Solo muß bei einigen Stellen extrem langsam tun, da er sich recht unsicher fühlt. Rashid im Gegensatz hüpft herum wie eine Gemse… und Sara muß ich sogar ein wenig einbremsen.

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Die letzte Schwierigkeit, die Stufe, meistern wir dann auch noch, dann geht es ins Tal. Der Weg ist nun lange, aber eben nicht mehr schwierig.

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Solos Knie macht Probleme, daher ist ihm das Geradeauslaufen lieber als die Abwärtpassagen.

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„Runter kommt man so oder so…“, das Motto von Solo erfüllt sich dann nach langem Marsch, als wir wieder bei Maria Waldrast, glücklich und zufrieden ankommen. Speziell für Solo war es ein Highlight des Urlaubs, aber sicher auch die anstrengenste Aktion.

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Beim Gasthaus gönnen wir uns noch eine gute Hauswurst und ein Bier, dabei wird der Energiespeicher wieder gefüllt.

Eine wunderschöne Tour, die allen sehr viel Spaß gemacht hat.

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Tourendaten
Gesamtlänge: 9,46 km
Gesamtdauer: 6:00 h
Höhenmeter: 1.048 m

180708 Serles (2.717m)

Lange schon stand sie Serles wieder auf dem Programm, dieses Mal mit Letu. Im Vorfeld war mir schon bewusst, das die Strecke dem Bub auf die Substanz gehen würde, aber jedes Mal, wenn wir nach Innsbruck oder ins Wipptal fahren, stand schon der Spruch im Raume „Papa, wann gehen wir zwei auf die Serles“.Nach einem herzhaften Frühstück fahren wir über die Autobahn mit erfrischend wenig Verkehr nach Maria Waldrast. Obwohl wir nicht so früh ankommen, sind doch nur überschaubare Menschenmassen vor Ort.

Das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Das Wetter ist schaut nicht berauschend aus, aber das ist jetzt nebensächlich.Hinter dem Kloster und dem Parkplatz gehen wir nach links weg, hinauf in den lichten Wald.

Hier ist es erst recht steil, doch schon bald flacht der Weg ab, es geht über Latschenfelder hinüber zum Serlesjöchl (2.384m).

Einzig der letzte Aufschwung zum Jöchl ist steiler, und hier muss ich Letu das erste Mal ein wenig motivieren.

Kaum oben angekommen, sagt eine sportliche Frau zu Letu: „Harrschaft, du bischt aber a guater Bergsteiger, so wia du do aufimarschiert bischt…“.

Ein Leuchten in den Augen zeigt die neu gewonnene Motivation an, und nach einer kurzen Pause meint er von sich aus: „Papa, kumm, pack ma´s“…

Gleich hinter dem Serlesjöchl ist die Schlüsselstelle, ein Felsriegel mit einer Leiter, nichts Wildes, aber da der Berg so gut besucht ist, schon relativ speckig. Daher muß man seine Schritte gut wählen. Während Letu vorklettert, übernehme ich hinter im die „Sicherungsaufgabe“. Und gut ist es gegangen.

Kurze Klettereinlagen auf dem Weg zum Gipfel stellen keine Herausforderung dar und schon bald sind wir in Sichtweite des Gipfelkreuzes.

Die Freude steht Letu ins Gesicht geschrieben, aber auch ein wenig Müdigkeit. Der Gipfel der Serles (2.717m) ist erreicht.

Das sind immerhin über 1.000m im Aufstieg. Das ist in meinen Augen schon eine Leistung, auf die er (und ich natürlich auch) stolz sein kann.

Wir gönnen uns eine ausgedehnte Pause auf dem Gipfel, die Aussicht ist zwar nicht berauschend, aber im Dunst erkennen wir sogar Aldrans, der Patscherkofel ist nicht fern und unter uns Maria Waldrast.

Wir haben uns ein etwas windstilles Plätzchen am Gipfel ausgesucht, daher können wir eine Zeit lang bleiben, aber trotzdem ist das Wetter heute nicht so toll, als daß man hier Stunden bleiben möchte.

Der Abstieg erfordert nochmals Konzentration von uns, zu leicht rutscht man auf dem feinen Geröll ab.

Unterwegs sehen wir einen Paragleiter, der verzweifelt versucht, seinen Schirm in die Höhe zu bringen. Nachdem wir dem Wagnis eine Weile zugeschaut haben, gehen wir weiter. Das wird wohl nicht so schnell was…

Am Serlesjöchl machen wir nochmals eine kurze Pause, dann marschieren wir wieder los. Nächstes Ziel wird Maria Waldrast sein, dort werden wir uns was gönnen.

Der Latschengürtel ist rasch gequert, dann noch durch den feinen Wald, der angenehm duftet. Schlußendlich erreichen wir das Kloster.

Ein Blick in die Kirch mit einem kurzen Dankgebet darf hier nicht fehlen. Wir verhalten uns ganz unauffällig, weil gerade eine Messe gefeiert wird. Müde und zufrieden setzen wir uns in die Gaststätte. Es gibt ein Kinderwienerschnitzel und eine Hauswurst mit Kartoffel und Kraut.

Volle gut.Nach der Stärkung ist der Letu dann auch schon wieder am Spielplatz, die Strapazen sind vergessen.

Sohnemann, das hast du toll gemacht! Ich bin stolz auf dich!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:00 h
Gesamtlänge: 11,10 km
Höhenmeter: 1.037 m

180706 Geocachen „Ochsentour“

Mein Bewegungsbedürfnis ist groß nach dieser Arbeitswoche. Da das Wetter gelinde gesagt „unguat“ ist, beschließe ich ein wenig Geocachen zu gehen. Mein Ziel ist bald identifiziert, ich fahre mit mit den Serlesbahnen zur Ochentour, einer kleinen Cacherunde in genannten Skigebiet.

Es regnet immer wieder, trotzdem komme ich gut um die Runde, die Dosen werden auch alle recht rasch gefunden.

Als ich fast am Ende bin, leuchtet mir noch was Gelbes ins Auge, bei näherer Betrachtung sehe ich überall Pfifferlinge (Eierschwammerln), die mir freudig in die Tasche springen. Gut so, Pilze, alle zu Papa…

Das gibt am Abend als Belohnung noch eine gute Schwammerlgulasch.

Tourendaten
Gesamtdauer: 8,62 km
Gesamtdauer: 2:20 h
Höhenmeter: +30m / -671 m

180701 Große Ochsenwand (2.700m)

Es ist wieder mal Sonntag und eine Tour steht an. Heute geht’s mit dem Papa auf die Große Ochsenwand. Eigentlich sollte es der 5-Gipfel-Klettersteig im Rofan werden, aber nachdem der Roßkopf, der längste Teil des Klettersteigs zur Zeit wegen eines Felsabbruchs gesperrt ist, suchten wir uns eine Alternative. Und das sollte dann der Schlicker Klettersteig auf die Ochsenwand werden. Wir starten heute gemütlich mit der Seilbahn von Fulpmes hinauf zum „Panoramarestaurant Kreuzjoch (2.136m).

Von dort ist der Weg zum Ochsenwand-Klettersteig schon gut ausgeschildert. Zuerst machen wir mal (minus) 300 Höhenmeter, das heißt, es geht mal wieder runter. Im Hintergrund ist schon „unsere“ Wand zu sehen.

Das ist auch selten, aber das gibt´s. Oberhalb der Zirmachalm erreichen wir den Einstieg ins Kar zum Klettersteig. Die wenigen Höhenmeter bis zur roten Markierung bringen wir rasch hinter uns, teils auch ohne Weg, der hier in letzter Zeit ein wenig gelitten hat.

Am Einstieg sind schon zwei Personen beim Herrichten, das heißt für uns, eine kurze Pause machen, sonnencremen und dann das Kletterzeug anziehen. Als wir fertig sind, ist das ältere Pärchen vor uns schon eingestiegen und ein paar Höhenmeter raufgeklettert.

Der Einstieg stellt auch gleich die schwerste Stelle des Klettersteiges dar, wenn gleich das nur auf die Kletterschwierigkeiten bezogen ist. Da man sich hier noch sehr nahe zum rettenden Boden befindet, ist die Kletterei ohne Probleme.

Der Steig zieht dann relativ direkt hinauf in die Wand, die ganze Anlage ist gut in Schuss, wenngleich man dem Steig, obwohl vorbildlich saniert, das Alter schon ein wenig ansieht.

Der Schlicker Klettersteig zählt zu den ältesten Kletteranlagen in Tirol.

Nachdem der erste längere Teil des Steigs durchklettert ist, kommt eine Gehstrecke, die immer wieder von kurzen, einfachen Kletterstellen, teils auch ungesichert, unterbrochen ist. Eine sehr originelle Stelle ist der sogenannte Spreizschritt, den man sehr einfach überklettern kann.

Dann schlängelt sich der Pfad am Grat entlang hinauf zum Gipfel.

Aufziehender Nebel kurz vor dem Gipfel lässt uns kurz zaudern, aber am Gipfel angekommen ist es fast windstill, und schon bald reißt der Nebel auf.

Die Fernsicht ist nicht berauschend, aber im Nahbereich können wir viele schon begangene und zukünftige Ziele ausmachen… das sind Gipfel für 10 Menschenleben… Kurz nach uns kommt noch ein holländischer Mann, ein Student aus Innsbruck am Gipfel an. Wir unterhalten uns eine Weile, dann macht sich Karsten wieder auf, während wir noch fünf Minuten am Gipfel verweilen.

So fein es heute hier auch ist, wir müssen wieder ins Tal, der Weg ist noch lange, wir haben noch einen Abstiegsklettersteig bis zur Alpenklubscharte vor uns, und dann müssen wir auch noch die Seilbahn erreichen. Also los, sagen wir uns und marschieren. Zwei Personen sind noch am Gipfel, das ältere Pärchen, das wir schon beim Einstieg gesehen hatten. Wir verabschieden uns, dann geht es über einen schönen, leichten Grat bergab. Eine Stelle gefällt mir besonders, daher will ich mein iPhone auspacken, da packt mich ein Schrecken… es ist nicht mehr da. Auweh, denke ich mir, das habe ich jetzt auf dem Gipfel liegen gelassen. Also nochmals ein paar Meter zurück, zum Glück sind wir noch nicht weit gegangen… und da liegt es auch noch und harret seinem Besitzer.

Der weitere Abstieg ist zuerst auf gut gangbaren Serpentinen, dann kommt der Abstiegsklettersteig, der aber auch keine größeren Schwierigkeiten aufweist.

Die Aussicht ist wie immer phänomenal, einige Kletterstellen sind es auch.

Einen Klettersteig absteigen ist einfach anders, als der Aufstieg. Aber ohne Probleme erreichen wir nach einer Weile die Alpenklubscharte.

Hier entledigen wir uns des Klettersteigsets und schauen nochmals zurück. Wo sind wir da wohl gewesen, in der abweisenden Wand? Plötzlich sehen wir das ältere Pärchen, das auch im Abstieg ist. Schaut wilder aus, als es ist…

Von der Alpenklubscharte zieht der Weg in schönen Serpentinen, über Bergwiesen und Latschenfeldern hinunter zur Schlicker Alm. Wir gehen weiter, zuerst am Forstweg, dann noch auf einem Waldweg hinab zur Bruggeralm und der gleich nebenan gelegenen Mittelstation der Kreuzjochbahn.

Welch ein Glück, die Bahn fährt noch, wir haben es auf zehn Minuten vor Betriebsende geschafft. Ansonsten wäre uns noch ein weiterer Fußmarsch nach Fulpmes bevorgestanden. So strecken wir unsere Füße aus und lassen uns hinunter ins Tal karren.

Beim Auto werden die Schuhe gegen feinere, leichtere Fußbekleidung getauscht, auf dem Weg nach Hause bleiben wir noch am Grünwalderhof stehen. Die Sonnenterasse ist heute nicht besonders voll, daher bekommen wir einen Logenplatz über dem Wipptal und Stubai. Obwohl die Fernsicht nicht so toll ist, genießen wir die Aussicht bei einem Bier. Die anschließende Rechnung vergällt uns aber nur peripher den wunderschönen Tag.

Es war eine wunderschöne Tour, die wir heute gemeinsam machen konnten, und es hat mir viel Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 13,89 km
Gesamtdauer: 5:50 h
Höhenmeter: 1.151 m
KS-Rating: C/D

180626 Klettersteig St. Magdalena im Gschnitztal (1.661m)

Letztes Jahr bin ich schon mal mit den Kids auf dem Weg zum wunderschönen St. Magdalena im Gschnitztal gewesen. Leider hat uns damals der Regen den Aufstieg verdrossen. Beim Runtergehen haben wir gesehen, dass hier gerade ein neuer Klettersteig im Werden ist. Und den wollen wir heute begehen.

Eine tolle Arbeit wurde hier geleistet. Das ganze Konstrukt trägt nicht den Namen Klettersteig, sondern „Alpine Safety Area“. Beim Einstieg sind 6 Varianten angeführt, ein schwarzer Bergweg (mit Seilgeländer) und Klettersteigvarianten von A-E.

Wir entscheiden uns für den Einstieg in die D-Variante, nach kurzem Partnercheck darf ich vorausgehen, während Michi sich noch mental vorbereitet. Nach zwei Metern bleibe ich mit der Fussspitze an einer Felsnase hängen, daraufhin bricht plötzlich eine größere Platte ab und fällt direkt neben Michi auf den Boden… puh, nochmals Glück gehabt.

Der erste Teil des Steiges ist wahrlich eine D-Stelle, aber mit ein wenig Armkraft kommen wir die kurze Stelle gut hinauf. Schon bald stehen wir auf dem Habichtblick, einem kleinen Plateau, auf dem eine Sitzbank, ein Habicht und kleine Aussichtshilfen montiert sind. Obwohl sich der Habicht selber in Wolken hüllt, ist die Aussicht von hier schon phantastisch… und gegenüber lockt die Illmspitze.

Der weitere Weg ist dann nicht mehr schwer, schöne Stellen reihen sich an kurzes Gehgelände mit viel Erde. Bei Nässe sicher nicht so lustig zu begehen. Man sieht auch, daß der Steig relativ neu ist, denn immer wieder fallen uns lose Steine und Platten auf, die aber durch geschicktes Auftreten nicht der Schwerkraft ausgesetzt werden.

Insgesamt ist die Anlage vorbildlich gebaut, überall sind bombenfeste Sicherungen und wenns mal kurz ein wenig trittarm wird, sind Bügel montiert. Trotzdem, mit meinen Kindern möchte ich hier nicht gehen müssen, allein manche Stufe fordert die Dehnkraft meiner alten Gelenke und Knochen bis zum Äußersten… ob das das Alter oder der Abstand der Tritte ist? Oder einfach nur der fehlende Blick fürs Detail? Wer weiß…

Nun, bald erreichen wir den obersten Bereich des Klettersteigs, noch einmal wird es leicht luftig, aber vom Gefühl her immer in der Komfortzone, dann sehen wir auch schon Sankt Magdalena.

Das kleine Kirchlein hat eine lange Geschichte. Schon 1307 wurde das Gotteshaus erstmals urkundlich erwähnt. Danach entwickelte sich der Platz zu einem bekannten Wallfahrtsort mit angeschlossener Einsiedelei. Das Kirchlein selber ist direkt an den Wohntrakt angebaut, besonders erwähnenswert sind die schönen Fresken im Inneren. Dargestellt sind die „Flucht aus Ägypten“ und der „Baum der Versuchung“.

Nachdem wir uns sattgesehen haben, gönnen wir uns noch ein Bier auf der Terasse vor dem Gasthäuschen. Der Wirt, seit 42 Jahren hier im Dienst, gesellt sich zu uns und wir reden über Gott und die Welt. Schön ist es hier, gerne würden wir verweilen, aber der kalte Wind treibt uns dann doch wieder fort.

Der Abstieg erfolgt dann über den Normalweg, schnell erreichen wir das Tal und damit das Ende einer wunderschönen Nachmittagstour. Feins war wieder einmal in unserer geliebten Bergheimat.

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,65 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 458 m

180615 Sonnenstein (2.442m)

Wie startet man am Besten ins wohlverdiente Wochenende. Genau… man macht eine feine Bergtour. Heute gehts mit Tamara auf den Sonnenstein. Schon lange steht dieser Nachbar der Serles auf meiner Liste.

Selten begangen, daher findet man auch nicht arg viel Information. Doch irgendwie lockte mich dieser Berg schon seit Längerem. Und heute ist es soweit.

Von der Arbeit fahren wir zuerst zur Medrazer Stille, dort vom Parkplatz gehts dann gleich los. Vorbei an der Blutschwitzerkapelle in zuerst angenehmer Steigung Richtung Gasthaus Sonnenstein. Ein Stück, bevor man das Gasthaus erreicht, zweigt ein Steig hinauf Richtung Sonnenstein.

Wir wandern, wobei bei der Steigung des Steigs kaum noch von normalem Wandern gesprochen werden kann, weiter hinauf den Berg. Über Kitzeben folgen wir dem schönen Pfad, ein- zweimal verlieren wir den Anschluss, finden ihn aber gleich wieder und dann gehts schon wieder gerade rauf den Rücken.

Ein kurzes Stück müssen wir dann durch einen Latschengürtel, aber das klingt erst viel schlimmer, als es ist. Wir erreichen bald wieder den Rücken und können uns am frischen Wind, der hier bläst, erfrischen. Die Aussicht wird auch immer besser.

Dann beginnt der zahnigere Teil unserer Bergtour: Erst müssen wir durch ein brüchiges Schotterfeld, doch mit bedacht gesetzte Tritte bringen uns sicher über die nicht ganz einfachen Stellen. Zum Glück müssen wir hier nicht runter, lachen wir noch.

Nun können wir schon gut den weiteren Weg einsehen, ein gutes Stück zum Gipfel haben wir schon noch vor uns…

Nun erreichen wir die Schlüsselstelle der Bergtour, das sogenannte Band. Während ich mich recht „potschert“ anstelle, meistert die Tamara mit Stahlnerven die Stelle ohne Probleme.

Direkt hinter dem Band liegt ein Geocache versteckt, der „Auf allen Vieren“ heißt. Den haben wir uns heute echt verdient, würde ich sagen. Und gerade um zu sehen, daß diesen Weg nicht viele gehen… der Geocache wurde das letzte Mal vor 2 Jahren gefunden.

Nun steigen wir auf nicht so gut sichtbaren, aber erkennbaren Spuren immer weiter Richtung Gipfel: Weit ist es nicht mehr.

Und dann ist es soweit, wir stehen auf dem Gipfel. Jetzt ist mal erst eine feine Rast angesag, wir packen unsere Jause aus, das Bier bleibt noch mal im Rucksack… wer weiß was noch auf uns zukommt.

Vom Gipfel aus versuchen wir den weiteren Weg auszumachen, zum Glück habe ich heute das Fernglas mit. Ohne wäre der Weg, der sich im Endeffekt als nicht so schwierig herausstellt, nicht sichtbar gewesen. Der mächtige „König Serles“ erhebt sich direkt vor uns, die Nordwände schauen aber schon recht düster aus.

Obwohl die Wegfindung Richtung Serlesjöchl nicht immer ganz einfach ist, und jeder zweite Schritt gut überlegt sein muss, geht es wesentlich einfacher als gedacht. Trotzdem, wenn wir so manchesmal zurückschauen, sind wir uns selber nicht mehr sicher, wie wir hier rübergekommen sind.

Irgendwann ist die Schottersteigerei dann aber auch fertig und wir erreichen das Serlesjöchl (2.384m). Hier machen wir nun unser wohlverdientes Bierchen auf. Mjam, das schmeckt heute noch besser als sonst…

Lange bleiben wir allerdings nicht, wir haben noch einen weiteren Weg vor uns. Und der Wind wird auch immer frischer, also „auf, auf, müder Wanderer…“

Der Weg führt nun auf einem angenehmen Steig hinunter ins Tal. Ein Blick zurück zu den Gipfeln zeigt uns unseren heutigen Preis nochmals…

Im Gasthaus Wildeben machen wir dann nochmals eine kurze Pause, trinken eine Kleinigkeit und gönnen uns eine gute Marillenschnitte. Den Platz muß ich mir unbedingt merken, hier ist es echt gemütlich, mit total feinen Wirtsleuten.

Nach der wohlverdienten Pause ist der letzte Teil der Tour noch der Abstieg über die extrem steile Forststraße. Auf der Hütte hatten wir zwei Mountainbiker gesehen, jetzt ziehen wir vor Respekt „virtuell“ den Hut. Diese Straße hat es echt in sich. Im Tal wird es dann ein wenig besser…

Bald erreichen wir dann den Parkplatz, ein super Tag neigt sich dem Ende zu. Mit Tamara hat die Bergtour richtig Spaß gemacht. Danke dafür…

Tourendaten
Gesamtlänge: 15,39 km
Gesamtdauer: 5:30 h
Höhenmeter: 1.595 m

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180504 Wanderung „Maria Waldrast“

Heute konnte ich Sara überreden, mit mir eine Wanderung zu machen. Wir beschließen, den heuer ersten Besuch bei der Wallfahrtskirche „Maria Waldrast“ Matrei am Brenner zu machen. Das Wetter verspricht schön zu bleiben, daher stehen alle Signale auf „GO“.

Wir fahren über die Römerstraße nach Matrei, trotz kurzer Luftlinie gefühlt eine Weltreise. Dann geht´s hinauf nach Mützens und kurz vor dem Mauthäuschen parken wir das Auto. Ein freundliches Wort bei der Mautstelle macht sich gleich mal bezahlt, eine Frau bietet uns eine Mitfahrgelegenheit an, damit wir „schneller“ zum Wallfahrten kommen. Sara ist begeistert.

Bei der Ausstiegsstelle müssen wir noch einen kurzen Marsch über die Asphaltstraße machen, dann finden wir uns wieder auf dem Forstweg, der uns in kurzer Zeit in Sichtweite der schön gelegenen Kirche mit Kloster bringt.

Unterwegs klauben wir noch den einen oder anderen Geocache auf, dann erreichen wir zufrieden das wunderschöne Gotteshaus. Die Serles lacht uns an, mit einem Hut, doch an eine Besteigung ist jetzt noch nicht zu denken, zu viel Schnee liegt noch auf dem Haupte.

Im Gasthaus bekommen wir das erste Getränk des Jahres, auf Nachfrage erklärt uns der neue Pächter, dass er vor genau einer Stunde die Pforten aufgeschlossen hat. Welch ein Glück. Die Sonne, die sich zwischenzeitlich versteckt hatte, lacht nochmals zwischen den Wolken heraus, so lässt sich die Pause auf der Veranda aushalten.

Da sich der Abend schon nähert, zieht ein kühles Lüftchen vom Tal herein und vertreibt uns von unserem lauschigen Plätzchen. Es wird Zeit, wieder abzusteigen. Davor schauen wir noch in die Kirche, zünden eine Kerze an. Dann machen wir uns auf den Weg. Sind wir beim Raufgehen noch im T-Shirt gewandert, ist jetzt schon Zeit für eine Jacke.

Unterwegs treffen wir ein paar Wanderer, die die erste Nachtwallfahrt mitmachen, die heute stattfindet. Leider haben wir das zu spät erfahren, aber vielleicht geht sich so eine Prozession im Sommer mal aus.

Schlussendlich erreichen wir glücklich wieder den Parkplatz, eine schöne Wanderung haben wir da gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:55 h
Gesamtlänge: 7 km
Höhenmeter: 254 m

180402 GC Sterzinger Runde

Letu und ich haben wir ein neues Ziel vor Augen… in Sterzing gibts eine coole „Powertrail-Runde“ mit vielen, vielen Geocaches auf dem Weg.

Wir fahren mit dem Zug über den Brenner, auf der Passhöhe müssen wir den Zug wechseln. Trotzdem ist die Fahrt gefühlt mindestens gleich schnell wie mit dem Auto.
In Sterzing startet die Runde gleich vom Bahnhof. Wir haben uns schon ein bisschen was vorgenommen, mal schauen wie es geht.

Zuerst geht es durch den Ort und recht fad am Radlweg durch das Industriegebiet. Doch dann kommen wir endlich in die „freie Natur“.

Entlang eines kleinen Bächleins gehts schön dahin.

Dazwischen machen wir immer wieder Pausen, Brotzeit ist natürlich auch dabei.

Da es noch recht früh im Jahr ist, liegt in den Schattenbereichen immer noch Schnee. Trotzdem ist der Weg gut gangbar.

Einmal machen wir eine interessante Pause an einem „Steingarten“, bei dem wir auch noch gleich einen Earthcache loggen können.

Dann wandern wir am gegenüberliegenden Ufer wieder retour Richtung Sterzing. Unterwegs sehen wir noch die beeindruckende Burg Reifenstein, die sicher auch mal einen Besuch wert ist.

An einer schönen Kapelle kurz vor Sterzing machen wir die letzte Rast in der Sonne, und genießen die frühlingshafte Wärme… Südtirol ist einfach anders…

Am Bahnhof angelangt, sind wir beide ganz schön müde, ein Getränklein zum Auffüllen der leeren Speicher ist jetzt natürlich noch angesagt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:50 h
Gesamtlänge: 20,23 km
Höhenmeter: 115 m

180307 Birgitzköpfl (1.982 m)

Das Wetter in Innsbruck schaut gar nicht gut aus, aber weiter oben wird es schon passen. Daher beschließen wir, die geplante Skitour auf das Birgitzköpfl doch zu machen.

Wir starten bei der „Rodelbahnkurve“, schon hier fallen schöne Schneeflocken und der Sommerweg ist leicht angezuckelt. Wunderschön geht es zuerst durch den Wald, zweimal kreuzen wir die Rodelbahn.

Dann stehen wir auf der Lichtung der alten Skipiste mit dem markanten Kreuz. Von hier geht es entlang der ehemaligen Piste hinauf zur Birgitzer Alm.

Wir beschließen, gleich weiter zu gehen, denn der Schnee ist gut und das Wetter verspricht ein wenig Pulver für uns.

Schon nach kurzer Zeit erreichen wir den Gipfel. Wir sind fast alleine, nur einen Tourengeher, der jedoch weiter auf das Birgitzköpflhaus und weiter zur Mairrinne geht, sehen wir.

Auf dem Gipfel bläst wie halt immer ein Wind, der uns schnell wieder hinunter treibt. Wir haben eine tolle Abfahrt, noch gehts ohne Taschenlampe. Bei der Hütte wollen wir einkehren, aber diese ist komischerweise geschlossen. Also fahren wir ganz ab, die Abfahrt macht richtig Spaß.

Auf dem Heimweg gönnen wir uns noch einen Durstlöscher, um die schöne Tour zu besiegeln.

Tourendaten

Gesamtlänge: 6,47 km
Gesamtdauer: 1:50 h
Höhenmeter: 625 m
Lawinenstufe: 2

171011 Rundflug übers Oberland und Ausserfern

Nach gefühlten 2 Jahren schaffen wir es endlich, mein wundervolles Geburtstagsgeschenk einzulösen. Ein Rundflug mit einem kleinen Flieger. Obwohl das keine Bergtour ist, ist es doch spannend, da man von „oben“ neue Ziele ausmachen kann.

Die Kinder fliegen mit mir mit, wissen aber beim losfahren von zu Hause noch nichts von ihrem Glück. Am Flughafen angekommen, ist Sara natürlich sofort im Bilde… „wir fliegen mit einem Sportflieger, juhu!“.

Die Aufregung ist groß, doch dann dauert es doch noch eine Weile, bis wir endlich die Freigabe bekommen, denn beim Security-Check gibt’s mehr zu tun als gedacht.

Dann endlich ist es soweit, wir steigen in das Flugzeug, Christian, unser Pilot stellt sicher, daß die Kinder korrekt „verstaut“ sind. Noch ein kurzer Check mit dem Tower, dann können wir abheben.

Das Wetter ist super, Turbulenzen sind so gut wie ausgeschlossen. Zuerst fliegen wir an der Martinswand entlang, und dann über Seefeld ins Gaistal. Linkerhand erhebt sich der mächtige Bergstock der Hohen Munde. Ein Wahnsinnsausblick…

Über Ehrwald erreichen wir Zwischentoren und den Heiterwanger See, schon bald kommen die Tannheimer Berge und die Ruine Ehrenberg ins Blickfeld.

Über dem Talkessen Reutte machen wir eine Schleife, fliegen genau über den Hüttenbichl und dann weiter ins Lechtal. Die „heiße“ Kurfe macht vor allem den Kindern viel Spaß.

Wir gewinnen bald an Höhe, Christian lässt mich auch mal ans Steuer.

Über die Knittelkarspitze in den Lechtaler Alpen fliegen wir nach Nasserreith und dann gleich weiter ins Ötztal.

Nun befinden wir uns auf ca. 4000m, die Berggipfel unter uns sind dennoch zum Greifen nahe.

Bald erreichen wir die Ötztaler Gletscher und drehen in einer Schleife wieder zurück Richtung Inntal. Die Fernsicht ist super, wir sehen sogar die Dolomiten in Südtirol.

Bei Sautens erreichen wir wieder das Inntal, nun geht es rasch über die die Inntaldörfer weiter ins westliche Mittelgebirge.

Ein kleines Flugmanöver für die Kinder macht nochmals gute Laune auf den „billigen Plätzen“. Da wir relativ hoch sind, muss unser Pilot nun einen steilen Sinkflug einleiten. Das schlägt den Kindern auf die Ohren.

Eine Schleife über Aldrans bringt uns dann auf Kurz zum Flughafen. Eine Musterlandung bringt uns wieder auf den geliebten Boden.

Danke an alle, die diesen Flug möglich gemacht haben, es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Route:
Flugroute