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240505 Kriegerkapelle (1.739m)

Das Wetter ist wiederum, entgegen dem Wetterbericht, schön, aber ein wenig kühler als gestern. Wir fahren mit dem Bus nach Rinn, hier starten wir unsere Wanderung auf die Kriegerkapelle.

Dem ersten Teil folgen wir meiner Standardroute auf die Rinner Alm, überall blüht, kreucht und fleucht es! Wunderbar, der Frühling.

Ein paar Meter folgen wir der Schotterstraße, dann zweigen wir auch schon auf den Rinner Almsteig.

Am Waldspielplatz vorbei, die Forststraße ein paar Mal querend, steigen wir höher und höher.

Am Steig sehen wir immer wieder die Auswirkungen der letzten Föhnwellen. Überall liegen sturm-gefällte Bäume.

Über wurzel-bewähren Steig erreichen wir schlussendlich das erste Ziel, die Rinner Alm (1.397m).

Diese ist heute gut besucht, viele Wanderer nutzen das gute Wetter. Der erste Blick über die Bänke auf der Veranda zeigt keine freien Plätze. Uns ist das egal, da wir eh noch keine Einkehr planen.

Hinter der Alm steigen wir höher, und über den Vogelfängerweg erreichen wir den Vogelfänger-Boden

Hier wurde die Infotafel überarbeitet, in neuem Glanz erstrahlen hier Tannenmeise, Fichten-Kreuzschnabel und Buchfink. Auch wenn ich diese Vögel hier noch nicht gesichtet habe, die Bilder sind dafür umso anschaulicher.

Nun wechseln wieder wieder auf eine Forststraße, die ganz neu hergerichtet scheint. Zumindest ist hier wenig Verkehr, denn der Belag ist noch in perfektem Zustand.

Am Ende zweigt ein kleiner Weg nach rechts, und wir erreichen unser für heute höchstes Ziel, die Kriegerkapelle (1.739m).

Die Aussicht von diesem Platz ist spektakulär, leider ist es noch ein wenig kühler geworden und die Pause auf der Aussichtsbank reduziert sich auf das Nötigste!

Wir folgen dem gleichen Weg zur Abzweigung Rinner Alm / Aldranser Alm, dann wandern wir in Richtung der zweiten Alm.

Über den Sepplsteig, einen kleinen Verbindungssteig zwischen den Almen, wandern wir durch moosigen Wald und eng stehende Bäume.

Das letzte Stück bestreiten wir wieder auf einer Forststraße, bevor wir vor unserer zweiten Alm, der Aldranser Alm (1.503m) stehen. Auch hier kehren wir nicht ein…

Es ist später geworden als geplant, also schauen wir, dass wir ohne Pause weitergehen. durch ausgedehnte Moosbeerfelder steigen wir ziemlich direkt von der Alm ab ins Tal.

Am alten Almenweg begegnen wir zwei Wanderern, ansonsten sind wir heute, bis auf die Hütten-Umgebungen, recht einsam am Weg gewesen.

Bei dem Trinkwasserkraftwerk „Schreyerbach“ treten wir aus dem Wald und stehen auf den schönen Wiesen oberhalb der Aste. Wir passieren die Starkenbergsiedlung und das Industriegebiet, wandern kurz durch den Wald, erreichen das Sägewerk Dollinger und schließlich den Dorfkern von Aldrans.

Eine tolle, ausgedehnte Wanderung. Das Wetter hat bis zum Schluss mitgespielt, wir sind trockenen Fußes angekommen! Toll, fein war´s!

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:12 h
Gesamtlänge: 13,58 km
Höhenmeter: ∆ 865 m / ∇ 1.016 m

240330 Rinner (1.380m) und Aldranser Alm (1.511m)

Der Frühling kündigt sich mit Riesenschritten an, die Blumen sprießen und blühen, die Natur erwacht wieder. Zu den feinen Temperaturen steuern Föhn und mittransportierter Saharastaub auch noch ihren Teil bei.

Biggi und ich beschließen, auf die Rinner- und evtl. weiter auf die Aldranser Alm zu gehen. Also meine Trainingsrunde, gestartet wird wie üblich in Rinn.

Über den Rinner Almensteig machen wir gleich Höhe, die Temperaturen sind für die Jahreszeit aber echt ungewöhnlich… dem Klimawanderl sei „Dank“.

Der Föhn ist heuer auch stärker in Erscheinung getreten und überall im Wald können wir seine Spuren entdecken. Einige schöne, alte Bäume sind dem Südwind zum Opfer gefallen, teilweise mitten in intaktem Forst.

Wir haben ein gutes Tempo, und schon bald erreichen wir das Gatter zur Rinner Alm und schließen damit den ersten Teil der Wanderung ab.

Obwohl die Aussicht mäßig ist, freu ich mich ob der Temperaturen schon sehr auf die heurige Bergsaison. Einige Projekte habe ich auf meiner Liste…

Die Rinner Alm (1.380m) ist geschlossen, dennoch gönnen wir uns eine kurze Pause in der Schaukel

Die Sonne lugt durch die staub-durchdrungenen Luft, die Pause ist sehr gemütlich. So beschließen wir, da Schnee auch keiner mehr liegt, zur nächsten Alm aufzubrechen.

Durch moosbewachsenen Fichtenwald spazieren wir am Verbindungsweg gen Westen.

Wir erreichen die Forststraße, die hinauf zur nächsten Alm führt. Von hier haben wir ein paar Ausblicke auf das Inntal, leider ist die Sichtweite heute bescheiden.

Die Aldranser Alm (1.511m) ist auch noch geschlossen, allerdings wird es nicht mehr lange dauern. Wir setzen uns auf eine Bank, genießen einen Schluck Wasser. Die ersten E-Biker kommen auch schon oben an.

Der Wind ist der einzige Wermutstropfen heute, und schlussendlich ist es auch dieser, der uns von dem ansonsten gemütlichen Plätzchen vertreibt.

Auf dem Waldsteig wandern wir hinunter nach Fagslung, vorbei an der Wasserfassung für Aldrans

Immer wieder sehen wir Frühlingsboten, die uns an die kommenden warmen Saison erinnern, wie hier im Bilde der Huflattich.

Über die Felder vor Fagslung erreichen wir wieder Siedlungsgebiet, über das Industriegebiet wandern wir nach Aldrans.

Eine gemütliche Einstiegstour, in feinster Gesellschaft. So kann es weitergehen… Ich freu mich schon auf die kommende Saison…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:57 h
Gesamtlänge: 9,91 km
Höhenmeter: △ 643 m / ▽ 853 m

240316 Patscherkofel (2.246m)

Schon seit einiger Zeit „kitzelt“ mich eine Schneeschuhtour, endlich ist es so weit. Weit weg will ich nicht fahren, daher beschließe ich, eine Runde auf und um den Patscherkofel zu machen.
Mit der Bahn fahre ich bis zur Mittelstation, die Talabfahrt ist schon wegen Schneemangels geschlossen. Hier starte ich, mit Grödeln bewaffnet, die Schneeschuhe bleiben auf dem Rucksack.

Ich erreiche nach ein paar Minuten die Patscher Alm (1.694m), hier verlasse ich das Skibgebiet und folge dem Forstweg, auch Vitalweg genannt, in Richtung Hochmahdalm

Es ist und bleibt eine Forststraßen-Hatscherei, egal ob Sommer oder Winter. Dennoch tröstet die wunderschöne Aussicht ein wenig über diesen Fakt hinweg.

Das Stubai, für die Jahreszeit auch schon auffällig schneefrei, liegt direkt vor mit. Ich komme an der sogenannten David-Hütte, in super Lage, vorbei.

Der Weg ist immer noch gut zu gehen, die Schneeschuhe können noch am Rucksack bleiben.

Schließlich erreiche ich auch die Hochmahdalm (1.907m). Hier treffe ich auch zwei Skitourengeher, die gerade eine Pause machen.

Kurz nach der Alm biege ich von der Straße ab ins Gelände, hier sind auch mehrere Skitourengeher am Weg. Nun endlich kommen die Schneeschuhe zum Einsatz.
Der Aufstieg auf den Gipfel des Kofels ist einfach, aber die Sicht grenzwertig… fast wie ein „Whiteout“.

Ich stapfe vor mich her, Sicht gegen Null, als plötzlich die Wolkendecke aufreißt und die Sendeanlage direkt vor mir liegt. Ich bin überrascht, dass ich schon fast auf dem Gipfel stehe.

Für eine Pause ist es noch zu früh, ich gehe an der Gipfelstube vorbei, diese ist trotz des nicht idealen Wetters gut gefüllt.

Ein Abstecher zum Gipfelkreuz des Patscherkofels ist Pflicht. Der Wind bläst wie verrückt, daher bleibe ich nur einen Augenblick stehen.

Vom höchsten Punkt wandere ich nun ostwärts, vorbei an der riesigen Sendeanlage und über den Osthang in eine Mulde. Der Schnee ist gut tragfähig, dennoch muss man aufpassen, wohin man steigt, um nicht in eine Klusse (Felsloch) zu steigen.

Unter dem Lanser Kreuz wird es ein weniger steiler, ich finde eine alte Spur, der ich folge. Obwohl der Nimbus des Erstbegehers verloren , ist das Fortkommen um einiges leichter geworden.

… in einer steileren Passage zweigt der Weg hinab in eine Mulde und weiter Richtung Zirbenweg.

Die Orientierung ist im Winter wesentlich schwieriger, ich quere den Zirbenweg unbemerkt und befinde mich plötzlich tiefer als eigentlich geplant. Unter dem Osthang des Kofels wandere ich dann zur Grünbichlhütte.

Über einen flachen Boden mit vielen Latschen, das „Lieblingsgebiet“ ein jedes Schneeschuhwanderers, führt der weitere Weg. Obwohl keine steilen Passagen sind, muss ich bei jedem Schritt aufpassen, nicht einzubrechen.

Ich erreiche die Grünbichlhütte, ein Blick über die Schulter zeigt düsteres Wetter im Unterinntal. Mal schauen ob der Sonnenschein an meinem Standort noch ein wenig hält…

Von der Hütte führt eine Spur in Richtung Patscherkofel-Bergstation, undeutlich, aber erkennbar. Dieser folge ich, vermutend, dass ich auf dem Zirbenweg bin. Dies dürfte auch der Fall sein, allerdings ist der Weg zugeschneit und relativ steil, mit den Schneeschuhen stellt diese eine Herausforderung dar.
Zusätzlich ist die Schneeschichtung gelinde gesagt „komisch“, oberflächlich liegt ein fast schon schmieriger Schneefilm, unterhalb eine sehr harte Schneeschicht. Dies beeinflusst den Gripp der Schneeschuhe, ansonsten kein Thema, heute ein wenig negativ!

Ich quere die steileren Hänge, teils mit ungutem Gefühl, teil unter Zuhilfenahme von „ungewöhnlichen“ Steigtechniken und erreich schlussendlich wieder sicheren Untergrund.

Der Pulsschlag fährt langsam wieder runter, und nach kurzer Zeit eröffnet sich der Blick auf die Bergstation der Patscherkofelbahn. Ich habe es geschafft.

Eine schöne Tour mit Schneeschuhen, die Steilheit und der ungute Schneedeckenaufbau haben mich am Schluss ein wenig auf Trab gehalten, aber Spaß gemacht hat die Tour allemal!

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:18 h
Gesamtlänge: 8,79 km
Höhenmeter: ∆ 685m / ∇ 437m
Lawinenwarnstufe: 1

240309 Patscheralm (1.694m)

Die Sonne lacht vom Himmel, allerdings rüttelt zur gleichen Zeit der Föhn an den Fenstern, dass es nur so eine Freude ist. Ich lasse mich nicht entmutigen, der Patscherkofel steht heute auf dem Programm.
Mit dem Direktbus von Aldrans erreiche ich die Talstation. Der Skibetrieb konzentriert sich heute auf die Heiligwasserwiese, der Rest des Skigebietes ist geschlossen.

Ist starte direkt von der Talstation los, über die Olympiaroute steige ich steil zur Einmündung beim Tunnel, dort wechsle ich auf die Familienabfahrt.

Im unteren Teil des Skigebiets war ich noch halbwegs gut vom Wind verschont geblieben, aber je höher ich steige, desto steifer wird die Brise. Die Piste ist dafür in einem traumhaften Zustand…

Der Himmel ist klar und wunderschön, auf den Bildern sieht man halt keinen Wind. Dieser wird nun immer intensiver, und an zwei Stellen merke ich, wie es mich zur Seite drückt.

Der Blick ins Inntal ist heute wieder besonders schön, weil der Himmel so klar ist.

Überall, wo Sonne auf die Piste scheint, wird der Schnee ein wenig weicher und fein für den Aufstieg.

Schließlich erreiche ich über die Forststraße die heute auch geschlossene Patscheralm (1.694m). Hier beschließe ich, es gut sein zu lassen, denn es ist nicht mehr fein mit dem Wind.

Während ich mich für die Abfahrt herrichte, ziehen noch ein paar Unerschrockene an mir vorbei, aber ich bereue meine Entscheidung nicht. Der „Kofel“ läuft mir wahrlich nicht davon…

Über den Stubaiern kommen schon die ersten Wolken zum Vorschein, das Wetter wird wohl noch im Laufe des Tages umschlagen.

Die Abfahrt ist wie schon erwartet ein Traum, fast keine Spuren, und gerade in dem Zustand, den ich sehr gerne mag… oben ein wenig weich und dennoch griffig.
Rasch erreiche ich wieder die Talstation, beim letzten Schwung sehe ich gerade meinen Bus einfahren!

Und wie bestellt sitze ich 3 Minuten später auch schon wieder im Bus nach Hause. Wunderbar!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:23 h
Gesamtlänge: 6,52 km
Höhenmeter: ∆ 708 m / ∇ 706 m
Lawinenwarnstufe: Stufe 2 (Gleitschnee)
Wetter: Klarer Himmel, starker Föhn

240307 Skitour Schartenkogel (2.311m)

Letu hat endlich ein Paar „Tourenski“ ergattert, das müssen wir gleich mal ausprobieren. Ich bin zwar nach einem langen Arbeitstag nicht so motiviert, dafür ist es Letu für uns Beide! Da gibt es kein Auskommen, ich muss mit…
Ausnahmsweise fahren wir mit dem FloMobil zum Glungezer.

Mit der Bahn fahren wir schnell in die Höhe, da es heute nur eine „Versuchstour“ ist, beschließen wir, von der Bergstation auf den Schartenkogel zu gehen. Das sind nur ein paar Höhenmeter, aber zum ausprobieren gerade recht.

Wir steigen an der Piste entlang stetig nach oben, über den Ziehweg und den letzten Steilhang erreichen wir die Bergstation des Schartenkogellifts und schlussendlich auch das Gipfelkreuz.

Es ist frisch, daher beeilen wir uns, packen die Sachen zusammen und fahren wieder ab bis zur Mittelstation. Die Talabfahrt ist heuer nur an ein paar erlesenen Tagen gegangen und ist schon länger gesperrt.

Eine kurze, feine Tour mit dem Sohnemann, es hat richtig Spaß gemacht. Hoffentlich geht sich das in nächster Zeit noch einmal aus!

Tourendaten
Gesamtdauer: 0:57h
Gesamtlänge: 5,89 km
Höhenmeter: ∆ 258 m / ∇ 819 m

240224 Wandern Aldrans

Am Freitag, den 23.02.2024 meldete sich der Winter mit Trompeten und Fanfaren zurück, mit Verkehrschaos im ganzen Niederschlagsbereich, von Osttirol, Zillertal, über das Wipptal bis ins Tiroler Oberland…
Am nächsten Tag lacht uns ein blauer Himmel entgegen, und verzaubert die Landschaft in das sprichwörtliche „Winter-Wonderland“.

Da unsere Zeit, und auch unser „Wollen“ heute ein wenig bescheiden ist, beschließen Biggi und ich, einen ausgedehnten Spaziergang durch die Zauberlandschaft zu machen.

Wir starten direkt in Aldrans und spazieren über die östlichen Felder, vorbei am Altersheim, zum Goaßgogl. Die steileren Passagen im Wald sind unangenehm zu gehen, da der Schnee, bzw. der Untergrund rutschig wie Seife ist.

Über das Pfarrtal erreichen wir die Wiesen vor dem Widum in Ampass. Hier haben wir einen wunderschönen Blick auf die zwei Türme der Ampasser Pfarrkirche. Der obere Turm musste gebaut werden, weil die Glocke für den originalen Kirchturm zu schwer war.

Vorbei am Kirchbühel und dem Ampasser Widum, müssen wir ein paar Meter der Straße folgend bergan Richtung Ebenwald. Nach 200m zweigt ein Weg nach Rechts ins Herztal ab.

Der Weg führt durch den Wald, es liegt einiges an Schnee, aber die Stapferei geht gut von Statten. Die Temperaturen sind schon wieder relativ hoch, daher schmilzt der Schnee auf den Bäumen relativ schnell ab.

Überall tropft es, immer wieder brechen kleine Schneelawinen von den Ästen ab. Wir ziehen uns vorsorglich die Kapuzen über den Kopf, das spart uns ein paar Mal ein kühles Genick.

Durch das Tal erreichen wir bald den Herzsee, der teils gefroren vor uns liegt. Natürlich keine tragende Eisschicht, dafür sind die Temperaturen zu hoch, aber immerhin schaut es hübsch aus.

Vom Herzsee spazieren wir schlussendlich über die Dörferstrasse hinab ins Dorfzentrum von Aldrans! So schließt sich eine gemütliche Rund in der Umgebung von Aldrans.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:28 h
Gesamtlänge: 4,79 km
Höhenmeter: △ 169 m / ▽ 173 m

240215 Glungezer (2.677m)

Obwohl der „große Schnee“ noch immer ausgeblieben ist, sind Skitouren trotzdem möglich. Heute steht eine gemütliche Tour auf den Glungezer, von der Bergstation Tulfein auf dem Programm. Mit von der Partie sind Biggi und ihre Schwester.

Bei schönstem Wetter starten wir ein paar Meter über die Piste, dann zweigen wir auf den Sommerweg zum Schartenkogel ab. Ab hier ist es eine feine, aber auch sichere Tour zu unserem ersten Ziel.

Es ist eine schöne Spur angelegt, im Hintergrund sehen wir schon unser Hauptziel, den Gipfel des Glungezers. Bis dorthin müssen wir aber noch ein paar Meter machen…

Bald haben wir den lichten Zirbenwald hinter uns gelassen und nun haben wir eine wunderbare Aussicht auf das Inntal.

Bis zum Schartenkogel müssen wir nur 2 Mal kurz über apere Stellen (mit Steinen) treten, ansonsten haben wir ein feine und griffige Spur.

Bald erreichen wir den Schartenkogel (2.311m), hier fellen wir ab, denn wir fahren ein paar Meter hinab…

… zum Tulfeinjöchl. Nach einem Blick zurück zum Schartenkogel, einem Schluck Tee und wieder auffellen starten wir wieder durch.

Nach ein paar flachen Metern vom Jöchl steilt der Hang auf und wir müssen recht steil auf den Sommerweg zum Glungezer wechseln.

Die Spurensuche ist nicht immer einfach, einmal verfehlen wir die verblasene Spur und landen in den Felsen. Aber ungut ist die Situation nie, den Weg finden immer gleich wieder.

Der Wind leistet gerade am Glungezer immer ganze Arbeit. Fast schon verwunderlich, dass noch eine geschlossene Schneedecke zum Gipfel vorhanden ist.

Im Rückblick sehen wir nochmals unsere Spur, abgesehen vom ersten steilen Hang ist der Weg nun sehr angenehm zu gehen, wenn auch teilweise die Oberfläche pickelhart ist.

Wir sehen unterhalb vom Gipfelhang schon das Gipfelkreuz vom Glungezer, nun haben wir es bald geschafft.

Der Blick ins Unterland führt unser Auge bis zum Kaisergebirge. Die Aussicht heute ist wunderbar, die Luft sehr klar.

Kaum haben wir den Gipfel erreicht, fühlen wir auch schon den typischen Wind, der hier gefühlte 365 Tage im Jahr bläst.

Es ist zu ungemütlich für eine längere Pause, daher fellen wir nur ab.

Wir fahren vom Gipfelkreuz die paar Meter hinunter zur Glungezerhütte, hier wollen wir uns eine verdiente Einkehr gönnen. Aus dem Weg zur Hütte sehen wir auch den Verlauf der Route Roman… wir erinnern uns.

In der Hütte finden wir gleich einen gemütlichen Platz, ich gönne mir die bekannten „Spaghetti Kathmandu“, sehr interessant gewürzt…

Nach einer feinen, ausführlichen Rast auf der Hütte steht noch die Abfahrt über die Nordhänge des Glungezers ins Skigebiet vor uns.

Ein letzter Blick gilt noch in Richtung Kreuzspitze, die ich letztes Jahr im Sommer besucht hatte. Dann fahren wir über die pistenähnlich abgefahrenen Hänge hinterunter ins Skigebiet und weiter zur Mittelstation.

Heute war wieder ein toller Tourentag mit wunderbarer Begleitung. Ich freu mich schon auf die nächste Runde!

Tourendaten
Gesamtlänge: 9,00 km
Gesamtdauer: 2:50 h
Höhenmeter: △ 745 m / ▽ 1.134 m
Lawinenstufe: 1 (Gleitschnee / Triebschnee)

240114 Route Roman (2.639m) ✨

Das Wetter ist super gemeldet, die Schneelage relativ gut. Da bietet sich wieder mal eine Tour in der Nähe an. Die Route Roman, die Verbindung zwischen Patscherkofel und Glungezer steht auf dem Programm.
Mit der Patscherkofelbahn kommen wir unkompliziert auf 1.965m.

Von der Bergstation steigen wir gleich steil am Nordwesthang empor, vorbei an der alten Panoramabahn, deren Reste noch sichtbar sind.

Der Wald wird immer lichter, dafür die Aussicht großartiger. Von dieser Seite des „Kofels“ hat man einen wunderbaren Blick ins Stubaital, links die Serles, auf der rechten Seite die Kalkkögel.

Je weiter wir hochsteigen, desto mehr wird uns der Windeinfluss auf den Schnee bewusst. Die Schneegangeln erinnern mich immer wieder dran, dass die Natur ein Wunderwerk ist. Nur für kurze Zeit kann man diese Form bewundern, dann ändert der Wind auch schon wieder Kontur und Ausprägung…

Schließlich erreichen wir nach einem ungefähr Einstündigen Aufstieg den Gipfel des Kofels.

Hier rasten wir ganz kurz, dann fellen wir ab… nun steht ein wenig Abfahrt auf dem Programm…

Die Abfahrt über den Ostrücken ist wie schon von mir erwartet nicht grad eine Traumabfahrt, aber trotzdem irgendwie lustig. Zumindest liegt genug Schnee, über die Qualität kann man zweifelsohne streiten.

Bald erreichen wir das unbenannte Joch nach dem Ostrücken, hier folgend wir teils fahrend, teils schiebend dem weiteren Weg Richtung Lanserkreuz.

Nun heißt es wieder durch den Wald, teils am Grat entlang abfahren bzw. abrutschen. Ein Stück müssen wir gerade, mit geringem Gefälle noch fahren, dann erreichen wir Boscheben, das im Winterschlaf ruhende Almgasthaus (2.030m)

Hier, am Ellbögner Kreuz machen wir eine Pause, ein wenig heißer Tee und eine kleine Brotzeit stärken uns für den Weiterweg.

Aufgefellt haben wir rasch wieder, dann folgend wir dem Zirbenweg durch steilen Zirbenwald weiter Richtung Viggarspitze.

Bei einem Tal zweigen wir vom Zirbenweg ab und folgen nun, in ein paar steilen Kehren dem Tal immer Richtung Viggarspitze. Zurückschauend sehen wir den imposanten Gipfel des Patscherkofels mit der großen Sendeanlage.

War der Himmel in der Früh noch blau und klar, sind jetzt erste Cirren eingefallen, im Süden tummeln sich die ersten, unbedenklichen Wolken.

Die Spur ist schön angelegt, und wir kommen zügig weiter. Schon bald stehen wir am Fuße der Viggarspitze, die wir heute aber im Anbetracht der Gehstrecke nicht mitnehmen.

Lustige Schattenbilder begleiten uns, abgesehen von unserem Abbild sind aber keine weitere Bergaffine am Weg.

Immer weiter entfernen wir uns vom Kofel und nähern uns unserem höchsten Ziel, der Sonnenspitze. Die Aussicht auf die Landeshauptstadt ist toll, eine gute Fernsicht haben wir heute.

Der Blick gegen Südosten zeigt uns Kreuz- und Durrenseespitze, Tourenziele, die ich heuer im Sommer auf dem Programm hatte, davor die zwei Stufen mit „Gschriebener Stoan“ und „Blaue Seen“

Ein paar kurze Abfahren zwischendurch mit Fellen sorgen für Spaß, aber auch ein wenig Überwindung, da es teils recht steil zur Sache geht.

Dass die Natur auch hier Kunstwerke mittels „Windpinsel“ in die Landschaft gezaubert hat, ist bei dem heutigen Traumwetter ein auf Neudeutsch „Added Bonus“

Der Schlusshang auf die Sonnenspitze sieht aus der Ferne beeindruckend und auch recht steil aus, wir sind schon gespannt, wie die Verhältnisse dort sind. Im Nahbereich stellen wir schon fest, dass die Schneeoberfläche recht hart ist.

Wir legen sicherheitshalber die Harscheisen auf, und in ein paar Spitzkehren mühen wir uns den Hang hinauf. Allerdings hat der Hang aus der Nähe betrachtet seinen Schrecken verloren.

Die letzten paar Meter auf die Sonnenspitze sind wie erwartet sehr hart, das ist dem regen Ansturm aus dem Skigebiet geschuldet. Dafür haben wir für die Abfahrt dann auch fast pistenähnliche Verhältnisse.

Die Pause auf dem Gipfel der Sonnenspitze (2.639m) fällt wegen dem kühlen Wind entsprechend kurz aus, einen Schluck Tee aus der Thermoskanne gönnen wir uns dennoch. Dann richten wir uns für die Abfahrt ins Glungezer-Skigebiet her. Die Abfahrt ist dank der „Piste“ gut und lustig und bald erreichen wir die präparierte Abfahrt.

Ein Blick zurück lässt uns die untergehende Sonne erblicken, eine tolle, aber auch lange Tour liegt hinter uns.
Bei der Mittelstation steigen wir in die Gondel ein und fahren ins Tal. Unten angekommen, stellen wir fest, dass die Talabfahrt „auf eigenes Risiko“ befahrbar gewesen wäre… schade, das haben wir nicht gesehen. Aber das ist wohl der einzige Wermutstropfen des heutigen Tourentages!
Gemütlich tuckern wir mit dem Bus nach Hause… voller Eindrücke eines wunderschönen Tages!

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:16 h
Gesamtlänge: 13,42 km
Höhenmeter: ∆ 1.106 m / ∇ 1.160 m

240112 Rodeln Rinner Alm (1.380m)

Freitag, Dienstschluß! Biggi und ich haben uns zum Rodeln verabredet. Wir starten von Rinn aus über den Rodelaufstieg zur Alm.

Es hat vor kurzem wieder geschneit und die Landschaft hat sich nochmals ins Winterkleid geschält. Wunderbar, wenn alles vom feinen Weiß bedeckt ist.

Der Aufstieg, der von der Rodelbahn getrennt nach oben verläuft, lässt sich fein begehen, die Steigung ist gerade fein, um mit der Rodel gut nach oben zu kommen.

Die Nordseite liegt leider im Schatten, damit liegt der Weg auch im Kühlen. Beim Aufstieg ist dies kein Problem, manchmal sieht man doch in luftigen Höhen ein paar Sonnenstrahlen.

Auf der Karwendelseite leuchtet der Schnee im Sonnenschein, aber ob es dort wirklich wärmer ist, sei dahingestellt…

Nach einer guten Stunde erreichen wir die Rinner Alm, wir beschließen, hier noch einzukehren und uns einen Kuchen zu gönnen.

So gestärkt, macht die anschließende rasante Talfahrt mit der Rodel viel mehr Spaß.

Die Bahn läuft heute gut, ein paar kleine Hügel lassen uns hüpfen. Viel zu schnell sind wir wieder im Dorf angekommen.

Eine feine Tour, die Rodelbahn war heute super in Schuss, danke an das Team der Rinner Alm für das gute Präparieren!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 7,64 km
Höhenmeter: ∆ 498 m / ∇ 502 m

240109 Skitour Tulfein (2.052m)

Dienstag ist Abendtourentag am Glungezer, das ist schon seit Jahren ein Magnet für mich. Heute mache ich mich auf, mit Biggi die Tour zu bestreiten. Da es schon spät ist, als wir weggehen, beschließen wir, bis zur Bergstation zu gehen und dann weiter zu sehen…

Der Aufstieg über die Lifttrasse ist steil, aber bei diesen Schneeverhältnissen total fein zu gehen. Schnell gewinnen wir an Höhe. Die Strecke ist teils im Wald, teils von der Piste beleuchtet. Es ist kühl, aber nicht so kalt wie befürchtet.

Wir steigen höher und höher und erreichen schließlich die Bergstation. Ein kurzer, aber total feiner Trip am Abend, an der feinen frischen Luft! Wir trinken Tee, genießen die Aussicht und richten uns für die Abfahrt.

Der Glungezer ist als Ski- und Tourenberg einfach wunderbar, das Personal total nett und alles super präpariert! Da muss man wirklich mal ein Kompliment aussprechen.

Die Abfahrt geht wunderbar, allerdings merke ich, dass ich schön langsam doch mal einen Skiservice brauche. Kante ist bei mir Fremdwort… auf den härteren Platten rutsche ich gleich mal wild durch die Gegend… aber es macht voll Spaß.

Ein toller Abend mit Biggi, es ist immer total fein, zusammen am Abend eine Runde zu drehen. Ich freu mich schon auf die nächste Tour!

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:27 h
Gesamtlänge: 4,48 km
Höhenmeter: △ 475 m / ▽ 475 m